Andreas Schager versetzt das Wiener Publikum in Begeisterungsstürme

Richard Strauss, Daphne
Wiener Staatsoper, 4. Dezember 2017
Andreas Schager Apollo
Regine Hangler Daphne
Dan Paul Dumitrescu Peneios
Janina Baechle Gaea
Benjamin Bruns Leukippos
Simone Young Dirigentin
Nicolas Joel Regie
Pet Halmen Ausstattung
Renato Zanella Choreografie

von Jürgen Pathy

Wieder einmal hat die Wiener Staatsoper für ausverkaufte Ränge trotz eines nicht so einfach verdaulichen Werks gesorgt, das nicht unbedingt zu den Gassenfegern zählt. Seit Beginn der Ära des Elsässers Dominique Meyer im Jahre 2010 erfreut sich das Haus stetig wachsender Besucherzahlen. Der Hauptgrund für den Besucherstrom am Montagabend war ein Sänger, der seit geraumer Zeit in aller Munde ist: der österreichische Heldentenor Andreas Schager. „Richard Strauss, Daphne,
Wiener Staatsoper“
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Christian Gerhaher begeistert als Don Giovanni in der Elbphilharmonie

Elbphilharmonie, 4. Dezember 2017
Wolfgang Amadeus Mozart, Don Giovanni
Christian Gerhaher Don Giovanni
Tareq Nazmi Leporello
Bozidar Smiljanic Masetto
Martin Mitterrutzner Don Ottavio
Tijl Faveyts Commentatore
Simona Šaturová Donna Anna
Layla Claire Donna Elvira
Sophie Karthäuser Zerlina
Bamberger Symphoniker
Tschechischer Philharmonischer Chor Brno

Jakub Hrůša Dirigent

welt.de berichtet über die konzertante Aufführung von Wolfgang Amadeus Mozarts „Don Giovanni“ im Großen Saal der Elbphilharmonie trefflich: „Dieser Don Giovanni rastet aus. Er schreit uns an. Oder ist das doch noch Gesang, mit dem Christian Gerhaher die Champagner-Arie in Mozarts Oper als manisch trotziges Bekenntnis des ewigen Verführers interpretiert? Das entgrenzte Singen des Großmeisters des Liedgesangs gewinnt existenzielle Dringlichkeit. Sein Singen begeistert und verstört, führt aus der Komfortzone der Kunstproduktion in jeder hinterfragten Textzeile heraus. Gerhahers Giovanni ist ein intellektueller Edelmann, der seine nicht nur weibliche Umwelt berechnend manipuliert. „Mozart, Don Giovanni, Bamberger Symphoniker, Christian Gerhaher, Elbphilharmonie“ weiterlesen

Das Artemis Quartett verwöhnt mit Innigkeit und Sensibilität in Wien

Artemis Quartett
Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal, 4. Dezember 2017
Vineta Sareika, Violine
Anthea Kreston, Violine
Gregor Sigl, Viola
Eckart Runge, Violoncello
Felix Mendelssohn Bartholdy Streichquartett D-Dur op. 44/1 (1838)
Dmitri Schostakowitsch Streichquartett Nr. 7 fis-moll op. 108 (1959 – 1960)
Robert Schumann Streichquartett a-moll op. 41/1 (1842)

von Bianca Schumann

Was das Artemis Quartett dem Wiener Publikum am Montagabend im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses darbot, war höchst romantisch. Ein Wechselbad der Gefühle – im positiven Sinne wohlgemerkt. Die Mannigfaltigkeit an Seelenzuständen, die Felix Mendelssohn Bartholdy, Dmitri Schostakowitsch und Robert Schumann in ihre Streichquartette hineinkomponierten, spiegelte sich in den Interpretationen von Vineta Sareika, Anthea Kreston, Anthea Kreston und Eckart Runge abbildlich wieder. „Artemis Quartett,
Wiener Konzerthaus“
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Das Orchestre Philharmonique du Luxembourg lehrt in Köln das Fürchten

Kölner Philharmonie, 26. November 2017
Krystian Zimerman
Klavier
Orchestre Philharmonique du Luxembourg
Gustavo Gimeno
Dirigent
Leonard Bernstein The Age of Anxiety – Symphony No. 2 (1949, 1965) für Klavier und Orchester nach dem Gedicht von W. H. Auden
Sergej Prokofjew Sinfonie Nr. 5 B-Dur op. 100 (1944)
Zugabe Anatolij Ljadov – Der verzauberte See op. 62 (1909) – Legende für Orchester

Von Daniel Janz

Wer nicht gerade in Berlin, Wien, Paris oder London wohnt, erlebt nicht täglich den Hochgenuss, einem Nationalorchester lauschen zu dürfen. Bereits unter diesem Gesichtspunkt ist der Besuch des Orchestre Philharmonique du Luxembourg in Köln etwas Besonderes. Im Gepäck hatte das großherzogliche Ensemble zwei Stücke, die von den Schrecken des Zweiten Weltkrieges berichten. Unter Leitung des spanischen Dirigenten Gustavo Gimeno und einem famos aufspielenden Krystian Zimerman boten die Philharmoniker einen Abend, der sich wie ein Feuer in das Gedächtnis eines jeden Zuhörers gebrannt haben dürfte. „Krystian Zimerman, Orchestre Philharmonique du Luxembourg, Gustavo Gimeno,
Kölner Philharmonie“
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klassik-begeistert.de feiert in der Staatsoper Hamburg bei "La Bohème"

Giacomo Puccini, La Bohème
Staatsoper Hamburg, 2. Dezember 2017

Sieben MitarbeiterInnen von klassik-begeistert.de aus Hamburg und Berlin haben am Samstag in der ausverkauften Staatsoper Hamburg die wunderbare Oper „La Bohème“ von Giacomo Puccini besucht. Hier sind ihre Impressionen:
„Giacomo Puccini, La Bohème,
Staatsoper Hamburg“
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Kreuzfahrtschiff statt Gondel – „Eine Nacht in Venedig“ im Landestheater Linz

Johann Strauss, Eine Nacht in Venedig,
Landestheater Linz, Musiktheater Volksgarten, 2. Dezember 2017

Charles E. Ritterband

Das Déjà-Vu stellte sich schon im ersten Akt nach wenigen Minuten ein, als vor der malerischen Postkartenkulisse von Venedig – kombiniert mit einem videotechnisch perfekt realistischen Canale im Zentrum – ein mächtiges, weißes Kreuzfahrtschiff auf die Bühne fuhr: Das hatte man doch vor nicht allzu langer Zeit schon irgendwo mal gesehen? Ja, richtig, das Programmheft bestätigt: Regie führte in dieser Neuinszenierung der musikalisch brillanten „Nacht in Venedig“ des Altmeisters Johann Strauss der in Graz geborene Schauspieler und Regisseur Karl Absenger, auf dessen beeindruckend langer Liste von Produktionen im Jahr 2015 auch die „Nacht in Venedig“ auf der Neusiedlersee-Bühne von Mörbisch gestanden hatte.
„Johann Strauss, Eine Nacht in Venedig,
Landestheater Linz“
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Jonas Kaufmann brilliert als Andrea Chénier in der Bayerischen Staatsoper

Anja Harteros reicht derzeit keine Sopranistin das Wasser

Umberto Giordano, Andrea Chénier
Bayerische Staatsoper, München, 2. Dezember 2017

von Ulrich Poser

Schlechte Nachrichten gibt es leider genug. Aus diesem Grunde schreibt der Autor nichts über den anfänglichen „Schwabenterror“ im Parkett (“I woisch net, wiet Oper heißt, in der mer heit san”), über lautstarke Störungen liebenswerter, aber leider schon etwas seniler Zeitgenossen (“Ist das der Johann Kaufmann?”). Auch über das Einheitsgesicht der reifen Damen der Münchner Schickeria (“Grüßen Sie bitte Professor Mang ganz herzlich”) wird ebenso wenig geschrieben, wie über das unsagbar kindische Bühnenbild von Philipp Stölzl und Heike Vollmer: Fehlte nur noch eine Eisenbahn, und die Harz-Romantik wäre vollkommen gewesen; der Holzmichl lässt grüßen. „Umberto Giordano, Andrea Chénier,
Bayerische Staatsoper“
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Wiener Staatsoper:
Don Pasquale zwischen Bar und Boudoir

Donizettis sprühendes Meisterwerk wohlklingend in der Wiener Staatsoper

Gaetano Donizetti, Don Pasquale
Wiener Staatsoper, 30. November 2017

von Charles E. Ritterband

Der Kontrast konnte nicht größer sein: Während die – seit einiger Zeit dem Theater an der Wien angegliederte – Kammeroper, wenige Gehminuten Richtung Donaukanal, eine mit Jazz- und sogar Schrammelmusik angereicherte, hochoriginelle und brillante Miniaturversion von Gaetano Donizettis angeblich in unglaublichen zehn Tagen entstandenes Meisterwerk auf die winzige Bühne dieses Theaters stellt, bietet die majestätische Wiener Staatsoper mit ihrem riesigen Bühnenraum eine traditionellere Version des „Don Pasquale“. „Gaetano Donizetti, Don Pasquale,
Wiener Staatsoper“
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Grandiose Partnerschaft Barenboim-Argerich

Franz Liszts Klavierkonzert und Gustav Mahler Symphonie Nr. 7 im Wiener Konzerthaus

Wiener Konzerthaus, 29. November 2017
Wiener Philharmoniker
Daniel Barenboim Dirigent
Martha Argerich Klavier
Franz Liszt Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Es-Dur
Zugabe: Argerich und Barenboim
Georges Bizet Jeux d’enfants, op. 22 – „ Die Puppe“
Gustav Mahler Symphonie Nr. 7 e-Moll

von Charles E. Ritterband

Als „Löwin am Klavier“ galt Martha Argerich – bewundert und gefürchtet; „eine Wilde, eine Verrückte, nicht leicht zu behandeln und immer ein Risikofaktor“ charakterisierte sie einst ihr Lehrer Friedrich Gulda: Er hatte ihr seit ihrem 12. Lebensjahr eigentlich nichts mehr beizubringen, berichtete Gulda, weil sie schon alles konnte. „Wiener Philharmoniker, Daniel Barenboim, Martha Argerich,
Wiener Konzerthaus“
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Elbphilharmonie: Lukáš Vondráček begeistert mit Leidenschaft, der eleganteste Pianist ist er nicht

Lukáš Vondráček Klavier
Elbphilharmonie Hamburg, Kleiner Saal, 30. November 2017
Johannes Brahms Klaviersonate Nr. 1 C-Dur op. 1
Scherzo es-Moll op. 4
Robert Schumann Arabeske C-Dur op. 18
Carnaval op. 9

von Sebastian Koik

Lukáš Vondráček hat beim Königin-Elisabeth-Wettbewerb in Brüssel 2016 den ersten Preis und außerdem noch den Publikumspreis des flämischen Rundfunksenders VRT erhalten. Das Publikum und die Jury feierten ihn mit begeisterten Ovationen. Der heute 31-Jährige spielte beim Preisträgerkonzert Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 und wurde damit auf ARTE übertragen. „Lukáš Vondráček,
Elbphilharmonie Hamburg, Kleiner Saal“
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