Die SONNTAG-PRESSE – 5. Mai 2019

Foto: Sonya Yoncheva. (c) Gregor Hohenberg / SonyClassical

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Die SONNTAG-PRESSE – 5. Mai 2019

Berlin
Staatsoper Berlin: Sonya Yoncheva ist Tosca
Sonya Yoncheva brilliert an der Lindenoper als Tosca. Die bulgarische Sopranistin singt mit Leidenschaft, blendender lyrische Einfühlung und vokal subtil. Nur in der Höhe scheint sie sich Yonchevas Stimme nicht vollkommen wohl zu fühlen. Ein tenoral bombensicherer, etwas unflexibler Teodor Ilincai als Cavaradossi und ein vokal gemeingefährlicher Andrzej Dobber ergänzen die sehr hörenswerte Riege der Protagonisten. Yoncheva-Ehemann Domingo Hindoyan leitet eine fabelhaft gut aufgelegte Staatskapelle.
Konzert-und Opernkritik Berlin/ Anton Schlatz

Hans Pfitzner: „Treudeutsch und bitterböse“
Vor 150 Jahren, am 5. Mai 1869, wurde der Komponist und Dirigent Hans Pfitzner geboren. Die Auseinandersetzung mit ihm ist schwierig, denn er ist nicht nur Komponist von Meisterwerken wie der Oper „Palestrina“, sondern auch Autor der Schriften „Futuristengefahr“, „Die neue Ästhetik der musikalischen Impotenz“ oder der „Glosse zum II. Weltkrieg“. Diese Polemiken brachten ihm den Ruf eines überzeugten Nazis ein. Wie antisemitisch war Hans Pfitzner?
BR-Klassik

Graz
Webers „Oberon“ mit Birgit Minichmayr in der Grazer Oper
Die Grazer Oper bringt nach fast 70 Jahren wieder Carl Maria von Webers Oper „Oberon“. In der konzertanten Aufführung wirkt Birgit Minichmayr als Erzählerin mit. „Die zwischen Tragik und Heiterkeit changierende Geschichte findet in Webers Musik, die mit einem enormen Formen- und Farbenreichtum begeistert, eine einzigartige musikalische Gestalt“, schwärmte Intendantin Nora Schmid im APA-Gespräch.
Salzburger Nachrichten

London
Cabaret de l“Enfer in der Royal Opera Covent Garden
Das wahrhaft infernalische „Cabaret de l’Enfer“, das uns in diesem großartigen „Faust“ an der Royal Opera Covent Garden vor Augen geführt wird, gab es wirklich: Am Pariser Boulevard de Clichy Nummer 53, wie uns die historische Schwarzweiß-Photographie aus dem Programmheft vor Augen führt. Die Marguerite dieser Produktion (Irinia Lungu) arbeitet dort als Kellnerin – eine durchaus orginielle, aber wohl nicht ganz stimmige Idee, zumal die naiv-unschuldige Margarethe schon im „Cabaret“ mit den zynischen „Facts of Life“ konfrontiert worden ist und beim Werben des verjüngten Doktor Faust etwas mehr auf der Hut gewesen wäre.
Dr. Charles Ritterband berichtet aus dem Royal Opera House in London.
Klassik-begeistert

Zartes Kraftwerk Simon Rattle

Dirigenten sieht das Publikum in der Regel nur von hinten, der Blickkontakt ist den Musikern vorbehalten. Und von hinten wirkt Simon Rattle, der von vorn durch seinen Charme, die hellwachen Augen und die weißen Lockenhaare betört, erstaunlich stämmig, ja wie ein Kraftwerk, das Unmengen an Energie ins Orchester pumpt und dadurch seine Musiker vom London Symphony Orchestra (LSO) wie auch den ausverkauften Saal der Münchner Philharmonie unter Hochspannung setzt
Sueddeutsche Zeitung

Der große „Parsifal“-Vergleich: Wien schlägt Hamburg klar und deutlich
Die Akustik ist in der Wiener Staatsoper um ein vielfaches besser als in der Staatsoper Hamburg. Gurnemanz singt sehr stark an Donau und Elbe. Parsifal ist in Wien eine Enttäuschung, in Hamburg ein Debakel. Katharina Wagner sollte schnellstens Elena Zhidkova als Kundry nach Bayreuth holen.
Klassik-begeistert

Berlin
Dirigent Andrew Manze und ein lockerer Klassik-Abend
Der dänische Spätromantiker Carl Nielsen (1865-1931) gilt als Kassengift. Zu Unrecht, wie der Brite beweist.
Berliner Morgenpost
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"Wir wollen eine neue Musik schaffen, die wir alle genießen können."

Foto: Obrasso Classic Events GmbH

Exklusivinterview mit Pang Kapang und Zhu Changyao vom Suzhou Chinese Orchestra

Mit dem Suzhou Chinese Orchestra gründete der inzwischen international bekannte Dirigent Pang Kapang vor knapp zwei Jahren ein Ensemble, das als eines der ersten Orchester weltweit die klassische Tradition Europas mit Jahrtausende alten Instrumenten der chinesischen Tradition verbinden soll.

Dieses Projekt fand schnell Unterstützung: Das inzwischen komplett durch die chinesische Regierung finanzierte Orchester wurde schlagartig zu einem der kulturellen Prestigeprojekte des Landes erhoben. Durch ein breites Spektrum an chinesischer Traditionalmusik, klassischer Orchesterpraxis und Neukompositionen zählt es sich heute zu einem der wichtigsten Kulturträger der Region.

Neben regelmäßigen Siegen bei nationalen und internationalen Musikwettbewerben und der Neueröffnung einer eigenen Spielstätte mündete dies auch in einer europaweiten Tournee des Orchesters zu Beginn des Jahres 2019.

Bei dieser Gelegenheit war es Klassik-begeistert.de möglich, in Brüssel mit dem Initiator und Chefdirigenten Pang Kapang, sowie dem Solokünstler und Unterstützer des Orchesters Zhu Changyao zu sprechen.

Interview von Daniel Janz

Übersetzung: Renn Wei

Klassik-begeistert: Lieber Herr Pang Kapang, lieber Herr Zhu Changyao, ganz zu Beginn dieses Interviews möchte ich Ihnen ein paar Fragen zu dem Projekt an sich stellen. Es ist unübersehbar, dass Sie alle mit sehr viel Motivation und Leidenschaft dahinter stehen. Ist es auch aus dieser Leidenschaft heraus entstanden? Was sind die Hintergründe für Ihre Entscheidung, dieses Orchester zu gründen? „Suzhou Chinese Orchestra, Pang Kapang, Zhu Changyao“ weiterlesen

Die SONNTAG-PRESSE – 28. APRIL 2019

Foto: Gun-Brit Barkmin als Salome, Jörg Schneider als Narraboth
© Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

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Die SONNTAG-PRESSE – 28. APRIL 2019

Wien/ Staatsoper
Wiener Staatsoper: Michael Boder lässt eine triumphale „Salome“ spielen
Die Erfahrung, dass „die Liebe bitter schmecke“ ist bestimmt nicht nur der judäischen Prinzessin Salome widerfahren. Doch intensiver, berauschender und mitreißender als in Richard Strauss“ Musikdrama „Salome“ wurde diese Erkenntnis bestimmt noch nicht reflektiert.
Basierend auf der gleichnamigen Dichtung Oscar Wildes zählt dieses Psychodrama rund um Dekadenz, Ekstase und Perversion zum Kernrepertoire eines jeden Opernhauses. Zumindest jener Häuser, die in der Lage sind, die enorm anspruchsvolle Titelpartie akzeptabel zu besetzen, die laut Maria Wittich – der Sängerin der Uraufführung 1905 in Dresden – unsingbar ist.
Jürgen Pathy berichtet aus der Wiener Staatsoper
https://klassik-begeistert.de/richard-strauss-salome-wiener-staatsoper-25-april-2019/

„Konzertgänger in Berlin“
KURZ UND KRYPTISCH (1): Roger Norrington beim DSO
KURZ UND KRITISCH hieß einst eine Rubrik im Tagesspiegel, die es leider nicht mehr gibt. Da aber k & k immer fein ist, wird der Konzertgänger, wenn er wenig Zeit hat, in Zukunft immer mal KURZ UND KRYPTISCH rezensieren. Heute: Sir Roger Norrington dirigiert beim Deutschen Symphonie-Orchester Mozart und Martinů
https://hundert11.net/kurzundkryptisch1/

Berlin/ Gethsemanekirche
Musik von Christfried Schmidt : Mut zu hoffnungsloser Vereinzelung
Später Triumph: Nach fast fünfzig Jahren des Wartens erlebt der greise Komponist Christfried Schmidt in Berlin die Uraufführung seiner Markuspassion. Das Publikum ist erschüttert und begeistert von einem Stück unbeugsamer Musik.
Frankfurter Allgemeine

Berlin/ Philharmonie
Zubin Mehta dirigiert Verdis „Otello“ Besser ist diese Musik nicht aufzuführen
Am Montag feiert Zubin Mehta seinen 83. Geburtstag. Man kann nicht sagen, dass man ihm sein Alter nicht ansieht – aber dennoch: Was für ein Mann!
Berliner Zeitung
Mit Feuereifer gegen die Klangwogen

Einer Tradition noch aus Herbert von Karajans Tagen folgend führen die Berliner Philharmoniker jedes Jahr jene Oper in Berlin konzertant auf, die sie bei den Osterfestspielen in Salzburg, inzwischen in Baden-Baden, szenisch präsentiert hatten. In dieser Saison zwischen zwei Chefdirigenten fiel Zubin Mehta die Aufgabe der musikalischen Leitung zu.
Als der 82-Jährige den Saal betritt, erschrickt man anfangs, da er sehr langsam und am Stock geht, auch deutlich abgenommen hat. Als er sich aber mit Elan und Feuer in die Klangwogen der vor Zypern tobenden Seeschlacht stürzt, weiß man: Es ist immer noch der große Verdi-Dirigent, der hier das Orchester leitet und die Sänger einfühlsam durch den Abend führt.
Peter Sommeregger berichtet aus der Philharmonie Berlin.
Klassik-begeistert

Berlin/ Konzerthaus
Konzertkritik zum Berliner Orchester unter Iván Fischer
Konzerthausorchester: Die Vor- und Zwischenspiele aus Wagners „Meistersingern“, „Götterdämmerung“ und „Tristan“ wurden sicherer gespielt.
Berliner Morgenpost

Luzern
Auf einen Salat mit Riccardo Chailly
Der Chefdirigent des Lucerne Festival Orchestra und Musikdirektor der Mailänder Scala über jüngste Entdeckungen bei einem vermeintlich wohlbekannten Komponisten und über seine Pläne für den Festspielsommer in Luzern.
https://www.nzz.ch/feuilleton/auf-einen-salat-mit-riccardo-chailly-ld.1477742

Bremen
Theater Bremen mit abwechslungsreicher Spielzeit 2019/2020
Im Musiktheater geht es Ende September mit dem „Rosenkavalier“ los, das Schauspiel startet mit einer Uraufführung: Am Freitag wurde der Spielplan des Theaters Bremen vorgesellt.
Weser-Kurier

Salzburg
Mozarteumorchester: Minasi verlängert bis 2022
Der Chefdirigent des Mozarteumsorchesters hat seinen Vertrag bis 2022 verlängert. Ab kommendem jahr sucht das Orchester allerdings einen neuen Direktor.
https://salzburg.orf.at/news/stories/2978427/

Berlin
Berliner Opernpreis: Ferdinand von Schirach unterstützt Neuköllner Oper
Der Buchautor stellt der Neuköllner Oper zwei Kurzgeschichten zur Verfügung. Sie dienen als Grundlage für neue Musiktheaterstücke
Berliner Morgenpost
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Wiener Staatsoper: Michael Boder lässt eine triumphale "Salome" spielen

Foto: Markus Marquardt als Jochanaan, Gun-Brit Barkmin als Salome
© Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Richard Strauss, Salome
Wiener Staatsoper, 25. April 2019

Michael Boder, Dirigent
Boleslaw Barlog, Regie
Jürgen Rose, Ausstattung

Gun-Brit Barkmin, Salome
Markus Marquardt, Jochanaan
Herwig Pecoraro, Herodes
Jane Henschel, Herodias
Jörg Schneider, Narraboth
Ulrike Helzel, Page
Thomas Ebenstein, Erster Jude
Peter Jelosits, Zweiter Jude
Carlos Osuna, Dritter Jude
Benedikt Kobel, Vierter Jude
Sorin Coliban, Fünfter Jude
Alexandru Moisiuc, Erster Nazarener
Manuel Walser, Zweiter Nazarener
Woflgang Bankl, Erster Soldat
Ayk Martirossian, Zweiter Soldat
Jens Musger, Ein Cappadocier
Thomas Köber, Ein Sklave

von Jürgen Pathy

Die Erfahrung, dass „die Liebe bitter schmecke“ ist bestimmt nicht nur der judäischen Prinzessin Salome widerfahren. Doch intensiver, berauschender und mitreißender als in Richard Strauss‘ Musikdrama „Salome“ wurde diese Erkenntnis bestimmt noch nicht reflektiert.

Basierend auf der gleichnamigen Dichtung Oscar Wildes zählt dieses Psychodrama rund um Dekadenz, Ekstase und Perversion zum Kernrepertoire eines jeden Opernhauses. Zumindest jener Häuser, die in der Lage sind, die enorm anspruchsvolle Titelpartie akzeptabel zu besetzen, die laut Maria Wittich – der Sängerin der Uraufführung 1905 in Dresden – unsingbar ist. „Richard Strauss, Salome,
Wiener Staatsoper, 25. April 2019“
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Die SAMSTAG-PRESSE – 27. APRIL 2019

Foto: (c) Flämische Oper/Annemie Augustijns

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Die SAMSTAG-PRESSE – 27. APRIL 2019

Antwerpen
„Die Wohlgesinnten“: Der Skandal blieb aus“
Nach Jonathan Littells umstrittenem Roman „Die Wohlgesinnten“ über die Judenvernichtung hat der Komponist Hèctor Parra eine Oper geschrieben. Die kluge Umsetzung an der Oper Antwerpen und die musikalische Qualität haben unseren Kritiker überrascht.
DeutschlandfunkKultur

Salzburg
Ein Kleid erinnert an den großen Moment (Bezahlartikel)
Ein getragenes Kleid, ein bekritzeltes Buch und eine geflügelte Flöte dienen als Vorboten eines Jubiläums.
Salzburger Nachrichten

Erl/ Tirol
Niederlage für Gustav Kuhn vor Gericht wegen Plagiatsvergleichs
Der ehemalige Intendant der Tiroler Festspiele Erl klagte Blogger Markus Wilhelm, weil ihn dieser mit überführten Abschreibern verglich – und scheiterte damit in erster Instanz –
Der Standard

Am Samstag, 27. April 2019 kann man die Kasseler WALKÜRE im Hessischen Rundfunk nachhören
Danach steht sie zum Online-Abhören auch noch bis zum 26.05. dort auf dem Portal zur Verfügung.
hr2.de/musik/konzertsaal/opern…,epg-opernbuehne-278.html

Berlin/ Philharmonie
Zubin Mehta lässt den „Otello“ im Schongang spielen
Die Philharmoniker liegen dem 82-jährigen Dirigenten zu Füßen. Leider vermögen die Sänger nicht zu überzeugen
Berliner Morgenpost

Wien/ Konzerthaus
Susanna Mälkki sorgt für ein Klangbeben im Wiener Konzerthaus
Mit großer Besetzung zeigen die Wiener Symphoniker unter der Leitung der finnischen Dirigentin Susanna Mälkki, welches Volumen ein Orchester entfalten kann, ohne dabei brachial zu klingen. Der Schweizer Pianist Andreas Haefliger begeistert mit Bartóks höchst anspruchsvollem dritten Klavierkonzert.
Julia Lenart berichtet aus dem Wiener Konzerthaus
Klassik-begeistert
Feurige Symphoniker unter Susanne Mälkki im Konzerthaus
Der Standard

Köln
50 Jahre Bundesjugendorchester. Begeisterung für das gemeinsame Musizieren
DeutschlandfunkKultur

Jerusalem
Jerusalemer Symphonieorchester: Deutscher Dirigent bei Gedenkkonzert zum Holocaust
Mit dem Dirigenten Gerhardt Müller-Goldboom nimmt erstmals ein Deutscher am Gedenkkonzert des Jerusalemer Symphonieorchesters teil.
Tagesspiegel

Gießen
Stadttheater Gießen will mit neuem Spielplan Flagge zeigen
Das Stadttheater Gießen bietet seinem Publikum in der kommenden Spielzeit mehr als zehn Premieren und will mit seinem Programm auch ein Zeichen setzen. Dieses stehe unter dem Motto „Res Publica“ und solle Flagge zeigen in Zeiten, „in denen Toleranz und Demokratie in Deutschland und Europa nicht mehr unbedingt als gesicherte, allgemein anerkannte Werte gelten können“, teilte das Theater zur Vorstellung der Spielzeit 2019/2020 am Freitag mit.
Sueddeutsche Zeitung

Schäftlarn/bei München
Heller Klang und tiefe Töne
Countertenor Franz Vitzthum und Kontrabassist Florian Gmelin setzen bei den Schäftlarner Konzerten 2019 Akzente
Sueddeutsche Zeitung
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Mit Feuereifer in die Klangwogen: Dieser "Otello" setzt Maßstäbe

Foto: Arsen Soghomonyan (c) Ira Polyarnaya

Guiseppe Verdi, Otello (Konzertante Aufführung)

Philharmonie Berlin, 25. April 2019

Zubin Mehta Dirigent

Arsen Soghomonyan: Otello
Sonya Yoncheva: Desdemona
Luca Salsi: Jago
Anna Malavasi: Emilia
Francesco Demuro: Cassio
Gregory Bonfatti: Roderigo
Giovanni Furlanetto: Montano
Federico Sacchi: Lodovico
Mathias Tönges: Ein Herold

Berliner Philharmoniker
Rundfunkchor Berlin
Kinderchor der Deutschen Oper Berlin

von Peter Sommeregger

Einer Tradition noch aus Herbert von Karajans Tagen folgend führen die Berliner Philharmoniker jedes Jahr jene Oper in Berlin konzertant auf, die sie bei den Osterfestspielen in Salzburg, inzwischen in Baden-Baden, szenisch präsentiert hatten. In dieser Saison zwischen zwei Chefdirigenten fiel Zubin Mehta die Aufgabe der musikalischen Leitung zu.

Als der 82-Jährige den Saal betritt, erschrickt man anfangs, da er sehr langsam und am Stock geht, auch deutlich abgenommen hat. Als er sich aber mit Elan und Feuer in die Klangwogen der vor Zypern tobenden Seeschlacht stürzt, weiß man: Es ist immer noch der große Verdi-Dirigent, der hier das Orchester leitet und die Sänger einfühlsam durch den Abend führt. „Giuseppe Verdi, Otello,
Philharmonie Berlin, 25. April 2019“
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Susanna Mälkki sorgt für ein Klangbeben im Wiener Konzerthaus

Foto: Susanna Mälkki. (c) Simon Fowler

Wiener Konzerthaus, 25. April 2019

Andreas Haefliger, Klavier
Susanna Mälkki, Dirigentin
Wiener Symphoniker

Richard Wagner
Karfreitagszauber (aus Parsifal)

Belá Bartók
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3, Sz. 119

Richard Strauss
Also sprach Zarathustra. Tondichtung frei nach Friedrich Nietzsche, op. 30

von Julia Lenart

Mit großer Besetzung zeigen die Wiener Symphoniker unter der Leitung der finnischen Dirigentin Susanna Mälkki, welches Volumen ein Orchester entfalten kann, ohne dabei brachial zu klingen. Der Schweizer Pianist Andreas Haefliger begeistert mit Bartóks höchst anspruchsvollem dritten Klavierkonzert.

Das Programm des Abends fügt sich thematisch passend zusammen. Wagner, Strauss, Bartók: Diese drei Komponisten haben sich gegenseitig stark beeinflusst. Um es kurz zu sagen: Ohne Wagner kein Strauss und ohne Strauss kein Bartók. Alle drei stützen sich nicht nur musikalisch, sondern auch philosophisch auf ähnliche Denkrichtungen, die (mehr oder weniger stark) in Richtung Nationalismus und Volkskultur tendieren. „Susanna Mälkki, Andreas Haefliger, Wiener Symphoniker,
Wiener Konzerthaus, 25. April 2019“
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Die FREITAG-PRESSE – 26. APRIL 2019

Foto: Daniele Gatti. (c) Anne Dokter

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Die FREITAG-PRESSE – 26. APRIL 2019

Amsterdam
Vorwürfe sexueller Belästigung: Concertgebouw und Daniele Gatti einigen sich
Versöhnung ohne Aufklärung: Das Amsterdamer Concertgebouworekst erklärt den Konflikt mit seinem ehemaligen Chefdirigenten Daniele Gatti für beendet
Tagesspiegel
Nach Missbrauchsvorwürfen: Alles vergessen und vergeben?
Nachdem im Sommer 2018 Missbrauchsvorwürfe gegen Daniele Gatti bekannt geworden sind, hat das Concertgebouw Orchester Amsterdam seinen Chefdirigenten fristlos entlassen. Nun erklärt das Orchester, sich mit Daniele Gatti geeinigt zu haben. Zu den Vorwürfen, die damals von mehreren Frauen erhoben wurden, wird jedoch nicht Stellung bezogen.
BR-Klassik

Frech wie Rosina und Adele
Edita Gruberová erweist sich beim Besuch in Frankfurt letztlich als unschlagbar.
https://www.fr.de/kultur/musik/frech-rosina-adele-12215566.html

Zürich
Gastdirigent in Zürich: Er ist der Ritter des Belcanto
Enrique Mazzola dirigiert am Opernhaus Zürich die Neuproduktion von Rossinis Musikkomödie «Il turco in Italia» – und zeigt auch damit seine Vorliebe für Werke aus der zweiten Reihe.
https://www.nzz.ch/feuilleton/enrique-mazzola-der-ritter-des-belcanto-ld.1477459

Wien/Volksoper
Mit Dagmar Koller in die Volksopern-Saison
https://wien.orf.at/news/stories/2977786/

Salzburg
Hinter den Kulissen von Paris
Die Osterfestspiele Salzburg bringen die Kammeroper „Thérèse“ von Philipp Maintz nach Émile Zola zur Uraufführung. Kurz vor dem Tod scheint sich dort das Paradies zu öffnen.
Frankfurter Allgemeine

Schwetzingen
„Wie in einem Hamsterrad“
Das Interview Die Komponistin Elena Mendoza über ihr Musiktheater „Der Fall Babel“, das morgen bei den Schwetzinger Festspielen uraufgeführt wird
Morgenweb.de

Wien/ Musikverein
Die Vokalmusik-Höhepunkte des Wiener Musikvereins für die kommende Saison 2019/20
http://operawire.com/category/uncategorized/

Oldenburg
Staatstheater Oldenburg zeigt kompletten Wagner-„Ring“
Sueddeutsche

Landestheater Niederbayern
Wagners „Ring“ in Niederbayern: „Wir können größer denken“
Münchner Merkur

Amsterdam
Neuer Musikchef in Amsterdam
Lorenzo Viotti wird neuer Chefdirigent des Netherlands Philharmonic Orchestra und der Dutch National Opera in Amsterdam.
Sueddeutsche Zeitung
„Die FREITAG-PRESSE – 26. APRIL 2019“ weiterlesen

Das "European Union Youth Orchestra" glänzt mit strahlender Spielfreude in Grafenegg

Foto: European Union Youth Orchestra  © Nancy Horowitz
Grafenegg Auditorium, 21. April 2019

Michael Schade Tenor
Vasily Petrenko Dirigent
European Union Youth Orchestra

Richard Strauss
«Mondschein-Musik» aus der Oper «Capriccio» op. 85
«Zueignung» op.10/1
«Cäcilie» op. 27/2
«Morgen!» op. 27/4
«Liebeshymnus» op. 32/3
«Befreit» op. 39/4

Anton Bruckner
Symphonie Nr. 4 Es-Dur «Romantische»

von Herbert Hiess

2019 konnte man das European Union Youth Orchestra (EUYO) wieder einmal in Grafenegger Residenz im Auditorium erleben – wieder einmal unter seinem Chef Vasily Petrenko. Er ist ein hochbegabter Profi und wie man hören kann, ein exzellenter „Coach“ für die jungen Leute. Was ihm vielleicht etwas fehlt, ist ein Quäntchen Klangsensibilität – dazu später. „European Union Youth Orchestra, Vasily Petrenko, Michael Schade,
Grafenegg Auditorium, 21. April 2019“
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Achim Freyers "Zauberflöte" in Dresden: ein kindlich naiver Klamauk

Foto: © Matthias Creutziger

Wolfgang Amadeus Mozart, Die Zauberflöte
Semperoper Dresden, 19. April 2019

Musikalische Leitung: Christoph Gedschold
Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme: Achim Freyer

Sarastro: Tilmann Rönnebeck
Tamino: Joseph Dennis
Königin der Nacht: Antonina Vesenina
Pamina: Magdalena Risberg
Erste Dame: Ute Selbig
Zweite Dame: Angela Liebold
Dritte Dame: Sabrina Kögel
Papageno: Sebastian Wartig
Papagena: Tania Lorenzo
Monostatos: Simeon Esper

Sächsische Staatskapelle Dresden
Sächsischer Staatsopernchor Dresden

von Pauline Lehmann

Mozarts letzte Oper – uraufgeführt am 30. September 1791 im Freihaustheater auf der Wieden in Wien, neun Wochen vor seinem Tod – enthält ins Wunderbare und Fantastische entrückte Lehren darüber, was den Menschen ausmacht. Regisseur Achim Freyer agiert auf der Ebene des kindlich Naiven und Märchenhaften und spürt dem Unterhaltungsgestus des Schikanederschen Vorstadttheaters nach. Ohne diese seichte Ebene zu verlassen, bewirkt die Inszenierung aber dennoch eine Reflexion über moralisch richtiges Handeln. „Wolfgang Amadeus Mozart, Die Zauberflöte,
Semperoper Dresden, 19. April 2019“
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