Kecker und lebendiger als Katharina Konradi kann man nicht spielen!

 

Carl Maria von Weber, Der Freischütz
Staatsoper Hamburg, 13. Oktober 2017 (letzte Aufführung!)
Christoph Gedschold, Dirigent
Eberhard Friedrich, Chorleitung
Daniel Behle, Max
Iulia Maria Dan, Agathe
Katharina Konradi, Ännchen
Vladimir Baykov, Caspar
Michael Eder, Kuno
Kartal Karagedik, Ottokar
Otto Katzameier, Samiel
Tigran Martirossoan, Ein Eremit

von Sebastian Koik

Die Ouvertüre des Freischütz ist ganz wunderbare Musik! Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg wächst über sich hinaus und präsentiert sie mit herrlichem Schwung und Überzeugungkraft. Auch sonst gibt es einige sehr interessante musikalische Elemente, die Richard Wagner stark inspirierten. „Carl Maria von Weber, Der Freischütz,
Staatsoper Hamburg“
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Zärtlich filigran zaubert der mächtige Bass – die Staatsoper Hamburg feiert Weltklasse-Leistungen

 

Richard Wagner, Parsifal
Staatsoper Hamburg, 27. September 2017
Kent Nagano, Dirigent
Eberhard Friedrich, Chorleitung
Achim Freyer, Inszenierung, Bühne, Kostüme und Licht
Andreas Schager, Parsifal
Kwangchul Young, Gurnemanz
Claudia Mahnke, Kundry
Vladimir Baykov, Klingsor
Wolfgang Koch, Amfortas

von Sebastian Koik

Was für eine großartige Musik! Was für eine Ouvertüre! Von den ersten Takten an entführt Richard Wagner in einzigartige und zauberhafte Klangräume. Sphärische, weihevolle Musik wie nicht von dieser Welt! Bühnenweihfestspiel nennt Wagner seine letzte Oper. Richard Wagner darf das. Richard Wagner kann das. Er erschafft eine neue Kategorie und setzt dabei gleichzeitig einen Schlusspunkt. „Richard Wagner, Parsifal, 27. September 2017,
Staatsoper Hamburg,“
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Diese "Cavalleria" ist wie Urlaub in Italien – drei Mal die Note 1 mit Stern in der Staatsoper Hamburg

Pietro Mascagni, Cavalleria rusticana
Ruggero Leoncavallo, I Pagliacci
Staatsoper Hamburg, 22. September 2017
Josep Caballé-Domenech, Dirigent
Elena Zhidkova, Santuzza
Teodor Ilincai, Turiddu
George Gagnidze, Alfio
Renate Spingler, Lucia
Dorottya Láng, Lola
Alfred Kim, Canio
Hayoung Lee, Nedda
George Gagnidze, Tonio/Taddeo
Oleksiy Pachykov, Beppe / Arlecchino
Alexey Bogdanchikov, Silvio

Diese Oper ist wie Urlaub in Italien. Diese Oper ist Emotion. Leidenschaft. Liebe. Laster. Diese Oper ist unglaublich gut. Jeder Mensch sollte sie einmal in seinem Leben hören. Live. Und zwar so gut wie an der Staatsoper Hamburg: „Cavalleria rusticana“ von Pietro Mascagni. „Pietro Mascagni, Cavalleria rusticana, Ruggero Leoncavallo, I Pagliacci, Josep Caballé-Domenech, Elena Zhidkova, Teodor Ilincai, George Gagnidze, Renate Spingler, Dorottya Láng, Alfred Kim, Hayoung Lee,
Staatsoper Hamburg“
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Ausnahmezustand in der Staatsoper Hamburg – ein Wahnsinns-Wagner eröffnet die Saison

Richard Wagner, Parsifal (Premiere)
Staatsoper Hamburg, 16. September 2017
Andreas Schager, Parsifal
Kwangchul Young, Gurnemanz
Claudia Mahnke, Kundry
Vladimir Baykov, Klingsor
Wolfgang Koch, Amfortas
Kent Nagano, Dirigent
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

von Leon Battran

Mit dieser Aufführung könnte die Staatsoper Hamburg zu neuen Ufern aufbrechen. Achim Freyers Inszenierung von Richard Wagners Parsifal setzt Maßstäbe. Die Bühne bietet ein optisches Festmahl, die Gesangsleistung ist durch die Bank weg fantastisch. Noch nie lagen Hamburg und Bayreuth so nah beieinander. „Richard Wagner, Parsifal, Andreas Schager, Kwangchul Young, Claudia Mahnke, Vladimir Baykov, Wolfgang Koch, Kent Nagano
Staatsoper Hamburg“
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„Einfach die Emotion machen lassen, vor allem bei Wagner“

Andreas Schager war der Parsifal in Bayreuth und ab Samstag, 16. September, auch in Hamburg. Die Stimme ölt er sich mit einem Tamino zwischendurch. Klassik-begeistert.de hat den sympathischen Österreicher zum Gespräch in der Hamburgischen Staatsoper getroffen. Im Interview spricht der Tenor über seine Operettenvergangenheit und erklärt, warum er sich dem Siegfried auf besondere Weise verbunden fühlt und was die Kühe auf dem heimischen Bauernhof damit zu tun haben. Außerdem verrät er, warum Sänger manchmal wie Babys sein müssen und richtet einen Appell an alle Klassik-Begeisterten.

Interview: Leon Battran

klassik-begeistert.de: Herr Schager, im vergangenen Jahr haben Sie an der Hamburgischen Staatsoper den Erik in Richard Wagners „Fliegendem Holländer“ gesungen. Nun kehren Sie zurück für den „Parsifal“. Wie geht es Ihnen als Österreicher in Norddeutschland?

Andreas Schager: Ich komme jedes Mal gerne zurück. Ich liebe den Norden, ich mag auch die Mentalität der Leute hier, dieses „geradeheraus“, und Hamburg hat wahnsinnig viel Charme. Ich lebe teils in Berlin, teils in Wien. Meine Familie ist in Wien, aber ich habe auch eine Wohnung in Berlin, weil ich dort Ensemblemitglied an der Staatsoper bin. In Hamburg bin ich jetzt zum dritten Mal. 2013 habe ich mit Simone Young den Rienzi in der Laeiszhalle gesungen. Das war damals eigentlich schon in der Elbphilharmonie geplant, aber da war es noch nicht spruchreif, dass sie fertig werden würde. „Großes Interview mit dem Heldentenor Andreas Schager,
Hamburgische Staatsoper, Bayreuther Festspiele“
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"Gott hat mir meine Stimme gegeben, um etwas Schönes in die Welt zu tragen"

Als Kind betrat Nadezhda Karyazina zum ersten Mal das Opernhaus ihrer Heimatstadt Moskau und wollte fortan Opernsängerin werden. Mittlerweile singt die 30-Jährige preisgekrönte Mezzosopranistin seit zwei Jahren als festes Ensemblemitglied an der Hamburgischen Staatsoper und gilt mit ihrer vollen, ausdrucksstarken Stimme als glänzender Nachwuchsstar. Klassik-begeistert.de traf die junge Mutter und sprach mit ihr über ihre Zeit am Bolschoi-Theater und am Londoner Royal Opera House, über das Hamburger Publikum und über Momente, die sie zu Tränen rühren.

Interview: Ricarda Ott

klassik-begeistert.de: Frau Karyazina, seit zwei Spielzeiten sind Sie nun schon in Hamburg. Wie gefällt es Ihnen hier?

Nadezhda Karyazina: Ich liebe es hier. Hamburg ist eine wunderschöne Stadt, und das Theater hat eine fantastische Geschichte. Es ist wirklich toll, Teil der Oper in Hamburg zu sein und mit so vielen berühmten Künstlern zusammenzuarbeiten. „Großes Exklusiv-Interview mit der Mezzosopranistin Nadezhda Karyazina,
Staatsoper Hamburg“
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"An der Staatsoper Hamburg ist ein Entwicklungsprozess im Gang"

Seit der Spielzeit 2015/2016 ist Constanze Könemann Operndirektorin an der Hamburgischen Staatsoper und Vertreterin des Intendanten Georges Delnon in künstlerischen Fragen. In langjähriger Tätigkeit an den Opernhäusern in Frankfurt, Dortmund, Leipzig und Bonn arbeitete sie unter anderem als Regisseurin, Chefdisponentin und künstlerische Betriebsdirektorin. Nur einmal verließ sie beruflich die Oper als sie die in London ansässige internationale Künstleragentur Haydn Rawstron Limited leitete. Klassik-begeistert.de traf Constanze Könemann und sprach mit ihr über das Haus an der Dammtorstraße, das Hamburger Publikum und ihren Einsatz für die Förderung von jungen Nachwuchstalenten. Und die Operndirektorin verriet, dass zwar Anna Netrebko in den nächsten Jahre nicht in der Oper Hamburg singen wird – Jonas Kaufmann aber für 2018 zugesagt hat.

Interview: Ricarda Ott

klassik-begeistert.de: Frau Könemann, was bedeutet Ihnen die Oper – sowohl das Haus als auch die Kunstgattung?

Constanze Könemann: Mit neun Jahren habe ich beschlossen, dass ich unbedingt zur Oper möchte. Ich komme aus einer musikalischen Familie, meine Mutter war Pianistin, mein Vater war lange Jahre Intendant an der Oper in Karlsruhe, und ich bin praktisch mit der Oper großgeworden. Mit neun habe ich dann meinen Eltern verkündet: Ich werde Opernsängerin (lacht). Es kam dann doch alles etwas anders, aber Oper bedeutet mir wirklich alles. Ich habe einen wunderschönen Beruf und ein riesengroßes Glück, das, was ich liebe, als Beruf ausüben zu können. „Großes Exklusiv-Interview mit Operndirektorin Constanze Könemann,
Staatsoper Hamburg“
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"Allein bist Du auf der Bühne nichts - ich bin ein Team-Player"

Der Bass Wilhelm Schwinghammer verlässt nach 11 Jahren das Ensemble der Hamburgischen Staatsoper. Der 40 Jahre alte Bayer hat viele tolle Angebote an großen Häusern und arbeitet künftig als freier Sänger. Im großen Interview mit klassik-begeistert.de erklärt er, wie sehr ihn die Regensburger Domspatzen und Kurt Moll geprägt haben. Und er freut sich, demnächst einmal den Ochs, Gurnemanz und Mephistopheles zu singen.

klassik-begeistert.de: Herr Schwinghammer, Sie verlassen nach 14 Jahren die Hamburgische Staatsoper, 11 Jahre gehörten Sie zum Ensemble. Was hat Sie zu diesem Schritt bewogen?

Wilhelm Schwinghammer: Das waren mehrere Entscheidungen. Ich habe international und national viele schöne Angebote von tollen Opernhäusern und wollte jetzt einfach den nächsten Schritt gehen und mein Repertoire um neue Rollen wie den Baron Ochs in der Richard-Strauss-Oper „Der Rosenkavalier“ erweitern. Es wiederholt sich Vieles, wenn man 14 Jahre an einem Haus ist: das Repertoire, die Inszenierungen… Ich suche neue Reize und Herausforderungen – das war der größte Beweggrund. Als Mitglied in einem festen Ensemble kann man nicht alle Offerten wahrnehmen. Man wird eingeteilt, hat seine Verpflichtungen und kann nur darum herum seine Engagements international wahrnehmen. Jetzt kann ich mir die schönsten Angebote heraussuchen. „Großes Exklusiv-Interview mit dem Bass Wilhelm Schwinghammer,
Hamburg, Berlin, Wien“
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Hausmannskost made in Hamburg

Giacomo Puccini Madama Butterfly
Johannes Fritzsch Dirigent
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Madama Butterfly Lianna Haroutounian
Suzuki Nadezhda Karyazina
Pinkerton Brian Jagde
Sharpless Alexey Bogdanchikov
Staatsoper Hamburg, 22. Juni 2017

Die Hamburgische Staatsoper wird in dieser Saison nur eine Auslastung von etwa 73 Prozent erreichen. Diese Kennzahl ist für ein Haus, das von sich die Selbsteinschätzung hat, in der deutschen, ja gar europäischen Spitzenliga mitspielen zu können, kein Ruhmesblatt. Und diese Kennzahl sollten den Kultursenator und den Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg aufhorchen lassen, überweist die Stadt pro Jahr doch knapp 58 Millionen Euro an Zuschüssen an das Haus an der Dammtorstraße. Die Wiener Staatsoper hat eine Auslastung von knapp 100 Prozent (und bekommt Subventionen in Höhe von rund 60 Millionen Euro), die Bayerische Staatsoper in München von über 95 Prozent (und bekommt Subventionen in Höhe von rund 55 Millionen Euro). „Giacomo Puccini, Madama Butterfly, Johannes Fritzsch, Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Liana Haroutounian, Nadezhda Karyazina, Brian Jagde, Alexey Bogdanchikov,
Staatsoper Hamburg“
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Kinder musizieren mit dem Philharmonischen Staatsorchester in der Staatsoper Hamburg

Tausendundeine Note
Ein interaktives Kinderkonzert mit dem Philharmonischen Staatsorchester

Nikolai Rimski-Korsakow
Scheherazade op. 35 (Auszüge)
Staatsoper Hamburg, 22. Juni 2017
Mitglieder des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg
Musikalische Leitung: Nathan Brock
Musikkindergarten Hamburg
Grundschule Lämmersieth
Konzept und Moderation: Eva Binkle

 von Bianca Heizer

 Ausgelassenes Stimmengewirr, aufgeregte Kinder auf der Suche nach den richtigen Plätzen, schmunzelnde Mitarbeiter – ein ungewöhnliches Bild bot sich am Donnerstagvormittag an der Hamburgischen Staatsoper, als Grundschul- und Kindergartenkinder, Eltern, Erzieher und Lehrer für das interaktive Stück Tausendundeine Note zusammenkamen. „Nikolai Rimski-Korsakow, Scheherazade, interaktives Kinderkonzert mit dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg,
Staatsoper Hamburg“
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