Wenn man sagt, dass der erste Eindruck zählt und der letzte bleibt, dann hat der Dirigent ein sensationelles Timing!

Foto: Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Gaus (c)

Elbphilharmonie Hamburg, 23. April 2018
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Dirigent Kent Nagano
Anton Bruckner, Sinfonie Nr. 5 B-Dur

von Sebastian Koik

Zu Beginn ertönt ein wohlig-warmes Zupfen der Celli und Kontrabässe. Kurz darauf setzen die Geigen ein. Das Zupfen wird unruhiger. Die Blechbläser zaubern eine herrliche Festlichkeit in den Großen Saal der Elbphilharmonie.

Das Konzert beginnt wunderbar! Die Musiker agieren quirlig und frisch, und es herrscht eine schöne Spannung. Die Tutti beeindrucken. Das macht Spaß! „Anton Bruckner, Sinfonie Nr. 5, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Kent Nagano,
Elbphilharmonie Hamburg“
weiterlesen

Elbphilharmonie: Stur klatscht das Publikum zwischen jedem einzelnen Satz

Eine kammermusikalische Familie und ein Weltstar im 2. Cello:
Sol Gabetta und das Hagen Quartett zu Gast in der Elbphilharmonie

Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal, 10. April 2018
Sol Gabetta & Hagen Quartett
Lukas Hagen: Violine
Rainer Schmidt: Violine
Veronika Hagen: Viola
Clemens Hagen: Violoncello
Sol Gabetta: Violoncello

Ludwig van Beethoven: Streichquartett D-Dur op. 18, Nr.3
Anton Webern: Sechs Bagatellen für Streichquartett op.9
Franz Schubert: Streichquintett C-Dur D 956

von Ricarda Ott

Wer an diesem Abend im Programmheft nach solistischem Repertoire suchte, ganz in der Annahme, einen Weltstar wie die Cellistin Sol Gabetta als Solistin erleben zu dürfen, suchte vergeblich. Der Abend stand ganz im Zeichen kammermusikalischer Ensemblemusik, von Sol Gabetta und den Musikern des Hagen Quartetts gleichsam wunderbar interpretiert. „Sol Gabetta & Hagen Quartett, Elbphilharmonie Hamburg“ weiterlesen

Petrenko umarmt die Welt – Schönheit und Harmonie in magischer Elbphilharmonie-Nacht

Foto: Dittus (c)
Auch die Musikliebhaberin und Hamburgerin Angela Merkel war begeistert

Elbphilharmonie Hamburg, 24. März 2018
Bayerisches Staatsorchester
Kirill Petrenko Dirigent
Julia Fischer Violine
Daniel Müller-Schott Violoncello

Johannes Brahms, Konzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op. 102
Georg Friedrich Händel

Passacaglia (Suite Nr. 7 g-Moll HWV 432 für Cembalo) (Bearbeitung für Violine und Violoncello: Johan Halvorsen)   [als Zugabe der Solisten]
Peter I. Tschaikowsky, 
»Manfred«-Sinfonie in vier Bildern h-Moll op. 58

von Sebastian Koik

In wunderbaren Konzerten kann es gelegentlich zu körperlichen Reaktionen kommen: Gänsehaut, Rührung, Glückstränen, unkontrolliertes Grinsen, Luft anhalten, surreale Wachheit, Energieschübe, Schwitzen, meditative Ruhe, himmlischer Frieden oder gar dem Gefühl, von Elektrizität durchflossen zu werden.

Und dann ereignen sich hin und wieder Konzerte, in denen man schon in den ersten Sekunden Gänsehaut und Co. bekommt. Geigerin, Cellist, Orchester: Vom ersten Ton an brillante Perfektion, gepaart mit Leidenschaft, Feuer. „Bayerisches Staatsorchester, Kirill Petrenko, Julia Fischer, Daniel Müller-Schott,
Elbphilharmonie Hamburg“
weiterlesen

Je wilder die Musik, desto besser ist der Organist Thomas Trotter

Orgiastische Orgel und der vielleicht virtuoseste Organist der Welt

Elbphilharmonie Hamburg, 15. März 2018
Thomas Trotter Orgel
Johann Sebastian Bach, Präludium und Fuge e-Moll BWV 548
Carl Philipp Emanuel Bach, Fuge über B-A-C-H, Sonate Nr. 3 F-Dur Wq 70/3
James MacMillan, Le tombeau de Georges Rouault
Richard Wagner, Ouvertüre zu »Rienzi« / Arrangement für Orgel: Edwin Henry Lemare
Edwin Henry Lemare, Rondo capriccio (A Study in Accents) op. 64
Edward Elgar, Sonate G-Dur op. 28
Zugabe: Moritz Moszkowski, Serenata op. 15/1
Edward Elgar, Land of Hope and Glory aus »Pomp and Circumstance«

von Sebastian Koik

Festzelt-Stimmung in der Elbphilharmonie. Das Publikum schlägt sich auf die Schenkel und klatscht mit. Es ertönt Land of Hope and Glory aus »Pomp and Circumstance« und man fühlt sich wie in der Royal Albert Hall bei der großen Party der BBC Proms. Nur spielt hier kein großes Orchester, sondern ein einziger Mann an der Orgel.

Der Mann heißt Thomas Trotter und gilt als einer der besten Organisten der Welt. Dieses Stück ertönt als letzte Zugabe und ist eine herrliche Demonstration über die Macht der Orgel. Und sie zeigt, welch‘ bravouröser Musiker dieser englische Organist ist. Besser kann man dieses Stück nicht spielen! Die Interpretation und die Stimmung im Saal sind schlichtweg sensationell. Der Saal jubelt glückstrunken und hellauf begeistert. „Thomas Trotter, Orgel,
Elbphilharmonie Hamburg“
weiterlesen

Elbphilharmonie: Italienische Sinfonik sorgt für Reizüberflutung

Elbphilharmonie Hamburg, 18. März 2018
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Neue Vocalsolisten Stuttgart
Dirigent Alejo Pérez
Luciano Berio, Sinfonia
Giacomo Puccini, Capriccio sinfonico
Ferruccio Busoni, Berceuse élégiaque op. 42 »Des Mannes Wiegenlied am Sarge seiner Mutter«
Ottorino Respighi, I Pini di Roma

von Leon Battran
Foto: Neue Vocalsolisten Stuttgart © Martin Sigmund

Italien, das ist Oper! Zu demonstrieren, dass Italien auch eine sinfonische Tradition hat und selbige wachzurufen, hat sich das Philharmonische Staatsorchester Hamburg unter der Leitung des argentinischen Dirigenten Alejo Pérez zum Ziel gesetzt – beim Philharmonischen Konzert am Sonntagmittag in der Elbphilharmonie direkt am Hamburger Hafen. „Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Neue Vocalsolisten Stuttgart, Alejo Pérez,
Elbphilharmonie Hamburg“
weiterlesen

Elbphilharmonie: Große russische Stimmen entzünden feurige Begeisterung

Foto: Dittus (c)
Elbphilharmonie Hamburg
, 10. Februar 2018
Peter I. Tschaikowsky, Jolanthe / Lyrische Oper in einem Akt op. 69 – konzertante Aufführung in russischer Sprache
Chor und Orchester des Mariinsky Theaters
Dirigent Valery Gergiev

von Sebastian Koik

Die Elbphilharmonie kocht! Für eine glorreiche Leistung dankt das Publikum den Gästen mit tosendem Applaus und Jubel.

Es ist aber auch eine wunderbare Erfolgsformel: Orchester und Chor eines der berühmtesten Opernhäuser der Welt – des Mariinsky Theaters aus St. Petersburg – treten im angesagtesten Konzertsaal der Welt auf! Was soll da schon schiefgehen? „Peter I. Tschaikowsky, Jolanthe
Elbphilharmonie Hamburg“
weiterlesen

Die SAMSTAG-PRESSE – 10. Februar 2018

Foto: Wiener Staatsoper / M. Pöhn (c)
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden: Die SAMSTAG-PRESSE – 10. Februar 2018

Wien/ Opernball
Opernball-Protokoll: Mogst in mei Tuba greifen?
So war der Opernball im ORF: Nicht ducken, keine Angst haben! (Eine Vorliebe für gepflegte Peinlichkeit konnte nicht schaden).
Kurier

Zwischen Reichen, Superreichen und Megareichen
Sueddeutsche Zeitung

Die atembraubensten Roben des Opernballs
http://www.krone.at/1635725

München/ Bayerische Staatsoper:
Götterdämmerung
Kirill Petrenko verlässt München erst in zwei Jahren. Aber viele fangen schon jetzt an, um ihn zu trauern. Weil er diesen Wagner einfach so großartig dirigiert.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/oper-goetterdaemmerung-1.3860613

„Götterdämmerung“ an der Bayerischen Statsoper: Wagner wäre verwundert – ganz positiv!
Münchner Abendzeitung „Die SAMSTAG-PRESSE – 10. Februar 2018“ weiterlesen

Elbphilharmonie: Ein paar nette Melodien sind zu wenig

Foto: Rätzke (c)
Elbphilharmonie Hamburg,
5. Februar 2018
Franz Schubert
Auszüge aus Rosamunde D 797 / mit Texten von Ulla Hahn (Uraufführung)
Sinfonie Nr. 8 C-Dur D 944 »Große C-Dur-Sinfonie«
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Ulla Hahn,
Sprecherin
Kent Nagano,
Dirigent

von Sebastian Koik

Es war eine harte Zeit für Franz Schubert, als er diese Komposition verfasste. Der große Ludwig van Beethoven legte mit seinen Sinfonien derart gewaltig vor, dass der sensible Komponist sich fragte, was man denn nach Beethoven noch komponieren könne. Was kann man noch erschaffen, das nicht von vornherein im Vergleich mit dem großen Komponistengenie als schwach und redundant erschiene? In der Geschäftswelt, im Sport, im Showbiz mag das anders sein, doch in Kunst und Musik sind die sensibleren, zweifelnderen Geister oft besonders feine Künstler. Das gilt auch für Franz Schubert. „Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Ulla Hahn, Kent Nagano,
Elphilharmonie Hamburg“
weiterlesen

Sternstunden der Kammermusik: In ehrfürchtiger Stimmung beeindrucken Argerich, Maisky und Jansen

Elbphilharmonie Hamburg, 30. Januar 2018
Janine Jansen, Violine
Martha Argerich, Klavier
Mischa Maisky,
Violoncello
Ludwig van Beethoven,
Sonate g-Moll op. 5/2 für Violoncello und Klavier
Dmitri Schostakowitsch, Klaviertrio Nr. 2 e-Moll op. 67
Robert Schumann, Sonate Nr. 1 a-Moll op. 105 für Violine und Klavier
Felix Mendelssohn Bartholdy, Klaviertrio d-Moll op. 49

von Sebastian Koik

Drei der größten Weltstars der Klassik-Welt machen zusammen Kammermusik! Das gibt es nicht alle Tage. Und wieder beweist sich: Nicht nur für große Orchester, sondern auch für kleine Besetzungen ist der Große Saal der Elbphilharmonie perfekt geeignet. „Janine Jansen, Martha Argerich, Mischa Maisky,
Elbphilharmonie Hamburg“
weiterlesen

Elbphilharmonie:
Flatternde Hände und hochpräzise Musik

Foto: Dittus (c)
Elbphilharmonie,
Hamburg, 27. Januar 2018
Münchner Philharmoniker
Valery Gergiev, Dirigent
Johannes Brahms, Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Richard Strauss, Ein Heldenleben / Tondichtung für großes Orchester op. 40
Claude Debussy, Prélude à l’après-midi d’un faune [als Zugabe]

von Sebastian Koik

Fast ständig lässt der Dirigent Valery Gergiev seine Hände und Finger wild flattern, manchmal die ganzen Arme. Es ist ein einzigartiger Dirigierstil, der sehr ungewöhnlich aussieht, manch einen im Saal vielleicht irritiert – aber wirkt.

Das Konzert beginnt mit der 3. Sinfonie von Johannes Brahms. Vom ersten Ton an packen die Münchner Philharmoniker das Publikum im Großen Saal der Elbphilharmonie. Das Timing der Musiker unter Gergiev ist ganz hervorragend, perfekt! Alles wird mit großer musikalischer Spannung dargeboten, und es ist viel Zug im Vortrag. Das Orchester spielt mit enormem Biss und Knackigkeit, reißt dramatisch mit. „Münchner Philharmoniker, Valery Gergiev,
Elbphilharmonie, Hamburg“
weiterlesen