Abgründe des Menschseins in der Elbphilharmonie

John Malkovich: Just Call Me God – A Dictator’s Final Speech
Szenische Produktion in englischer Sprache.
Weltpremiere im Auftrag der Elbphilharmonie Hamburg
Elbphilharmonie, 8. März 2017

Von Sebastian Koik

John Malkovich betritt die Bühne als Putzfrau verkleidet, mit Kopftuch und mit Maschinengewehr im Anschlag. Und unabhängig von der Waffe erobert er die Bühne im Sturm. Mit dem Auftritt dieses Schauspielers wird der Abend zum Happening, zum großen Ereignis. „John Malkovich: Just Call Me God, A Dictator’s Final Speech,
Elbphilharmonie Hamburg“
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Auch in der Elbphilharmonie geht Mittelmaß

Erich Wolfgang Korngold, Violinkonzert D-Dur op. 35
Edward Elgar, Symphonie Nr. 2 Es-Dur op. 63
Symphoniker Hamburg, Sir Jeffrey Tate
Elbphilharmonie Hamburg, 2. März 2017

Das Konzert der Symphoniker Hamburg im Großen Saal der Elbphilharmonie war eine große Enttäuschung. Die Kompositionen waren gigantisch gut, allein, sie wurden flau und leidenschaftslos dargeboten. „E. W. Korngold, E. Elgar, Symphoniker Hamburg,
Elbphilharmonie Hamburg“
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Hin und wieder schreit die Geige

Belcea Quartet / Foto: Marco Borggreve
Franz Schubert
, Streichquartett G-Dur D 887
Dmitri Schostakowitsch, Streichquartett Nr. 15 es-Moll op. 144
Zugaben: Ludwig van Beethoven,
Streichquartett B-Dur op. 130 / Cavatina. Adagio molto espressivo
Dmitri Schostakowitsch,

Streichquartett Nr. 3 F-Dur op. 73 / Allegro non troppo
Elbphilharmonie, Kleiner Saal, 26. Februar 2017

Von Sebastian Koik

Beide Stücke sind das jeweils letzte Streichquartett der Komponisten, sie sind sehr düster und abgründig sowie den zur Entstehungszeit geltenden Hörgewohnheiten voraus. Beide Stücke sind arm an Melodien, aber reich an emotionaler Wirkung und Zwischentönen. Es ist keine Musik, die die Zuhörer umschmeichelt und die Herzen der Massen im Sturm erobert. Es sind sehr sublime, raffinierte, feingeistige und moderne Kompositionen. „Schubert/Schostakowitsch/Beethoven, Belcea Quartet,
Elbphilharmonie Hamburg, Kleiner Saal“
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Ein Hauch von Ewigkeit

NDR Elbphilharmonie Orchester
NDR Chor
WDR Rundfunkchor
Annette Dasch Sopran
Gerhild Romberger Alt
Dirigent Thomas Hengelbrock
Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 2 c-Moll für Sopran, Alt, Chor und Orchester „Auferstehungssinfonie“
Elbphilharmonie, 24. Februar 2017

von Leon Battran

Groß und glanzvoll, bedeutsam und existenziell ist Gustav Mahlers „Auferstehungssinfonie“. Ob man religiös ist oder nicht – sich dem spirituellen Bann dieser Musik zu entziehen, erscheint kaum möglich. Anderthalb Stunden lang haben das NDR Elbphilharmonie Orchester unter Thomas Hengelbrock mit dem NDR Chor, dem WDR Chor und den Solosängerinnen Annette Dasch und Gerhild Romberger alles gegeben und ein privilegiertes Konzertpublikum tief ergriffen und bewegt. „NDR Elbphilharmonie Orchester, NDR Chor, WDR Rundfunkchor, Annette Dasch, Gerhild Romberger, Thomas Hengelbrock, Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 2 c-Moll,
Elbphilharmonie Hamburg“
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Mozart hätte dieser Meisterin ein Klavierkonzert geschrieben

Mahler Chamber Orchestra
Mitsuko Uchida Klavier
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester G-Dur KV 453
Béla Bartók
Divertimento für Streichorchester Sz 113
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester C-Dur KV 503
Elbphilharmonie, 23. Februar 2017

von Leon Battran

Draußen peitschen Sturmböen den Regen um die Häuser und wirbeln das Wasser der Elbe im Hamburger Hafen auf. Aber Mitsuko Uchida strahlt einen Hauch von Frühling aus, wie sie da im luftig gelben Flattergewand und mit einem fröhlichen Lächeln im Gesicht an den großen Steinway-Flügel tritt, den sie höchstpersönlich für die Elbphilharmonie ausgewählt hat. Heute soll sie gemeinsam mit dem Mahler Chamber Orchestra zeitlose Musik zu künstlerischer Perfektion bringen – und Teile des Publikums? Benehmen sich daneben… „Mitsuko Uchida, Mahler Chamber Orchestra, Mozart, Barók,
Elbphilharmonie Hamburg“
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Bruckners Achte: Der "Mount Everest" unter den Symphonien

Johann Sebastian Bach, Fantasie und Fuge g-moll BWV 542
Olivier Messiaen, Offrande et Alléluia final aus „Livre du Saint Sacrement“
Anton Bruckner, Symphonie Nr. 8 c-moll
I. Allegro moderato
II. Scherzo. Allegro moderato
III. Adagio. Feierlich langsam, doch nicht schleppend
IV. Finale. Feierlich, nicht schnell
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg,
Kent Nagano
Elphilharmonie Hamburg

von Ricarda Ott

Das Konzert am Sonntagvormittag stand nicht nur im Zeichen des Lux Aeterna Festivals, sondern war – und so wurde es auch betitelt – das 6. Philharmonische Konzert, eine beliebte und fest etablierte Konzertreihe des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg, die sonst üblicherweise in der alt ehrwürdigen Laeiszhalle zelebriert worden ist. „Bach, Messiaen, Bruckner, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Nagano,
Elbphilharmonie Hamburg“
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Irgendwann kommt der Klassik-to-stay-Effekt

NDR Elbphilharmonie Orchester
Iveta Apkalna Orgel
Dirigent Thomas Hengelbrock
Francis Poulenc
Konzert für Orgel, Streichorchester und Pauken g-Moll FP 93
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Leon Battran

Eine Stunde Klassik zum Probieren. Mit der Reihe „Konzerte für Hamburg“ kann die Elbphilharmonie bei der Bevölkerung punkten – zumal schon zum Freundschaftspreis ab sechs Euro. Als Solistin konnte diesmal Iveta Apkalna, die Titularorganistin der Elbphilharmonie, mit einem Orgelkonzert von Francis Poulenc bezaubern. Und einen besonders schmackhaften musikalischen Appetithappen gab es noch obendrein: Beethovens Siebte – was will man mehr an einem trüben Samstagnachmittag? „NDR Elbphilharmonie Orchester, Iveta Apkalna, Thomas Hengelbrock, Poulenc, Beethoven,
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„Wow!“ und „Boah!“: 60 Minuten Klassik to go in der Elbphilharmonie

Wojciech Kilar, Krzesany / Symphonische Dichtung
Igor Strawinsky, Le sacre du printemps / Bilder aus dem heidnischen Russland
NDR Elbphilharmonie Orchester
Dirigent: Krzysztof Urbanski

von Ricarda Ott

Kompakt und kurzweilig kommen die „Konzerte für Hamburg“ daher – so auch der Auftakt für ein ganzes Wochenende der beliebten „Klassik-to-go-Konzerte“. Ein effektvolles Programm, das NDR Elbphilharmonie Orchester in Großbesetzung, ein flotter Krzysztof Urbanski: und die Hamburger sind nachhaltig beeindruckt. Und das für sechs bis 18 Euro Eintritt. „W. Kilar, I. Strawinsky, NDR Elbphilharmonie Orchester, K. Urbanski,
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Cecilia Bartoli in Perfektion - da wird einem beim Zuhören fast schwindelig

Gioachino Rossini
La Cenerentola
/ Komische Oper in zwei Akten
Konzertante Aufführung in italienischer Sprache
Les Musiciens du Prince
Männerchor der Opéra de Monte-Carlo
Cecilia Bartoli
Angelina
Edgardo Rocha Don Ramiro
Alessandro Corbelli Dandini
Carlos Chausson Don Magnifico
Sen Guo Clorinda
Irène Friedli Tisbe
Ugo Guagliardo Alidoro
Gianluca Capuano Dirigent
Claudia Blersch Regie
Elbphilharmonie, 13. Februar 2017

von Ricarda Ott

Die Elbphilharmonie kann auch Opernbühne sein! Am Montagabend begeisterten die Solisten, der Männerchor der Opera de Monte-Carlo und das Orchester „Les musiciens du Prince“ unter der Leitung von Gianluca Capuano die Hamburger Gäste. Allen voran die Mezzosopranistin und „Koloratur-Göttin“ Cecilia Bartoli in ihrer Paraderolle der Cenerentola, des Aschenbrödels, aus Gioachino Rossinis gleichnamigem Belcanto-Meisterwerk (1817). Das Publikum tobte – was für ein grandioser Abend! „Gioachino Rossini, La Cenerentola, Cecilia Bartoli, Les Musiciens du Prince,
Elbphilharmonie Hamburg“
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Into Iceland: Salonen lässt es rappeln im Karton

Charles Ives,
The unanswered question / Two contemplations Nr. 1
Anna Thorvaldsdottir, Aeriality
Haukur Tómasson, Klavierkonzert Nr. 2
Igor Strawinsky
L’oiseau de feu (Der Feuervogel) / Ballett in zwei Bildern mit Introduktion
Esa-Pekka Salonen, NDR Elbphilharmonie Orchester
Elbphilharmonie, 11. Januar 2017

Von Leon Battran

Island: weitläufige Landschaften, Vulkangestein und heiße Geysire. Wenn nicht gerade der Vulkan Eyjafjallajökull ausbricht, findet man dort eine tiefe Ruhe – aber auch eine hochspannende und inspirierte Musikkultur, die auch in Hamburg von sich reden macht. „Esa-Pekka Salonen, NDR Elbphilharmonie Orchester, Into Iceland Festival, Ives, Thorvaldsdottir, Tómasson, Strawinsky,
Elbphilharmonie Hamburg“
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