Buchbesprechung
Innerhalb weniger Monate sind zwei doch sehr unterschiedliche biographische Publikationen über den Dirigenten Herbert von Karajan erschienen.
Wolfgang Rathert
Herbert von Karajan
Macht-Ohnmacht-Vermächtnis
et+k
von Peter Sommeregger
Der Blog von Andreas Schmidt
Buchbesprechung
Innerhalb weniger Monate sind zwei doch sehr unterschiedliche biographische Publikationen über den Dirigenten Herbert von Karajan erschienen.
Wolfgang Rathert
Herbert von Karajan
Macht-Ohnmacht-Vermächtnis
et+k
von Peter Sommeregger
Foto: Sokhiev Tugan (c) Patrice Nin
Saisoneröffnungskonzert +++ Musikverein Wien +++ 13. September 2026
Musikverein Wien, 13. September 2026
Die Wiener Philharmoniker sind jetzt eifrigst unterwegs; Konzerte in Wien, Grafenegg und wieder traditionsgemäß in Luzern. Tugan Sokhiev, der derzeitige Lieblingsdirigent der Philharmoniker, beweist wiederum, dass er der völlig richtige Mann als Favorit ist. Das Konzert war phänomenal – wenngleich mit minimalen Abstrichen.
Ludwig van Beethoven: Leonoren Ouvertüre Nr. 3 op. 72
Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie g-moll KV 183
Sergej Prokofjew: Suite aus der Ballettmusik „Romeo und Julia“, op. 64, zusammengestellt von Tugan Sokhiev
Wiener Philharmoniker
Tugan Sokhiev, Dirigent
von Herbert Hiess „Wiener Philharmoniker, Tugan Sokhiev, Saisoneröffnungskonzert
Musikverein Wien, 13. September 2026 “ weiterlesen
Höchste Zeit, sich als Musikliebhaber neu mit der eigenen CD-Sammlung und der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen. Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese sarkastische und schonungslos ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.
von Daniel Janz
Einfachheit und Eingängigkeit sind zwei der wesentlichen Prinzipien, die Musik idealerweise erfüllt, um in Erinnerung zu bleiben. Doch wie bei einem guten Küchengericht kommt es auch bei Musik auf die ausgewogene Balance aller Zutaten an. Nun wenden wir uns einmal der Vorstellung zu, Einfachheit und Eingängigkeit würden als die beiden einzigen Prinzipien überdauern, Virtuosität, Instrumentation und Inhalt würden über Bord geworfen und anstatt eines dramaturgischen Verlaufs soll die Musik in den Hintergrund gerückt werden. So, als wolle man eine Suppe anrichten, die nur aus Wasser und Salz besteht. Was käme dabei wohl heraus? Um diese Frage zu beantworten, bietet sich ein Blick auf die Gymnopédies von Erik Satie an. „Daniels Anti-Klassiker 31: Erik Satie – 3 Gymnopédies
klassik-begeistert.de, 16. September 2026“ weiterlesen
Teatro alla Scala (Foto Patrik Klein)
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE – 16. SEPTEMBER 2026
Mailand
Klein beleuchtet kurz 76: Der Liebestrank im Teatro alla Scala macht richtig Laune
Eine neue Scala Produktion von Donizettis L’elisir d’amore verabschiedet sich von der traditionellen Produktion eines Franco Zeffirelli und setzt statt auf prunkvoll ausgestatteter historischer Bauernkomödie auf eine junge, frische, gefühlsbetonte und farbenfrohe Inszenierung, bei der die Scala ihre eigene Akademie und die nächste Generation von Künstlern in den Mittelpunkt stellt.
Von Patrik Klein
Klassik-begeistert.de
Lübeck/Musik- und Kongresshalle
Schubert satt!
Michael Schade, Tenor, Stefan Vladar, Dirigent, Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck. Wenn wohlbekannte Klassiker in unerwarteter Frische erklingen, dann liegt das in Lübeck meist daran, dass Stefan Vladar auf dem Dirigentenpodest steht. Die Symphoniekonzert-Saisoneröffnung am 13. September 2026 in der Lübecker „MuK“ in jedem Falle brachte zwei Schubert-Symphonien in rasantem Tempo und einen renommierten Tenor mit kaum bekannten Arien des Wieners.
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik.begeistert.de
CD/Blu-ray Besprechung:
Giuseppe Verdi
Nabucco
Arena di Verona 2025
C Major, 773 504
von Dirk Schauß
Ein Stuhl, ein Gerüst, ein paar hundert Leuchtröhren und gänzlich unfallfrei gestapelte Laserstrahlen – wer die Arena di Verona betritt, erwartet traditionell echte Pferde, verstaubte Pappmaché-Obelisken und mindestens zweitausend Statisten mit Pappmaché-Säbeln.
Ein Mann von gut achtzig Jahren tritt an das Pult im Münchner Gasteig. Er faltet die Hände nicht zum Gebet, sondern hebt die Arme zur denkbar schwersten Aufgabe des romantischen Repertoires – und sogleich wirkt jene gern beschworene Schicksalsangst vor der Neunten Symphonie wie eine Erfindung melancholischer Musikhistoriker.
Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 9, Aufführung und Proben
Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Herbert Blomstedt, musikalische Leitung
BR-Klassik, 900 235
von Dirk Schauß
CD-Besprechung:
Man muss die Musiker von Concerto Scirocco ein Stück weit beneiden. Während sich andere Ensembles oft noch durch die Lehrbücher des Kontrapunkts arbeiten, genügte im Spanien des 16. Jahrhunderts ein klares Akkordschema, eine Prise pragmatischer Erfindungsgabe und der Mut zur Verzierung. Genau diesem Prinzip – den Folías – widmet sich die neue CD des Schweizer Ensembles unter der Leitung der Blockflötistin Giulia Genini. Das Ergebnis ist erfrischend unakademisch und von einer unmittelbaren Spielfreude geprägt.
Legacies of the Spanish Golden Age
Folías y Glosas
Concerto Scirocco
Giulia Genini, musikalische Leitung
Arcana, A599
von Dirk Schauß
Tugan Sokhiev © Patrice Nin
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 15. SEPTEMBER 2026
Wien/Musikverein
Der philharmonische Lieblingsdirigent begeistert das Wiener Publikum
Die Wiener Philharmoniker sind jetzt eifrigst unterwegs; Konzerte in Wien, Grafenegg und wieder traditionsgemäß in Luzern. Tugan Sokhiev, der derzeitige Lieblingsdirigent der Philharmoniker, beweist wiederum, dass er der völlig richtige Mann als Favorit ist. Das Konzert war phänomenal – wenngleich mit minimalen Abstrichen.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de
Wien
Saisonstart im Musikverein vor Van der Bellen und Christine Lagarde (Bezahlartikel)
Die Wiener Philharmoniker eröffneten unter dem kommenden Neujahrskonzert-Dirigenten Tugan Sokhiev die neue Musikvereinssaison mit Mozart, Beethoven und Prokofjew.
DiePresse.com
Bild: YouTube / Rstraussopera
Sie haben im einzigen Akt der Oper nach einem Vorspiel keine tragenden Rollen, aber sie leiten den Akt mit ihrem Mitleid ein. „Schläft sie? Nein sie weinet.“ „Wundes Herz auf ewig.“ Singen die Quellnymphe (Najade) und die Baumnymphe (Dryade) und das Echo wiederholt: „Ewig, ewig.“ Aufgeregt künden sie die Ankunft eines jungen Gottes an. Und hinter der Bühne, unsichtbar stimmen sie am Schluss das „Töne, töne, süße Stimme“ an.
von Lothar und Sylvia Schweitzer
Erst knappe zwei Wochen Opernfan ahnte ich an dem Abend des 5. Januar 1958 nicht, dass „die Ariadne“ einmal zu meinen meistbesuchten Opern zählen wird.
„Schweitzers Klassikwelt 172: Ariadnes Nymphen
klassik-begeistert.de, 15. September 2026“ weiterlesen
© Martin Sigmund
Verismus ist ein brutales Handwerk. Er lebt vom Ungeschminkten, von der blutigen Schnittstelle zwischen menschlicher Kreatur und gesellschaftlichem Korsett. Pietro Mascagnis „Cavalleria rusticana“ und Ruggero Leoncavallos „Pagliacci“ sind keine musealen Doppeldeck-Häppchen für den gepflegten Bildungsbürger, sondern verlangsamte Hinrichtungen auf offener Szene. Am Staatstheater Darmstadt wollte Intendant Karsten Wiegand in Personalunion als Regisseur zu viel. Er lieferte eine überambitionierte visuelle Materialschlacht, die am Ende vor allem eines offenbart: Mutlosigkeit vor der nackten Tragödie.
Pietro Mascagni
Cavalleria rusticana
Ruggero Leoncavallo
Pagliacci
Regie: Karsten Wiegand
Musikalische Leitung: Alessandro Palumbo
Doppelabend am Hessischen Staatstheater Darmstadt, 13. September 2026
von Dirk Schauß