Daniels Anti-Klassiker 3: Gustav Mahler – Sinfonie Nr. 7 „Lied(er) der Nacht“ (1908)

Bild: Gustav-Mahler-Kohut

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

„Daniels Anti-Klassiker 3: Gustav Mahler – Sinfonie Nr. 7
klassik-begeistert.de, 20. August 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 2: Das „Hallelujah“ aus Georg Friedrich Händels „Messiah“ (1742)

Höchste Zeit, sich als Musikliebhaber neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen. Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der sogenannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese sarkastische und schonungslos ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

„Halleluja“ – nein, bei der mit Pauken und Trompeten begleiteten Lobpreisung handelt es sich nicht um den Jingle aus der Werbung für einen Markenjoghurt. Oder dem Spot für eine Automarke. Und auch nicht um eine Verherrlichung von Putzmitteln. Die wenigsten modernen und werbebelasteten Fernsehzuschauer dürften sich der fast 300 Jahre alten Herkunft dieses Meisterwerks moderner Meme-Kultur bewusst sein. „Daniels Anti-Klassiker 2: Das „Hallelujah“ aus Georg Friedrich Händels „Messiah“ (1742)“ weiterlesen

Daniels Anti-Klassiker 1: Wolfgang Amadeus Mozart: „Eine kleine Nachtmusik“ (1787)

Höchste Zeit, sich als Musikliebhaber neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen. Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der sogenannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese sarkastische und schonungslos ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Die klassische Musik – Königsform der abendländischen Künste und in aller Welt als eines der höchsten kulturellen Güter bekannt. Man stelle sich nur auf die Straße und frage einmal, welche Komponisten vorbeigehenden Passanten einfallen, und sofort wird man mit Bach, Beethoven und Mozart konfrontiert. Gerade letzterem eilt der Ruf voraus, ein „wahres Genie“ und „Wunderkind“ gewesen zu sein. Eine Selbstverständlichkeit also, dass auch seine Werke sich größter Bekanntheit erfreuen. „Daniels Anti-Klassiker 1: Wolfgang Amadeus Mozart: „Eine kleine Nachtmusik“ (1787)“ weiterlesen

Schweitzers Klassikwelt 170: Wir laden zu einem Reigen um „Così fan tutte“ ein

„Così fan tutte“ Theater an der Wien / Teatro Real de Madrid © Javier del Real

Inszenierung   Michael Haneke

Zwei Schwestern haben die passenden Bräutigame gefunden. Das eine Paar ist heiter und gesellig, das andere ernst und in sich gekehrt. Eine solche schematische Zuordnung wird von einem Philosophen mit übersinnlichen Kräften unterlaufen. Die Damen werden ins gegenteilige Temperament verkehrt. Schlussendlich wird alles wieder ins Lot gebracht. Wenn wir diese Kurzfassung einer Aufführung läsen, würden wir glauben, hier lässt eine Regisseurin oder ein Regisseur seine Fantasie an Mozarts „Così fan tutte“ aus.

von Lothar und Sylvia Schweitzer

„Schweitzers Klassikwelt 170: Ein Reigen um „Così fan tutte“
klassik-begeistert.de, 18. August 2026“
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Pathys Stehplatz (64): Wiener Meisterkurse – gebt den Kindern das Kommando

Foto: Bretwa / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Schon Herbert Grönemeyer forderte: Gebt den Kindern das Kommando, denn sie berechnen nicht, was sie tun. Wie man das deutet, bleibt jedem selbst überlassen. Was man als Musiker jedoch von ihnen lernen kann – man muss sich das Kindliche immer beibehalten.

von Jürgen Pathy „Pathys Stehplatz (64): Wiener Meisterkurse
klassik-begeistert, 9. August 2026“
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Schweitzers Klassikwelt 169: Mantel- und Degenstücke oder (Salon)Naturalismus in der Oper?

Ruine der einstigen Burg von Castellar (Schauplatz von Verdis „Il trovatore“?)  © Daniel Lafranca

Was bevorzugen Sie in der Oper?

Mantel- und Degenstücke entstanden im Spanien des 17. Jahrhunderts. Sie spielen bevorzugt im adeligen Milieu, erzählen von Liebesintrigen und handeln von heldenhaften Abenteuern und Kämpfen.

Der Naturalismus in Literatur und Theater hat das Bemühen, dem Ungeschliffenen, Unterprivilegierten und Hässlichen einen Platz in der Kunst zu verschaffen. Paradebeispiel ist Gerhard Hauptmanns Drama „Die Weber“, in dem Arbeiter als tragische Figuren erscheinen.

von Lothar und Sylvia Schweitzer 

Der Begriff Salonnaturalismus wurde ursprünglich nur in der bildenden Kunst angewandt. Unser Gymnasiallehrer in Deutsch verwendete ihn in den Fünfzigerjahren des vorigen Jahrhunderts bereits für die Autoren Arthur Schnitzler und Frank Wedekind, die sich auf Triebhaftigkeit und die Heuchelei der Gesellschaft fokussierten. „Schweitzers Klassikwelt 169: Was bevorzugen Sie in der Oper?
klassik-begeistert.de, 4. August 2026“
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Auf den Punkt 100:  Ein Bayreuther Parsifal,  ursprünglich nur für Frauen …

Lieber Jörn, dank Deiner Kreativität bist Du, ruckzuck,
auf 100 „Auf den Punkt“ gekommen. Dazu gratuliere und danke ich Dir. Herzlich sagt „Tusind tak“, Andreas Schmidt, Herausgeber

Richard Wagner / Parsifal

Festspielorchester 2026
Festspielchor 2026
Pablo Heras-Casado / Dirigent
Jay Scheib / Regie

Bayreuther Festspiele, 31. Juli 2026

von Jörn Schmidt

Künstlicher Intelligenz (KI) traut man heute allerlei zu. KI könne bald alles, nur besser als der Mensch. Ich habe also KI angesprochen und geteilt, dass ich gerade schlechte Laune hätte, mich aber ein Witz zur Multitasking-Fähigkeit von Männern ungeheuer aufmuntern würde. Man sagt ja, wir Männer könnten nicht mal zwei Dinge gleichzeitig erledigen – ganz anders als Frauen übrigens. Die prompte KI-Reaktion: „Warum können Männer nicht gleichzeitig fernsehen und zuhören? Weil der Fernseher bunte Bilder hat und das Gehirn beim Verarbeiten der Farben bereits zu 100 % ausgelastet ist.“  Finden Sie das lustig?

Da ist noch Luft nach oben. Empathie jedenfalls liegt KI schon mal nicht, würde ich meinen. Aber darum geht es hier nicht, sondern um Jay Scheibs aktuellen Bayreuther Parsifal.  Richard Wagners letzte Oper, ein geniales Gesamtkunstwerk, eigens für das Bayreuther Festspielhaus komponiert. „Auf den Punkt 100: Richard Wagner, Parsifal, Andreas Schager
Bayreuther Festspiele, 31. Juli 2026“
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Auf den Punkt 99: Verschwörungstheoretiker, Paranoiker oder Phobiker am Werk in Bayreuth?

Der fliegende Holländer: Nicholas Brownlee (Holländer), Nadine Weissmann (Mary), Mika Kares (Daland), Elisabeth Teige (Senta) © Bayreuther Festspiele / Enrico Nawrath

Richard Wagner / Der fliegende Holländer

Festspielorchester 2026
Festspielchor 2026

Oksana Lyniv / Dirigentin
Regie & Bühne / Dmitri Tcherniakov

 Bayreuther Festspiele, 29. Juli 2026

von Jörn Schmidt

Stellen Sie sich vor, ein Vater erzählt Ihnen vom Schicksal seiner Tochter. Ihre Liebe ist unendlich groß, so wie ihre Treue. Allein, sie verliebt sich einfach immer in die falschen Männer. Das ist tragisch und endet tödlich. Vermutlich müssen Sie angesichts dieser Geschichte (also Wagners Version der berühmten Seemanns-Sage) erstmal um Fassung ringen – und werden sich fragen: Wie finde ich jetzt tröstende Worte für den trauernden Vater. Nicht so der russische Regisseur Dmitri Tcherniakov, der – so muss man sich das vermutlich vorstellen – macht dem Vater erstmal Vorwürfe. So in etwa auf dieser Tonspur:  „Auf den Punkt 99: Der fliegende Holländer
 Bayreuther Festspiele, 29. Juli 2026“
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Schweitzers Klassikwelt 168: Baritone stellen auch in Basspartien ihren Mann

 

Paul Schöffler als Philipp II.  © Foto Fayer Wien

Als Ersten denken wir da an Paul Schöffler. Seinen dunkel getönten Bariton habe ich in natura und meine Frau auf Schallplatten bewundern können. In der Aufnahme von „Tiefland“ merken wir wohl seine bewusste und zielgerichtete Aufmerksamkeit bei den hohen Tönen in der neunten Szene des ersten Akts: „Heut nacht noch komm ich zu dir. Siehst du in deiner Kammer Licht, so weißt du, ich bin es.“ Am Abend der österreichischen Uraufführung von Hindemiths „Mathis der Maler“ hörte ich wegen seines schönen Timbres von seinen Schwierigkeiten in der Höhe hinweg. Wortschöpferisch nannte ich es den „Schöfflerschrei“. Ganz in seinem Element erlebte ich ihn in Verdis „Don Carlos“ als Philipp II.

von Lothar und Sylvia Schweitzer

„Schweitzers Klassikwelt 168: Baritone
klassik-begeistert.de, 22. Juli 2026“
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Pathys Stehplatz 63: Wagner und Mahler wären virale Content Creator

Originalfoto (1907) von Moriz Nähr (gemeinfrei); KI-Bearbeitung & Design.


Die Aufmerksamkeitsspanne schrumpft, der perfekte „Hook“ entscheidet bei Reels über Erfolg oder Misserfolg. Ausgerechnet Richard Wagner und Gustav Mahler beherrschten dieses Prinzip schon vor über 100 Jahren.

von Jürgen Pathy

Eines haben die großen Komponisten gemeinsam. Sie wissen, wie man den Zuhörer von Anbeginn fesselt. Zu behaupten, sie hätten für die Zukunft komponiert, wäre Unfug. Dennoch sind Gustav Mahler und Richard Wagner damit ideal für unsere Zeit. „Pathys Stehplatz 63: Wagner und Mahler
klassik-begeistert.de, 10. Juli 2026“
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