„Siegfried-Idyll“: ein Gedicht zu Wagners Symphonischer Dichtung (Ladas Klassikwelt 72)

Jolanta Łada-Zielke

Foto: Richard Wagner, © wikipedia

Diese symphonische Dichtung entstand 1870 in Wagners Landhaus am Vierwaldstättersee. In der von Oliver Hilmes verfassten Biographie von Cosima Wagner lesen wir:

„Als sie am Morgen des 25. Dezember aufwachte, hörte sie eine Musik von intimer und berückender Zartheit. Richard stand mit einigen Musikern im Treppenhaus der Villa und brachte Cosima ein Geburtstagsständchen (sie feierte ihr Wiegenfest immer am Weihnachtstag, obwohl sie am Heiligabend das Licht der Welt erblickt hatte).  Diese Tribschener Treppenmusik erhielt später den Namen „Siegfried-Idyll“. Cosima: „Als sie verklungen, trat R. mit den fünf Kindern zu mir ein und überreichte mir die Partitur des  ‚Symphonischen Geburtstagsgrußes’– in Tränen war ich, aber auch das ganze Haus.“[1]

„Die Jubilarin ist tief gerührt, ebenso Nietzsche, der gerade auf Besuch weilt.“[2] schreibt Rudolf Reiser. An dem Tag waren genau vier Monate vergangen, seit sie verheiratet waren, und fast anderthalb Jahre nach der Geburt ihres einzigen Sohnes Siegfried. So beschreibt die symphonische Dichtung Esther Kreitschik: „Es ist in besonderer Weise Ausdruck von Verinnerlichung und einer zutiefst privaten, geradezu intimen Aura. Wagner malt zarte, glänzende Orchesterfarben und blickt mit fast kindlichen Augen in eine idyllische und schöne Welt.“ [3]

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 8. APRIL 2021

Foto: Wiener Staatsoper ©

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE DONNERSTAG-PRESSE – 8. APRIL 2021

Wien
Kirill Serebrennikow über „Parsifal“ an der Staatsoper
Der russische Regisseur hat die Wagner-Oper aus seiner Heimat via Videoverbindung inszeniert.
Wiener Zeitung.at

Neuer Staatsopern-„Parsifal“ spielt in einem Gefängnis
https://www.puls24.at/news/entertainment/neuer-staatsopern-parsifal-spielt-in-einem

Regisseur Serebrennikow: „Dieser ,Parsifal‘ ist ein Denkmal der Pandemie“
Wiener Staatsoper. Kirill Serebrennikow inszeniert Richard Wagners Bühnenweihfestspiel „Parsifal“.
Kurier.at

Salzburg
Salzburger Festspiele bestellten kaufmännischen Direktor wieder
Wiener Zeitung.at

Salzburger Festspiele: Kaufmännischer Direktor wiederbestellt
Vertrag mit Lukas Crepaz bis März 2027 verlängert. Eine Entscheidung über die Pfingstfestspiele wird bis Ende April angekündigt.
Der Standard.at

Wien/ „Neue Oper“
„Solaris“: Die Frau, die aus dem Ozean kam – und sang
Und wieder eine Opernpremiere für Stanislaw Lems Kultroman: Das Musiktheater von Dai Fujikura fesselt vor allem durch glühende Sphärenklänge.
Wiener Zeitung.at

München
Sinfonien für alle Sinne
Die Münchner Philharmoniker stellen einige ihrer schönsten Videoproduktionen ins Netz, etwa den Konzertmitschnitt aus der Stiftsbasilika St. Florian.
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/klassik-sinfonien-fuer-alle-sinne-1.5255945

Berlin
Musikalischer Ausverkauf – „Das Musikgeschäft“ aus dem Radialsystem Berlin gestreamt
Neue Musikzeitung/nmz.de

Nürnberg
Katharina Wagner wird Hochschulratsmitglied in Nürnberg
Prominente Unterstützung für Musikhochschule
BR-Klassik.de „DIE DONNERSTAG-PRESSE – 8. APRIL 2021“ weiterlesen

Berlin Livestream! Beschwingtes und Verträumtes aus den Goldenen Zwanzigern

Christian Thielemann setzt im Online-Festival mit den Berliner Philharmonikern einen fulminanten Schlusspunkt

Foto: Christian Thielemann © Matthias Creutziger

Philharmonie Berlin, 27. Februar 2021
Livestream, Berliner Philharmoniker,
Rundfunkchor Berlin
Leitung: Christian Thielemann
Camilla Nylund, Sopran

Paul Hindemith: Neues vom Tage, Ouvertüre mit Konzertschluss
Ferruccio Busoni: Tanz-Walzer für Orchester op.53
Johann Strauß (Sohn): Künstlerleben, Walzer op.316
Richard Strauss:
Ständchen op.17 Nr.2
Freundliche Vision op.48 Nr. 1
Wiegenlied op.41 Nr.1
Allerseelen op.10 Nr.8
Zueignung op.10 Nr. 1
Morgen op.27 Nr. 4
„Die Tageszeiten“, Liederzyklus für Männerchor und Orchester op.76

von Kirsten Liese

Ein groß besetzter Richard Strauss in Corona-Zeiten: In Dresden entbrannte darüber kürzlich ein Konflikt, in Berlin ist es kein Problem. Jedenfalls war es für die Berliner Philharmoniker Ehrensache, dass auf dem Abschluss-Programm  ihres Online-Festivals „Die Goldenen Zwanziger“ mehrere Stücke von Richard Strauss in großer Besetzung stehen würden und natürlich und pikanterweise unter der Leitung von Christian Thielemann! Und mehr als das, sogar ein Chor, in großen Abständen auf die Blöcke H und K hinter dem Podium in der Berliner Philharmonie verteilt,  war hier an Bord.  Also geht doch! „Berliner Philharmoniker,  Rundfunkchor Berlin, Christian Thielemann Camilla Nylund
Philharmonie Berlin, 27. Februar 2021“
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Wiener Staatsoper: Eine "Carmen" mit Kraft

Vorbericht Carmen (21.2.2021.), Wiener Staatsoper

© Werner Kmetitsch: Andrés Orozco-Estrada

Am kommenden Sonntag, 21. Februar 2021, ist es soweit. Andrés Orozco-Estrada, 43, feiert sein Debüt am Pult der Wiener Staatsoper. Auf dem Programm: „Carmen“ von Georges Bizet. Zurzeit, wie könnte es anders sein, natürlich ohne Live-Publikum. Stattdessen zeigt der ORF den Live-Stream zeitversetzt am 21. Februar, ab 20:15 Uhr. Die Streaming-Plattform der Wiener Staatsoper überträgt live ab 18:00 Uhr.

von Jürgen Pathy

Eigentlich hätte die Premiere am 7. Februar stattfinden sollen. Wegen mehrerer positiver Covid-19 Testergebnisse wurde sie verschoben. Somit wird es mehrere Hausdebüts etwas verspätet geben. Nicht nur Andrés Orozco-Estrada wird zum ersten Mal an der Wiener Staatsoper zu hören sein, mit der Premiere von „Carmen“ ist auch zum ersten Mal eine Regie-Arbeit von Calixto Bieito im Haus zu sehen. Als eine von zehn angesetzten Premieren, die diese Saison über die Bühnen laufen sollen. Alle vier, die bislang angesetzt waren, konnte Bogdan Roščić, der die Wiener Staatsoper seit dieser Saison leitet, umsetzen. Trotz Corona, trotz der Schließung des Hauses. Mit „Carmen“ folgt nun der fünfte Streich. Wie der Großteil zuvor, zwar auch nur via Stream und TV-Übertragung, aber immerhin.

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 6. FEBRUAR 2021

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE SAMSTAG-PRESSE – 6. FEBRUAR 2021

Anita Rachvelsihvili (Foto: Instagram (c)) ist aus Bltz-Quarantäne wieder zurück  und probt an der Wiener Staatsoper „CARMEN“.
Fairerweise muss ich sagen, dass ich nicht weiß, wann die Quarantäne begonnen hat…

My dearest Friends! I wanted to let you know that I tested NEGATIVE to Covid19 yesterday and all symptoms are gone too! I’ve received so many beautiful messages and wishes from you, I am sure that it helped me to heal rapidly!

I am already back for the rehearsals and had a full rehearsal day today at @wienerstaatsoper and on February 21st you all will be able to watch our Carmen in streaming (I’ll post necessary information😉)
Thank you so much my dear friends and wishing you health and Love ❤️ 🙏

Bayreuth
Aktionskünstler Nitsch plant „Walküre“ in Regenbogenfarben
Der österreichische Aktionskünstler Hermann Nitsch plant eine „Malaktion“ bei den Bayreuther Festspielen. „Ich habe viel mit Rot gemalt. Aber gerade bei der „Walküre“ möchte ich das ganze Farbspektrum einsetzen, alle Regenbogenfarben“, sagte er im Interview des „Nordbayerischen Kuriers“ (Freitag). „Es ist nicht so, dass ich eine Inszenierung aufbaue, die der „Walküre“ entspricht, sondern eine Malaktion durchführe, die wohl indirekt mit der farbenprächtigen, breit ausladenden Musik von Richard Wagner zu tun hat.“
Sueddeutsche Zeitung

Wien
Staatsoper: Plötzlich „Figaro“
Kurzfristig anberaumte TV-Aufzeichnung erfreute mit stimmiger Ensemble-Leistung.
Wiener Zeitung

„Nozze“ an der Wiener Staatsoper: Wenn etwas Neues am Entstehen ist
Mozarts „Le nozze di Figaro“ wurde als Fernsehoper aufgezeichnet, zu sehen am Sonntag.
Kurier

Aus dem Opernarchiv der Präzision: Ein spontaner Figaro
Der Standard

Blanke Utopie!?
Bei allem Trost via Stream: Das emotional packendste, weil schmerzlichste Bild kommt meist im Vor- und Abspann: das gähnend leere Theater – was für ein verordneter Un-Sinn! Was für soziale Härten für die vielen Beschäftigten! Was für ein künstlerischer Verlust! Was für ein erschreckend enges Kultur-Verständnis bei den gewählten Verantwortlichen – die sich bei festlichen Eröffnungen so gerne „kultur-affin“ ablichten lassen!
https://www.orpheus-magazin.de/2021/02/05/blanke-utopie/

Mit großem Engagement und Optimismus in den Sommer – Ein Ausblick auf das Gstaad Menuhin Festival 2021
Auch wenn die Corona-Pandemie weiterhin unseren Alltag prägt und bei den Opern- und Konzerthäusern zur Zeit die Türen zu sind, darf man sich doch vorsichtig wieder auf schöne Konzert-Erlebnisse freuen. So hat jetzt der künstlerische Direktor des Gstaad Menuhin Festivals Christoph Müller einen Ausblick auf das diesjährige Programm des schweizerischen Festivals gegeben und es sich dabei nicht nehmen lassen, seinen persönlichen Geheimtipp zu verraten.
Leon Battran berichtet über das Gstaad Menuhin Festival
Klassik-begeistert

Meine Lieblingsmusik: Top 1 – Richard Strauss‘ „Eine Alpensinfonie“ (1915)
Selbst ein Jahr nach ihrem Ausbruch hat uns die Corona-Pandemie immer noch im Griff. Kultur und Kunst sind gänzlich weggebrochen, Veranstaltungen und Treffen nach wie vor eingeschränkt, der Konzertbetrieb liegt am Boden. Zeit, sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung (oder wahlweise Streaming-Playlist) auseinanderzusetzen, Lieblinge zu entdecken oder alte Favoriten neu aufleben zu lassen.
Daniel Janz berichtet über seine Lieblingsmusik
https://klassik-begeistert.de/meine-lieblingsmusik-61-richard-strauss-eine-alpensinfonie-1915/ „DIE SAMSTAG-PRESSE – 6. FEBRUAR 2021“ weiterlesen

Eine Liebeserklärung an die Musik und das Leben

Foto: (c) Monika Rittershaus

Kirill Petrenko dirigiert die Berliner Philharmoniker
Solist: Daniil Trifonov

Liveübertragung in der Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker am 29. Januar 2021

Kaum möglich, über einen solchen Abend zu schreiben – rein aus physischen Gründen: wohlig zitternd der ganze Körper, adrenalingetränkt das Herz, aufgewühlt die Seele. Es war wieder einer jener mit Hochspannung erwarteten und jede Erwartung erfüllenden Abende, die uns Kirill Petrenko und die Berliner Philharmoniker schenken, seit sie uns mit Tschaikowskys Pathétique beglückt haben.

von Sandra Grohmann

Das Programm schien zusammengewürfelt. Prokofjews erstes Klavierkonzert, das wie seine erste Symphonie die Wiener Klassik aufgreift und verulkt, mag man sich zwar in jede Stückfolge schönreden. Aber die Gemeinsamkeiten der Uraufführung von Anna Thorvaldsdóttirs „Catamorphosis“ und Josef Suks „Sommermärchen“ (Pohádka léta) waren auf dem Programmzettel nicht offensichtlich. Um so besser war die Verbindung überraschenderweise zu hören. „Kirill Petrenko, Berliner Philharmoniker, Daniil Trifonfov
Philharmonie Berlin, 29. Januar 2021“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 26. JANUAR/JÄNNER 2021

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE DIENSTAG-PRESSE – 26. JANUAR/JÄNNER 2021

Foto: Katharina Wagner, Foto: azonline (c)

Bayreuth
Richard-Wagner-Festspiele:Bleibt Thielemann in Bayreuth?
In dieser Woche will Katharina Wagner Programm und Personalien verkünden.
Sueddeutsche Zeitung

Hamburg
Gezuckerte Erotik einer Live-Manon in Hamburg
Die Inszenierung von „Manon“ hat an der Staatsoper Hamburg Premiere gefeiert. Zuschauer waren nicht im Saal, Opernfans konnten die Aufführung aber im Stream auf NDR.de verfolgen. Elsa Dreisig an der Seite von Marianne Crebassa in der Oper „Cosi fan tutte“ von Wolfgang Amadeus Mozart bei den Salzburger Festspielen. Die Hauptrolle der Oper von Jules Massenet spielt die dänisch-französische Sopranistin Elsa Dreisig. Sie hat unter anderem bei den Salzburger Festspielen, in Covent Garden und Aix-en-Provence gespielt und ist dort bejubelt worden. (ndr.de)
Im Streaming-Angebot der Staatsoper Hamburg ab 27. Januar 2021, 18.00 Uhr, für 48 Stunden unter www.staatsoper-hamburg.de
Von Maria Steinhilber
Klasssik-begeistert

Berlin
Dramatische Folgen der Pandemie: Viele Berliner Musiker geben in der Krise auf
Eine neue Umfrage zeigt, wie stark die Pandemie die Musikerszene trifft. Ein Drittel habe aufgegeben, heißt es, die Hälfte brauche dringend Unterstützung.
Tagesspiegel

München/ Bayerische Staatsoper
BR-Klassik vergibt 2021 den ersten Operetten-Frosch. Der Frosch geht an die Bayerische Staatsoper München für „Schön ist die Welt“
Los geht´s …
…mit Ladehemmungen des Computers! Schrecksekunden später sieht man den Schauspieler Max Hopp auf einem bequemen Sessel sitzen und konferieren. Vor sich ein Tischchen mit einer Kanne Tee. Der Zuschauer kann sich derweil – wie im Blog der Staatsoper empfohlen – am vorgekühlten Champagner und kleinen Häppchen laben.
BR-Klassik.de

Ladas Klassikwelt (63): Dunkle Schokolade mit einer guten Prise Chili
In dem Buch „Meine Reise zu Beethoven“ erwähnt sein Autor Christian Thielemann Richard Wagners Begeisterung für Beethovens Musik. Die Neunte Symphonie begleitete die wichtigsten Ereignisse in der Geschichte der Bayreuther Festspiele. Erstmals wurde sie 1872 im Markgräflichen Opernhaus anlässlich der Grundsteinlegung für das Festspielhaus aufgeführt. Richard Wagner selbst stand damals am Dirigentenpult. Es ist ein Rätsel, wie die Mauern des Barocktheaters einer solchen Schallmasse standhalten konnten…
Jolanta Lada-Zielke berichtet aus ihrer Klassikwelt
Klassik-begeistert

Wien
Oper wie aus Hollywoods Traumfabrik
Peter Konwitschny inszeniert „Thais“ von Jules Massenet am Theater an der Wien
https://www.news.at/a/opernkritik-oper-hollywoods-traumfabrik-11868431

Hamburg
„Manon“ an der Staatsoper Hamburg: Ein musikalisches Fest
https://www.ndr.de/kultur/musik/klassik/Manon-an-der-Staatsoper-Hamburg „DIE DIENSTAG-PRESSE – 26. JANUAR/JÄNNER 2021“ weiterlesen

Der Römer International Opera Choir trotzt dem Virus mit "Nabucco" virtuell

Klassik vom Feinsten: Die 25 meistgelesenen Beiträge auf Klassik begeistert (5)

3600 Beiträge haben wir als größter Klassik-Blog in Deutschland, Österreich und der Schweiz (google-Ranking) in den vergangenen viereinhalb Jahren veröffentlicht. Jetzt präsentieren wir die 25 meistgelesenen Opern- und Konzertberichte, Interviews, Klassikwelten und Rezensionen – jene Beiträge, die Sie seit Juni 2016 am häufigsten angeklickt haben. Wir wünschen viel Freude beim „Nachblättern“.

5 – „Va pensiero“ auf „Goldenen Schwingen“ im Cyberspace,
31. März 2020

Foto: International Opera Choir – Coro Internazionale Lirico Sinfonico (c)

von Dr. Charles E. Ritterband

Aus Italien, wo die Zahl der Covid 19-Todesopfer täglich ansteigt und mittlerweile die Schwelle von 10 000 Verstorbenen überschritten wurde, erreichen uns nicht nur Schreckensnachrichten. Durch die sozialen Medien schwirren  unzählige, mit tiefschwarzem Galgenhumor angereicherte Karikaturen und Videos; eine besondere Spielart von Kreativität feiert Urständ: Lachen vor einer Kulisse absoluten Horrors. Es zirkulieren Video-Clips von jungen Männern, die einander mit geschickten Tennis-Spielen von Fenster zu Fenster die Einsamkeit vertreiben. Und aus Italien stammt auch die hübsche Idee der Ständchen für die Nachbarn auf Balkonen und in Fenstern. So wird in dem am härtesten von der Pandemie getroffenen Land Europas dem Virus in vielfältiger Weise die Stirn geboten. „Klassik vom Feinsten: Die 25 meistgelesenen Beiträge auf Klassik begeistert (5)“ weiterlesen

Anja Harteros wirft Blitze der Eifersucht in den Saal und füllt die Staatsoper bis in die kleinsten Winkel mit Tosca-Emotionalität

Klassik vom Feinsten: Die 25 meistgelesenen Beiträge auf Klassik begeistert (9)

3600 Beiträge haben wir als größter Klassik-Blog in Deutschland, Österreich und der Schweiz (google-Ranking) in den vergangenen viereinhalb Jahren veröffentlicht. Jetzt präsentieren wir die 25 meistgelesenen Opern- und Konzertberichte, Interviews, Klassikwelten und Rezensionen – jene Beiträge, die Sie seit Juni 2016 am häufigsten angeklickt haben. Wir wünschen viel Freude beim „Nachblättern“.

9 – Anja Harteros verzaubert als Tosca die Freie und Hansestadt Hamburg
Foto: © Marco Borggreve

Staatsoper Hamburg, 17. April 2018

Foto: Marco Borggreve (c)
Floria Tosca, Anja Harteros
Mario Cavaradossi, Jonas Kaufmann
Baron Scarpia, Franco Vassallo

von Sebastian Koik

Die Star-Sängerin spielt die Star-Sängerin. Es ist ihre Rolle: Anja Harteros ist als Floria Tosca eine Sensation! Besser als sie kann man diese Rolle nicht singen und spielen. Tosca ist eine der am häufigsten aufgeführten und meist besuchten Opern. Und niemand auf der Welt gibt diese leidenschaftliche, eifersüchtige und starke Bühnenfigur Tosca besser als die Deutsch-Griechin.

Beim ersten Auftritt löst sie in Sekunden Gänsehaut aus. Ihre ungemein dichten Höhen strahlen mannigfaltig, funkeln komplex und wundersam in viele Richtungen. Ihre Mittellagen und Tiefen sind ebenfalls vollkommen. Anja Harteros begeistert in der Staatsoper Hamburg mit Intensität, herrlicher Cremigkeit und exzellenter dramatischer Ausgestaltung und Nuancierung. Frau Harteros’ Stimme klingt golden und warm. Die Wunder-Sopranistin kann auch die höchsten Höhen sehr geerdet klingen lassen. Alles hat ein solides Fundament, alles ist genau richtig. Und alles klingt bei ihr absolut natürlich, sieht so unfassbar leicht aus. Anja Harteros‘ Tosca ist vollkommen souverän, von grandioser Selbstverständlichkeit … und unglaublich schön. Diese Frau kann alles. Ihre Sangeskunst ist ohne Schwächen. „Klassik vom Feinsten: Die 25 meistgelesenen Beiträge auf Klassik begeistert (9)“ weiterlesen

CD-Besprechung: Wann kommt endlich der ganze Zyklus? Thielemann und die Wiener Philharmoniker interpretieren Bruckner 8

CD-Rezension: Bruckner, Sinfonie Nr. 8 c-Moll (WAB 108/Edition Haas)
Sony Classical 19439786582
Christian Thielemann, Dirigent
Wiener Philharmoniker

Foto: Christian Thielemann © Matthias Creutziger

von Johannes Karl Fischer

Eine der besten Bruckner-Aufnahmen aller Zeiten. Mit Wiener Hörnern und Ziegenfellpauken. Christian Thielemann lässt sich von dem Zeitgeist der rasanten Tempi nicht beeindrucken und holt aus den Wiener Philharmonikern einfach einen erstklassigen Bruckner-Klang raus. Angeblich soll das der Anfang einer Gesamteinspielung aller Bruckner-Sinfonien sein. Die einzige Enttäuschung ist, dass der Zyklus erst 2024 vervollständigt werden soll.

Es gibt momentan drei Bruckner-Spitzendirigenten: Zubin Mehta, Daniel Barenboim und Christian Thielemann. Dass letzterer jetzt den Bruckner-Zyklus mit den Wiener Philharmonikern einspielt, ist längst überfällig. Die Dritte, die Siebte, und die Achte hat er zwar schon mit den Berliner Philharmonikern eingespielt. Diese sind aber ausschließlich in der Digital Concert Hall verfügbar, und bis jetzt nicht auf CD veröffentlicht.  „CD-Rezension: Bruckner, Sinfonie Nr. 8 c-Moll
klassik-begeistert.de“
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