Zwischen den Sätzen 1:  Bonnie & Clyde statt Macbeth?

Hamburgische Staatsoper +++ PREMIERE +++ 12. September 2026 +++

Giuseppe Verdi   Macbeth

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Chor der Hamburgischen Staatsoper
Tomáš Hanus  Dirigent
Tobias Kratzer  Inszenierung

von Jörn Schmidt

Wie endet man, wenn man nicht an Hexen glaubt, aber voll auf Selbstermächtigung setzt? Wenn Sie Tobias Kratzer fragen: Nackt, verkrümmt um einen kahlen Ast geklammert, den Blick irr zur Seite gerichtet. Abgelichtet auf einem Plakat, das in Hamburg für die PREMIERE an diesem Samstag geworben hat. Und, wie ich hinzusetzen möchte: Darauf hoffend, dass einem endlich jemand einen schwarzen Balken über das Geschlechtsteil klebt. Zumindest im öffentlichen Raum, auf dem Programmheft war immer noch alles zu sehen. „Giuseppe Verdi, Macbeth
Hamburgische Staatsoper, PREMIERE, 12. September 2026“
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Klein beleuchtet kurz 76: Der Liebestrank im Teatro alla Scala macht  richtig Laune

Bühnenszene aus L’elisir d’amore;
Foto Brescia – Amisano ©  Teatro alla Scala

Eine neue Scala Produktion von Donizettis L’elisir d’amore verabschiedet sich von der traditionellen Produktion eines Franco Zeffirelli und setzt statt auf prunkvoll ausgestatteter historischer Bauernkomödie auf eine junge, frische, gefühlsbetonte und  farbenfrohe Inszenierung, bei der die Scala ihre eigene Akademie und die nächste Generation von Künstlern in den Mittelpunkt stellt.

von Patrik Klein

„Klein beleuchtet kurz 76, Der Liebestrank
Teatro alla Scala, Milano, 14. September 2026“
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„… wirst du auch böse sein?“ – Tobias Kratzer malt einen nachtschwarzen „Macbeth“

Macbeth © Monika Rittershaus

Hamburgische Staatsoper ++++Premiere +++++ 12. September 2026

Giuseppe Verdi    Macbeth

Kartal Karagedik, Bariton
Nino Machaidze, Sopran
Alexander Vinogradov, Bass
Dovlet Nurgeldiyev, Tenor
Colin Aikins, Tenor
Mariana Poltorak, Sopran

Chor der Hamburgischen Staatsoper
Tomáš Hanus, Dirigent
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Tobias Kratzer, Inszenierung

von Dr. Andreas Ströbl

„Man sollte ja auch in der Unerwartbarkeit nicht erwartbar werden“, postuliert Tobias Kratzer zur Saisoneröffnung 2026/27 der Hamburgischen Staatsoper mit Verdis „Macbeth“ am 12. September 2026. Doch ist die Produktion auch ein „Opernthriller“, wie im Vorfeld angekündigt?

„Giuseppe Verdi, Macbeth
Hamburgische Staatsoper, Premiere, 12. September 2026“
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Tobias Kratzers neuer Macbeth überzeugt durch Empathie

Das Macbeth-Ensemble beim Schlussapplaus: Colin Aikins (Malcolm), Alexander Vinogradov (Banco), Tomáš Hanus (musikalische Leitung), Rainer Sellmaier (Bühne und Kostüme), Nino Machaidze (Lady Macbeth), Tobias Kratzer (Inszenierung), Kartal Karagedik (Macbeth), Dovlet Nurgeldiyev (Macduff) (Foto: RW)

Hamburgische Staatsoper +++ PREMIERE +++ 12. September 2026 +++

Tobias Kratzer zeigt, warum die Lady dem Wahn verfällt, sie wird sichtbar von der Erkenntnis ihres mörderischen Tuns niedergedrückt. Macbeth versucht sie, während sie ihre Wahnsinnsarie singt, händeringend aus den Fängen des Todes zu befreien. Es gelingt ihm nicht, er ergibt sich seinem Schicksal.

Giuseppe Verdi    Macbeth

Ein Opernthriller über die Macht des Schicksals und die Verlockungen der Macht

Inszenierung:  Tobias Kratzer
Bühne und Kostüme:  Rainer Sellmaier
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg, Leitung:  Tomáš Hanus

von Dr. Ralf Wegner

„Giuseppe Verdi, Macbeth
Hamburgische Staatsoper, PREMIERE, 12. September 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 30: Mozart – Arie der Königin der Nacht aus „Die Zauberflöte“ (1791)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Mozart ist inzwischen zum alten Bekannten in dieser Reihe geworden. Kein Wunder – gehört er doch neben Beethoven und Bach zu den nach wie vor einflussreichsten und immer noch exzessiv gespielten Komponisten. Sowohl kammermusikalisch als auch sinfonisch und im Bühnentreiben ist er ein unausweichlicher Monolith – so unübersehbar, dass einige seiner Werke zu den reinsten Klischeenummern verkommen sind. Eine weitere dieser Nummern dürfte sich in seiner bekanntesten und meist aufgeführten Oper finden: Die Arie der Königin der Nacht aus „Die Zauberflöte“. „Daniels Anti-Klassiker 30: Mozart – Arie der Königin der Nacht aus „Die Zauberflöte“ (1791)
klassik-begeistert.de, 15. September 2026“
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Schubert satt

Stefan Vladar © Andreas Ströbl

Saisoneröffnung +++ Musik- und Kongresshalle Lübeck +++
13. September 2026

Lübeck, Musik- und Kongresshalle,
1. Symphoniekonzert, 13. September 2026

Franz Schubert, Symphonien Nr. 5 B-Dur D 485 und Nr. 7 h-Moll D 759 („Die Unvollendete“) sowie Arien aus Bühnenwerken

Michael Schade, Tenor
Stefan Vladar, Dirigent
Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck

von Dr. Andreas Ströbl

Wenn wohlbekannte Klassiker in unerwarteter Frische erklingen, dann liegt das in Lübeck meist daran, dass Stefan Vladar auf dem Dirigentenpodest steht. Die Symphoniekonzert-Saisoneröffnung am 13. September 2026 in der Lübecker „MuK“ in jedem Falle brachte zwei Schubert-Symphonien in rasantem Tempo und einen renommierten Tenor mit kaum bekannten Arien des Wieners.

„Franz Schubert 5 und 7
Lübeck, Musik- und Kongresshalle, 13. September 2026“
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Happy Birthday, Arnold Schönberg!

Christine Bock mit dem HABE-Quartett. Foto: privat.

Saisoneröffnung +++ Arnold Schönberg Center +++ 13. September 2026

Happy Birthday, Arnold Schönberg! Unter diesem Motto eröffnete das Arnold Schönberg Center in Kooperation mit den Wiener Symphonikern die Saison 2026/2027. Das Programm am Geburtstag des Komponisten war erlesen: Schönbergs Zweites Streichquartett, die Uraufführung der “Dunklen Gesänge” von Petr Popelka, und Mozarts “Dissonanzenquartett”. Das Wiener HABE-Quartett, die Mezzosopranistin Christina Bock und Petr Popelka am Klavier begeisterten das Publikum mit intensiven und spannungsgeladenen Interpretationen.

Arnold Schönberg
Zweites Streichquartett fis-Moll op. 10 “Verklärte Nacht” (1907/1908)

Petr Popelka
Dunkle Gesänge, Liederzyklus für Stimme und Klavier (2021, Uraufführung)

Texte von Christina Bock

Wolfgang Amadeus Mozart
Streichquartett Nr. 19 C-Dur KV 465 “Dissonanzenquartett” (1785)

HABE-Quartett Wien

Alexander Burggasser, Ai Miwa, Violine
Johannes Flieder, Viola
Michael Vogt, Violoncello
Christina Bock, Mezzosopran
Petr Popelka, Klavier

Arnold Schönberg Center, Wien, 13. September 2026

Kooperation mit den Wiener Symphonikern

von Dr. Rudi Frühwirth

„HABE-Quartett Wien, Petr Popelka
Arnold Schönberg Center, Wien, 13. September 2026“
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John Neumeiers Cinderella-Ballett bleibt rätselhaft

Anna Laudere (Cinderellas Mutter), Edvin Revazov (Cinderellas Vater), Charlotte Larzelere (Cinderella), Callum Linnane (Ein Prinz), Futaba Ishizaki (Cinderellas Tante und spätere Stiefmutter) (Foto: RW)

Charlotte Larzelere war tänzerisch ganz in ihrem Element. Mit welcher Eleganz, straffer, aber dennoch biegsamer Haltung sie sich immer wieder in die Höhe heben ließ, anfangs von den ihrer Mutter zugeordneten Vogelgeistern  sowie später bei ihrem Ball-Entree war fabelhaft in Szene gesetzt.

A Cinderella Story, Ballett von John Neumeier

Musik von Sergej Prokofjew
Choreographie und Inszenierung:  John Neumeier
Bühnenbild und Kostüme: Jürgen Rose
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Musikalische Leitung:  Simon Hewett

Hamburg Ballett, Hamburgische Staatsoper,
Wiederaufnahme, 13. September 2026

von Dr. Ralf Wegner „A Cinderella Story, Ballett von John Neumeier
Hamburg Ballett, Hamburgische Staatsoper, Wiederaufnahme am 13. September 2026“
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DIE MONTAG-PRESSE – 14. SEPTEMBER 2026

Dovlet Nurgeldiyev, Nino Machaidze und Kartal Karagedik (Foto: Ralf Wegner)

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MONTAG-PRESSE – 14. SEPTEMBER 2026

Hamburg
Zwischen den Sätzen 1:  Bonnie & Clyde statt Macbeth?
Wie endet man, wenn man nicht an Hexen glaubt, aber voll auf Selbstermächtigung setzt? Wenn Sie Tobias Kratzer fragen: Nackt, verkrümmt um einen kahlen Ast geklammert, den Blick irr zur Seite gerichtet. Abgelichtet auf einem Plakat, das in Hamburg für die PREMIERE an diesem Samstag geworben hat. Und, wie ich hinzusetzen möchte: Darauf hoffend, dass einem endlich jemand einen schwarzen Balken über das Geschlechtsteil klebt. Zumindest im öffentlichen Raum, auf dem Programmheft war immer noch alles zu sehen.
Von Jörn Schmidt
Klassik-begeistert.de

Tobias Kratzers neuer Macbeth überzeugt durch Empathie
Tobias Kratzer zeigt, warum die Lady dem Wahn verfällt, sie wird sichtbar von der Erkenntnis ihres mörderischen Tuns niedergedrückt. Macbeth versucht sie, während sie ihre Wahnsinnsarie singt, händeringend aus den Fängen des Todes zu befreien. Es gelingt ihm nicht, er ergibt sich seinem Schicksal.
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de

„DIE MONTAG-PRESSE – 14. SEPTEMBER 2026
klassik-begeistert.de“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 13. SEPTEMBER 2026

Kansas City Symphony © Berliner Festspiele/Fabian Schellhorn

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 13. SEPTEMBER 2026

Aus dem Midwest direkt nach Berlin (Bezahlartikel)
Die Kansas City Symphony beim Eröffnungswochenende des 75. Berliner Musikfests. Am Wochenende vom 28. bis 30. August startete zum 75. Mal das Berliner Musikfest. Rund einen Monat lang wird dem Publikum in der Hauptstadt wieder ein vielseitiges, internationales Programm, verteilt auf mehrere städtische Kulturinstitutionen, geboten. Vielseitig und international ging es bereits am Eröffnungswochenende in der Berliner Philharmonie zu, wo drei Orchester aus Finnland, Spanien und den USA in ganz unterschiedlicher Manier Werke aus der Romantik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen vortrugen.
NeueMusikzeitung/nmz.de

„DIE SONNTAG-PRESSE  – 13. SEPTEMBER 2026
klassik-begeistert.de“
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