Ladas Klassikwelt (63): Dunkle Schokolade mit einer guten Prise Chili

Foto: Das Bayreuther Festspielhaus im „Winterschlaf“.

„Auf Kulturebene können alle Menschen Brüder werden, wenn sie es nur wollen.“

von Jolanta Łada-Zielke

In dem Buch „Meine Reise zu Beethoven“ erwähnt sein Autor Christian Thielemann Richard Wagners Begeisterung für Beethovens Musik. Die Neunte Symphonie begleitete die wichtigsten Ereignisse in der Geschichte der Bayreuther Festspiele. Erstmals wurde sie 1872 im Markgräflichen Opernhaus anlässlich der Grundsteinlegung für das Festspielhaus aufgeführt. Richard Wagner selbst stand damals am Dirigentenpult. Es ist ein Rätsel, wie die Mauern des Barocktheaters einer solchen Schallmasse standhalten konnten… „Ladas Klassikwelt (63): Dunkle Schokolade mit einer guten Prise Chili“ weiterlesen

Der Schlauberger (35): Sternchen für den Himmel – Studenten rüsten auf

Tritt den Sprachpanschern ordentlich auf die Füße! Gern auch unordentlich. Der Journalist und Sprachpurist Reinhard Berger wird unsere Kultur nicht retten, aber er hat einen Mordsspaß daran, „Wichtigtuer und Langweiler und Modesklaven vorzuführen“. Seine satirische Kolumne hat er „Der Schlauberger“ genannt.

von Reinhard Berger

Jetzt ist sie endlich da, die Lösung aller Probleme: GOTT *. Oder hatten Sie gedacht, die Gender-Ideologen ließen den Allmächtigen ungeschoren davonkommen? Der Verband „Katholische Studierende Jugend“ hat die Jokerkarte gezogen und Gott * mit einem Gendersternchen geadelt. Um ihn „aus der geschlechtlichen Ebene zu heben“ und „mit den Vorstellungen vom alten, weißen, strafenden Mann“ aufzuräumen. (Quelle: jetzt.de / Jugendmagazin der Süddeutschen). „Der Schlauberger (35): Sternchen für den Himmel – Studenten rüsten auf“ weiterlesen

DIE SONNTAG-PRESSE – 24. Januar 2021

Bogdan Roščić, Foto: © Lalo Jodlbauer

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE SONNTAG-PRESSE – 24. Januar 2021

Bogdan Roščić: „Die Welt in ihrem ganzen Wahnsinn spürbar machen“ Bezahlartikel
Der Opernchef über fehlende Besucher, Distanz und Nähe, politische Unterstützung, Verschwörungstheorien und die Aufgabe der Kunst
Kurier

Wien
Leere Staatsoper gratuliert Domingo
Nach nervösem Beginn stabilisierte sich der Sangesstar und lieferte in Verdis „Nabucco“ routiniert ein Porträt eines dem Wahn verfallenden Machtmenschen.
Der Standard

Placido Domingo in Wien“Nabucco“ in der Staatsoper: Der alte König auf seiner Bühne
Plácido Domingo singt am Sonntag Abend in ORF III den Nabucco. Bei der Aufzeichnung in der wiener Staatsoper zeigte sich: Der 80-Jährige trägt den Abend fast allein.
Kleine Zeitung

Bayreuth
Katharina Wagner: Thielemann bleibt in Bayreuth
„Wir wollen unbedingt zusammen weitermachen“
BR-Klassik

Klagenfurt
Stadttheater Klagenfurt: Aron Stiehl: „Meine Glaskugel ist kaputt“
Die Uraufführung der Oper „Il canto s’attrista, perché“ ist geprobt, muss aber zum zweiten Mal verschoben werden. Auch sonst scharrt das Stadttheater in den Startlöchern.
Kleine Zeitung

Lieses Klassikwelt 71: Engpässe im Dirigentenkarussell
Mehrere Orchester suchen aktuell nach einem neuen Chefdirigenten. Die Neuorientierung wird nicht leicht. Zwar kursieren aktuell noch zahlreiche Namen von international sehr begehrten Dirigenten wie zum Beispiel Andris Nelsons, Kirill Petrenko oder Teodor Currentzis, aber die Reihen lichten sich. Die Nachfrage ist größer als das Angebot. Und so wie auch das Reisen angesichts von Corona und Klimakrise schwieriger wird, verringern sich die Möglichkeiten und Chancen für Dirigenten, mehrere Orchester, die räumlich weit auseinander liegen, parallel zu managen.
Kirsten Liese berichtet aus ihrer Klassikwelt
Klassik-begeistert.de

Testen Sie Ihr Wissen im Klassik-Quiz – Folge 24
Für die Lösung der Preisfrage von letzter Woche mussten Sie zunächst wissen, von wem die literarische Vorlage zu Verdis „Falstaff“ stammt – William Shakespeare, klar – wobei es sich in dem Fall um ein Werk handelt, das gleich drei verschiedene Vorlagen aufnahm. Über den Zwischenschritt Shakespeare war sodann die Frage zu lösen, wie denn das Werk heißt, bei dem es um ein recht verwickeltes Geschehen mit Happy End geht, das vorwiegend in einem Wald zur Zeit der Antike spielt. Die Lösung war „Ein Sommernachtstraum“ („A Midsummer Night’s Dream“), das unter gleichem Namen von Benjamin Britten vertont wurde. Gewusst haben das unsere Leser Karl H. Steiner aus Hannover und Ruth Linhart aus Wien, denen wir herzlich zum Gewinn von jeweils einer Überraschungs-CD gratulieren!
Guido Marquardt testet Ihr Klassikwissen
https://klassik-begeistert.de/das-klassik-quiz-folge-24/

Dr. Spelzhaus Spezial (10): Musikgenuss via Telefon
In diesen kulturell ungemütlichen Zeiten ohne Livekonzerte geben sich Künstler, Kultureinrichtungen und Theater alle Mühe, uns online an ihrem kreativen Schaffen teilhaben zu lassen. Unterstützung bekommen sie dabei aus ganz unerwarteter Richtung: Diverse Firmen und sogar Großkonzerne bieten dem geneigten Zuhörer musikalische Zerstreuung via Telefon an.
Dr. Petra Spelzhaus berichtet aus ihrer Klassikwelt
Klassik-begeistert.de „DIE SONNTAG-PRESSE – 24. Januar 2021“ weiterlesen

Dr. Spelzhaus Spezial (10): Musikgenuss via Telefon

In diesen kulturell ungemütlichen Zeiten ohne Livekonzerte geben sich Künstler, Kultureinrichtungen und Theater alle Mühe, uns online an ihrem kreativen Schaffen teilhaben zu lassen. Unterstützung bekommen sie dabei aus ganz unerwarteter Richtung: Diverse Firmen und sogar Großkonzerne bieten dem geneigten Zuhörer musikalische Zerstreuung via Telefon an.

von Dr. Petra Spelzhaus

Da der frühe Vogel ja bekanntlich den Wurm fängt, beginne ich eines Morgens um 8:00 mit dem Lauschen eines Telefonkonzerts. Ich wähle eine 0800-er Nummer. Die Musik eines mir unbekannten Komponisten beginnt mit einem pfeifenden Glissando. Es folgt ein Dur-Vamp im Bontempi-Sound. Ich fühle mich in meine Kindheit zurückversetzt. Hier ist der Einfluss von Kraftwerk und Startrek hörbar. Ein Raumschiff gleitet auf einer Synthesizer-Wolke durch den Orbit. Dieses Vergnügen dauert ganze drei Minuten. Dann beginnt es – weil es so schön ist – wieder von vorne. Und erneut von vorne, wieder und wieder. Herrlich, eine nicht endende Raumfahrt dank Endlosschleife. Wären da nicht die störenden Unterbrechungen: „Der nächste freie Servicemitarbeiter nimmt ihren Anruf entgegen.“ Ich lege nach einer Viertelstunde auf. „Dr. Spelzhaus Spezial (10): Musikgenuss via Telefon“ weiterlesen

Testen Sie Ihr Wissen im Klassik-Quiz – Folge 24

Joseph Noel Paton: Study for The Quarrel of Oberon and Titania. 1849

Für die Lösung der Preisfrage von letzter Woche mussten Sie zunächst wissen, von wem die literarische Vorlage zu Verdis „Falstaff“ stammt – William Shakespeare, klar – wobei es sich in dem Fall um ein Werk handelt, das gleich drei verschiedene Vorlagen aufnahm. Über den Zwischenschritt Shakespeare war sodann die Frage zu lösen, wie denn das Werk heißt, bei dem es um ein recht verwickeltes Geschehen mit Happy End geht, das vorwiegend in einem Wald zur Zeit der Antike spielt. Die Lösung war „Ein Sommernachtstraum“ („A Midsummer Night’s Dream“), das unter gleichem Namen von Benjamin Britten vertont wurde. Gewusst haben das unsere Leser Karl H. Steiner aus Hannover und Ruth Linhart aus Wien, denen wir herzlich zum Gewinn von jeweils einer Überraschungs-CD gratulieren!

Und auch diese Woche können Sie zwei Überraschungs-CDs gewinnen. Um mitzumachen, senden Sie uns bitte die Lösung für Frage 5 dieser Quizausgabe per E-Mail (nicht im Beitragskommentar!) an

Alle richtigen Antworten, die bis zum 26. Januar 2021 bei uns eingehen, nehmen an der Verlosung teil. Bitte geben Sie dabei Ihren Namen und Ihre Postadresse an. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit dem heutigen Quiz und viel Glück bei der Verlosung! „Das Klassik-Quiz – Folge 24“ weiterlesen

Lieses Klassikwelt 71: Engpässe im Dirigentenkarussell

Simon Rattle, Foto: © Astrid Ackermann

von Kirsten Liese

Mehrere Orchester suchen nach einem neuen Chefdirigenten. Die Neuorientierung wird nicht leicht. Zwar kursieren noch zahlreiche Namen von international sehr begehrten Dirigenten wie zum Beispiel Andris Nelsons, Kirill Petrenko oder Teodor Currentzis, aber die Reihen lichten sich. Die Nachfrage ist größer als das Angebot. Und so wie auch das Reisen angesichts von Corona und Klimakrise schwieriger wird, verringern sich die Möglichkeiten und Chancen für Dirigenten, mehrere Orchester, die räumlich weit auseinander liegen, parallel zu managen. „Lieses Klassikwelt 71: Engpässe im Dirigentenkarussell“ weiterlesen

DIE FREITAG-PRESSE – 22. Januar 2021

Plácido Domingo als Nabucco. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE FREITAG-PRESSE – 22. Januar 2021

Plácido Domingo feiert Geburtstag mit „Nabucco“ in Wien
Der schier unzerstörbare Publikumsliebling steht im Zentrum einer Streaming-Aufführung der Staatsoper. Rund 150 Partien hat der Jubilar bisher gesungen.
Wiener Zeitung

Ein gefallener Engel
Tenor-Ideal des Machismo: Plácido Domingo bewies in seiner langen Karriere Ehrgeiz, Vielseitigkeit und Ausdauer – bis sein Erfolg in Anmaßung umschlug. Gestern wurde der Sänger achtzig Jahre alt. Von Jürgen Kesting
Frankfurter Allgemeine

Aus dem Tenorhelden ist eine tragische Witzfigur geworden
So einen wie ihn hat es in der Musikgeschichte noch nie gegeben: Der Tenor und Dirigent Plácido Domingo, der jetzt 80 Jahre alt wird, ist der berühmteste Sänger der Welt. Ein echter Kerl, ein Testosteron-Musiker. Genau das ist ihm zum Verhängnis geworden.
Die Welt.de/ Manuel Brug

Die Zeichen der Zeit werden das Denkmal Domingo begleiten
Darf man einen großen Künstler würdigen und etwaige Verfehlungen beiseite lassen? Nein. Aber sie sollten das Urteil über ihn nicht trüben.
Die Presse

Eine Ikone der Oper ist 80
Placido Domingo will so lange wie möglich auf der Bühne stehen
https://volksblatt.at/eine-ikone-der-oper-ist-80/

Mailand
Strategien der Opernhäuser: So machen es alle. Jetzt streamt auch die Mailänder Scala
Am 23. Januar ist zuerst Mozarts „Cosi fan tutte“ zu sehen. Es dirigiert Giovanni Antonini.
Wiener Zeitung

Wien
Erregung und Entsagung: Massenets „Thaïs“ im Theater an der Wien Irre schön
Leo Hussain dirigierte das RSO Wien. Eine Handvoll Journalisten konnte der Aufzeichnung beiwohnen
Der Standard

„Thaïs“ oder Jeder ist ein gefallener Engel
Starke Premiere: Konwitschnys „Thaïs“-Inszenierung an der Wien, vorerst nur für die Kamera.
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/buehne/2089636-Jeder-ist-ein-gefallener-Engel.html

Thomas Hengelbrock zur Corona-Kultur-Krise „Diese Politik ist nicht länger hinnehmbar“
BR-Klassik.de „DIE FREITAG-PRESSE – 22. JÄNNER 2021“ weiterlesen

Mein Lieblingswerk der Kammermusik (58): Das Streichsextett G-Dur, op. 36 von Johannes Brahms

„Ich fühle mich durch dieses Werk in jeder Hinsicht bereichert und zähle es zu den schönsten Juwelen der Musikliteratur.“

Mein Lieblingswerk der Kammermusik:
Das Streichsextett G-Dur, op. 36 von Johannes Brahms

von Lorenz Kerscher

Die meisten Kammermusikwerke sind wohl für Streichquartett entstanden, doch bin ich mit der Klangbalance dieser Besetzung nicht immer zufrieden. Oft empfinde ich den Klang als zu hell, als an Wärme mangelnd und als zu wenig in der tiefen Lage grundiert. Deshalb bevorzuge ich größere Besetzungen, auch wenn es für diese viel weniger Werke gibt und es auch an wirklich homogen aufeinander eingespielten Ensembles mangelt. Als eine besonders runde Sache empfinde ich das Streichsextett mit je zwei Geigen, Bratschen und Violoncelli, das dem Komponisten ein reizvolles Wechselspiel von dunklen und hellen Klängen und eine wirkungsvolle Fortführung der Basslinie während melodiöser Cellosoli erlaubt. „Meine Lieblingsmusik (58): Das Streichsextett G-Dur, op. 36 von Johannes Brahms“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 71: Erinnerungen an zwei verklungene Stimmen – Grace Hoffman und Hilde Rössel-Majdan

„Grace Hoffman und Hilde Rössel-Majdan gehörten zu jenen Sängern, die nicht unbedingt zu den umjubelten Stars zählten. Aber Oper auf hohem Niveau braucht dringend genau das, wofür die beiden beispielhaft standen: auch in kleineren und undankbaren Rollen das Gesamtniveau einer Produktion oder eines ganzen Ensembles auf hohem Standard zu halten. Ein ehrenvolles Andenken ist den beiden gewiss.“

von Peter Sommeregger

In diesen Monat fallen die 100. Geburtstage von zwei Sängerinnen des Mezzosopran- bzw. Alt-Faches, die beide lange, in einem Fall auch internationale Karrieren hatten.

Grace Hoffman

Grace Hoffman, eine Amerikanerin mit ungarischen Wurzeln, studierte in den USA, ihre Karriere fand aber zum größten Teil in Europa statt. Als sie 1955 an die Stuttgarter Staatsoper verpflichtet wurde, war das der Beginn einer 37 Jahre währenden Erfolgsgeschichte. Von ihrem Stammhaus Stuttgart aus wurde sie aber immer wieder zu Gastspielen an nahezu sämtlichen großen Opernhäusern Europas eingeladen. Die Wiener Staatsoper wurde für sie so etwas wie ein zweites Standbein. Wien erlebte etwa 200 Aufführungen mit ihr, häufig gesungene Rollen waren die Santuzza („Cavalleria Rusticana“), Herodias („Salome“) und Eboli („Don Carlo“), aber auch für kleinere Nebenrollen war sich die Künstlerin nicht zu schade. „Sommereggers Klassikwelt 71: Erinnerungen an zwei verklungene Stimmen – Grace Hoffman und Hilde Rössel-Majdan“ weiterlesen

"Wenn die Liebe will, steh’n die Sterne still"

Foto: (c) Wilfried Hösl/Bayerische Staatsoper

„Ich bin im Operettenhimmel und schmachte innerlich mit Georg.“

Montagsstück X: „Schön ist die Welt“ von Franz Lehár

Bayerische Staatsoper, München, Live-Stream am 18.01.2021
Operette „Schön ist die Welt“ von Franz Lehár

von Frank Heublein

Ich habe Respekt vor diesem Abend. Operette. Ich fühle mich zu schwermütig dafür. Wenn Sie mir das abnehmen, glauben Sie mir bitte auch, dass diese Aufführung gegen Schwermut hilft.

Buffo! Tuschend beginnt das Orchester diese Operette. Wo sitzt denn das Orchester? Etwa auf der Bühne? Ich habe keine Zeit, mir meinen Kopf darüber zu zerbrechen. Denn der – Rollen-multifunktionale – Erzähler sitzt vor dem musikalischen Klangkörper und erläutert die Situation. Dieser inszenatorische Kniff des Conférenciers macht die Operette handlungsstringent und prägnant. „„Schön ist die Welt“, Franz Lehár, Bayerische Staatsoper München, 18. Januar 2021“ weiterlesen