DIE SONNTAG-PRESSE – 7. JUNI 2026

Cantare amantis est © Marco Borrelli

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DIE SONNTAG-PRESSE – 7. JUNI 2026

Ravenna/Palazzo Mauro de André
„Cantare amantis est“: Riccardo Mutis einzigartiges Chorfestival mit 3600 Teilnehmern
Als es an die Musik geht, verflüchtigt sich die Stadionatmosphäre, zumal Muti vier Stücke mit vielen leisen Stellen ausgesucht hat, die er in dieser Dynamik auch von den Chören, überwiegend Laien, einfordert. Und das funktioniert sagenhaft gut, ganz gleich ob in Mozarts Ave verum, im Prolog zu Arrigo Boitos Oper Mefistofele oder einem Part aus Verdis Requiem, in dem der Komponist mehrfach sogar ein drei- bis vierfaches Pianissimo einfordert.
Von Kirsten Liese
Klassik-begeistert.de

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 6. JUNI 2026

Götterdämmerung © Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 6. JUNI 2026

Wien/Staatsoper
Heras-Casados „Ring“ Dirigat vollzieht eine spannende Wendung
Der 1. Ring-Durchgang von Pablo Heras-Casado an der Wiener Staatsoper ist Geschichte. Im Gegensatz zu anderen Meinungen sehe ich eine klare positive Entwicklung. Seit dem „Rheingold“ hat Heras-Casados Zugriff auf die Partitur eine stärkere musikalische Ausdruckskraft gefunden. Der erste Akt der „Götterdämmerung“ ist beim Spanier eines: ein Epos mit Sog, das als cineastisches Pendant mit Klassikern wie „Jenseits von Afrika“ oder „Apocalypse Now“ gleichzusetzen ist. Bislang hatte kein Dirigent der letzten Jahre es geschafft, mich zwei Stunden lang an diese Musik zu fesseln. Heras-Casado gelingt genau das.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

Wien/Konzerthaus
Konzerthaus: Gleißende Schreckensmusik aus der Finsternis (Bezahlartikel)
Im komplett abgedunkelten Berio-Saal spielte das Ensemble Phace das Publikum mit „Solstices“ von Georg Friedrich Haas in Trance.
DiePresse.com

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DIE FREITAG-PRESSE – 5. JUNI 2026

Gautier Capuçon und Daniele Gatti; Foto Patrik Klein

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DIE FREITAG-PRESSE – 5. JUNI 2026

Klein beleuchtet kurz 74: Zweimal Daniele Gatti und nie wieder
Ein Doppelkonzert der Sächsischen Staatskapelle Dresden in der ausverkauften Elbphilharmonie Hamburg wurde unter dem Dirigat von Daniele Gatti zum Stresstest der Langeweile – mein Fazit: ich werde künftig einen Bogen um seine Dirigate machen – sorry.
Von Patrik Klein
Klassik-begeistert.de

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 4. JUNI 2026

Arthur Bruce (Wozzeck) mit Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters© Stephan Walzl

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 4. JUNI 2026

Oldenburg
Ambivalentes Stück, hervorragende Umsetzung: Gurlitts Wozzeck reüssiert in Oldenburg
Gurlitts 1926, nur vier Monate nach Alban Bergs bahnbrechendem Wozzeck, in Bremen uraufgeführte dritte Oper, hinterlässt einen unentschlossen Eindruck, was die Musik, die Szenenfolge und den Schluss betrifft. Anders als Berg, verbindet er die Szenen nicht durch Zwischenspiele, sondern betrachtet jede Szene für sich. Und darin liegt ein Grundproblem dieser Komposition, die Musik mäandert um sich selbst, ohne den Figuren und dem Stück Profil zu geben und einen gedanklichen Bogen über das Werk zu spannen. Dadurch bleiben die Personen merkwürdig fremd, ihr Schicksal berührt musikalisch nicht. Wäre da nicht die hervorragende Inszenierung von Generalintendant Georg Heckel. Er schafft genau das, was Gurlitt nicht gelingt.
Von Axel Wuttke
Klassik-begeistert.de

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 3. JUNI 2026

Vladimir Jurowski, Portrait © Geoffroy Schied

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 3. JUNI 2026

Wer wird Nachfolger von Vladimir Jurowsky als Musikchef der Bayerischen Staatsoper?
Sendung „Tonart“. Audio von Jörn Florian Fuchs (7,05 Minuten)
deutschlandfunkkultur.de

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 2. JUNI 2026

theatersg portraits Modestas Pitrenas © konzertundtheater.ch

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 2. JUNI 2026

St. Gallen
Modestas Pitrenas triumphiert mit seinem Abschiedskonzert in St. Gallen
In St. Gallen endete die langjährige Zusammenarbeit des Sinfonieorchesters St. Gallen mit dem Dirigenten Modestas Pitrenas. Die Qualität des Orchesters und die Reaktion des Publikums zeigten deutlich, was hier erreicht wurde. Das durchaus anspruchsvolle Programm begann mit Arturs Maskats „Tango“. Der erste Takt hätte auch von Dmitri Schostakowitsch stammen können: alle Violinen hart und dissonant, aber nicht atonal. Die Komposition wird dann ruhiger, wobei gerade in die Violinen große Höhen und starke Lautstärken gelegt werden. Ruhigere Momente werden dem Akkordeon übertragen. Die komplexe Rhythmik des Stückes lässt den Tango nicht immer in den Vordergrund treten, aber gerade dies macht die Komposition reizvoll. Die beeindruckende Dynamik und Reaktionsschnelligkeit des Orchesters wurden bereits hier deutlich.
Von Julian Führer
Klassik-begeistert.de

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DIE MONTAG-PRESSE – 1. JUNI 2026

Michael Schager © Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

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DIE MONTAG-PRESSE – 1. JUNI 2026

Vor der Neidhöhle rennt der Schmäh: Wagners „Siegfried“ an der Staatsoper
Der Ring-Durchlauf an der Wiener Staatsoper geht in die zweite Hälfte: „Siegfried „überzeugt mit exzellenter Besetzung und guter Laune. Ein Pointen-Feuerwerk? Entzündet bekanntlich keiner der vier Abende von Richard Wagners Ring des Nibelungen. Teil drei, Siegfried also, zielt aber zumindest hie und da auf das Zwerchfell. Da darf nicht nur gelacht werden, wenn sich der Titelheld als Flötist im Wald versucht und – krächz! – kläglich scheitert. Komisch auch, wenn dieser Kraftprotz einem vermeintlichen Geschlechtsgenossen die Rüstung öffnet und dabei den ersten Schreck seines Lebens kassiert: Hilfe, Mutti, das ist gar kein Mann!
DerStandard.at

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DIE SONNTAG-PRESSE – 31. MAI 2026

Donald Runnicles © Simon Pauly

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DIE SONNTAG-PRESSE – 31. MAI 2026

Berlin/Deutsche Oper
Die letzte kosmische Atemübung – Sir Donald Runnicles verabschiedet sich von der Deutschen Oper Berlin mit Wagners „Ring“
Wenn das Ende kommt, sind manche schon vorbereitet. Nicht nur, dass das Weltenende zu einem äußerst beschäftigen Zeitpunkt erscheint – frühsommerliche Hitzewelle, Pfingstwochenende, Karneval der Kulturen im Osten der Stadt, im Westen DFB-Pokalfinale und halb Süddeutschland sitzt in der U2 – nein, es dauert auch noch lang. Denn am Schauplatz des Spektakels, der Deutschen Oper Berlin, verabschiedet sich der scheidende Generalmusikdirektor Sir Donald Runnicles mit Wagners Ring des Nibelungen (Inszenierung von Stefan Herheim)
opernmagazin.de

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 30. MAI 2026

© Tianye Dong

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 30. MAI 2026

Interview/Ein Gespräch mit Prof. Manuela Uhl geführt von Getong Feng
Wenn niemand mehr zuhört – im Escape Room der Figuren
Interview zu Die Walküre im Rahmen von „Bayreuth in Shanghai“ (2026). Von ihrer Interpretation der Sieglinde am National Centre for the Performing Arts im Jahr 2025 bis zu ihrem erneuten Verkörperung in Katharina Wagners Inszenierung von Die Walküre bei „Bayreuth in Shanghai“ im April 2026 setzt Prof. Manuela Uhl ihre intensive Auseinandersetzung mit dieser Figur fort. Dabei eröffnet sie zugleich neue Perspektiven auf die vielschichtigen Frauenfiguren in Wagners Ring-Zyklus und auf deren Bedeutung im Kontext des zeitgenössischen Regietheaters.
Von Getong Feng
Klassik-begeistert.de

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DIE FREITAG-PRESSE – 29. MAI 2026

Ensemble © SF/Monika Rittershaus

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DIE FREITAG-PRESSE – 29. MAI 2026

Salzburg/Pfingstfestspiele
Salzburgs „Il viaggio a Reims“ amüsiert mich köstlich
Die Party endet in Salzburg nicht auf der Bühne. Sie erfasst das gesamte Haus. Alle Stimmen sind mit einer Lockerheit und Elastizität ausgestattet, die die extremen musikalischen Wendungen Rossinis Komposition mühelos bewältigen. Der Spielwitz ist groß. Die Sängerinnen und Sänger lassen es aussehen und -hören als wäre es ganz leicht.
Von Frank Heublein
Klassik-begeistert.de

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