Simon Boccanegra hat einen Traum, und wir träumen mit

Foto © Bettina Stöß

Für die traumhafte Gesamtleistung gab es ganz real lebhaften Beifall, mit nur wenigen Buhrufen an die Adresse der Regie – aber Applaus ohne Buhs wäre wohl kompromittierend gewesen. Fazit: Hingehen. Gerade in diesen unseren bewegten Zeiten.

Giuseppe Verdi
Simon Boccanegra

Jader Bignamini                   Musikalische Leitung
Vasily Barkhatov                  Regie
Zinovy Margolin                   Bühne
Olga Shaishmelashvili        Kostüme
Alexander Sivaev                   Licht
Martin Eidenberger              Video
Jeremy Bines                            Chor

George Petean                 Simon Boccanegra
Liang Li                              Jacopo Fiesco
Michael Bachtadze        Paolo Albiani
Padraic Rowan                Pietro
Maria Motolygina          Maria/Amelia
Attilio Glaser                     Gabriele Adorno
Karis Tucker                       eine Magd

Orchester der Deutschen Oper Berlin
Chor der Deutschen Oper Berlin
Statisterie der Deutschen Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin, 29. Januar 2023 PREMIERE 

von Sandra Grohmann

Der Traum vom Frieden. Der Traum, einander die Hand zu reichen, über alle Parteigrenzen hinweg. Der Traum, unterschiedlicher Meinung sein zu können und einander trotzdem nicht die Köpfe einzuschlagen. Davon handelt Verdis Simon Boccanegra, und das bringt der russische Regisseur Vasily Barkhatov eindringlich auf die Bühne der Deutschen Oper Berlin und mit einem durchweg premierentauglichen Ensemble auch in die Ohren des Publikums. „Giuseppe Verdi, Simon Boccanegra
Deutsche Oper Berlin, 29. Januar 2023 PREMIERE“
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Die DIENSTAG-PRESSE – 31. Januar 2023

Foto © Bernd Uhlig

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
Die DIENSTAG-PRESSE – 31. Januar 2023

München/Bayerische Staatsoper/„Dido“ und „Erwartung“
Wie schön ist Schönberg?
Ein ungewöhnlicher Doppelabend an der Bayerischen Staatsoper verbindet Barock und Moderne. Arnold Schönbergs „Erwartung“ trifft auf Henry Purcells „Dido und Aeneas“. Die beiden ungleichen Hauptrollen singt dieselbe Sängerin: Die litauische Sopranistin Ausřinė Stundytė ist extrem gefordert. Und Regisseur Krzysztof Warlikowski bedient sich mal wieder in der Kinogeschichte. Wie passt das zusammen?
BR.Klassik.de

Im Wald, da sind die Träume: „Dido and Aeneas“/„Erwartung“ an der Bayerischen Staatsoper
MünchnerMerkur.de

München
Oper in München: Sie träumt von tödlicher Rache (Bezahlartikel)
In München überwältigen Henry Purcells „Dido“ und Arnold Schönbergs „Erwartung“. Zum Triumph eines ungewöhnlichen Opernprojekts.
SueddeutscheZeitung.de

Berlin/Komische Oper
La cage aux folles“ an der Komischen Oper Berlin: Barrie Kosky beschwört den Geist der 80er-Jahre
Auch nach dem Ende seiner Intendanz bleibt der umtriebige Barrie Kosky der Komischen Oper als Regisseur erhalten. Und das ist auch gut so! An diesem Premierenabend zieht er einmal mehr alle Register seiner Könnerschaft und reißt das Publikum am Ende zu einem wahren Applaus-Orkan hin.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Frankfurt
Sir Antonio Pappano, auf Abschiedstournee, bringt römische Wärme in die Alte Oper
Mit seinem Spitzenorchester aus der italienischen Hauptstadt gastierte ein Meister der subtilen Schattierungen in der Alten Oper in Frankfurt, zum letzten Mal als Chefdirigent.
Klassik-begeistert.de

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DIDO AND AENEAS ... ERWARTUNG 2022 – unschlüssiges Gesamtkonzept enttäuscht alle Erwartungen

Fotos: DIDO AND AENEAS … ERWARTUNG 2022 © Bernd Uhlig

An diesem Abend wird Henry Purcells erstes vollständiges Bühnenwerk aufgeführt. Das einzige, dass er selbst mit „an opera“ untertitelte: Dido and Aeneas. Kombiniert wird dieses Werk mit gleich zwei anderen. Zum einen „Erwartung“ von Arnold Schönberg. Zum anderen werden die beiden genannten Stücke durch ein Interlude verbunden. Dieses hat Paweł Mykietyn speziell für diese Produktion komponiert.

DIDO AND AENEAS … ERWARTUNG
Oper in drei Akten / Monodram in einem Akt (1688/89; 1909) mit einem Interlude von Paweł Mykietyn

empfohlen ab 14 Jahren
#BSOdido

Komponist Henry Purcell / Arnold Schönberg.
In englischer und deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln. Neuproduktion.

Bayerisches Staatsorchester
Zusatzchor der Bayerischen Staatsoper

Andrew Manze, Dirigent


Nationaltheater, München, 29. Januar 2023

von Frank Heublein

An diesem Abend wird Henry Purcells erstes vollständiges Bühnenwerk aufgeführt. Das einzige, dass er selbst mit „an opera“ untertitelte: Dido and Aeneas. Kombiniert wird dieses Werk mit gleich zwei anderen. Zum einen „Erwartung“ von Arnold Schönberg. Zum anderen werden die beiden genannten Stücke durch ein Interlude verbunden. Dieses hat Paweł Mykietyn speziell für diese Produktion komponiert.

Musikalisch ist es ein sehr abwechslungsreicher Abend. Purcell ist Barock, das Interlude elektronische Breakdance Musik und Schönberg zwar tonal aber expressionistisch. Mir kommt die Analogie der Küche in den Sinn: Fusion Oper. Das meine ich anerkennend, nicht abwertend. „DIDO AND AENEAS … ERWARTUNG, Komponist Henry Purcell / Arnold Schönberg
Nationaltheater, München, 29. Januar 2023“
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Die berühmtesten Opernstimmen treten in Küchenschürzen auf

Fotos: © Johannes Ifkovits

Buchbesprechung:

Die Oper kocht
Weltstars am Herd: Die Lieblingsrezepte großer Stimmen

Johannes Ifkovitsch & Evelyn Rillé

336 Seiten
Opera Rifko Verlag

ISBN 9 783950 295658

Die englischsprachige Herausgabe: The Opera Cooks

von Jolanta Łada-Zielke

70 Opernstars aus 28 Nationen stehen in der Küche statt auf der Bühne, tragen Schürzen statt Kostüme, ihr Schmuck besteht aus witzigen Gemüse- und Obstkombinationen und ihre Requisiten sind Pfannen, Teigroller, Küchen- und Hackmesser, Löffel oder Rührstäbe. Die Fotos zeigen, dass sich die SängerInnen dabei so gut amüsieren, dass sich ihre Stimmung auf die LeserInnen überträgt. „Buchbesprechung: Die Oper kocht. Weltstars am Herd: Die Lieblingsrezepte großer Stimmen
klassik-begeistert.de, 29. Januar 2023“
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„La cage aux folles“ an der Komischen Oper Berlin: Barrie Kosky beschwört den Geist der 80er-Jahre

Foto © Monika Rittershaus

La cage aux folles
(Ein Käfig voller Narren)
Jerry Herman

Musical in zwei Akten [1983]
Musik und Gesangstexte von Jerry Herman
Buch von Harvey Fierstein
Nach dem Stück Ein Käfig voller Narren von Jean Poiret
Deutsch von Martin G. Berger

Besetzung:

Georges 
Peter Renz
Albin/Zaza
Stefan Kurt
Jacqueline
Helmut Baumann
u.v.a.

Inszenierung   Barrie Kosky
Dirigent  Koen Schoots

Chorsolisten, Komparserie und Tanzensemble der Komischen Oper Berlin, Es spielt das Orchester der Komischen Oper Berlin.

Komische Oper Berlin, Premiere am 28. Januar 2023


von Peter Sommeregger

Auch nach dem Ende seiner Intendanz bleibt der umtriebige Barrie Kosky der Komischen Oper als Regisseur erhalten. Und das ist auch gut so! An diesem Premierenabend zieht er einmal mehr alle Register seiner Könnerschaft und reißt das Publikum am Ende zu einem wahren Applaus-Orkan hin.

Das aus den frühen 1980er-Jahren stammende Musical nach dem Theaterstück „Ein Käfig voller Narren“ hat in mehr als einer Form Theatergeschichte geschrieben. Als erstes Stück am Broadway, das Homosexualität thematisierte, brach es noch einige Tabus, durch seinen Erfolg trug es aber auch zu einem entspannteren Umgang mit der Thematik bei. Die Produktion am Theater des Westens 1985 in Berlin wurde zu einem Riesenerfolg, bis heute wird das Musical weltweit aufgeführt. „La cage aux folles (Ein Käfig voller Narren), Jerry Herman
Komische Oper Berlin, Premiere am 28. Januar 2023“
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Die MONTAG-PRESSE – 30. JANUAR 2023

Barrie Kosky Foto © Jan Windszus, Barrie Kosky

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
Die MONTAG-PRESSE – 30. JANUAR 2023

Berlin/Komische Oper
Die schönste Zeit ist jetzt: Barrie Kosky inszeniert „La cage aux folles“
Emanzipationsstück und Familiensehnsucht: Barrie Koskys erste Regie nach seiner Intendanz an der Komischen Oper Berlin gilt dem Kult-Musical „La cage aux folles“.
Tagesspiegel.de

„La cage aux folles“: Narren an der Komischen Oper (Podcast)
https://www.rbb-online.de/abendschau/videos/20230128_1930/la-cage-aux-folles-in-komischer-oper.html

„La cage aux folles“ in Berlin: Ein opulenter Spaß mit grandiosem Hauptdarsteller (Podcast)
Deutschlandfunk.de

Mehr als „Ich bin, was ich bin“: Berliner Publikum bejubelt „La cage aux folles“
Berauschend inszeniert Barrie Kosky das lustige und nachdenkliche Musical voller Paradiesvögel an der Komischen Oper. Stefan Kurt brilliert als Zaza.
Berliner Zeitung

Premiere „La cage aux folles“ an der Komischen Oper
„I am, what I am.“, „Ich bin, was ich bin.“ Der Discoknaller von Gloria Gaynor aus den 80ern ist ein getanzter Kampfruf queerer Menschen gegen Verdrängung und Unterdrückung. Was viele nicht wissen, geschrieben wurde das Lied für das Musical „La cage aux folles“, ein „Käfig voller Narren“. Ein Travestiespektakel um Männerliebe, das ab 1983 mitten in der AIDS-Pandemie auf den Bühnen extrem erfolgreich war. Heute feiert die Komische Oper mit ihrem „Cage aux folles“ Premiere. Mit dabei: Helmut Baumann, der in den 80er Jahren das Stück an das „Theater des Westens“ brachte und der in der Rolle der Zaza brillierte.
rbb.online.de

Richard Wagner, Die Walküre, Semperoper Dresden, 28. Januar 2023
Nach dem ersten Aufzug schaut man in viele verdutze Gesichter. War das gerade wirklich Thielemann? Manche haben vielleicht noch die Kritiken über den Ring an der Lindenoper im Kopf. Betont langsam habe er dort jüngst dirigiert, so war zu lesen. Und jetzt dieser erste Akt. Man hat den Eindruck, im Graben stünde ein junger Dirigent, dem die Nerven mit den Wälsungen durchgingen. In extrem schnellem Tempo peitscht Thielemann – aber voll kontrolliert – durch die berauschende Schlussszene, wie man es von keiner seiner Aufnahmen kennt. Accelerandi auf „Nothung, Nothung“. Purer Rausch. Einfach nur – verzeihen Sie – geil!
Klassik-begeistert.de

Daniels vergessene Klassiker Nr 13: Weli Muhadow – Sinfonie Nr. 2 „Heroische“
Heldentum ist eines der Themen, die seit jeher kulturübergreifend Menschen bewegen. Ob nun überragend, fast übermenschlich, tragisch, gebrochen oder sogar komisch… Mittlerweile erfreuen wir uns an so mannigfaltigen Heldengestalten, dass wir teilweise schon dazu neigen, sie in einem irritierenden „Dekonstruktions“-Prozess zu entzaubern.
Klassik-begeistert.de

Lübeck
„…corriam tutti a festeggiar!“ – Lübeck feiert Mozarts „Hochzeit des Figaro“
Das Adjektiv „toll“ im Titel „La Folle Journée ou le Mariage de Figaro“ („Der tolle Tag oder Die Hochzeit des Figaro“) des Schauspiels von Beaumarchais, das Mozarts „Le nozze di Figaro“ zugrunde liegt, kannten unsere Eltern noch als gleichbedeutend mit „verrückt“. Dass der Lübecker „Figaro“ in unserem heutigen Verständnis nur „toll“ gewesen sei, wäre eine unangemessene Untertreibung.
Klassik-begeistert.de

„DIDO UND AENEAS… ERWARTUNG“ AN DER BAYERISCHEN STAATSOPER      LIEBE, VERZWEIFLUNG UND TOD
Alt und modern nebeneinander – das ist auf der Opernbühne eher selten. An der Bayerischen Staatsoper treffen nun Purcells „Dido und Aeneas“ und Schönbergs Monodram „Erwartung“ aufeinander. Muss das sein? Ja, findet Regisseur Krzysztof Warlikowski. Und er hat in der Tat einen spannenden Ansatz gefunden.
BR-Klassik.de

Cottbus
Kritik – „Tristan und Isolde“ am Staatstheater Cottbus Wagner mit fünf Überraschungen
„Tristan und Isolde“ – zu Wagners Lebzeiten galt das Werk als unaufführbar. Noch heute sprengt es alle Grenzen. Auch für die großen Opernhäuser wie Berlin, Stuttgart oder München ist das Epos eine Herausforderung – aber wie gelingt es einem kleineren Haus wie dem Staatstheater Cottbus?
BR-Klassik.de

Wiesbaden
Streit um Netrebko-Auftritt: Taktlos im Musikgeschäft
Frankfurter Allgemeine.net

Wien/Konzerthaus
Wie Ligeti witzelt und der Yankee dudelt (Bezahlartikel)
Jubel für Tiefsinn und Humor bei Charles Ives und György Ligeti mit dem RSO Wien im Konzerthaus.
https://www.diepresse.com/6244481/wie-ligeti-witzelt-und-der-yankee-dudelt

Salzburg
Gar lyrisches Handgemenge
Eindimensionales Dirigat, aber Luxusbesetzung: „Don Giovanni“ bei der Mozartwoche.
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/klassik/2176235-Gar-lyrisches-Handgemenge.html

Stress? Ein Fremdwort
Die Philharmoniker unter Robin Ticciati in Salzburg.
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/kultur/klassik/2176252-Stress-Ein-Fremdwort.html

Berlin
Zwei Klaviere im Boulez Saal: Wenn Glocken träumen
Pierre-Laurent Aimard und Tamara Stefanovich geben einen fulminanten Klavierabend im Boulez Saal.
https://www.tagesspiegel.de/kultur/zwei-klaviere-im-boulez-saal-wenn-glocken-traumen-9257367.html

Frankfurt
Antonio Pappano und Seong-Jin Cho: Die Fülle des Wohllauts
https://www.fr.de/kultur/musik/antonio-pappano-und-seong-jin-cho-die-fuelle-des-wohllauts-92055822.html

Links zu englischsprachigen Artikeln

Wien
Hilarious Périchole sends up Austrian political scandals at MusikTheater an der Wien
https://bachtrack.com/de_DE/review-perichole-habjan-richter-fischer-musik-theater-wien-january-2023

Amsterdam
Dutch National Opera Academy 2023 Review: L’Isola Disabitata, Arianna a Naxos & What Price Confidence?
operawire.com

London
Brünnhilde’s Dream: an inventive, expressive and impressive sequence by Rozanna Madylus and Counterpoise at Wigmore Hall
Operatoday.com

Secret Byrd review – cloak-and-dagger concert hails a musical genius
https://www.theguardian.com/music/2023/jan/29/secret-byrd-review-london-william-byrd

Ólafsson, LPO, Gardner, RFH review –
spirit of delight A curate’s-egg turn from the Icleandic pianist in Schumann followed by magisterial Elgar
https://theartsdesk.com/classical-music/%C3%B3lafsson-lpo-gardner-rfh-review-spirit-delight

Miami
Violinist Batiashvili and new work lift populist Cleveland Orchestra program
Lisa Batiashvili performed the Tchaikovsky Violin Concerto with the Cleveland Orchestra
southfloridaclassical.review

Philadelphia
Music Director Yannick Nézet-Séguin And The Philadelphia Orchestra Announce 2023-24 Season
broadwayworld.philadelphia

Houston
World-Premiere Opera ANOTHER CITY to be Presented at Houston Grand Opera in March                                                                  Another City asks audiences to bear witness to the unheard and misunderstood experiences of unhoused Houstonians.
broadwayworld.com

Feuilleton
Q &A: Gregory Kunde on the Royal Opera House, Metropolitan Opera, Opera Education & New Roles
Operawire.com

Painting pictures at the keyboard: Nikolai Lugansky on Rachmaninov
https://bachtrack.com/de_DE/interview-nikolai-lugansky-rachmaninov-january-2023

Recordings
Classical Album Review: Daniel Barenboim conducts Schumann
https://artsfuse.org/267833/classical-album-review-daniel-barenboim-conducts-schumann/

Classical CDs: Symphonies, suppers and knitting needles Roger Norrington:
The Complete Erato Recordings; French Baroque Music – Music by Leclair, Lalande, Couperin, Rameau; etc.
https://theartsdesk.com/classical-music/classical-cds-symphonies-suppers-and-knitting-needles

Ballett/Tanz

Berlin/Radialsystem
Tänzer:innen über 40: Das Dance On Ensemble spielt mit vielen Stufen von Grau
Minimalismus und Körperwissen: Das Tanzstück „Mellowing“ des griechischen Choreografen Christos Papadopoulos im Radialsystem.
Tagesspiegel.de

Review: NEXT@90 FESTIVAL – BLANC / SCHREIER / POSSOKHOV PREMIERES at San Francisco Ballet Presents a Trio of Striking Dances Set to Glorious Music
broadwayworld.com

Sprechtheater

Wien
Burgtheater: Warum dieser „Zauberberg“ doch nicht fasziniert (Bezahlartikel)
https://www.diepresse.com/6244468/burgtheater-warum-dieser-zauberberg-doch-nicht-fasziniert

Thomas-Mann-Adaption: Theaterdiagnose – akuter Gedankenschwund
Bastian Krafts Bühnenadaption von „Der Zauberberg“ im Wiener Burgtheater ersetzt zündende Ideen allein durch Technik DerStandard.at.story

Gipfelsturm der Horizontalen
Bastian Kraft bringt Thomas Manns „Der Zauberberg“ in gelungener Verdichtung auf die Burgtheaterbühne.
WienerZeitung.at

Wien/Volkstheater
Dieser Theaterabend verfließt so zäh wie Öl
Das Volkstheater zeigt eine dramatisierte Fassung des Romans „Öl!“ von Upton Sinclair. Die schlichte Botschaft: Der fossile Kapitalismus macht schon seit 100 Jahren die Welt kaputt. Das lähmt, auch wenn es flott umgesetzt ist.
Die Presse.com 

St.Pölten
Ibsens Volksfeind: Böse Machtspiele
https://kurier.at/kultur/ibsens-volksfeind-in-st-poelten-boese-machtspiele/402308666

München/Volkstheater
„Alles ist aus, aber wir haben ja uns (Unterwasser)“ am Münchner Volkstheater: Und es hat Blubb gemacht
Hugh Grant und „Tatsächlich … Liebe“ treffen auf „Arielle“ und „Findet Nemo“: Am Münchner Volkstheater wurde die Romcom „Alles ist aus, aber wir haben ja uns (Unterwasser)“ uraufgeführt.
MuenchnerMerkur.de

Film

Oscars: „Ich war völlig sprachlos“
Die österreichische Schnittmeisterin Monika Willi ist für ihre Arbeit an dem internationalen Drama „Tár“ nominiert.
Wiener Zeitung.at

INFOS DES TAGES (MONTAG, 30. JANUAR 2023)

INFOS DES TAGES (MONTAG, 30. JANUAR 2023)

Quelle: onlinemerker.com

Breaking News: Norbert Ernst sprigt gestern in letzter Minute als „Tannhäuser“ in London ein

First night of Tannhäuser began disastrously with the news that Stephan Vinke the Tannhäuser can’t sing and it was sung thinly from the side by Norbert Ernst while Vinke walked it though. The good news it was a lovely balletic orgy and Lise Davidsen was superb!

UPDATE: The good news is that the Tannhäuser stand in was drowned out by Lise Davidsen the chorus and anyone else singing and the last line in the second act is “on to Rome” and as someone said “let’s hope he doesn’t come back”! It does beg the question does Covent Garden have no substitute for this major role?!

CASTING ANNOUNCEMENT:
Due to illness, Stefan Vinke had to withdraw from singing the role of Tannhäuser a few hours before the opening performance. The role was walked by Stefan Vinke and sung by Norbert Ernst from the side of stage. Ernst last performed for the Royal Opera in the 2015 production of Ariadne auf Naxos.

Meine Informatiosquelle spricht aber von einem großen persönlichen Erfolg!

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OPER FRANKFURT: ORLANDO von G.F.Händel. Fotos aus der gestrigen Premiere

Musikalische Leitung: Simone Di Felice
Inszenierung: Ted Huffman
Bühnenbild nach einem Entwurf von Johannes Schütz

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Orlando: Zanda Švēde. Foto: Barbara Aumüller

Orlando: Zanda Švēde
Angelica: Kateryna Kasper
Medoro: Christopher Lowrey
Dorinda: Monika Buczkowska
Zoroastro: Božidar Smiljanić
Tänzer*innen: Mar Sánchez Cisneros, Marion Plantey, Evie Poaros, Gabriele Ascani, Jonathan Schmidt

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Kateryna Kasper, Christopher Lowrey. Foto: Barbara Aumüller
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BAYERISCHE STAATSOPER: SEIEN SIE UNTER DEN ERSTEN. Vorverkauf beginnt

Liebe Besucher:innen,
an grauen Wintertagen lässt sich wunderbar die Festival-Planung für den Frühling und Sommer angehen. Deshalb möchten wir Sie auf zwei Termine hinweisen: Am Dienstag, den 31. Januar 2023 beginnt die Bearbeitung der schriftlichen Bestellungen für alle Vorstellungen der Ballettfestwoche 2023. Nur einen Tag später, am Mittwoch, den 1. Februar 2023 gilt das gleiche für die Münchner Opernfestspiele 2023. Ein interessantes Offstage-Projekt verspricht die Reihe Stelldichein!: Am 18. Februar wagen sich unsere Tänzer und Tänzerinnen auf die Aikido-Matte. Und bereits am 7. Februar findet der nächste Ballett Talk im Café Luitpold statt. Auf der Bühne des Nationaltheaters gibt es im Februar ein Wiedersehen mit George Balanchines Jewels, das in der aktuellen Spielzeit nur viermal gezeigt wird.
Viel Spaß beim Planen wünscht
Ihr Team des Bayerischen Staatsballetts

Vorverkauf Ballettfestwoche 2023

Die Ballettfestwoche findet dieses Jahr vom 31. März bis 8. April 2023 statt. Den Auftakt macht die Premiere Schmetterling von Sol León und Paul Lighfoot, die für beinahe zwei Dekaden als Hauschoreographen den Erfolg des Nederlands Dans Theater mitprägten. Es erwartet Sie eine besonders emotionale und moderne Bewegungssprache. Für Silent Screen, dem das obige Bild entstammt, haben sich die Choreographen von Stummfilmen inspirieren lassen, in denen es wie im Ballett um nonerbale zwischenmenschliche Verständigung geht. Außerdem auf dem Programm stehen Alexei Ratmanskys Tschaikowski-Ouvertüren, die erst im Dezember uraufgeführt wurden, Romeo und Julia von John Cranko, Christopher Wheeldons Cinderella und die Frühlings-Matinee der Heinz-Bosl-Stiftung. Für John Neumeiers Ein Sommernachtstraum und den Triple Bill Passagen ist es jeweils die letzte Vorstellung der aktuell laufenden Saison.

Am 31. Januar 2023 beginnt die Bearbeitung der bis dahin eingegangenen Bestellungen für alle Vorstellungen der Ballettfestwoche. Füllen Sie noch jetzt das Online-Formular aus und seien Sie unter den ersten Kartenkäuferinnen und Käufer!

Terminübersicht und Karten
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ORF-Seitenblicke mit einem Blick auf „Operklosterneuburg“ (Don Carlo im Juli)

https://tvthek.orf.at/profile/Seitenblicke/4790197/Seitenblicke/14165957/Operklosterneuburg-mit-Guenther-Groissboeck/15325603
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OPER ZÜRICH: EIN ABEND MIT DEM BRITISCHEN KÖNIGSHAUS

Die Theatermalerei hatte in den letzten Wochen Hochbetrieb. Für die letzte Premiere unserer Königinnen-Trilogie entstand neben täuschend echten Marmorwänden und blutbefleckten Böden ein grossdimensioniertes Gemälde, das Königin Elisabeth I. und ihre Familie zeigt. Man darf gespannt sein, wie David Alden und Enrique Mazzola den Zyklus von Donizettis Tudor-Opern mit Roberto Devereux zu Ende bringen werden.

Wiederaufnahme feiert indessen Tschaikowskis Jewgeni Onegin in der Regie von Barrie Kosky; dafür verwandelt sich unsere Bühne in eine malerische Waldlichtung. Und der Liederabend von Regula Mühlemann stiess auf so grosses Interesse, dass wir zusätzliche Plätze in den Verkauf geben.

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Roberto Devereux. Foto: Toni Suter/ Tanja Dorendorf

Roberto Devereux    Gaetano Donizetti — Mitten in Donizettis grösster Lebenskrise entstand mit seiner 57. Oper einer der Höhepunkte seines gesamten Œuvres. Die Partitur sprüht vor melodischen Einfällen. Wie schon in den beiden Vorgängerwerken Anna Bolena und Maria Stuarda, die mit Roberto Devereux Donizettis «Tudor-Trilogie» bilden, birgt auch hier die Verschränkung von politischer Macht und individuellen Interessen der Herrschenden tragisches Potenzial. Im Zentrum steht dabei die Beziehung der alternden Königin Elisabeth I. von England (Elisabetta) zu ihrem jungen Günstling Roberto Devereux. Weitere Informationen

Fotogalerie
Premiere: 5 Feb 2023
Vorstellungen: 9 Feb bis 17 Mär 2023

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Jewgeni Onegin   Pjotr Tschaikowski — Barrie Koskys hochgelobte Inszenierung von Tschaikowskis beliebtester Oper feiert Wiederaufnahme: Jewgeni Onegin ist eine tragische Geschichte verpasster Chancen. Im Zentrum steht die romantische Tatjana, die ganz in der Welt ihrer Bücher lebt. Auf den ersten Blick verliebt sie sich in Onegin, einen verwöhnten, herablassend auftretenden Intellektuellen. Kühl weist Onegin sie ab. Jahre danach treffen sich Tatjana und Onegin unerwartet wieder, Tatjana ist nun verheiratet. Onegins überschwängliches Liebesbekenntnis kommt zu spät.
Weitere Informationen

Vorstellungen: 10 Feb bis 1 Mär 2023

Liederabend  Regula Mühlemann
Ob bei den Salzburger Festspielen, am Pariser Théâtre des Champs-Élysées oder auf Tournee – die Schweizerin Regula Mühlemann feiert international grosse Erfolge. Unter dem Titel «Identité – Lieder der Heimat» gibt sie am Opernhaus einen Liederabend, der sowohl volkstümliche Lieder aus der Schweiz als auch Lieder von Rossini, Liszt und Schubert umfasst.
Mi, 1 Feb 2023, weitere Informationen

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WIEN: II. Konzert Schubertiade Wieden: Di., 31. 01. 23 „Concertante”

Am Dienstag, 31. Jänner 2023 um 19:30 Uhr, feiern Sie mit uns Franz Schuberts 226. Geburtstag!

Di., 31.01.23 | 19:30 Uhr im Ehrbar Saal

Lieder- und Kammermusikabend „Concertante“

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Foto: Minerva Moliner © Maria Rubleva
Foto: Alejandro Picó-Leonís © Stefan Seelig
Foto: Chaos String Quartet © Andrej Grilc

MINERVA MOLINER Sopran
ALEJANDRO PICÓ-LEONÍS Klavier
CHAOS STRING QUARTET

Die spanische Sopranistin Minerva Moliner ist Gewinnerin des internationalen Giacomo Aragall Gesangswettbewerbs. Sie begeistert mit ihren Opernrollen in vielen internationalen Operhäuser. Für die Schubertiade Wieden wird sie selten aufgeführte Canzonen und Arietten von Franz Schubert und Wolfgang Amadeus Mozarts berühmte Konzertarie „Ch’io mi scordi di te“ in einer Bearbeitung für Klavier und Streichquartett singen.

Im weiteren Programm spielt das Chaos String Quartet mit dem Pianisten Alejandro Picó-Leonís Mozarts Klavierquartett in g-Moll und Schuberts Adagio und Rondo Concertante. Als Gewinner des 3. Preises beim Internationalen ARD Musikwettbewerb 2022 und des 2. Preises beim Internationalen Streichquartettwettbewerbs Bordeaux 2022, konnte sich das Chaos String Quartet in kürzester Zeit in der internationalen Musikszene etablieren.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
www.schubertiade-wieden.at
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Opernsänger Rafael Fingerlos und Metallunternehmer Stefan Ritzer bringen Mozarts „Così fan tutte“ in ihre Lungauer Heimat
„Oper Lungau“: Im Juli 2023 erklingt Mozarts Meisterwerk in Starbesetzung in einer Stahlbauhalle in Mauterndorf.
Seit mich mein künstlerischer Weg auf die wichtigen europäischen Bühnen und Festivals geführt hat, war ich vom Wunsch beseelt, irgendwann einmal eine große Oper in meiner Heimat aufführen zu können. Mit der ,Oper Lungau‘ bringen wir Mozarts Meisterwerk direkt zu den Menschen, vor ihre Haustür – dort, wo sie hingehört!“
Rafael Fingerlos

„Wir verfügen über einen Ort, den eine ganz besondere Qualität auszeichnet, um die sich jedes Theater oder Opernhaus bemüht: Die Werkstatt grenzt niemanden aus, jede und jeder ist willkommen“! „Die Kulturwerkstatt in meiner Stahlbauhalle zeigt, dass Handwerk nicht nur Produkte formt, sondern auch den Menschen selbst. Und genau das soll mit dieser Oper regional und darüber hinaus sichtbar werden. Stefan Ritzer
Tourismuspresse
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BALLKRITIK: MUSIKVEREIN (alle Säle): 80. BALL DER WIENER PHILHARMONIKER am 19.1.2023

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Foto: Robert Quitta

Nach allzu langer pandemiebedingter Zwangspause konnte jetzt endlich wieder der Philharmonikerball im Wiener Musikverein stattfinden – zum mittlerweile 80. Male. Das kollektive Aufatmen war sowohl im Goldenen Saal als auch in allen anderen Sälen fast mit Händen zu greifen. Und auch in jedem persönlichen Gepräch wurde als erstes betont, wie froh und glücklich man denn sei, endlich wieder unter anderen Menschen zu sein, tanzen und trinken und parlieren zu dürfen – fast so wie früher…

Musikalisch eröffnet wurde – in Anwesenheit zahlreicher Prominenz (Plácido Domingo, Anna Netrebko, Bundeskanzler Nehammer, zahlreiche EU-Abgeordnete von der ÖVP und den NEOS, Staatsopern-Musikdirektor Philipp Jordan, Günther Groissböck, Tobias Moretti mit wiedergenesener Gattin, Alt-KHM-Direktor Seipel etc.) – so wie immer mit der Wiener Philharmoniker-Fanfare, die Ehrenmitglied Richard Strauss 1924 für den allerersten Ball 1924 komponiert hatte. Darauf folgte die Uraufführung eines brandneuen Werkes, das Philharmonikervorstand Froschauer beim oscarpreisgekrönten amerikanischen Filmkomponisten John Williams verdienstvollerweise in Auftrag gegeben hatte. Dieser lehnte zwar ab, einen Walzer zu verfassen, konnte sich aber für die Idee erwärmen, in der Nachfolge Richard Strauss’ dem Orchester eine neue, posaunenbasierte Fanfare zu widmen: Fanfare for the Vienna Philharmonic Ball.

Etwas weniger interessant dann der orchestrale Auftakt, denn „Balldebütant“ Andris Nelsons hatte dafür die etwas zu populäre und etwas zu leichtgewichtige Ouvertüre zur „Leichten Kavallerie“ von Franz von Suppè (nicht Suppe!) ausgewählt.

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Donauwalzer. Foto: Robert Quitta

Beeindruckend hingegen die Leistung des Jungdamen- und Jungherrenkomitees, die eine äußerst komplizierte Choreographie des Tanzschulenpapstes Schäfer-Elmayer zu Musik von Aram Khachaturian (Walzer aus Masquerade) und Johann Strauß Sohn (Hellenen-Polka) in bewunderungswürdiger Weise präzise umzusetzen wussten.

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Mitternachtsquadrille. Foto: Robert Quitta

Der Rest des Abends verging freudig wie im Fluge mit zwei überfüllten Quadrillen um Mitternacht und um 2 Uhr früh bis hin zum elegisch-melancholischen „Brüderlein fein“ kurz vor 5…

Nur ab und zu deutete ein kleines Zeichen darauf hin, dass die Pest zumindest aus den Seelen der Menschen noch nicht ganz verschwunden ist: gelegentlich erblickte man eine vereinzelte, übervorsichtige junge Ballbesucherin, die noch eine FFP2-Maske trug wie in finstersten Zeiten, und insgesamt war das Tanzparkett nach 2 Uhr noch etwas schütterer besetzt als sonst (wobei ich nicht der Meinung bin, dass ein Ball nur dann ein Erfolg ist, wenn sich die Tänzerinnen wie im Autodrom permanent gegenseitig anrempeln)…

Darüber hinausgehend, wären den Ballorganisatoren einige grundsätzliche Fragen zu stellen. In den 50er und 60er Jahren hielt man in Österreich ja viele Dinge für modern und fortschrittlich: Jazz-Messen, elektronische Barockmusik, Resopal-Tische, Tiefkühlnahrung, Glykol-Weine, verbaute Bäche und Stadtautobahnen etc…

Mittlerweile hat in all diesen Bereichen eine radikale Rückbesinnung und ein radikaler Rückbau begonnen. Nur beim Philharmonikerball glaubt man immer noch, dass man mit der Einrichtung einer Disco und eines hässlichen Heurigen (mit Lederhosenmusik) und dem Engagement einer Danceband (auf der Bühne des Goldenen Saals !), die alte Sinatra-Hadern spielt wie in einem Dorfwirtshaus in der Provinz, „auf der Höhe der Zeit“ und cool ist. Mitnichten. Ganz im Gegenteil !

Liebe geschätzte, verehrte Wiener Philharmoniker, ihr verdient jedes Jahr Abermillionen damit, dass ihr die wunderbarste Tanzmusik aller Zeit in höchster Qualität, aber in widernatürlicher Weise und vor allem zweckentfremdet stocksteifen Japaner/innen, die in den zu engen Sitzen des Musikvereins, in Kimonos eingeschnürt, das ganze Neujahrskonzert lang keine Miene verziehen (bevor sie dann beim Radetzymarsch wie wild darauf lospaschen)… Wäre es zu viel verlangt, dass ihr Euch dann bei Eurem BALL auf Eure ureigenste Kernkomptenz, Euren Markenkern, Eure Tradition besinnt und dieses musikalische Weltkulturerbe mit Sorgfalt und Liebe, historisch informiert, in klassischer Weise angemessen im Sinne der Komponisten präsentiert? Das würde nicht nur Euch zur Ehre gereichen, sondern auch der „Welthauptstadt der Musik“ als Ganzes. Zumal ja auch das JOHANN STRAUSS JAHR naht…

Ich danke für die geschätzte Aufmerksamkeit.

Robert Quitta, Musikverein
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ORF / „kulturMontag“ am 30. Jänner: Politik und Mode, Medien im Umbruch, Felix Kammerer im Porträt

Außerdem: Doku „Kikis Kosmos – Die Kunst der Kiki Kogelnik“, danach „Aus dem Archiv“ und „Slumming“ zum 65er von Paulus Manker

Wien (OTS) – Der von Peter Schneeberger präsentierte „kulturMontag“ am 30. Jänner 2023 um 22.30 Uhr in ORF 2 widmet sich u.a. der Krisensituation der Medien und der Frage, warum eine starke vierte Gewalt im Staat unabdingbar ist für eine funktionierende Demokratie. Weiters beschäftigt sich die Sendung mit politischen Dresscodes sowie dem Verhältnis von Politik und Mode. Außerdem: ein Porträt von Schauspiel-Shootingstar Felix Kammerer, der die Hauptrolle im neunfach Oscar-nominierten Antikriegsdrama „Im Westen nichts Neues“ verkörpert und am Sonntag, 29. Jänner ab 9.00 Uhr zu Gast beim Ö3-„Frühstück bei mir“ ist. Anschließend an das Magazin steht die Dokumentation „Kikis Kosmos – Die Kunst der Kiki Kogelnik“ (23.15 Uhr) auf dem Programm, gefolgt von einer neuen Ausgabe „Aus dem Archiv“ (0.00 Uhr) und dem Spielfim-Dakapo „Slumming“ – beides anlässlich des 65. Geburtstags von Paulus Manker.

Apropos Paulus Manker: Der Jubilar ist am Freitag, dem 3. Februar, anlässlich seiner neuen Bildbiografie „Das große Alma Mahler Album“ zu Gast in „Kultur Heute“ (19.45 Uhr, ORF III).

„Staat tragen“ – Das Verhältnis von Politik und Mode im neuen Buch von Daniel Kalt

Cooler Slimfit-Anzug oder bodenständiger Trachtenjanker, seriöses Chanel-Kostüm oder doch lässiger Hosenanzug? „Dress for success“ lautet die Fashion-Devise für Politiker/innen, nicht nur im Wahlkampf. Ob man ein Amt bekleidet oder staatstragend sein will – die Verbindung von Macht und Mode ist eng. Nicht nur die omnipräsente „message control“ zählt, auch sogenannte „Visual Politics“ bei Medienterminen, TV- oder Social Media Auftritten sind in der Welt der Mächtigen nicht mehr wegzudenken. Das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines politisch relevanten Bildhandelns mit Mitteln der Mode existiert freilich schon viel länger. Bereits 1513 gab einer der wohl bedeutendsten Staatsphilosophen der Neuzeit, Niccolò Machiavelli, den Päpsten, Fürsten und Kaisern einen bis heute populären Leitfaden für Machthungrige mit dem späteren Titel „Der Fürst“ mit auf den Weg. Die Menschen würden eher dazu tendieren, das zu beurteilen, was sie sehen und nicht so sehr das, was sie mit dem eigenen Verstand begreifen müssen. „Der gute oder zumindest glaubwürdige optische Eindruck zählt“, ist Modejournalist Daniel Kalt überzeugt. Darum sei mit Bildern leichter Politik zu machen, als mit Worten oder Taten. Pointiert sowie aufschlussreich analysiert er in seinem neuen Buch „Staat tragen“ das Verhältnis von Politik und Mode“ und taucht ein in die Welt der politischen Mode-Codes, entschlüsselt Botschaften von Active Wear bis Statement Dresses, seziert modische Fehlgriffe und präsentiert einen augenzwinkernden Style-Guide der Macht.

Warum Demokratie einen starken Journalismus braucht – Studiogast Alexandra Borchardt

Die österreichische Medienlandschaft ist im Umbruch, die vierte Gewalt im Staat in der Krise. Doch: Ausgerechnet in einer Welt der Überinformation herrscht Verständnislosigkeit zwischen denen, die Orientierung suchen, und denen, die sie von Berufs wegen bieten sollen. Das Wort „Lügenpresse“ ist der in Wut gekleidete Ausdruck davon. Wenn einander aber Bürger/innen und Medienvertreter/innen als Gegner betrachten, nutzt das vor allem denjenigen, die ihre Machtinteressen durchsetzen wollen. Populistische Politiker/innen, autokratische Regierungschefs, selbstherrliche Firmenleader sowie selbst ernannte Expertinnen und Experten profitieren davon, wenn Kontrollinstanzen wie die Medien diskreditiert werden. Den Schaden hat die Gesellschaft. Dabei ist gerade dann, wenn Demokratien unter Druck geraten, starker Journalismus existenziell. Alexandra Borchardt, Journalistin und Expertin für digitale Transformation, erläutert, wie es so weit kommen konnte. Sie zeigt auf, wie die Digitalisierung die gesellschaftliche Kommunikation und den Journalismus verändert hat. Und sie beleuchtet, was passieren muss, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und neues aufzubauen. Denn sie ist überzeugt: Menschen und Medien müssen Verbündete sein, um die Gesellschaft zu gestalten. „Wer nicht die digitale Öffentlichkeit sucht, riskiert, dass ganze Generationen von faktentreuer Berichterstattung abgehängt werden“, ist Borchardt überzeugt. Warum Demokratie einen starken Journalismus braucht, analysiert Peter Schneeberger mit der renommierten Journalistin und Buchautorin live im Studio.

Im Oscar-Fieber – Felix Kammerer im Porträt

Einen Nestroy als bester männlicher Nachwuchsdarsteller hat er schon in der Tasche, jetzt erobert Felix Kammerer in der Hauptrolle der neunfach Oscar-nominierten deutschen Verfilmung von Erich Maria Remarques Antikriegsklassiker „Im Westen nichts Neues“ (u.a. in den Topsparten „Bester Film“ und „Bester internationaler Film“) die Leinwand. Der jugendliche Look des 27-Jährigen täuscht darüber hinweg, dass er mittlerweile ein sehr erfahrener Profi ist. Schon als Teenager in Maresa Hörbigers Talenteschmiede verdiente er sich seine ersten Sporen. Nach seiner Ausbildung an der renommierten Ernst-Busch-Schauspielschule in Berlin stand er u.a. am Deutschen Theater sowie am Maxim-Gorki-Theater und bei den Salzburger Festspielen auf der Bühne, seit 2019 ist er im Burgtheater-Ensemble. Die Leidenschaft für die darstellende Kunst scheint ihm in die Wiege gelegt zu sein, haben doch beide Eltern, Angelika Kirchschlager und Hans Peter Kammerer, als Opernsänger international Karriere gemacht. Nur kurz hatte Kammerer mit einem Physikstudium geliebäugelt, ehe ihn das Theaterfieber vollends packte. Zurzeit ist sein Terminkalender dicht gedrängt. Er steht in Arthur Schnitzlers „Das weite Land“ auf der Bühne des Akademietheaters, am Samstag feiert er in der Rolle des Hans Castorp in Bastian Krafts Thomas-Mann-Inszenierung „Der Zauberberg“ Burgtheater-Premiere. Wie verrückt es im Film-Biz zugeht, davon konnte sich Felix Kammerer dank der Hauptrolle des jungen Soldaten Paul Bäumer im Drama „Im Westen nichts Neues“ schon Anfang des Jahres bei der Golden-Globe-Gala ein Bild machen. Auch wenn der Film keinen Preis ergattern konnte, von Glanz und Glamour, vom Trubel und den Superstars war der Jungschaupieler vollkommen überwältigt. Mit Nominierungen in sagenhaften 14 Kategorien hat die deutsche Produktion auch beim britischen Filmpreis BAFTA, der Mitte Februar verliehen wird, die größten Chancen. Über Höhenflüge, Sternstunden, Kriegsgeschichten und Oscar-Chancen erzählt Kammerer im „kulturMontag“-Interview.

„Kikis Kosmos – Die Kunst der Kiki Kogelnik“ (23.15 Uhr)

Kiki Kogelnik war eine der avanciertesten österreichischen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Ideen, geboren in den 1960er und 1970er Jahren, waren Kinder dieser Zeit und ihr gleichzeitig weit voraus. All das, was der italienische Schriftsteller Italo Calvino als DIE Qualitäten des neuen Jahrtausends beschrieben hat, hat Kiki Kogelnik gelebt, als Frau, als Künstlerin: Leichtigkeit, Geschwindigkeit, Exaktheit, Sichtbarkeit, Ironie. Kiki Kogelnik, geboren 1935 in Kärnten, gestorben 1997 in New York, hat das neue Jahrtausend nicht mehr erlebt, doch ihre Arbeiten inspirieren nach wie vor. Zeit ihres Lebens eine Wanderin zwischen den Welten, ihrem Kärntner Aufwachsen, ihrer Wiener und New Yorker Wahlheimat, hat Kiki Kogelnik viel von dem vorweggenommen, was heute für Künstler/innen Status quo ist: auf der ganzen Welt zu Hause zu sein. Und sie hat viel vorgelebt, erobert und erkämpft, was für heutige Künstler/innen selbstverständlich ist: ein selbstbestimmtes Leben führen zu können, wahrgenommen, ausgestellt, diskutiert zu werden, auch nach einer Heirat, auch mit Kind… Ziel dieser Dokumentation von Ines Mitterer-Guitart ist es, in Erinnerung zu rufen, wer Kiki Kogelnik für die Kunst, für die Frauen, für Österreich und New York gewesen ist. Das Porträt „Kikis Kosmos – Die Kunst der Kiki Kogelnik“ ist schon jetzt auf Flimmit (http://flimmit.at/) zum Streamen verfügbar.

„Aus dem Archiv – Paulus Manker“ (0.00 Uhr)

Anlässlich des 65. Geburtstags von Regisseur und Schauspieler Paulus Manker steht die aktuelle Ausgabe von „Aus dem Archiv“ ganz im Zeichen des viel zitierten „Enfant terrible“ der österreichischen Theater- und Filmszene. Manker macht bei der Aufzeichnung im ORF RadioKulturhaus seinem Ruf alle Ehre und legt einen furiosen Auftritt hin. Er inszeniert sich und den Abend und zieht damit einmal mehr das Publikum in seinen Bann. Christian Reichhold und Regina Nassiri sind perfekt auf den Gast vorbereitet, haben „den Manker“ und sein Schaffen quasi im kleinen Finger, können aber dennoch neben dem Großmeister nicht mehr tun, als Themen anzureißen, Stichworte zu liefern und viel bewegtes Bild zu seinem breitgefächerten Schaffen zu zeigen. Das Publikum nimmt ihn als sehr vielseitigen Künstler wahr, Manker selber sieht das anders. Warum, das erzählt er an diesem Abend – und gibt darüber hinaus viel Interessantes über sein Leben, seine Arbeit und seine Familie preis. Etwa, wie es war, mit der eigenen Mutter auf der Bühne zu stehen, wie das gemeinsame Arbeiten mit Michael Haneke war und wie er es geschafft hat, die Geschichte rund um Alma Mahler-Werfel nicht nur in Österreich, sondern u. a. auch in Venedig, Jerusalem und Los Angeles zur Aufführung zu bringen. Eine „seiner“ Almas sitzt im ORF RadioKulturhaus mit ihm auf der Bühne: Schauspielerin und „Vorstadtweib“ Martina Ebm lüftet das Geheimnis, was den Reiz der Zusammenarbeit mit Paulus Manker ausmacht.

Ladas Klassikwelt 102: Wie sich der Wagnerismus nach dem Tod des Meisters verbreiterte -

– anhand des Programmheftes der Bayreuther Festspiele 1884

von Jolanta Łada-Zielke

Manchmal finde ich bei meinen Freunden wahre Schätze wie ein Originalexemplar des Bayreuther Festblatts von 1884, das Eigentum meiner Pianistin ist. Dieses 60-seitige Programmheft gab die Central-Leitung des Allgemeinen Richard Wagner-Vereins in München ein Jahr nach dem Tod des Komponisten heraus. Sein Format ähnelt dem heutigen A3. „Ladas Klassikwelt 102: Wie sich der Wagnerismus nach dem Tod des Meisters verbreiterte
klassik-begeistert.de, 29. Januar 2023“
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Der Ring in Dresden, die Walküre: Reaktionär, revolutionär?

Foto: Die Walküre © Semperoper/Ludwig Olah 

Halbzeit in Dresden. Nach einem fulminanten Rheingold, eine nicht minder gelungene Walküre – die einige Überraschungen bereithielt. Die Inszenierung stört nicht nur nicht, sie macht Freude. In Dresden erlebt man noch echtes Gesamtkunstwerk.


Richard Wagner

Die Walküre

Christian Thielemann, Dirigent
Staatskapelle Dresden

Willy Decker, Regie
Wolfgang Gussmann
, Bühnenbild

Semperoper Dresden, 28. Januar 2023

von Willi Patzelt

Nach dem ersten Aufzug schaut man in viele verdutze Gesichter. War das gerade wirklich Thielemann? Manche haben vielleicht noch die Kritiken über den Ring an der Lindenoper im Kopf. Betont langsam habe er dort jüngst dirigiert, so war zu lesen. Und jetzt dieser erste Akt. Man hat den Eindruck, im Graben stünde ein junger Dirigent, dem die Nerven mit den Wälsungen durchgingen. In extrem schnellem Tempo peitscht Thielemann – aber voll kontrolliert – durch die berauschende Schlussszene, wie man es von keiner seiner Aufnahmen kennt. Accelerandi auf „Nothung, Nothung“. Purer Rausch. Einfach nur – verzeihen Sie – geil! „Richard Wagner, Die Walküre
Semperoper Dresden, 28. Januar 2023“
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Sir Antonio Pappano, auf Abschiedstournee, bringt römische Wärme in die Alte Oper

Foto: Accademia Nazionale di Santa Cecilia © Salar Baygan

Mit seinem Spitzenorchester aus der italienischen Hauptstadt gastierte ein Meister der subtilen Schattierungen in der Alten Oper in Frankfurt, zum letzten Mal als Chefdirigent.


Sergei Prokofjew (1891-1953) – Sinfonie Nr. 1 D-Dur, op. 25

Maurice Ravel (1875-1937) – Klavierkonzert G-Dur

Jean Sibelius (1865-1957) – Sinfonie Nr. 5 Es-Dur, op. 82

Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Rom
Seong-Jin Cho, Klavier
Sir Antonio Pappano, Dirigent

Frankfurt, Alte Oper, 27. Januar 2023

von Brian Cooper, Bonn

Mein 40. Konzert in der gefühlt noch jungen Saison 2022/23 bringt mich zum dritten Mal mit Sir Antonio Pappano zusammen, den ich tatsächlich auch zum dritten Mal mit Ravel erlebe. Und was soll ich sagen: Der freundliche und charismatische Herr, liebevoll „Tony“ genannt, ist einfach ein großartiger Ravel-Dirigent! Mit dem Chamber Orchestra of Europe gab er im vergangenen Dezember in Köln ein Tombeau de Couperin, an das man sich noch lange erinnern wird. Was für Holzbläser! Wer’s gehört hat, weiß, wovon ich spreche. „Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia, Rom Seong-Jin Cho, Klavier, Sir Antonio Pappano
Frankfurt, Alte Oper, 27. Januar 2023“
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Die Sonntag-Presse – 29. Januar 2023

© Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
Die Sonntag-Presse – 29. Januar 2023

ORF: Interview mit Elīna Garanča ur heutigen „Aida“ -Übertragung im ORF
Der Garanča-Beitrag ist der letzte in der aufgezeichneten Sendung
https://tvthek.orf.at/profile/Kultur-Heute/3078759/Kultur-Heute/14165726

Dresden
Der Ring in Dresden, Rheingold: „Alles was ist, endet“
Der Anfang vom Ende hat begonnen. In Walhall, wie in Dresden: Die Schlussphase der Ära Christian Thielemann hat angefangen; die Götterdämmerung ist bereits im Rheingold in Sichtweite. Ein zum Niederknien herrlicher Vorabend des Ring des Nibelungen macht einen schon jetzt wehmütig über den Weggang Thielemanns im kommenden Jahr.
Von Willi Patzelt
Klassik-begeistert.de

München/Bayerische Staatsoper
Dirigent Andrew Manze im Interview: Aufgehobene Verkehrsregeln
Der Dirigent Andrew Manze über den Doppelabend „Dido and Aeneas… Erwartung“ im Nationaltheater.
Am Sonntag bringt die Bayerische Staatsoper zwei Stücke zusammen, die auf den ersten Blick nicht wirklich zueinander passen: Henry Purcells Barockoper „Dido and Aeneas“ aus dem Jahr 1698 und Arnold Schönbergs Monodram „Erwartung“ von 1907. Ausřinė Stundytė singt beide Hauptrollen, Krzysztof Warlikowski inszeniert, im Orchestergraben gibt Andrew Manze sein Debüt am Opernpult und in der Staatsoper.
Muenchner Abendzeitung

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