München: Pape und Nylund schmücken einen sonst durchwachsenen Fidelio

Bayerische Staatsoper, 12. Juli 2026

Bayerische Staatsoper – Nationaltheater © Wilfried Hösl

Fidelio
Musik von Ludwig van Beethoven

Libretto von Joseph Sonnleithner mit Revisionen von Georg Friedrich Treitschke nach Jean Nicolas Bouilly

Trotz der inzwischen langanhaltenden Schwitztemperaturen war auch dieser Repertoire-Fidelio in der Regie des umstrittenen Regisseurs Calixto Bieito nahezu ausverkauft. Zwar verteidigte ein prächtig aufgestelltes Team Wagner seine außerordentliche gesangliche Extraklasse, ein wirklich überzeugender Fidelio gelang der Bayerischen Staatsoper aber nicht.

von Johannes Karl Fischer

„Ludwig van Beethoven, Fidelio
Bayerische Staatsoper, 12. Juli 2026“
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DIE MONTAG-PRESSE – 13. JULI 2026

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden                                                                DIE MONTAG-PRESSE – 13. JULI 2026

Festspielhaus Erl © Festspiele Erl

Erl/Tirol
Maritimes bei den Tiroler Festspielen: Stars im „Fliegenden Holländer“
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (8,31. Min.)
deutschlandfunkkuktur.de

Erl
Weltklasse in Ton und Bild: „Der fliegende Holländer“ in Erl
Bei den Tiroler Festspielen fesselt die Inszenierung von Josef. E. Köpplinger genauso wie Christopher Maltman in der Titelpartie. Tirol liegt bekanntlich nicht am Meer. Wenn man aber aus deutschen Landen ins Unterinntal reist, dann begrüßt einen da eine riesige Welle aus Beton: das Passionsspielhaus in Erl. In diesem Sommer hat hier der fliegende Holländer Obdach gefunden. Dabei handelt es sich nicht um einen Touristen aus den Niederlanden, der zum Paragliding angereist ist, sondern um einen kreuzunglücklichen Untoten, der seit Ewigkeiten die Meere befährt. Bei seinen seltenen Landgängen sucht der Leidgeplagte sein Heil in Person einer Frau, die ihm ewige Treue schwört.
DerStandard.at „DIE MONTAG-PRESSE –13. JULI 2026
klassik-begeistert.de“
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Der Hamburger Ballettgarten blüht und gedeiht

John Neumeier inmitten des Ensembles der Ballettschule (Foto: RW)

Immer wieder beeindruckte, mit welcher Disziplin und Leistungsbereitschaft diese jungen Menschen ihr Bestes gaben, und unter den Größeren zeigten sich bereits zahlreiche Talente, die wir irgendwann einmal wieder auf der Bühne sehen werden.

Erste Schritte: Im Tanz mit Prokofjew, Protos Choros, aus Spring and Fall, Ruska, Yondering

Ballettschule Hamburg Ballett

51. Hamburger Ballett-Tage, 22. Juni 2026
Musik vom Band

von Dr. Ralf Wegner

Nicht die gut 30 allerkleinsten Tänzerinnen und Tänzer der Vorschulklassen füllten zunächst die Bühne der Hamburgischen Staatsoper, sondern 112 Schülerinnen und Schüler der sechs Ausbildungs- der nachfolgenden zwei Theaterklassen.

Für sie hatten sich die Lehrkräfte Carolina Borrajo, Kevin Haigen, Gigi Hyatt, Elizabeth Loskavio, Janusz Mason, Christian Schön und Anna Urban eine Uraufführung zur Musik von Sergej Prokofjew ausgedacht. Allein das war schon von der Koordination auf der Bühne eine Meisterleistung. Immer wieder beeindruckte, mit welcher Disziplin und Leistungsbereitschaft diese jungen Menschen ihr Bestes gaben, und unter den Größeren zeigten sich bereits zahlreiche Talente, die wir irgendwann einmal wieder auf der Bühne sehen werden, wenn auch nicht alle in der Hamburgischen Staatsoper, sondern auch in den anderen Balletthäusern auf der Welt. „51. Hamburger Ballett-Tage, Ballettschule Hamburg Ballett
Hamburgische Staatsoper, 22. Juni 2026“
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Schostakowitsch und Brahms fesseln in der Glocke

Bremer Philharmoniker im Bibelgarten der Glocke © Hannes von der Fecht

12. Philharmonisches Konzert „Neue Bahnen“

Schostakowitschs packend ausgeführte Stimmungsambivalenz trifft auf opulente Klangfarbigkeit energiestrotzender Brahms-Sinfonik

Dmitrij Schostakowitsch  Violinkonzert Nr.1 a-Moll op. 77
Johannes Brahms  Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Vadim Gluzman  Violine
Marko Letonja  Dirigat

Die Bremer Philharmoniker

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 22. Juni 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Schönstes Sommerwetter herrscht am Tag nach Mittsommer in Bremen. Doch diese Leichtigkeit des Seins sucht man eher vergeblich im letzten Saisonkonzert der Bremer Philharmoniker. Vielmehr verbreiten schon eingangs die ersten dunklen Streicherklänge des Violinkonzerts von Dmitrij Schostakowitsch eine nocturnale, deutlich melancholisch gefärbte Stimmung.

Solist Vadim Gluzmann bleibt mit seinem Violinpart anfangs zumeist unaufgeregt. Sein Spiel klingt nahezu wie beiläufig; es gibt allenfalls kurzzeitig angedeutet dramatische Einwürfe, wird dann aber zunehmend deutlich aufgewühlter. Wie bei vielen von Schostakowitschs Werken erschließt sich deren Bedeutungsinhalt auch diesmal am ehesten aus den diffizilen Lebensumständen des Komponisten, der sich unter dem politischen Druck der Stalin-Ära jahrelang in einer Art Ausnahmezustand befand. Sein Violinkonzert ist so etwas wie ein Psychogramm jener Zeit. „12. Philharmonisches Konzert
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 22. Juni 2026“
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Beseelte Klänge schmeicheln im Kühlhaus

Intonations 2026 © Monika Rittershaus

Eindrücke vom Abschlusskonzert des Intonations-Festivals

Das von Elena Bashkirova 2012 gegründete Intonations-Festival hat seinen ganz eigenen Charme. Die schlichten kostenlosen Programmzettel und eine Folge von Stücken, zwischen denen es keinerlei Berührungspunkte gibt, erinnern mich an die Vortragsabende an der Berliner Musikhochschule in meiner Studienzeit. Nur dass sich hier unter den Mitwirkenden nebst Bashkirova Prominente wie Martha Argerich, Daniel Barenboim oder Dorothea Röschmann finden, und Instrumental- und Vokalmusik nebeneinandersteht.

Kurt Weill    5 ausgewählte Lieder

Ludwig van Beethoven    Violinsonate Nr. 7 op. 30/2

Fritz Kreisler
Liebesleid
Schön Rosmarin

Ausgewählte armenische Volkslieder

Felix Mendelssohn Bartholdy
Streichoktett op. 20

Berlin, Kühlhaus, 14. Juni 2026

Von Kirsten Liese

Dass an sämtlichen vier Tagen die legendäre Martha Argerich von der Partie sein sollte, ist freilich ein besonderes Novum. Allzu gerne hätte ich sämtliche Konzerte mit ihr besucht, aber aus zeitlichen Gründen war mir leider nur das Abschlusskonzert vergönnt. „„INTONATIONS“ Chamber Music Festival 2026, Abschlusskonzert, Kühlhaus, Berlin
klassik-begeistert.de, 14. Juni 2026“
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Der RING nach der Götterdammerung in Wien: Dies ist ein eindrucksvolles Gesamterlebnis

© Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Die Götterdämmerung in Wien: Der letzte Tag der Götter

Von Kathrin Schuhmann

Am Ende des Siegfried schien für einen kurzen Moment alles möglich. Der Held hatte die Feuerwand durchschritten, Brünnhilde erweckt und die Liebe entdeckt. Doch wer glaubte, Wagner würde seinen Figuren ein Happy End gönnen, wurde in der Götterdämmerung eines Besseren belehrt. Was im Rheingold mit einem gestohlenen Goldschatz begann, fand nun seinen unausweichlichen Abschluss. „Richard Wagner, Götterdämmerung, Wiener Staatsoper
klassik-begeistert, 15. Juni 2026“
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Auf den Punkt 98: Oper lebt nicht nur von guten Stimmen

Carmen Giannattasio und Jonathan Tetelman © Bettina Stöß

von Jörn Schmidt

Andreas Schmidt ist der Herausgeber von klassik-begeistert. Demnächst feiert klassik-begeistert Geburtstag. Lieber Andreas, Dein Blog, der Jubilar, – ach was: Dein Baby, Dein Lebenswerk  – wird 10 Jahre alt und ist die Nr.  1 der Klassik-Blogs der DACH-Region  (Google-Ranking). Das habe ich mit 5 Artikeln gefeiert, die hier ab Mittwoch, 17. Juni 2026, zum Jubiläum erscheinen werden.

Ich bin glücklich, dass Du mich vor gar nicht so langer Zeit überredet hast, Teil der klassik-begeistert-Familie zu werden. Auch Du feierst Deine Autoren jeden Tag. Staatstragend wird es, wenn jemand den 100. Beitrag veröffentlicht hat. Das gibt eine dicke öffentliche Belobigung – nur mir hast Du für Folge 100 ein allen zugängliches Disziplinarverfahren angedroht. Ich habe schon überlegt, ob ich mit der nächsten Folge anfange, neu zu nummerieren: 99.1, 99.2, 99.3 und so weiter – so kann ich vielleicht noch Zeit gewinnen …

… dann aber  habe ich gedacht, Angriff ist die beste Verteidigung. Und habe mir überlegt, welches Fehlverhalten mir überhaupt vorzuwerfen ist. Meine typo-Quote ist unauffällig, würde ich sagen. Äußerungsrechtlich abgemahnt wurden meine Artikel auch noch nicht. Geld habe ich ebensowenig  verlangt – nach wie vor ist meine Schreibe pro bono. Wegen Pressekarten nerve ich Dich auch nicht. „Auf den Punkt 98:  Oper lebt nicht nur von guten Stimmen
klassik-begeistert, 10. Juni 2026“
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Der RING und die „Götterdämmerung“: Warum man sich dieses 15-stündige, größenwahnsinnige Opernprojekt antut – trotz strahlendem Sonnenschein

Dieser von Dirigent und Orchester so wunderbar gespielter Schluss erinnert wieder einmal daran, warum man sich dieses 14-stündige, größenwahnsinnige Opernprojekt antut – und es bei jeder Aufführung mehr verehrt.

Deutsche Oper Berlin, 25.  Mai 2026
Fotos © Bernd Uhlig

Mit einer wirkungsvoll düster aufgeladenen „Götterdämmerung“ endet der „Ring des Nibelungen“ an der Deutschen Oper Berlin. Während Stefan Herheims Inszenierung erneut zwischen starken Bildern und rätselhaften Ideen schwankt, tragen Sänger und Orchester den Abend zu einem überwältigenden musikalischen Finale.

Richard Wagner, Götterdämmerung  (1876)

Musikalische Leitung: Donald Runnicles
Deutsche Oper Berlin
Inszenierung: Stefan Herheim

von Arthur Bertelsmann

Mit gemischten Gefühlen geht man zum großen Ring-Finale Richtung Deutsche Oper: Beseelt aufgrund der Weltklasse-Sänger und des experimentierfreudigen Dirigats, genervt wegen der miserablen Organisation – und angesichts der Tatsache, einen der ersten wunderschönen Sommertage überwiegend im dunklen Opernsaal zu verbringen. „Richard Wagner, Götterdämmerung
Deutsche Oper Berlin, 25.  Mai 2026“
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La Traviata in Wiesbaden: Auch Starsänger können eine sinnlose Regie nicht retten

Foto: Jean-Nico Schambourg

Was an einem drittklassigen Haus mit eigenem Ensemble vielleicht als ausgefallenen  intellektueller Regieeinfall durchgehen kann, verflacht total, wenn Gastsänger zu Festaufführungen antreten und sich mehr schlecht als recht in einer sinnlosen Inszenierung über die Bühne retten. So geschehen an diesem Abend in der Aufführung von Verdis La Traviata am Staatstheater in Wiesbaden. Der Abend wird durch die musikalische Leistung der Gastsänger Rachel Willis-Sørensen, Saimir Pirgu und Quinn Kelsey sowie des sehr gut disponiertem Orchester gerettet.

Giuseppe Verdi (1813-1901)  LA TRAVIATA
Oper in drei Akten (Libretto von Francesco Maria Piave)


Musikalische Leitung   Leo McFall
Inszenierung                   Tom Goossens
Bühne                                 Bart von Merode
Kostüme                            Sieske Van Aerde,                                                 Lena Mariën

Hessisches Staatstheater Wiesbaden, 22. Mai 2026

von Jean-Nico Schambourg

In der Mitte der ansonsten leeren Bühne eine große quadratische Plattform, auf der sich nur die Sänger befinden. Alle anderen stehen um diese Plattform wie Außenstehende oder Außenseiter herum. In einigen Szenen darf dann der Chor geräuschvoll über diese Plattform trampeln, auf der ansonsten nur manchmal bei offener Bühne die Teppiche ausgetauscht werden. Sonst noch ein Einfall? Ach ja, da gibt es noch ein Mischpult, das zwischen den Hauptcharakteren hin und her ausgehändigt wird. Den Sinn davon erkannte ich nicht. Ansonsten: viel Rampensingen!

„Giuseppe Verdi, La Traviata
Hessisches Staatstheater Wiesbaden, 22. Mai 2026“
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Wagner-Bass Pape überzeugt auch poetisch und sanft

Staatsoper Berlin © Jiyang Chen

KAMMERKONZERT VII: RENÉ PAPE mit ROBERT SCHUMANNs Liederzyklus „Dichterliebe“, op. 48 – Uraufführung der Bearbeitung für Streichsextett und Klavier von ELIAS CORRINTH

Staatsoper Unter den Linden, 20. Mai 2026

von Dr. Ingobert Waltenberger

Der 24. IKK BB Berliner Firmenlauf gestern brachte nicht nur Firmen, Teams, Skater, Walker und Läufer rund um das Brandenburger Tor zusammen, er sorgte für ein veritables Verkehrschaos. Knapp haben wir es geschafft, um 20 Uhr im Apollosaal der Staatsoper Unter den Linden für ein wahrlich tolles Kammermusikkonzert angekommen zu sein. Einige Plätze an der Seite blieben trotz „Ausverkauft“ frei. Da haben einige dem Verkehrsinfarkt offenbar Tribut zollen müssen. „René Pape, Robert Schumanns Liederzyklus „Dichterliebe“
Staatsoper Unter den Linden, 20. Mai 2026“
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