Lachen nach dem Sturm

Gioacchino Rossini, Il Barbiere di Siviglia
Deutsche Oper Berlin
, 6. Oktober 2017
Ido Arad, Dirigent
Thomas Richter, Chorleitung
Katharina Thalbach, Inszenierung
Momme Röhrbein, Bühne,
Guido Maria Kretschmer, Kostüme
Claudia Gotta, Spielleitung
Yijie Shi, Graf Almaviva
Giovanni Romeo, Bartolo
Vasilisa Berzhanskaya, Rosina
Thomas Lehman, Figaro
Dong-Hwan Lee
, Basilio

von Yehya Alazem

Trotz des fürchterlichen Sturms konnten die Zuschauer in der Deutschen Oper Berlin in bester Laune sein und Tränen lachen. Katharina Thalbachs Inszenierung von Gioacchino Rossinis Oper „Der Barbier von Sevilla“, die 2009 Premiere hatte, ist genial. „Gioacchino Rossini, Il Barbiere di Siviglia,
Deutsche Oper Berlin“
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Pretty Yende überzeugt nicht vollends in einem Evergreen an der Deutschen Oper Berlin

Gaetano Donizetti: Lucia di Lammermoor
Deutsche Oper Berlin
Musikalische Leitung Ivan Repusic
Inszenierung, Bühne, Kostüme Filippo Sanjust
Chöre Thomas Richter
Enrico Noel Bouley
Lucia Pretty Yende
Edgardo René Barbera
Arturo Attilio Glaser
Raimondo Riccardo Zanellato
Alice Vasilisa Berzhanskaya
Normanno Jörg Schörner
Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin

von Yehya Alazem

In seiner 51. Oper verlangte Gaetano Donizetti ganz einfach „Liebe, nur Liebe, sinnlich-leidenschaftsvoll, rasende Liebe“. Für dieses Verlangen fand er endlich den Librettisten, nach dem er lange gesucht hatte: Salvatore Cammarano. In seinem Libretto konnte er ein brutal psychologisches Drama verwirklichen, das voll von Liebe, Wahnsinn und Tod ist. Die Uraufführung der „Lucia di Lammermoor“ fand am 26. September 1835 im Teatro San Carlo in Neapel statt – die Oper wurde nach der Premiere eine Sensation.

„Gaetano Donizetti, Lucia di Lammermoor, Noel Bouley, Pretty Yende, René Barbera, Riccardo Zanellato
Deutsche Oper Berlin“
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Baden in sphärischer Schönheit: Dieser Lohengrin rührt zu Tränen

 

Richard Wagner, Lohengrin
Deutsche Oper Berlin, 10. September 2017

Musikalische Leitung, Donald Runnicles
Inszenierung, Kasper Holten
Heinrich der Vogler, Marko Mimica
Lohengrin, Brandon Jovanovich
Elsa von Brabant, Rachel Willis-Sørensen
Friedrich von Telramund, Thomas Johannes Mayer
Ortrud, Anna Smirnova
Der Heerrufer des Königs, Dong-Hwan Lee
Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin

von Sebastian Koik

Das Orchester-Vorspiel zu Beginn ist pures Glück. Die Zuhörer dürfen in sphärischer Schönheit baden, das Orchester entführt sie in eine himmlische Klangwelt, in die zauberhafte Welt des Grals. „Lohengrin, Donald Runnicles, Marko Mimica, Brandon Jovanovich, Rachel Willis-Sørensen, Thomas Johannes Mayer, Anna Smirnova,
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"Vivat Götz!" Der Ring des Nibelungen sagt nach 33 Jahren Adieu in Berlin

Richard Wagner, Der Ring des Nibelungen – Götterdämmerung
Deutsche Oper Berlin, 9. April 2017
Musikalische Leitung Donald Runnicles
Inszenierung Götz Friedrich
Bühne, Kostüme Peter Sykora
Siegfried Stefan Vinke
Gunther Seth Carico
Alberich Werner Van Mechelen
Hagen Ain Anger
Brünnhilde Evelyn Herlitzius
Gutrune Ricarda Merbeth
Waltraute Daniela Sindram

Von Sebastian Koik

Die Götterdämmerung, der letzte der vier Teile des Ring-Zyklus‘ von Richard Wagner, schildert einen teuflischen Komplott, den Tod Siegfrieds, den Untergang der Götter und letztendlich die Erlösung der Welt vom Ring und seinem Fluch. „Richard Wagner, Der Ring des Nibelungen, Götterdämmerung,
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Die Zeit für diesen "Siegfried" ist wirklich abgelaufen – Annäherungen an den Reichtum von Richard Wagners "Ring des Nibelungen"

Richard Wagner, Der Ring des Nibelungen – Siegfried
Deutsche Oper Berlin, 5. April 2017
Musikalische Leitung Donald Runnicles
Inszenierung Götz Friedrich
Siegfried Stefan Vinke
Mime (Gesang) Gerhard Siegel
Mime (szenische Darstellung) Burkhard Ulrich
Der Wanderer Samuel Youn
Alberich Werner Van Mechelen
Fafner Andrew Harris
Erda Ronnita Miller
Brünnhilde Ricarda Merbeth
Ein Waldvogel Elbenita Katjas

Von Sebastian Koik

Mit dem Ring des Nibelungen ist es so eine Sache: Er hat eine Fangemeinde von Leuten, die ihn lieben und nicht genug davon bekommen können. Und viele Leute haben keinen Zugang zu ihm. Ein Grund dafür ist die reine Länge. So dauert dieser Siegfried an der Deutschen Oper Berlin mit zwei Pausen fünf Stunden und 45 Minuten. Und das ist nur einer der vier Teile des Bühnenfestspiels von Richard Wagner. Die Spielzeit aller vier Teile beträgt an der Deutschen Oper – inklusive Pausen – 18 Stunden und 45 Minuten. Und auf der Handlungsebene passiert in diesen vielen Stunden auch gar nicht mal so viel. Im Siegfried wird ein Schwert geschmiedet, ein Drachen getötet und eine schlafende Frau inmitten eines Feuerkreises wachgeküsst. Ansonsten wird in unendlichen Monologen und Dialogen gesungen. „Richard Wagner, Der Ring des Nibelungen, Siegfried,
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Weltklasse-Wagner: Stuart Skelton und Eva-Maria Westbroek werden zum unvergesslichen Paar

Richard Wagner, Der Ring des Nibelungen – Die Walküre
Deutsche Oper Berlin, 2. April 2017
Musikalische Leitung Donald Runnicles
Inszenierung Götz Friedrich
Siegmund Stuart Skelton
Hunding Tobias Kehrer
Wotan Iain Paterson
Sieglinde Eva-Maria Westbroek
Fricka Daniela Sindram
Brünnhilde Evelyn Herlitzius

Von Sebastian Koik

„Das Unvergleichliche des Mythos ist, dass er jederzeit wahr, und sein Inhalt, bei dichtester Gedrängtheit, für alle Zeiten unerschöpflich ist.“ Dies schrieb Richard Wagner im Jahre 1851. In den Jahren 1869 bis 1876 kamen die vier Teile seines Ringes zur Uraufführung, und der Mythos dieses Zyklus‘ hat bis heute nichts an Strahlkraft und Attraktion verloren. Es ist wahrlich fast unerschöpflich, was an Philosophie und Phantasie, an Vision und Illusion, an Mythos und Wirklichkeit in den Texten und der Musik dieses Werkes enthalten ist. Die Götter auf der Bühne halten uns ewig den Spiegel vor in ihren Konflikten und Schwächen. „Richard Wagner, Der Ring des Nibelungen, Die Walküre,
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Ein wogender und wallender Beigeisterungsstrom für DAS RHEINGOLD

Richard Wagner, Das Rheingold
Deutsche Oper Berlin, 1. April 2017

von Leon Battran

„Der Ring“ an der Deutschen Oper Berlin hat sich zu einem einmaligen Dauerbrenner entwickelt. Die Inszenierung von Götz Friedrich fasziniert seit über 30 Jahren und hat den langjährigen Generalintendanten und Chefregisseur bereits überlebt. Seit der Premiere am 16. September 1984 im Beisein von Richard von Weizsäcker läuft der Opernzyklus derzeit zum 53. Mal – eine Bilanz von mehr als 200 Opernabenden voll existenzieller Dramatik, Liebe, Macht und Verrat: „Ein Thriller, dessen starke moralische Botschaft auch heute noch jeden von uns berührt“, sagt der Generalmusikdirektor Donald Runnicles. Nur noch ein weiteres Mal wird Götz Friedrichs Inszenierung in Berlin zu sehen sein. „Richard Wagner, Das Rheingold,
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Ein ätherischer Lohengrin, der schwebt

Richard Wagner, Lohengrin
Deutsche Oper Berlin, 5. Februar 2017

Einen der Höhepunkte der Saison 2016/17 an der Deutschen Oper Berlin durften Klassik-Begeisterte in diesen Tagen verfolgen: Lohengrin, diese gigantische Oper Richard Wagners, in dessen Vorspiel der deutsche Literaturnobelpreisträger Thomas Mann („Buddenbrooks“) bildhaft das Wunder einer „blau-silbernen Schönheit“ erblickte. „Richard Wagner, Lohengrin, Klaus Florian Vogt, Elena Pankratova, Manuela Uhl, Donald Runnicles,
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Olga Peretyatko überstrahlt eine „Entführung“

Die Entführung aus dem Serail, Wolfgang Amadeus Mozart
Deutsche Oper Berlin, 30. November 2016

Wer tolle Solisten, ein dynamisches Dirigat, eine überragende Olga Peretyatko und eine witzige wie unterhaltsame Inszenierung an der Deutschen Oper Berlin sehen möchte, der sollte sich zum Nikolaustag am 6. Dezember 2016 eine schöne Opernkarte wünschen und „Die Entführung aus dem Serail“ im Haus an der Bismarckstraße in Berlin verfolgen. „Die Entführung aus dem Serail, W. A. Mozart,
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Anja Harteros singt Tosca zum Darniederknien

Anja Harteros empfängt klassik-begeistert.de
Deutsche Oper Berlin, 15. November 2016

Der Weltstar Anja Harteros hat klassik-begeistert.de nach einer phantastischen „Tosca“ von Giacomo Puccini an der Deutschen Oper Berlin empfangen. Der Bericht erscheint in Kürze in diesem Blog. Die Sopranistin aus Bergneustadt (Nordrhein-Westfalen) gab eine frenetisch umjubelte Tosca im fast ausverkauften Haus an der Bismarckstraße.

Andreas Schmidt, 16. November 2016
klassik-begeistert.de