Sternstunden der Kammermusik: In ehrfürchtiger Stimmung beeindrucken Argerich, Maisky und Jansen

Elbphilharmonie Hamburg, 30. Januar 2018
Janine Jansen, Violine
Martha Argerich, Klavier
Mischa Maisky,
Violoncello
Ludwig van Beethoven,
Sonate g-Moll op. 5/2 für Violoncello und Klavier
Dmitri Schostakowitsch, Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67
Robert Schumann, Sonate Nr. 1 a-Moll op. 105 für Violine und Klavier
Felix Mendelssohn Bartholdy, Klaviertrio d-Moll op. 49

von Sebastian Koik

Drei der größten Weltstars der Klassik-Welt machen zusammen Kammermusik! Das gibt es nicht alle Tage. Und wieder beweist sich: Nicht nur für große Orchester, sondern auch für kleine Besetzungen ist der Große Saal der Elbphilharmonie perfekt geeignet. „Janine Jansen, Martha Argerich, Mischa Maisky,
Elbphilharmonie Hamburg“
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Carmen: Margarita Gritskova hat nicht genügend Kraft für diese enorme Partie

Foto: M. Pöhn (c)
Wiener Staatsoper, 29. Januar 2018
Georges Bizet, Carmen 
161. Aufführung in dieser Inszenierung

von Renate Wagner (der-neue-merker.eu)

Es musste nicht bewiesen werden, jeder weiß es: Eine Live-Stream-Übertragung, selbst wenn sie in diesem Fall (als Werbegeschenk einer Firma) gratis war, schadet dem Live-Andrang in einem Opernhaus nie. Die dritte „Carmen“ dieser Serie war nicht nur auf den Sitzplätzen, sondern auch auf den Stehplätzen ausverkauft. Vermutlich haben die teils so enorm divergierenden Meinungen und Urteile das Publikum neugierig gemacht. Und es war ja auch die vorläufig letzte Gelegenheit, Piotr Beczala  bei diesem seinem ersten Versuch als Don José zu sehen – wer weiß, wann er ihn wieder singt. „Georges Bizet, Carmen,
Wiener Staatsoper“
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Die MITTWOCH-PRESSE – 31. Januar 2018

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden: Die MITTWOCH-PRESSE – 31. Januar 2018

München
Münchner Philharmoniker: Stadt will Gergiev verlängern
Münchner Abendzeitung

Paris
Wechsel beim Orchestre de Paris. Chefdirigent Daniel Harding geht
Bereits ab Sommer dieses Jahres wird der Brite Daniel Harding seine reguläre Chefdirigenten-Tätigkeit in Paris aufgeben und ein Sabbatical einlegen. Für die Spielzeit 2019/20 wird das Orchester dann offiziell einen neuen künstlerischen Leiter suchen.
BR-Klassik

Hamburg/Staatsoper
An Beethoven verhoben – Kent Nagano verlor die Orientierung
Staatsoper-Neuproduktion des „Fidelio“ von Georges Delnon. Die Regie wollte zu viel aussagen, die Musik konnte zu wenig erzählen.
Hamburger Abendblatt

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Iréne Theorin brilliert im Königlichen Opernhaus in Stockholm als Elektra 

Königliche Oper Stockholm, 27. Januar 2018
Richard Strauss, Elektra
Simone Young, Dirigentin
Staffan Valdemar Holm, Inszenierung
Bente Lykke Møller, Bühne/Kostüme
Iréne Theorin, Elektra
Katarina Dalayman, Klytämnestra
Cornelia Beskow, Chrysothemis

von Yehya Alazem

Mit „Elektra“ begann eine der besten Zusammenarbeiten zwischen Librettist und Komponist in der Operngeschichte – Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal wurden ein Dream Team. Mit seiner vierten Oper ging Richard Strauss an die Grenze seiner musikalischen Schaffenskraft. „Elektra“ wurde sein expressionistischstes Werk, er sollte danach keine Musik mehr schreiben, die so atonal und experimentell war. „Richard Strauss, Elektra,
Königliche Oper Stockholm“
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Tango und Kulinarik in den Tiefen des Wiener Musikvereins

Musikverein Wien, Gläserner Saal, 29. Januar 2018
Julia Stemberger (Rezitation)
Tango de Salòn :
Peter Gillmayr, Violine
Andrej Serkov, Bajan
Guntram Zauner, Gitarre
Roland Wiesinger, Kontrabass

von Charles Ritterband

Eine originelle Formel, die da am Montag im Gläsernen Saal tief unter dem weltberühmten Goldenen Saal des Wiener Musikvereins einem durchaus amüsierten Publikum präsentiert wurde: Das österreichisch-ukrainische Tango-Ensemble „Tango de Salòn“ intonierte Tangos von Astor Piazzolla bis Kurt Weill, dazwischen las die bekannte und mehrfach ausgezeichnete Wiener Schauspielerin Julia Stemberger mit viel Charme und gehöriger Ironie Textpassagen: Allesamt Texte, die sich auf humorvoll-pointierte Weise mit Kulinarik und deren Exzessen und oft skurrilen Anwendung im Alltag befassten – vom englischen Schriftsteller Julian Barnes (alias Dan Kavanagh) bis zur chilenisch-amerikanischen Autorin und Journalistin Isabel Allende. „Julia Stemberger, Tango de Salòn,
Musikverein Wien, Gläserner Saal“
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Musikverein Wien: Tonkünstler-Orchester Niederösterreich fesselt mit Mahlers Vierter

Musikverein Wien, 28. Januar 2018
Lorenzo Viotti, Dirigent
Marysol Schalit, Sopran
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich
Erich Wolfgang Korngold „Sursum Corda!“ Sinfonische Ouvertüre op. 13 (1919)
Gustav Mahler Symphonie Nr. 4 in G-Dur (1899 – 1901)

von Jürgen Pathy

Mit zwei Werken aus dem 20. Jahrhundert, die bei ihrer Uraufführung beide keinen Erfolg erleben durften, lud das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich zum traditionellen Sonntagnachmittags-Konzert in den Wiener Musikverein. Seit beinahe 70 Jahren verbindet diese erfolgreiche Programmreihe das österreichische Orchester und den Musikverein. „Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, Lorenzo Viotti, Marysol Schalit,
Musikverein Wien“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 30. Januar 2018

FÜR SIE UND EUCH IN DEN ZEITUNGEN GEFUNDEN – DIE DIENSTAG-PRESSE – 30. Januar 2018

Hamburg / Staatsoper
Kritik – „Fidelio“ an der Staatsoper Hamburg: Viel Klischee – wenig Logik
An der Hamburgischen Staatsoper ist Beethovens einzige Oper „Fidelio“ gleich doppeltes Chefstück: Generalmusikdirektor Kent Nagano dirigiert, Intendant Georges Delnon inszeniert zum ersten Mal am eigenen Haus. Und das, obwohl er schon vorher gesagt hat, dass er Beethovens mehrfach überarbeitetes Schmerzenskind eigentlich für uninszenierbar hält. Doch das Beethovenjahr 2020 mit dem 250. Geburtstag des Komponisten wirft seine Schatten bereits voraus, da wollen auch die großen Opernhäuser mitmachen. Am 28. Januar war die Hamburger Premiere. Uwe Friedrich vemisste in der Inszenierung innere Logik.
BR-Klassik

Wien/ RSO
ORF-Orchester Wien: Marin Alsop wird 2019 Chefdirigentin
Die New Yorkerin, die zu den weltweit wichtigsten Dirigentinnen gehört, freut sich auf ihren Posten in Wien. Ihre Hoffnung: Dass die Bezeichnung „erste Frau“ bald nicht mehr für Furore sorgt.
Der Spiegel

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Elbphilharmonie:
Flatternde Hände und hochpräzise Musik

Foto: Dittus (c)
Elbphilharmonie,
Hamburg, 27. Januar 2018
Münchner Philharmoniker
Valery Gergiev, Dirigent
Johannes Brahms, Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Richard Strauss, Ein Heldenleben / Tondichtung für großes Orchester op. 40
Claude Debussy, Prélude à l’après-midi d’un faune [als Zugabe]

von Sebastian Koik

Fast ständig lässt der Dirigent Valery Gergiev seine Hände und Finger wild flattern, manchmal die ganzen Arme. Es ist ein einzigartiger Dirigierstil, der sehr ungewöhnlich aussieht, manch einen im Saal vielleicht irritiert – aber wirkt.

Das Konzert beginnt mit der 3. Sinfonie von Johannes Brahms. Vom ersten Ton an packen die Münchner Philharmoniker das Publikum im Großen Saal der Elbphilharmonie. Das Timing der Musiker unter Gergiev ist ganz hervorragend, perfekt! Alles wird mit großer musikalischer Spannung dargeboten, und es ist viel Zug im Vortrag. Das Orchester spielt mit enormem Biss und Knackigkeit, reißt dramatisch mit. „Münchner Philharmoniker, Valery Gergiev,
Elbphilharmonie, Hamburg“
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Die MONTAG-PRESSE – 29. Januar 2018

Foto: Wiener Staatsoper / Pöhn (c)
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Wien/ Staatsoper
Ein Himmel voller Zauberflöten
Die Kinderoper „Cinderella“ der zwölfjährigen Alma Deutscher, zu sehen in der Walfischgasse.
Wiener Zeitung

Salzburg/ Mozartwoche
Arsch auf Grundeis
Salzburger Mozartwoche beginnt mit einer überfrachteten „Entführung aus dem Serail“.
Wiener Zeitung

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Theater an der Wien: Ein Ersatzmann mit Engelsstimme nutzt seine Chance

Theater an der Wien, 27. Januar 2018
Niccolò Antonio Zingarelli, Giulietta e Romeo
George Petrou,
Musikalische Leitung
Ann Hallenberg,
Giulietta
Yuriy Mynenko,
Romeo
Daniel Behle,
Everardo
Xavier Sabata,
Gilberto
Irini Karaianni,
Matilde
Sebastian Monti,
Teobaldo
Armonia Atenea,
Orchester
Arnold Schönberg, Chor

von Jürgen Pathy

Kastraten waren mit ihren engelsgleichen Stimmen die Stars des 17. und 18. Jahrhunderts – verehrt, beneidet und mit exorbitanten Gagen überschüttet. Niccolò Antonio Zingarellis „Giueletta e Romeo“, eine Tragedia per musica in drei Akten, wurde bereits bei der Uraufführung 1796 an der Mailänder Scala zu einem großen Erfolg. In der männlichen Titelpartie begeisterte damals der italienische Kastrat Girolamo Crescentini. Kann dieses Werk auch heute noch das Publikum von den Sitzen reißen?

Um das zu bewerkstelligen, wurden George Petrou und sein Armonia Atenea Orchester ans Theater an der Wien geladen. „Niccolò Antonio Zingarelli, Giulietta e Romeo,
Theater an der Wien“
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