Christian Thielemann zelebriert ein Strauss-Fest in der Philharmonie Berlin

Foto: Christian Thielemann © Matthias Creutziger
Philharmonie Berlin
, 5. Dezember 2019
Richard Wagner, Vorspiel, 1.Akt, Lohengrin (außer Programm)
Richard Strauss, Sonatine Nr.1 „Aus der Werkstatt eines Invaliden“
Drei Hymnen  op.71
Orchestersuite aus der Oper Der Rosenkavalier op.59
Christian Thielemann  Dirigent
Anja Kampe  Sopran
Berliner Philharmoniker

von Peter Sommeregger

Dieses, als reines Richard-Strauss-Programm angekündigte Konzert erlebte schon einen ungewöhnlichen Auftakt: Christian Thielemann und das Orchester widmeten es dem großen Dirigenten Mariss Jansons, der vor wenigen Tagen starb. Die Idee, zu seinem Gedenken das ätherisch zarte Lohengrin-Vorspiel zu musizieren, bescherte dem Publikum einen geradezu spirituellen Akt der Verinnerlichung, diese Musik führt dorthin, wo Jansons bereits angekommen ist. „Richard Wagner, Richard Strauss, Christian Thielemann, Anja Kampe, Berliner Philharmoniker
Philharmonie Berlin, 5. Dezember 2019“
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Verdis Requiem als spirituelle Erfahrung: Teodor Currentzis entfesselt das Jüngste Gericht in der Philharmonie Berlin

Am Ende dauert es ganze zwei Minuten ehe Teodor Currentzis durch das Senken der Arme den Weg für den frenetischen Schlussapplaus frei gibt. Man ist ihm dankbar für die Möglichkeit, diese Musik in sich ausschwingen zu lassen. Danach Jubel, Blumen und ehrliche, tiefe Begeisterung im Publikum.

Teodor Currentzis, © Nadia Rosenberg
Phiharmonie Berlin
, 29. November 2019
Giuseppe Verdi, Messa da Requiem
Teodor Currentzis  Dirigent
Berliner Philharmoniker
Zarina Abaeva 
Sopran
Annalisa Stroppa  Mezzosopran
Sergej Romanowsky  Tenor
Evgeny Stavinsky  Bass
musicAeterna Choir 

von Peter Sommeregger

Mit dem November endet traditionell die Zeit der Aufführungen der großen Totenmessen der Musikliteratur von Beethoven über Verdi zu Brahms. Dieser Abend in der Philharmonie setzte in diesem Jahr den Schlusspunkt und geriet gleichzeitig zum Höhepunkt.

Der exzentrische Griechen-Russe  Teodor Currentzis absolviert sein erstes Gastdirigat bei den Berliner Philharmonikern, mitgebracht hat er seinen musicAeterna-Chor aus dem russischen Perm sowie drei der vier Solisten. „Giuseppe Verdi, Messa da Requiem, Teodor Currentzis, Berliner Philharmoniker
Phiharmonie Berlin, 29. November 2019“
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Kraftvolle Gipfelstürme in der Philharmonie Berlin ... und Momente voller Sehnsucht, Schönheit und Beseeltheit im feierlichen Adagio


Foto © Schirmer, Philharmonie Berlin
, 6./7./8. November 2019
Berliner Philharmoniker
Musikalische Leitung: Zubin Mehta

von Kirsten Liese

Es soll einmal ein Konzert gegeben haben, in dem Zubin Mehta für den genialen Sergiu Celibidache im Wiener Musikverein einsprang und Bruckners Achte dirigierte. Das ist lange her. Zeitzeugen berichten, dass Mehta ganz und gar die klanglichen Vorstellungen des Rumänen umgesetzt haben – und es gewesen sein soll, als habe Celi selbst dirigiert. „Berliner Philharmoniker, Zubin Mehta
Philharmonie Berlin, 6./7./8. November 2019“
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Brahms‘ Deutsches Requiem strahlt als Bollwerk gegen die November-Depression

Philharmonie Berlin, © Schirmer
Vladimir Jurowski und das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin erwärmen die Herzen des Berliner Konzertpublikums.

Philharmonie Berlin, 3. November 2019
Heinrich Schütz 
Psalm 84 für achtstimmigen Chor SWV 29
„Die mit Tränen säen“ Motette für fünfstimmigen Chor SWV 378
Johannes Brahms Ein Deutsches Requiem op.45

Maria Bengtsson  Sopran
Matthias Goerne  Bariton
Cantus Domus (Einstudierung Ralf Sochaczewsky)
Chor des jungen Ensembles Berlin (Einstudierung Vinzenz Weissenburger)
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Vladimir Jurowski  Dirigent

von Peter Sommeregger

Mit dem gewöhnlich unfreundlichen und tristen Novemberwetter kommt die Zeit, in welcher der Mensch trostbedürftig und  besonders empfänglich für spirituelle Musik ist. Wie nur wenige Werke seiner Art ist das Deutsche Requiem von Brahms stets ein Labsal für die Seele. Vielleicht liegt es mit daran, dass es ein deutscher, und damit jedem verständlicher Text ist, den Brahms vertonte. Vor allem aber ist es das musikalische Genie des Komponisten, das dieses Werk zu einem der am häufigsten aufgeführten sakralen Musikstücke gemacht hat. „Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Vladimir Jurowski, Johannes Brahms,
Philharmonie Berlin, 3. November 2019 “
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Ein Abend großer symphonischer Glücksmomente!

Altmeister Zubin Mehta begeistert mit Strauss und Beethoven in der Philharmonie Berlin.

Foto: (c) Oded Antman, Zubin Mehta
Philharmonie Berlin, 1. November 2019
Richard Strauss 
Don Quixote op.35
Ludwig van Beethoven  Symphonie Nr.3 op.55 „Eroica“

Amihai Grosz  Viola
Ludwig Quandt  Violoncello
Zubin Mehta  Dirigent

von Peter Sommeregger

Der indische Dirigent Zubin Mehta, den Berliner Philharmonikern seit Jahrzehnten in fruchtbarer Zusammenarbeit verbunden, ist auch ein Liebling des Berliner Konzertpublikums.

Sein aktuelles Programm, das an den Feiertagen Reformationstag, Allerheiligen und Allerseelen lief, nahm auf den ersten Blick keinen Bezug auf diese Daten. Strauss‘ etwas spröde Tondichtung Don Quixote, die längst nicht so eingängig wie sein Till Eulenspiegel ist, und unter den Werken des Komponisten ein eher selten aufgeführtes ist, geriet unter Mehtas Dirigat trotzdem zu einem sinnlichen Fest der Orchesterkultur . Die Solisten Grosz (Viola) und Quandt (Violoncello) trugen mit ihren virtuosen Soli  erheblich zum Gelingen dieser Interpretation bei. „Berliner Philharmoniker, Zubin Mehta, Amihai Grosz, Ludwig Quandt, Richard Strauss, Ludwig van Beethoven,
Philharmonie Berlin, 1. November 2019“
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Junge Solisten spielen ein Konzert der Spitzenklasse

Foto: © LGT Young Soloists

Philharmonie Berlin, Kammermusiksaal
29. Oktober 2019

LGT Young Soloists

Ludwig Balser, Violine
Dušan Kostić, Kontrabass
Anuschka Pedano, Viola
Miclen LaiPang, Violine
Vilém Vlček, Violoncello
Oliwia Meiser, Violoncello

von Kirsten Liese

Sie nennen sich nach der internationalen Privatbank, die sie fördert. Das mag vielleicht ein wenig irritieren, aber künstlerisch ist dieses Ensemble, das sich aus jungen Musikern zwischen 12 und 23 Jahren rekrutiert, einsame Spitze, wovon man sich beim jüngsten Konzert im Berliner Kammermusiksaal überzeugen konnte.

An hochbegabten jungen Musikern im internationalen Konzertbetrieb mangelt es nicht, aber – ohne inflationäre Superlative überstrapazieren zu wollen – die Mitglieder dieses Ensembles begeistern dank ungewöhnlich reifer, berührender, vorzüglicher Leistungen in besonderem Maße, haben mithin größte Auszeichnungen verdient. „LGT Young Soloists,
Philharmonie Berlin, 29. Oktober 2019“
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DIE SAMSTAG-PRESSE - 19. OKTOBER 2019

Foto: Theater an der Wien, La clemenza di Tito © Werner Kmetitsch
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SAMSTAG – PRESSE – 19. OKTOBER 2019

Wien/ Theater an der Wien
„Zu milde?“
Im Theater an der Wien wird in der zweiten Premiere der laufenden Saison der Milde des Kaisers Titus gehuldigt. Im Gegensatz zur gewohnten Aufführungspraxis von Mozarts „La clemenza di Tito“ sind die Partien des Sesto und des Annio jeweils mit einem Countertenor besetzt.
17.10. Premiere „La clemenza di Tito“
http://www.operinwien.at/werkverz/mozart/atitus8.htm

Die Probleme des Titus und Lösungsansätze
https://www.diepresse.com/5708536/die-probleme-des-titus-und-losungsansatze

Im Vorraum der tausend Gefühle
Mozarts „La clemenza di Tito“ erfreut im Theater an der Wien vor allem musikalisch.

Wiener Zeitung
Theater an der Wien: Fehlstart ist mit „La Clemenza di Tito“ komplett
Mit den Inszenierungen hat das Theater an der Wien in der noch jungen Saison kein Glück. Nach dem Debakel „Rusalka“ setzt nun Regisseur Sam Brown Mozarts „La Clemenza di Tito“ in den Sand. Das Sängerensemble und der Concentus Musicus Wien retten den Abend.
Kleine Zeitung

Das Wiener Kammerorchester gastiert im Mozart Saal des Wiener Konzerthauses – mit viel Wiener Charme, Tango und Düsternis
Klassik-begeistert

„Konzertgänger in Berlin“
Lorbeerig: Emmanuelle Haïm bei den Berliner Philharmonikerinnen. Wird die Nymphe zum Lorbeer …
Dirigentinnen-Alarm in Berlin! Am Sonntag wird Karina Canellakis das RSB leiten, am Donnerstag steht Mirga Gražinytė-Tyla im Konzerthaus am Pult, am 30. 10. dirigiert Oksana Lyniv die Staatskapelle. Für sie alle gilt dasselbe wie dieser Tage für Emmanuelle Haïm bei den Berliner Philharmonikerinnen (Achtung, Männer sind im ganzen Text mitgemeint): Sie ist nicht da, weil sie eine Frau ist. Vor ein paar Jahren hätte man sogar gesagt, sie sei da, obwohl sie eine Frau ist. Diese Zeiten scheinen zum Glück halbwegs vorbei…
https://hundert11.net/lorbeerig/ „DIE SAMSTAG-PRESSE – 19. OKTOBER 2019“ weiterlesen

Die FREITAG–PRESSE – 11. OKTOBER 2019

Foto: Jonas Kaufmann, © Gregor Hohenberg Sony Classical
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die FREITAG–PRESSE – 11. OKTOBER 2019

Star-Tenor macht Pause Jonas Kaufmann stellt während Auszeit neues Album vor
Kurier

Wien/ Staatsoper
Martha Jungwirth: Ein zorniges Historienpferd am Opernvorhang Bezahlartikel
Am Donnerstag wurde ihr Motiv für den eisernen Vorhang der Wiener Staatsoper enthüllt – es ist ein trojanisches Pferd. Im Mumok ist die Malerin bei der Ausstellung über ihren verstorbenen Mann, Alfred Schmeller, vertreten.
Die Presse
„Wundes Schlachtfeldpferd“: Jungwirths Staatsopern-Eiserner
Salzburger Nachrichten

Coburg
Auch ein goldenes Hirn kann innen hohl sein: Das Rheingold am Landestheater Coburg
bachtrack

Stockholm
Royal Swedish Opera 2019-20 Review: Der Ferne Klang
https://operawire.com/royal-swedish-opera-2019-20-review-der-ferne-klang/

Palermo
Winter Journey (Teatro Massimo, Palermo)
Ludovico Einaudi’s hypnotic, African-infused score and Colm Tóibín’s poetic libretto unite in a triumphant, topical new opera.
https://www.limelightmagazine.com.au/reviews/winter-journey-teatro „Die FREITAG–PRESSE – 11. OKTOBER 2019“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 4 / 2019: Mimis ewig kalte Hände: Die Mutlosigkeit der Klassik-Szene

Unverbrauchte Stücke würden auch den Regisseuren neue Entfaltungsmöglichkeiten und Ansätze bieten. Wären diese zunehmend destruktiv auftretenden Theatermacher vom Zwang der permanenten Neudeutung nur allzu bekannter Werke befreit, könnte sich vielleicht eine Musiktheater-Ästhetik jenseits mutwilliger Stückzertrümmerung und abstruser Umdeutungen entwickeln.  Das Publikum könnte wieder  Neugier auf Unbekanntes bekommen – und es hat noch keinem Museum geschadet, wenn es einmal durchgelüftet wird!

von Peter Sommeregger, Berlin

Dass die Oper zumindest in Teilen eine museale Kunstform ist, kann niemand leugnen. Die Zahl neuer Werke für das Musiktheater ist überschaubar, dass Intendanten zumeist einen Bogen um Uraufführungen machen, darf nicht verwundern. Außer hohen Kosten und begrenzter Aufmerksamkeit ist dabei nichts zu gewinnen. Ein Überraschungserfolg wie „Oceane“ von Detlef Glanert an der Deutschen Oper Berlin in der letzten Spielzeit stellt letztlich eine Ausnahme dar, und noch ist nicht gesichert, dass dieses Werk jemals ins Repertoire wachsen wird.

Seit dem Zweiten Weltkrieg sind es im Wesentlichen nur zwei Opern, die sich dauerhaft auf Internationalen Spielplänen halten konnten: Strawinskys „Rake’s Progress“ und B.A. Zimmermanns „Soldaten“. Eine wahrhaft magere Ausbeute für ein Dreiviertel-Jahrhundert!

Wer kann es den Intendanzen und ihren Dramaturgen verdenken, wenn sie auf Nummer sicher gehen wollen, und wiederum Mimis Muff, Carmens Kastagnetten und Violettas Schwindsucht hervor holen.  Ein Opernhaus ist ein wirtschaftliches Unternehmen und muss trotz aller Subventionen auch noch ein respektables Einspielergebnis vorweisen können. Was dabei auf der Strecke bleibt, sind aber Fantasie und kreative Ansätze. Musikbibliotheken und Archive sind voll von Partituren selten oder nie gespielter Werke aller Epochen.

Warum gelingt es der Szene der alten Musik, speziell der Barockoper, regelmäßig, seit Ewigkeiten nicht mehr Gespieltes erfolgreich wieder zu beleben? Ein Komponist wie Leonardo Vinci war völlig vergessen, seit der Ausgrabung seines brillanten „Artaserse“ kann das Publikum nicht genug von ihm bekommen. Eine Schwemme von zum Teil grandiosen Counter-Tenören bietet diesen Wiederbelebungen auch das erforderliche Personal, während in der konventionellen Opernszene die Standards des Gesanges nie geahnte Tiefpunkte erreichen, und die wenigen Stars bis zur Erschöpfung von einer Traviata oder einem Otello zum nächsten hetzen.

Die Barock-bzw. Counter-Szene scheint ein kreativer, innovativer Raum zu sein, in dem sich Spezialisten gefunden haben und mit Geduld Künstler und neue Aufführungsformen entwickeln. Franco Fagioli, der absolute Star der Countertenöre, ist seit seinen Anfängen einen langen, weiten Weg gegangen, der ihm aber ein gesundes Fundament für seine Weltkarriere verschafft hat.

Ein wenig Risikobereitschaft möchte man den Herren und Damen Intendanten schon empfehlen. Verdi, Puccini, Strauss haben noch mehr Werke als Aida, Boheme und Rosenkavalier geschrieben, Meyerbeer, Halevy füllten große Häuser mit Opern, die heute niemand mehr kennt. Von Wagners insgesamt dreizehn Opern werden zehn fast zu Tode gespielt, die frühen drei kennt kaum einer. Diese Liste ließe sich beliebig ausdehnen. Ist eine Ausgrabung gelungen, stürzen sich  aber sofort viele Häuser auf das Werk und beweisen damit erneut einen Mangel an Kreativität. Korngolds „Tote Stadt“, nach einem Welterfolg  der Uraufführung später von den Nazis verbannt, wird augenblicklich wieder landauf, landab gespielt. Das Werk verdient es durchaus, aber es gäbe noch sehr viel mehr von Korngold und anderen zu entdecken.

Unverbrauchte Stücke würden auch den Regisseuren neue Entfaltungsmöglichkeiten und Ansätze bieten. Wären diese zunehmend destruktiv auftretenden Theatermacher vom Zwang der permanenten Neudeutung nur allzu bekannter Werke befreit, könnte sich vielleicht eine Musiktheater-Ästhetik jenseits mutwilliger Stückzertrümmerung und abstruser Umdeutungen entwickeln.  Das Publikum könnte wieder  Neugier auf Unbekanntes bekommen – und es hat noch keinem Museum geschadet, wenn es einmal durchgelüftet wird!

Peter Sommeregger, Berlin, 9. Oktober 2019, für
klassikbegeistert.de und klassik-begeistert.at

Ladas Klassikwelt (c) erscheint jeden Montag.
Sommereggers Klassikwelt (c) erscheint jeden Mittwoch.
Lieses Klassikwelt (c) erscheint jeden Freitag.
Ritterbands Klassikwelt (c) erscheint jeden zweiten Sonntag.
Posers Klassikwelt (c) erscheint jeden zweiten Sonntag

Der gebürtige Wiener Peter Sommeregger (Jahrgang 1946) besuchte das Humanistische Gymnasium. Er wuchs im 9. Gemeindebezirk auf, ganz in der Nähe von Franz Schuberts Geburtshaus. Schon vor der Einschulung verzauberte ihn an der Wiener Staatsoper Mozarts „Zauberflöte“ und Webers „Freischütz“ – die Oper wurde die Liebe seines Lebens. Mit 19 Jahren zog der gelernte Buchhändler nach München, auch dort wieder Oper, Konzert und wieder Oper. Peter kennt alle wichtigen Spielstätten wie die in Paris, Barcelona, Madrid, Verona, Wien und die New Yorker Met. Er hat alles singen und dirigieren gehört, was Rang und Namen hatte und hat – von Maria Callas und Herbert von Karajan bis zu Ricardo Muti und Anna Netrebko. Seit 25 Jahren lebt Peter in Berlin-Weißensee – in der Hauptstadt gibt es ja gleich drei Opernhäuser, die er auch kritisch rezensiert: u.a. für das Magazin ORPHEUS – Oper und mehr. Buchveröffentlichungen: „‘Wir Künstler sind andere Naturen.‘ Das Leben der Sächsischen Hofopernsängerin Margarethe Siems“ und „Die drei Leben der Jetty Treffz – der ersten Frau des Walzerkönigs“. Peter ist seit 2018 Autor bei klassik-begeistert.de .

Eine lohnende Entdeckung: Die polnische Nationaloper „Halka“ konzertant in der Philharmonie Berlin

Foto: © Heribert Schindler

Philharmonie Berlin, 1. Oktober 2019

Stanislaw Moniuszko, Halka – Konzertante Aufführung

von Peter Sommeregger

Polen feiert in diesem Jahr den 200. Geburtstag seines nach Frédéric Chopin berühmtesten Komponisten, Stanislaw Moniuszko. Um dessen in Westeuropa weitgehend unbekanntes Werk vorzustellen und zu seinen Ehren schickt das Polnische Kulturinstitut eine Neuproduktion der Posener Oper von Moniuszkos bekanntester Oper „Halka“ in konzertanter Form auf Tournee. „Stanislaw Moniuszko, Halka,
Philharmonie Berlin, 1. Oktober 2019“
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