Mehr Trompete geht nicht

Foto: © Dörte Ebermann

„Für alle Liebhaber der Trompete ein Muss!“

CD-Besprechung: The Trumpets of Matthias Höfs
Berlin Classics 03011600 BC

von Peter Sommeregger

Diese neue CD mit dem Startrompeter Matthias Höfs beinhaltet ein breites Spektrum von Kompositionen und Arrangements von der Barockzeit bis zu zeitgenössischen Werken. So gesehen entspricht sie der Vielseitigkeit und Kreativität des Künstlers, der sich inzwischen auch als Sammler von Instrumenten und als Entwickler neuer Techniken einen Namen gemacht hat. „CD-Besprechung: The Trumpets of Matthias Höfs“ weiterlesen

Eine wahre Kostbarkeit! – nicht nur für Verehrer Petrenkos

Foto: © Monika Rittershaus

CD-Besprechung: Edition Berliner Philharmoniker und Kirill Petrenko
(Berliner Philharmoniker Recordings)

Beethoven, Tschaikovsky, Schmidt, Stephan

von Peter Sommeregger

Die Berliner Philharmoniker, eines der bedeutendsten und renommiertesten Orchester der Welt, waren seit den Anfängen der Schallplattenindustrie stets von den großen Plattenfirmen umworben. In der Hochblüte der Vinyl-Ära verhalf der Exklusiv-Vertrag Herbert von Karajans mit dem Gelblabel der Deutschen Grammophon-Gesellschaft auch dem Orchester zu einer dominierenden Stellung auf dem Klassikmarkt. Noch unter Karajans Nachfolger Claudio Abbado entstanden zahlreiche Einspielungen, aber die Tonträger-Branche befand sich da bereits in einem deutlichen Abschwung. „CD-Besprechung: Edition Berliner Philharmoniker und Kirill Petrenko“ weiterlesen

„Fremd bin ich eingezogen“ – Schuberts „Winterreise“ eröffnet neue Perspektiven

Foto: Asambura-Ensemble 2017 | © Ghazaleh Ghazanfari

„Beim Hören nimmt man kaum noch die Unterschiede zwischen den Klangwelten wahr, so sanft und beinahe nebensächlich gehen die einzelnen Stücke ineinander über. Eine perfekte Verschmelzung von Musikkulturen.“

CD-Rezension: Schubert / Guth: „Fremd bin ich eingezogen“
(Decurio DEC-004)

Asambura-Ensemble
Maximilian Guth, Künstlerische Leitung

von Leonie Bünsch

Franz Schuberts „Winterreise“ ist einer der bekanntesten Liederzyklen der Romantik. In den 1827 entstandenen Liedern steht ein heimatloser Wanderer im Fokus – einsam und suchend. Die Lieder sind emotional und ergreifend. Sie schildern existentielle Ängste und Schmerz.

Maximilian Guth greift dieses zeitlose Thema auf und setzt es in einen neuen Kontext. In seiner Neuinterpretation von Schuberts „Winterreise“ stellt er die klassische Musik Schuberts mit Texten von Wilhelm Müller nah-östlichen Klängen und persischen Gedichten gegenüber. Nein, er stellt sie nicht nur einander gegenüber, er lässt beide künstlerische Welten in den Dialog treten und dabei miteinander verschmelzen. Das klingt zunächst weit hergeholt, liegt aber bei näherer Auseinandersetzung mit den Werken geradezu auf der Hand. „CD-Rezension: Schubert / Guth: „Fremd bin ich eingezogen“, Asambura-Ensemble“ weiterlesen

Alter und Schönheit: Bernard Haitink dirigiert Beethoven und Bruckner

DVD-Rezension: Bernard Haitinks Abschiedskonzert mit den Wiener Philharmonikern, Salzburger Festspiele 2019
Unitel 802208

Emanuel Ax, Klavier

Wiener Philharmoniker
Leitung: Bernard Haitink

Beethoven, Klavierkonzert Nr. 4
Bruckner, Symphonie Nr.7

von Peter Sommeregger

Dieses Konzert, ein Live-Mitschnitt von den Salzburger Festspielen 2019 hält einen historischen Moment fest, nämlich den Abschied des großen Dirigenten Bernard Haitink von den Wiener Philharmonikern. Haitink hat dafür neben dem 4. Klavierkonzert Beethovens die 7. Symphonie Anton Bruckners gewählt. Dieser Komponist lag Haitink sehr am Herzen, besonders seine elegische Siebente, die so recht als Krönung und Abschluss einer langen Dirigentenlaufbahn passt. Haitink zieht sich mit 90 Jahren endgültig vom Dirigentenpult zurück. „DVD-Rezension: Bernard Haitink, Emanuel Ax, Wiener Philharmoniker
Salzburger Festspiele 2019“
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Spätromantische Klänge erwachen zu neuem Leben

CD-Rezension: Hans Rott, Orchestral Works Vol. 1
Capriccio C 5408

Gürzenich-Orchester Köln
Christopher Ward

von Peter Sommeregger

Der 1858 geborene österreichische Komponist Hans Rott ist beinahe so etwas wie ein Phantom der Musikgeschichte. Lange war von ihm nur eine Einschätzung Gustav Mahlers, seines Studienkollegen und Freundes bekannt, der meinte „Was die Musik an ihm verloren hat, ist gar nicht zu ermessen“. „CD-Rezension: Hans Rott, Orchestral Works Vol. 1, Gürzenich-Orchester Köln, Christopher Ward“ weiterlesen

Teuflische Brillanz auf Vinyl

Foto: Yuya Wang

LP-Rezension: John Adams, Must the devil have all the good tunes?
(DG 4838950)

Los Angeles Philharmonic Orchestra
Leitung: Gustavo Dudamel

Yuja Wang, Klavier

von Peter Sommeregger

Man ist den Umgang mit der guten, alten Vinyl-Platte gar nicht mehr gewohnt. Der Plattenspieler will erst einmal entstaubt werden, die notwendigen Handgriffe zum Auflegen der Platte lösen nostalgische Gefühle aus. Heute ist klar, dass der komplette Abschied von der Vinyl-Schallplatte ein Fehler war, schon die ersten Takte dieses fetzigen Klavierkonzerts machen es klar. Diese Wärme des Tons, diese Dichte der Atmosphäre! „LP-Rezension: John Adams, Must the devil have all the good tunes? Gustavo Dudamel, Yuya Wang, Los Angeles Philharmonic Orchestra“ weiterlesen

Christian Thielemann dirigiert Wagners "Meistersinger"

CD-Besprechung: Richard Wagner, Die Meistersinger von Nürnberg (Profil/Edition Günter Hänssler Bestellnummer PH 20059)

Osterfestspiele Salzburg 2019

Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Bachchor Salzburg

Sächsische Staatskapelle Dresden
Leitung: Christian Thielemann

Mit Georg Zeppenfeld, Vitalij Kowaljow, Klaus Florian Vogt, Sebastian Kohlhepp, Adrian Eröd, Jacquelyn Wagner, Christa Mayer usw.

von Herbert Hiess

Wagners Meisterwerk begleitet Thielemann schon durch seine ganze Karriere. Höhepunkte dabei sind eben der Video-Mitschnitt aus der Wiener Staatsoper 2008 und eben elf Jahre später dieser CD-Mitschnitt. „Richard Wagner, Die Meistersinger von Nürnberg, Sächsische Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann,
CD-Besprechung“
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Wie man Beethoven interpretiert

Foto: Kammerchor Stuttgart © Jens Meisert

„Bernius nimmt in Teilen dem Werk seine Wucht, was aber dem Gesamteindruck eher nützt. Hier wird nicht große Oper aufgeführt, sondern ein Chorwerk.“

DVD-Besprechung: Ludwig van Beethoven, Missa Solemnis
(Naxos 2.110669)

Johanna Winkel
Sophie Harmsen
Sebastian Kohlhepp
Artu Kataja

Kammerchor Stuttgart
Hofkapelle Stuttgart
Frieder Bernius

Ein Film von Uli Aumüller

von Peter Sommeregger

Dieser eindrucksvolle Film dokumentiert Proben und Aufführung einer CD-Produktion von Beethovens Opus magnum „Missa Solemnis“.

Der Regisseur Uli Aumüller begleitet den Chordirigenten Frieder Bernius während der Probenzeit für dieses mehr als anspruchsvolle Werk, lässt auch beteiligte Musiker zu Wort kommen. So entsteht eine äußerst informative Sicht auf das Werk. Bernius weist auf viele Feinheiten hin, die man als Zuhörer vielleicht gar nicht bemerken würde, und zeigt auch, wie viel Arbeit in der Realisierung eines in jeder Hinsicht großen Werkes steckt. „Ludwig van Beethoven, Missa Solemnis, Frieder Bernius, Kammerchor Stuttgart,
DVD-Besprechung“
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Ein spätromantisch blühender Mahler mit Robert Dean Smith und Sarah Connolly

„An Einspielungen dieser Kompositionen herrscht kein Mangel, trotzdem kann man diese Veröffentlichung als eine Bereicherung des Katalogs ansehen.“

CD-Rezension: Gustav Mahler, Das Lied von der Erde (Pentatone PTC 5186760)

Dame Sarah Connolly Mezzosopran
Robert Dean Smith Tenor

Rundfunk- Sinfonieorchester Berlin
Vladimir Jurowski Dirigent

von Peter Sommeregger

Dieses Werk, vielleicht Mahlers erfolgreichste und populärste Komposition, ist in der Form ein Mittelding zwischen Symphonie und Orchesterlieder-Zyklus. Das Gelingen einer Aufführung hängt immer stark von der Qualität der beiden Gesangsolisten ab. Für den erkrankten Tenor Torsten Kerl sprang bei dieser Aufführung am 14. Oktober 2018 kurzfristig Robert Dean Smith ein, ein vor allem mit seinen Wagner-Partien erfolgreicher Sänger und in Berlin kein Unbekannter. „CD-Rezension: Gustav Mahler, Das Lied von der Erde, Vladimir Jurowski“ weiterlesen

Einer für alle! Vier Violinen auf den Spuren des Barock

CD-Rezension: Concertos 4 Violins (Berlin Classics 0301419BC)

Werke von Antonio Vivaldi, Giuseppe Valentini, Pietro Antonio Locatelli, Antonio Bonporti, Pietro Castrucci

Concerto Köln

von Peter Sommeregger

Das Konzept dieser Einspielung, dem Mitschnitt eines Live-Konzerts, besteht in der Zusammenstellung von Kompositionen für vier Soloviolinen. Das dafür vorhandene Repertoire ist nicht sehr umfangreich, also bedurfte es intensiver Recherche, um eine entsprechende Zahl solcher Werke in den Archiven zu finden. Der Fagottist Lorenzo Alpert besorgte die Kompilation und bewies dabei stilsicheren Instinkt. „CD-Rezension: Concertos 4 Violins, Concerto Köln“ weiterlesen