Der Schlauberger 43: Eine gelungene Co-Produktion – Voller Kompanie

Tritt den Sprachpanschern ordentlich auf die Füße! Gern auch unordentlich. Der Journalist und Sprachpurist Reinhard Berger wird unsere Kultur nicht retten, aber er hat einen Mordsspaß daran, „Wichtigtuer und Langweiler und Modesklaven vorzuführen“. Seine satirische Kolumne hat er „Der Schlauberger“ genannt.

von Reinhard Berger

Heute habe ich Schmerzen in Schulter, Knie & Co. In was? Schulter, Knie und Co. Aber erst, nachdem ich die Tagesmutter & Co. verabschiedet hatte. Vielleicht versuche ich es mal mit Ringelblume, Kamille und Co., damit ich mich wieder voll auf die Familie und Co. konzentrieren kann. „Der Schlauberger 43: Eine gelungene Co-Produktion – Voller Kompanie“ weiterlesen

Testen Sie Ihr Wissen im Klassik-Quiz – Folge 35

Thomas Quasthoff, Foto: © Bernd Brundert

Im letzten Quiz fragten wir nach einem Bassbariton, der seine Gesangskarriere mittlerweile beendet hat, der in verschiedenen Genres reüssierte und der sich seinen Weg in die Musikwelt gegen einige Widerstände erkämpfen musste. Gesucht war: Thomas Quasthoff. Das hat auch Bianca Thanert aus Treuen gewusst – wir gratulieren zum Gewinn einer Überraschungs-CD!

Erneut warten diese Woche zwei Überraschungs-CDs darauf, verlost zu werden. Senden Sie uns dazu die Lösung für Frage 5 dieser Quizausgabe per E-Mail (nicht im Beitragskommentar!) an

Alle richtigen Antworten, die bis zum 13. April 2021 bei uns eingehen, nehmen an der Verlosung teil. Bitte geben Sie dabei Ihren Namen und Ihre Postadresse an. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit dem heutigen Quiz und viel Glück bei der Verlosung! „Das Klassik-Quiz – Folge 35“ weiterlesen

Daniels Anti-Klassiker 7: Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 9 in d-Moll „Ode an die Freude“ (1824)

Höchste Zeit, sich als Musikliebhaber neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen. Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der sogenannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese sarkastische und schonungslos ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Was hat Beethovens „opus summum“ – angeblich ein Juwel der Musikgeschichte – in einer Reihe zu suchen, die sich „Anti-Klassiker“ nennt? Seine neunte und als letzte vollendete Sinfonie ist weltbekannt, nicht selten liest man, sie sei die weltweit am meisten aufgeführte Sinfonie überhaupt. Als möglicherweise erste Sinfoniekantate hat Beethoven mit diesem Werk nachfolgende Komponistengenerationen maßgeblich beeinflusst. Und es stimmt – ein Blick in den beeindruckenden Lebenslauf dieses Werkes offenbart Allgegenwärtigkeit: Ersatznationalhymne Deutschlands bis 1952, Nationalhymne Rhodesiens 1979, Europahymne 1985, Fall der Berliner Mauer, Krimkrise: „Freude, schöner Götterfunke“. „Daniels Anti-Klassiker 7: Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 9 in d-Moll „Ode an die Freude“ (1824)“ weiterlesen

Schweitzers Klassikwelt 32: Aus dem Zeitalter der Schellackplatten: Amelita Galli-Curci

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Dort, wo  einst in nächster Nähe die Wiener Stadtmauer verlief und die Wiener während der Türkenbelagerung  als Sonntagsvergnügen neugierig auf die Mauer „Türkenschauen“ gingen, befand sich in den Sechziger- und Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts im sogenannten Melker Hof das „Schallplattengeschäft  mit Antiquariat Teuchtler“. Zu abendlicher Stunde trafen sich regelmäßig im Stockwerk darüber die Gigli- und die Carusoanhänger und wetteiferten anhand der aufgelegten Schallplatten. „Schweitzers Klassikwelt 32: Aus dem Zeitalter der Schellackplatten: Amelita Galli-Curci“ weiterlesen

Frau Lange hört zu (23): Kurkonzert mit Schwiegermutter-Schmeichler

Jonas Kaufmann, Barbara Rett, Foto: © ORF/ORF III

Sterneküche kann langweilig sein. Weil sie so perfekt ist. Dafür bekommt nicht jeder Haubenkoch ein ordentliches Fiakergulasch hin. Um ein köstlich-knuspriges Schnitzel zu braten, braucht man ordentlich viel Butterschmalz – vor allem aber Gefühl. Und für die Operette keinen Startenor.

von Gabriele Lange

Jonas Kaufmann und ich scheinen eins gemeinsam zu haben: die Liebe zu Wien und zur wienerischen Musik. Zwar schlägt mein Herz vor allem fürs Wienerlied, aber ich kann mich durchaus für Operetten begeistern. Wenn man mit viel Herz und Humor dabei ist. Also habe ich mich mal mit „Mein Wien“ beschäftigt – Kaufmann hat 2019 für eine CD und einen Konzertfilm Operettenklassiker und Wienerlieder eingesungen. Sowie einen Georg Kreisler. „Frau Lange hört zu (23): Kurkonzert mit Schwiegermutter-Schmeichler“ weiterlesen

Testen Sie Ihr Wissen im Klassik-Quiz – Folge 34

Daniel Barenboim, Foto: © Staatsoper Berlin / Holger Kettner

Auf teilweise unwegsamem politischen Terrain bewegten wir uns letzte Woche. In der Preisfrage wollten wir wissen, wer mit einem Orchester einmal von höchster staatlicher Stelle sozusagen vermittelt und dann von höchsten Instanzen eines anderen Staates wieder ausgeladen wurde. Gesucht war der Iran, der Daniel Barenboim mit der Staatskapelle Berlin als Repräsentanten eines nicht anerkannten „zionistischen Regimes“ wieder auslud, nachdem der damalige Bundesaußenminister Steinmeier ursprünglich als Schirmherr eines Konzerts vorgesehen war. Das wussten auch Saskia Dubbratz aus Boizenburg und Slawomir Mydlo aus Herscheid. Beiden gratulieren wir herzlich zum Gewinn von jeweils einer Überraschungs-CD!

Und selbstverständlich werden wir am Osterwochenende erneut Gewinne für Sie bereithalten: Zwei Überraschungs-CDs warten darauf, verlost zu werden. In der Lostrommel sind alle, die uns die Lösung für Frage 5 dieser Quizausgabe per E-Mail (nicht im Beitragskommentar!) an

senden. Alle richtigen Antworten, die bis zum 6. April 2021 bei uns eingehen, nehmen an der Verlosung teil. Bitte geben Sie dabei Ihren Namen und Ihre Postadresse an. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß mit dem heutigen Quiz und viel Glück bei der Verlosung! „Das Klassik-Quiz – Folge 34“ weiterlesen

Daniels Anti-Klassiker 6: Camille Saint-Saëns, „Karneval der Tiere“ (1886)

Höchste Zeit, sich als Musikliebhaber neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen. Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der sogenannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese sarkastische und schonungslos ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Mit dem „Karneval der Tiere“ kommen wir zu einem Werk, das mir seit jeher Probleme bereitet, weil es in seiner Form so unbestimmt und in seinem Ausdruck trotz eindeutigem Programm so undeutlich ist. Diese Komposition des französischen Nationalkomponisten Camille Saint-Saëns gilt als eine seiner bekanntesten Hinterlassenschaften, möglicherweise sogar als sein bekanntestes Werk überhaupt. Bei der Vermittlung klassischer Musik insbesondere an Kinder spielt es eine nicht zu unterschätzende Rolle. „Daniels Anti-Klassiker 6: Camille Saint-Saëns, „Karneval der Tiere“ (1886)“ weiterlesen

Rising Stars 3: Galeano Salas, Tenor – lyrischer Wohlklang und jugendlicher Charme

Die Entwicklung und Karriere vielversprechender NachwuchskünstlerInnen übt eine unvergleichliche Faszination aus. Es lohnt sich dabei zu sein, wenn herausragende Talente die Leiter Stufe um Stufe hochsteigen, sich weiterentwickeln und ihr Publikum immer wieder von neuem mit Sternstunden überraschen. Wir stellen Ihnen bei Klassik-begeistert jeden zweiten Donnerstag diese Rising Stars vor: junge SängerInnen, DirigentInnen und MusikerInnen mit sehr großen Begabungen, außergewöhnlichem Potenzial und ganz viel Herzblut sowie Charisma.

von Lorenz Kerscher

Galeano Salas: „Nessun dorma“ aus Giacomo Puccinis „Turandot“ – noch nicht sein Repertoire auf der Bühne, aber ein Versprechen für die Zukunft.

Bei der kürzlich als Videostream übertragenen Premiere des neuen Münchner Rosenkavaliers trat der Italienische Sänger im ersten Akt spektakulär kostümiert wie ein übersteigerter erotischer Traum der Marschallin in Erscheinung. Dieses einprägsame Bild sorgte für gespannte Aufmerksamkeit auf diese sonst oft nur nebensächlich ablaufende Szene und auf eine jugendliche Tenorstimme, die die Melodiebögen bis in die höchsten Lagen mit selten gehörtem Wohlklang erfüllte. Marlis Petersen als Marschallin musste ihr beglücktes Lächeln während dieser Darbietung ganz gewiss nicht heucheln! Auch einige Rezensenten waren voll des Lobs, was für diese kurze Episode schon ungewöhnlich ist. Hören kann man sie, wenn auch ohne Kostüm, auch zu Beginn der online verfügbaren Premierenmatinee. „Rising Stars 3: Galeano Salas, Tenor – lyrischer Wohlklang und jugendlicher Charme“ weiterlesen

Pathys Stehplatz (3): Life is live – es gibt keinen Ersatz

Musik kann nur live stattfinden. Sie ist nicht übertragbar. Dessen war sich der große Sergiu Celibidache sicher. Celibidache, der Aufnahmen ablehnte, ging sogar so weit zu behaupten: „Es ist eine Dummheit, dass die Welt noch nicht erfahren hat, dass das Mikrofon nicht alles einfangen kann, was das Wesen der Musik ausmacht!“ Seine Schlussfolgerung: Wenn man nicht alles aufnehmen kann, kann man auch nicht alles wiedergeben. Also ist es sinnlos.

von Jürgen Pathy

Obwohl ich den Kern seiner Aussage unterstreiche, ganz so einfach ist das natürlich nicht. Selbstverständlich ist das Live-Erlebnis – im wahrsten Sinne des Wortes – niemals mit einer Aufnahme ident. Daran besteht gar kein Zweifel! Dennoch haben Aufnahmen ihre Berechtigung. Das hat mehrere Gründe. „Pathys Stehplatz (3): Life is live – es gibt keinen Ersatz“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 81: Max Emanuel Cenčić – Hommage an einen unermüdlich Kreativen

Max Emanuel Cenčić. Foto: Lukasz Rajchert

Wenn man heute die beständig wachsende Barockmusik-Szene, speziell die der Barock-Oper näher betrachtet, so kommt man an einem Namen nicht vorbei: Max Emanuel Cenčić.

von Peter Sommeregger

Der in Zagreb geborene, inzwischen längst als Wiener eingebürgerte Sohn eines Musiker-Ehepaares war schon vom Elternhaus her für eine musikalische Laufbahn programmiert. Ersten Gesangsunterricht erhielt er von seiner Mutter und trat mit sechs Jahren in einer Fernsehshow mit der Arie der Königin der Nacht auf. Mit zehn Jahren wurde er Mitglied der berühmten Wiener Sängerknaben, wobei er bereits solistische Aufgaben übernahm. Georg Solti wählte ihn als ersten Knaben in seiner Zauberflöten-Einspielung von 1991. Aufgrund seiner speziellen Ausbildung konnte er auch nach seinem Stimmbruch weiterhin als Knaben-Sopran und Mezzosopran ein entsprechendes Repertoire singen. „Sommereggers Klassikwelt 81: Max Emanuel Cenčić – Hommage an einen unermüdlich Kreativen“ weiterlesen