Meine Lieblingsmusik 74: Top 9 – Gustav Holst „Die Planeten“ (1916) op. 32

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Selbst ein Jahr nach Ausbruch hat uns die Corona-Pandemie immer noch in ihrem Griff. Kultur und Kunst sind gänzlich weggebrochen, Veranstaltungen und Treffen nach wie vor eingeschränkt, der Konzertbetrieb liegt am Boden. Zeit, sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung (oder wahlweise Spotify-Playlist) auseinanderzusetzen, Lieblinge zu entdecken oder alte Favoriten neu aufleben zu lassen.

Deshalb stelle ich vor…

von Daniel Janz

Die acht plus ein Planeten – Himmelskörper, die unser Sonnensystem bilden und teilweise mit bloßem Auge von der Erde aus erkennbar sind. Seit der Antike waren die ersten 5 als Wanderer der Himmelsphären bekannt. Damals – als man noch an die Sphärenharmonie glaubte und der Himmel in der Vorstellung der Menschen schichtenartig aufgebaut war, galten diese Himmelskörper als Götter oder Wegweiser für die Seelen der Verstorbenen, die ihren Aufstieg in die Sphären angetreten waren. Bis in das späte Mittelalter hielt sich diese Vorstellung, die erst nach und nach durch Pioniere der Astronomie, wie Nikolaus Kopernikus, Giordano Bruno, Galileo Galilei und Johannes Kepler aufgebrochen wurde. „Meine Lieblingsmusik 74: Top 9 – Gustav Holst „Die Planeten“ (1916) op. 32“ weiterlesen

Meine Lieblingsmusik: Top 8 – Richard Strauss „Tod und Verklärung“ (1889) 

Author: Bain News Service, publisher – Library of Congress Catalog

Meine Lieblingsmusik : Top 8 – Richard Strauss „Tod und Verklärung“ (1889) 

Von Daniel Janz

Das Leben nach dem Tode oder den Übergang in eben jenes auszudrücken ist ein Stoff, der wahrscheinlich so alt ist, wie es menschliche Religionen sind. Sei es das christliche Ideal der Erlösung, Horrorvorstellungen von Höllenfahrten und ewiger Folter, der Übergang in ein alles auflösendes Nirvana oder die Vorstellung eines Paradieses – viele Religionen eint die Ansicht, dass nach dem Ableben etwas auf uns Menschen wartet. Kein Wunder also, dass diese Annahmen auch musikalische Umsetzungen fanden. Einem der in meinen Augen beeindruckendsten musikalischen Übergänge vom Leben ins Leben nach dem Tod möchte ich mich heute widmen: Der Tondichtung „Tod und Verklärung“ von Richard Strauss. „Meine Lieblingsmusik 73: Richard Strauss „Tod und Verklärung“ (1889) 
Klassik-begeistert.de“
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Meine Lieblingsmusik 72: Anton Brucker, Sinfonie Nr. 4 „Romantische“ in Es-Dur (1874)

Meine Lieblingsmusik: Top 7 – Anton Brucker Sinfonie Nr. 4 „Romantische“ in Es-Dur (1874)

von Daniel Janz

Komponisten können die unterschiedlichsten Charaktere haben. Da gibt es selbstüberzeugte „Genies“, wie Beethoven und Wagner, ausgesprochene Frohnaturen wie Mozart, Größen wie Bach, tiefsinnige Schwergemüter wie Brahms oder eben Anton Bruckner mit seinem ganz eigenen Stil. Bis heute stellt er eine Ausnahmeerscheinung dar. Aus biederem, bürgerlichem Hause und ohne den Ruf, ein geborenes Naturtalent zu sein, zerfraßen den gläubigen Katholiken Zeit seines Lebens Selbstzweifel. Beispiele, wie seine „nullte“ Sinfonie sowie die vielen Versionen und Überarbeitungen all seiner Werke sind Folgen davon. Seine Uraufführungen sollen gar regelmäßig von Diffamierungen und ihm feindlich gesonnenen Zuhörern begleitet worden sein. Und dennoch – nach vielversprechenden Ansätzen in seinen ersten Sinfonien wurde seine Vierte zum ersten richtig großen Wurf! „Meine Lieblingsmusik 72: Anton Brucker Sinfonie Nr. 4 „Romantische“ in Es-Dur (1874)“ weiterlesen

Meine Lieblingsmusik 71: Sergei Prokofjew „Skythische Suite“ (1915)

„Ich würde mich freuen, diese Komposition auch einmal live und nicht immer nur von der CD hören zu können. Vielleicht liest ja mal ein Konzerthausintendant diesen frommen Wunsch? Ich bin sicher – ich wäre nicht der einzige, den das begeistern würde.“

Meine Lieblingsmusik: Top 6 – Sergei Prokofjew „Skythische Suite“ (1915)

von Daniel Janz

Die Zeit um die Jahre 1914-1915 hat trotz des damals stattfindenden Ersten Weltkriegs so manche kompositorischen Juwelen zu bieten. Sibelius’ fünfte Sinfonie, Debussys zwei „Livre“-Etüden, Max Regers Requiem, Holsts „die Planeten“, Nielsens vierte Sinfonie, Schönbergs „Jakobsleiter“ und viele mehr. Über Richard Straussens ebenfalls aus dem Jahr 1915 stammende Alpensinfonie hatte ich selbst sogar schon berichtet. Diesen Beitrag nun möchte ich einem weiteren dieser Juwelen widmen, das meiner Meinung nach in keiner CD-Sammlung fehlen darf: Die „Skytische Suite“ von Sergei Prokofjew. „Meine Lieblingsmusik 71: Sergei Prokofjew „Skythische Suite“ (1915)“ weiterlesen

Meine Lieblingsmusik: Top 5 – Richard Strauss „Ein Heldenleben“ (1898)

Meine Lieblingsmusik: Top 5 – Richard Strauss „Ein Heldenleben“ (1898)

„Egal, ob echter Held oder Möchtegern – egal ob glorreich oder lächerlich – alles Heldentum ist sinnlos, weil an der Welt verloren. Dieses ernüchternde Fazit täuscht aber nicht darüber hinweg, dass Strauss es in eine beispiellos schillernde Musik umsetzen konnte.“

von Daniel Janz

Sich über Helden und Heldensagen auszulassen, ist wirklich kein neuer Stoff. Seit der Antike begleiten uns kulturell geprägte Bilder von herausragenden und die Weltgeschichte beeinflussenden Persönlichkeiten. Sei es in den trojanischen Kriegen, durch Propheten und Krieger antiker Zeit, in den Kaisermythen und Vergötterungen im römischen Reich, mittelalterlichen Ritter- und Heldensagen oder modernen Mythen bis hin zum Superhelden aus dem Comicbuch… Alleine mit Fokus auf Europa scheint das Thema übermenschlich großer Persönlichkeiten als Instanzen von Moral und kultureller Errungenschaft allgegenwärtig zu sein. Kein Wunder also, dass sich gerade auch Richard Strauss, dessen Werke nur so von außergewöhnlichen Persönlichkeiten und Heldengestalten strotzen, diesem Thema widmete. „Meine Lieblingsmusik 70: Richard Strauss „Ein Heldenleben“ (1898)“ weiterlesen

Meine Lieblingsoper 23: „Lohengrin“ in der Mondlandschaft von Keith Warner

„Tränen liefen mir übers Gesicht. Warum, fragte ich mich, warum kannte ich diese Musik vorher nicht? Das ist das Schönste, was ich je gehört habe. Ich denke, es war so für mich gedacht, dieses Werk nicht anderswo, sondern hier im Festspielhaus zum allerersten Mal mitzuerleben und mich von der dortigen Akustik verzaubern zu lassen.“

von Jolanta Łada-Zielke (5. Mai 2020)

An einem sonnigen Sonntag im August 2003 fand in der Bayreuther Schlosskirche ein internationaler Gottesdienst statt. Alles war wie gewohnt: Die ganze Kirche voller Menschen, sowohl Einheimische, als auch Touristen und Festspielgäste. Die Lesungen fanden in mehreren Sprachen statt.

Nur eine Sache war anders. Vor dem Altar standen Lohengrin und Elsa, die ihren neugeborenen Sohn in den Armen hielt. Siegbert Keiling, damals der Dekan der Schlosskirche, taufte den Jungen, der den Namen Tristan bekam. Sogar Ortrud befand sich in der Chorempore, aber sie hatte keine schlechten Absichten. Im Gegenteil, sie feierte Tristans Taufe mit ihrem Gesang. Als die Kommunion begann, ließen die Eltern das Baby in der Obhut ihrer Verwandten und schlossen sich Ortrud an, um mit ihr zwei Mendelssohn-Lieder im Chor vorzusingen.

Dies war meine erste Begegnung mit einem Teil der Besetzung des „Lohengrin“ unter der Regie von Keith Warner und der musikalischen Leitung von Sir Andrew Davis. Die Partien von Elsa und Lohengrin sang das Ehepaar Petra-Maria Schnitzer und Peter Seiffert, während Ortrud von der ungarischen Mezzosopranistin Judith Németh gespielt wurde. Ich wusste damals nicht, dass dieser Gottesdienst ein Vorgeschmack auf meine Lieblingsoper, genauer gesagt: meine geliebte Oper sein würde… „Meine Lieblingsoper 23: „Lohengrin” von Richard Wagner“ weiterlesen

Meine Lieblingsoper 30: Macbeth von Giuseppe Verdi – eine der ersten Opern, die mich so richtig gefesselt hat

Meine Lieblingsoper 30: Macbeth von Giuseppe Verdi

von Julia Lenart (15. Mai 2020)

Ein Lieblingswerk der Musikgeschichte zu finden, ist nicht leicht. Es gibt so viele Opern, Konzerte, Symphonien, die mir unglaublich gut gefallen und unzählige Aufführungen, die mir bis heute im Gedächtnis geblieben sind. Ich könnte nicht behaupten, dass ich ein einziges Lieblingswerk hätte. Doch wenn es ein Werk gibt, das sich besonders eingeprägt hat, dann ist es wohl Giuseppe Verdis Macbeth. „Meine Lieblingsoper 30: Macbeth von Giuseppe Verdi“ weiterlesen

Meine Lieblingsmusik (69): Giacomo Puccini, „Turandot“

Elizabeth Connell 2008 als Turandot in der Hamburg-Inszenierung von Giancarlo del Monaco (Foto: Brinkhoff-Mögenburg)

von Dr. Ralf Wegner

Kennen Sie das Turandot-Syndrom? Sie bekennen sich verantwortlich für Missetaten oder sühnen für Verbrechen, die vor sehr, sehr langer Zeit von Vorfahren begangen wurden. So rächt sich Turandot an den sie begehrenden Männern wegen der vor Jahrhunderten geschändeten Urahnin Lou-Ling. Tiefenpsychologisch steckt wahrscheinlich noch mehr dahinter. Die Ursprünge der Turandot-Erzählung gehen auf den persisch-indischen Kulturkreis zurück, wurden später auch von Friedrich Schiller aufgegriffen, haben sich in abgewandelter Form aber auch im Deutschen Märchenschatz niedergeschlagen. So lässt sich im Der Wunderbaum eine Prinzessin auf einem unbezwingbaren Glasberg sitzend umwerben, aber umsonst, viele Ritter und Grafen hatten es bisher vergebens versucht… auf den Glasberg zu steigen… um der schönen Tochter des Königs, die oben saß, die Hand zu reichen und sie dadurch zu erwerben. Viele hatten es bisher versucht; sie waren alle noch weit vor dem Ziel ausgeglitscht und hatten zum Teil des Hals gebrochen (Berlin: Füllhorn, 1950). Wenigstens überlebten etliche, anders als die um Turandot werbenden Prinzen. Wer es bei ihr wagte, musste drei Rätsel lösen. Vor Calaf gelang das niemandem. Die Prinzessin ließ alle unterlegenen Bewerber, zuletzt den Prinzen von Persien, aufs Schafott führen. „Meine Lieblingsmusik 69, Giacomo Puccini, Turandot
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Meine Lieblingsmusik 68: Schostakowitsch,
Sinfonie Nr. 4 (1936)

Foto: © Deutsche Fotothek, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14401692

Selbst ein Jahr nach Ausbruch hat uns die Corona-Pandemie immer noch in ihrem Griff. Kultur und Kunst sind gänzlich weggebrochen, Veranstaltungen und Treffen nach wie vor eingeschränkt, der Konzertbetrieb liegt am Boden. Zeit, sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung (oder wahlweise Spotify-Playlist) auseinanderzusetzen, Lieblinge zu entdecken oder alte Favoriten neu aufleben zu lassen.

Deshalb stelle ich vor:

Meine Lieblingsmusik: Top 4 – Schostakowitsch Sinfonie Nr. 4 (1936)

von Daniel Janz

Eine Schostakowitsch-Sinfonie auf einer Liste von Lieblingswerken zu sehen ist mit Sicherheit eine Überraschung. Allgemein zeichnen sich seine großen Orchesterkompositionen durch einen düsteren, oftmals zu politischen Ereignissen in Verbindung stehenden Unterton aus. Seine vierte Sinfonie lässt sich gar als musikalischer Terror charakterisieren – oft genug bricht sie in blankes Chaos und puren Krach aus. Was also macht solch eine Gräueltat zu meiner persönlich viertliebsten Musik aller Zeiten? „Meine Lieblingsmusik 68: Schostakowitsch, Sinfonie Nr. 4 (1936)“ weiterlesen

Meine Lieblingsmusik 67: Camille Saint-Saëns, Sinfonie Nr. 3 in c-moll „Orgelsinfonie“ (1886)

Selbst ein Jahr nach Ausbruch hat uns die Corona-Pandemie immer noch in ihrem Griff. Kultur und Kunst sind gänzlich weggebrochen, Veranstaltungen und Treffen nach wie vor eingeschränkt, der Konzertbetrieb liegt am Boden. Zeit, sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung (oder wahlweise Spotify-Playlist) auseinanderzusetzen, Lieblinge zu entdecken oder alte Favoriten neu aufleben zu lassen.

Deshalb stelle ich vor:

Meine Lieblingsmusik: Top 3 – Camille Saint-Saëns, Sinfonie Nr. 3 in c-moll „Orgelsinfonie“ (1886)

von Daniel Janz

Wenden wir uns in meiner Top 3 einem der Komponisten und Werke zu, die in meinen Augen in Deutschland gänzlich unterrepräsentiert sind. Camille Saint-Saëns ist hierzulande bestenfalls noch für seinen (in meinen Augen überbewerteten) „Karneval der Tiere“ bekannt, eingefleischten Kennern ist auch sein „Danse macabre“, das Weinachtsoratorium oder eines seiner – ebenfalls empfehlenswerten – 5 Klavierkonzerte ein Begriff. Doch sein weiteres sinfonisch reiches Schaffen stand schon immer stark im Schatten seiner Zeitgenossen, die ihn als rückwärtsgewandt, zu traditionell oder unoriginell betrachteten. „Meine Lieblingsmusik 67: Camille Saint-Saëns, Sinfonie Nr. 3 in c-moll „Orgelsinfonie“ (1886)“ weiterlesen