Gewusel im Festspielhaus

Götterdämmerung, Richard Wagner
Bayreuther Festspiele, 16. August 2016

Tobias Rüther, 48, und Andreas Kühler, 48, aus München sind erfahrene Festspielbesucher. Sie sind das siebte Mal in Bayreuth und besuchen an diesem Abend die Einzelaufführung der „Götterdämmerung“, den vierten Teil des „Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner. Obwohl sie Text, Musik und Handlung sehr gut kennen, blättern sie in beiden Pausen im kleinen Textbuch von Reclam. „Schade, dass es in Bayreuth keine Übertitel gibt“, sagt Tobias Rüther. „Leider sind die Sänger größtenteils nicht zu verstehen.“ „Götterdämmerung, R. Wagner,
Bayreuther Festspiele“
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Bis in die letzte Ritze des Festspielhauses

Der fliegende Holländer, Richard Wagner
Bayreuther Festspiele, 14. August 2016

Jan Philipp Glogers „Fliegender Holländer“ aus dem Jahr 2012 kommt bei den Besuchern der Bayreuther Festspiele gut an. Der Holländer ist ein erfolgreicher Geschäftsmann mit Rollkoffer und Kaffeebecher. Seinen Stoßseufzer könnte heute mancher erfolgreicher Single unterschreiben: „Was frommt der Schatz? Ich habe weder Weib noch Kind, und meine Heimat find‘ ich nie!“ „Der fliegende Holländer, Wagner,
Bayreuther Festspiele“
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Was sagten Tristan und Isolde?

Tristan und Isolde, Richard Wagner
Bayreuther Festspiele, 13. August 2016

Der Vorsitzende der Wagnergenootschap Nederland, Leo Cornelissen, 74, aus Amsterdam hat seinen großen Meister schon unzählige Male gehört. Trotzdem kommt er immer wieder gerne zu den Festspielen nach Bayreuth, vor allem wenn Christian Thielemann wie an diesem Samstag „Tristan und Isolde“ dirigiert. „Wagner machen, das kann er wie kein zweiter“, sagt der erste Wagnerianer der Niederlande, also der Chef des niederländischen Pendants zum deutschen Richard-Wagner-Verband. „Das Festspielorchester spielt unter Thielemann wirklich phänomenal, es ist berührend schön, dabei zu sein.“

„Tristan und Isolde, R. Wagner,
Bayreuther Festspiele, Bayreuth“
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Frieden in Bayreuth – Parsifal ist eine Offenbarung

Parsifal, Richard Wagner
Richard-Wagner-Festspiele, Bayreuth, Montag, 25. Juli 2016

Und am Ende herrscht Frieden. Himmlischer Frieden. Auf der Bühne im Festspielhaus in Bayreuth legen Vertreter aller vier Weltreligionen die Insignien ihres Glaubens in einen Schrein; Kruzifixe, siebenarmige Leuchter und liturgische Gegenstände aller Art landen im Sarg. Knaben und Ritter singen „Höchsten Heiles Wunder! Erlösung dem Erlöser!“ und gehen einer hoffnungsvollen Zukunft entgegen. So endet die Neuinszenierung des „Bühnenweihfestspieles Parsifal“ zum Auftakt der Richard-Wagner-Festspiele 2016 in Bayreuth mit einer positiven Verständigungsvision.

„Parsifal, R. Wagner,
Festspielhaus, Bayreuth“
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