DIE FREITAG-PRESSE - 24. Mai 2019

 © Wiener Staatsoper
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Die FREITAG-PRESSE – 24. Mai 2019

Wien/ Staatsoper
150 Jahre Staatsoper: Christian Thielemann, der Fliesenleger
Thielemann dirigiert am 25. Mai die Festpremiere von Richard Strauss’ Oper „Die Frau ohne Schatten“ an der Staatsoper – derstandard.at/2000103635964/150-Jahre-Staatsoper-Christian-Thielemann-der-Fliesenleger
Der Standard

Wien/ Staatsoper
Das luxuriöseste Museum der Welt mit Musik
Mit ihrem Ensemble und mit Stargastspielen feiert die Staatsoper Geburtstag. Seit 150 Jahren zelebriert sie, was bewahrenswert scheint, auf höchstem Niveau.
Die Presse

Wien/ Staatsoper
Wotan als Danton“
Die französische Revolution ist an der Wiener Staatsoper derzeit groß in Mode. Die „Andrea Chénier“-Serie mischt sich passender Weise mit „Dantons Tod“. Tomasz Konieczny gab sein Rollendebüt in der Titelpartie.
http://www.operinwien.at/werkverz/einem/adanton4.htm

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Spätzünder: Andrea Chenier in der Wiener Staatsoper

Fotos: © Michael Pöhn
Umberto Giordano, Andrea Chénier, Wiener Staatsoper, 20. Mai 2019

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Zunächst beginnen wir diesmal mit dem Librettisten Luigi Illica und mit dem Lob auf seine Textfassung. Wir spannen den Bogen zu seiner Tosca und merken den großen Unterschied zwischen dem letztendlich Größe zeigenden Charakter des Revolutionärs Carlo Gérard und dem Polizeichef Roms. „Umberto Giordano, Andrea Chénier, Wiener Staatsoper, 20. Mai 2019“ weiterlesen

Die DONNERSTAG-PRESSE - 23. Mai 2019

Foto: Alceste – Bayerische Staatsoper ©Wilfried Hösl
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die DONNERSTAG-PRESSE – 23. Mai 2019

München/ Bayerische Staatsoper
„Singen ist an sich schon eine Choreographie“
Sidi Larbi Cherkaoui ist Choreograph, aber auch Regisseur. Vor einigen Jahren machte er an der Bayerischen Staatsoper bereits mit Jean-Philippe Rameaus „Les indes galantes“ Furore. Jetzt inszeniert er für das Haus Christoph Willibald Glucks Oper „Alceste“. Premiere ist am 26. Mai – dem Tag der Europawahl. Cherkaoui glaubt an die europäische Idee, wie er im Interview erzählt. Wie er allerdings den Schluss der „Alceste“ gestalten wird, das verrät er noch nicht.
BR-Klassik

Kopenhagen
Eine expressive Tosca in Kopenhagens spektakulärem Opernhaus
Vor immerhin 109 Jahren wurde hier, am Königlichen Theater, erstmals Puccinis Tosca aufgeführt. Heute beginnt das überwältigende Erlebnis bereits bei der kurzen Überfahrt mit dem Flusstaxi aus dem Zentrum von Kopenhagen zur Insel Holmen, auf der dieses atemberaubend schöne Opernhaus gebaut wurde – genau gegenüber dem königlichen Schloss Amalienburg. Wenn man in der Pause auf den mehrstöckig angelegten Wandelhallen steht und durch die gewaltige Glasfront in Richtung Schloss blickt, über dem gerade die Sonne untergeht, so ist dies ein Spektakel für sich…
Charles E. Ritterband berichtet aus der Königlichen Oper Kopenhagen
Klassik-begeistert

„Konzertgänger in Berlin“
Frühlingig: Quartetto di Cremona spielt Webern, Respighi und B.
Streichquartett-Frühling in Berlin! Zwischen den Konzerten des Casals, des Vogler, des sich neu erfindenden Artemis-Quartetts (vom Konzertgänger dummerweise verpasst wegen mutmaßlicher Kartenverbummlung durch seinen Zweijährigen) und einer bevorstehenden fetten Quartett-Woche im Boulezsaal ist der Auftritt des Quartetto di Cremona im Konzerthaus mehr als eine Lückenbuße. Ja, es werden sogar Frauenträume wahr. Gleich im ersten Stück, bei Anton Webern! Und zwar nicht nur Musiktheorie-Professorinnen-Träume!
https://hundert11.net/fruehlingig/

Glyndebourne
Verteufelt gute Sangeskunst und ein einzigartiges Opernfestival
Dutzende von kleinen, lustigen, bunt gehörnten Teufeln verfolgen das Schauspiel im Schauspiel von der hohen Tribüne einer rechteckigen Arena herab – unter dem Kommando des Oberteufels Méphistophéles. Die kleinen Teufel sind der Chor – und der Chor spielt ja in diesem spektakulären Werk gleichsam die Hauptrolle. Und sie singen teuflisch gut.
Charles E. Ritterband berichtet vom Glyndebourne Festival
Klassik-begeistert

Belcanto erster Güte: Ein phänomenaler Rossini in Glyndebourne
Wenn den Engländern – vor allem den vornehmen – nachgesagt wird, sie seien reserviert: Hier waren sie es nicht. Ganz im Gegenteil. Was nach dieser Premiere des „Barbiere“ in Glyndebourne losbrach, war kein Begeisterungssturm – es war ein wahrer Orkan.
Und dies war keineswegs übertrieben: Der junge Südafrikaner Levy Sekgapane ist schlicht der großartigste Rossini-Interpret, ja: der zweifellos großartigste Belcanto-Tenor, den ich je auf einer Bühne bewundern durfte in den vielen Jahrzehnten meiner Opernbesuche in aller Welt.
Charles E. Ritterband berichtet aus der Glyndebourne Festival Opera
Klassik-begeistert

Digitalisierung von Dresdner Opernhandschriften von Wagner
An der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden werden 78 Opernhandschriften des Komponisten Richard Wagner aus dem Bestand des Staatsopern-Notenarchivs digitalisiert. Zum Auftakt des groß angelegten Projekts sind mit „Tannhäuser“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“ die ersten Materialien frei zugänglich, wie Bibliothek und Semperoper am Dienstag mitteilten.
Salzburger Nachrichten „Die DONNERSTAG-PRESSE – 23. Mai 2019“ weiterlesen

François-Xavier Roth und Philippe Manoury ertränken das „Boot Europa“ in der Kölner Philharmonie

Foto © Holger Talinski
Philippe Manoury – Lab.Oratorium (2019) – Lab.Oratorio für Stimmen, Orchester und Live-Elektronik, Kölner Philharmonie, 20. Mai 2019

Rinnat Moriah, Sopran
Tora Augestad , Mezzosopran
Patrycia Ziolkowska, Schauspielerin
Sebastian Rudolph, Schauspieler 

Lab.Chor
Michael Ostrzyga, Einstudierung

 SWR Vokalensemble
Léo Warynski, Einstudierung

IRCAM
Thomas Goepfer, Computermusik-Designer
Julien Aléonard, Toningenieur

Gürzenich-Orchester Köln
François-Xavier Roth, Dirigent

Hossein Pishkar, musikalischer Assistent und Kodirigent
Nicolas Stemann, Regie

Von Daniel Janz

In einer Mischung aus Erschütterung und ekelerregender Zivilisationsdekadenz bringen das Gürzenich-Orchester Köln mit François-Xavier Roth, Philippe Manoury und einer ganzen Armada weiterer Mitwirkender das Flüchtlingssterben im Mittelmeer live in die Kölner Philharmonie. Diese wird hierfür programmatisch zum „Boot Europa“ umfunktioniert, in dem jeder einzelne Akteur durch penible Regiearbeit eingebunden ist, sei es auf der Bühne, im Zuschauerraum, dahinter oder im Foyer. Hinsetzen und Anschnallen – die Fahrt beginnt!

„Philippe Manoury – Lab.Oratorium (2019) – Lab.Oratorio für Stimmen, Orchester und Live-Elektronik, Kölner Philharmonie, 20. Mai 2019“ weiterlesen

Der Spiegel der Vergangenheit – Stuttgart inszeniert eine Wucht von Glucks Operndrama Iphigénie en Tauride

Foto: © Martin Sigmund
Christoph Willibald Gluck, Iphigénie en Tauride
Staatsoper Stuttgart, 19. Mai 2019

von Anna-Maria Haberberger

Statt des zu erwartenden monströsen Unwetters ringsum die Insel Tauris mit blutigen Menschenopfern und machtvollen Schandtaten mitten unter Göttern, inszeniert der polnische Regisseur Krzysztof Warlikowski eine Oper, die im Hier und Jetzt handelt und musikalisch wie schauspielerisch auflebt. „Christoph Willibald Gluck, Iphigénie en Tauride, Staatsoper Stuttgart, 19. Mai 2019“ weiterlesen

Anja Kampe - eine Wirtin mit Stern!

Fotos: La Fanciulla del West 2015 © Brinkhoff / Mögenburg

Giacomo Puccini, La Fanciulla del West, Staatsoper Hamburg, 19. Mai 2019

Ulrich Poser berichtet über die Aufführung der Fanciulla del West aus der Hamburgischen Staatsoper 

Einen Abend zuvor hatte sich eine blonde Sängerin aus New York noch weltweit blamiert, weil ihr beim ESC in Tel Aviv die Stimme versagte und sie mit schrecklich schiefen Tönen viele Millionen Zuhörer verschreckte.

Ganz anders, und zwar im positiven Sinne, verlief der Abend in der Hamburgischen Staatsoper. Die blonde Sängerin aus dem thüringischen Zella-Mehlis lieferte eine One-Woman-Show vom Feinsten ab; eine Leistung, von der Madonna schon vor ihrem mutmaßlichen Karriereende nur hätte träumen können. „Giacomo Puccini, La Fanciulla del West, Staatsoper Hamburg, 19. Mai 2019“ weiterlesen

Magische Momente:
Das Festival Verdi in Parma und Busseto ist der Ort für Verdi-Liebhaber

Titelfoto: © Festival Verdi, Parma e Busseto
Festival Verdi, Parma und Busseto, 2018

Wer Verdi liebt, der sollte mindestens einmal in seinem Leben zum Festival Verdi nach Parma und Busseto in Norditalien kommen. Wer diesen weltweit am meisten gespielten Opernkomponisten, diesen Erschaffer von 27 Opern von unendlicher Schönheit und Magie in dessen Heimat erleben will, der mache sich auf mit dem Flugzeug nach Mailand, fahre 40 Minuten mit der Bahn in die 1,5-Millionen-Stadt und dann gemütlich eine gute Stunde weiter durch die Po-Ebene in die 192.000-Einwohner-Stadt Parma. „Festival Verdi, Parma und Busseto, 2018“ weiterlesen

Warum?

Foto 2014 © Bettina Stöß
Richard Wagner, Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg, Deutsche Oper Berlin, 5. Mai 2019

Ulrich Poser berichtet aus der Deutschen Oper Berlin

Die Vorstellung fing vielversprechend an: Der amerikanische Tenor Stephen Gould startete fulminant mit einem grandiosen „Dir töne Lob!“. Auch den Rest der Partie meisterte der „Bär aus Virginia“ mühelos. An manchen Stellen hätte man sich gewünscht, dass er sich etwas zurücknimmt; weniger wäre hier mehr gewesen. So hatte man doch zu oft den Eindruck, als hätte sich der fiebernde Tristan in die Wartburg verirrt. Eines ist aber sicher:
Es macht Freude, diesem Weltklassesänger mit Bayreuth-Festanstellung zuzuhören; er verfügt derzeit einfach über eine der stärksten und sichersten Wagnerstimmen.   „Richard Wagner, Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg, Deutsche Oper Berlin, 5. Mai 2019“ weiterlesen

Lebt Birgit Nilsson? Johohohe!

Foto: Premiere 2017 ©  Thomas Jauk
Richard Wagner, Der fliegende Holländer
Deutsche Oper Berlin, 4. Mai 2019

Ulrich Poser aus der Deutschen Oper Berlin  

Der Star des Abends war Catherine Foster als Senta. Bereits mit ihrem ersten Johohohe! bewies die britische Paradebrünnhilde eindrucksvoll, wer die Chefin im Ring war.

Wikipedimedia Commons © Catherine Foster

Diese Stimme, diese Stimme, diese Stimme! Mit ihrer aus vergangener Zeit kommend scheinenden Stimmkraft bot sie eine durchwegs sehr präsente, aber zu keiner Zeit übersteuerte vokale Darbietung. Die Spitzentöne kamen punktgenau, aber nie schrill. Die dramatischen Passagen sang sie mit gebotener Lautstärke, wobei sie dabei allenfalls 80 % ihrer vorhandenen Stimmkraft  aktivieren musste. Dieses Kraftpaket aus Nottingham scheint über schier unendliche Kraftreserven zu verfügen. Und genau dieser Umstand ließ beim  Rezensenten irgendwann die Frage aufkommen, ob da nicht vielleicht die legendäre Birgit Nilsson auf der Bühne steht. Wenn man kurz die Augen schloss, konnte man sich gut vorstellen, dass La Nilsson in etwa so gesungen haben muss: Gewaltig, aber nie schrill, überaus präsent, weich in den lyrischen Passagen, magisch in der Phrasierung und Dynamik, wunderbar textverständlich, akzentfrei, schlicht: An jedem Abend ein Gesamtkunstwerk schaffend. Frau Foster sang mit eineinhalb Ausnahmen alle anderen Protagonisten an diesem Abend glatt an die Wand. „Richard Wagner, Der fliegende Holländer, Deutsche Oper Berlin, 4. Mai 2019“ weiterlesen

„Der richtige Platz, wenn Du einen Überblick über den aktuellen Jazz haben willst.“

Titelfoto:  Uli Beckerhoff © Gerhard Richter
JazzAhead, Bremen, 25. bis 28. April 2019

Interview von Barbara Hauter

Die Bremer JazzAhead, Messe und Musikfestival in einem, hat sich in den 14 Jahren ihres Bestehens als der weltweite „place to be“  für alle Jazzer entwickelt. Über 100 Konzerte, etwa 30 000 Zuhörer, rund 1000 Aussteller und 3000 Fachbesucher zeigen, dass Jazz keine Nischen-Musik mehr ist. Der Jazz-Trompeter Uli Beckerhoff ist seit der Stunde Null ihr künstlerischer Leiter. Barbara Hauter sprach für Klassik-begeistert mit ihm.

Klassik-begeistert: Warum sollten Klassik begeisterte Leser zur JazzAhead kommen?

Uli Beckerhoff: Hier wird eine Bandbreite an Stilistiken präsentiert. Das gibt es sonst auf der Welt nirgendwo. Man bekommt an drei Tagen so viel geboten, das würde ansonsten Monate dauern, wenn man sich einen solchen Überblick verschaffen wollte. Gerade für Jazz-Einsteiger ist es das Richtige. Jazz hat ja in manchen Bevölkerungsschichten ein nicht ganz so gutes Image. Das ist mir zu intellektuell, das ist mir zu kompliziert, heißt es oft. Ich habe aber schon Leute hierher eingeladen, die sonst nicht auf Jazz-Konzerte gehen und die waren hinterher ganz begeistert, weil sie eine ganz andere Vorstellung davon hatten, was Jazz eigentlich ist. „JazzAhead, Bremen, 25. bis 28. April 2019“ weiterlesen