10 Fragen an Martin Sasse: "So viel Familienleben bin ich nicht gewohnt"

Der 1968 in Hamm/Westfalen geborene Martin Sasse gehört zu den herausragenden Jazzpianisten in Europa. Er hat im Laufe seiner Karriere mit nahezu allen Legenden der internationalen Jazzszene zusammengearbeitet. Er begleitete aber auch Weltstars aus Pop und Klassik, zum Beispiel Bobby McFerrin, Sting, Chris de Burgh, José Carreras, Plácido Domingo und Luciano Pavarotti. Das Martin Sasse Trio existiert in wechselnden Besetzungen seit fast 30 Jahren. Für das Album „Good Times“ mit Charlie Mariano verdiente sich das Trio 2010 den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Aktuell ist Martin Sasse 24/7 mit seiner Frau und seinem Sohn zusammen in der gemeinsamen Kölner Wohnung.

Klassik begeistert: Was haben sie vor einem Jahr getan, und wie sieht ihr Alltag heute aus?

Martin Sasse: Vor einem Jahr war ich wie immer mit meinem Trio auf Deutschland-Tournee mit verschiedenen Gästen. Heute bin ich rund um die Uhr daheim mit meiner Frau und meinem Sohn. Wir kochen zusammen und gucken abends gemeinsam einen Film. So viel Familienleben bin ich nicht gewohnt, normalerweise bin ich nur etwa zwei Tage die Woche zuhause. Zwischendurch komponiere ich oder plane Online-Konzerte solo oder im Duo. „Interview: 10 Fragen an Martin Sasse
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Notfallkonzerte in Notfallzeiten

Das Orchester im Treppenhaus überträgt, angesichts der aktuellen Entwicklungen rund um die Corona-Krise, eine Reihe ihrer „Persönlichen Notfallkonzerte“ regelmäßig im Livestream. Ein äußerst gelungenes Konzertformat, gespielt von einem Ensemble von dem man gerne mehr hören möchte.

Foto: © Matthew Farley

von Johannes K. Fischer

“Was kann klassische Musik heute?” Mit diesen Worten stellt sich das Orchester im Treppenhaus seinem Publikum vor; es wirkt fast, als wäre dies das Motto, das Leitmotiv dieser MusikerInnen. Wenngleich diese Frage vermutlich eine Anspielung auf die recht kreativen und ungewöhnlichen Konzertformate dieses Ensembles ist, so hat sie doch in Zeiten der Corona-Krise sicherlich eine ganz neue Bedeutung hinzugewonnen.

Corona-Krise zum trotz finden Thomas Posth (Cello, sowie Gründer und Chefdirigent des Orchesters) und seine KollegInnen Moritz Ter-Nedden (Violine), Jette Otto (Violine), und Maria Pache (Viola) immer noch einen Weg, den Geist dieses Orchesters und dieser Musik aufrecht zu erhalten. Statt wie gewöhnlich im Sprengel Museum in Hannover finden die „Persönlichen Notfallkonzerte,“ wie das Orchester sie nennt, einfach im Internet mittels eines Facebook-Livestreams statt. „Klassik in Zeiten der Krise, Notfallkonzerte in Notfallzeiten,
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Die SAMSTAG-PRESSE – 28. MÄRZ 2020

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Die SAMSTAG-PRESSE – 28. MÄRZ 2020
Foto: Jonas Kaufmann, Instagram (c)

Kunst in der Krise: Was es bedeutet, alle Konzerte abzusagen
Opernsängerin Simone Kermes hat durch Konzertabsagen viel Geld verloren. Sie fürchtet, die Coronakrise könnte die Kulturlandschaft dauerhaft schädigen.
Tagesspiegel

Bericht: Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die deutschen Musikwirtschaft
Neue Musikzeitung

Berlin
Die Komische Oper Berlin wagt einen optimistischen Ausblick auf die Saison 2020/21
Nichts geschieht augenblicklich nicht nur im Berliner Kulturbetrieb wie gewohnt, die besonderen Zeiten, die uns das Corona-Virus beschert hat, erfordern den Verzicht auf lieb gewonnene Dinge, wie z.B. die launige jährliche Spielplan-Präsentation durch Barry Kosky, den Intendanten der Komischen Oper.
Peter Sommeregger berichtet aus Berlin
Klassik-begeistert

Hamburg/ Elbphilharmonie
Oper nur auf CD, YouTube oder im Stream. Konzerte ebenso.
Star Wars – Larger than Life
Viele Klassik-Begeisterte sehnen sich nach packenden, berührenden Live-Erlebnissen. Klassik-begeistert.de bringt deshalb Impressionen von Autorinnen und Autoren, die unsere Leserinnen und Leser am meisten berührt haben.
Sebastian Koik berichtet aus der Elbphilharmonie
Klassik-begeistert

A Paris Opera Conductor Comes Full Circle
Philippe Jordan talks about his new role in Vienna and his farewell to Paris: a new staging of Wagner’s “Ring,” which he conducted there in 2010.
The New York Times

Oper auf Deutsch: Sie hat ja doch „bunte Flügel“, die Liebe
Eine CD-Edition erinnert an die klassischen Querschnitt-Produktionen des frühen LP-Zeitalters und lässt in viel gespielten Werken einige Zwischentöne hören, die bei Aufführungen in Originalsprache verloren gehen.
Die Presse

Musik-Marathon-Wochenende: Klassik-Sonderprogramme auf allen Kanälen
https://www.swr.de/swr2/musik-klassik/klassikmarathonwochenende

Wuppertal
Wuppertaler Bühnen müssen weitere Veranstaltungen absagen
Wuppertaler Rundschau

Spanien der Balkone: In der Musik vereint
Frankfurter Allgemeine

Kirsten Lieses Klassikwelt Nr. 28: Fidelio
Tatsächlich habe ich aber Jonas Kaufmann einmal als Florestan live erlebt, das war 2000, also vor 20 (!) Jahren beim Luzern Festival in einer konzertanten Aufführung unter Claudio Abbado. Damals stand der Tenor im Zenit seines Könnens, ließ seinen ersten Ton in seinem „Gott, welch Dunkel hier“ gefühlt fünf Minuten lang auf einem Crescendo anschwellen, dass es einem kalt den Rücken herunter lief. So habe ich das nie wieder gehört. Ob er das heute auch noch so bringen kann? Die letzten Male, die ich ihn hörte, beispielsweise 2018 in München als Parsifal, hatte seine stimmliche Präsenz hörbar nachgelassen. Aber seinen jüngsten Florestan können nur die beurteilen, die in einer der Londoner Aufführungen waren.
Kirsten Liese berichtet jeden Freitag aus Ihrer Klassikwelt.
Klassik-begeistert „Die SAMSTAG-PRESSE – 28. MÄRZ 2020“ weiterlesen

"Meine Vision: Ich singe in der Wiener Staatsoper die Kundry mit Tomislaw Muzek als Parsifal, und Christian Thielemann dirigiert"

Die polnisch-österreichische Sopranistin Magdalena Anna Hofmann wurde in Warschau geboren. Nach ihrem Gesangsstudium am Wiener Konservatorium war sie zunächst als Mezzosopran erfolgreich, unter anderem an der Mailänder Scala, dem Theater an der Wien oder den Bregenzer Festspielen. Nach ihrem Wechsel ins Sopranfach wurde sie in den großen Partien des deutschen und slawischen Fachs, aber auch in Mozart- und Operettenrollen sowie moderner Musik auf unzähligen nationalen und internationalen Bühnen gefeiert. Am 10. März 2020 sang sie noch die Leonore in Ludwig van Beethovens „Fidelio“ in Heidelberg. Aktuell verbringt sie ihre Zeit gemeinsam mit ihrem ebenfalls freiberuflich tätigen Mann und dem vierjährigen Sohn im häuslichen Umfeld in Wien.

Interview: Petra Spelzhaus, Fotos: Stefan Panfili (c)

Klassik-begeistert.deWas haben sie vor einem Jahr getan, und wie sieht ihr Alltag heute aus?

Magdalena Anna Hofmann: Vor einem Jahr befand ich mich mitten in den Proben von Tristan und Isolde in Hagen. Ich hatte ein reges soziales Leben und war  als Sängerin vielbeschäftigt. Jetzt befinde ich mich zuhause mit meinem Mann und Kind. Unser Sohn braucht natürlich viel Aufmerksamkeit und mein Mann und ich wechseln uns mit der Betreuung ab, genießen aber auch sehr die sonst rare Zeit zu dritt. Ich bemühe mich, als Sängerin im Training zu bleiben, aber es ist manchmal doch schwer sich zu motivieren, wenn monatelang der Kalender gezwungenermaßen leer bleibt. Als Sänger bereitet man sich ähnlich wie ein Sportler auf eine Großveranstaltung vor- regelmässiges Training ist unumgänglich. Andererseits baut mich das Üben auch seelisch auf und gibt mir Energie. Im Augenblick muss ich ja keine Partie dringend vorbereiten und das gibt mir die Freiheit spontan zu entscheiden, was ich an dem Tag singen möchte. Gestern waren es Schubert-Lieder. „Interview: Magdalena Anna Hofmann, Sopran,
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Interview Mario Mairhofer: Mit dem Wienerlied durch Coronakrise

Dieser Tage spielt sich das soziale Leben der Wienerinnen und Wiener nicht wie üblich in der Oper, im Konzerthaus oder im Theater ab, sondern in den eigenen vier Wänden. Dass dies zu Problemen führt, muss gar nicht ausgeführt werden. Man „pickt“ aufeinander, raunzt noch mehr als sonst; diesmal sogar zu recht, und beim ein oder anderen wird vielleicht still und heimlich bereits vor 16 Uhr das erste „Glaserl“ oder „Krügerl“ getrunken – ganz gegen die übliche Regel „Kein Bier vor vier“.

Doch die Ausnahmesituation bringt eben auch sonst unübliche Verhaltensmuster zum Vorschein. Im nachmittäglichen Rausch der Musikliebhaber tauchen Bilder vor dem geistigen Auge auf von Familien, die sich um das Klavier versammeln und gemeinsam musizieren. Die Mutter und der Vater an den Instrumenten – die Kinder üben sich im Gesang. Das Musizieren in den eigenen vier Wänden wie es im biedermeierlichen Bürgertum üblich war, aber auch die sogenannten Leiermänner und Harfinisten, die das einfachere Volk in den Buschenschanken der Vorstadt (denn dort galt die eingeführte Verzehrsteuer nicht und machte Speis und Trank um einiges leistbarer) unterhielten, werden oft mit dem Polizeistaat in Verbindung gebracht. Wer konnte zog sich in die eigene Wohnung zurück, und die anderen vertrieben sich die Sorgen in wohliger Umgebung bei Wein und Musik.

Auch in diesen Tagen, die von sozialer Isolation geprägt sind, hat das private Musizieren im schönen Wiener Bezirk Margareten (5. Gemeindebezirk) wieder Einzug gefunden. Die vier Hauswände der Zentagasse, Vogelsanggasse und Jahngasse bilden die Bühne für Leopold, der täglich um 18 Uhr seine Nachbarinnen und Nachbarn mit ausgewählten Wienerliedern erfreut. Ich habe mich mit Leopold per Videotelefonat unterhalten.

Lieber Leopold, seit 18. März gibst du täglich um 18 Uhr für deine Nachbarinnen und Nachbarn ein Hofkonzert, wie ist dir diese Idee gekommen?

Ehrlicherweise muss man sagen, dass es eines Abends nach zwei, drei Gläschen Wein dazu gekommen ist. Davor habe ich schon Wohnzimmerkonzerte in einer Whatsapp-Gruppe veranstaltet und hatte überlegt, ob ich nicht für die Nachbarschaft live singen könnte. An dem besagten Abend habe ich es dann beschlossen und am nächsten Abend einfach gemacht. Es war mir wichtig die Leute in dieser Zeit zum Lachen zu bringen, aber auch zum Nachdenken. Das Wienerlied bietet sich hier sehr gut an.

Das Wienerlied ist ja kein besonders populäres Genre, schon gar nicht bei den jungen Leuten. Du bist nicht unbedingt alt. Was gefällt dir so daran?

Naja, nicht alt ist Ansichtssache. In den 1980e- Jahren hat es jeden Samstagnachmittag die sogenannten Heimatfilme auf ORF gespielt. Da bin ich sehr schnell mit Hans Moser, Peter Alexander und wie sie alle heißen in Kontakt gekommen, auch mit Operetten. 

Hast du bereits als Kind Wohnzimmerkonzerte gegeben?

Ich habe auf jeden Fall immer schon gesungen und mir viel selber beigebracht. Anfangs war es die Kirchenmusik. Ich bin auf dem  Land in Oberösterreich aufgewachsen, habe mir selber Orgelspielen beigebracht und in der Kirche habe ich das erste Mal gehört, dass Leute zu mir gesagt haben: „Du kannst singen“. 

Alles selber beigebracht? Hast du nie Gesangsunterricht gehabt?

Neben der Hotelfachschule war ich auch in der Musikschule, aber das war nebenbei. Atemtechniken habe ich dort gelernt, was natürlich für das Singen sehr wichtig ist.

Und das Gastgewerbe hat dich ja lustigerweise dann doch wieder zum Singen gebracht. Im Café Schwarzenberg singst du regelmäßig und hoffentlich auch wieder, wenn die Ausgangssperren gelockert sind.

Ja, Kellner war immer mein Traumberuf, weil ich den Kontakt zu den Menschen mag. Ich wusste auch schon seit meinem Praktikum, dass ich in Wien arbeiten möchte. Ich bin nach Wien gekommen, um hier zu bleiben. Der Wiener Schmäh und dieses leicht Sarkastische, das liegt mir. Wenn mich jemand fragt, wie ein typischer Wiener Oberkellner ist, dann sag ich immer, sie sollen sich zehn Peter-Alexander-Filme ansehen, dann wissen sie es.

Wie haben sich deine Auftritte im Schwarzenberg ergeben?

Im Café Schwarzenberg gibt es immer von Donnerstag bis Sonntag Musik von dem Duo Ernest (Klavier) und Dida (Geige). Bei „Sag zum Abschied leise Servus“ habe ich dann einfach mal mitgesungen – jetzt hat es sich eingespielt, dass ich, wenn es die Zeit zulässt und alle Gäste gut versorgt sind, mitsinge. Den Gästen fällt meistens die Kinnlade runter, wenn ich nach meinem Auftritt an ihren Tisch komme und sie bediene. „Surprise I am the waiter“, sage ich dann oft.

Das Cafe Schwarzenberg hat ja viele ausländische Gäste. Würdest du sagen, das Wienerlied kommt auch bei nicht wienerischem Publikum gut an?

Ich habe das Gefühl es wird überall verstanden, auch wenn das Publikum den Text nicht kennt und nicht versteht.

Was macht für dich das Wienerlied aus?

Entstanden ist es ja aus einem gewissen Bedürfnis nach etwas Lustigem, Unterhaltsamen, um den Alltag ein bisschen zu vergessen. Trotzdem scheint die Tristesse und Melancholie der damaligen Zeit in den Texten natürlich durch. Viele Leute bezeichnen mich als Tenor, ich sehe mich eher als höheren Bariton. Ich denke meine Stimme ist gut geeignet, um die Melancholie, den Grant, aber dann doch auch die Zufriedenheit, die das Wienerlied thematisiert, wiederzugeben. 

Im Namen des Hofpublikums kann ich dem nur zustimmen. Die Beschreibung des Wienerlieds bringt mich zu deinem Lieblingskomponisten Hermann Leopoldi. Warum gerade er?

Hermann Leopoldi bezeichnet sich selbst als Klavierhumorist und hat ein schwieriges Leben gehabt. Er hat bereits vorm Zweiten Weltkrieg komponiert, kam jedoch auf Grund seiner jüdischen Herkunft ins KZ. Dort hat er die Offiziere mit seiner Musik unterhalten, was ihm zu einer etwas besseren Behandlung verholfen hat. Seine US-amerikanischen Schwiegereltern konnten ihn freikaufen und er emigrierte in die USA, wo er weiter komponierte. Nach Ende des Krieges kam er wieder nach Wien zurück und schrieb weitere Lieder, um den Leuten Mut zu machen. Leider kennt man sehr wenig von ihm, dabei hat er oft sehr tiefgründige Texte zu lustigen Melodien. Mir gefällt diese Ambivalenz zwischen Text und Musik. Ich kann mich da ein bisschen damit identifizieren. „Die Überlandpartie“ ist von ihm, mein erstes Duett im Hof. Die Playbacks bekomme ich von zwei guten Freunden zur Verfügung gestellt. 

Es stecken also mehrere Personen hinter den gelungenen Hofkonzerten. Wie wird das weitere Programm aussehen?

Ich plane nicht so weit im Vorhinein, aber es wird operettenmäßig weitergehen und für Ostern ist Schuberts „Pax mobiscum“ geplant. Es wäre sehr schön, wenn das Publikum auch mitmacht und mitsingt bei den Konzerten. Ich hoffe, dass die Konzerte den Zusammenhalt stärken, dass sie ein gewisses Sicherheitsgefühl geben, wenn man sich jeden Tag sieht und hört, wenn auch nur aus dem Hoffenster. Wenn die Zeiten der Ausgangsbeschränkungen vorbei sind, dann wäre es natürlich schön sich persönlich kennenzulernen. Ich werde es jedenfalls versuchen das Hofkonzertpublikum zu kontaktieren. Vielleicht lernt uns die Situation auch wieder mehr aufeinander zuzugehen. 

Welches Wienerlied fällt dir denn als erstes ein in der jetzigen Situation?

Ein Lied, das mir jetzt Trost spendet ist „Wenn der Herrgott net will“. Man muss nicht religiös sein, um etwas damit anfangen zu können. Es geht darum, dass die Welt, so schön sie auch ist, eben nicht für alle gleich ist. 

Nach dem Gespräch mit Hr Leopold höre ich mir das Lied in einer Version von Peter Alexander und Paul Hörbiger an. Die Streicher spielen eine melancholische Melodie in Moll, begleitet von Harfenschlägen im ¾ Takt. Paul Hörbiger singt beruhigend mit einem gewissen Trost in der Stimme den Refrain. Gekonnt singt Peter Alexander in seiner typisch, erzählenden Art von den unnützen Sorgen, die sich die Menschen oft machen. Die Melodie wechselt in Dur für die Strophe, der Text bleibt melancholisch, aber tröstend: 

Die Welt ist so schön und die Welt ist so reich,

doch ist halt das Leben für alle nicht gleich.

Es geht durcheinander, es ist kunterbunt

und doch ist die bucklige Welt kugelrund.

Ein jeder Mensch hofft und ein jeder Mensch strebt,

doch viele sind da, die umsonst nur gelebt,

was nützt alles Denken, es gibt nur den Schluss:

Es kommt schließlich alles, wie kommen es muss!

Refr.: Wenn der Herrgott net will, nutzt es gar nix,

schrei net um, bleib schön stumm, sag, es war nix.

So war’s immer, so bleibt es für ewige Zeit,

einmal ob’n, einmal unt’n, einmal Freud‘, einmal Leid.

Wenn der Herrgott net will, nutzt es gar nix,

sei net bös‘, net nervös, denk, es war nix.

Renn‘ nur nicht gleich verzweifelt und kopflos herum,

denn der Herrgott weiß immer warum.

Anna Ploch, 27. März 2020, für
klassik-begeistert.at und klassik-begeistert.de

  

Star Wars – Larger than Life

Oper nur auf CD, YouTube oder im Stream. Konzerte ebenso.
Viele Klassik-Begeisterte sehnen sich nach packenden, berührenden Live-Erlebnissen. Klassik-begeistert.de bringt deshalb Impressionen von Autorinnen und Autoren, die unsere Leserinnen und Leser am meisten berührt haben. Teil 2: Elbphilharmonie Hamburg, Star Wars –  Larger than Life.
Foto: Pixabay (c)

von Sebastian Koik

Die Bühne ist randvoll mit Stühlen und Instrumenten, viel Schlagwerk ist aufgebaut. Die in großer Zahl auf die Bühne strömenden Musiker des NDR Elbphilharmonie Orchesters füllen die wenigen Lücken.

Und dann beginnt sie, die Reise durch das Weltall! „Star Wars – Larger than Life,
Elbphilharmonie Hamburg, 10. Mai 2018“
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Die FREITAG-PRESSE – 27. MÄRZ 2020

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Die FREITAG-PRESSE – 27. MÄRZ 2020
Foto: A due voci – Salzburger Festspiele 2018 (c) 

Können die Salzburger Festspiele stattfinden
Intendant Markus Hinterhäuser sieht die Pfingstfestspiele von Cecilia Bartoli, aber auch das Sommerfestival in Gefahr. Im Gespräch nennt er eine entscheidende Deadline.
Neue Zürcher Zeitung

Ein klarer Stufenplan
Vor genau vierzehn Tagen hat noch niemand ernsthaft daran gedacht, dass die Osterfestspiele abgesagt würden. Vor dreizehn Tagen, am 12. März, hat man genau das getan. Was geschieht nun mit den Pfingstfestspielen und mit den Jubiläumsfestspielen im Sommer?
DrehpunktKultur

Bregenz
Bregenzer Festspiele sollen planmäßig stattfinden
Das Vorarlberger Festival zeigt sich „durchaus optimistisch“: Die Ticketbuchungen gehen weiter ein, der Spielplan bleibt aufrecht. Bisher wurde noch kein Stichtag festgelegt
Der Standard

Wien
Wiener Festwochen finden nicht wie geplant statt
Aufgrund der aktuellen Einschränkungen wird das für Mai und Juni vorgesehene Festival nicht wie gewohnt stattfinden. Alternative Strategien und Optionen werden geprüft
Der Standard

BR präsentiert: Live aus den Musiker-Wohnzimmern
Musiker weltweit spielen seit Beginn der Corona-Pandemie in den sozialen Netzwerken für ihre Fans. BR-KLASSIK bringt sie zusammen und veranstaltet ein ganzes Festival live per Videostream. Am kommenden Sonntag, den 29. März, ab 18:00 Uhr musizieren Künstler wie Tenor Jonas Kaufmann, Pianist Lang Lang, Sopranistin Golda Schultz und zahlreiche andere nacheinander bei sich daheim oder im Studio für Klassik-Fans in aller Welt.
BR-Klassik

Garsington-Festival bietet Streams an: Looking forward to looking back
Auch das wunderbare etwas Im Schatten von Glyndebourne stehende Garsington Opera Festival bietet live streams an….
You can access all of that, and a bit more, for free on our YouTube page (www.youtube.com/GarsingtonOpera) or on our website as well.

Konzertbranche in der Coronakrise. Konzertveranstalter bitten: behaltet die Tickets!
Berliner Konzertveranstalter schlagen Alarm. Der Ticketverkauf ist um 95 Prozent eingebrochen. Die Veranstalter bemühen sich um Verlegung aller Konzerte und hoffen auf die Solidarität von Besuchern und Politik.
Tagesspiegel

CD/ Youtube/ Stream
Diese Dresdner „Götterdämmerung“ ist ein Fest! …
Oper nur auf CD, YouTube oder im Stream. Konzerte ebenso. Viele Klassik-Begeisterte sehnen sich nach packenden, berührenden Live-Erlebnissen. Klassik-begeistert.de bringt Impressionen von Autorinnen und Autoren, die unsere Leserinnen und Leser am meisten berührt haben.
Teil 1: Semperoper Dresden, Richard Wagner, Götterdämmerung.
Klassik-begeistert

Interview am Donnerstag 8, Albena Petrovic: „Ich kann überall komponieren – im Flugzeug, im Auto oder beim Spaziergang am Strand“
„Eine kleine Änderung kann keine „Perfektion“ gewährleisten, und große Änderungen zerstören die Arbeit. Da ist es besser, sie gleich wegzuwerfen.“
Albena Petrovic hat sich inzwischen weit über die Grenzen des Herzogtums Luxemburg hinaus einen Namen gemacht – mit mehr als 600 Kompositionen in verschiedensten Genres und Besetzungen. Darunter Opern, Konzerte, Kammermusik, Vokal- und Soloklavierwerke, die für Tonträger eingespielt und weltweit aufgeführt werden. Am 27. März erscheint ihr neues Album „Bridges of Love“.
Jürgen Pathy berichtet aus Luxemburg.
Klassik-begeistert

Wenn ein Chor auf Reisen geht: Ein Bericht aus einer scheinbar fernen Zeit, als ein Hamburger Traditionschor noch auf einer Mittelmeerinsel singen durfte
80 Frauen und Männer, alle klassik-begeistert, reisen im Juni 2019 von Hamburg nach Malta, um auf der Schwesterinsel Gozo zu singen: Die erste Walpurgisnacht von Felix Mendelssohn Bartoldy und Carmina Burana von Carl Orff. Es waren ausgelassene Tage voller Musik und voller Lebensfreude.
Verena Redel berichtet von der Chorreise des Symphonischen Chores Hamburg nach Gozo.
Klassik-begeistert

„Die FREITAG-PRESSE – 27. MÄRZ 2020“ weiterlesen

Lieses Klassikwelt 28: Fidelio

Foto: Jonas Kaufmann als Fidelio am Royal Opera House (c) in London

Tatsächlich habe ich aber Jonas Kaufmann einmal als Florestan live erlebt, das war 2010  beim Luzern Festival in einer konzertanten Aufführung unter Claudio Abbado. Damals stand der Tenor im Zenit seines Könnens, ließ seinen ersten Ton in seinem „Gott, welch Dunkel hier“ gefühlt fünf Minuten lang auf einem Crescendo anschwellen, dass es einem kalt den Rücken herunter lief. So habe ich das nie wieder gehört. Ob er das heute auch noch so bringen kann? Die letzten Male, die ich ihn hörte, beispielsweise 2018 in München als  Parsifal,  hatte seine stimmliche Präsenz hörbar nachgelassen. Aber seinen jüngsten Florestan können nur die beurteilen, die in einer der Londoner Aufführungen waren.

von Kirsten Liese

Im Beethoven-Jahr liegt eine Konjunktur der einzigen Oper des Komponisten nahe. Ich muss allerdings gestehen, dass mich ungeachtet der Corona-Krise nicht eine der zahlreichen geplanten Produktionen hinter dem Ofen hervorgelockt hat. Am wenigsten wohl die der Wiener Staatsoper Ende Januar, die sich zu der blödsinnigen Idee verstieg, die Urfassung mit neuen Texten von Moritz Rinke zu präsentieren. Sie wurde prompt ein großer Reinfall. „Lieses Klassikwelt 28: Fidelio
klassik-begeistert.de“
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Wenn ein Chor auf Reisen geht: Ein Bericht aus einer scheinbar fernen Zeit, als ein Hamburger Traditionschor noch auf einer Mittelmeerinsel singen durfte

80 Frauen und Männer, alle klassik-begeistert, reisen im Juni 2019 von Hamburg nach Malta, um auf der Schwesterinsel Gozo zu singen: Die erste Walpurgisnacht von Felix Mendelssohn Bartoldy und Carmina Burana von Carl Orff. Es waren ausgelassene Tage voller Musik und voller Lebensfreude. Der deutsche Botschafter kam eigens mit der Fähre von Valletta nach Gozo angereist. Der Symphonische Chor Hamburg, 1886 gegründet, gehört mit seinen 150 aktiven Mitgliedern zu den renommiertesten und traditionsreichsten Laienchören Deutschlands. Seit 1985 wird er von Professor Matthias Janz geleitet. Lesen Sie bitte den Bericht der Sopranistin Verena Redel, seit 35 Jahren aktive Sängerin des Chores. 

von Verena Redel

Die Idee

Familiäre Bande eines Chormitgliedes nach Gozo führten bereits im Jahr 2017 zu der Idee, dass der Symphonische Chor Hamburg im Rahmen des jährlichen „Victoria International Arts Festivals”, kurz VIAF, in der Stadt Victoria auf Gozo (die kleine Schwester Maltas) ein Konzert geben könne. Damals stand das Festival noch unter der musikalischen Leitung des maltesischen Komponisten und Dirigenten Joseph Vella. „Report: Wenn ein Chor auf Reisen geht, Symphonischer Chor Hamburg, Gozo / Malta
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Die DONNERSTAG-PRESSE – 26. MÄRZ 2020

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Die DONNERSTAG-PRESSE – 26. MÄRZ 2020
Auch Jonas Kaufmann hält Distanz zu Freunden! Foto: Instagram (c)

Wien
Sommernachtskonzert erst im Herbst
Die Wiener Philharmoniker verschieben wegen der Coronavirus-Krise ihr Sommernachtskonzert vor dem Schloss Schönbrunn. Das für den 21. Mai geplante Open-Air-Event soll nun am 18. September stattfinden.
https://wien.orf.at/stories/3040849/

Salzburger Festspiele entscheiden am 30. Mai
Die Festivalleitung hat einen Drei-Stufen-Plan festgelegt – auch für die Pfingstfestspiele herrscht nocht Optimismus
Wiener Zeitung

Wien zahlt Kulturförderungen trotz Absagen weiter
Wien hat am Dienstag ein Maßnahmenbündel für die Kulturszene, die infolge des Coronavirus so gut wie stillgelegt wurde, präsentiert. Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) versprach dabei, vereinbarte Subventionen jedenfalls auszuzahlen – „ungeachtet davon, ob etwas realisiert werden konnte“. Ob oder wie die Wiener Festwochen heuer stattfinden können, ist nach wie vor noch offen.
Salzburger Nachrichten

Corona in den USA: Crescendo
Die Absagen von Konzerten treffen die Orchester hart. Musiker werden entlassen, Gehälter nicht gezahlt. Aber es gibt auch Gesten der Solidarität.
Sueddeutsche Zeitung

Grazer Musikverein:
Saison 2020/2021 bringt Starglanz
https://www.krone.at/2123426
Grazer Musikverein optimistisch
Die wegen der Corona-Krise verschobenen Konzerte sollen nachgeholt werden.
Wiener Zeitung

Klassik und Corona: Vielleicht hat das Ganze am Ende ja auch was Gutes
Die Pleitewelle kommt, aber vielleicht ist das gar nicht schlecht: Die Konzertagentin Sonia Simmenauer und der Orchesterchef Michael Adick im Gespräch über Klangkörper und Musiker im Krisenmodus. Und eine Hoffnung, die China heißt.
https://www.welt.de/kultur/klassik/article206788223/Klassik-und-Corona-Vielleicht-hat-das-Ganze-am-Ende-ja-auch-was-Gutes.html

Klassik digital Die zehn besten Konzerte
Die Berliner Philharmoniker haben ihre Digital Concert Hall kostenlos für alle geöffnet. Mehr als 600 Konzerte sind auf der Internetplattform abrufbar. Klassik-Redakteur Frederik Hanssen stellt seine Top 10 vor.
Tagesspiegel

„Die DONNERSTAG-PRESSE – 26. MÄRZ 2020“ weiterlesen