"Die Elbphilharmonie macht Menschen glücklich!"

Ein Jahr Elbphilharmonie – eine Bilanz,  Elbphilharmonie, Hamburg

Hamburgs hochintelligenter Erster Bürgermeister Olaf Scholz, das wissen nicht viele, ist auch im weiten Feld der Klassik ein versierter Mann. Es gibt, außer der klassik-besessenen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), kaum Landeschefs in der Republik, die mit Muße und Genuss die Lebensabschiedsoper „Parsifal“ von Richard Wagner verfolgen können. Scholz kann es.

Der Sozialdemokrat vermochte am 16. September 2017 nach der „Parsifal“-Premiere in der Staatsoper Hamburg im Beisein seiner Frau Britta Ernst, bis vor kurzem Bildungsministerin Schleswig-Holsteins, locker und kenntnisreich mit dem Herausgeber von klassik-begeistert.de über den – fünfstündigen – Abend zu parlieren…

… da war es für Hamburgs ersten Mann am Samstag, 4. November 2017, ein Klacks, binnen 50 Minuten das erste Jahr der Elbphilharmonie zu zelebrieren.

Vor genau einem Jahr, hatte Hamburgs neues Schmuckstück seine Plaza geöffnet, am 11. Januar 2017 hatte die Elbphilharmonie der Welt im Beisein der Bundeskanzlerin und des ehemaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck – und Prominenz bis zum Abwinken – gezeigt, dass in Hamburg in Sachen Klassik ein neues Zeitalter anbrechen sollte.

Am Samstag, 4. November 2017, zeigten die Elphi-Macher – allen voran Pressesprecher Tom R. Schulz, der mit einem angenehmen Schuss Hamburger Humor durch den Vormittag führte – mal wieder, dass sie Vollblut-Profis in Sachen Public Relations und Selbstvermarktung sind. Es gab schöne Fotos und Filmaufnahmen mit dem Bürgermeister, mit Kultursenator Dr. Carsten Brosda (SPD) und mit dem Herrn des Hauses, Elbphilharmonie-Intendant Christoph Lieben-Seutter, einem gebürtigen Wiener. Geburtstagskinder kamen auch mit aufs Bild, junge Elphi-Mitarbeiter hielten weiße Luftballons in die Höhe, Menschen wurden per Los mit Führungen, Konzertkarten und Übernachtungen im 5-Sterne-Hotel des Hauses beglückt, und der Bürgermeister stach einen Kuchen an und posierte mit glücklichen Menschen vor deren Mobiltelefonen.

Auch die schreibende Zunft sowie Journalisten von Funk und Fernsehen waren reichlich da und würden nur Gutes berichten…

… denn die Elbphilharmonie-Story ist eine wunderbare Success-Story.

Nach einem Jahr zählt die Elphi (deren Macher mögen diese Bezeichnung nicht, aber so sagen nun mal wir Hamburger) bereits 4.235.000 Gäste (Plaza-Besucher). Seit dem 11. Januar 2017 war jedes Konzert ausverkauft – und bis Ende der Saison 2017/2018 wird jedes Konzert ausverkauft sein.

Das schafft kein Konzerthaus der Welt! Das schafft nur die Elbphilharmonie in Hamburg.

Als am 12. Juni 2017 ein Großteil der Karten für die laufende Saison auf den Markt ging, bildeten sich vor und in Vorverkaufsstellen in der Metropolregion Hamburg Menschenschlangen von bis zu 300 Metern Länge – klassik-begeistert.de-Mitarbeiter haben den Ansturm inspiziert. Überall sahen sie leuchtende Augen, überall Menschen getragen von der Hoffnung, ein paar Tickets für die laufende Saison zu bekommen.

Und wahr ist der Satz von Christoph Lieben-Seutter an diesem Tag: „Die Elbphilharmonie macht Menschen glücklich!“

Klassik-begeistert.de hat seit der Eröffnung über fast alle wichtigen Konzerte aus der Elbphilharmonie berichtet. Fast alle waren sehr gut bis großartig – nur ganz wenige waren mittelmäßig oder mit eklatanten Fehlbesetzungen ausgestattet. Viele waren Weltklasse, auf dem Niveau vieler Konzerte des ehrwürdigen Wiener Musikvereins und der Berliner Philharmonie.

Kein Wunder: Ob Wiener oder Berliner Philharmoniker, ob Chicago Symphony Orchestra oder Sächsische Staatskapelle Dresden: In die Elphi kommen die besten der besten Klangkörper. Und die Elphi hat zwei großartige Hamburger Orchester: das NDR Elbphilharmonie Orchester und das Philharmonische Staatsorchester Hamburg – die beide immer besser werden.

Wahr ist auch: Die Akustik in der Elbphilharmonie ist auf einem Großteil der Plätze Weltklasse – sie liegt in puncto Feinheit und Fülle, in puncto Differenziertheit und Diversität, unter den Top 5 der Konzerthäuser dieser Welt.

Und wahr ist: Fast jeder Elbphilharmonie-Besucher verlässt das Haus nach dem Konzert reicher und zufriedener als zuvor – bis auf die sehr kleine Minorität an depperten Unwissenden, die einfach nur mal „rein will“ – wichtig: Selfie!!! –, und dann vorzeitig, teilweise auch während des Konzerts, geht, wenn Klänge ertönen, die ihren Ohren fremd sind.

Im Gespräch mit dem Herausgeber von klassik-begeistert.de war Bürgermeister Olaf Scholz der Stolz auf diesen Solitär am Hamburger Hafen, der die Hamburger und ihn sieben Jahre mehr Bau-Zeit und viel Nerven gekostet hat – und die Hamburger 866 Millionen Euro statt der anfangs kalkulierten 77 Millionen Euro – anzumerken. „Ich kann nicht sagen, wann genau sich die Steuergelder wirtschaftlich gesehen rechnen werden“, sagte der Bürgermeister, „aber Sie sehen doch: Die Begeisterung für die Elbphilharmonie ist immens. Dieses Konzerthaus im Herzen Hamburgs ist ein Publikumsmagnet, der hunderttausende Menschen aus der Metropolregion Hamburg, aus Deutschland und aus aller Welt nach Hamburg zieht und ziehen wird.“

Kultursenator Carsten Brosda sagte am Samstag im Gespräch mit klassik-begeistert.de:

„Irgendwann wird sich das Projekt Elbphilharmonie auch betriebswirtschaftlich amortisiert haben. Ideell, kulturell und für das Selbstbewusstsein der Stadt rechnet es sich schon jetzt. Fast niemand in der Stadt redet heute noch über Kosten. Die Elbphilharmonie und Hamburg sind seit der Eröffnung ein ‚honeymoon’, der nicht enden will. Auch der Blick auf Hamburg hat sich geändert: Hamburg wird in Deutschland und in der Welt wieder als Kulturstadt wahrgenommen – und die Hamburger begreifen das, da geht ein Ruck durch die Stadt. Betriebswirtschaftlich wird man irgendwann sicherlich einen so genannten ‚break even’ erreichen. Aber diese Diskussion möchte ich gar nicht führen, da ich Kulturinvestitionen nicht an einem Zweckmaßstab messen will, sondern an dem Sinn, den sie stiften – und der ist immens bei diesem Haus.“

Andreas Schmidt, 4. November 2017,
für klassik-begeistert.de

PRESSEINFORMATION

EIN JAHR ELBPHILHARMONIE

GROSSES GEBURTSTAGSFEST AUF DER ÖFFENTLICHEN PLAZA – HAMBURGS ERSTER BÜRGERMEISTER, KULTURSENATOR UND ELBPHILHARMONIE-INTENDANT ZIEHEN BILANZ

 Hamburg, den 4. November 2017. Sie wurde in Rekordzeit zum neuen Besuchermagnet in Hamburg: Vor genau einem Jahr, wenige Tage nach der Fertigstellung der Elbphilharmonie, wurde die Plaza auf dem Dach des ehemaligen Kaispeichers eröffnet und das Gebäude somit erstmals für alle zugänglich. Nach einem Jahr zählt die Elbphilharmonie bereits 4.235.000 Gäste. Das Jubiläum feierten am heutigen 4. November zahlreiche Besucherinnen und Besucher gemeinsam mit Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz, Hamburgs Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda sowie dem Intendanten der Elbphilharmonie Christoph Lieben-Seutter. Neben der Elbphilharmonie standen dabei all diejenigen Gäste im Fokus, die am 4. November ebenfalls Geburtstag haben. Unter ihnen wurden bei einem kleinen Festakt Konzertkarten, eine Übernachtung im Westin-Hotel in der Elbphilharmonie, ein Abendessen im Störtebeker und Führungen durch das Konzerthaus verlost. Noch bis 18 Uhr gibt es für alle Plaza-Besucher am heutigen Geburtstag, zusätzlich zum spektakulären 360°-Rundblick auf die Stadt und den Hafen, Live-Musik und ein besonderes gastronomisches Angebot. Pressefotos des Plazageburtstags stehen in Kürze unter https://www.elbphilharmonie.de/de/presse/geburtstag zum Download zur Verfügung.

»DAS LETZTE JAHR HAT HAMBURG VERÄNDERT«

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz: »Das letzte Jahr hat Hamburg verändert. Mit dem heutigen Tag haben 4.235.000 begeisterte Gäste die Elbphilharmonie besucht. Damit hat die Elbphilharmonie unter Beweis gestellt, dass sie ein Haus ist, das innerhalb kürzester Zeit einen festen Platz in den Herzen der Hamburger und ihrer Gäste gewonnen hat. An dem heutigen ersten Geburtstag der Elbphilharmonie gilt mein Dank daher ausdrücklich auch den Architekten, die nicht nur ein außergewöhnliches Gebäude geschaffen haben, sondern auch eines, das so überzeugend in die Stadt passt, dass man sich schon heute kaum vorstellen kann, dass es in Hamburg mal ein Leben ohne Elbphilharmonie gab.«

Hamburgs Senator für Kultur und Medien Dr. Carsten Brosda: »Mit der Elbphilharmonie hat die Kultur einen festen Platz im Herzen der Stadt bekommen und Millionen Hamburger und ihre Gäste wollen dieses außergewöhnliche Konzerthaus erleben. Es ist beglückend zu sehen, wie die Gäste in den letzten Monaten nicht nur die Plaza sehen wollten, sondern das ganze Haus als ihr Haus angenommen haben. Diese große kulturelle Aufmerksamkeit prägt das Selbstverständnis der Stadt und führt dazu, dass Hamburg derzeit seine Wiederentdeckung als Kulturstadt erlebt.«

Elbphilharmonie-Intendant Christoph Lieben-Seutter: »Das Eröffnungskonzert jährt sich erst im Januar, aber mit der Eröffnung der Plaza mitsamt Tube, Hotel und Gastronomie und dem gleichzeitigen Einzug des Teams ging es Anfang November 2016 mit der Elbphilharmonie so richtig los. Die seitdem ungebrochene Begeisterung der Besucher aus nah und fern ist eine große Freude und Bestätigung für alle, die jahrelang für das Projekt gearbeitet haben.«

Zum Geburtstagsfestakt auf der Plaza versammelten sich heute um 11:30 Uhr rund 170 Geburtstagskinder und zahlreiche weitere Besucher. Für alle anwesenden Geburtstagskinder gab die Gruppe Beat’n Blow ein musikalisches Ständchen, alle Gäste stimmten im Chor mit ein. Für Feierstimmung sorgen tagsüber weiterhin auch das Trio Macchiato und die Gypsy-Swing-Gruppe Danube’s Banks. Eine Geburtstagstorte für alle Gäste wurde vom Hotel Louis C. Jacob gestiftet.

DIE ELBPHILHARMONIE-PLAZA

Die öffentliche Plaza macht die Architektur der Elbphilharmonie und den außergewöhnlichen Ort, an dem das Konzerthaus erbaut wurde, für alle aus nächster Nähe erlebbar. Sie ist ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt und ein Platz, den auch die Hamburger für sich erobert haben. Das wurde schon in den ersten Tagen nach ihrer Eröffnung im November 2016 deutlich. Inzwischen haben 4.235.000. Besucher die Plaza besucht, rund 660.000 davon mit einem der begehrten Konzerttickets und etwa 62.000 im Rahmen einer Elbphilharmonie-Konzerthausführung.

Die Plaza der Elbphilharmonie ist täglich von 9 bis 24 Uhr geöffnet. Da die Kapazität begrenzt ist, wird der Besuch über die Ausgabe von Tickets geregelt. Kostenlose Tickets für einen Plaza-Besuch am selben Tag sind im Elbphilharmonie Besucherzentrum (Am Kaiserkai 62) und im Eingangsbereich der Elbphilharmonie (Platz der Deutschen Einheit) nach Verfügbarkeit erhältlich. Die Vorbuchung mit mehr als einem Tag Vorlauf ist online unter www.elbphilharmonie.de und im Elbphilharmonie Besucherzentrum für eine Buchungsgebühr von 2 Euro pro Ticket möglich.

Weitere Informationen unter www.elbphilharmonie.de

 

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