DIE FREITAG-PRESSE – 5. JUNI 2026

DIE FREITAG-PRESSE – 5. JUNI 2026

Gautier Capuçon und Daniele Gatti; Foto Patrik Klein

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE – 5. JUNI 2026

Klein beleuchtet kurz 74: Zweimal Daniele Gatti und nie wieder
Ein Doppelkonzert der Sächsischen Staatskapelle Dresden in der ausverkauften Elbphilharmonie Hamburg wurde unter dem Dirigat von Daniele Gatti zum Stresstest der Langeweile – mein Fazit: ich werde künftig einen Bogen um seine Dirigate machen – sorry.
Von Patrik Klein
Klassik-begeistert.de

Wien
Wiener Kammeroper verabschiedet sich mit Doppelabend der Eifersucht
Die Einakter „Lady Magnesia“ und „Zweimal Alexander“ leben vom tollen Ensemble und schrill-pointierter Regie
DerStandard.at

Letzte Premiere der Kammeroper begeistert mit Witz und musikalischer Raffinesse
Mit „Lady Magnesia“ und „Zweimal Alexander“ feierte die Kammeroper ihre vorerst letzte Premiere. Das Publikum dankte dem humorvollen und musikalisch brillanten Doppelabend mit begeisterten Ovationen.
news.at

Kammeroper Wien: Furioses Finale in einem Haus, das fehlen wird (Bezahlartikel)
Mit zwei Einaktern von Weinberg und Martinů schließt die Kammeroper.
Kurier.at

Jubel für letzte Premiere in der Wiener Kammeroper: Zum Abschied eine Ladung Leichtigkeit (Bezahlartikel)
Das Theater an der Wien zeigt seine letzte Produktion in der Wiener Kammeroper. Das Haus für zeitgenössisches und experimentelles Musiktheater fällt den politischen Sparzwängen zum Opfer.
SalzburgerNachrichten.at

Verheerendes Signal: Der letzte Vorhang für die Wiener Kammeroper
Der Betrieb des kleinen Opernhauses auf dem Fleischmarkt wird eingestellt. Man sagt vorübergehend, doch das endgültige Ende dier Kulturinstitution Wiener Kammeroper scheint besiegelt. Das Signal ist für eine angebliche Musikstadt Wien jedenfalls verheerend.
krone.at

2.6.26 „Lady Magnesia“, „Zweimal Alexander“, TaW in der Kammeroper
„Zwei Einakter für Raritätensammler“ Nichts scheint Ehemänner mehr zu beunruhigen, als eine mögliche Untreue der Gemahlin. Diesen Eindruck vermitteln zumindest zwei Einakter, mit denen das MusikTheater an der Wien seine Präsenz in der Wiener Kammeroper für erste beendet.
operinwien.at

Wien/Konzerthaus
Asmik Grigorian im Konzerthaus: Leidensklänge, Schmerzenslaute (Bezahlartikel)
Jubel für Asmik Grigorian und das RSO Wien mit Opernausschnitten, darunter Briefszenen von Tschaikowsky und Puccini – und einer Überraschung als Zugabe.
DiePresse.com

Martha Argerich ist 85!
Martha Argerich – ein Star, der keiner sein will

Ihre Virtuosität und ihr Temperament sind atemberaubend. Heute wird die Pianistin Martha Argerich 85 Jahre alt. Woher nimmt sie die Kraft, noch so präsent zu sein?
tagesschau.de

Wien/Musikverein
Alexandre Tharaud im Musikverein: Stimmungszauber vor halbleerem Saal
(Bezahlartikel)
Der französische Pianist, ein Meister der kleinen Form, ließ die Geister aller Epochen nach seinem Willen leben. Wie langsam der lokale Ruf eines Künstlers wächst, konnte man anhand des Klavierabends von Alexandre Tharaud – seinem ersten im Musikverein! – am Mittwochabend im schütter besetzten Brahms-Saal gut ablesen. In einigen Ländern ein Superstar, hierzulande immer noch ein Insider-Tipp, trotz fast unglaublicher 40 Jahre Karriere und einer Diskographie, nach der sich jeder Pianist die Finger lecken würde.
DiePresse.com

Grafenegg
Große Stimmen: Asmik Grigorian – Interview: Sie hat die Opernwelt im Eiltempo erobert.
Asmik Grigorian ist der Rockstar unter den großen Diven. Am 4. September kommt sie mit einem ganz besonderen Programm nach Grafenegg. Der Grafenegg-Abend mit Asmik Grigorian und dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich (Dirigent: Fabien Gabel) gibt ein klares Versprechen: Er wird zum Weinen schön. Respighi, Verdi, Strauss und Bellinis „Casta Diva“. Die Ausnahmestimme wird am 4. September Grafenegg das große Klassikkino bieten. Aber wie tickt Grigorian? Was motiviert sie? Ein BÜHNE-Gespräch bietet Einblicke
buehne-magazin.com

München
Kollege statt Maestro: Was Petr Popelka für die Bayerische Staatsoper bedeutet
Diesen Namen hatte kaum einer auf dem Zettel. Drei Tage, nachdem durchgesickert war, dass Petr Popelka mit sehr großer Wahrscheinlichkeit Generalmusikdirektor (GMD) der Bayerischen Staatsoper wird, ist die Überraschung noch immer groß. Zwar ist nichts unterschrieben, die Entscheidungsträger hüllen sich offiziell in Schweigen. Doch alles deutet darauf hin, dass der gebürtige Tscheche 2029 Nachfolger von Vladimir Jurowski wird.
MuenchnerMerkur.de

Frankfurt
HR-Sinfonieorchester: Frischer Wind im kompakten Format (Bezahlartikel)
Die erst 27 Jahre alte Dirigentin Stephanie Childress feiert ihr Debüt in Frankfurt und zeigt mit dem hr-Sinfonieorchester ihre Qualitäten als Mozart-Interpretin. Am Freitag ist sie in Weilburg zu erleben.
FrankfurterAllgemeine.net

Würzburg/Kaisersaal/Mozartfest
Würzburg: Pierre-Laurent Aimard bringt Skrjabin zum Mozartfest
Beim Würzburger Mozartfest begeisterte der Pianist Pierre-Laurent Aimard vor allem mit einer atemberaubenden Darbietung der extrem virtuosen zehnte Klaviersonate von Alexander Skrjabin und den kaum gespielten Variationen von Olivier Knussen. Weniger überzeugend spielte er hingegen Mozarts A-Dur-Schlagersonate samt Rondo alla Turca.
Von Johannes Karl Fischer
Klassik-begeistert.de

Bielefeld
Der Fehler muss bei mir liegen – Die Oper Bielefeld inszeniert „Candide“ von Leonard Bernstein (Bezahlartikel)
Alles ist „super“ an diesem Abend. Zumindest suggeriert das der leuchtende Schriftzug, der über dem kleinen rosafarbenen Guckkasten prangt, der als Theater auf dem Theater die Bühne verengt. Er färbt sich im Laufe des Abends unterschiedlich ein, mal grell, mal fahl, und liegt auch schon mal ganz am Boden, wenn nur noch Krieg, Verwüstung und Pulverdampf regieren. Aber er ist immer da. Für Leonard Bernsteins „Candide“ hat Thilo Ullrich am Stadttheater Bielefeld eine knallbunte Szenerie geschaffen, in der Annette Brauns fantasievolle, von Moden aller Zeiten inspirierte Kostüme die Personen des Dramas vollends zu Comic-Figuren stilisieren.
NeueMusikzeitung/nmz.de

Dortmund
Gegründete Opernhausstiftung Dortmund soll Vorbildfunktion übernehmen
Die Stiftung soll dazu beitragen, das Haus strukturell und künstlerisch langfristig handlungsfähig zu halten, die Arbeit von Oper, Ballett und Philharmonikern nachhaltig zu stärken und zusätzliche Verantwortung für einen der zentralen Kulturorte der Stadt zu bündeln.
wirindortmund.de

„Currentzis“: Kein Konzert wie jedes andere
Wie im Taumel verliess das Publikum an diesem prächtigen, lauen Sommerabend die Zürcher Tonhalle … ein Strahlen im Gesicht und im Ohr noch den Nachklang der letzten Töne der ersten Sinfonie von Gustav Mahler.
journal21.ch

Basel
LiedBasel: Liederabend Annette Dasch/Wolfram Rieger
Im Rahmen des Festivals LIEDBasel ist es Tradition, einen Liederabend des Duos in Residence, speziell für das Festival gestaltet, aufzuführen. Mit Annette Dasch und Wolfram Rieger erlebte man zwei bestens harmonierende Persönlichkeiten mit einer interessanten Auswahl von Liedern.  (Liederabend v. 28. Mai 2026 im Irene Zurkinden-Saal, Basel)
opernmagazin.de

New York
Countertenor Nils Wanderer über seine Auftritte an der New Yorker Met Opera
Die Oper „El Último Sueño de Frida y Diego“ wirft einen Blick auf das Künstlerpaar Frida Kahlo und Diego Rivera. Mit dabei ist der in Ludwigsburg geborene Nils Wanderer.
swr.de

Jubiläum
Mezzosopranistin Cecilia Bartoli wird 60
Sie ist eine der Star-Sängerinnen unserer Zeit: die Mezzosopranistin Cecilia Bartoli. Mit ihrem Temperament, ihrer Virtuosität und Musizierfreude begeistert sie seit Jahrzehnten. Nun wird sie 60 Jahre alt – Anlass für eine Würdigung inklusive musikalischer Highlights.
BR-Klassik.de

Links zu englischsprachigen Artikeln

Salzburg
Salzburg Whitsun Festival 2026: Il ritorno di Ulisse in patria
operawire.com

Brüssel
La Monnaie 2025-26 Review: Medusa
Claudia Boyle’s Compelling Portrait Turns The Gorgon Into A Victim
operawire.com

Paris
Antonia Bembo’s Ercole amante wins hearts at the Opéra de Paris
bachtrack.com/de

London
125 years young: Wigmore Hall celebrates with Lise Davidsen
operatoday.com

Lise Davidsen, James Baillieu, Wigmore Hall review – Schubert’s diverse riches fully explored
The Norwegian soprano has arrived as a great recitalist in partnership with a vivid pianist
theartsdesk.com

Wormsley
Entertainment & Heartbreak at Garsington’s Der Rosenkavalier
operatoday.com

New York
The Frick Collection Concert Season 2025-26 Review: Handelian Heroes    Les Talens Lyriques Ensemble, Led by Christophe Rousset, Featuring Countertenor Key’mon W. Murrah
operawire.com

Pianist Jiang provides a bright spot amid grim outing for Vienna Royal Orchestra
newyorkclassicalreview.com

San Francisco
Rosina in bloom
Maria Kataeva makes a promising US debut in an otherwise uneven revival of Il Barbiere di Siviglia in San Francisco.
parterre.com

Ballett / Tanz

Zürich Ballett: „Romeo und Julia“, Sergej Prokofjew
deropernfreund.de

Sprechtheater

Wien/Akademietheater
Wie man Kassandras klingenden Namen für Theater-Agitprop missbraucht
Das chorische Spektakel „Kassandra“ der polnischen Regisseurin Marta Górnicka unterfordert im Wiener Akademietheater politisch und ästhetisch
DerStandard.at

Wiener Festwochen: Flacher Agit-Prop in Kassandras Namen
krone.at

Ausstellungen/Kunst

Wien/Albertina
Otto Waalkes in der Albertina: „Ingrid Thurnher? Ich habe auch Karriere gemacht!“
Ottifanten sind in die Albertina-Prunksäle eingefallen und mähen dort Dürers Großes Rasenstück. Ratzefatz. Wie kann Otto Waalkes das rechtfertigen? Und wie Direktor Ralph Gleis? Wir sicherten den Tatort.
DiePresse.com

Medien

ORF
„Bin bestürzt“ über Quizshow-Aus! Caroline Athanasiadis rechnet ab
Seit vier Jahren sorgt Caroline Athanasiadis im ORF-Vorabendprogramm für Unterhaltung und Quiz-Spaß. Doch die beliebte Show „Smart10“ soll eingestellt werden. Auf Social Media rechnet die beliebte Kabarettistin und Moderatorin jetzt ab. „Vielleicht habt ihr es schon gelesen. Smart 10 wird eingestellt und Q1 wird auch nicht weiter produziert. Ob es mit der Millionenshow weitergeht, steht in den Sternen“, richtete sich Athanasiadis nun mit einem Statement zum Aus ihrer Quizshow, die sie seit 2022 moderiert, an ihre Fans.
krone.at

Politik

Österreich
Kein Schutz für Männer. Karner will Ukrainer zurück an die Front schicken
Knallharte Ansage in Luxemburg: Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sorgt mit einem Vorstoß für Wirbel in ganz Europa. Der automatische Schutzstatus für ukrainische Männer soll fallen – und das könnte hierzulande Tausende treffen.
krone.at

USA
Trump beschimpfte „verrückten“ Netanjahu: „Du wärst ohne mich im Gefängnis“
Trump räumte ein, dass er seinen engen Verbündeten in einem am Montag geführten Telefonat massiv beschimpft hat. Alle aktuellen Entwicklungen im Live-Blog.
Kurier.at

Sport

Paris/Frauen-Tennis
Nummer eins der Welt muss die Segel streichen
Aus für die Nummer eins der Welt! Aryna Sabalenka muss bei den French Open in Paris die Segel streichen. Die Weißrussin verlor am Dienstag im Viertelfinale gegen die Russin Diana Shnaider in drei Sätzen – 6:3, 5:7, 0:6.
krone.at

Jagd auf Fußball-Talente – hat der DFB ein Nachwuchsproblem?
01. Juni 2026 Viele junge Spieler entscheiden sich gegen das DFB-Team und für eine andere Fußball-Nation. DFB-Funktionär Andreas Rettig will das ändern und fordert eine Ausbildungsentschädigung – ein Plan für den gesamten Fußball. Diesen Spielern gehört die Zukunft im Fußball: Ibrahim Maza und Malik Tillman von Bayer Leverkusen, Offensivtalent Can Uzun von Eintracht Frankfurt oder auch Josip Stanisic, der gerade erst mit dem FC Bayern DFB-Pokal-Sieger und Deutscher Meister in der Bundesliga geworden ist. Hinzu kommen Fußballer wie Kenan Yıldız, der bei Juventus Turin in Italien sein Geld verdient, Salih Özcan von Borussia Dortmund oder auch Paul Wanner von der PSV Eindhoven – alle fahren in diesem Sommer zur Weltmeisterschaft nach Kanada, Mexiko und den USA. Allerdings werden sie nicht im Trikot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auflaufen.
dw.com

1860 München muss in Regionalliga zwangsabsteigen
Es dürfte traurige Gewissheit sein: Der Traditionsverein 1860 München muss abermals zwangsabsteigen. Wie mehrere deutsche Medien mit Berufung auf „sechzger.de“-Infos berichten, ist die Rettung des Traditionsvereins in letzter Sekunde nicht geglückt. 2017 stieg man aus der 2. Liga ab und erhielt keine Lizenz für die dritte Liga, schon damals folgte der Zwangsabstieg in die Regionalliga Bayern. Dorthin geht es jetzt wieder, obwohl man die Meisterschaft souverän auf Platz 8 beendete und im Grünwalder Stadion vom Aufstieg träumte.
oe24.at

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Unter’m Strich

Deutschland
Mordfall Luise: Ein­sichts­fähig genug, aber stra­fun­mündig
Zwei Mädchen im Alter von 12 und 13 Jahren sollen ein anderes Mädchen getötet haben. Einen Strafprozess wird es nicht geben, warum konnte ein Zivilgericht sie zu einer hohen Schmerzensgeldsumme verurteilen? . „Eine heimtückische Mordtat aus niederen Beweggründen, welche die Kammer fassungslos macht“ – diese ereignete sich nach Überzeugung des Vorsitzenden Richters am Landgericht (LG) Koblenz damals am 11. März 2023 in einem Waldstück bei Friesenhagen. Die beiden Mädchen aus Luises Bekanntenkreis sollen sie unter dem Vorwand einer Überraschung in den Wald gelockt haben. Anschließend hätten sie versucht, Luise mit einem Plastikbeutel zu erwürgen. Mit 74 Messerstichen haben sie laut Urteil dann auf sie eingestochen. Das LG verurteilte sie am 29. Mai 2026 zur Zahlung von insgesamt 125.000 Euro Schmerzensgeld, das ist für deutsche Verhältnisse eine hohe Summe.
Ito.de

Über den Wolken: Erste WM-Grüße von Alaba & Co.
Am Donnerstag verabschiedete sich das österreichische Nationalteam in die USA. In der Business Class der Austrian Airlines traten Spieler und Coaching-Staff die rund 12-stündige Reise nach Los Angeles an.
oe24.at

Ärger in Jesolo
„Abschaum hier nicht willkommen“ – Bürgermeister tobt
In Jesolo kam es zu mehreren Massenschlägereien unter Jugendlichen. Der Bürgermeister fordert nun mehr Polizei im Sommer.
heute.at

Krimi um TV-Star
Wie Kaltenegger seinen „Goldrausch“ bezahlte
Sein Leben glänzte bisher wie Gold – jetzt ziehen dunkle Wolken über das umstrittene Geschäftsmodell von TV-Star Helmut Kaltenegger: Razzia in Liechtenstein! In der Reality-Doku „Eine Familie wie ein Goldrausch“ flimmert das luxuriöse Leben der Kalteneggers für jedermann über den Bildschirm. Zwischen Bildern vom Opernballbesuch mit Deutschlands Komiker Oliver Pocher als Logengast und Werbetestimonial reihen sich Villen, sündteure Autos und Jachten.
krone.at

INFOS DES TAGES (FREITAG, 5. JUNI 2026)

INFOS DES TAGES (FREITAG, 5. JUNI 2026)

Quelle: onlinemerker.com

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WIEN / Staatsoper:
GÖTTERDÄMMERUNG von Richard Wagner

30. und vorletzte Aufführung in dieser Inszenierung
4.
Juni 2026

Dämmerungs-Donner

Der derzeitige Wiener „Ring“, nun abgeschlossen und noch einmal wiederholt (Streams der zweiten Serie wären das wahre Geschenk für Wagnerianer in aller Welt…), hatte mit dem „Rheingold“ hoch solide begonnen, explodierte mit der „Walküre“ und erreichte einen Höhepunkt, wie man ihn selten erlebt, mit „Siegfried“. Dass da nichts mehr „über drüber“ drinnen war, schien logisch, die Makellosigkeit stellte sich nicht mehr ein. Dennoch haben die Protagonisten ihren jubelnden Beifall verdient, bei Wagner sitzen Fachleute im Publikum (andere halten das ja gar nicht aus) und wissen, was der Meister den Sängern abverlangt hat.

Nur Andreas Schager konnte sein Siegfried-Niveau halten, wobei er die Figur weiter entwickelt hat, spürbar erwachsen geworden (wohl durch die Gemeinsamkeit mit Brünnhilde), wäre er den Gibichungen vermutlich nicht hinein gefallen, wenn bei Wagner nicht so gerne Tränke kredenzen würde – ein Vergessenstrank, um die Handlung möglich zu machen, ein Erinnerungstrank, um ihm seinen tragisch schönen Tod zu schenken… Dazwischen noch die bemerkenswerte Szene, wie sehr er sich auch stimmlich verwandelt, wenn er für Gunther um Brünnhilde wirbt, und im übrigen wieder eine gesanglich und darstellerisch wundervoll ausgefeilte Leistung. Seien wir froh, dass wir Andreas Schager haben…

Optisch und in der Gestaltung überragt Camilla Nylund wohl heute viele ihrer Kolleginnen. Der Weg zur Brünnhilde führt für Sängerinnen, die nicht als „gestandene“ Hochdramatische geboren sind, über die Charakteristika der Rolle, die hart erarbeitet werden müssen – die attackierenden, sicheren Spitzentöne. Hat man die, singt man Wotans Tochter. Und vergißt, dass da sehr viel Mittellage ist, die Kraft und Klang braucht. Klappt das nicht, bricht die Leistung immer wieder – die „Starken Scheite“ waren wirklich nicht aus einem Guss…

Zum Bericht von Renate Wagner

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Kritik Klaus Billand

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Zur Kritik/Besprechung von Klaus Billand 

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WIEN/Wiener Konzerthaus: Meisterstimme Asmik GRIGORIAN wirkt mit Charisma und intensiven Gefühlsausbrüchen

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© Susanne Lukas

Am 3.6.2026

Zum letzten saisonalen Konzert des Meisterstimmen-Zyklus im Großen Saal lockt Starsopranistin Asmik Grigorian, die überhaupt keine Divenhaftigkeit erkennbar werden lässt.  Die Litauerin wirkt vollkommen natürlich, ungekünstelt und stets authentisch im einfachen hochgeschlossenen Kleid in Petrol – ohne weiteren Kostümwechsel im Laufe des Abends. Damit unterscheidet sie sich mit diesem uneitlen Verhalten von ihren Sängerkolleginnen und präsentiert ihr Programm zwischen Tschaikowski und Puccini-Opernauszügen mit ungeheuerlicher Intensität, wirkungsvoller Interpretation und kraftvoller Gestaltung jeder der dargebrachten Opernfiguren – eine Elementargewalt, wie man die Künstlerin seit Jahren kennt, schätzt und verehrt.

Wie im Mai an der Metropolitan Opera und an der Wiener Staatsoper erlebt, zeigt sie mit prächtiger und souveräner Klarheit und sauberster Linienführung ihre Verletzlichkeit und alle Gefühlslagen, wenn ihre sensible Tatjana den unsäglichen Brief an Eugen Oneginschreibt („Und wär’s mein Untergang“). Ihre Gedanken und Emotionen kommen noch besser und melodischer – als zuletzt gehört – zum Ausdruck; vielleicht auch, weil sie im Konzerthaus bei der 14-minütigen Briefszene nicht im tiefsten Bühnenhintergrund auf einem riesigen Tisch (wie an der Wiener Staatsoper) herumklettern muss? Auch im finalen, harmonisch vorgetragenen Schlussduett aus Tschaikowskis Oper („Wie bang ist mir im Herzen“) mit Bariton Germán Olvera als Onegin gelingt mit von Schmerz getragener Stimme ein eindringliches Portrait. Mit federleichter Höhe, dunklen tieferen Lagen und anscheinend ohne jegliche Anstrengung folgt man ihrer Lisa in „Bald ist es Mitternacht“ aus „Pique Dame“ in einer Gefühlsstudie zwischen Qualen, Hoffnung und Sehnsucht nach ihrem Hermann.

Ihre stärksten Momente hat Grigorian nach der Pause im Puccini-Fach, die, wie schon bei ihrem Staatsopern-Debüt als Madama Butterfly im September 2020, an Dramatik kaum zu überbieten ist. Diese japanische Geisha besticht nicht unbedingt mit lyrischen Klangfarben bei „Un bel dì vedremo“, aber herrliche große Bögen erfreuen und die tiefste Verzweiflung über Pinkertons Verhalten im Duett mit Sharpless („Ora a noi, sedete qui… Tuo padre lo saprà, te lo prometto“) berührt. Auch das Gespräch mit dem Bruder am Beginn des 2. Aktes von „Manon Lescaut“ entführt gekonnt in eine Welt der Eitelkeit und Vermögen, bei der heiße Küsse und wahre Liebe zu Des Grieux verloren gegangen sind, die Koketterie am Duett-Ende über schönes Kleid und prächtiges Haar werden auch mimisch optimal von der Sängerin dargeboten.

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© Susanne Lukas

Stephan Zilias setzt mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien auf energische, manchmal etwas ruppige Tempi und bereitet bei Rimski-Korsakows Suite aus „Pan Voyevoda“ op. 59 blumige Farben auf, während die naturnahe Atmosphäre bei der Ouvertüre zu „Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch und der Jungfrau Fewronija“ gut aufbereitet wird. Bei „La tregenda“ aus Puccinis Oper „Le Villi“ spielt das RSO passend-leidenschaftlich den Hexentanz auf, aber etwas weniger Wirbel und exaktere Taktführung wären zeitweise wünschenswert.  Der Versuch des deutschen Dirigenten, alles zusammen zu halten, gelingt nicht immer optimal.

In der einzigen Zugabe nach 2 Stunden (inkl. Pause) fleht Grigorian als Leonore den Grafen Luna an, ihren Geliebten zu begnadigen („Mira, di acerbe lagrime…Vivrà! Contende il giubilo“) aus Verdis „Il Trovatore“. Während Bariton Olvera anfangs noch mit kleinen Unsicherheiten kämpft, fasziniert die hochdramatische Sopranstimme der Litauerin und problemlos übersingt sie die Orchestermusiker. Nur ein Zwischenapplaus einiger unwissenden Gäste im Publikum stört, bevor am Konzertende Begeisterung mit Standing Ovations ausbricht.

Susanne Lukas

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Leipzig: Unterwelten im Opernhaus: Einzigartiger Performance-Parcours nur bis Sonntag!


© Kirsten Nijhof

Das Theaterprojekt »Unterwelten« entführt das Publikum in die geheimnisvollen Kellerräume des Opernhauses, die zu Bühne, Wohnzimmer, Schutzraum und Wartezimmer werden, um dem Mythos von Orpheus und Eurydike neues Leben einzuhauchen. Höllische Begegnungen mit singenden, spielenden, deklamierenden und tanzenden Gestalten führen durch Labyrinth und Mythen des Untergangs.

Neu wie aufregend an diesem Projekt ist sowohl die ästhetische Eroberung der Kellerräume des Opernhauses als auch die kollektive Erarbeitung der Szenen. In Künstlerkollektiven wird der Prozess zum Kunstwerk, und in demokratischen Debatten entsteht ein immersiver Parcours, der auch die Besuchenden einlädt, bislang verborgene Türen zu öffnen, Fragen zu stellen und individuelle Entscheidungen zu treffen.

Heute ist Premiere und es gibt nur noch vier Gelegenheiten: Fr, 05.06., und Sa, 07.06. 2026, jeweils 18:00 und 20:00.
Restkarten online unter www.oper-leipzig.de oder über den Besucherservice der Oper Leipzig Di – Fr 10:00 bis 18:00 Uhr, Sa 12:00 bis 18:00 Uhr, sowohl an der Kasse im Opernhaus als auch telefonisch unter + 49 (0)341-12 61 261.
Eingang bei der Jungen Oper auf der Ringseite
Dauer: 1 Stunde
Empfohlen ab 14 Jahren
Der Parcours ist barrierearm
Neben den Solistinnen Natasa Dudar, Sandra Janke und Friederike Meinke sowie den Solisten Daniel Arnaldos, Randall Jakobsh, Josef Jugashvili, KT Flavio Salamanca und Matthias Stier wirken mit: Mitglieder des Mehrgenerationenclubs der Oper Leipzig, Rebecca Roks (Video), Niklas Gerwien (Ton) und Nils Scharhag (Technik), und die Dramaturginnen Anna Elisabeth Diepold, Marlene Hahn, Dr. Inken Meents, Dr. Kara McKechnie und Marie Poll. Teil des Künstlerkollektivs sind auch Ausstattungsleiter Dirk Becker und Assistentin Hyeonsu Jung, Kostümbildnerin Vanessa Raths, Lichtdesigner Michael Röger sowie der Technischen Leiter Gabor Zsitva.


© Kirsten Nijhof

Die Oper Leipzig steht in der Tradition von über 330 Jahren Musiktheater in Leipzig: 1693 wurde das erste Opernhaus am Brühl als drittes bürgerliches Musiktheater Europas nach Venedig und Hamburg eröffnet. Seit 1840 spielt das weltweit renommierte Gewandhausorchester zu allen Vorstellungen der Oper und des Leipziger Balletts. Neben dem heutigen, 1960 erbauten Opernhaus am Augustusplatz gehört die Musikalische Komödie im Stadtteil Lindenau zur Oper Leipzig, eine Spezialspielstätte für Operette und Musical mit eigenen Ensembles. Der mit über 720 Beschäftigten größte kulturelle Eigenbetrieb der Stadt umfasst insgesamt fünf ihn tragende Säulen: Oper, Musikalische Komödie, Leipziger Ballett, die Sparte der Jungen Oper und Vermittlung 360° und das Handwerk der Kostüm- und Theaterwerkstätten, die für sämtliche städtischen Bühnen produzieren.    oper-leipzig.de
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ZÜRICH: 3 Tage, 3-mal live und Open Air: 1 Oper, 1 Ballett, 1 Konzert

«Opernhaus für alle» auf dem Sechseläutenplatz – moderiert von Gülsha Adilji und Tama Vakeesan

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© Admill Kuyler/Oper Zürich

Vom 26. bis 28. Juni verwandelt sich der Sechseläutenplatz in eine beeindruckende Open-Air-Kulisse. Gemeinsam mit Zurich Versicherung präsentiert das Opernhaus Zürich das Grossereignis «Opernhaus für alle». Erstmals in der Geschichte des Formats erlebt das Publikum an drei aufeinanderfolgenden Abenden die ganze Vielfalt des Opernhauses Zürich: mit den Live-Übertragungen einer Opern- und einer Ballettaufführung sowie einem Open-Air-Konzert des Orchesters der Oper Zürich.

Den Auftakt macht am Freitag, 26. Juni, um 19 Uhr das Ballett Zürich mit der Live-Übertragung von «Romeo und Julia», der neuen Choreografie von Ballettdirektorin Cathy Marston zur leidenschaftlich-intensiven Musik von Sergej Prokofjew.

Am Samstag, 27. Juni, um 18 Uhr steht Richard Wagners Oper «Tannhäuser» auf dem Programm. Der isländische Regisseur Thorleifur Örn Arnarsson, bekannt für seine eindringlichen Deutungen mythischer Stoffe und grosser Erzählungen, inszeniert das Werk als surreale Reise in das Innere eines Menschen.

Am Sonntag, 28. Juni, um 20 Uhr lädt das Orchester der Oper Zürich unter der Leitung des Generalmusikdirektors Gianandrea Noseda zum grossen Open-Air-Konzert auf dem Sechseläutenplatz. Mit Antonín Dvořáks 9. Sinfonie «Aus der neuen Welt» erklingt eines der bekanntesten Werke des sinfonischen Repertoires. Ergänzt wird das Programm durch ausgewählte Opernarien, interpretiert vom international gefeierten Tenor Benjamin Bernheim. Im Vorprogramm tritt zudem das neu gegründete Kinderopernorchester mit 80 jungen Musiker:innen zwischen 8 und 15 Jahre auf.

Das abwechslungsreiche Vorprogramm, moderiert von Gülsha Adilji und Tama Vakeesan, beginnt jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn und bietet spannende Einblicke hinter die Kulissen von Oper, Ballett- und Konzertaufführungen.

Der Eintritt ist an allen drei Abenden frei.

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Europäischer Kompositionspreis 2026: Young Euro Classic sucht Mitglieder für Publikumsjury

Der Europäische Kompositionspreis wird jährlich im Rahmen des internationalen Festivals Young Euro Classic verliehen. Mit 5.000 Euro dotiert, wird der Preis vom Regierenden Bürgermeister von Berlin ausgelobt und zeichnet die beste Ur- oder Deutsche Erstaufführung aus, die während des Festivals gespielt wird.

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Foto: Tom Schweers

Weitere Infos zum Festival unter: www.artefakt-berlin.de

Bereits zum 27. Mal setzt Young Euro Classic mit der Verleihung des Europäischen Kompositionspreises ein starkes Zeichen für die Förderung junger, zeitgenössischer Komponist:innen – ein zentrales Anliegen des Festivals seit seiner Gründung. Die Auswahl der prämierten Komposition trifft dabei eine ehrenamtliche Jury, die sich aus musikbegeisterten Menschen zusammensetzt. Der Komponist und Musiker Michael Essl übernimmt in diesem Jahr den Juryvorsitz. Seine Arbeit ist preisgekrönt und vielfältig. Er hat bereits Opern für Kinder („das NEINHorn“), Stummfilmmusik sowie Werke für Kammermusik-, Orchester- und Chorbesetzung verfasst.

Engagierte Musikliebhaber:innen können sich ab sofort bewerben, Teil der Jury zu werden. Musikalische Vorkenntnisse oder eine Ausbildung sind nicht nötig, nur die Möglichkeit, 12 Konzertabende zu besuchen.

Die Bewerbung ist vom 8. Juni – 12. Juli 2026 telefonisch möglich unter: 030 88 47 13 930 (Anrufbeantworter mit Rückruf).

Die Preisverleihung findet zum Abschluss von Young Euro Classic am 16. August im Rahmen des Konzerts des Accademia Youth Symphony Orchestra aus Italien statt.

Seit Bestehen des Festivals wurden bereits 37 Werke mit dem Europäischen Kompositionspreis geehrt – ein eindrucksvolles Spektrum der Vielfalt zeitgenössischer Komposition. 2025 erhielt der schottische Komponist Jay Capperauld den Preis für sein Werk „Galvanic Dances“.

Weitere Informationen und Bewerbungsdetails zur Jury finden Sie unter:

www.young-euro-classic.de

15 Neukompositionen stehen an 12 Konzertabenden zur Auswahl

Den Anfang macht das Orchestre des Jeunes du Luxembourg, das am 2. August bei Young Euro Classic debütiert und dabei das brandneue Werk „If the bell rings, why should we run?“ des luxemburgischen Komponisten und Saxophonisten Hy-Khang Dang spielt.

Auch das Orchester des Zheijang Conservatory of Music aus China tritt erstmals bei Young Euro Classic auf (5. August) und hat die Deutsche Erstaufführung einer Komposition von Zhang Ying im Programm. Man darf gespannt sein, wie ihre „Akademische Festouvertüre“ sich auf das gleichnamige romantische Werk von Johannes Brahms beziehen wird.

Ein neues Werk des niederländischen Komponisten Chris Muller, der zudem Pianist und Bandleader ist, hat das Jong Metropole Symphonic Jazz Orchestra aus den Niederlanden am 6. August als Deutsche Erstaufführung im Repertoire.

„Saudades, só portugueses“ von César Rafael wird am 7. August vom Jovem Orquestra Portuguesa uraufgeführt. Das Werk trägt die Programmatik des Abends im Titel – „saudade“ ist ein schwer übersetzbarer Ausdruck für Sehnsucht und Verlangen.

Die Nationale Jugendphilharmonie der Türkei stellt ihr Programm am 8. August unter den Titel „Zauber“ – das gewisse Etwas wird dazu „Je ne sais quoi“ von Emre Şener in Deutscher Erstaufführung beitragen.

Das Youth Symphony Orchestra of Turkmenistan präsentiert bei seinem Debütauftritt am 9. August gleich zwei Deutsche Erstaufführungen: Der französische Komponist Pierre Thilloy lässt mit „Diable qui danse“ den Teufel aufs Parkett. Der US-Amerikaner Aidan Gold greift für „Lieder aus Turkmenistan“ auf turkmenische Melodien zurück und lässt daraus ein symphonisches Werk für Orchester und Schlagwerk entstehen.

„Antrópolis“ von der Grammy-prämierten mexikanischen Komponistin Gabriela Ortiz wird am gemeinsamen Konzertabend des Orchestra of the Americas und des Penderecki Youth Orchestra (10. August) erstmals in Deutschland zu hören sein und das Publikum auf einen musikalischen Spaziergang durch Mexico City einladen.

Ebenfalls auf eine Reise geht das nordirische Ulster Youth Orchestra mit der Deutschen Erstaufführung von Sam Kanes „Journey to the Otherworld“ am 12. August. Das von Young Euro Classic in Auftrag gegebene Werk ist inspiriert von einer irischen Sage – Hauptfigur Bran segelt durch die Unterwelt und trifft auf mystische Kreaturen.

Ein weiterer Debütant bei Young Euro Classic mit gleich zwei neuen Werken im Programm ist das Slovenian Youth Orchestra (13. August). Beide Stücke stehen für zeitgenössische Klassik, die keine Scheu vor genreübergreifenden Kompositionen hat: Lauri Porras „Entropia“ – der finnische Komponist ist Urenkel von Jean Sibelius und Mitglied der Power Metal-Band Stratovarius – ist ein experimentelles Werk für E-Bass und Orchester; der slowenische Komponist Matija Krečič ist sowohl in neuer Musik, Film- und Theatermusik bewandert, wie in der Deutschen Erstaufführung von „Fast Break“ zu hören sein wird.

Der Österreicher Konrád Varga ist erst 20 Jahre alt – somit führt die Angelika Prokopp Sommerakademie der Wiener Philharmoniker am 14. August ein neues Werk des jüngsten Komponisten im gesamten Festivalprogramm auf.

Der Auftritt des Estonian National Opera Boys ’ Choir bei Young Euro Classic ist an sich schon besonders. Dazu singt das Ensemble zwei Werke von Andres Lemba, die erstmals in Deutschland zur Aufführung kommen: „Ubi caritas“ und „Dona nobis pacem“.

Auch am Abschlussabend des Festivals erklingt ein neues Werk: das erstmalig beim Festival spielende Accademia Youth Symphony Orchestra aus Italien hat mit „Ritual“ eine Deutsche Erstaufführung des italienischen Komponisten Domenico Turi im Programm.

Eine zusammenfassende Übersicht finden Sie unter: https://young-euro-classic.de/de/kompositionspreis_2026

Hier spielt die Zukunft!

Young Euro Classic · Festival der besten Jugendorchester der Welt

  1. Juli bis 16. August 2026 im Konzerthaus Berlin

Alle Abendkonzerte beginnen um 19 Uhr, alle Konzerte von „FUTURE NOW“ um 16:30 Uhr. Zu ausgewählten Abendkonzerten finden Konzerteinführungen ab 18 Uhr im Werner-Otto-Saal statt.

Das ausführliche Festivalprogramm abrufbar unter:

www.young-euro-classic.de

Preiskategorien 39 € / 27 € / 16 € (plus Vorverkaufsgebühr).

Berechtigte Personen erhalten für alle Preiskategorien 30 % Teilhabe- und Bildungsermäßigung. Details finden Sie auf unserer Webseite im Servicebereich.

Tickets gibt es über die Young Euro Classic-Webseite, die Ticket-Hotline

(+49 / (0)30 / 8410 8909, erreichbar Montag–Sonntag: 10–18 Uhr) und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Festival im Festival „FUTURE NOW“: alle Karten 18 €

Festival Pass für alle fünf „FUTURE NOW“-Konzerte: 70 €

Festival Pass für eine Auswahl von drei „FUTURE NOW“-Konzerten: 45 €

Karten für den „NEXT GENERATION Kindertag“: 8 € für Kinder, 10 € für Erwachsene
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GENOVA TEATRO CARLO FELICE: LA BOHÈME

genova

La bohème

Donato Renzetti dirige l’opera in quattro quadri di Giacomo Puccini con la regia di Augusto Fornari

Scene liriche in quattro quadri
Libretto di Giuseppe Giacosa e Luigi Illica
dal romanzo Scènes de la vie de bohème di Henri Murger

Musica di Giacomo Puccini
Prima rappresentazione Torino, Teatro Regio, 1 febbraio 1896

Direttore: Donato Renzetti
Regia: Augusto Fornari
Regista assistente: Laura Ruocco
Scene e costum Francesco Musante
Luci Luciano Novelli
Maestro del Coro: Claudio Marino Moretti
Maestro del Coro di voci bianche Gino Tanasini

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Copyright: Teatro Felice

Rodolfo: Junpyo Kwon*/ Xianmu Wang*
Marcello: Davide Chiodo*/ Jeongwoo Lee*
Schaunard: Andrea Ariano*/Shang Ju*
Colline: Vittorio De Campo/Yiwen Wang*
Benoît / Alcindoro: Andrea Porta
Mimì: Yujing Chen*/ Caterina Trevisan*
Musetta: Sara Di Fusco*/Virginia Genovese*
Parpignol: Giuliano Petouchoff
Un venditore ambulante: Antonio Mannarino/ Matteo Michi (19, 20, 21)
Un sergente dei doganieri: Filippo Balestra/ Franco Rios Castro (19, 20, 21)
Un doganiere: Roberto Conti/Bernardo Pellegrini (19, 20, 21)
*Solisti dell’Accademia di alto perfezionamento e inserimento professionale della Fondazione Teatro Carlo Felice Genova
Orchestra, Coro, Coro di voci bianche e Tecnici della Fondazione Teatro Carlo Felice di Genova
Allestimento della Fondazione Teatro Carlo Felice di Genova

Freie Bühne Wien: Performances und eine kreative Talente-Schmiede (2.6.2026)

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Action der Freien Bühne Wien auf dem Südtirolerplatz. Foto: Claudia Bühlmann

Durchgehalten hat Schauspiel-Sänger Gernot Kranner in den ersten Wochen nach seiner Übernahme der Leitung der Freien Bühne Wien. Es sind derzeit heikle Tag in Richtung brüchig gewordenem Wiener Kulturbetrieb: Den kleinen Theatern sind die Subventionen weggenommen worden. Mit Spenden und aus eigener Tasche finanziert sind nun im Juni nicht weniger als acht Premieren, keine großen, in der Freien Bühne Wien angesetzt.

Das Performance-Theater auf der Wiedner Hauptstraße möchte sich als ein so richtiges Kreativzentrum entwickeln. Wie etwa mit einer New Academy – Talente-Schmiede für ‚all lovers of music‘, mit Sona MacDonald als Stargast. Das neigt sich wohl dem Musical zu. Oder, ganz schön ambitioniert: companyfour – das BürgerInnen Ensemble der Freien Bühne Wien mit Auftritten und spielerischen Aktionen am Südtiroler Platz. Auch die Fantasie der Passanten wird hier gefordert.

Und auch so ein echter Wiener, ein sehr reifer bereits und trotzdem noch kein im Unterhaltungsgeschäft integrierter wie Thomas van Stinissen (ja, Wiener) kann hier seine zahlreichen überwiegend intellektuell gestalteten Video-Shows präsentieren. Er ist wohl auch ein um einiges kultivierterer, ein um mehr künstlerisches Niveau bemühter Satiriker als die gängigen Kabarett-Einzelgänger. Als fleißig arbeitender Geschäftsmann konnte sich Stinissen bis jetzt in der heimischen Unterhaltungsszene so gut wie nicht einreihen. Sein Kreativgeist wollte jedoch nie ruhen. Mit einer Fülle an originellen Wortspielen und einem gesunden Ego hat er sich entfaltet. Und nun, im Ruhestand, kann er mit seinen anspruchsvollen satirischen Einfällen und intellektuellem Humor die Szene explodieren lassen?

Ja, und Fussball-WM live gibt’s hier ebenfalls mitzuerleben: In Zusammenarbeit mit dem ORF wird in aller Herrgottsfrüh, ab sechs Uhr, zum Public-Viewing plus Frühstücks-Büffet eingeladen. Siegesfreudig: Gegner Jodanien (17.). Oder um 19 Uhr, eher mit Zittern: Kicker-Großmacht Argentinien (22.). Vor allem aber der Blick auf das von Kranner angestrebte wichtigste Anliegen: Eine coole Theater-Community soll sich bilden, mit aller Freude am Spiel und freier Kommunikation.

Info: www.freiebuehnewien.at /

Meinhard Rüdenauer
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Die aktuelle Wim Wenders-Rede zur Preisverleihung 2026

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ZUM VIDEO – Wim Wenders-Rede
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