Was für ein gesanglicher Triumph!

Richard Wagner, Der fliegende Holländer, Staatsoper Hamburg
16. Februar 2018

von Yehya Alazem

Johannes Fritzsch, Dirigent
Marco Arturo Marelli, Inszenierung/Bühne
Dagmar Niefind-Marelli, Bühnenbild
John Lundgren, Holländer
Ingela Brimberg, Senta
Daniel Behle, Erik
Günther Groissböck, Daland

Was für ein gesanglicher Triumph! Zwei Schweden, ein Deutscher und ein Österreicher sorgen für eine phantastische Vorstellung des fliegenden Holländers an der Hamburgischen Staatsoper. „Richard Wagner, Der fliegende Holländer, Staatsoper Hamburg, 16. Februar 2018“ weiterlesen

"Der Fliegende Holländer": Eine großartige Besatzung legt an in Hamburg

Staatsoper Hamburg, 13. Februar 2018
Richard Wagner, Der fliegende Holländer

John Lundgren, Holländer
Ingela Brimberg, Senta
Daniel Behle, Erik
Günther Groissböck, Daland
Sergei Ababkin (Mitglied des internationalen Opernstudios), Steuermann
Renate Spingler, Mary
Chor der Hamburgischen Staatsoper
Johannes Fritzsch, Musikalische Leitung
Marco Arturo Marelli, Inszenierung und Bühnenbild
Dagmar Niefind-Marelli,
Kostüme
Eberhart Friedrich, Chor

Zwar nicht genau alle sieben Jahre, aber schon seit über 22 Jahren kehrt Richard Wagners Der fliegende Holländer in der Inszenierung von Marco Arturo Marelli aus dem Jahr 1996 auf den Spielplan der Staatsoper Hamburg zurück. Doch: So, wie man dem getriebenen, auf den Meeren umherirrenden Holländer die Erlösung wünscht, wünscht man sie auch dieser Inszenierung. „Richard Wagner, Der fliegende Holländer,
Staatsoper Hamburg“
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"Il Barbiere di Siviglia" in Hamburg: Verdienter Jubel für alle Darsteller

Staatsoper Hamburg, 11. Februar 2018
Gioachino Rossini, Il Barbiere di Siviglia

Von Birgit Kleinfeld

Passte die Dramatik des „Eugen Onegin“ am Samstag perfekt zum trüben Wintergrau, so ließ Gioachino Rossinis „Il Barbiere di Siviglia“ am Sonntag die spanische Sonne in den Gemütern der Zuschauer aufgehen. Rossinis Musik ist von den ersten Klängen der Ouvertüre an bis zum letzten Ton des vor Lebensfreude überschäumenden Finales ein Garant für gute Laune. Das vorwiegend junge Ensemble, darunter nicht weniger als fünf Rollendebütanten, tat ein weiteres. „Gioachino Rossini, Il Barbiere di Siviglia,
Staatsoper Hamburg“
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Eugen Onegin in Hamburg: Schwelgen in schönen Tönen und schönen Bildern

Staatsoper Hamburg, 10. Februar 2018
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, Eugen Onegin

Von Birgit Kleinfeld

Liebe auf den ersten Blick, verpasste Chancen, Leichtsinn, tödliche Eifersucht und vor allem zu späte Einsicht sind die Themen, mit denen Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Oper „Eugen Onegin“ uns in ihren Bann zieht. Sobald sich der Vorhang öffnet, befinden wir uns mitten im Geschehen: An der Tür eines Wintergartens, der schon bessere Tage gesehen hat, stehen Iulia Maria Dan als Tatjana und Oksana Volkova als ihre jüngere Schwester Olga. Sie blicken in einen Garten, entführen uns mit ihrer traurigen Weise augenblicklich in ihre Welt. Nach einer fröhlichen Tanz- und Gesangseinlage der Bauern erscheint der alte Freund der Familie Lenski und bringt einen Fremden mit. „Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, Eugen Onegin,
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Staatsoper Hamburg:
Sängerisch ist dieser Fidelio ein Vergnügen!

Ludwig van Beethoven, Fidelio
Staatsoper Hamburg, 4. Februar 2018

Inszenierung, Georges Delnon
Musikalische Leitung, Kent Nagano

von Sebastian Koik

Sängerisch ist dieser Fidelio ein Vergnügen! Christopher Ventris und Mélissa Petit überzeugten noch am 1. Februar als Florestan und Marzeline und waren auch für diese Vorstellung vorgesehen, mussten jedoch krankheitsbedingt kurzfristig von Eric Cutler und Narea Son ersetzt werden. Beide Einspringer machten ihren Job großartig, so wie praktisch alle Sänger auf der Bühne. „Ludwig van Beethoven, Fidelio,
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Sieben Jahre nach Fukushima: Die Oper "Stilles Meer" überzeugt in Hamburg

Toshio Hosokawa, Stilles Meer
Staatsoper Hamburg
, 31. Januar 2018
Premiere: 24. Januar 2016
Musikalische Leitung: Kent Nagano
Inszenierung: Oriza Hirata

von Bianca Heitzer

Eine Erschütterung. Ein Tosen und Rauschen, umspült von Klängen, die in den Raum getragen werden, anschwellen und dann wieder verschwinden. So eindrucksvoll erklangen die ersten Takte aus Toshio Hosokawas Oper Stilles Meer, einer Wiederaufnahme aus dem Jahr 2016, die das Publikum der Hamburgischen Staatsoper erneut in ihren Bann zog. „Toshio Hosokawa, Stilles Meer,
Staatsoper Hamburg“
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Don Quixote: Die Staatsoper Hamburg glüht und brennt vor Leidenschaft

Staatsoper Hamburg, 21. Januar 2018, Nachmittag
Don Quixote
Ballett von Rudolf Nurejew nach Marius Petipa
Garrett Keast, Dirigent
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Musik: Ludwig Minkus
Choreografie: Rudolf Nurejew nach Marius Petipa
Bühnenbild und Kostüme: Nicholas Georgiadis
Einstudierung: Manuel Legris, Jean-Christophe Lesage, Lukas Gaudernak

von Sebastian Koik

Es ist kein Hamburger Ballett. Doch das Ballett Hamburg eignet sich auch dieses alte Meisterwerk der Tanzkunst gnadenlos gut an.

Don Quixote, 1869 vom französischen Choreografen Marius Petipa geschaffen, basiert auf dem gleichnamigen Roman des spanischen Nationaldichters Miguel de Cervantes. Es erzählt die Geschichten des in anderen Sphären lebenden Edelmannes Don Quixote und seines Gefährten Sancho Pansa. „Ballett Don Quixote,
Staatsoper Hamburg“
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"Die Walküre" in Hamburg: Puppen haben keine Gefühle – wenn Regie-Ideen sich gegenseitig neutralisieren

Staatsoper Hamburg, 20. Januar 2018
Richard Wagner, Die Walküre
Kent Nagano, Dirigent
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Siegmund, Robert Dean Smith
Hunding, Liang Li
Wotan, Egils Silins
Sieglinde, Jennifer Holloway
Brünnhilde, Lise Lindstrom
Fricka, Mihoko Fujimura
Helmwige, Iulia Maria Dan
Gerhilde, Hellen Kwon
Ortlinde, Gabriele Rossmanith
Waltraute, Nadezhda Karyazina
Siegrune, Katja Pieweck
Rossweiße, Dorottya Láng
Grimgerde, Ann-Beth Solvang
Schwertleite, Marta Swiderska

von Sebastian Koik

Als Walküren möchten Zuschauer ganz gerne Amazonen sehen, Frauen in Rüstung, mit geflügelten oder zumindest gehörnten Helmen, Waffen, exotischen Gewändern, fliegendem Stoff. Der Regisseur, der dies dem Publikum gibt, hat bereits einen Teilsieg sicher. „Richard Wagner, Die Walküre,
Staatsoper Hamburg“
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Genialer Neumeier-Nussknacker: Ohne Weihnachtsbaum, aber mit vielen Geschenken

Hamburg Ballett, Staatsoper Hamburg, 11. Januar 2018
Peter I. Tschaikowsky, Der Nussknacker
Choreografie und Inszenierung, John Neumeier
Bühnenbild und Kostüme, Jürgen Rose
Symphoniker Hamburg
Musikalische Leitung, Garrett Keast
Marie, Florencia Chinellato
Louise, Carolina Agüero
Drosselmeier, Alexandre Riabko
Günther, Alexandr Trusch
Fritz, Konstantin Tselikov

von Sebastian Koik

Was für ein grandioser Ballett-Abend! Von keinem Ballett gibt es mehr Versionen als vom guten alten Nussknacker, der Jahr für Jahr rund um die Weihnachtszeit in zahlreichen Aufführungen weltweit getanzt wird. In Hamburg sind es sechs Vorstellungen, und alle sind sie ausverkauft. „Peter I. Tschaikowsky, Der Nussknacker, John Neumeier,
Staatsoper Hamburg“
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Die Walküre in Hamburg: Matthias Goerne ist ein würdiger Wotan

Staatsoper Hamburg, 7. Januar 2018
Richard Wagner, Die Walküre
Robert Dean Smith Siegmund
Jennifer Holloway Sieglinde
Liang Li Hunding
Lise Lindstrom Brünnhilde
Matthias Goerne Wotan
Mihoko Fujimura Fricka
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Kent Nagano Dirigent

von Leon Battran

Hinten ist die Ente fett. Im letzten Aufzug von Wagners „Walküre“ an der Staatsoper Hamburg haben die Sänger noch einmal alles gegeben und durch die Bank überzeugt. Auch die Aufzüge eins und zwei boten große Momente – allerdings hier und da mit Abstrichen, angefangen bei der Inszenierung von Claus Guth. „Richard Wagner, Die Walküre, 7. Januar 2018,
Staatsoper Hamburg“
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