Gstaad Menuhin Festival 2019: Auch vornehm-zurückhaltend scheint romantische Musik ihre Wirkung nicht zu verfehlen

Foto: Eindrücke von der Eröffnungsfeier mit Patricia Kopatchinskaja © Raphael Faux

Gstaad Menuhin Festival, Kirche Saanen, 18. Juli 2019
Eröffnungskonzert
Patricia Kopatchinskaja, Violine
Polina Leschenko, Klavier
Camerata Bern

von Jürgen Pathy

In der Schweiz da ticken die Uhren anders. Bereits die Anreise zum Gstaad Menuhin Festival erweist sich als einzigartiges Naturspektakel. Vorbei an steilen Abhängen, schneebehangenen Berggipfeln und saftig-grünen Almen führt der wahrhaftige Zug der Zeit durch das idyllische Saanenland nach Gstaad und Umgebung.

Bereits zum 63. Mal fungiert die exklusive Destination internationaler Berühmtheiten und vieler Wohlhabender als Austragungsort des klassischen Musik-Festivals, das vom weltbekannten „Wundergeiger“ Lord Yehudi Menuhin aus den Schweizer Bergen gestampft wurde. Dort wo sich Fuchs und Hase noch gute Nacht sagen, reichen sich die Stars der Klassik-Szene jedes Jahr aufs Neue die Klinke in die Hand. „Patricia Kopatchinskaja, Polina Leschenko, Camerata Bern,
Gstaad Menuhin Festival, Kirche Saanen, 18. Juli 2019“
weiterlesen

Die SAMSTAG – PRESSE – 20. JULI 2019

Foto: © Salzburg Touristik
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SAMSTAG – PRESSE – 20. JULI 2019

Die Salzburger Festspiele und der Seelenfrieden der Einheimischen
Das Festival steht wieder in den Startlöchern. Von der Wien-Dominanz zum unbedingten Starprinzip.
Die Presse

Salzburger Festspiele 2019: Gala-Soiree, Dirndlflug und Klimawandel
Zur Festspielzeit reiht sich in Salzburg ein Society-Termin an den nächsten: John Travolta kommt an den Wolfgangsee, Erzbischof Franz Lackner eröffnet die Ausstellung „Lacrimae“ und Peter Sellars referiert über den Klimawandel.
Tiroler Tageszeitung

Salzburger Festspiele 2019 – Auftakt
Mozarts Mahnung, Offenbachs Heiterkeit
Zentrales Thema der Salzburger Sommerfestspiele 2019 sind die großen Mythen der Antike, die ewig gültigen Erzählungen über Schuld und Sühne also. Von ihnen handeln die zentralen Opern-Premieren. Und davon, was sie uns im Spiegel der Musik und ihrer szenischen Deutung heute noch zu sagen haben. Ein Vorbericht aus Salzburg.
BR-Klassik

Bregenz: „Don Quichotte“ als umjubelte Dekonstruktion
Nach Philipp Stölzls spektakulärem „Rigoletto“ auf der Seebühne am Mittwochabend, kann auch die zweite große Premiere der Bregenzer Festspiele 2019 als Erfolg verbucht werden: Regisseurin Mariame Clement dekonstruiert im Festspielhaus Jules Massenets „Don Quichotte“ als Spiel über die Männlichkeit, als Theaterreflexion über das Theater – ein Kunstgriff, der aufgeht.
https://www.vol.at/don-quichotte-als-umjubelte-dekonstruktion/6289564
Selten so gelacht in der Oper
Die Zerlegung von Massenets „Don Quichotte“ in fünf Einzelteile gerät zum großen, kompakten Festspielereignis.
https://www.vn.at/kultur/2019/07/18/selten-so-gelacht-in-der-oper.vn
„Don Quichotte“ als aus der Zeit gefallener Sehnsuchtsort
Jules Massenets Oper „Don Quichotte“ wird in Bregenz zum klug rätselhaften Episodenfilm.
Wiener Zeitung
„Don Quichotte“ in Bregenz: Ein Kavalier und Spiderman
Regisseurin Mariame Clément inszeniert Jules Massenets Oper im Festspielhaus als heterogene Bilderfolge. Daniel Cohen und die Wiener Symphoniker mögen es gern leise
Der Standard
Unsere Perversion humaner Werte – Massenets „Don Quichotte“ in Bregenz
Neue Musikzeitung/nmz.de

Bregenz
„Rigoletto“ bei den Bregenzer Festspielen: Mein Freund der Clown
So viel Spektakel war lange nicht mehr bei den Bregenzer Festspielen: Philipp Stölzls „Rigoletto“ kann man bekritteln – oder einfach bestaunen. Die Premierenkritik.
Münchner Merkur
Verdis „Rigoletto“ in Bregenz: Das Glück ist bloß ein Luftballon
Der unglücklichste Clown: Philipp Stölzl liefert auf der Bregenzer Seebühne einen „Rigoletto“ der Superlative ab – mit einem Bühnenbild von tatsächlich immenser Kraft.
Frankfurter Rundschau
Rigoletto als Riesenclown
Tagesspiegel „Die SAMSTAG – PRESSE – 20. JULI 2019“ weiterlesen

Die FREITAG – PRESSE – 19. JULI 2019

© Bregenzer Festspiele / Karl Forster
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die FREITAG – PRESSE – 19. JULI 2019

Bregenz/ Festspiele
Rigoletto“ als Spiel auf dem See
Alles beginnt mit dem grell schwarz-weißen Höfling Marullo oben auf dem riesigen Narrenkopf, der in der Manier des Conférenciers aus dem Film „Cabaret“ ein Handy-Verbot ausspricht und mit Gags in den Abend einführt.
Münchner Abendzeitung
Der Horrorclown vom Bodensee
Die Presse
Rigoletto – ein kluges Opernspektakel
Wiener Zeitung
„Rigoletto“ – Ein mechanisches Wunderwerk und musikalische Spitzenleistungen auf der Seebühne Bregenz
Eine phänomenale Inszenierung – vielleicht gar eine Weltsensation: Dieser „Rigoletto“ auf der Seebühne, die uns in den vergangenen Jahrzehnten schon so viel Staunenswertes und Bewundernswürdiges geboten hat, wird Geschichte machen. Der Regisseur und zugleich Bühnenbildner Philipp Stölzl hat hier einen grandiosen Wurf zustande gebracht, der dieser so erfolgreichen Oper mit dem größten Opern-Gassenhauer aller Zeiten („La donna è mobile“) eine neue, völlig andere Dimension erschließt…
Charles E. Ritterband berichtet von den Bregenzer Festspielen
Klassik-begeistert
Kaffeefahrt-Spektakel – Verdis „Rigoletto“ verkommt zum Vielerlei auf der Bregenzer Seebühne
Neue Musikzeitung/nmz.de
Himmelfahrt am Bodensee
Das Spektakel war technisch perfekt, das Wetter traumhaft und der Bodensee in Bestlaune: Ein Auftakt nach Maß bei den Festspielen in Bregenz. Philipp Stölzls Regiekonzept für seinen „Rigoletto“ war durchaus poetisch, aber auch hektisch – berührend war dieser Verdi nicht.
BR-Klassik
So ist der „Rigoletto“ – Bregenzer Bühnenspektakel zum Staunen
Kurier
Rigoletto in Bregenz – Menschen, tiere Sensationen
Der Standard
Fröhliche Zirkuswelt? „Rigoletto“ in Bregenz
Sueddeutsche Zeitung

Philipp Stölzl inszeniert „Rigoletto“ in BregenzViel: Schwung auf der Seebühne
Jürgen Liebing im Gespräch mit Eckhard Roelcke
DeutschlandfunkKultur

München/Opernfestspiele
So war der Liederabend von Anna Netrebko
Opernfestspiele: Der Liederabend von Anna Netrebko und Malcolm Martineau im Nationaltheater
Münchner Abendzeitung
Bussis und Blütenträume
Anne Netrebkos Liederabend bei den Opernfestspielen
Sueddeutsche Zeitung
Magiefaktor 12: Anna Netrebko singt in München in einer eigenen Liga

Darf ein Kritiker schwärmen? Darf er begeistert sein? Darf er seine Bewunderung preisgeben?
Nach meiner „Kritik“ über Anna Netrebkos Liederabend in Baden-Baden erreichten mich zahlreiche Zuschriften. Die eine Hälfte war ebenso begeistert wie ich. Die andere Hälfte sagte, ich habe zu dick aufgetragen.
Ich bleibe dabei: Auch der Abend in der Bayerischen Staatsoper hat eindrucksvoll offenbart, dass Anna Netrebko die Frau ist, die mit der größten Energie, dem größten Stimmenreichtum und der größten Hingabe in der Lage ist, die Herzen und die Seelen der Menschen zu erreichen.
Der Abend in München war so magisch wie der Abend in Baden-Baden, meint der Herausgeber.
Klassik begeistert „Die FREITAG – PRESSE – 19. JULI 2019“ weiterlesen

Magiefaktor 12: Anna Netrebko singt in München in einer eigenen Liga

Foto: Dario Acosta ©
Bayerische Staatsoper, 17. Juli 2019

Anna Netrebko (Sopran) und Malcom Martineau (Klavier),
Liederabend „Tag und Nacht“

Die Stimme dieser Frau entspannt. Ihre satte, frauliche Tiefe und ihre strahlende Höhe sind vom Piano bis zum Forte gleichermaßen stark; ihr Timbre ist mittlerweile so abgedunkelt, dass es (fast) wie ein Mezzo klingt, ihre strahlenden Spitzentöne sind ungebrochen, ihre Phrasierungen sind traumhaft schön. Es gleicht einer Explosion, wenn sie ihre Energie zum Glühen bringt.

von Andreas Schmidt

Darf ein Kritiker schwärmen? Darf er begeistert sein? Darf er seine Bewunderung preisgeben?

Nach meiner „Kritik“ über Anna Netrebkos Liederabend in Baden-Baden erreichten mich zahlreiche Zuschriften. Die eine Hälfte war ebenso begeistert wie ich. Die andere Hälfte sagte, ich habe zu dick aufgetragen.

Ich bleibe dabei: Auch der Abend in der Bayerischen Staatsoper hat eindrucksvoll offenbart, dass Anna Netrebko die Frau ist, die mit der größten Energie, dem größten Stimmenreichtum und der größten Hingabe in der Lage ist, die Herzen und die Seelen der Menschen zu erreichen.

Der Abend in München war so magisch wie der Abend in Baden-Baden. Deshalb hier noch einmal meine Worte. „Anna Netrebko (Sopran) und Malcom Martineau (Klavier), Liederabend „Tag und Nacht“,
Bayerische Staatsoper, München, 17. Juli 2019“
weiterlesen

"Otello" in München: Der Chor und das Orchester musizieren zum Weinen schön, der Otello ist ein Totalausfall, und in der Nebenrolle glänzt ein Mezzo aus Las Vegas

Foto: Rachael Wilson (c) W. Hösl
Diese wunderbare Mezzosopranistin sang nur wenige Minuten, aber mit der höchsten Leidenschaft und Hingabe – devotion and passion….

Bayerische Staatsoper, Münchner Opernfestspiele, 15. Juni 2019
Giuseppe Verdi, Otello

Kirill Petrenko, Musikalische Leitung
Amélie Niermeyer, Inszenierung
Christian Schmidt, Bühne
Anja Harteros, Desdemona
Zoran Todorovich, Otello
Gerald Finley, Jago
Emilia, Rachael Wilson

von Andreas Schmidt

Immer wenn ich von Hamburg nach München fahre, freue ich mich: Mich erwartet die zweitschönste deutsche Stadt (nach HH), das Bier ist Weltklasse und das Opernhaus – im Gegensatz zu Hamburg – ebenso.

Auch dieser Verdi-Abend im Nationaltheater offenbarte mir, dass ich – musikalisch gesehen – in der falschen Stadt geboren bin: Das Nationaltheater ist im Gegensatz zur Staatsoper Hamburg ein RICHTIGES Opernhaus (Hamburg braucht dringend ein neues Opernhaus, wenn es „Musikstadt“ werden will – opernaffine Milliardäre gibt s in HH einige). Die Akustik in München ist einen Kosmos besser als an der Dammtorstraße, das Bayerische Staatsorchester gar zwei Milchstraßen besser –dagegen hört sich das Philharmonische Staatsorchester Hamburg oft wie ein Schülerorchester an – und, lieber Herr Delnon und lieber Herr Nagano in HH: Wenn Sie mal hören wollen, wie ein RICHTIG guter Chor und ein richtig gutes Orchester klingen, sollten Sie mit Ihrer Belegschaft gerne mal eine Dienstreise an die Isar unternehmen. „Giuseppe Verdi, Otello,
Bayerische Staatsoper, Münchner Opernfestspiele, 15. Juni 2019“
weiterlesen

Sir Bryn Terfel rockt die Oper: ein fulminanter Liederabend mit dem walisischen Bassbariton in München

Foto: © Adam Barker
Liederabend Bryn Terfel & Malcolm Martineau
Münchner Opernfestspiele
, Donnerstag, 11. Juli 2019
Nationaltheater, München

von Barbara Hauter

Liederabende sind Kassengift. Nicht so, wenn der walisische Bassbariton Bryn Terfel auf dem Programm steht. Dann ist die Bude voll. Das Münchner Nationaltheater ist nahezu ausverkauft und nicht nur die Generation silverhead sitzt auf den begehrten Plätzen. Auch junge Fans sind angereist, um den „besten Bassbariton ever“ (so ein Besucher) anzuhimmeln.

Sir Bryn Terfel ist ein echtes Mannsbild. 1,93 Meter groß und bühnenfüllend – und das schon, bevor er anhebt zu singen. Sobald seine wunderbar warme, dahinschmelzende Stimme erklingt, scheint das gesamte Nationaltheater von ihm erfüllt zu sein. Federleicht schwingt er sich in die Höhen und seine Tiefen bringen sogar das Zwerchfell des Zuhörers zum Mitschwingen. „Liederabend Bryn Terfel & Malcolm Martineau,
Münchner Opernfestspiele, Donnerstag, 11. Juli 2019“
weiterlesen

Die FREITAG – PRESSE – 12 .JULI 2019

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die FREITAG – PRESSE – 12. JULI 2019

Salzburg/ Festspiele
SN-Festspielgespräch: „Immer größer ist nicht immer besser“ 
Intendant Markus Hinterhäuser und Pianist Igor Levit sprachen über Aura und Zukunft der Salzburger Festspiele.
Salzburger Nachrichten

Bayreuth
Besetzungsänderung in der Rolle der „Elsa“ in Lohengrin
Bayreuther Festspiele
Camilla Nylund ersetzt Krassimira Stoyanova
Nur zwei Wochen vor der Wiederaufnahme von Richard Wagners Oper „Lohengrin“ bei den Bayreuther Festspielen steigt Sängerin Krassimira Stoyanova aus der Produktion aus. Sie sollte am 26. Juli unter musikalischer Leitung von Christian Thielemann debütieren. Die finnische Sopranistin Camilla Nylund springt ein.
BR-Klassik

Mörbisch
„Das Land des Lächelns“ – Premiere wetterbegünstigt
Einige Produktionsfotos2 Karten für 1.August zu gewinnen
https://www.heute.at/oesterreich/burgenland/story/Karten-fuer–Das-Land

St. Margarethen
„Zauberflöte“ in St. Margarethen: Männer dürfen weinen, Frauen sind auch okay
Die Inszenierung von Carolin Pienkos und Cornelius Obonya vermittelt überraschende Botschaften
Der Standard
„Die Zauberflöte“ als spektakuläres Märchen
Beeindruckende Bühnenshow, farbenprächtige Fantasy-Kostüme und eindrucksvolle Sänger – so lässt sich die Premiere der „Zauberflöte“ am Mittwoch im Steinbruch St. Margarethen auf den Punkt bringen. Das Publikum spendete begeisterten Schlussapplaus.
https://burgenland.orf.at/stories/3004045/
Pienkos und Obonya inszenieren die „Zauberflöte“
Eine Allegorie der Menschenrechte im Steinbruch St. Margarethen.
Wiener Zeitung
Oper in St. Margarethen: Papageno hat Grippe und kann nicht singen
Die Figur des Vogelhändlers wird im Steinbruch von St. Margarethen neu gedeutet. Das wirkt ziemlich krampfhaft – wie auch die Ergänzung von Mozarts „Zauberflöte“ durch zusätzliche Texte. Beeindruckend ist das Bühnenbild.
Die Presse

Köln/ Philharmonie
Das WDR Sinfonieorchester verabschiedet seinen Chefdirigenten mit einem musikalischen Feuerwerk
Mit dem Abschied von Jukka-Pekka Saraste (63) geht in Köln eine Ära zu Ende. Ganze neun Jahre Zeit war es dem im Lahti, Finnland, geborenen Dirigenten vergönnt, das Musik- und Kulturgeschehen dieser Stadt maßgeblich mit zu beeinflussen und zu verändern. Entsprechend persönlich fiel auch sein Abschied aus – nicht nur wählte er gezielt drei Komponisten, die alle einen Bezug zu dieser Region haben. In einem ungewohnt offenen Akt wandte sich der scheidende Chefdirigent auch persönlich an Publikum und Orchester und sorgte so schon zu Beginn des Abends für eine der vielen mit Applaus gekrönten Situationen.
Daniel Janz berichtet aus der Kölner Philharmonie.
Klassik-begeistert „Die FREITAG – PRESSE – 12. JULI 2019“ weiterlesen

"Salome" in München: Kirill Petrenko lässt sein Orchester leuchten

Foto: © Wilfried Hösl
Richard Strauss, Salome

Musik-Drama in einem Aufzug nach Oscar Wildes gleichnamiger Dichtung (1905)
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Münchner Opernfestspiele, Bayerische Staatsoper, Mittwoch, 10. Juli 2019
Nationaltheater, München

von Barbara Hauter

Die Stars dieses Opernabends sind Kirill Petrenko und das Bayerische Staatsorchester. Es ist atemberaubend, was der Generalmusikdirektor aus seinem Klangkörper hervorzaubert: Schillernde Klangfarben von zart hellblau bis schrill neonorange. Entfesselte Dynamik von kaum noch als Luftvibrieren wahrnehmbaren Geigenklängen bis hin zu donnerndem Blechtosen, einen atemlosen Spannungsbogen haltend. Dabei immer genau so, dass die Sänger optimal zur Geltung kommen. Petrenko beherrscht die Kunst, sein Orchester leise fortissimo spielen zu lassen, er führt es stimmungsmächtig und lässt es leuchten. Es klingt wie ein höchst lebendiger, sensibler, sehr fein differenzierter Organismus. Einfach sensationell. „Richard Strauss, Salome,
Münchner Opernfestspiele, Bayerische Staatsoper, Mittwoch, 10. Juli 2019“
weiterlesen

Das WDR Sinfonieorchester verabschiedet seinen Chefdirigenten mit einem musikalischen Feuerwerk

Foto: Felix Broede ©

Kölner Philharmonie, 5. Juli 2019
WDR Sinfonieorchester
Jukka-Pekka Saraste, Dirigent

Bernd Alois Zimmermann– Photoptosis (1968),Prélude für großes Orchester
Ludwig van Beethoven– Streichquartettsatz B-Dur „Große Fuge“ op. 133 (1825)- Bearbeitung für Streichorchester
Gustav Mahler– Sinfonie Nr. 5 cis-Moll (1901–02)

von Daniel Janz

Mit dem Abschied von Jukka-Pekka Saraste (63) geht in Köln eine Ära zu Ende. Ganze neun Jahre Zeit war es dem im Lahti, Finnland, geborenen Dirigenten vergönnt, das Musik- und Kulturgeschehen dieser Stadt maßgeblich mit zu beeinflussen und zu verändern. Entsprechend persönlich fiel auch sein Abschied aus – nicht nur wählte er gezielt drei Komponisten, die alle einen Bezug zu dieser Region haben. In einem ungewohnt offenen Akt wandte sich der scheidende Chefdirigent auch persönlich an Publikum und Orchester und sorgte so schon zu Beginn des Abends für eine der vielen mit Applaus gekrönten Situationen. „Jukka-Pekka Saraste, WDR Sinfonieorchester,
Kölner Philharmonie, 5. Juli 2019“
weiterlesen

Der Herzschlag der Musik: Simone Rubino nimmt das SHMF-Publikum mit auf eine faszinierende Percussion-Reise von Bach bis in die Gegenwart

Foto: Simone Rubino © Marco Borggreve
Lübeck, Schuppen C, 9. Juli 2019
Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF)

Simone Rubino, Percussion
„Bach on Drums“

von Guido Marquardt

Viel gewagt – und viel gewonnen: Simone Rubino landet mit einem fulminanten Percussion-Abend mitten in Herz, Bauch und Hirn des Publikums. Und schlägt einen großen Bogen von Bach bis ins 21. Jahrhundert. Kultur, Entertainment und Wissensvermittlung mit ganz viel Charme und Witz: Viel mehr kann ein Konzert nicht bieten.

Es passiert immer mal wieder, dass bei einem Orchesterabend die Damen und Herren an den Percussion-Instrumenten den größten Beifall abräumen. Das kann verschiedene Gründe haben: Bewunderung des Publikums für den sichtbar hohen körperlichen Einsatz, Beleg für die auch durch Laien leicht feststellbare Effektivität der Schlaginstrumente oder vielleicht auch gelegentlich Dankbarkeit dafür, mittels kräftiger Trommelschläge aus einem leichten konzertanten Dämmerschlaf gerissen worden zu sein. „Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF), „Bach on Drums“, „Bach on Drums“,
Lübeck, Schuppen C, 9. Juli 2019“
weiterlesen