Eine Spalte des Weltfriedens öffnet sich

Trautonium Foundation © Tim Rachholz

An diesem Abend höre ich das Releasekonzert der CD „The Comeback of Electronic Music“ der Trautonium Foundation. Dahinter steckt Bandleader Peter Pichler, der mit seinen multikulturellen Mitkünstlerinnen und -künstlern genau das zelebriert: Menschen aus verschiedenen Kulturen werden eins in der Musik. Auch ich als Teil des Publikums werde Teil dieses „Eins Seins“. Eine kleine Spalte des Weltfriedens öffnet sich in diesem Konzert. Vielsprachig, vielstimmig, vielweltig.

Kammerspiele MK Werkraum, München, 19. April 2026

von Frank Heublein

An diesem Abend feiert Bandleader Peter Pichler mit seinem Projekt Trautonium Foundation die neue CD in einem Releasekonzert von „The Comeback of Electronic Music“.

Mirco Mariani singt und spielt Gitarre. Evi Keglmaier im Chor backvocalt und spielt Klavier, Bratsche oder Akkordeon. Akustischer Bassist Alex Haas „ist der Einzige, der die 1 treffen muss“. Jan Kahlert ist ein grooviger Percussionist, der in der Punkband no goods gemeinsame Wurzeln mit Pichler hat und ebenfalls im Chor mitsingt. Am Trautonium sitzt Peter Pichler und singt natürlich auch im Chor mit.

„CD „The Comeback of Electronic Music“, Trautonium Foundation
Kammerspiele MK Werkraum, München, 19. April 2026“
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Semyon Bychkov dirigiert den böhmischen Mahler zurück in die Heimat

CD/Blu-ray Besprechung:

Ein tschechischer Mahler, der seine Herkunft stolz trägt. Die böhmische Seele hat einen neuen, sehr überzeugenden Anwalt gefunden.

Gustav Mahler   Sinfonien 1 – 9

Tschechische Philharmonie
Semyon Bychkov, musikalische Leitung

Pentatone, PTC 5187490

von Dirk Schauß

Manche musikalische Begegnung wirkt so schlüssig, dass man sich fragt, warum sie nicht schon früher in dieser Vollständigkeit stattgefunden hat.

Gustav Mahler, der ewige Wanderer zwischen den Welten, kehrt mit dieser Gesamteinspielung der Sinfonien eins bis neun dorthin zurück, wo sein Herzschlag den ersten Takt fand: in die tschechische Heimat. Mit der Tschechischen Philharmonie unter Semyon Bychkov schließt sich ein Kreis, der weit über bloße Katalogpflege hinausgeht. Es ist eine Reise zu den Wurzeln – in den böhmischen Nebel, den tschechischen Musikantenschwung und jenen unverwechselbaren Klang, den dieses Orchester seit Generationen in den Genen trägt. „Gustav Mahler, Sinfonien 1 – 9, Tschechische Philharmonie, Semyon Bychkov
klassik-begeistert.de, 22. April 2026“
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Die Orchesterwerke von Mel Bonis erscheinen endlich auf CD

 

CD/Blu-ray Besprechung:

Die Wiederentdeckung der französischen Komponistin Mel Bonis erreicht mit einer ganz ihrer Orchestermusik gewidmeten CD einen weiteren Meilenstein. Der Klangzauber dieser Werke wird wirkungsvoll eingefangen und fördert die Freude am Kennenlernen unbekannten Repertoires. Möge diese Pioniertat auch auf die Gestaltung künftiger Konzertprogramme ausstrahlen!

WDR Symphonieorchester, Frauen des WDR Rundfunkchors; Lydia Teuscher, Sopran; Julie Robard-Gendre, Mezzosopran; Leitung: Joseph Bastian

Erschienen bei cpo, März 2026

von Lorenz Kerscher

Mel Bonis war das männlich wirkende Pseudonym, unter dem Mélanie Bonis (1858 – 1937) ihre Werke publizierte, um die bestehenden Vorurteile gegenüber komponierenden Frauen zu unterlaufen. Und doch geriet ihr umfangreiches Schaffen nach ihrem Tod für mehr als ein halbes Jahrhundert in Vergessenheit.

Über ihr bewegendes Leben und die Wiederentdeckung ihres Werks, die erst um die Jahrtausendwende Fahrt aufnahm, habe ich kürzlich hier in Klassik begeistert geschrieben. Ausgespart habe ich noch eine Würdigung der einzigartigen Qualität ihrer Musik. Dazu bietet nun die soeben erschienene Einspielung ihrer wesentlichen Orchesterwerke den allerbesten Anlass. „Mel Bonis, Orchestral Works – erschienen bei cpo, März 2026
klassik-begeistert.de, 21. April 2026“
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Diese Leipziger Aufnahme tilgt einen weißen Fleck in der Operettenwelt

CD/Blu-ray Besprechung:

Die Straßensängerin
Operette von Leo Fall
Libretto von August Neidhardt & Lo Portem (Fritz Friedmann-Frederich)

Aufgenommen mit Chor und Orchester der Musikalischen Komödie Leipzig unter der Leitung von Tobias Engeli

Erschienen beim Label CPO am 26. März 2026

cpo 555 732-2

von Ralf Krüger

35 Jahre vor „My Fair Lady“ startete der Versuch, den „Pygmalion“-Stoff von George Bernard Shaw als Operette zu inszenieren. Die Librettisten wirbelten das Original fast bis zur Unkenntlichkeit durcheinander und aus Eliza wurde Sonja.

Aufgewachsen bei ihrem Pflegevater, kämpft sie sich als Blumenfrau mit sängerischen Ambitionen durchs Leben. Nicht ihr Wortschatz macht sie auffällig; es ist der Gesang, der sie zum „Objekt“ einer Wette werden lässt. „Die Straßensängerin, Operette von Leo Fall, Leitung Tobias Engeli
klassik-begeistert.de, 21. April 2026“
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Paavo Järvis zweite Schubert-CD überzeugt mit Schwung und starken Kontrasten

CD/Blu-ray Besprechung:

Järvis zweite Schubert-Einspielung mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen überzeugt mit Schwung, Elastizität und ausgeprägten Kontrasten

Paavo Järvi
Schubert   Symphonies Nr. 6 & 5

The Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Sony Music 19958 44499 2 (2026)

von Dr. Gerd Klingeberg

Mit Volume 2 legen Paavo Järvi und die Deutsche Kammerphilharmonie eine weitere Einspielung von Franz Schuberts Sinfonien vor, diesmal mit der anno 1817/18 komponierten Kleinen C-Dur-Sinfonie Nr. 6 und der gut ein Jahr zuvor entstandenen Nr.5 B-Dur.

Beide Werke sind ursprünglich für ein ambitioniertes Laienorchester konzipiert worden; von daher sollten die spieltechnischen Herausforderungen für ein Top-Orchester weitestgehend problemlos zu bewältigen sein. Umso entscheidender ist es allerdings, die vielen kompositorischen Feinheiten und spezifischen Eigenarten beider Sinfonien durch sorgfältige Interpretationen herauszuarbeiten. Die im Beischreiben erwähnte „historisch informierte Aufführungspraxis“ mag dabei zusätzlich von Vorteil sein. „Schubert, Symphonies Nr. 6 & 5, Paavo Järvi
klassik-begeistert.de, 21. April 2026“
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Jai, jai, Mamám! Jonas Kaufmann begibt sich die Donau abwärts

CD/Blu-ray Besprechung:

Jonas Kaufmann
Magische Töne

Hungarian State Opera Orchestra
Dirk Kaftan

Sony 19958413542

von Peter Sommeregger

Das alljährliche Concept-Album Jonas Kaufmanns führt diesmal die Donau abwärts, nach Budapest. Die wichtigsten Komponisten der „Silbernen Ära“ der Operette waren Ungarn und finden sich mehrfach auf der neuen CD. „CD/Blu-ray Besprechung: Jonas Kaufmann, Magische Töne
klassik-begeistert.de, 17. April 2026“
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Auch die 7. Folge der Liededition Donizettis  ist ein Ohrenschmaus

 

Feolas lyrischer Sopran hat Zartheit und Verletzlichkeit im Ausdruck, verfügt über ein ansprechendes Timbre und beweist technische Perfektion bis zu den sicher gehaltenen Spitzentönen, so gesehen ist sie eine ideale Interpretin dieser facettenreichen Lieder. Bitte bald mehr davon!

Donizetti
Songs

Rosa Feola, Soprano
Carlo Rizzi, Piano

Opera Rara ORR 260

von Peter Sommeregger

Das engagierte Plattenlabel Opera Rara hat in einem aufwändigen Forschungsprojekt über mehrere Jahre den Manuskripten und Druckausgaben von Liedern Donizettis für Singstimme und Klavier nachgespürt und insgesamt etwa dreihundert Lieder identifiziert. Diese werden nun, aufgeteilt auf mehrere Sänger unterschiedlicher Stimmlagen, systematisch eingespielt – vorgesehen sind acht CDs, von denen nun die vorletzte als 7. erschienen ist. „CD/Blu-ray Besprechung: Donizetti, Songs, Rosa Feola und Carlo Rizzi
klassik-begeistert.de, 16. April 2026“
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Stimmen bändigen die Mechanik des Boléro

CD/Blu-ray Besprechung:

Wer glaubt, Maurice Ravels „Boléro“ ließe sich nur mit massivem Orchesterapparat, präziser kleiner Trommel und der Wucht von Blechbläsern zum Leben erwecken, wird hier eines Besseren belehrt. Das Label b-records legt mit der Neueinspielung des Ensembles Les Métaboles unter Léo Warynski eine Aufnahme vor, die auf dem Papier wie ein gewagtes Experiment wirkt – im Ohr jedoch zu einer kleinen Sensation wird.

Singing Ravel
Les Métaboles

Léo Warynski, musikalische Leitung

b-records, LBM091

von Dirk Schauß

Thibault Perrine hat das scheinbar Unmögliche gewagt und Ravels Evergreen für Vokalensemble transkribiert.

Das Ergebnis ist eine akustische Offenbarung, die den Hörer über fünfzehn Minuten in einen selten erlebten Bann zieht. Der „Boléro“ bleibt in dieser Chor-Fassung eine Studie über unaufhaltsame Steigerung, ein hypnotisches Gebilde. Doch die Reduktion auf die menschliche Stimme enthüllt Schichten, die im orchestralen Klang oft verborgen bleiben. Les Métaboles werden hier zum Instrumentarium: Vom ersten leisen Einsatz des Themas spürt man die enorme Disziplin, mit der Warynski seine Sänger führt – eine Gratwanderung zwischen technischer Perfektion und emotionaler Entfaltung. „CD/Blu-ray Besprechung: Singing Ravel, Les Métaboles
klassik-begeistert.de, 14. Dezember 2026“
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Halévys „Juive“ wird in Gürbacas Frankfurter Inszenierung optisch übel zugerichtet

CD/Blu-ray Besprechung:

Fromental Halévy
La Juive

Ambur Braid
John Osborn

Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Henrik Nánási

Naxos NBDO 190V

von Peter Sommeregger

Diese fünfaktige Oper Halévys wurde zum größten Erfolg des Komponisten, und ist der Gattung der Grand Opéra zuzurechnen, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ihre Blütezeit erlebte. Im Zentrum der Handlung steht der jüdische Goldschmied Eléazar und seine vermeintliche Tochter Rachel. Beide geraten während des Konstanzer Konzils in den Strudel antisemitischer Hetze, der sie schließlich zum Opfer fallen. „CD/Blu-ray Besprechung: Fromental Halévy, La Juive
klassik-begeistert.de, 13. April 2026“
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Karajans früher Beethoven-Zyklus ist ein Stück Schallplattengeschichte

CD/Blu-ray Besprechung:

Eine schöne Idee war es, die einzelnen CDs in Hüllen zu verpacken, welche Reproduktionen der alten originalen Plattencover zeigen. So ist diese Edition neben großem Hörgenuss gleichzeitig ein Ausflug in die Geschichte der Schallplatte.

Beethoven

The 9 Symphonies
3 Overtures
Piano Concertos 4 & 5
Missa Solemnis

Philharmonia Orchestra
Herbert von Karajan

Warner 5026854276700

von Peter Sommeregger

Nicht weniger als dreimal hat Herbert von Karajan für die Deutsche Grammophon Beethovens neun Symphonien mit den Berliner Philharmonikern eingespielt. Er reagierte damit jeweils auf neue technische Innovationen, wie Stereo- und Quadrophonie.

Darüber geriet sein erster Beethoven-Zyklus, teilweise noch in Mono für die Britische Columbia anfangs der 1950er Jahre mit dem Philharmonia Orchestra in London aufgenommen, in Vergessenheit, obwohl er nicht selten als die beste Interpretation Karajans bezeichnet wurde. „CD/Blu-ray Besprechung: Beethoven Philharmonia Orchestra Herbert von Karajan
klassik-begeistert.de, 10. April 2026“
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