Stefano Poda inszeniert Verdis „Macbeth“ in Lüttich als Gesamtkunstwerk

Ewa Płonka, Luca Micheletti  © J. Berger / ORW-Liège

Oper als Gesamtkunstwerk, das Musik, Schauspiel, Bühnen- und Kostümkreationen und auch Tanz umfasst. Dies ist das Ziel des Regisseurs Stefano Poda. Und das Mindeste was man sagen kann über die Aufführung der Oper Macbeth zur Saisoneröffnung 2026/2027 in Lüttich ist, dass es hier total gelungen ist. Stefano Poda zeichnet verantwortlich für Regie, Bühnenbild, Kostüme, Lichtregie und Choreografie, Generalmusikdirektor Giampaolo Bisanti für die musikalische Leitung. Das mordende Königspaar wird von Luca Micheletti und Ewa Płonka überzeugend gesungen und dargestellt.

Lüttich, Opéra Royal de Wallonie, 18. September 2026

Giuseppe Verdi (1813-1901)
MACBETH
Oper in vier Akten (Libretto von Francesco Maria Piave)

Musikalische Leitung: Giampaolo Bisanti

Inszenierung, Bühnenbild,
Kostüme, Licht & Choreografie:        Stefano Poda

von Jean-Nico Schambourg

„Giuseppe Verdi (1813-1901), Macbeth, Stefano Poda
Lüttich, Opéra Royal de Wallonie, 18. September 2026“
weiterlesen

DIE SONNTAG-PRESSE – 20. SEPTEMBER 2026

Daniel Barenboim © Monika Ritterhaus

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 20. September 2026

Dortmund
Barenboim erlitt Schwächeanfall: Dortmund-Auftritt abgesagt
Dem international gefeierten Dirigenten Daniel Barenboim fehlt Stunden vor einem geplanten Auftritt in Dortmund die Kraft. Er hatte noch kurz zuvor mit einem ganz besonderen Orchester geprobt.
share.google

„DIE SONNTAG-PRESSE – 20. SEPTEMBER 2026“ weiterlesen

Daniels Anti-Klassiker 35: Ludwig van Beethoven – „Für Elise“ (1810)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Wer kennt es nicht? Im Konzertrepertoire gibt es eine Reihe von Stücken, die angeblich jedem gefallen und die scheinbar auch jeder hören will. Leidgeplagte Musiker und Solisten kennen sicherlich diesen Wunsch, nach ihren aufwändigen, einfühlsamen und herausragenden Meisterwerken doch bitte auch noch einmal „das Eine“ aufzuführen. Und allzu oft ist mit diesem „Einen“ einer jener Klischee-„Klassiker“ gemeint, die bereits jeder – egal ob Musiker oder Zuhörer – auswendig kennt. Solch ein Fall von „das Eine“ haben wir auch beim Opus 59 von Beethoven, besser bekannt als „für Elise“.
„Daniels Anti-Klassiker 35: Ludwig van Beethoven – „Für Elise“
klassik-begeistert.de, 20. September 2026“
weiterlesen

Patrick Hahn sorgt für frischen Wind

CD/Blu-ray Besprechung:

Wer glaubt, den Kosmos von Johann Strauss Sohn in- und auswendig zu kennen, wird bei der Lektüre gängiger Konzertprogramme meist enttäuscht. Dort regieren mit sturer Verlässlichkeit die üblichen Schlachtrösser, vom Donauwalzer bis zum Radetzky-Marsch, garniert mit dem ewig gleichen Schlagobers aus Wiener Gemütlichkeit. Das Label BR-Klassik geht auf einer neuen Studioeinspielung mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Patrick Hahn erfreulicherweise einen anderen, klügeren Weg.

Johann Strauss
Perpetuum Mobile

Münchner Rundfunkorchester
Patrick Hahn, musikalische Leitung

BR-Klassik, 900353

von Dirk Schauß

„Johann Strauss, Perpetuum Mobile, Patrick Hahn, musikalische Leitung
klassik-begeistert.de, 19. September 2026“
weiterlesen

Daniels Anti-Klassiker 34: Giuseppe Verdi – Triumphmarsch aus „Aida“ (1871)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Erlangen Komponisten (zu) viel Berühmtheit, gehen ihnen schon mal die Pferde durch. Manches Mal verlieren sie das Gespür für Grenzen, gehen in Wahn über, sich alles erlauben zu können oder fordern sogar Spezialanfertigungen und -instrumente für ihre Musik. Aus solchem Übermut ist auch das ein oder andere Gute entstanden – man erinnere sich nur an die Wagnertuba. Viel zu oft aber endet solcher Narzissmus im Kuriosen, in Absurdität oder in Unikaten. Eines jener Unikate muss man dann auch dem berühmten italienischen Opernkomponisten Giuseppe Verdi unterstellen. Die Rede ist von seiner Oper Aida, die er mit einem instrumentalen Kniff versah, der bestenfalls als „Gag“ herhalten kann.
„Daniels Anti-Klassiker 34: Giuseppe Verdi – Triumphmarsch aus „Aida“
klassik-begeistert.de, 19. September 2026“
weiterlesen

DIE FREITAG-PRESSE – 18. SEPTEMBER 2026

Anna Lapwood © Andy Paradise

Für Sie und Eure in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE – 18. SEPTEMBER 2026

Köln
Orgelschaden in Köln: Anna Lapwood verwandelt ein Beinahe-Fiasko in einen phänomenalen Triumph
Man stelle sich vor, der Saal ist prall gefüllt, alle warten auf Anna Lapwood (31), Jungtalent und Stargast des Abends, die aktuell auf Tournee durch Europa die Herzen berauscht und in den sozialen Medien ein Millionenpublikum für die Orgel begeistert. Und dann tritt mit mehreren Minuten Verspätung der Veranstalter auf die Bühne und verkündet das maximal Verheerendste: Die Orgel ist ausgefallen. Was wie der schlimmste Alptraum aller klingt, wird an diesem Mittwoch in Köln Realität.
Von Daniel Janz
Klassik-begeistert.de

Köln
Glühbirnen, Geschirr, Tische – Die letzten Vorbereitungen für die Eröffnung der Oper
In schwindelnder Höhe stehen die Fachleute auf einer Leiter und sorgen dafür, dass das Opernfoyer rechtzeitig vor dem Tag der offenen Tür noch mehr Glanz bekommt. In die Muranoglas-Leuchter, die auch von außen durch die großen Fenster zu sehen sind, werden neue Birnen eingeschraubt. „Bisher hatten wir, um zu sehen, ob die Technik funktioniert, einfache Birnen benutzt. Und die waren teilweise lange in Betrieb. Nun sind es die neuesten LED‑Leuchten. Die bringen das Glas nochmal richtig zum Leuchten“, sagt Architekt Remigiusz Otrzonsek, der verantwortlich für die Sanierung der Kölner Bühnen ist.
KoelnerStadtanzeiger.de

„DIE FREITAG-PRESSE– 18. SEPTEMBER 2026“ weiterlesen

Daniels Anti-Klassiker 33: Rimski Korsakow – „Scheherazade“ (1888)

Höchste Zeit, sich als Musikliebhaber neu mit der eigenen CD-Sammlung und der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen. Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese sarkastische und schonungslos ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Scheherazade – frei nach dem Märchen von Tausendundeiner Nacht – ist eine der populärsten, wenn nicht sogar die populärste Komposition von Rimski Korsakow. Nicht nur der Stoff der Erzählung selbst berauscht. Die Musik gilt als Meisterwerk der Instrumentation, als eine herausragend in Töne gegossene Erzählung. Nicht selten wird sie sogar als die beste Komposition des russischen Komponisten bezeichnet. Und doch – trotz dieses herausragenden Rufs gibt es da etwas, was an dieser Komposition herausfällt. Denn, wie sich zeigt, ist nicht alles Gold, was glänzt…

„Daniels Anti-Klassiker 33: Rimski Korsakow – „Scheherazade“
klassik-begeistert.de, 18. September 2026“
weiterlesen

DIE DONNERSTAG-PRESSE – 17. SEPTEMBER 2026

Salzburger Festspiele © Luigi Caputo

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DONNERSTAG-PRESSE – 17. SEPTEMBER 2026

Salzburg
Entscheidung in Salzburg? Peter de Caluwe soll Intendant der Festspiele werden
Audio von Jörn Florian Fuchs (5,02 Minuten)
deutschlandfunk.de

Salzburg habet Papam?
Die Salzburger Festspiele stehen offenbar vor einer überraschenden Entscheidung: Peter de Caluwe soll neuer Intendant und damit Nachfolger von Markus Hinterhäuser werden. BackstageClassical hatte das bereits im letzten Newsletter spekuliert, nun bringen es auch die »Salzburger Nachrichten«. Demnach sind Barrie Kosky und Sophie de Lint in der Nachfolge von Markus Hinterhäuser bei den Salzburger Festspielen wohl aus dem Rennen. Eine offizielle Bestätigung steht bislang allerdings noch aus. Damit würde das Auswahlverfahren eine neue Wendung nehemen, in dem lange Barrie Kosky als Favorit galt. Nun scheint sich das Blatt gedreht zu haben. De Caluwe war von 2007 bis 2025 Intendant des Brüsseler Opernhauses La Monnaie/De Munt. Sollte sich die Nachricht bestätigen, würde er die Salzburger Festspiele am 1. Oktober 2027 übernehmen. Bis dahin führt Karin Bergmann das Festival interimistisch.
share.google

„DIE DONNERSTAG-PRESSE – 17. SEPTEMBER 2026“ weiterlesen

Daniels Anti-Klassiker 32: Anton Bruckner – Sinfonie Nr. 4 (1874 – 1880)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Essenz einer Reihe über überbewertete Klassiker ist es, dass auch ab und an wahre Meisterwerke ihr Fett wegkriegen müssen. Egal, ob die Gründe banal sind, ob sich Fehler, Schwächen oder Probleme direkt in der Komposition zeigen oder ob die Aufführungspraxis zu wünschen übriglässt. Nur wenn man darüber spricht, besteht auch die Chance auf Veränderung und hoffentlich Besserung. Und so kommt es, dass nun auch Bruckners vierte Sinfonie in dieser Reihe erscheinen muss – eine Sinfonie, die unter Bruckner-Kennern als die beliebteste zählt.
„Daniels Anti-Klassiker 32: Anton Bruckner – Sinfonie Nr. 4
klassik-begeistert.de, 17. September 2026“
weiterlesen

Musikfest Berlin: „Für wen die Glocke schlägt“

RSB – Saisoneröffnung, Leitung Vladimir Jurowski © Phil Dera

Vladimir Jurowski setzt einmal mehr auf selten gespieltes Repertoire. Und das Musikfest-Publikum erscheint. Uns schlagen zwei erhellende Stunden in drei Werken, in denen Glocken eine zentrale Bedeutung haben.  

Philharmonie Berlin, 13. September 2026

Galina Cheplakova, Sopran
Anton Rositskii, Tenor
Alexey Markov, Bariton (für Vladislav Sulimsky)

Rundfunkchor Berlin
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Vladimir Jurowski, Dirigent

Edison Denissow (1929-1996) – Peinture für großes Orchester
Anatol Vieru (1926-1998) – Sinfonie Nr. 2

Sergei Rachmaninow (1873-1943) – „Die Glocken“ – Sinfonisches Poem für Sopran, Tenor, Bariton, Chor und Orchester. Text von Konstantin Balmont nach dem gleichnamigen Gedicht von Edgar Allan Poe

von Brian Cooper

In Zeiten, da Programmhefte zunehmend abgeschafft werden, ist ein solches Gratisheft wie an diesem Abend – informativ, wunderschön gestaltet, gut zu lesen – eine regelrechte Wohltat und überaus willkommen.

„Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Vladimir Jurowski, Denissow und Vieru
Philharmonie Berlin, 13. September 2026“
weiterlesen