Hin und wieder schreit die Geige

Belcea Quartet
Franz Schubert
, Streichquartett G-Dur D 887
Dmitri Schostakowitsch, Streichquartett Nr. 15 es-Moll op. 144
Zugaben: Ludwig van Beethoven,
Streichquartett B-Dur op. 130 / Cavatina. Adagio molto espressivo
Dmitri Schostakowitsch,

Streichquartett Nr. 3 F-Dur op. 73 / Allegro non troppo
Elbphilharmonie, Kleiner Saal, 26. Februar 2017

Von Sebastian Koik

Beide Stücke sind das jeweils letzte Streichquartett der Komponisten, sie sind sehr düster und abgründig sowie den zur Entstehungszeit geltenden Hörgewohnheiten voraus. Beide Stücke sind arm an Melodien, aber reich an emotionaler Wirkung und Zwischentönen. Es ist keine Musik, die die Zuhörer umschmeichelt und die Herzen der Massen im Sturm erobert. Es sind sehr sublime, raffinierte, feingeistige und moderne Kompositionen. „Schubert/Schostakowitsch/Beethoven, Belcea Quartet,
Elbphilharmonie Hamburg, Kleiner Saal“
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Der Funke wollte nicht herüberspringen

Foto: A. Declair (c)
Daphne, Richard Strauss

Hamburgische Staatsoper
1. März 2017

von Leon Battran

Schuhe poltern, Gläser klirren, die Figuren verkleiden und entkleiden sich. Zügelloses Treiben, viel Gesang und Bohei in rustikaler Oktoberfestaufmachung: Einige genussvolle Momente hatte sie zu bieten, diese Aufführung von Richard Strauss‘ Daphne in der Hamburgischen Staatsoper. Der Funke wollte trotzdem nicht so recht herüberspringen – zu blass war die gesangliche Leistung. So blieben der Wow-Effekt und die ganz große Begeisterung leider aus. „Daphne, Richard Strauss,
Hamburgische Staatsoper“
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