Asmik Grigorian liebt es, mit Konventionen zu brechen

CD-Rezension:

Asmik Grigorian

Richard Strauss
4 + 4 = 8

Laws of Solitude

Alpha 1046

von Peter Sommeregger

Die erst posthum uraufgeführten, so genannten vier letzten Lieder von Richard Strauss genießen seit ihrer Uraufführung 1950 mit Kirsten Flagstad unter Wilhelm Furtwängler Kultstatus. Der Komponist schwelgte darin
ein letztes Mal in überbordenden Kantilenen und spätromantischer Orchesterfülle. Seither haben sich unzählige Sopranistinnen dieser Lieder angenommen, sie gelten mittlerweile als Prüfstein für den Strauss-Gesang. „CD-Rezension: Asmik Grigorian, Richard Strauss 4 + 4 = 8 >br> klassik-begeistert.de, 24. Februar 2024“ weiterlesen

Michael Spyres’ neue CD ist eine Lektion in Musikgeschichte

CD-Rezension:

Die CD ist eine wahre Fundgrube für Liebhaber der Oper abseits der ausgetretenen Pfade. Bemerkenswert auch die rekordverdächtige Spieldauer von 85 Minuten, das ergibt ein optimales Preis/Leistungsverhältnis!

In the Shadows
Michael Spyres

Les Talens Lyriques
Christophe Rousset

Erato 5054197879821

von Peter Sommeregger

Der amerikanische Sänger Michael Spyres, der sich selbst treffend als Baritenor bezeichnet, liebt den Wechsel zwischen verschiedenen Stilen und Stimmlagen, den ihm seine über mehrere Oktaven reichende Stimme ermöglicht. Seine Reise durch verschiedene musikalische Welten unterfüttert er gleichzeitig durch fundierte gesangshistorische Studien. „CD-Rezension: In the Shadows Michael Spyres
klassik-begeistert.de, 21. Februar 2024“
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Der Jubilar Rachmaninoff wird mit dieser gediegenen Edition gefeiert

Diese neue Edition ist eine weitere Bereicherung der inzwischen erfreulich angewachsenen Zahl von Veröffentlichungen der Berliner Philharmoniker auf ihrem Eigenlabel, die nicht nur das Ohr, sondern auch das Auge erfreuen.

Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko

Sergei Rachmaninoff

BPHR 230461

von Peter Sommeregger

Im letzten Jahr wurde des 150. Geburtstages von Sergei Rachmaninoff gedacht, zahlreiche Tonträger wurden dafür neu aufgelegt, auch neue entstanden.

Die nun vorliegende prächtige Box der Berliner Philharmoniker schöpft einmal mehr aus dem Vollen, und veröffentlicht insgesamt vier Konzertmitschnitte, in denen Chefdirigent Kirill Petrenko zwischen 2020 und 2022 Werke seines Landsmannes dirigierte.

„CD/Blu-ray-Rezension: Rachmaninoff, Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko
klassik-begeistert.de, 14. Februar 2024“
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Tenor Robin Neck und Doriana Tchakarova am Klavier feiern Europas Vielfalt

CD-Rezension:

Die neue CD „Made in Europa“
mit Liedern in acht Sprachen

Tenor Robin Neck
Doriana Tchakarova

Erschienen bei hänssler CLASSIC, Januar 2024

von Dr. Lorenz Kerscher

Mit den von zahllosen Stars der Vergangenheit eingespielten Standardwerken der Liedkunst kann ein junger Sänger nur noch wenig Aufmerksamkeit finden. Deshalb gilt es, bei der Gestaltung des Debütalbums zu überlegen, wie passendes Repertoire unter ein attraktives Thema gestellt werden kann. Natürlich wird eine Wahl getroffen, die die eigenen Stärken gut zur Geltung bringt.

So setzt der 1996 geborene Tenor Robin Neck, zweifellos auch gut beraten von seiner überaus repertoirekundigen Pianistin Doriana Tchakarova, auf Vielseitigkeit und Internationalität, präsentiert Lieder in acht verschiedenen Sprachen und gibt unter dem Titel „Made in Europe“ zugleich ein völkerverbindendes Bekenntnis zur kulturellen Vielfalt ab. „CD-Rezension: „Made in Europa“ mit Liedern in acht Sprachen, Tenor Robin Neck
klassik-begeistert.de, 12. Februar 2024“
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Diese „Scenes of Horror“ fallen unspektakulär aus

CD-Rezension:

Scenes of Horror
Baroque Arias from the Shadows

Laila Salome Fischer
Il Giratempo
Max Volbers

Perfect Noise PN 2306

von Peter Sommeregger

Titel und Begleittexte dieser CD machen neugierig. Gespannt erwartet man Beispiele für die im Barock beliebten „Arie di Tempesta“, in denen dramatische Situationen der Protagonisten in gleichsam sturmbewegten Arien Niederschlag fanden.

Unter diesem Aspekt fallen die hier zu hörenden Stücke doch etwas enttäuschend aus. Zwar bieten die Arien aus Händels „Jephta“, „Ariodante“ „Alcina“ und „Hercules“ großartige Musik, an Horror denkt man dabei aber eher nicht.
„CD-Rezension: Scenes of Horror, Baroque Arias from the Shadows
klassik-begeistert.de, 11. Februar 2024“
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Puccinis Lieder klingen wie reizvolle Opern-Miniaturen

CD-Rezension:

Puccini
I Canti

Charles Castronovo
Münchner Rundfunkorchester

Ivan Repušić

BR Klassik 900349

von Peter Sommeregger

Der Komponist Giacomo Puccini ist fast ausschließlich als Opernkomponist hervorgetreten, sein Werk umfasst ein Dutzend Opern, die fast ausschließlich zu Welterfolgen wurden.

Während seiner Studienzeit versuchte sich Puccini aber auch an Liedern für eine Singstimme mit Klavierbegleitung. Es entstanden insgesamt 16 solche Lieder, die teilweise erst im Rahmen einer Edition im Jahr 2010 erstmals veröffentlicht wurden. Diese Ausgabe regte den Arrangeur Johannes X. Schachtner zu einer Bearbeitung der Stücke für Orchester an. „CD-Rezension: Puccini, I Canti, Charles Castronovo
klassik-begeistert.de und klassik-begeistert.at“
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„Samson und Dalila“ aus London: Bei dieser Inszenierung geht die Aktualisierung nach hinten los

Blu-ray:

Camille Saint-Saëns
Samson et Dalila

Richard Jones,  Regie
Orchestra and Chorus of the Royal Opera House London

Antonio Pappano,  Dirigent

Opus Arte  OABD 7315D

 von Peter Sommeregger

Die hier gezeigte Produktion stammt aus dem Jahr 2022, Regie führte der erfahrene Richard Jones, man kann ihn der Szene des so genannten Regietheaters zurechnen. Für diese Produktion der Oper von Saint-Saëns, die einen biblischen Hintergrund hat, kam er auf die nicht unproblematische Idee, die Handlung in die Gegenwart und nach Gaza zu verlegen. Das wäre schon in normalen Zeiten ein wenig schräg gewesen, aber seit Ausbruch des Krieges in Gaza ist diese Verortung doppelt in Schieflage geraten. „Blu-ray: Camille Saint-Saëns, Samson et Dalila
klassik-begeistert.de, 6. Februar 2024“
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Mozarts Requiem – eine lebendige Erinnerung an den verstorbenen Mariss Jansons

Wolfgang Amadeus Mozart
Requiem  D-Moll

Genia Kühmeier
Elisabeth Kulman
Mark Padmore
Adam Plachetka

Chor & Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Mariss Jansons

BR Klassik  900 117

von Peter Sommeregger

Mozarts letztes Werk, das Requiem, das er nicht mehr fertigstellen konnte, war und ist immer wieder Gegenstand von allerhand Legenden, deren  Wahrheitsgehalt aber überschaubar ist. Vollendet hat es Franz Xaver Süßmayr, Mozarts letzter Schüler, schließlich benötigte Constanze Mozart dringend das vereinbarte Honorar des Auftraggebers. „Wolfgang Amadeus Mozart, Requiem  D-Moll
klassik-begeistert.de, 6. Februar 2024“
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So kraft- und ausdruckslos hat man diese Lieder noch nie gehört

Die Einspielung entstand im Juni 2020 in der Hamburger Laeiszhalle. Eine Alternative zu anderen Aufnahmen ist sie bestenfalls durch die kammermusikalische Version, Klaus Florian Vogt hat sich mit dieser Aufnahme keinen Gefallen getan.

CD-Rezension:

Franz Schubert
Die schöne Müllerin

Klaus Florian Vogt

Ensemble Acht

cpo 555 549-2

von Peter Sommeregger

Aktuell ist es in Mode gekommen, Schuberts Liederzyklen nicht nur mit der originalen Klavierbegleitung, sondern auch in unterschiedlichen Kammermusik-Besetzungen aufzuführen.

Im vorliegenden Fall hat Andreas N. Tarkmann eine Fassung für acht Musiker, jeweils zur Hälfte Streicher und Blasinstrumente, plus einem Gesangssolisten arrangiert. Schon im ersten Lied wird klar, dass diese Version vom Klangbild her den altbekannten Stücken interessante Aspekte hinzufügt. Das Ensemble Acht sorgt für eine vorzügliche Realisierung.

„CD-Rezension: Franz Schubert Die schöne Müllerin, Klaus Florian Vogt
klassik-begeistert.de, 3. Februar 2024“
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Hohe Kunst und Bodenständigkeit – Wir gratulieren dem Countertenor Jochen Kowalski zum 70. Geburtstag

von Peter Sommeregger

Dem am 30. Januar 1954 im märkischen Wachow als Sohn eines Fleischers geborenen Jochen Kowalski war seine spätere Karriere sicherlich nicht in die Wiege gelegt. Von Anfang an vorhanden war aber seine Liebe zur Oper, die ihn den Beruf eines Requisiteurs an der damaligen Ost-Berliner Staatsoper ergreifen ließ. So gewann er viel an Wissen über diese Kunstform.

„Hommage an Jochen Kowalski
klassik-begeistert.de, 30. Januar 2024“
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