DIE SONNTAG-PRESSE – 13. SEPTEMBER 2026

Kansas City Symphony © Berliner Festspiele/Fabian Schellhorn

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 13. SEPTEMBER 2026

Aus dem Midwest direkt nach Berlin (Bezahlartikel)
Die Kansas City Symphony beim Eröffnungswochenende des 75. Berliner Musikfests. Am Wochenende vom 28. bis 30. August startete zum 75. Mal das Berliner Musikfest. Rund einen Monat lang wird dem Publikum in der Hauptstadt wieder ein vielseitiges, internationales Programm, verteilt auf mehrere städtische Kulturinstitutionen, geboten. Vielseitig und international ging es bereits am Eröffnungswochenende in der Berliner Philharmonie zu, wo drei Orchester aus Finnland, Spanien und den USA in ganz unterschiedlicher Manier Werke aus der Romantik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen vortrugen.
NeueMusikzeitung/nmz.de

„DIE SONNTAG-PRESSE  – 13. SEPTEMBER 2026
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„Don Carlo“ in Wien: Grigolo findet auch die zarten Töne

Don Carlo, Grigolo-Stikhina © Wiener Staatsoper/Marcel Urlaub

Wiener Staatsoper, 10. September 2026

Giuseppe Verdi, Don Carlo

Kirill Serebrennikov lenkt in Verdis „Don Carlo“ oft vom Wesentlichen ab. Umso stärker treffen Günther Groissböck, Elena Stikhina, Étienne Dupuis und das Staatsopernorchester ins Mark. Vittorio Grigolo krönt den Abend an der Wiener Staatsoper mit Spinto-Glanz und jener Mischung aus Ego und Charisma, die polarisiert.

von Jürgen Pathy

Der erste Besuch in der Wiener Staatsoper in einer neuen Saison ist immer etwas Besonderes. Dass dieser mit Verdis „Don Carlo“ zusammentrifft, ist bis auf eine Ausnahme noch erfreulicher. Kirill Serebrennikovs Inszenierung wird mit Fortdauer auch nicht besser. Dass sie modern und sozialkritisch ist, stimmt schon. Die Verlagerung in ein Kostüminstitut ist nachvollziehbar, die offensichtliche Kapitalismus- und Umweltkritik ebenso. In Summe ist sie aber eines: Ablenkung pur. Denn bei der Umsetzung lenken viele Nebenschauplätze die Aufmerksamkeit auf Requisiten und Komparserie. Das Wichtigste verliert der russische Regisseur dabei fast aus den Augen: die Hauptdarsteller und die Musik. „Giuseppe Verdi, Don Carlo
Wiener Staatsoper, 10. September 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 27: Prokofjew – „Tanz der Ritter“ aus „Romeo und Julia“ (1936)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten. 

 von Daniel Janz

„Daniels Anti-Klassiker 27: Prokofjew – „Tanz der Ritter“, „Romeo und Julia“
klassik-begeistert, 12. September 2026“
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Zwei unterschiedliche musikalische Welten prägen dieses Thielemann-Konzert

Christian Thielemann © Stephan Rabold 

Symphoniekonzert I

Staatskapelle Berlin

Wolfgang Amadeus Mozart, Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur
Anton Bruckner, Symphonie Nr. 4 Es-Dur

Christian Thielemann   Dirigent
Rudolf Buchbinder   Klavier

Philharmonie Berlin, 8. September 2026

von Peter Sommeregger

„Thielemann, Buchbinder, Staatskapelle Berlin
Philharmonie Berlin, 8. September 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 26: Giuseppe Verdi – „La donna è mobile“ aus „Rigoletto“ (1851)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

„Daniels Anti-Klassiker 26: Giuseppe Verdi – „La donna è mobile“, „Rigoletto“
klassik-begeistert, 11. September 2026“
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Staatsopern-Auftakt: Stiller Protest gegen einen exzellenten Don Carlo

Don Carlo – Stikhina, Grigolo, Dupuis © Wiener Staatsoper / Marcel Urlaub

Kaum sind die Salzburger Festspiele vorbei, blickt die Wiener Opernszene mit Spannung auf Kirill Serebrennikovs Don Carlo zum Staatsopern-Saisonauftakt. Ein mutiger Schachzug, so reichten die Missfallensäußerungen bei der Premiere doch bis in den Graben. Diesmal waren die Skeptiker still, die musikalische Bilanz ebenso glanzvoll wie diese geniale, gesellschaftskritische Regie! 

Don Carlo
Musik von Giuseppe Verdi

Libretto von Achille de Lauzières, Camille du Locle und Angelo Zanardini nach Joseph Méry und Camile du Locle

Philipp II.:  Günther Groissböck
Don Carlo:  Vittorio Grigolo
Rodrigo, Marquis von Posa:  Étienne Dupuis
Der Großinquisitor:  Ain Anger
Ein Mönch:  Dan Paul Dumitrescu
Elisabetta:  Elena Stikhina
Eboli:  Eve-Maud Hubeaux
Tebaldo:  Ilia Staple
Graf von Lerma/Herold:  Hiroshi Amako
Stimme vom Himmel:  Florina Ilie

Musikalische Leitung:  Pier Giorgio Morandi
Regie, Bühne, Kostüme:  Kirill Serebrennikov
Ko-Kostümbildnerin:  Galya Solodovnikova
Choreografie und Regieassistenz:  Evgeny Kulagin

Wiener Staatsoper, 4. September 2026

von Johannes Karl Fischer

„Giuseppe Verdi, Don Carlo, Kirill Serebrennikov, Regie
Wiener Staatsoper, 4. September 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 25: Maurice Ravel – „Boléro“ (1928)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

„Daniels Anti-Klassiker 25: Maurice Ravel – „Boléro“ (1928)
klassik-begeistert.de, 10. September 2026“
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Die neue Saison an der Bayerischen Staatsoper und des Bayerischen Staatsballetts

Foto © Geoffroy Schied

Wagnerfreunde dürfen dicke Terminkreuze machen. Liebhaberinnen und Liebhaber des zeitgenössischen Musik- und Tanztheaters dürfen München nicht außer Acht lassen. Gespannt bin ich auf die Dirigate von Gemma New (Doctor Atomic) und Karina Canellakis (Werther).

München, 6. September 2026

von Frank Heublein

Oper mit den Schwerpunkten Wagner und zeitgenössischer Oper „Saison 2026/27 Bayerische Staatsoper und Bayerisches Staatsballett
klassik-begeistert, 6. September 2026“
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Giganten: Venzago zelebriert Mahlers Fünfte

Fotos © Anneliese Schürer

Staatstheater Mainz, 5. September 2026

Dmitri Schostakowitsch,
Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 107

Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Violoncello:  Alexey Stadler
Dirigent:  Gabriel Venzago

Philharmonisches Staatsorchester Mainz

von Dirk Schauß

Eine Spielzeiteröffnung im September hat immer etwas von einem Klassentreffen nach langen Sommerferien. In Mainz gibt es vor dem ersten Ton erst einmal die üblichen Freundlichkeiten: Generalmusikdirektor Gabriel Venzago plaudert ein wenig launig ins Publikum hinein, eine geschätzte Bratschistin wird mit den besten Wünschen in den Ruhestand verabschiedet, und der Solist des Abends greift vorab zum Mikrofon. Man mag diese volksnahen Einführungen von der Bühnenkante aus betrachten, wie man will – sie nehmen dem Ritual des Konzertbetriebs ein wenig von seiner steifen Würde, schaden aber manchmal auch der fallenden Pracht des ersten Akkords. „Dmitri Schostakowitsch, Gustav Mahler 5
Philharmonisches Staatsorchester Mainz, 6. September 2026“
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Sir Simon Rattle setzt den grandiosen Schlusspunkt beim Musikfest Bremen

Sir Simon Rattle © Oliver Helbig

Musikfest Bremen: „Kosmos Schumann“

Robert Schumann   Ouvertüre zu „Genoveva“ op. 81
Violinkonzert d-Moll WoO 1
Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61

Isabelle Faust  Violine
Sir Simon Rattle
 Dirigent
Freiburger Barockorchester

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 4. September 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Es soll ein weiteres von etlichen, zuvor bereits erlebten Highlights werden beim Musikfest Bremen. Und dann, während sich das Orchester bereits in spielbereit wartet, fehlen Dirigierpult und Dirigentenpodest. Was man glatt für ein Versäumnis der Bühnenarbeiter halten könnte, hat indes seine Richtigkeit: Sir Simon Rattle, einer der ganz Großen seiner Zunft, benötigt dergleichen nicht; denn die Partitur hat er im Kopf, und sein Dirigat erfolgt quasi auf Augenhöhe mit den Musizierenden. „Musikfest Bremen: „Kosmos Schumann“
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 4. September 2026“
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