"Onegin" – Faszinierende Ballett-Collage nach Tschaikowsky an der Mailänder Scala

Foto: © Teatro alla Scala / Paola Primavera

Teatro alla Scala, 25. Oktober 2019

„Onegin“, Ballett nach Peter Tschaikowsky in der Choreographie von John Cranko

von Charles E. Ritterband

Wer mit Tschaikowskys Oper „Onegin“ vertraut ist, wird einige der wunderbaren Melodien im gleichnamigen Ballett wiederfinden. Allerdings – Tschaikowsky hat die Ballettmusik nicht selber komponiert, diese wurde nicht nur der Oper sondern verschiedenen Werken dieses Komponisten entnommen. Das Ballett – in drei Akten und sechs Szenen – wurde von John Cranko geschaffen, der nicht nur die Choreographie entworfen, sondern auch das Libretto verfasst hat, basierend auf dem Versroman von Alexander Sergejewitsch Puschkin. Die Uraufführung in einer ersten Fassung war bereits im April 1965 in Stuttgart erfolgt. „Onegin, Peter Tschaikowsky, John Cranko,
Teatro alla Scala Mailand, 25. Oktober 2019“
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Die DONNERSTAG-PRESSE – 31. OKTOBER 2019

Foto: © Maxim Schulz, Elbphilharmonie Hamburg
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die DONNERSTAG-PRESSE – 31. OKTOBER 2019

„Konzertgänger in Berlin“
Fegeprügelnd: Markus Hinterhäuser spielt Galina Ustwolskaja
Die Chopin pur-Plakate an Stromkästen und Bauzäunen kennt jeder in Berlin, aber im Pierre-Boulez-Saal gibts Galina Ustwolskaja pur. Ja, für sowas wurde die Bude gebaut! Der Pianist Markus Hinterhäuser spielt an einem Abend etwa ein Sechstel des Gesamtwerks dieser sehr speziellen russischen Pianistin, das dauert eine gute Stunde, danach bluten ihm vermutlich die Hände. Denn die pianistischen Erfordernisse sind von der Art, dass Klavierspieler, die sich an Ustwolskajas Sonaten machen, erhöhte Beiträge zur Berufsunfähigkeitsversicherung entrichten müssen.
https://hundert11.net/fegepruegelnd/

Frankfurt
Liederabend Pretty Yende: Das Gespür für Beweglichkeit
https://www.fr.de/kultur/musik/pretty-yende-gespuer-beweglichkeit-13181109.html

Darmstadt
Leonore, der ewige Engel
Frankfurter Allgemeine

Regensburg
Willkommen in Pop-up-Arkadien: Vivaldis „La fida ninfa“ am Theater Regensburg
Neue Musikzeitung/nmz.de

Düsseldorf
Deutsche Oper am Rhein sucht junge „Opernmacher“
https://www.theaterkompass.de/beitraege/deutsche-oper-am-rhein

Für den Gabentisch: Jonas Kaufmann/ Buchbesprechung
https://deropernfreund.de/neue-buecher.html „Die DONNERSTAG-PRESSE – 31. OKTOBER 2019“ weiterlesen

Plácido Domingo: Wien liebt seinen ewigen Star weiterhin ungetrübt

Wiener Staatsoper:
PLÁCIDO DOMINGO NACH „MACBETH“, 28. Oktober 2019


Schlussapplaus. Foto: Klaus Billand

von Klaus Billand, onlinemerker.com

Nach einer teilweise genialen „Don Carlos“-Premiere an der Staatsoper Stuttgart in der Regie von Lotte de Beer vorgestern Abend, der mit ungeheurer und dramaturgisch weitestgehend überzeugender Phantasie bei sowohl historischem wie gegenwärtigem Bezug ein fesselnder Spagat zwischen der ganzen Tragik der Liebe von Carlo und Elisabeth einerseits und der Macht der Kirche über den Staat im 16. Jahrhundert andererseits gelang, besuchte ich heute noch die „Macbeth“-Aufführung unter der musikalischen Leitung von Giampaolo Maria Bisanti, um Plácido Domingo zu erleben. „Giuseppe Verdi, Macbeth, Plácido Domingo,
Wiener Staatsoper“
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Mariss Jansons entfaltet mit Schostakowitsch einen unwiderstehlichen Sog und reißt das Hamburger Publikum mit

Foto: © Peter Meisel

Elbphilharmonie Hamburg, Großer Saal, 29. Oktober 2019

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Rudolf Buchbinder, Klavier
Mariss Jansons, Dirigent

Wolfgang Amadeus Mozart:
Konzert für Klavier und Orchester A-Dur KV 488

Dmitri Schostakowitsch:
Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93

von Guido Marquardt

Ruhig und freundlich beginnt dieses Konzert, mit einem vielleicht allzu lieblichen Mozart. Doch nach der Pause nimmt es Fahrt auf, und wie – und der Saal wird fast zu klein für die musikalische Traumabewältigung des Dmitri Schostakowitsch, dargeboten von einem Weltklasse-Duo aus Dirigent und Orchester. „Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Rudolf Buchbinder, Mariss Jansons,
Elbphilharmonie, 29. Oktober 2019“
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Das Philharmonische Staatsorchester Hamburg beschenkt das Publikum mit einem brillanten Konzertabend

Foto: © Ralph Larmann

Elbphilharmonie Hamburg, 28. Oktober 2019
2. Philharmonisches Konzert

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Nobuyuki Tsujii Klavier
Dirigent Kent Nagano

von Dr. Holger Voigt

Das Timing war optimal: Nur Tage vor Abreise des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg zu einer mehrwöchigen Japan-Tournee präsentierten sich Dirigent, Orchester, und der japanische Pianist Nobuyuki Tsujii in zwei Konzerten in der Hamburger Elbphilharmonie (27., 28. Oktober 2019) in einer hervorragenden Verfassung auf Weltklasse-Niveau. Ohne Frage: In Japan wird dieses Orchester mit Sicherheit eine glänzende Visitenkarte hinterlegen. „Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Kent Nagano, Nobuyuki Tsujii,
Elbphilharmonie Hamburg, 28. Oktober 2019“
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Die MITTWOCH-PRESSE – 30. OKTOBER 2019

Foto: © Besim Mazhiqi

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Die MITTWOCH-PRESSE – 30. OKTOBER 2019

Gütersloh: Rising stars: preisgekrönte Stimmkultur vom Feinsten bei Neue Stimmen
bachtrack

Karlsruhe
Internationale Konferenz Opera Europa zu Ende gegangen
Neue Musikzeitung/nmz.de

St. Margarethen
Nach großem Erfolg der ORF-Burgenland-Produktionen 2019: ORF überträgt „Turandot“ 2020 live aus St. Margarethen

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20191029_OTS0105/nach-grossem-erfolg

Wexford Festival Opera 2019: Opernraritäten an Irlands Küste
Deutschlandfunk.de

Darmstadt
Fidelio wer? – „Fidelio“ von außen betrachtet – Paul Georg Dietrichs Zeitreise in Darmstadt
Neue Musikzeitung/nmz.de „Die MITTWOCH-PRESSE – 30. OKTOBER 2019“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 7/2019: Der Friedhof der verschwundenen Primadonnen

Eine der ganz großen ihrer Zunft war zweifellos Mathilde Mallinger (1847-1920) , die 1868 in der Münchner Uraufführung von Richard Wagners “Die Meistersinger von Nürnberg“ die Rolle der Eva kreierte. Später wurde sie der Star der Berliner Hofoper, an der sie ein breites Repertoire verkörperte. Ein zerbrochenes Fragment ihrer Grabstele ist erhalten, befindet sich aber nicht mehr am originalen Standort.

von Peter Sommeregger

Der Bau der Berliner Mauer 1961 hat nicht nur unendliches Leid über viele Menschen der geteilten Stadt gebracht, er hat auch in vielen Bereichen wertvolle kulturgeschichtliche Substanz zerstört. Ein trauriges Beispiel dafür ist der St. Hedwigs-Friedhof an der Liesenstraße, welche die Bezirke Mitte und Wedding trennt. Dadurch wurde die Friedhofsmauer automatisch zur Grenzlinie. Sie wurde abgerissen, und ein breiter Streifen des Geländes eingeebnet. Dieser Aktion fielen unzählige historische Grabmale zum Opfer, einige wenige Steine konnten in den hinteren, weiter bestehenden Teil des Friedhofs gerettet werden, der Großteil aber wurde vernichtet, oder ist seither verschollen. „Sommereggers Klassikwelt 7/2019,
klassik-begeistert.de“
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Christoph von Dohnányi verzaubert die Pariser Philharmonie mit Haydn, Ligeti und Brahms

Foto: Christoph von Dohnányi © Brescia e Amisano

Philharmonie de Paris, Grande salle Pierre Boulez, 27. Oktober 2019

Orchestre de Paris
Dirigent, Christoph von Dohnányi
Flöte, Vicens Prats
Oboe, Alexandre Gattet

Joseph Haydn, Symphonie Nr. 12 E-Dur Hob. 1: 12
György Ligeti, Doppelkonzert für Flöte und Oboe
Johannes Brahms, Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90

von Lukas Baake

Es war die Rückkehr in ein neues Haus: Bereits 1998 bis 2000 stand Christoph von Dohnányi dem Orchestre de Paris als Chefdirigent vor. Nun kam der Maestro, dessen einmalige Karriere bereits mehr als ein halbes Jahrhundert andauert und den Dirigenten in fast jedes große Opern- und Konzerthaus der Welt geführt hat, für zwei Konzertabende in die Stadt der Lichter zurück. Auch wenn das Orchester dem Dirigenten wohlbekannt war, das imposante Gebäude der Pariser Philharmonie am nordöstlichen Rand der Stadt existierte zu Dohnányis Zeiten noch nicht. „Orchestre de Paris, Christoph von Dohnányi, Vicens Prat, Alexandre Gattet,
Philharmonie de Paris, 27. Oktober 2019“
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Musikverein Wien: Unverblümt, brachial und roh ist der Leidensweg des Erlösers am eigenen Leibe zu verspüren

Foto: Yutaka Sado © Peter Rigaud
Musikverein Wien, Großer Saal, 27. Oktober 2019
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich
Yutaka Sado, Dirigent

Anton Bruckner, Symphonie Nr. 8 in c-Moll (Fassung von Robert Haas)

von Jürgen Pathy

„Freilich habe ich Ursache, mich zu schämen wegen der Achten. Ich Esel! Jetzt sieht sie schon anders aus“, schreibt Anton Bruckner an den Dirigenten Hermann Levi. Dieser hatte die Leitung der geplanten Uraufführung 1887 in München zuvor unmissverständlich zurückgewiesen. Um der harschen Kritik des „Wagnerianers“ Levi gerecht zu werden, renoviert Bruckner seine Erstfassung der achten Symphonie vollständig. Nicht nur die als „schablonenhaft“ kritisierte Form ändert er, tauscht die Mittelsätze und revidiert den Schluss, auch die Instrumentation sieht sich einigen Eingriffen ausgesetzt. Die Holzbläser sind nun dreifach besetzt, die Wagnertuben erklingen nicht mehr nur im Finale, sondern auch in den vorigen Sätzen, und Bruckner setzt zum ersten Mal in einer Symphonie Harfen ein. „Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, Yutaka Sado, Musikverein Wien, 27. Oktober 2019“ weiterlesen

Beifallsstürme für eine sensationelle Inszenierung von Händels Giulio Cesare an der Mailänder Scala

Fotos © Marco Brescia & Rudy Amisano
Georg Friedrich Händel, Giulio Cesare in Egitto
Dramma per musica in tre atti
Teatro alla Scala, 25. Oktober 2019

von Charles E. Ritterband

 Händels „Giulio Cesare in Egitto“ war seit der Uraufführung 1724 im Londoner King’s Theatre ein Hit – noch die siebte Vorstellung nach der Premiere war ausverkauft. Fast drei Jahrhunderte später, an der Mailänder Scala, wirkt dieses Werk ebenso frisch und grandios wie damals – und sämtliche Vorstellungen in dem weltberühmten Opernhaus sind bis auf den letzten Platz besetzt und waren schon lange vor der Premiere ausverkauft: Die „Financial Times“ nennt dies mit gutem Grund Mailand‘s „Handel Mania“. Das ist bemerkenswert. Denn Italien galt bisher als die Hochburg des Verismo von Verdi bis Puccini und des Belcanto von Donizetti bis Bellini. Händels Musik begegneten die Italiener eher reserviert – bisher. Und dass das auf die genannten beiden Opern-Genres spezialisierte Orchester der Mailänder Scala für drei Händel-Opern auf barocke Original-Instrumente umgestellt hat, ist ebenfalls bemerkenswert: Neben Cesare stehen Agrippina und Ariodante auf dem Programm. „Georg Friedrich Händel, Giulio Cesare in Egitto, Teatro alla Scala, 25. Oktober 2019“ weiterlesen