CD-Rezension: Freddie De Tommasos erstaunliches Debütalbum

Freddie De Tommaso: Passione
DECCA 485 1509

von Peter Sommeregger

Tenöre, zumal gute, sind Mangelware. Das weiß auch die Tonträger-Branche und rollt für den jungen britisch-italienischen Freddie De Tommaso praktisch den roten Teppich aus, immerhin erscheint sein erstes Album gleich beim renommierten DECCA-Label. Der 27-Jährige gewann im Jahr 2018 den Francisco Viñas Gesangswettbewerb in Barcelona, was die Neugier der Opernwelt auf ihn lenkte.

Studiert hatte der Tenor an der Royal Academy of Music in London, wo er eine solide Ausbildung erhielt. Ein erstes Engagement führte ihn an die Bayerische Staatsoper in München, inzwischen bemühen sich bereits weitere große Opernhäuser um ihn, in Wien eröffnete er die Spielzeit 2020/21 mit dem Pinkerton in einer für Wien neuen Produktion der „Madama Butterfly“. „CD-Besprechung, Freddie De Tommaso, Passione
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Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE MONTAG-PRESSE – 12. APRIL 2021

Foto: Jonas Kaufmann in der Hauptrolle bei den Proben zu Richard Wagners „Parsifal“ in der Wiener Staatsoper – Premiere war bereits gestern, ausgestrahlt wird erst am Sonntag, 18. April 2021. (c) M. Pöhn

Wien
Dirigent Johannes Wildner: „Jede Art von Raunzen ist sinnlos!“
Politik und Kultur. Caio Kauffmann
„Wir können jetzt nicht warten, bis wieder alles ›normal‹ ist“, sagt Dirigent Johannes Wildner. Der Wiener Universitätsprofessor erklärt auch, warum man ohne Kenntnis der Französischen Revolution Beethoven nicht verstehen kann – und was Richard Wagner mit Mathilde Wesendonck getrieben hat
Die Presse.com

Wagner und das ewige Brodeln
Rezension
Zwei Bücher reflektieren und beleuchten die „Werkstatt Bayreuth“
https://www.nmz.de/artikel/wagner-und-das-ewige-brodeln

CD-Rezension – wo der Ostwind wehte: Schöne strahlende Welt…
Der Tenor Peter Schreier gehörte zu jenen Künstlern der DDR, die auch im Westen gefragt waren, und dort auch regelmäßig auftraten. Profitiert haben von dieser Zweigleisigkeit letztlich alle Beteiligten. Das Regime konnte sich sicher sein, dass ein Sänger, der eine Villa im Dresdner Nobelviertel Weisser Hirsch bewohnt, der DDR nicht den Rücken kehren würde.
Von Peter Sommeregger
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„Siegfried-Idyll“: ein Gedicht zu Wagners Symphonischer Dichtung
Diese symphonische Dichtung entstand 1870 in Wagners Landhaus am Vierwaldstättersee. In der von Oliver Hilmes verfassten Biographie von Cosima Wagner lesen wir:
„Als sie am Morgen des 25. Dezember aufwachte, hörte sie eine Musik von intimer und berückender Zartheit. Richard stand mit einigen Musikern im Treppenhaus der Villa und brachte Cosima ein Geburtstagsständchen (sie feierte ihr Wiegenfest immer am Weihnachtstag, obwohl sie am Heiligabend das Licht der Welt erblickt hatte). Diese Tribschener Treppenmusik erhielt später den Namen „Siegfried-Idyll“. Cosima: „Als sie verklungen, trat R. mit den fünf Kindern zu mir ein und überreichte mir die Partitur des „Symphonischen Geburtstagsgrußes“-, in Tränen war ich, aber auch das ganze Haus.“[1]
„Die Jubilarin ist tief gerührt, ebenso Nietzsche, der gerade auf Besuch weilt.“[2] schreibt Rudolf Reiser.
Jolanta Łada-Zielke
Klassik-begeistert,de

Der Schlauberger 43: Eine gelungene Co-Produktion – Voller Kompanie
Heute habe ich Schmerzen in Schulter, Knie & Co. In was? Schulter, Knie und Co. Aber erst, nachdem ich die Tagesmutter & Co. verabschiedet hatte. Vielleicht versuche ich es mal mit Ringelblume, Kamille und Co., damit ich mich wieder voll auf die Familie und Co. konzentrieren kann.
Reinhard Berger berichtet über Kuriositäten der Deutschen Sprache
https://klassik-begeistert.de/der-schlauberger-43-eine-gelungene-co-produktion-voller-kompanie/ „DIE MONTAG-PRESSE – 12. APRIL 2021“ weiterlesen

„Siegfried-Idyll“: ein Gedicht zu Wagners Symphonischer Dichtung (Ladas Klassikwelt 72)

Jolanta Łada-Zielke

Foto: Richard Wagner, © wikipedia

Diese symphonische Dichtung entstand 1870 in Wagners Landhaus am Vierwaldstättersee. In der von Oliver Hilmes verfassten Biographie von Cosima Wagner lesen wir:

„Als sie am Morgen des 25. Dezember aufwachte, hörte sie eine Musik von intimer und berückender Zartheit. Richard stand mit einigen Musikern im Treppenhaus der Villa und brachte Cosima ein Geburtstagsständchen (sie feierte ihr Wiegenfest immer am Weihnachtstag, obwohl sie am Heiligabend das Licht der Welt erblickt hatte).  Diese Tribschener Treppenmusik erhielt später den Namen „Siegfried-Idyll“. Cosima: „Als sie verklungen, trat R. mit den fünf Kindern zu mir ein und überreichte mir die Partitur des  ‚Symphonischen Geburtstagsgrußes’– in Tränen war ich, aber auch das ganze Haus.“[1]

„Die Jubilarin ist tief gerührt, ebenso Nietzsche, der gerade auf Besuch weilt.“[2] schreibt Rudolf Reiser. An dem Tag waren genau vier Monate vergangen, seit sie verheiratet waren, und fast anderthalb Jahre nach der Geburt ihres einzigen Sohnes Siegfried. So beschreibt die symphonische Dichtung Esther Kreitschik: „Es ist in besonderer Weise Ausdruck von Verinnerlichung und einer zutiefst privaten, geradezu intimen Aura. Wagner malt zarte, glänzende Orchesterfarben und blickt mit fast kindlichen Augen in eine idyllische und schöne Welt.“ [3]

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CD-Rezension – wo der Ostwind wehte: Schöne, strahlende Welt

Peter Schreier
Grosses Rundfunkorchester Berlin
Robert Hanell
Berlin  Classics 0301746 BC

von Peter Sommeregger

Der Tenor Peter Schreier gehörte zu jenen Künstlern der DDR, die auch im Westen gefragt waren, und dort auch regelmäßig auftraten. Profitiert haben von dieser Zweigleisigkeit letztlich alle Beteiligten. Das Regime konnte sich sicher sein, dass ein Sänger, der eine Villa im Dresdner Nobelviertel Weisser Hirsch bewohnt, der DDR nicht den Rücken kehren würde.

Der Publikumsgeschmack war im Westen wie im Osten ähnlich, von einem populären Spitzensänger wollte man auch gerne neben klassischen Einspielungen Volkstümlicheres hören. Nachdem Schreiers Weihnachtslieder-LP zur erfolgreichsten Produktion der DDR-Geschichte avancierte, entstand diese, nun zum ersten Mal auf CD erscheinende Einspielung mehr oder minder bekannter Ohrwürmer. „CD-Besprechung, Peter Schreier, Grosses Rundfunkorchester Berlin, Robert Hanell, Schöne, strahlende Welt
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DIE SONNTAG-PRESSE – 11. APRIL 2021

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DIE SONNTAG-PRESSE – 11. APRIL 2021

Jonas Kaufmann, Elīna Garanča. Foto: Wiener Staatsoper/ Michael Pöhn

Weiterführende Informationen (alle entnommen der Website der Wiener Staatsoper):

»Drei Fragen an Kirill Serebrennikov«

Text »Die Idee der Freiheit« von Kirill Serebrennikov

Die von Philippe Jordan dirigierte Parsifal-Premiere im April bringt zahlreiche Rollendebüts von in Wien wichtigen Gästen: Ludovic Tézier (Amfortas), Georg Zeppenfeld (Gurnemanz) und Wolfgang Koch (Klingsor) sind erstmals in Wien in ihren Rollen zu erleben. Elīna Garanča, ehemaliges Ensemblemitglied und heutiger Weltstar, gibt an der Seite von Jonas Kaufmann ihr weltweites Rollendebüt als Kundry. 

PHILIPPE JORDAN → Musikalische Leitung

Philippe Jordan, aus einer Schweizer Künstlerfamilie stammend, kann bereits heute auf eine Karriere zurückblicken, die ihn an alle großen Opernhäuser und Festivals und zu allen bedeutenden Orchestern der Welt führte. Er zählt damit zu den etabliertesten und wesentlichsten Dirigenten unserer Zeit. Er absolvierte zahlreiche Dirigate in Zürich, an der Met, am ROH Covent Garden, an der Scala, an der Bayerischen Staatsoper, am Festspielhaus Baden-Baden, an der Wiener Staatsoper, bei den Festivals von Aix-en-Provence, Glyndebourne und Salzburg. 2012 debütierte er mit Parsifal bei den Bayreuther Festspielen. 2009 bis Sommer 2021 war er Musikdirektor der Opéra national de Paris, an der er zahlreiche Premieren und Wiederaufnahmen dirigierte. Auf dem Konzertpodium dirigierte er die berühmtesten Orchester der Welt, darunter die Wiener und Berliner Philharmoniker. 2014–2020 war Philippe Jordan Chefdirigent der Wiener Symphoniker. Seit der Spielzeit 2020/21 ist er Musikdirektor der Wiener Staatsoper.

JONAS KAUFMANN → Parsifal

Jonas Kaufmann stammt aus München. Seine große internationale Karriere führt ihn u.a. zu den Salzburger Festspielen, an die Lyric Opera Chicago, die Pariser Oper, das Covent Garden in London, nach Bayreuth, an die Scala, die Staatsopern in Berlin und Wien und an die Met. Kaufmann ist im italienischen und französischen Repertoire international genauso gefragt wie im deutschen. Seine Vielseitigkeit ist auf zahlreichen CDs und DVDs dokumentiert. An der Wiener Staatsoper debütierte er 2006 und sang ein Repertoire von Tamino bis Cavaradossi.

KS ELĪNA GARANČA → Kundry

KS Elīna Garanča wurde in einer Musikerfamilie in Riga, Lettland, geboren. Sie ist eine der besten Sängerinnen der Gegenwart und singt regelmäßig auf allen großen internationalen Bühnen. Zu den Höhepunkten der letzten Zeit gehören die von der Kritik gefeierte Eboli in Paris, Dalila in Wien, New York und Berlin sowie Marguerite an der Met. 2013 wurde sie Kammersängerin der Wiener Staatsoper, an der sie u.a. Partien wie Carmen, Sesto, Giovanna Seymour, Charlotte, Dalila, Santuzza, Octavian, Cherubino und Dorabella sang.

WOLFGANG KOCH → Klingsor

Wolfgang Koch zählt zu den wichtigsten dramatischen Baritonstimmen der Opernwelt. Sein Repertoire umfasst die großen Baritonpartien des deutschen und italienischen Fachs. So sang er unter anderem Wotan/Wanderer, Amfortas, Klingsor, Scarpia, Mathis, Lear, Barak, Holländer, Mandryka, Jochanaan, Telramund, Pizarro an Orten wie zum Beispiel Salzburg, München, Berlin, Hamburg, New York, London, Paris, Tokio und Zürich. An der Wiener Staatsoper sang er neben Barak auch Danton, Hans Sachs, Telramund und Jochanaan.

LUDOVIC TÉZIER → Amfortas

Ludovic Tézier gehört zu den weltweit führenden Baritonen und gastiert regelmäßig an den großen Bühnen der Welt, wie zum Beispiel:  Met, Pariser Oper, Scala, Liceu Barcelona, Teatro Real in Madrid, ROH Covent Garden, Bayerische Staatsoper, Salzburger Festspiele. Sein Repertoire umfasst die Titelpartien in Hamlet, Eugen Onegin, Don Giovanni, Rigoletto, Simon Boccanegra sowie Conte (Le nozze di Figaro), Renato (Un ballo in maschera), Ford (Falstaff), Wolfram, Posa (Don Carlo), Scarpia (Tosca) und Amfortas.

GEORG ZEPPENFELD → Gurnemanz

Georg Zeppenfeld wurde 2001 von der Sächsischen Staatsoper Dresden verpflichtet, die bis heute seine künstlerische Heimat ist. Darüber hinaus gastiert er an allen großen Opernhäusern Europas und der Vereinigten Staaten, sowie an den weltweit wichtigsten Konzertorten. Sein Repertoire umfasst alle wichtigen Partien seines Fachs, von Kaspar bis Filippo II, von Marke bis La Roche, von Sarastro bis Gurnemanz, von Pimen bis Hans Sachs. An der Wiener Staatsoper sang er bisher Sarastro und Peneios.

STEFAN CERNY → Titurel

In seiner Heimatstadt Wien singt der Bass an allen drei Opernhäusern, weltweit in London, München, Salzburg, Berlin, Köln, Baden-Baden, Japan.

CARLOS OSUNA → 1. Gralsritter

Der mexikanische Tenor ist seit zehn Jahren Ensemblemitglied der Staatsoper. Bisher sang er hier weit über 350 Vorstellungen.

ERIK VAN HEYNINGEN → 2. Gralsritter

Als Mitglied des neuen Opernstudios der Wiener Staatsoper konnte sich der Bassbariton seit September bereits in zwei Premieren erfolgreich präsentieren: In Henzes Verratenem Meer und als Marquis von Obigny in La traviata.

PATRICIA NOLZ → 1. Knappe

Die österreichische Mezzosopranistin ist Mitglied des Opernstudios der Staatsoper, an der sie als Kate Pinkerton debütierte.

STEPHANIE MAITLAND → 2. Knappe

Die schottische Altistin ist Mitglied des Opernstudios der Wiener Staatsoper und debütierte hier in Elektra.

DANIEL JENZ → 3. Knappe

Das neue Ensemblemitglied sang bisher u.a. an der Berliner und Hamburgischen Staatsoper, in Frankfurt und Mannheim.

ANGELO POLLAK → 4. Knappe

Der österreichische Tenor ist Mitglied des Opernstudios der Staatsoper. 2013 sang er bereits bei den Salzburger Festspielen.

ILEANA TONCA → 1. Blumenmädchen/1. Gruppe

Das langjährige Ensemblemitglied sang an der Staatsoper über 800 Vorstellungen – u.a. Susanna, Lisa, Adina, Adele, Gretel.

ANNA NEKHAMES → 2. Blumenmädchen/1. Gruppe

Die russische Sopranistin ist Mitglied des Opernstudios der Wiener Staatsoper und mehrfache Wettbewerbspreisträgerin.

AURORA MARTHENS → 3. Blumenmädchen/1. Gruppe

Die aus Finnland stammende Sopranistin ist Mitglied des Opernstudios der Wiener Staatsoper und sang hier zuletzt Anna in Nabucco.

SLÁVKA ZÁMEČNÍKOVÁ → 1. Blumenmädchen/2. Gruppe

Das neue Ensemblemitglied stammt aus der Slowakei, triumphierte hier im Oktober als Norina und sang zuletzt Frasquita.

JOANNA KĘDZIOR → 2. Blumenmädchen/2. Gruppe

Die polnische Sopranistin ist neues Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper. 2019 war sie Teilnehmerin des Young Singersʼ Project der Salzburger Festspiele.

ISABEL SIGNORET → 3. Blumenmädchen/2. Gruppe

Die amerikanische Mezzosopranistin mit spanischen Wurzeln ist Mitglied des Opernstudios und debutierte als Lola.

Wien/ Staatsoper
Kirill Serebrennikovs verdoppelter Parsifal
Kirill Serebrennikov darf Russland nicht verlassen. Wagners „Parsifal“ an der Wiener Staatsoper inszeniert er trotzdem – digital aus der Ferne. Ein Gespräch.
Der Standard.at

Graz/ Musikverein
Dvořák zum Fest: 70 Jahre Grazer Philharmoniker im Stefaniensaal
Mit VIDEO
bachtrack

Mailand
Zukunft der Mailänder Scala : Die Oper wird Universität
Digital, sozial und jung: So stellt sich die Scala ihre Zukunft vor. Kern der Modernisierung ist die Akademie. Dort sollen bald Opernschaffende auf höchstem Niveau ausgebildet werden.
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/die-scala-in-mailand-wird-moderner-17285706.html

Juristendeutsch passt nicht in Partituren
Mit einiger Spannung war die gestrige Berufungsverhandlung der Sächsischen Staatskapelle am Landesarbeitsgericht Chemnitz erwartet worden. Es ging um eine Klage von fünf Musikern dieses Orchesters, die auch unter Corona-Bedingungen ihr Recht auf Arbeit einfordern wollten. Angeblich war ihnen dies von ihrem Arbeitgeber, der Sächsischen Staatsoper, aufgrund der Pandemie-Bestimmungen vorenthalten worden.
https://www.musik-in-dresden.de/2021/04/01/theiler-staatskapelle/

Testen Sie Ihr Wissen im Klassik-Quiz – Folge 35
Im letzten Quiz fragten wir nach einem Bassbariton, der seine Gesangskarriere mittlerweile beendet hat, der in verschiedenen Genres reüssierte und der sich seinen Weg in die Musikwelt gegen einige Widerstände erkämpfen musste. Gesucht war: Thomas Quasthoff. Das hat auch Bianca Thanert aus Treuen gewusst – wir gratulieren zum Gewinn einer Überraschungs-CD!
Guido Marquardt testet Ihr Klassikwissen
https://klassik-begeistert.de/das-klassik-quiz-folge-35/

Kollateralschaden- Kulturtod ohne Trauernde.  Chronik einer Krankheit
Corona ist schlimm, verändert die Gesellschaft und das Leben. Darüber berichten wir. Geschichten, die es nicht in die Medien schaffen.
Wir geben Zahlen einen Namen und eine Seele. Die Serie „Kollateralschaden“ basiert auf Berichten Betroffener der Coronapolitik. Damit keiner sagen kann: „Das haben wir nicht gewusst!“
https://reitschuster.de/post/kulturtod-ohne-trauernde/

operklosterneuburg: Premiere ist auf Schiene
Niederösterreichische Nachrichten

Pianist Igor Levit liebt digitale und Live-Konzerte – Analog oder digital?
Diese Frage kann der Klassik-Musiker gar nicht eindeutig entscheiden. Gerade ist ein Buch von ihm erschienen.
Frankfurter Rundschau „DIE SONNTAG-PRESSE – 11. APRIL 2021“ weiterlesen

DIE SAMSTAG-PRESSE – 10. APRIL 2021

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DIE SAMSTAG-PRESSE – 10. APRIL 2021

Elbphilharmonie, Hamburg, Rolltreppe © Michael Zapf

Linz
„Wir sind bereit“: Die Kultur will, darf aber immer noch nicht
Oberösterreichische Nachrichten

Wien
Vereinigte Bühnen haben 2020 „mit blauem Auge überstanden“
Salzburger Nachrichten

CD Rezension: Mascagnis „Iris“ – zu unrecht vergessen
Seit bereits zehn Jahren macht sich die Berliner Operngruppe um die Ausgrabung vergessener Opern verdient. Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Felix Krieger wurden seit 2010 Werke von Verdi, Donizetti, Bellini und Puccini halbszenisch aufgeführt, die aus unterschiedlichen Gründen keinen Platz im Repertoire gefunden haben.
Von Peter Sommeregger
https://klassik-begeistert.de/cd-rezension-mascagnis-iris-klassik-begeistert-de/

Dortmund
Theater Dortmund: Digitale Highlights im April
https://kulturnews.de/theater-dortmund-digitale-highlights-im-april/

Corona und das Kulturleben im Ausland
Wie sehen Öffnungsstrategien in anderen Ländern aus?
BR-Klassik.de

Streams
Oper im Netz – ein Überblick
Streaming-Tipps für Zuhause
BR-Klassik.de

Album von Albrecht Mayer – Was hätte wohl Mozart getan?
Albrecht Mayer, Mitglied der Berliner Philharmoniker, ist ein international gefragter Solist und Festivalmacher. Jetzt bringt er ein Mozart-Album heraus. Ein Porträt.
Tagesspiegel.de

Daniels Anti-Klassiker 7: Ludwig van Beethoven, Sinfonie Nr. 9 in d-Moll „Ode an die Freude“ (1824)
Was hat Beethovens „opus summum“ – angeblich ein Juwel der Musikgeschichte – in einer Reihe zu suchen, die sich „Anti-Klassiker“ nennt? Seine neunte und als letzte vollendete Sinfonie ist weltbekannt, nicht selten liest man, sie sei die weltweit am meisten aufgeführte Sinfonie überhaupt. Als möglicherweise erste Sinfoniekantate hat Beethoven mit diesem Werk nachfolgende Komponistengenerationen maßgeblich beeinflusst.
Daniel Janz geht mit populären Klassikern ins Gericht
Klassik-begeistert.de „DIE SAMSTAG-PRESSE – 10. APRIL 2021“ weiterlesen

CD Rezension: Mascagnis „Iris“ – zu Unrecht vergessen

Pietro Mascagni,  Iris

Iris  Karine Babajanyan

Osaka  Samuele Simoncini

Kyoto  Ernesto Petti

Der Blinde  David Oštrek

Eine Geisha  Nina Clausen

Ein Lumpensammler  Andrés Moreno García

Chor und Orchester der Berliner Operngruppe e.V.

Dirigent  Felix Krieger

OEHMS Classics OC 991

Mitschnitt der Aufführung im Konzerthaus Berlin, 18. Februar 2020

von Peter Sommeregger

Seit bereits zehn Jahren macht sich die Berliner Operngruppe um die Ausgrabung vergessener Opern verdient. Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Felix Krieger wurden seit 2010 Werke von Verdi, Donizetti, Bellini und Puccini halbszenisch aufgeführt, die aus unterschiedlichen Gründen keinen Platz im Repertoire gefunden haben.

Ein solcher Fall ist das Geisha-Drama Iris, das trotz großen Erfolges bei der Uraufführung 1890 schon seit Jahrzehnten von den Internationalen Spielplänen praktisch verschwunden ist. Von Mascagnis insgesamt 16 Opern konnte sich dauerhaft nur der Erstling Cavalleria Rusticana im Repertoire halten. Das ist schwer verständlich, weil die musikalische Substanz der Iris alle Zutaten für einen veristischen Reißer hat. Mit einer Ausnahme vielleicht: In dieser Oper gibt es keine Liebenden, trotz heftigster Emotionen, Liebe ist keine dabei. Was naturgemäß dazu führt, dass emotional eine Dimension fehlt, und es natürlich auch kein Liebesduett gibt.

Die übersichtliche Handlung wird auf dem Podium des Konzerthauses Berlin stilisiert szenisch dargestellt. Chor und Orchester der Operngruppe Berlin spielen sich unter der Leitung von Felix Krieger schnell warm, bereits der einleitende Chor gelingt ausgezeichnet, und dann nimmt schon das Drama um die naive junge Japanerin Iris seinen Lauf. Diese Rolle wird von der armenischen Sopranistin Karine Babajanyan verkörpert, die über einen großen dramatischen Sopran verfügt. Sie scheint mit der Partie bestens vertraut, in der Mittellage und den tieferen Registern trägt die Stimme problemlos. Schwierigkeiten bereiten nur die höheren Passagen, da klingt die Stimme merkwürdig trocken und schartig, das mag aber auch an einer ungünstigen Tagesverfassung liegen, Berlin präsentiert sich an diesem Abend windig und regenverhangen.

Mit fast stählernem Tenorstrahl agiert der Italiener Samuele Simoncini, der als lyrischer Tenor begann, sich aber inzwischen das Spinto-Fach erobert hat. Ihm fällt die Rolle des Bösewichtes Osaka zu, der Iris, die seine Begierde geweckt hat, ins Verderben stürzt. Die Stimme ist groß, hat Durchschlagskraft und hat auch ein ansprechendes Timbre. Ihm gelingt es besser als allen anderen an diesem Abend, die Dramatik der Handlung zu transportieren, wenn er singt, scheint die Raumtemperatur gefühlt anzusteigen. Der Heldenbariton Ernesto Petti ist als der Schurke Kyoto mit balsamischem Timbre ein ebenbürtiger Gegenspieler Simoncinis, mit dem gemeinsam er einige Szenen bestreitet.

Auch in den kleineren Rollen trifft man auf vokal Erfreuliches. David Oštrek als Irisʼ blinder Vater, Andrés Moreno García in der kleinen, aber wichtigen Rolle des Lumpensammlers, sowie Nina Clausen als Geisha.

Eindrucksvoll und höchst professionell Orchester und Chor, die es in dieser Qualität leicht mit den drei festen Berliner Opernhäusern aufnehmen könnten. Zum Nachdenken sollten solche „Ausgrabungen“ ohnehin anregen, das Repertoire der großen Häuser verengt sich immer mehr und wird mehr und mehr austauschbar.

Das Erscheinen dieser Aufführung auf CD muss man ausdrücklich begrüßen!

Peter Sommeregger, 8. April 2021, für
klassik-begeistert.de,klassik-begeistert.at und klassik-begeistert.ch

DIE FREITAG-PRESSE – 9. APRIL 2021

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DIE FREITAG-PRESSE – 9. APRIL 2021

Foto: Georg Zeppenfeld (Gurnemanz), Elīna Garanča(Kundry). Wiener Staatsoper/Michael Pöhn ©

Wien/ Staatsoper
Serebrennikow: Parsifal ist Bandenführer im Gefängnis
Der russische Regisseur Kirill Serebrennikow hat nach eineinhalb Jahren Hausarrest den globalen Lockdown erlebt. Jetzt macht er an der Staatsoper aus der Gralsburg eine Haftanstalt: Ein Gespräch.
https://www.diepresse.com/5962540/serebrennikow-parsifal-ist-bandenfuhrer-im-gefangnis

Salzburg
Salzburger Festspiele 2021: Zuversicht für den Sommer, Hoffnung für Pfingsten
BR-Klassik.de

Bayreuth
Neues Format und neuer Spielplan: So sollen die Bayreuther Festspiele ablaufen
Nachdem die Bayreuther Festspiele 2020 coronabedingt ausfallen mussten, sind für dieses Jahr neue Formate angedacht, die mit der Pandemie kompatibel sind. Allerdings in reduzierter Form. Wir verraten, in welcher Form die Festspiele 2021 stattfinden sollen.
In Franken.de

Berlin
Unter der Trockenhaube
Mozarts „Le nozze di Figaro“ als Mix aus Disco und Foucault an der Berliner Staatsoper.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/le-nozze-di-figaro-berliner-staatsoper-1.5258797

Hamburg
Oper „Lucia di Lammermoor“ macht die Stadt zur Bühne – Mit Videoausschnitten der Produktion
Regisseurin Amélie Niermeyer hat den Stoff aus dem 16. Jahrhundert um zwei verfeindete Familien nach Hamburg geholt.
https://www.ndr.de/kultur/musik/klassik/Oper-Lucia-di-Lammermoor-macht-die-Stadt-zur

 

Wien
Oper „Solaris“ im Semperdepot: A Erinnerung wia a Bergwerk
Die Neue Oper Wien hat Dai Fujikuras Oper aufgenommen. Die Inszenierung von Helen Malkowsky geriet fantastisch
Der Standard.at

Wien
LIVESTREAM: Orchesterkonzert im Musikverein mit Andrés Orozco-Estrada
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210408_OTS0028/livestream-orchesterkonzert

Linz
Mozartliche Verwirrungen: Opern-Stream aus der Bruckneruni mit Kunstuni-Bühnenbild
https://www.tips.at/nachrichten/linz/kultur/530912-mozartliche-verwirrungen-opern-stream

Musiktheater feiert Geburtstag mit vierter Netzbühnen-Premiere
https://www.tips.at/nachrichten/linz/kultur/530969-musiktheater-feiert-geburtstag-mit

Eisenstadt
Klassisches Lebenszeichen aus Eisenstadt
Die Haydn Philharmonie tritt online mit der Jung-Trompeterin Selina Ott auf.
Wiener Zeitung

Darmstadt
Zaubershow mit Femme fatale
Doppelte Opernpremiere als digitales Ereignis: Mariame Clément inszeniert am Staatstheater Darmstadt Händels „Lucrezia“ und Boulangers „Faust et Hélène“.
Frankfurter Allgemeine

Halle
Halle: Organisatoren sagen Händel-Festspiele 2021 ab
https://www.nmz.de/kiz/nachrichten/halle-organisatoren-sagen-haendel-festspiele-2021-ab

Zürich
Opernhaus Zürich: LIVE ALS STREAM // PREMIERE VON JACQUES OFFENBACHS «LES CONTES D´HOFFMANN»
Die Live-Übertragung kann am 11. April 2021 ab 19 Uhr kostenfrei auf der Website des Opernhauses verfolgt werden.
Theaterkompass.de „DIE FREITAG-PRESSE – 9. APRIL 2021“ weiterlesen

DIE DONNERSTAG-PRESSE – 8. APRIL 2021

Foto: Wiener Staatsoper ©

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 8. APRIL 2021

Wien
Kirill Serebrennikow über „Parsifal“ an der Staatsoper
Der russische Regisseur hat die Wagner-Oper aus seiner Heimat via Videoverbindung inszeniert.
Wiener Zeitung.at

Neuer Staatsopern-„Parsifal“ spielt in einem Gefängnis
https://www.puls24.at/news/entertainment/neuer-staatsopern-parsifal-spielt-in-einem

Regisseur Serebrennikow: „Dieser ,Parsifal‘ ist ein Denkmal der Pandemie“
Wiener Staatsoper. Kirill Serebrennikow inszeniert Richard Wagners Bühnenweihfestspiel „Parsifal“.
Kurier.at

Salzburg
Salzburger Festspiele bestellten kaufmännischen Direktor wieder
Wiener Zeitung.at

Salzburger Festspiele: Kaufmännischer Direktor wiederbestellt
Vertrag mit Lukas Crepaz bis März 2027 verlängert. Eine Entscheidung über die Pfingstfestspiele wird bis Ende April angekündigt.
Der Standard.at

Wien/ „Neue Oper“
„Solaris“: Die Frau, die aus dem Ozean kam – und sang
Und wieder eine Opernpremiere für Stanislaw Lems Kultroman: Das Musiktheater von Dai Fujikura fesselt vor allem durch glühende Sphärenklänge.
Wiener Zeitung.at

München
Sinfonien für alle Sinne
Die Münchner Philharmoniker stellen einige ihrer schönsten Videoproduktionen ins Netz, etwa den Konzertmitschnitt aus der Stiftsbasilika St. Florian.
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/klassik-sinfonien-fuer-alle-sinne-1.5255945

Berlin
Musikalischer Ausverkauf – „Das Musikgeschäft“ aus dem Radialsystem Berlin gestreamt
Neue Musikzeitung/nmz.de

Nürnberg
Katharina Wagner wird Hochschulratsmitglied in Nürnberg
Prominente Unterstützung für Musikhochschule
BR-Klassik.de „DIE DONNERSTAG-PRESSE – 8. APRIL 2021“ weiterlesen

Bayerische Staatsoper: Doch die Sonne, die scheint so toll! Ein musikalischer Zoobesuch

Eine tolle Idee, dieser musikalische Zooausflug! Er macht mir Spaß und gute Laune. Er zeigt mir die Vielfalt der Gefühle auf, die ich haben kann und wie sie über die Musik in mich hineingesungen werden.

Bayerische Staatsoper, München, Stream, 05. April 2021
Rezension des Videostreams: Montagsstück für Kinder: TÖRÖÖÖÖ

von Frank Heublein

Es dauert nicht lange, bis selbst die Erwachsenen herausbekommen, was eine wirklich gute Entscheidung ist. Im Opernhaus, da ist gerade nichts los. „Zu Hilfe! Zu Hilfe! Sonst bin ich verloren“ singt normalerweise Tamino in Mozarts Zauberflöte. Hier singen es gemeinsam Mirjam, Yajie, Milan und Michael. Sie sind Sänger und Sängerinnen in der Oper in München und schieben echten Frust im derzeit trüben leeren Opernhaus. Es ist niemand da, für den sie singen dürfen. Da hat Milan die trotzige Idee, dass im Zoo bestimmt was los ist!

Im Tierpark Hellabrunn angekommen, geht es zuerst zu den Vögeln. Die Vorfreude auf das Erlebnis, den Zoo, den Frühling wird mit „Alle Vöglein sind schon da“ ausgesungen von Michael und Milan. Doch so richtig ausgelassen ist die Operntruppe noch nicht. Sehnsüchtig bedrückt finde ich die folgenden beiden Lieder von Milan und Mirjam. Dazwischen spricht Michael das Gedicht „Sieben kleine Meisen“ von Matthias Claudius. So betrübt, hab ich mir das Erleben nicht vorgestellt im Zoo. Selbst wenn es kalt ist, danach jedenfalls schauen die dicken Kleider aus. Doch die Sonne, die scheint so toll! „Montagsstück für Kinder: TÖRÖÖÖÖ Bayerische Staatsoper, München, Stream, 05. April 2021“ weiterlesen