Üble Gesellen im IKEA-Kubus – Verdis „Masnadieri“ als „Die Räuber“ in der Volksoper Wien

von Charles E. Ritterband

Das Ganze auf Deutsch, wie vor vielen Jahren in der Volksoper, als Wien noch ungleich weniger kosmopolitisch war (was der Musikalität Giuseppe Verdis zweifellos Abbruch tut) – und noch dazu in einer schwarz angemalten Box als Guckkasten im Guckkasten mit verschieden großen Türen, in der ein mediokres schwarzes Ikea-Sofa stand. Die Box drehte sich von Zeit zu Zeit um die eigene Achse, damit das Bühnenbild (Bettina Meyer) nicht allzu monoton wurde, was es dennoch war: So muss man sich die Neuinszenierung von Verdis „I Masnadieri“ alias „Die Räuber“ nach Schiller in der Wiener Volksoper vorstellen – 116 Jahre nach der Uraufführung im Londoner Haymarket Theatre und immerhin 54 Jahre nach der ersten und bisher letzten Volkstheater-Produktion. „Giuseppe Verdi, Die Räuber, Volksoper Wien, 14.10.17,
Volksoper Wien“
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Giuseppe Verdi, "Die Räuber": Hass und Eifersucht zerstören die Wiener Volksopernbühne

Giuseppe Verdi, Die Räuber
Volksoper Wien,
14. Oktober 2017
Jac van Steen
– Dirigent
Alexander Schulin – Regie
Bettina Meyer – Bühnenbild
Bettina Walter – Kostüme
Holger Kristen – Choreinstudierung
Kurt Rydl
– Maximilian
Vincent Schirrmacher – Karl
Boaz Daniel – Franz
Sofia Soloviy – Amalia
David Sitka – Hermann
Christian Drescher – Roller

von Mirjana Plath

Katastrophale Familienverhältnisse beherrschen die Volksoper Wien. Am Samstagabend feierte Giuseppe Verdis Oper „I masnadieri“ in deutscher Übersetzung ihre Premiere. Die Oper in vier Akten beruht auf Friedrich Schillers Drama „Die Räuber“ und hatte 1847 in London ihre Uraufführung. Sie gehört damit zu Verdis frühen Werken. „Giuseppe Verdi, Die Räuber,
Volksoper Wien“
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Hans Moser lässt grüßen: Die Volksoper Wien bebt vor Begeisterung

 

Johann Strauss Sohn, Die Fledermaus
Volksoper Wien, 26. September 2017
Gabriel von Eisenstein Carsten Süss
Rosalinde Melba Ramos
Adele Anita Götz
Frank Kurt Schreibmayer
Frosch Gerhard Ernst
Dr. Falke Günter Haumer
Prinz Orlofsky Annely Peebo
Alfred Szabolcs Brickner
Ida Juliette Khalil
Guido Mancusi
Dirigent
Heinz Zednik Szenische Neueinstudierung
Pantelis Dessyllas Bühnenbild
Doris Engl Kostüme
Lili Clemente Choreographie

von Jürgen Pathy

Damen und Herren, Jung und Alt, besuchen Sie die Volksoper Wien! Gestatten Sie der zweitgrößten Oper der österreichischen Hauptstadt die randvollen Ränge, die sie verdient… am Dienstag war dies dem Haus mit Wiener-Vorstadt-Charme leider nicht vergönnt – einige Sitzplätze blieben an diesem lauen Herbstabend frei. Schlechte Nachrichten für alle, die zu Hause blieben: Sie haben Großartiges versäumt! „Johann Strauss Sohn, Die Fledermaus, 26.9.17,
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Hervorragender Papageno entzückt mit Wiener Charme und Dialekt an der Volksoper Wien

Wolfgang Amadeus Mozart, Die Zauberflöte
Wiener Volksoper, 22. September 2017
Papageno Marco Di Sapia
Papagena Johanna Arrouas
Tamino Szabolcs Brickner
Pamina Anita Götz
Königin der Nacht Gloria Rehm
Sarastro Andreas Mitschke
Alfred Eschwe Dirigent
Helmut Lohner Regie
Johan Engels Bühnenbild
Marie-Jeanne Lecca Kostüme
Friedrich Rom Lichtdesign

von Jürgen Pathy

Die „Zauberflöte“ kann im Haus am Gürtel auf eine glorreiche und lange Geschichte zurückblicken. Auf große Namen auf und hinter der Bühne. Die weltweit am öftesten auf die Bühne gebrachte Oper zählt seit jeher zum Pflichtprogramm des Repertoiresystems der Wiener Volksoper. „Wolfgang Amadeus Mozart, Die Zauberflöte, Marco Di Sapia, Johanna Arrouas, Szabolcs Brickner, Anita Götz, Gloria Rehm, Andreas Mitschke, Alfred Eschwe, Helmut Lohner, weiterlesen

Die Sopranistin Caroline Melzer brilliert an der Volksoper Wien

Alexander Borodin, Fürst Igor
Volksoper Wien, 11. Juni 2017

von Mirjana Plath

Russland ist eine elende Wüste voller machtgieriger Herrscher. So jedenfalls erscheint das Land in Alexander Borodins Oper „Fürst Igor“ an der Volksoper Wien. „Alexander Borodin, Fürst Igor,
Volksoper Wien“
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Mit ein bisschen Hollywood

Carl Millöcker, Der Bettelstudent
Volksoper Wien, 3. Mai 2017

von Mirjana Plath

Die Operette hat einen schweren Stand auf der Bühne – zu trivial für Wissenschaftler, zu kitschig für Opernliebhaber, zu altmodisch für Musicalgänger. Doch sie zieht das Publikum in ihren Bann und ist bis heute aktuell. Das beweist Anatol Preisslers Inszenierung von Carl Millöckers „Bettelstudent“ an der Volksoper Wien. „Carl Millöcker, Der Bettelstudent,
Volksoper Wien“
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Diese Oper ist eine Offenbarung

Erich Wolfgang Korngold: Das Wunder der Heliane
Volksoper Wien
Chor und Orchester der Volksoper Wien
Bühnenorchester der Wiener Staatsoper

Vorsicht, liebe Klassik-Begeisterte! Diese Musik macht süchtig. Sie ist gigantisch gut. Sie geht ins Herz und in die Seele. Sie berauscht. „Erich Wolfgang Korngold, Das Wunder der Heliane,
Volksoper Wien“
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