Exklusiv-Interview – Oksana Lyniv: „Die ganze Welt ist unser bester Lehrer“

Foto: Oksana Lyniv (c) Oleh Pavliuchenkov

Seit ihrem großartigen Debüt in Bayreuth am 25. Juli 2021 (Eröffnungstag) als erste Dirigentin auf dem Grünen Hügel ist Oksana Lyniv an vielen Opern- und Symphonieprojekten beteiligt. Sie ist gerade als Generalmusikdirektorin im Teatro Comunale di Bologna für die nächsten drei Jahre beauftragt worden.

Einen wichtigen Platz nimmt in Ihrer Tätigkeit das von ihr gegründete internationale Festival LvivMozartArt in Lemberg ein, das 2022 zum sechsten Mal stattfindet. Der Stammteilnehmer an diese Veranstaltung ist Youth symphony Orchestra of Ukraine (YsOU), das ebenfalls auf Initiative von Oksana Lyniv entstand. Seit seinem Gründungsjahr 2016 gab das Orchester mehrere Konzerte in der Ukraine sowie in Europa, und 2018 nahm es am Festival Junger Künstler Bayreuth teil. Sein Repertoire umfasst neben internationalen Orchesterwerken auch die Werke der ukrainischen Musik. Sowohl die Dirigentin als auch ihre jungen Musiker fördern die Werke ukrainischer Komponisten, die bis vor kurzem einem breiteren Publikum noch unbekannt waren. Ihre Projekte tragen dazu bei, kulturelle Brücken zwischen der Ukraine und anderen Ländern zu bauen.

Unser Gespräch fand während Oksanas Aufenthalt in London statt, wo sie „Tosca“ im Royal Opera House dirigierte.

Exklusiv-Interview: Jolanta Łada-Zielke

klassik-begeistert: Liebe Oksana, wenn Sie von Ihrer heutigen Position aus auf Ihre Lehrzeit zurückblicken, was halten Sie für das Wichtigste?  

Oksana Lyniv: Die jungen Musiker, mit denen ich arbeite, fragen mich oft nach der Quelle meines Erfolgs. Ich erkläre ihnen dann, dass man Erfolg nicht erzielen kann. Man kann nicht vorhersagen: ich mache dies und das, und nach so vielen Jahren erreiche ich eine bestimmte Position. Zuerst muss man seinen eigenen Weg finden. Dieser Weg ist keine direkte Linie, sondern führt uns Schritt für Schritt zum Ziel. Jeder Schritt ist sehr wichtig, bei jedem Schritt lernen wir etwas Neues. Manchmal höre ich, dass man von einem einzigen Lehrer nicht alles lernen oder nicht alle Antworten bekommen könnte. Meiner Meinung nach ist die ganze Welt der beste Lehrer. Man muss offen sein und immer wieder neue Erfahrungen sammeln, die uns die Welt schenkt. „Exklusiv Interview: Oksana Lyniv, Generalmusikdirektorin im Teatro Comunale di Bologna
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Frieder Bernius: „Das ist ja eine ziemlich revolutionäre Ansicht!"

Fotos: Ministerium für Kultur und Tourismus der Republik Türkei

Frieder Bernius gehört zu den bekanntesten Chorleitern Deutschlands. Seine Arbeit gilt als Referenz, an dem sich andere Chöre messen lassen müssen. Der typische, homogene Bernius-Klang ist berühmt. Bereits mit 20 gründete er den Kammerchor Stuttgart, den er bis heute leitet, daneben ist er als Gastdirigent und Dozent auf der ganzen Welt gefragt. Wir treffen Frieder Bernius in Istanbul. Zur Eröffnung des neuen Atatürk Kulturzentrums am Taksim-Platz dirigiert er den türkischen Amateur-Chor Resonanz des türkischen Chorleiters Dr. Burak Onur Erdem (das Interview mit ihm finden Sie hier). Auf dem Programm steht für die Türkei eher ungewöhnliche Musik: barocke geistliche Lieder. Die Besprechung des Konzertes finden Sie hier.

von Barbara Hauter

Barbara Hauter: Wir haben in Deutschland gerade davongaloppierende Inzidenzen. Wie erging es Ihnen unter Corona-Bedingungen als Gastdirignet hier in Istanbul mit einem Chor zu proben?

Frieder Bernius: In Istanbul sind die Zahlen ja nicht so hoch gegangen und deswegen spürt man nicht so viel Hysterie wie bei uns. Ich persönlich schütze mich, so gut ich kann, da ich die Mentalität der Leute nicht einschätzen kann. Ich bin zweimal geimpft und werde mich ein drittes Mal impfen lassen, aber ich lasse mich nicht verrückt machen von der Situation. Die Abstandsregeln wurden bei den Proben strikt eingehalten. Wir haben genau 1,5 Meter Abstand gehalten und mit Maske gearbeitet. In den Proben wurde mit Maske gesungen und daraus entstand eines der Probleme: Im Konzert wurden noch größere Abstände eingenommen und gleichzeitig wurden die Masken abgesetzt. Das sind komplett andere Bedingungen. Der Unterschied zum Klang mit und ohne Maske ist groß. Interessanterweise war es für mich mit Masken in den Proben die Normalsituation. Ich habe die Sängerinnen und Sänger nie gehört, wie sie ohne Maske singen. Und dann war das für mich eine Überraschung, als sie ohne Maske dastanden. Da muss man dann locker bleiben. „Interview: Frieder Bernius, Chorleiter, Gastdirigent und Dozent
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Frauenklang: „Die Quelle meiner Bewunderung für die Musikalität der deutschen Sprache habe ich noch nicht entdeckt“

Foto: Alice Meregaglia © Jörg Landsberg

Italienisches Temperament, französische Eleganz und deutsche Zuverlässigkeit – all das verbindet Alice Meregaglia in ihrem künstlerischen Schaffen. Sie studierte Klavierspielen am Konservatorium in Venedig sowie Musikwissenschaft und Korrepetition in Mailand. 2014 absolvierte sie ein Aufbaustudium im Fach Orchesterleitung in Straßburg, worauf ihre ersten eigenen Projekte als Dirigentin folgten: Rossinis „La cambiale di matrimonio“ und Mozarts „Don Giovanni“ im Rahmen der Ticino Musica sowie „Così fan tutte“ bei Nei Stëmmen in Luxemburg. Von 2012 bis 2015 war sie als Solorepetitorin an der Opéra national du Rhin tätig und erarbeitete Produktionen wie Brittens „Owen Wingrave“ und Cimarosas „Il matrimonio segreto“. Seit 2015/16 ist Alice Meregaglia am Theater Bremen engagiert – zunächst als Solorepetitorin und Assistentin der Chordirektion, seit der Spielzeit 2016/17 als Chordirektorin. Neben Chorkonzerten mit „Petite Messe solennelle“ und Faurés „Requiem” dirigierte sie Chabriers „Das Horoskop des Königs – L’Étoile“. 2021 leitete sie musikalisch Rossinis „L’Italiana in Algeri“ und Donizettis “L’elisir d’amore”. Als Chordirektorin arbeitete sie bei der Opéra national du Rhin und der Trondheim Opera, als Korrepetitorin und musikalische Assistentin bei den Bregenzer Festspielen. An der HfK Bremen hat sie Lehraufträge für Rezitativgestaltung und Singen in Italienisch inne.

Gespräch mit Alice Meregaglia, Dirigentin, Korrepetitorin, Leiterin des Bremer Opernchors und Pädagogin, Preisträgerin des Kurt-Hübner-Preis 2018.

von Jolanta Łada-Zielke

Liebe Alice, du bist eine vielseitige Musikerin. Wie hast Du deine Ausbildung gemacht?

Ich habe im Conservatorio Giuseppe Verdi in Mailand studiert. Dann habe ich nach Venedig gewechselt und am dortigen Konservatorium mein Klavierdiplom absolviert. Gleichzeitig studierte ich Musikwissenschaft an der Universität in Mailand. Später bin ich nach Mailand zurückgezogen und habe meine Spezialisierung –  den Master als Korrepetitorin am Conservatorio Giuseppe Verdi gemacht. Danach habe ich das Orchesterdirigat im Rahmen des Aufbaustudiums in Straßburg erlernt. Im dortigen Opernstudio habe ich sowohl studiert als auch als Korrepetitorin der Sänger gearbeitet. „Interview: Alice Meregaglia, Dirigentin, Korrepetitorin, Leiterin des Bremer Opernchors und Pädagogin, Preisträgerin des Kurt-Hübner-Preis 2018
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Burak Onur Erdem: Ich bin unglaublich stolz auf meinen Chor

Fotos: Ministerium für Kultur und Tourismus der Republik Türkei

Wer sich für Chormusik interessiert, sollte sich unbedingt diesen Namen merken: Dr. Burak Onur Erdem. Der erst 35jährige türkische Chorleiter ist in der europäischen Musikszene ein Rising Star und sehr umtriebig. Nach seinem Studium der internationalen Politik promovierte er in Musiktherorie und Dirigieren. 2010 gründete er in Istanbul den Laienchor Resonanz, in Ankara ist er seit 2017 Chef des staatlichen State Choirs. Mit seinen Chören gewann er viele Preise, unter anderem den „The Best Young Conductors Prize“, und von der European Choral Association wurde er soeben zum künstlerischen Vize-Präsidenten gewählt.  

von Barbara Hauter

Ich treffe Dr. Burak in Istanbul. Wir sind von Kultusministerium eingeladen, im Rahmen der Eröffnung des neuen Atatürk Kulturzentrums am Taksim Platz ein Konzert seines Chores Resonanz zu hören. Resonanz präsentiert christliche Barockmusik, und für zwei Konzerte übernimmt das Pult der berühmte deutsche Chrodirigent Frieder Bernius. (Die Besprechung des Konzertes von Leon Battran finden Sie hier.)

Rezonans, Frieder Bernius, Burak Onur Erdem, Atatürk Kültür Merkezi Istanbul, 14. November 2021

„Interview: Dr. Burak Onur Erdem, Chorleiter Laienchor Resonanz,
Atatürk Kulturzentrum am Taksim Platz, 14. November 2021“
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Interview: Deutsche Chöre und Politik (Teil 2)

Foto: Alexander ArltKronau, FSB

von Jolanta Łada-Zielke

„Die singen ja nur“ – so sagte man über Chormitglieder während der Revolution von 1848/49. Das politische und gesellschaftliche Leben wirkte sich jedoch auf die Tätigkeit der Chorvereine sehr wohl aus. Am deutlichsten war es in der Nazizeit, als man zum Beispiel die Seiten mit Stücken von Mendelssohn in Liederbüchern zusammenklebte.

Ich lade Sie zur Fortsetzung des Gesprächs mit Alexander Arlt, dem Archiv- und Museumsleiter der Stiftung Dokumentations- und Forschungszentrum des Deutschen Chorwesens in Feuchtwangen, ein.

Die ersten Chorvereine entstanden 1809, zu einer Zeit also, als die Bedrohung durch Napoleons Truppen überall präsent war. Beeinflusste diese politische Lage die Entwicklung der Chorbewegung?

Einen Einfluss hatte dies auf jeden Fall  hinsichtlich des Liedguts. Das Repertoire für Männerchöre war zu dieser Zeit noch überschaubar, so dass viele neue Kompositionen entstanden, die dann auch von den damaligen Umständen geprägt waren. Eine bekannte und weit verbreitete Sammlung war zum Beispiel „Leyer und Schwerdt“  von Theodor Körner, vertont von Carl Maria von Weber 1814. Körner ging als Freiheitskämpfer bei dem Lützow’schen Freikorps in die Geschichte ein. Besonders bei „Lützows wilde Jagd“ ist ein militärischer Unterton deutlich wahrnehmbar.  „Interview: Deutsche Chöre und Politik,
(Teil 2), 13. November 2021“
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"Wagner braucht die Selbstaufgabe – er verlangt sie von uns"

„Mein 30-jähriges Leben mit Wagner – ich habe zwei Bücher über Wagner geschrieben – brauchte ein schönes Ende. Ich habe Frieden damit geschlossen. Ich kann mich jetzt anderen Sachen zuwenden.“

Interview mit Axel Brüggemann zum Film „Wagner, Bayreuth und der Rest der Welt“

Am 28. Oktober 2021 kam der Film „Wagner, Bayreuth und der Rest der Welt“ in die deutschen Kinos.

Der Regisseur und Drehbuchautor Axel Brüggemann, bekannt aus den Printmedien, Radio und Fernsehen, ist ein profunder Kenner der Wagnerwelt und Insider der Bayreuther Festspiele. Für das Konzept der mehrstündigen Live-Sendung „Bayreuth – die Show“ wurde Brüggemann 2018 für den Grimme-Preis nominiert. Im Jahr 2019 erhielt er den Bayerischen Fernsehpreis für Konzept und Moderation der Show.

Ein früher Meilenstein für seine Karriere wurde bereits in der gymnasialen Oberstufe in Bremen gelegt, als er mit der Klassik begeistert-Autorin Petra Spelzhaus die Schulbank drückte. Im Schulorchester produzierten beide gemeinsam viele schöne Töne während der legendären Aufführung von Dvořáks „Slawischen Tänzen“.

Seine Energie sammelt Brüggemann beim Joggen. Frei nach dem Motto „Ein Paar Laufschuhe passt in jeden Koffer“ erläuft er sich auf diese Art die verschiedensten Städte. Selbstverständlich dient das als Marathon-Training, denn „darunter macht es ein Wagnerianer nicht“.

Das Interview für Klassik begeistert führte Dr. Petra Spelzhaus. Der Anruf ereilte Axel Brüggemann beim Dauerlauf in seiner Studienstadt Freiburg. „Interview mit Axel Brüggemann zum Film „Wagner, Bayreuth und der Rest der Welt“
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Ensemble Clazzic – eine Reise durch zwei Musik-Galaxien

Foto: © Copyright 2020 Ensemble Clazzic

Jazz und Klassik. Für viele wirkt das, als befänden sie sich auf einer Reise durch zwei verschiedene Galaxien. Dabei sind durchaus Schnittstellen vorhanden, wie Martina Silvester (Flöte) von Ensemble Clazzic im Interview mit Klassik begeistert verdeutlicht. Gemeinsam mit Susanna Klovsky (Klavier), Alex Bayer (Kontrabass) und Thomas Sporrer (Schlagzeug) vereinen die vier Musiker unterschiedliche Genres.

Interview: Jürgen Pathy

Wie würden Sie die Musik beschreiben, die sie mit Ensemble Clazzic machen?

Die Musik, die wir machen, lässt sich gut aus unserem Ensemblenamen und auch dem Titel unseres Albums ableiten: Wir wurzeln in der klassischen Musik, suchen aber die spielerische Begegnung mit anderen Musikstilen. Der englische Begriff „intersection“ gibt diesem Gedanken einen besonderen Raum. Unsere Musik möchte eben diesen Raum schaffen, in dem sich Musikstile begegnen, kreuzen, vermischen, überschneiden können und so neue Wege schaffen – und dies mit viel Spielfreude und Virtuosität.

Jazz und Klassik scheinen so fern. Wie kam es zur Idee, die Genres zu vereinen?

Johann Sebastian Bach wird oft als erster Jazz-Musiker bezeichnet. So weit sind Klassik und Jazz also gar nicht entfernt. Mozart, Beethoven, auch die großen Interpreten vergangener Epochen waren großartige Improvisateure. Bei unserer Musik geht es aber nicht primär darum, Jazz mit Klassik zu vereinen. „Interview, Ensemble Clazzic,
klassik-begeistert.de, 8. November 2021“
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Interview: Am Anfang durften nur Männer im Chor singen (Teil 1)

Foto: Alexander ArltKronau, FSB

von Jolanta Łada-Zielke

Wenn ich Krakau besuche, erzähle ich befreundeten Dirigenten von meinem Singen im Chor. Sie sagen oft, dass sie mich beneiden, weil deutsche Chöre eine sehr reiche Tradition haben. Also habe ich beschlossen, diese Tradition besser kennenzulernen.

Mit großer Freude habe ich den Ort entdeckt, an dem die Geschichte deutscher Gesangvereine dokumentiert ist: das Sängermuseum, das mit Archiv und Forschungszentrum des Deutschen Chorwesens an der Universität Würzburg in Feuchtwangen in Mittelfranken beheimatet ist. Ich bin dorthin gekommen, um mit dem Archiv- und Museumsleiter Alexander Arlt zu sprechen, der auch selbst Chorleiter ist.

Foto: Sängermuseum, Feuchtwangen

„Das Sängermuseum in Feuchtwangen gründete man im Jahr 1989“, erzählt Alexander Arlt. „Davor gab es das Deutsche Sängermuseum im ehemaligen Katharinenkloster in Nürnberg, das 1925 eingeweiht, aber während des Zweiten Krieges (im Januar 1945) nahezu vollständig zerstört worden ist. Von dieser Zeit zeugen einige Bilder, anhand deren  man sich einen ersten Eindruck von der Ausstellung machen kann. Der Deutsche Sängerbund nutzte damals auch die Klosterkirche. Dort waren nicht nur das Gefallenendenkmal des deutschen Sängerbundes und das des Deutschen Arbeiter-Sängerbundes zu finden, auch fanden dort regelmäßig Chorkonzerte statt. Ein wichtiger Bestandteil der Ausstellung waren Vereins-und Verbandfahnen, wie das Bundesbanner des Deutschen Sängerbundes, das gleich im Foyer des Museum die Besucher begrüßte. Zum Glück überstand die Fahne den Zweiten Weltkrieg nahezu unbeschadet im Depot des Germanischen Nationalmuseums. Gleiches gilt für die Fahne des Deutschen Sängerfestes in Nürnberg 1861, die heute zu unseren wertvollsten Exponaten gehört.“

Ich schaue mir diese beeindruckende Fahne in der Vitrine an.

„Also doch Nürnberg! sage ich mit Begeisterung. – Dort fing das alles an, und es gab zweifellos eine Verbindung zu den Meistersingern.“

„Im Deutschen Sängerbund hat man sich tatsächlich immer wieder auf die Meistersinger berufen“, antwortet Alexander. „Man ging sogar noch bis zu den Minnesängern zurück. Natürlich gibt es Gemeinsamkeiten, die sind aber nicht eins zu eins auf die Laienchorbewegung zu übertragen. So war auch die Katharinenkirche in Nürnberg der Treffpunkt der Meistersinger bis zu ihrer Auflösung.  Deswegen nennt man sie auch „die Meistersinger-Kirche“. Das mag auch ein Grund gewesen sein, weswegen man die ehemalige Klosteranlage für geeignet hielt, dort das Deutsche Sängermuseum mit einem Sängerarchiv einzurichten.

So erfahre ich von dem Deutschen Sängerbund, der  1862 als ein Dachverband der deutschen Laienchöre gegründet wurde. Später gab es auch den Deutschen Arbeiter-Sängerbund, der die gleiche Funktion für die Arbeiterchöre erfüllte.

4.2.3 Foto: Sängermuseum, Feuchtwangen

Den ersten als Verein organisierten Gesangsverein gründete Carl Friedrich Zelter (1758-1832) im Jahr 1809 in Berlin, die so genannte Zeltersche Liedertafel. Es existierten außerhalb der Kirche schon damals weitere Chöre und andere singende Gemeinschaften. Bei ihnen lässt sich bisweilen eine richtige Vereinsstruktur – aber nur im Ansatz – nachweisen.   „Die Geschichte der Gesangvereine in Deutschland – Teil 1.
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Diese großartige Sängerin ist Tosca 100!

Fotos: © Yunlong Jia

Die international gefeierte chinesische Sopranistin Hui He gastiert gerade an der Staatsoper Hamburg als Tosca in der gleichnamigen Oper von Giacomo Puccini. Sie gibt am Samstag, 2. Oktober, ihre 100. Vorstellung mit dieser Partie – noch gibt es ein paar Karten für diesen großartigen Abend im Haus an der Dammtorstraße (weitere Aufführungen: Freitag, 8. Oktober und Dienstag, 12. Oktober.) Ebenso empfehlenswert übrigens ist ein Besuch von Giuseppe Verdis phantastischer letzter Oper Falstaff mit ausnahmslos sehr guten Solisten (Sonntag, 3. Oktober und Samstag, 9. Oktober.) „Interview, Hui He, Tosca
Staatsoper Hamburg, 1. Oktober 2021“
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Die SAMSTAG-PRESSE – 11. September 2021

Foto: staatsoper.de

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SAMSTAG-PRESSE – 11. September 2021

München
Serge Dorny – der neue Intendant der Bayerischen Staatsoper im Porträt (Podcast)
BR-Klassik.de

Martha Argerich zu Gast beim Musikfest Berlin 2021. Sie, die Herrlichste von allen
Die Pianistin Martha Argerich beglückt beim Musikfest Berlin mit Schumanns Klavierkonzert, begleitet von Daniel Barenboim und der Staatskapelle Berlin.
Tagesspiegel.de

„Konzertgänger in Berlin“
Mimoso: Zwei Konzerte des Collegium Vocale Gent mit Philippe Herreweghe
Musikfest ist Gastorchester-Zeit. Das Orchestre des Champs-Élysées ist ein Ensemble, das nicht alle Jahre in Berlin zu hören ist. Aber die Hauptattraktion des Konzerts ist der Chor.
https://hundert11.net/mimoso/

Kollegengespräch zur Lage der Konzertveranstalter in Bayern (Podcast)
BR-Klassik.de   „Die SAMSTAG-PRESSE – 11. September 2021“ weiterlesen