Meine Lieblingsoper (53): "Tosca" von Giacomo Puccini

„Tosca“ in der Wiener Staatsoper, Foto: (c) M. Pöhn

Birgit Nilsson, Mirella Freni, Edita Gruberova, Plácido Domingo, Luciano Pavarotti: Der Hamburger Mediziner und Klassik-Connaisseur Dr. Ralf Wegner hat die großen Weltstars der Opernwelt seit Ende der 1960er-Jahre alle live erleben dürfen: vor allem in der Staatsoper Hamburg, die in den 1970er-Jahren noch zu den weltbesten Opernhäusern zählte und sich heute um Anschluss an die deutsche und europäische Spitze bemüht. Begeben Sie sich in ein wunderbares Stück Operngeschichte und reisen Sie mit in eine Zeit, die scheinbar vergangen ist.

von Ralf Wegner

Was ich nie geschafft habe, ist, die Oper Tosca gedanklich von dem gleichnamigen Kölnisch Wasser zu trennen. Der Begriff Tosca war immer gleichbedeutend mit einer im Alter etwas vorgerückten, von einer Parfümwolke umhüllten Dame, die sich leicht exzentrisch gibt. Wie man liest, soll das seit 1921 so genannte Parfüm tatsächlich eine Art Hommage an Puccinis Oper sein. Allerdings dürfte Puccinis Tosca deutlich jünger gedacht sein, als das für die Dame ab 50 beworbene Kölnisch Wasser. Was für beide gilt, ist allerdings die Aura einer divenhaften Grande Dame. „Meine Lieblingsoper (53): „Tosca“ von Giacomo Puccini“ weiterlesen

Meine Lieblingsoper (52): "Salome" von Richard Strauss

Birgit Nilsson, Mirella Freni, Edita Gruberova, Plácido Domingo, Luciano Pavarotti: Der Hamburger Mediziner und Klassik-Connaisseur Dr. Ralf Wegner hat die großen Weltstars der Opernwelt seit Ende der 1960er-Jahre alle live erleben dürfen: vor allem in der Staatsoper Hamburg, die in den 1970er-Jahren noch zu den weltbesten Opernhäusern zählte und sich heute um Anschluss an die deutsche und europäische Spitze bemüht. Begeben Sie sich in ein wunderbares Stück Operngeschichte und reisen Sie mit in eine Zeit, die scheinbar vergangen ist.

von Ralf Wegner

Wenngleich die Salome nicht meine erste erlebte Oper war, so blieb von der am 15. Juni 1963 gesehenen Aufführung mein ältester Opernzettel erhalten. Die häufiger in modernen Werken eingesetzte, 2011 im Alter von 86 Jahren verstorbene Sopranistin Helga Pilarczyk sang und spielte die Salome so eindrucksvoll, dass ich mir diese Oper in den Folgejahren häufiger ansah. „Meine Lieblingsoper (52): „Salome“ von Richard Strauss“ weiterlesen

Meine Lieblingsoper (51): "Don Giovanni" von Wolfgang Amadeus Mozart

Birgit Nilsson, Mirella Freni, Edita Gruberova, Plácido Domingo, Luciano Pavarotti: Der Hamburger Mediziner und Klassik-Connaisseur Dr. Ralf Wegner hat die großen Weltstars der Opernwelt seit Ende der 1960er-Jahre alle live erleben dürfen: vor allem in der Staatsoper Hamburg, die in den 1970er-Jahren noch zu den weltbesten Opernhäusern zählte und sich heute um Anschluss an die deutsche und europäische Spitze bemüht. Begeben Sie sich in ein wunderbares Stück Operngeschichte und reisen Sie mit in eine Zeit, die scheinbar vergangen ist.

von Ralf Wegner

Mozarts Don Giovanni „darf als die Krone seiner Schöpfung gelten: In gleichem Maße vollendet durch Tiefe und Wahrheit des Ausdrucks, durch Schönheit der Form, Reichtum der Ideen und strenge Durchführung der psychologischen Entwicklung, ist sie geradezu das erhabenste Muster eines Tondramas“. So schrieb einst Emil Vogel in seinem Vorwort zum Klavierauszug dieser Oper. Dem lässt sich schwerlich etwas hinzufügen. Mozarts Don Giovanni ist unangreifbar und übersteht wie kaum ein anderes Werk inszenatorischen Eingriffen. Gegebenenfalls macht man im Theater die Augen zu und lauscht nur der Musik. Dennoch will ich es wagen, mich mit diesem Meisterwerk auseinander zu setzen. „Meine Lieblingsoper (51): „Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart“ weiterlesen

Meine Lieblingssymphonie 50: Anton Bruckners Neunte

„Weitergehende Antworten auf die Fragen nach den letzten Dingen sollen wir wohl nicht erhalten, es muss uns genügen, im harmonischen Ausklang des Adagios zur Ruhe zu kommen.“

von Lorenz Kerscher

Zum Hörer symphonischer Musik wurde ich im Alter von 13 Jahren, als mich meine Klavierlehrerin anhand vierhändiger Klavierauszüge im Blattspielen zu unterweisen versuchte. Um das Übungsbeispiel wenigstens aus dem Gehör einigermaßen hinzubekommen, kramte ich Mozarts Jupitersymphonie aus meines Vaters Plattenschrank und ließ sie in Endlosschleife laufen. Das nervte ihn wohl, denn er legte mir bald weitere Schallplatten auf den Tisch und gab den eindringlichen Rat, auch diese anzuhören. Mit einigen dieser Werke, wie Beethovens Pastorale und Schumanns Frühlingssymphonie, freundete ich mich recht leicht an. Auch die heitere D-Dur-Symphonie von Brahms schloss ich bald ins Herz, doch Bruckners Neunte war mir zunächst ein Buch mit sieben Siegeln. Mir war, als würden aus düsteren Urnebeln Lavafontänen hervorschießen, gigantische Klangeruptionen gingen unvermittelt in fast unhörbare Paukenwirbel über und mir bekannte Gesetze von Form und Harmonielehre schienen nicht mehr zu gelten. „Meine Lieblingssymphonie 50: Anton Bruckners Neunte“ weiterlesen

Meine Lieblingsoper 49: "Fidelio" von Ludwig van Beethoven

Hamburgische Staatsoper: Fidelio (Inszenierung Georges Delnon): Falk Struckmann (Rocco) und Simone Schneider (Leonore) Foto: Arno Declair

Birgit Nilsson, Mirella Freni, Edita Gruberova, Plácido Domingo, Luciano Pavarotti: Der Hamburger Mediziner und Klassik-Connaisseur Dr. Ralf Wegner hat die großen Weltstars der Opernwelt seit Ende der 1960er-Jahre alle live erleben dürfen: vor allem in der Staatsoper Hamburg, die in den 1970er-Jahren noch zu den weltbesten Opernhäusern zählte und sich heute um Anschluss an die deutsche und europäische Spitze bemüht. Begeben Sie sich in ein wunderbares Stück Operngeschichte und reisen Sie mit in eine Zeit, die scheinbar vergangen ist.

von Ralf Wegner

Fidelio ist eine besondere Oper. Nicht nur wegen ihrer Einzigartigkeit in Beethovens Werk. Beim Durchblättern meiner alten Besetzungszettel fiel mir auf, wie häufig ich mit den gesanglichen Leistungen der Protagonisten nicht recht zufrieden war. Von 15 auf der Bühne gehörten Tenören waren nur 4 wirklich gut (James King, René Kollo, Heinz Kruse und Klaus Florian Vogt). Bei den 14 verschiedenen Leonoren sah es zwar besser aus (Inge Borkh, Gwyneth Jones 1969, Catarina Ligendza, Hildegard Behrens, Nadine Secunde, Sabine Hass, Simone Schneider); im Vergleich mit anderen Opern, vor allem den italienischen, besteht aber durchaus ein Missverhältnis. „Meine Lieblingsoper 49: Fidelio von Ludwig van Beethoven“ weiterlesen

Mein Lieblingswerk der Oratorienliteratur 48: Das "Stabat Mater" von Antonín Dvořák

Das Stabat Mater von Dvořák beim Eröffnungskonzert des Rheingau Musikfestivals im Juni 2019: Mit dem HR-Sinfonieorchester unter Andrés Orozco-Estrada, dem MDR-Rundfunkchor, Hanna-Elisabeth Müller (Sopran), Gerhild Romberger (Alt), Benjamin Bruns (Tenor), Günther Groissböck (Bass). Bildquelle: hr-Sinfonieorchester – Frankfurt Radio Symphony via Youtube

Meine Lieblingsmusik 48: Das „Stabat Mater“ von Antonín Dvořák

„Dvořák verzichtet darauf, besondere Beweisstücke seiner Kompositionskunst zu liefern und kommt ohne die sonst obligatorische große Chorfuge aus. Umso mehr ist bei ihm die Musik die Sprache des Herzens, die mich gerade in seinem Stabat Mater in unerreichbarer Eindringlichkeit anspricht.“

von Lorenz Kerscher

Trostlos finde ich das derzeitige Leben ohne Livemusik, untröstlich bin ich, weil die Coronakrise vielversprechenden jungen Talenten den Karrierestart vermasselt. Und doch weiß ich aus den Biografien von Komponisten, dass deren Leben meist ungleich schwereren Heimsuchungen ausgeliefert war, als wir sie derzeit erleben. So musste Antonín Dvořák erleben, dass binnen kurzer Zeit seine ersten drei Kinder verstarben. Doch seine Antwort auf den dreifachen Schicksalsschlag war seine wunderbar Trost spendende Vertonung des mittelalterlichen Texts vom Schmerz der Gottesmutter unter dem Kreuz. Hierfür gliederte er die in Latein verfasste Dichtung in zehn Abschnitte, die musikalisch eigenständige Sätze bilden. Lediglich am Ende schließt sich der Kreis mit einem Rückgriff auf den Klagegesang des Anfangs, der dann jedoch bald einem freudigen Hymnus weicht. „Mein Lieblingswerk der Oratorienliteratur: Das „Stabat Mater“ von Antonín Dvořák
Meine Lieblingsmusik 48“
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Meine Lieblingsmusik (47): Eine Barbiere-Gala "deliziosa" aus der schönen Perle im Norden

Bildquelle: Staatsoper Hamburg via Youtube

Rossini-Sonderkonzert in der Staatsoper Hamburg #rossinigala (bis zum 30. November im Stream)

Musikalische Leitung: Alessandro De Marchi
Mezzo-Sopran: Kristina Stanek
Tenor: Oleksiy Palchykov
Bariton: Kartal Karagedik
Begleitung: Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

Regie: Florian Gerding

von Jolanta Łada-Zielke

In einem kurzen Video lädt Staatsopernintendant Georges Delnon die Zuschauer ein, dieses Galakonzert sowohl am Tag seiner ersten Aufführung (15. 11.) als auch in den nächsten zwei Wochen anzusehen. Unter der Leitung von Maestro Alessandro De Marchi führen drei Sänger die temperamentvollsten Arien aus Rossinis Opern auf. Alle gehören zum Ensemble der Staatsoper Hamburg. Für die Mezzosopranistin Kristina Stanek ist es die erste Saison, der Tenor Oleksiy Palchykov ist seit 2017 und der Bariton Kartal Karagedik seit 2015 dort engagiert. „Rossini-Sonderkonzert in der Staatsoper Hamburg, 15. November 2020
Meine Lieblingsmusik 47“
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Meine Lieblingsoper (46): "Tristan und Isolde" von Richard Wagner

Birgit Nilsson, Mirella Freni, Edita Gruberova, Plácido Domingo, Luciano Pavarotti: Der Hamburger Mediziner und Klassik-Connaisseur Dr. Ralf Wegner hat die großen Weltstars der Opernwelt seit Ende der 1960er-Jahre alle live erleben dürfen: vor allem in der Staatsoper Hamburg, die in den 1970er-Jahren noch zu den weltbesten Opernhäusern zählte und sich heute um Anschluss an die deutsche und europäische Spitze bemüht. Begeben Sie sich in ein wunderbares Stück Operngeschichte und reisen Sie mit in eine Zeit, die scheinbar vergangen ist.

von Ralf Wegner

Ich halte Tristan und Isolde für die schwierigste und wohl auch, aus einem gewissen Blickwinkel heraus betrachtet, langweiligste Oper Wagners. Zumindest sollte diese Oper nicht für einen Opernanfänger die erste Wahl sein. Es ist aber auch beruhigend, dass sich manches Musikalische erst mit zunehmendem Lebensalter und entsprechender Reife erschließt. „Meine Lieblingsoper (46): Tristan und Isolde von Richard Wagner“ weiterlesen

Meine Lieblingsoper (45): "Der fliegende Holländer" von Richard Wagner

Wagners „Fliegender Holländer“ an der Staatsoper Hamburg.
Foto: © Brinkhoff/Mögenburg

Birgit Nilsson, Mirella Freni, Edita Gruberova, Plácido Domingo, Luciano Pavarotti: Der Hamburger Mediziner und Klassik-Connaisseur Dr. Ralf Wegner hat die großen Weltstars der Opernwelt seit Ende der 1960er-Jahre alle live erleben dürfen: vor allem in der Staatsoper Hamburg, die in den 1970er-Jahren noch zu den weltbesten Opernhäusern zählte und sich heute um Anschluss an die deutsche und europäische Spitze bemüht. Begeben Sie sich in ein wunderbares Stück Operngeschichte und reisen Sie mit in eine Zeit, die scheinbar vergangen ist.

von Ralf Wegner

Wagners Fliegenden Holländer habe ich seit 1965 zwanzigmal sehen können, immer nur in der Hamburgischen Staatsoper, und nur in zwei Inszenierungen, von Wieland Wagner und seit 1996 unverändert in der ohne Pause gespielten Fassung von Marco Arturo Marelli. „Meine Lieblingsoper (45): „Der Fliegende Holländer“ von Richard Wagner“ weiterlesen

Unsere Lieblingsoper (44): "Pelléas et Mélisande" von Claude Debussy

Foto: Olga Bezsmertna (Mélisande), Adrian Eröd (Pelléas), Wiener Staatsoper, Regie, Bühne und Licht: Marco Arturo Marelli. © Michael Pöhn

„Zornige sahst du flackern, sahst zwei Knaben
zu einem Etwas sich zusammenballen,
das Hass war und sich auf der Erde wälzte
wie ein von Bienen überfallnes Tier;
Schauspieler, aufgetürmte Übertreiber
rasende Pferde …

Nun aber weißt du, wie sich das vergisst:
denn vor dir steht die volle Rosenschale …“

aus Rilkes „Die Rosenschale“

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Unlängst haben wir im Fernsehen einen Otello-Probeausschnitt mitbekommen. Sanguinisch-cholerisches Temperament war hier angesagt. Wir kennen die Arien mit Augenrollen – vor allem die von Männern gesungenen. Das Händeringen der Diven ist etwas aus der Mode gekommen. Aus voller Glut beginnenden Duetten können Weltbrände entstehen. Chorszenen können befreiend, aber auch bedrohlich wirken. „Unsere Lieblingsoper (44): „Pelléas et Mélisande“ von Claude Debussy“ weiterlesen