Ein Meister der Tiefe – Mikhail Pletnev überzeugt in der Kölner Philharmonie

Kölner Philharmonie, 4. Februar 2018
Mikhail Pletnev, Klavier

von Sarah Schindler

Mikhail Pletnev ist ein Meister seines Fachs. Bedächtig und zurückhaltend setzt sich der russische Pianist, der als einer der wenigen sogar auf Rachmaninows Flügel in der Schweiz spielen und mit selbigem eine CD aufnehmen durfte, an den Shigeru-Kawai-Flügel. Eines der bekanntesten Préludes (cis-Moll, op. 3,2) erklingt, und man wird sofort in den Klang hineingesogen. Wenn auch die erste Hälfte des Préludes etwas grobschlächtig daherkommt, so wird schnell klar, dass einem ein ganz besonderer Klavierabend bevorsteht. „Mikhail Pletnev, Sergej Rachmaninow,
Kölner Philharmonie“
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Kölner Philharmonie: Scharfe Klänge aus Estland wissen zu überzeugen

Kölner Philharmonie, 21. Januar 2018
Viktoria Mullova
Violine
Estnisches Festivalorchester
Paavo Järvi Dirigent
Johannes Brahms – Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77 (1878)
Arvo Pärt – Cantus in memoriam Benjamin Britten (1977, rev. 1980) für Streichorchester und Glocke
Dmitrij Schostakowitsch – Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 54 (1939)

von Daniel Janz

Zum Jahr des 100-jährigen Bestehens Estlands bietet das Estnische Festivalorchester in der Reihe der „Meisterkonzerte“ in Köln eine ganz besondere Gastvorstellung. Mit großen Werken der Vergangenheit und Gegenwart im Gepäck verbreiten die Musiker neben einem Hauch estnischen Patriotismus auch große Leidenschaft in der Metropole am Rhein. Dabei zeichnet sie neben einem herausragenden Ruf auch ein ganz besonderer Klang aus. „Viktoria Mullova, Estnisches Festivalorcher, Paavo Järvi,
Kölner Philharmonie“
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Grandiose Moskauer Musiker entzückten in Köln ein dankbares Publikum

Nemanja Radulovic überzeugt auf der Violine mit herausragender Virtuosität 

Kölner Philharmonie, 6. Dezember 2017
Nemanja Radulovic Violine
Russische Staatskapelle Moskau
Valery Polyansky, Dirigent
Peter Iljitsch Tschaikowsky, Feierlicher Krönungsmarsch D-Dur ČS 47 (1883) für Orchester
Peter Iljitsch Tschaikowsky, Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35 ČS 54 (1878)
Peter Iljitsch Tschaikowsky, Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 ČS 27 (1893) – „Pathétique“

von Daniel Janz

Dieser Abend in der Kölner Philharmonie war für die Staatskapelle Moskau ein grandioser Erfolg. Von dessen Leistung verzaubert, gab das Publikum so ausdauernd Standing Ovations, dass die Musiker fast 20 Minuten lang Zugaben spielten. Valery Polyansky entzückte mit der Leitung seines erstklassigen Ensembles genauso wie der junge Violinvirtuose Nemanja Radulovic. „Nemanja Radulović, Russische Staatskapelle Moskau, Valery Polyansky,
Kölner Philharmonie“
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Das Orchestre Philharmonique du Luxembourg lehrt in Köln das Fürchten

Kölner Philharmonie, 26. November 2017
Krystian Zimerman
Klavier
Orchestre Philharmonique du Luxembourg
Gustavo Gimeno
Dirigent
Leonard Bernstein The Age of Anxiety – Symphony No. 2 (1949, 1965) für Klavier und Orchester nach dem Gedicht von W. H. Auden
Sergej Prokofjew Sinfonie Nr. 5 B-Dur op. 100 (1944)
Zugabe Anatolij Ljadov – Der verzauberte See op. 62 (1909) – Legende für Orchester

Von Daniel Janz

Wer nicht gerade in Berlin, Wien, Paris oder London wohnt, erlebt nicht täglich den Hochgenuss, einem Nationalorchester lauschen zu dürfen. Bereits unter diesem Gesichtspunkt ist der Besuch des Orchestre Philharmonique du Luxembourg in Köln etwas Besonderes. Im Gepäck hatte das großherzogliche Ensemble zwei Stücke, die von den Schrecken des Zweiten Weltkrieges berichten. Unter Leitung des spanischen Dirigenten Gustavo Gimeno und einem famos aufspielenden Krystian Zimerman boten die Philharmoniker einen Abend, der sich wie ein Feuer in das Gedächtnis eines jeden Zuhörers gebrannt haben dürfte. „Krystian Zimerman, Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Gustavo Gimeno,
Kölner Philharmonie“
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Gürzenich-Orchester Köln: Jungstar Lahav Shani fehlte es ein wenig an Feingefühl

Gürzenich-Orchester Köln
Kölner Philharmonie, 14. November 2017
Lahav Shani Klavier und Leitung
Chen Reiss Sopran
Felix Mendelssohn Bartholdy – Ouvertüre „Meeresstille und glückliche Fahrt“
Wolfgang Amadeus Mozart – „Ch’io mi scordi di te?“ – „Non temer, amato bene“ KV 505
Gustav Mahler – Sinfonie Nr. 4 G-Dur für Orchester mit Sopransolo (1899 – 1900; 1902 – 1910)

Von Daniel Janz

„Spitzenklasse“, „Weltstars“ und „ernsthaft“ – diese Worte fallen, wenn von den israelischen Künstlern Chen Reiss und Lahav Shani die Rede ist. Gemeinsam mit dem Gürzenich-Orchester Köln versprach es ein hochkarätiger Abend in der Kölner Philharmonie zu werden. Das Programm war mit Mendelssohn Bartholdy, Mozart und Mahler gut ausgewählt. Am Ende fehlten zu einer perfekten Aufführung die Konsequenz zur Schärfe im Detail und die Klarheit im Ausdruck. „Gürzenich-Orchester Köln, Lahav Shani, Chen Reiss,
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Standing Ovations für das WDR Sinfonieorchester unter Manfred Honeck mit Paul Lewis am Klavier

Paul Lewis Klavier 
WDR Sinfonieorchester Köln 
Manfred Honeck Dirigent 
Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15 (1793–1800)
Antonín Dvořák  Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 B 178 (1893) – „Aus der Neuen Welt“
Kölner Philharmonie, 13. Oktober 2017

von Daniel Janz

Mit dem Titel „Alte Welt – Neue Welt“ versprach die Kölner Philharmonie ein Aufeinandertreffen gewaltiger Gegensätze. Unterstützung fand das WDR Sinfonieorchester durch den österreichischen Dirigenten Manfred Honeck, 59, und den britischen Pianisten Paul Lewis, 45. Insgesamt eine hochkarätige Besetzung, die sich ohne Umschweife direkt in die Herzen der Zuschauer spielte. „Paul Lewis, WDR Sinfonieorchester Köln, Manfred Honeck,
Kölner Philharmonie“
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Christian Tetzlaff und das Gürzenich-Orchester verstören mit Ligeti, bevor sie mit Bruckner begeistern

Christian Tetzlaff Violine
Gürzenich-Orchester Köln
François-Xavier Roth Dirigent
György Ligeti – Konzert für Violine und Orchester (1990/92)
Anton Bruckner – Sinfonie Nr. 3 d-Moll WAB 103 (1872–73) – 1. Fassung
Kölner Philharmonie, 3. Oktober 2017

von Daniel Janz

Die Übernahme des Gürzenich-Orchesters Köln 2015 durch François-Xavier Roth markierte auch einen stilistischen Umbruch. Der französische Dirigent hat sich vor allem der Neuen Musik verschrieben. Er will dem Publikum neue Klangwelten eröffnen und sie in Verbindung mit den bekannten Werken der Klassik bringen. Das kann gut gehen. Was da aber am Tag der Deutschen Einheit in der Kölner Philharmonie zu hören war, brachte selbst erfahrene Konzertbesucher an ihre Grenzen. „Anton Bruckner, György Ligeti, Christian Tetzlaff, Gürzenich-Orchester Köln,
Kölner Philharmonie“
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Der Schlagzeuger Martin Grubinger offenbart ein großes Künstlerherz und viel Feingefühl

Martin Grubinger Percussion 
WDR Sinfonieorchester Köln 
Jukka-Pekka Saraste Dirigent 
Kalevi Aho – Sieidi (2010) – Konzert für Percussion und Orchester
Dmitrij Schostakowitsch – Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93 (1953)

von Daniel Janz

Mit einem Kracher wollte das WDR Sinfonieorchester die neue Konzertsaison eröffnen. Dieses Vorhaben ist geglückt. Mit der Aufführung von Kalevi Ahos Sieidi und Dmitrij Schostakowitschs 10. Symphonie gelang dem Orchester unter Jukka-Pekka Saraste in der Kölner Philharmonie ein sehr guter, wenngleich nicht ganz perfekter Abend. Unterstützung erhielten die Musiker von dem begnadeten Schlagzeug-Solisten Martin Grubinger, einem der ganz großen Könner am Sternenhimmel der klassischen Musik. „Martin Grubinger, WDR Sinfonieorchester Köln, Jukka-Pekka Saraste, Kalevi Aho, Dmitrij Schostakowitsch,
Kölner Philharmonie“
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Die Pianistin Anna Vinnitskaya berauscht die Kölner Philharmonie

Anna Vinnitskaya Klavier 
WDR Sinfonieorchester Köln 
Vasily Petrenko Dirigent 
Edward Elgar – In the South (Alassio), Ouvertüre für Orchester op. 50 (1904)
Dmitrij Schostakowitsch – Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 F-Dur op. 102 (1957)
Sergej Rachmaninow – Sinfonische Tänze für Orchester, op. 45 (1940)
Kölner Philharmonie, 1. Juli 2017

von Daniel Janz

Edward Elgar ist einer der Komponisten, die stark unterschätzt werden. Trotz vieler bekannter Werke wird der Erschaffer des „Pomp & Circumstance March“ nur selten gespielt. Dass dies völlig ungerechtfertigt ist, beweisen an diesem Abend Vasily Petrenko und das WDR Sinfonieorchester in der Kölner Philharmonie. Gespielt wird die Ouvertüre „In the South (Alassio)“, die Elgar während eines Familienurlaubes in dem gleichnamigen Dorf in Italien komponierte. „Anna Vinnitskaya, WDR Sinfonieorchester, Vasily Petrenko, Edward Elgar, Dmitrij Schostakowitsch, Sergej Rachmaninow,“ weiterlesen

Mahler 9: Jubel und Standing Ovations für das WDR Sinfonieorchester

Antonín Dvořák – Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104 B 191 (1894–95)
Gustav Mahler – Sinfonie Nr. 9 D-Dur (1909)
Gautier Capuçon Violoncello 
WDR Sinfonieorchester Köln 
Jukka-Pekka Saraste Dirigent 
Kölner Philharmonie, 9. Juni 2017

Von Daniel Janz

Es ist ein schweres Programm, mit dem das WDR Sinfonieorchester an diesem Abend in seinen Stammspielort lockt. Auf dem Plan stehen zwei Werke, die in der Umsetzung verschiedener kaum sein könnten und doch in der Thematik ein- und dasselbe ansprechen. Das Cellokonzert in h-Moll von Antonin Dvorák, in dem der Komponist Abschied von seiner Jugendliebe nahm – und die auch als Abschieds-Symphonie bekannte 9. Symphonie von Gustav Mahler. Das verspricht ein hoch bewegender und zerreißender Abend zu werden – sowohl für das Stammorchester in Köln als auch für das Publikum. „Antonín Dvořák, Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll, Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 9 D-Dur, Gautier Capuçon, WDR Sinfonieorchester, Jukka-Pekka Saraste,
Kölner Philharmonie“
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