Daniels Anti-Klassiker 4: Richard Wagner „Siegfriedidyll“ (1870)

Höchste Zeit, sich als Musikliebhaber neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen. Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der sogenannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese sarkastische und schonungslos ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Kommen wir heute zu einem Beweis dafür, dass manche Kompositionen ohne ihre Bezugsquellen nicht funktionieren. Richard Wagner, seit jeher als König der Opernwelt glorifiziert, dürfte wie kein anderer die Epoche der Hochromantik geprägt haben. Legendär sind seine Opern Der Ring des Nibelungen, Tristan und Isolde, Der fliegende Holländer, Lohengrin… die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Reine Instrumentalwerke sind hingegen nur wenige überliefert – eines davon ist das Siegfriedidyll. „Daniels Anti-Klassiker 4: Richard Wagner – „Siegfriedidyll“ (1870)“ weiterlesen

Daniels Anti-Klassiker 2: Das „Hallelujah“ aus Georg Friedrich Händels „Messiah“ (1742)

Höchste Zeit, sich als Musikliebhaber neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen. Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der sogenannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese sarkastische und schonungslos ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

„Halleluja“ – nein, bei der mit Pauken und Trompeten begleiteten Lobpreisung handelt es sich nicht um den Jingle aus der Werbung für einen Markenjoghurt. Oder dem Spot für eine Automarke. Und auch nicht um eine Verherrlichung von Putzmitteln. Die wenigsten modernen und werbebelasteten Fernsehzuschauer dürften sich der fast 300 Jahre alten Herkunft dieses Meisterwerks moderner Meme-Kultur bewusst sein. „Daniels Anti-Klassiker 2: Das „Hallelujah“ aus Georg Friedrich Händels „Messiah“ (1742)“ weiterlesen

Daniels Anti-Klassiker 1: Wolfgang Amadeus Mozart: „Eine kleine Nachtmusik“ (1787)

Höchste Zeit, sich als Musikliebhaber neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen. Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der sogenannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese sarkastische und schonungslos ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Die klassische Musik – Königsform der abendländischen Künste und in aller Welt als eines der höchsten kulturellen Güter bekannt. Man stelle sich nur auf die Straße und frage einmal, welche Komponisten vorbeigehenden Passanten einfallen, und sofort wird man mit Bach, Beethoven und Mozart konfrontiert. Gerade letzterem eilt der Ruf voraus, ein „wahres Genie“ und „Wunderkind“ gewesen zu sein. Eine Selbstverständlichkeit also, dass auch seine Werke sich größter Bekanntheit erfreuen. „Daniels Anti-Klassiker 1: Wolfgang Amadeus Mozart: „Eine kleine Nachtmusik“ (1787)“ weiterlesen

Das Rheingold und Die Walküre II: Eine Bilanz nach der Halbzeit

Fotos: Bayreuther Festspiele, Das Rheingold 2026 © Enrico Nawrath

Die Buhrufe für das gescheiterte szenische Konzept lassen allmählich etwas nach. Man schaut zusehends darüber hinweg. Die verdient emphatischen Bravostürme für die Sänger und den Dirigenten aber erinnern an goldene Zeiten. Da könnte man meinen, das Haus breche zusammen unter all dem Getrappel. So lautstarker Jubel bei einem Ring war an diesem Ort lange nicht mehr. Genauer gesagt, seit Thielemanns letztem Zyklus vor 20 Jahren.

Richard Wagner, Das Rheingold
                                    Die Walküre

Christian Thielemann, Dirigent
Festspielorchester Bayreuth

Marcus Lobbes und Nils Corte, Kuratorium / künstlerisch-technische Konzeption

Bayreuther Festspiele, 4. & 5. August 2026

von Kirsten Liese

„Halbzeitbilanz: Richard Wagner, Das Rheingold II, Die Walküre II
Bayreuther Festspiele, 4. & 5. August 2026“
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Pathys Stehplatz (64): Wiener Meisterkurse – gebt den Kindern das Kommando

Foto: Bretwa / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Schon Herbert Grönemeyer forderte: Gebt den Kindern das Kommando, denn sie berechnen nicht, was sie tun. Wie man das deutet, bleibt jedem selbst überlassen. Was man als Musiker jedoch von ihnen lernen kann – man muss sich das Kindliche immer beibehalten.

von Jürgen Pathy „Pathys Stehplatz (64): Wiener Meisterkurse
klassik-begeistert, 9. August 2026“
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Vom anderen Stern: Die Wiener Philharmoniker bringen in Salzburg Strauss’ Ariadne auf Naxos zum Fliegen

Am Ende düsen sie ab im Sauseschritt und nehmen die Liebe mit – Christina Nilsson (Primadonna / Ariadne), Eric Cutler (Der Tenor / Bacchus) © SF/Thomas Aurin

Mein Star des Abends ist das Orchester. Der Klang ist differenziert, transparent. Strauss’ Ariadne auf Naxos klingt an diesem Abend zum Niederknien gut. Stimmlich sticht Sopranistin Ziyi Dai in der Interpretation der Zerbinetta heraus.

Ariadne auf Naxos (1916)
Komposition: Richard Strauss
, Libretto: Hugo von Hofmannsthal

Musikalische Leitung: Manfred Honeck
Regie/Bühne/Kostüme: Ersan Mondtag

Der Komponist  Kate Lindsey
Primadonna / Ariadne  Christina Nilsson
Der Tenor / Bacchus  Eric Cutler
Zerbinetta  Ziyi Dai

Wiener Philharmoniker

Haus für Mozart, Salzburg, 7. August 2026

von Frank Heublein „Richard Strauss, Ariadne auf Naxos
Haus für Mozart, Salzburg, 7. August 2026“
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„Rienzi“: Bayreuth entfacht Wagners frühen Feuersturm

Jennifer Holloway (Adriano), Gabriela Scherer (Irene), Andreas Schager (Rienzi), Festspielchor und Sonderchor © Enrico Nawrath

Erstmals erobert Wagners frühe Grand opéra Rienzi, der Letzte der Tribunen, den Grünen Hügel.

Bayreuther Festspiele, 26. Juli 2026

Richard Wagner: Rienzi, der Letzte der Tribunen
Große tragische Oper in fünf Akten

  • Musikalische Leitung:  Nathalie Stutzmann
  • Regie:  Alexandra Szemerédy & Magdolna Parditka
  • Chorleitung:  Thomas Eitler-de Lint
  • Cola Rienzi:  Andreas Schager
  • Irene:  Gabriela Scherer
  • Adriano Colonna:   Jennifer Holloway
  • Steffano Colonna:   Andreas Bauer Kanabas
  • Paolo Orsini:   Michael Nagy
  • Baroncelli:   Matthias Stier

von Andreas Schmidt

Manchmal braucht es lange, bis etwas zusammenfindet, was eigentlich schon immer zusammengehörte.

150 Jahre nach Eröffnung der Bayreuther Festspiele stand Richard Wagners Rienzi zum ersten Mal auf dem Spielplan des Grünen Hügels. Nach der Eröffnung mit Ludwig van Beethovens Neunter Sinfonie setzte Bayreuth am zweiten Festspieltag gleich den nächsten Paukenschlag. Schon vor Beginn war im Festspielhaus eine besondere Spannung zu spüren. Es war diese Mischung aus Neugier, Erwartung und einer leisen Ahnung, Zeuge eines besonderen Moments zu werden. „Richard Wagner, Rienzi
Bayreuther Festspiele, 26. Juli 2026“
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Hayato Sumino sprengt die Rhapsody und Aurora setzt Mahlers Erste unter Strom

Fotos © Ansgar Klostermann

Der Finalsatz geriet zu einem Parcoursritt. Das Ensemble spielte derart entfesselt auf, dass man den Eindruck gewann, es ginge um die Existenz des Orchesters selbst.

Leonard Bernstein – Ouvertüre zur Operette „Candide“
George Gershwin – Rhapsody in Blue
Maurice Ravel – Boléro (Fassung für Klavier und Orchester, Arr. H. Sumino)
Gustav Mahler – Sinfonie Nr. 1 D-Dur „Der Titan“ (auswendig gespielt)

Hayato Sumino, Klavier
Aurora Orchestra
Nicholas Collon, Leitung

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal, 6. August 2026

von Dirk Schauß

„Bernstein, Gershwin, Ravel, Mahler 1
6. August 2026, Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal“
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Die KI konterkariert die Walküre II

Bayreuther Festspiele, Die Walküre 2026 © Enrico Nawrath

„Keiner ging – doch einer kam: siehe, der Lenz lacht in den Saal!“

Musikalisch geht der mit dem im Rheingold begonnenen Festspielhöhenflug weiter. Christian Thielemann zaubert mit dem auf höchstem Niveau spielenden Festspielorchester ein wahres Wagner-Wunder. Feinfühlig in den Tempi, immer umsichtiger Begleiter seiner Sänger und Sängerinnen, entfaltet er einen wunderbar luziden Klang, ohne dabei die großen Ausbrüche und Steigerungen zu vernachlässigen.

Richard Wagner
Die Walküre II

Festspielorchester Bayreuth
Christian Thielemann, Dirigent

Marcus Lobbes und Nils Corte,
Kuratorium / Künstlerisch-technische Konzeption

Bayreuther Festspiele, 5. August 2026

von Axel Wuttke

„Richard Wagner, Die Walküre II, Christian Thielemann
Bayreuther Festspiele, 5. August 2026“
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Auf den Punkt 100:  Ein Bayreuther Parsifal,  ursprünglich nur für Frauen …

Lieber Jörn, dank Deiner Kreativität bist Du, ruckzuck,
auf 100 „Auf den Punkt“ gekommen. Dazu gratuliere und danke ich Dir. Herzlich sagt „Tusind tak“, Andreas Schmidt, Herausgeber

Richard Wagner / Parsifal

Festspielorchester 2026
Festspielchor 2026
Pablo Heras-Casado / Dirigent
Jay Scheib / Regie

Bayreuther Festspiele, 31. Juli 2026

von Jörn Schmidt

Künstlicher Intelligenz (KI) traut man heute allerlei zu. KI könne bald alles, nur besser als der Mensch. Ich habe also KI angesprochen und geteilt, dass ich gerade schlechte Laune hätte, mich aber ein Witz zur Multitasking-Fähigkeit von Männern ungeheuer aufmuntern würde. Man sagt ja, wir Männer könnten nicht mal zwei Dinge gleichzeitig erledigen – ganz anders als Frauen übrigens. Die prompte KI-Reaktion: „Warum können Männer nicht gleichzeitig fernsehen und zuhören? Weil der Fernseher bunte Bilder hat und das Gehirn beim Verarbeiten der Farben bereits zu 100 % ausgelastet ist.“  Finden Sie das lustig?

Da ist noch Luft nach oben. Empathie jedenfalls liegt KI schon mal nicht, würde ich meinen. Aber darum geht es hier nicht, sondern um Jay Scheibs aktuellen Bayreuther Parsifal.  Richard Wagners letzte Oper, ein geniales Gesamtkunstwerk, eigens für das Bayreuther Festspielhaus komponiert. „Auf den Punkt 100: Richard Wagner, Parsifal, Andreas Schager
Bayreuther Festspiele, 31. Juli 2026“
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