Romely Pfund © Bernd Lasdin
Als eine der ersten Frauen in Deutschland erhielt die gebürtige Dresdnerin 1976 einen Vertrag als Dirigentin. Später wurde sie GMD an verschiedenen Orchestern des Landes. Romely Pfund erhielt im Laufe ihrer Karriere mehrere Auszeichnungen, darunter den Kulturpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Bei etlichen Gastspielen arbeitete sie mit zahlreichen renommierten Orchestern und Solisten zusammen. Ihre letzte Wirkungsstätte war das Theater Lübeck. Kurz vor dem Festkonzert zu ihrem 50-jährigen Bühnenjubiläum am 9. Mai im dortigen Großen Haus gab die sympathische Künstlerin „Klassik begeistert“ ein Interview.
Dr. Regina Ströbl im Gespräch mit der Dirigentin Romely Pfund
klassik-begeistert: Sehen Sie Unterschiede in der Art der Meisterkurse im Osten und Westen?
Romely Pfund: Da würde ich sagen, jeder hat eine andere Stimme. Das hängt nicht vom System ab, nein, man sucht sich ja als Person die Dinge heraus, die man lernen will und nimmt das auf. In Amerika war das eben wahnsinnig offen und die Leute sehr interessiert. „You are the young lady from East Germany!“ Das ist natürlich typisch amerikanisch, auch vom Publikum her, aber nicht einmal das würde ich sagen. Das Publikum hat mich immer offen aufgenommen.
klassik-begeistert: Kommen wir auf Ihren weiteren Werdegang zurück. Von Dessau gingen Sie als erste GMD zur Philharmonie in Neubrandenburg, dann zu den Bergischen Symphonikern Remscheid und schließlich ans Landestheater in Neustrelitz. Aber Sie sind auch Mentorin des Dirigentinnen-Förderprojektes des Landes NRW. Warum ist Ihnen das so wichtig? „Interview: kb im Gespräch Romely Pfund, Dirigentin, Teil II
klassik-begeistert.de, 7. Mai 2026“ weiterlesen