DIE DIENSTAG-PRESSE – 30. JUNI 2026

 v.l. Kirill Volkov, Danang Dirhamsyah © Kiara Kuhn

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 30. JUNI 2026

Lübeck/Haus Eden
Kirill Volkov und Danang Dirhamsyah ziehen das Publikum in ihren Bann
Überzeugendes Plädoyer für den leider vergessenen Komponisten Hans Gál. Faszinierendes Kammerkonzert im Haus Eden in Lübeck Kirill Volkov und Danang Dirhamsyah interpretieren die Sonate von Hans Gál mit großer Emphase und Spielfreude. Immer im gleichen Atem, beeindruckt das unprätentiöse und so leichte, ja geradezu selbstverständliche Musizieren der Künstler. Man wird von der Verbundenheit und Begeisterung der beiden mitgerissen.
Von Axel Wuttke
Klassik-begeistert.de

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Ferdinand Loh gratuliert klassik-begeistert zum Zehnjährigen mit dem populärsten Werk der Klavierliteratur

Glückwunschrede zur Feier aus Anlass des zehnjährigen Bestehens von klassik-begeistert

von Sandra Grohmann
nach der Idee und unter Verwendung von Zitaten aus
Eric Baumann, Ferdinand Loh und sein opus magnum: Der Flohwalzer

Klassik begeistert uns alle schon lange Zeit – die meisten von uns seit Kindertagen -, und dass Du den zehnten Geburtstag Deines Blogs, lieber Andreas, mit uns gemeinsam feierst, ist der schönste Anlass zusammenzukommen.

Runde Geburtstage sind ja immmer auch ein Anlass zurückzublicken. Zurückzublicken auf das Erreichte, ebenso aber zurückzublicken auf Versäumnisse. Auch hierauf gilt es einzugehen.

„Eric Baumann, Der Komponist Ferdinand Loh und sein opus magnum: Der Flohwalzer (ATL 6205)
klassik-begeistert.de, 25. Juni 2026“
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Kirill Volkov und Danang Dirhamsyah ziehen das Publikum in ihren Bann

v.l. Danang Dirhamsyah, Kirill Volkov, Foto: Kiara Kuhn

Überzeugendes Plädoyer für den leider vergessenen Komponisten Hans Gál. Faszinierendes Kammerkonzert im Haus Eden in Lübeck

Kirill Volkov und Danang Dirhamsyah interpretieren die Sonate von Hans Gál mit großer Emphase und Spielfreude. Immer im gleichen Atem, beeindruckt das unprätentiöse und so leichte, ja geradezu selbstverständliche Musizieren der Künstler. Man wird von der Verbundenheit und Begeisterung der beiden mitgerissen.

Max Bruch: Romanze für Viola und Klavier op. 85
Johannes Brahms: Vier Balladen op. 10
Hans Gál: Sonate für Viola und Klavier op. 101

Bratsche: Kirill Volkov
Klavier: Danang Dirhamsyah

Haus Eden, Lübeck, 27. Juni 2026

von Axel Wuttke

Der aus Indonesien stammende Pianist und Klavierpädagoge Danang Dirhamsyah und der russisch-griechische Bratschist und Pädagoge Kirill Volkov widmeten sich in ihrem, Zwischen Schatten und Sehnsucht betitelten Konzert, mit Johannes Brahms und Max Bruch zwei prominenten Vertretern der romantischen Kammermusik. Ergänzt wurde das Programm durch ein Werk der Moderne, das aber in der Tradition von Brahms verwurzelt ist. Ein hochinteressanter Abschluss der kleinen, durch die Possehl-Stiftung Lübeck geförderten Konzertreihe rund um den Pianisten Danang Dirhamsyah und seine Freunde im Haus Eden in Lübeck. „Zwischen Schatten und Sehnsucht, Hans Gál
 Haus Eden, Lübeck, 27. Juni 2026“
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„La bohème“ berührt im englischen Landhaus-Festival Grange

La bohème © Richard Hubert Smith

In „The Grange“, einem der berühmtesten neoklassischen Landhäuser Englands, erbaut 1665, eingebettet in eine atemberaubend schöne Landschaft, werden seit 1998 hervorragende Opern inszeniert, seit 2002 im zum Theater umgebauten Gewächshaus, „Orangery“. Dieses Jahr sind es vier Opern, Giulio Cesare, La Clemenza di Tito, Onegin und La bohème. Puccinis bewegende Oper im Pariser Künstlermilieu bescherte uns einen Genuss und tränenreichen Abend.

Giacomo Puccini, La bohème

Dirigent: Richard Farnes

Regie: David Geselson
Bühne: Lisa Navarr
Video: Jeremie Scheidler

Bournemouth Symphony Orchestra
The Grange Festival Chorus

The Grange Festival, 28. Juni 2026

von Dr. Charles E. Ritterband

Jeden Sommer hat der Opern-Liebhaber die süße (aber auch ziemlich kostspielige) Qual der Wahl zwischen den führenden Opern Festivals in historischen Landhäusern – an deren Spitze unbestreitbar Glyndebourne und Garsington stehen. „Giacomo Puccini, La bohème
The Grange Festival, 28. Juni 2026“
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Der Norden erfrischt und öffnet die Herzen

Dominik Beykirch und Orchester, Foto: Andreas Ströbl

9. Symphoniekonzert

Gegen die aktuelle Gluthitze helfen kühle Getränke, ein schattiges Plätzchen – und zum inneren Abkühlen eine Musik, die mit ihrer Frische die Seele durchpustet wie der Nordwind an einer skandinavischen Küste, mit weitem Blick in die Wolken und dichten, dunklen Wäldern im Rücken. So etwas konnte man am 28. Juni 2026 beim 9. Symphoniekonzert in der Lübecker Musik- und Kongresshalle (MuK) erleben.

Elfrida Andrée, Ouvertüre zur Oper „Fritiofs Saga“
Launy Grøndahl, Konzert für Posaune und Orchester
Jean Sibelius, Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Stephan Gerblinger, Posaune

Dominik Beykirch, Dirigent
Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck

Lübeck, Musik- und Kongresshalle, 28. Juni 2026

von Dr. Andreas Ströbl

Eine Wikingerin an der Orgel

Die schwedische Komponistin Elfrida Andrée war nicht nur die erste Organistin des Landes, sondern auch dessen erste Telegraphistin, die ihren Geschlechtsgenossinnen den Zugang zu diesem Beruf erst ermöglichte. Telegraphistinnen wurden speziell ausgebildet, weil Frauen mit ihrem Sprachverständnis weniger Fehler als Männer machen. Und so nimmt es nicht wunder, dass diese Komponistin aus einem Land, in dem auch Wikingerinnen in den Kampf zogen und eine Ohrfeige des Ehegatten in der Saga-Zeit zur sofortigen Scheidung führen konnte, eine Musik schuf, die selbstbewusst und strahlend daherkommt. „9. Symphoniekonzert, skandinavisches Programm
Lübeck, MuK, 28. Juni 2026“
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DIE MONTAG-PRESSE – 29. JUNI 2026

Bülent Ceylan (Bassa Selim), David Steffens (Osmin), Serafina Starke (Blonde) © Stephan Rabold

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DIE MONTAG-PRESSE – 29. JUNI 2026

„Entführung aus dem Serail“: Mozarts Meisterwerk verkommt zur plumpen Sitcom
Gleich nach der sehr flott dirigierten Ouvertüre meint man, sich im falschen Theater zu befinden. Ist das nicht die erfolgreiche deutsch-türkische Sitcom „Gutes Wedding/Schlechtes Wedding“? Ein gut gelaunter türkischer Comedian beginnt eine Conference, die man ihm im erwähnten Stehgreif-Theater nicht hätte durchgehen lassen. Das Publikum Unter den Linden jedoch belohnt ihn mit schenkelklopfendem Beifall. Was nun über drei zähe Stunden abläuft, ist hilfloses Rampentheater, immer wieder unterbrochen durch flache, unpassende Witze, die nicht selten sogar den Ablauf der Musik stören.
Von Peter Sommereggger
Klassik-begeistert.de

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Eine Melange aus Klassik und kubanischem Sound sorgt für beste Unterhaltung

Lesmona 2026 © Axel Martens

Ungetrübter Optimismus und mitreißende Musik vertreiben düstere Unwetterprognosen

Großes Orchesterkonzert beim
Klassik-Festival „Sommer in Lesmona 
26“

Programm:
Klassische und kubanische Werke und Bearbeitungen von Wolfgang Amadeus Mozart, Amadeo Roldán, Ludwig van Beethoven, Alejandro García Caturia, Antonín Dvořák, George Gershwin , Johannes Brahms, Arturo Márquez u.a.

Cosette Justo Valdés  Dirigentin
Anna Novák  Moderation

Klazz Brothers & Cuba Percussion (Kilian Forster: Kontrabass, Jorge Luis Pacheco: Piano, Tim Hahn: Schlagzeug, Alexis Herrera Estévez: Timbales, Elio Rodriguez Luis: Congas)

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen  

Knoops Park in Bremen, 27. Juni 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Noch knapp zwei Stunden vor Beginn des Großen Orchesterkonzerts prognostizieren die Wetterdienste eine 99%ige Unwetterwarnung für diesen extrem heißen Abend. Wenig erfreulich für das kleine, aber feine Open-Air-Festival „Sommer in Lesmona“, das zum bereits einunddreißigsten Mal unter dem alten, teils exotischen Baumbestand im nordbremischen Knoops Park stattfinden soll. „Klassik-Festival „Sommer in Lesmona ’26“
Knoops Park in Bremen, 27. Juni 2026“
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Wunderland: Mucksmäuschenstill ist es im Zuschauerraum...

Wunderland, Aleix Martínez © Kiran West

51. Hamburger Ballett-Tage

WUNDERLAND
Ballett von Alexei Ratmansky nach Lewis Carroll

Musik arrangiert und orchestriert von Philip Feeney

Bühnenbild:  Sebastian Hannak
Kostüme:  David Szauder
Licht:  Christian Kass

Musikalische Leitung:  Vello Pähn
Klavier:  Daria Parkhomenko
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

Hamburgische Staatsoper, Hamburg Ballett, 26. Juni 2026, Familienvorstellung

von Iris Röckrath

Was für ein Glück, bei 34 Grad Außentemperatur mit einem großen Fächer in der Hand im klimatisierten Zuschauerraum der Staatsoper sitzen zu dürfen.

An diesem Abend waren sie da, die Menschen ab 8 Jahren, hatten sich festlich geschmückt und Oma, Mama, Schwester oder Freundin mitgebracht.

Mucksmäuschenstill war es im Zuschauerraum über 2 Stunden Spieldauer …

Nach dem Schlussvorhang wurde fröhlich und hellwach plaudernd nach Hause gehüpft beglückt und angefüllt mit vielen bunten Bildern und Melodien.

Zur Einstimmung gab es vorab eine sehr gut besuchte Familieneinführung im 4 Rang. Die knisternde Spannung nahm zu, als ein Tänzer, der die Rolle des Tweedledum auf der Bühne verkörpert, den Anwesenden den Beginn seiner Rolle präsentierte und dann die Kinder auch noch mittanzen durften.

„Wunderland, Ballett von Alexei Ratmansky nach Lewis Carroll
Hamburgische Staatsper, 26. Juni 2026“
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DIE SONNTAG-PRESSE — 28. JUNI 2026

Die Walküre, Premiere 2026 © G. Schied

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DIE SONNTAG-PRESSE – 28. JUNI 2026

„Sehr, sehr großes Problem“: Wie gefährlich sind Wagner-Opern?
Die Münchner Opernfestspiele begannen mit einer umjubelten „Walküre“-Premiere. Richard Wagner ist populär, aber zum 150. Geburtstag der Bayreuther Festspiele auch umstritten wie lange nicht. Muss sein Antisemitismus energischer aufgearbeitet werden?
BR-Klassik.de

Selten hat man Jurowski so aufgewühlt erlebt: Wagners Walküre an der Bayerischen Staatsoper
Tobias Kratzer schickt Walküren durch den Englischen Garten – und Dirigent Jurowski überrascht mit einem Wagner, der wirklich aufwühlt.
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Münchner Opernfestspiele: Menschenjagd im Hofgarten
Männer sind machtgeile Egoisten und die Welt kann nur von Frauen gerettet werden: Tobias Kratzer inszeniert Richard Wagners Oper „Die Walküre“ bei den Münchner Opernfestspielen neu.
SueddeutscheZeitung.de

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Es war schön, präzise und sehr französisch

Das Paar: Julian McKay und Elisabeth Tonev (Foto: RW)

Den französischen Stil von formaler Eleganz, präzisem Ausdruck und fast mathematischer Klarheit der Aussage, ohne jede Gefühligkeit oder emotionalem Überschwang fängt Preljocajs Choreographie bemerkenswert ein.

Le Parc, Ballett von Angelin Preljocaj

Musik von Wolfgang Amadeus Mozart

Sounddesign (Musik vom Band): Goran Vejvoda
Bühne: Thierry Leproust, Kostüme: Hervé Pierre

Klavier: Dmitry Mayboroda
Bayerisches Staatsorchester

Musikalische Leitung: Mihail Agrest

Bayerische Staatsoper, Bayerisches Staatsballett, 26. Juni 2026

von Dr. Ralf Wegner

Es begann wie auf dem Place du Trocadéro in Paris. Links und rechts begrenzten neoklassizistisch anmutende Fassadenelemente den Platz, nach vorn weitete sich der Blick auf einen wolkendurchzogenen blauen Himmel. Nur der Eiffelturm fehlte. Stattdessen ragten drei schmale schwarze, sich pyramidenartig verjüngende Dreiecke in die Höhe. Vorn traten dazu vier gezirkelt roboterhaft agierende Tänzer auf, sie könnten mit ihren dunklen Brillen als Modeschöpfer durchgehen. „Le Parc, Ballett von Angelin Preljocaj
Bayerische Staatsoper, 26. Juni 2026“
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