Vom intimen Beginn zum heroischen Finale: Stanley Dodds und die Staatskapelle Halle brillieren mit Beethoven

Foto: Stanley Dodds (c) Peter Rigaud

Händel-Halle Halle (Saale), 12. Oktober 2020

Staatskapelle Halle, Stanley Dodds (musikalische Leitung), Ragna Schirmer (Klavier), Christoph von der Nahmer (Violine), Manuel von der Nahmer (Violoncello).

Von Guido Müller

Endlich wieder ein großes Sinfoniekonzert – mit 37 Orchestermusikern und drei Solisten. Hier im Zweiten Sinfoniekonzert der Staatskapelle Halle. Und mit etwas aufgelockerter Sitzreihung im ausverkauften großen Saal der Händelhalle in Halle an der Saale. Über 80 Minuten ohne Pause. „Staatskapelle Halle, Stanley Dodds, Ragna Schirmer, Christoph von der Nahmer, Manuel von der Nahmer,
Händel-Halle Halle (Saale), 12. Oktober 2020“
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»Unterwegs-Sein« in der Lausitz: Musikalische Sternstunden mit der Grande Dame des Klaviers

Foto: © Pawel Sosnowski

Lausitz-Festival
Dorfkirche Cunewalde,
10. Oktober 2020

Martha Argerich, Klavier
Carolina Eyck, Theremin
Neue Lausitzer Philharmonie
Charles Dutoit, Dirigent

Samuel Barber, »Adagio for Strings«
Wolfgang Amadeus Mozart, Sinfonie Nr. 29 A-Dur
Ludwig van Beethoven, Klavierkonzert Nr. 2 B-Dur
Carolina Eyck: Interludien für Theremin

von Pauline Lehmann

Das Lausitz-Festival lädt sich die Weltklassepianistin Martha Argerich in das Oberlausitzer Bergland ein. Fernab der großen Konzertsäle dieser Welt eröffnet sich in gewisser Weise auch eine persönlichere Sphäre um die Künstlerin, so ist sie doch gemeinsam mit ihrem Ex-Ehemann, dem Dirigenten Charles Dutoit, zu Gast. „Martha Argerich, Carolina Eyck, Charles Dutoit,
Lausitz Festival, 10. Oktober 2020“
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Ladas Klassikwelt 50: „Ein Kuss der ganzen Welt“ oder Beethoven für Flüchtlinge

„Wenn dieses Konzert nur wenige Menschen berührt hat, waren wir vollkommen erfolgreich.“

von Jolanta Łada-Zielke

„A Kiss For All The World” – dieser frei ins Englische übersetztes Vers aus der „Ode an die Freude“ stand als Motto über einem Projekt für Flüchtlinge, die Ende 2015 in einer Containerwohnsiedlung in Hamburg-Osdorf ihre Unterkünfte bekamen. An dem Projekt waren Freiwillige aus der örtlichen Sankt-Simon-Pfarrgemeinde sowie Mitglieder des Malteserordens beteiligt. Auf einer Wiese vor Ort organisierten sie ein Konzert mit Beethovens Neunter, an dem über 400 Personen teilnahmen. Im Publikum saßen sowohl Eingewanderte als auch Einheimische. Die Organisatoren, die Vorfälle von Neonazis befürchteten, sorgten für angemessenen Schutz. Die Veranstaltung fand jedoch in einer friedlichen und fröhlichen Atmosphäre statt. Bevor die Musik erklang, begrüßten die Freiwilligen alle Gäste in ihren Muttersprachen: Deutsch, Englisch, Arabisch, Afghanisch (Dari), Russisch und Somali. Sie fügten auch ein paar Worte über die Botschaft des Beethoven-Werks hinzu. „Ladas Klassikwelt 50: „Ein Kuss der ganzen Welt“ oder Beethoven für Flüchtlinge“ weiterlesen

Eine wahre Kostbarkeit! – nicht nur für Verehrer Petrenkos

Foto: © Monika Rittershaus

CD-Besprechung: Edition Berliner Philharmoniker und Kirill Petrenko
(Berliner Philharmoniker Recordings)

Beethoven, Tschaikovsky, Schmidt, Stephan

von Peter Sommeregger

Die Berliner Philharmoniker, eines der bedeutendsten und renommiertesten Orchester der Welt, waren seit den Anfängen der Schallplattenindustrie stets von den großen Plattenfirmen umworben. In der Hochblüte der Vinyl-Ära verhalf der Exklusiv-Vertrag Herbert von Karajans mit dem Gelblabel der Deutschen Grammophon-Gesellschaft auch dem Orchester zu einer dominierenden Stellung auf dem Klassikmarkt. Noch unter Karajans Nachfolger Claudio Abbado entstanden zahlreiche Einspielungen, aber die Tonträger-Branche befand sich da bereits in einem deutlichen Abschwung. „CD-Besprechung: Edition Berliner Philharmoniker und Kirill Petrenko“ weiterlesen

Testen Sie Ihr Wissen im Klassik-Quiz – Folge 9

George Gershwin, 1937 Foto: Carl van Vechten

Die heutigen fünf Fragen orientieren sich allesamt an aktuell wiederkehrenden Jahrestagen. Viel Spaß und Erfolg mit Quiz Nr. 9!

Klassik-begeistert-Autor und Top-Quizzer Guido Marquardt stellt Ihnen jeden Samstag fünf Quizfragen aus der Welt der Klassischen Musik – als offene Fragen, ohne Multiple-Choice-Optionen. „Das Klassik-Quiz: Folge 9“ weiterlesen

Hauters Hauspost (7): Ein Hochglanzstückchen – Jonas Kaufmann "ganz privat"

Foto: © Indi Herbst (obs/Amazon.de/INDI HERBST)

„Weniger Hochglanz, weniger Inszenierung, mehr Authentizität und es hätte eine tolle Doku werden können. So ist es ein Jonas-Kaufmann-Denkmal auf einem unerreichbar hohen Sockel. Eingefleischte Fans dürfte das aber nicht stören.“

„Jonas Kaufmann – Ein Weltstar ganz privat“: Dokumentarfilm über den preisgekrönten Opernsänger

von Barbara Hauter

Jonas Kaufmann für Gala-Leser: Was Amazon Prime als Dokumentarfilm über Jonas Kaufmann verkauft ist eine klassische Homestory im Hochglanzformat. Angekündigt als Einblick ins Privatleben erwarteten wir tiefgründige Gespräche mit einem der größten Tenöre unserer Zeit. Ein großer vielschichtiger Künstler, der Opernrollen nicht nur grandios singt, sondern sie auch schauspielerisch zum Leben erweckt, im Porträt: Das wäre Stoff für große, emotionale Geschichten. Doch leider, leider präsentiert uns Amazon nur eine glänzend polierte Oberfläche des Sängers. „Hauters Hauspost (7): Ein Hochglanzstückchen – Jonas Kaufmann „ganz privat““ weiterlesen

Eine "Salome" voller Überraschungen

Foto: Vida Miknevičiūtė © Jerzy Bin Photography

Wiener Staatsoper, 8. Oktober 2020
Richard Strauss, Salome

Regie: Boleslaw Barlog

Orchester der Wiener Staatsoper
Dirigent: Alexander Soddy

Mit: Vida Miknevičiūtė, Marina Prudenskaya, Vincent Wolfsteiner, Tomasz Konieczny

von Herbert Hiess

Die erste besuchte Aufführung unter der neuen Direktion Roščić – und schon kommt man aus dem Staunen nicht raus. Zuerst kann man erfreut registrieren, dass viel junge und jüngere Leute die Aufführung besuchten; das war erstens schon lange nicht der Fall und zweitens ist das in anderen Häusern nicht wirklich zu bemerken. Und vor allem, dass man eine „Salome“ höchstkarätig serviert bekommt, ist sicher nicht alltäglich. Das war zuletzt bei Herbert von Karajan in Salzburg der Fall und ebendort 1992 unter Christoph von Dohnányi. Diese tolle Besetzung von damals (Malfitano, Schwarz, Riegel, Terfel) wird durch die aktuelle von Wien fast übertroffen. „Richard Strauss, Salome,
Wiener Staatsoper, 8. Oktober 2020“
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Lieses Klassikwelt 56: Das Goethe-Theater in Bad Lauchstädt

Foto: © Goethe-Theater Bad Lauchstädt

von Kirsten Liese

In der kommenden Woche öffnet anlässlich von Edda Mosers „Festspiel der deutschen Sprache“ das Goethe-Theater in Bad Lauchstädt wieder seine Pforten. Es ist für mich neben dem schwedischen Schlosstheater Drottningholm und dem Markgräflichen Opernhaus in Bayreuth eines der schönsten historischen Theater überhaupt. Wiewohl dieser, in einer ehemaligen Kuranlage gelegene, äußerlich schmucklose Bau mehrfach restauriert wurde, zuletzt 2019, hat er sich den Charme des 18. Jahrhunderts bewahrt. „Lieses Klassikwelt 56: Das Goethe-Theater in Bad Lauchstädt“ weiterlesen

Die FREITAG-PRESSE – 9. OKTOBER 2020

Foto: Michael Pöhn / Wiener Staatsoper (c)

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die FREITAG-PRESSE – 9. OKTOBER 2020

Wien/ Staatsoper
„Lange, große Oper“: Wiener Staatsoper, „Don Carlos“ (frz.)
Die Wiener Staatsoper hat den pandämiebedingten „Verwirrungen“ Stand gehalten und die geplante Wiederaufnahme der fünfaktigen französischen Fassung des „Don Carlos“ durchgezogen: eine beispielgebende Leistung. Fünf Vorstellungen wurden angesetzt – nachstehend einige Eindrücke von der vierten Vorstellung.
http://www.operinwien.at/werkverz/verdi/acarlos19.htm

Wien/ Konzerthaus
Mozart und der Zahn der Zeit
Im Konzerthaus brachte Daniel Ottensamer einen Schuss Lebendigkeit in ein allzu abgeklärt musiziertes Programm des Hagen-Quartetts.
https://www.diepresse.com/5879299/mozart-und-der-zahn-der-zeit

Karlsruhe
Badisches Staatstheater: Oper ohne Chefin
Das Badische Staatstheater in Karlsruhe sucht nach einer neuen Leitung für die Opernsparte. Die bisherige Operdirektorin Nicole Braunger will das Theater offenbar verlassen.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/karlsruhe/opernchefin-braunger

Berlin
Vom Reichtum neuer Klaviermusik – Recital Jan Gerdes bei der „Unerhörten Musik“ in Berlin
Neue Musikzeitung/nmz.de

Berlin
Barenboim im Pierre Boulez Saal: Musikgenuss mit FFP2-Maske
Tagesspiegel

Ein liebenswürdiges Konzert mit dem Chamber Orchestra of Europe in Berlin
bachtrack

München
Interview
75. Geburtstag der Münchner Symphoniker: Sponsoring als Sozialdividende
Münchner Abendzeitung

Dresden
Dresdner Musikfestspiele setzen in Corona-Zeiten auf Stars
https://www.rtl.de/cms/dresdner-musikfestspiele-setzen-in-corona

Baden Baden
Choreograf John Neumeier mit „Ghost Light“ in Baden-Baden
https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/choreograf-john-neumeier-mit-ghost „Die FREITAG-PRESSE – 9. OKTOBER 2020“ weiterlesen

Die DONNERSTAG-PRESSE – 8. OKTOBER 2020

Foto: © OFS/Matthias Creutziger

Für Sie in den Zeitungen gefunden:
Die DONNERSTAG-PRESSE – 8. OKTOBER 2020

Salzburg
Nikolaus Bachler im Interview: Osterfestspiele müssen stattfinden
Salzburger Nachrichten

Salzburger Osterfestspiele 2021 – Turandot nur konzertant
https://www.osterfestspiele-salzburg.at/programm/abonnement/turandot.html

Salzburg: Auf die Szene wird man verzichten
Drehpunkt Kultur

Sommereggers Klassikwelt 56: Jenny Lind, die „schwedische Nachtigall“
In diese Woche fällt der 200. Geburtstag der schwedischen Sängerin Jenny Lind. Selbst nach 200 Jahren ist der Ruhm dieser Künstlerin noch nicht verblasst, sie ist im Gegenteil zum Mythos geworden.
Der Start ins Leben der 1820 in Stockholm als außereheliches Kind geborenen Johanna Maria Lind ließ nicht gerade ein so glanzvolles Leben erwarten, wie es der Sängerin beschieden war. Ihr musikalisches Talent wurde jedoch schon früh entdeckt, und sie erhielt bereits mit zehn Jahren ersten Gesangs- und Schauspielunterricht am Königlichen Stockholmer Theater. Dort bekam sie 1837 auch ihr erstes Engagement, zunächst noch als Schauspielerin. In den ersten Jahren trat sie sowohl als Schauspielerin, als auch als Sängerin auf. Bereits 1840 wurde sie zum Mitglied der Königlich Schwedischen Musikakademie und zur Hofsängerin ernannt
von Peter Sommeregger, Berlin
Klassik-begeistert

Wien/ Staatsoper,
„Salome in neuer Besetzung“
Hausdebüts wecken am Beginn einer neuen Direktionsära immer ein besonderes Interesse: Die aktuelle Aufführungsserie der „Salome“ an der Wiener Staatsoper kann nicht nur mit einem neuen Dirigenten, sondern auch mit einem neuen Königspaar und mit einer neuen Sängerin der Titelpartie aufwarten. Berichtet wird von der zweiten Vorstellung.
http://www.operinwien.at/werkverz/strauss/asalome13.htm

Wien
Neue Volksoper-Direktorin spricht in „Heute“
Lotte de Beer über ihre Ernennung zur Volksopern-Direktorin und ihren Umgang mit Tradition.
https://www.heute.at/s/neue-volksoper-direktorin-spricht-in-heute-100105886

Dresden
„Folterkammermusik“ vom Feinsten: Die Dresdner „Tosca“ ist ein musikalischer Glücksgriff

Unter dem Label »Semper Essenz« bringt die Semperoper Dresden seit Spielzeitbeginn Opern im Miniaturformat – in verkürzter Form und halb szenisch arrangiert. An diesem Abend gelingt eine musikalisch vollmundige Tosca, Giacomo Puccinis Opern-Thriller kann sich auf ein großartiges Solistenensemble verlassen und das halbszenische Arrangement strahlt mit einfacher Raffinesse.
Pauline Lehmann berichtet aus der Semperoper Dresden
Klassik-begeistert

London
Royal Opera House: Versteigerung von Hockney-Gemälde
Bei einer Auktion im Jahr 2018 erzielte ein Bild des Malers David Hockney eine Rekordsumme von über 90 Millionen US-Dollar. Auch das Royal Opera House in London besitzt ein Gemälde des britischen Künstlers: ein Porträt von David Webster, dem langjährigen Leiter des weltberühmten Opernhauses in Covent Garden. Von der Versteigerung erhofft man sich bis zu 18 Millionen britische Pfund.
BR-Klassik.de „Die DONNERSTAG-PRESSE – 8. OKTOBER 2020“ weiterlesen