Schammis Klassikwelt Nr. 28: Das perfekte Dinner - welches Menü wird heute Abend in der Oper serviert?

Ambrogio Maestri als Falstaff, Metropolitan Opera New York © Bengt Nyman

Wieso bin ich jedes Jahr in der Fastenzeit inspiriert über Gesang und Essen zu schreiben? Dieses Jahr befasse ich mich mit dem Essen in Opern. Getrunken wird fast in jeder Oper und viele bekannte Trinklieder werden angestimmt. Dagegen wird eher selten gegessen. In manchen Opern lädt man die Gäste zwar zum Speisen ein, geht dazu aber von der Bühne.

Zumindest vor den Augen des Publikums ist Essen nicht alltäglich. Auch kenne ich keine Oper, wo jemand an einem falschen Bissen stirbt! In einigen Werken spielt Essen, auch wenn nicht immer direkt ersichtlich, dennoch eine wichtige Rolle. Einige davon sind hier aufgeführt.

Warnhinweis:
Vegane Leser seien vor dem Verschlingen dieses Artikels gewarnt: Es geht (fast) immer um Fleisch oder Fisch!

von Jean-Nico Schambourg

Der bekannteste Vielfraß und Zecher der Operngeschichte ist der von Shakespeare erfundene Falstaff! In Giuseppe Verdis Oper “Falstaff” erfahren wir Details darüber, was Falstaff und seine Kumpanen verschlingen: “sechs Hühner (…) drei Truthähne (…) zwei Fasane, eine Sardine”. Kein Wunder, dass der Geldbeutel leer ist und der Ritter sich an die betuchten Damen Alice Ford und Meg Page heranmachen muss. Zu seinem Leidwesen waren die Damen in jenen Jahren aber noch nicht emanzipiert und nicht willig, die Rechnung zu zahlen. Am Schluss der Oper geht die ganze Gesellschaft mit Falstaff zum Dinner. „Schammis Klassikwelt Nr. 28: Das perfekte Dinner – Welches Menü wird heute Abend in der Oper serviert?
klassik-begeistert.de, 3. März 2024“
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Klein beleuchtet kurz Nr 21: Das NDR Elbphilharmonie Orchester begeistert nicht nur mit Bruckners 9. Sinfonie

NDR Elbphilharmonie Orchester Hamburg; Foto: Patrik Klein

Elysium statt Te Deum – Manfred Honeck zaubert Bruckners „Unvollendete“ auf das Podium der Elbphilharmonie Hamburg

Wohin werden wir am Ende gehen? Diese Frage stellten sich sowohl Anton Bruckner als auch Samy Moussa. Daher ließ Manfred Honeck, seit nunmehr 15 Jahren Chefdirigent des Pittsburgh Symphony Orchestra und gerne gesehener Gast in Hamburg, Moussas Werk „Elysium für Orchester“ der bombastischen letzten Sinfonie des Linzer Komponisten voranstellen. Oft wird statt des unvollendeten 4. Satzes das Te Deum Bruckners serviert. Zu recht brachte der Dirigent des Abends stattdessen zeitgenössische Musik an dessen Stelle.

„Klein beleuchtet kurz Nr 21: Das NDR Elbphilharmonie Orchester begeistert nicht nur mit Bruckners 9. Sinfonie
Elbphilharmonie, 1. März 2024“
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Sommereggers Klassikwelt 225: Wie der Dichter Wilhelm Müller durch Franz Schubert unsterblich wurde

von Peter Sommeregger 

Beim Namen Wilhelm Müller fällt gewöhnlich auch gebildeten Menschen wenig ein. Dabei kennt wahrscheinlich fast jeder Mensch das Lied „Das Wandern ist des Müllers Lust“, das zwar Teil des Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ von Franz Schubert ist, aber eine volksliedähnliche Popularität erreichte. „Sommereggers Klassikwelt 225: Wie der Dichter Wilhelm Müller durch Franz Schubert unsterblich wurde“ weiterlesen

Klein beleuchtet kurz Nr 19: Gewandhausorchester Leipzig brilliert erneut in Hamburg

Das Gewandhausorchester Leipzig mit Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons; Foto Patrik Klein

Das Gewandhausorchester Leipzig startete seine Europatournee in der Elbphilharmonie Hamburg mit Tschaikowsky

Andris Nelsons, Stardirigent aus Riga, seit 2018 musikalischer Leiter des ältesten bürgerlichen Orchesters der Welt, dem Gewandhausorchester Leipzig, und zudem noch Chefdirigent des Boston Symphony Orchestra, wählte herrliche Musik des mit dem Orchester eng verbundenen Komponisten Piotr I. Tschaikowsky zum Start der Europatournee in Deutschland, Luxemburg, Niederlande und Österreich. „Klein beleuchtet kurz Nr 19: Gewandhausorchester Leipzig brilliert erneut in Hamburg
Elbphilharmonie, 27. Februar 2024“
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Klein beleuchtet kurz Nr 18: Das Gewandhausorchester brilliert in Hamburg mit neuen Hörgewohnheiten

Gewandhausorchester Leipzig mit Andris Nelsons; Foto Patrik Klein

Das Gewandhausorchester Leipzig startete seine Europatournee in der Elbphilharmonie Hamburg mit Tschaikowsky

Andris Nelsons, Stardirigent aus Riga, seit 2018 musikalischer Leiter des ältesten bürgerlichen Orchesters der Welt, dem Gewandhausorchester Leipzig, und zudem noch Chefdirigent des Boston Symphony Orchestra, wählte herrliche Musik des mit dem Orchester eng verbundenen Komponisten Piotr I. Tschaikowsky zum Start der Europatournee in Deutschland, Luxemburg, Niederlande und Österreich. „Klein beleuchtet kurz Nr 18: Das Gewandhausorchester brilliert in Hamburg mit neuen Hörgewohnheiten“ weiterlesen

Klein beleuchtet kurz Nr 17: Berliner Philharmoniker glänzen in der Elphi

Berliner Philharmoniker mit Kirill Petrenko; Foto Patrik Klein

Eines der besten Orchester der Welt zu Gast in Hamburg: Überwältigende Klänge der Berliner Philharmoniker berauschen eine ausverkaufte Elbphilharmonie. Die Berliner Philharmoniker zählen gewiss zu den besten Orchestern der Welt. Das stellten sie am Freitagabend mit ihrem Chefdirigenten Kirill Petrenko am Pult einmal mehr unter Beweis.

Zunächst spielten sie zu Ehren des Hamburger Publikums den Sohn der Stadt Johannes Brahms. Seine „Tragische Ouvertüre d-Moll op. 81“ geriet getränkt mit lieblicher  Melancholie und herrlichen Orchesterfarben. Als Einheit ist dieses Orchester einfach unschlagbar, wenn es um exakte Dynamik und gemeinsame Interpretationen geht. Die Farben hielten sich in einem sehr dunklen Grundton und blühten aber immer wieder in hellen Strahlen auf, mit einer gemeinsamen Genauigkeit, die einem den Atem stocken ließ. „Klein beleuchtet kurz Nr 17: Berliner Philharmoniker
Elbphilharmonie, 23. Februar 2024“
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Klein beleuchtet kurz Nr 16: Norma in Hamburg

(Ensemble bei Norma, Staatsoper Hamburg, Foto Patrik Klein)

Selbst starke Stimmen können die rätselhafte Regie in Bellinis Meisterwerk nicht retten

Die Premiere im März 2020 war eine der letzten Vorstellungen vor der Pandemie, die das Werk in Hamburg für eine Weile zur Ruhe kommen ließ. Im meinem damaligen Artikel drückte ich schon mein Missfallen gegenüber der Inszenierung von Yona Kim aus, die mehr Rätsel aufgab als löste.

„Klein beleuchtet kurz Nr 16: Norma in Hamburg
Staatsoper Hamburg, 22. Februar 2024“
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Rising Stars 51: Pene Pati – seine Rugbyleidenschaft wies den Weg zur Karriere

┬® Mark Leedom

Die Entwicklung und Karriere vielversprechender NachwuchskünstlerInnen übt eine unvergleichliche Faszination aus. Es lohnt sich dabei zu sein, wenn herausragende Talente die Leiter Stufe um Stufe hochsteigen, sich weiterentwickeln und ihr Publikum immer wieder von neuem mit Sternstunden überraschen. Wir stellen Ihnen bei Klassik-begeistert jeden zweiten Donnerstag diese Rising Stars vor: junge SängerInnen, DirigentInnen und MusikerInnen mit sehr großen Begabungen, außergewöhnlichem Potenzial und ganz viel Herzblut sowie Charisma.

von Dr. Lorenz Kerscher

Der 1987 auf Samoa geborene Pene Pati kannte von Kindheit an den Gesang, mit dem die Mythen und Geschichten seiner Heimat überliefert werden. Doch nach der Umsiedlung seiner Familie nach Neuseeland zog ihn zunächst einmal die Rugbymannschaft seiner Highschool magisch an. Kluge Pädagogen, die verhindern wollten, dass sich die jungen Menschen zu einseitig entwickelten, machten hierfür allerdings die Teilnahme im Chor zur Bedingung. So kam er mit klassischer Musik in Berührung und begann sich auch für Operngesang zu interessieren. „Rising Stars 51: Pene Pati – seine Rugbyleidenschaft wies den Weg zur Karriere
klassik-begeistert.de, 22. Februar 2024“
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Sommereggers Klassikwelt 224: Der balsamische Bariton Josef Metternichs hält bis heute allen Vergleichen stand

von Peter Sommeregger 

Der 1915 in der Nähe von Köln geborene Rheinländer entschied sich bereits früh für den Sängerberuf, sein Gesangsstudium verdiente er sich als Geiger bei Tanzveranstaltungen. Auch als Chorsänger war Metternich tätig, ehe er aus gesundheitlichen Gründen sein Studium für zwei Jahre unterbrechen musste. Während des Zweiten Weltkrieges schloss er seine Studien in Berlin ab, und wurde 1940 an das Deutsche Opernhaus Berlin verpflichtet, wo er zunächst kleinere Rollen übernahm. Ein Engagement an das Staatstheater Wiesbaden wurde durch die Schließung der Deutschen Bühnen gegen Ende des Krieges schnell beendet. „Sommereggers Klassikwelt 224: Der balsamische Bariton Josef Metternichs hält bis heute allen Vergleichen stand“ weiterlesen

Schweitzers Klassikwelt 108: Donizettis kapriziöse Adina

Adina (Claudia Muschio), Belcore (Björn Bürger), Staatsoper Stuttgart  © Martin Sigmund

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Mit der Aufnahme ins Repertoire von „L’elisir d’amore“ scheint auch heute ein Opernbetrieb zu punkten. Das zeigte ein spontaner Szenenapplaus, als Nemorino und Adina endlich zusammenfinden. In dieser Vorstellung war viel junges Publikum in der Wiener Staatsoper zu sehen. Wir bleiben, mag sein aus größerer Lebenserfahrung, skeptisch, was die Zukunft dieses ungleichen Paars betrifft.

„Schweitzers Klassikwelt 108: Donizettis kapriziöse Adina
klassik-begeistert.de, 20. Februar 2024“
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