DIE SAMSTAG-PRESSE – 28. FEBRUAR 2026

Markus Hinterhaeuser © sf Neumayr Leo

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SAMSTAG-PRESSE – 28. FEBRUAR 2026

Salzburg
Salzburger Festspiele – Causa Hinterhäuser oder: Was ein Kulturmanager können muss
Die Salzburger Festspiele brauchen wahrscheinlich bald einen neuen Intendanten. Die Sitzung, in der über die Zukunft Markus Hinterhäusers hätte entschieden werden sollen, wurde jedoch bis 20. März unterbrochen. Bereits die Einberufung der Sitzung hatte für Aufregung gesorgt. Anfang Februar zeigte die Salzburger Landeshauptfrau Karoline Edtstadler (ÖVP) Hinterhäuser „die gelbe Karte“. Zum wiederholten Male hatte es Ärger mit dem Intendanten gegeben. Nun reichte es dem Kuratorium, in dem die Eigentümervertreter und damit die Subventionsgeber sitzen.
DerFalter.at

Kuratoriumssitzung mit Hinterhäuser eskalierte
Der Konflikt zwischen dem Kuratorium der Salzburger Festspiele und Intendanten Markus Hinterhäuser könnte ein Fall für das Arbeitsgericht werden. Diese Vermutung äußerten Kuratoriumsmitglieder am Freitag gegenüber der APA. Denn die Sitzung sei eskaliert, Hinterhäuser habe das Aufsichtsgremium „provoziert“.
salzburg.orf.at

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Riccardo und Chiara Muti durchdringen „Macbeth“ in Turin als packenden Psychothriller

Macbeth Klavierhauptprobe © Daniele Ratti

Ich kann es immer wieder nur sagen: Wer Verdi liebt, sollte Riccardo Muti hören. So akribisch wie er feilt kein Zweiter an Text, dynamischen und klanglichen Feinheiten. Sein jüngster „Macbeth“ in Turin gibt davon eindrücklich Zeugnis. Dies auch dank einer stimmigen, intellektuell anspruchsvollen Regie und Sängerdarstellern, die im Laufe des Abends über sich hinauswachsen.

Giuseppe Verdi     Macbeth

Musikalische Leitung    Riccardo Muti

Regie    Chiara Muti
Bühnenbild     Alessandro Camera
Kostüme    Ursula Patzak
Choreografie    Simone Valastro
Choreinstudierung    Piero Monti

Chor und Orchester des Teatro Regio Torino

Teatro Regio Torino, 26. Februar 2026

von Kirsten Liese

Francesco Maria Piave schrieb das Libretto zu Verdis „Macbeth“, aber kluge Regisseure beschäftigen sich auch mit der literarischen Vorlage von Shakespeare. Zumal in einer Zusammenarbeit mit Riccardo Muti, der in seinen Einstudierungen stets dem Dichter große Bedeutung gibt.

Bei Peter Stein, mit dem Muti das Musikdrama 2011 in der Salzburger Felsenreitschule einstudierte, war das ebenso eindrücklich zu erleben wie nun in der Inszenierung seiner Tochter Chiara Muti in ihrer dritten Zusammenarbeit nach „Così fan tutte“ (2018 zunächst in Neapel, 2021 dann in Turin) und „Don Giovanni“ (2022). „Giuseppe Verdi, Macbeth, Musikalische Leitung Riccardo Muti
Teatro Regio Torino, 26. Februar 2026“
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Klein beleuchtet kurz 69: Wann tun Sie endlich etwas dagegen, Herr Lieben-Seutter?

London Philharmonic Orchestra, Karina Canellakis – Foto: Patrik Klein

Wenn die Insassen von acht Reisebussen das London Philharmonic Orchestra zersägen

London Philharmonic Orchestra

Alexander Malofeev, Klavier
Karina Canellakis,Dirigentin

von Patrik Klein

Nach vier kulturlosen Wochen in den Tropen war man ausgehungert nach Musik, nach klassischer Musik, ja nach berührender Musik.

Und eigentlich darf man sicher sein, dass wenn man ein Ticket für das London Philharmonic Orchestra hat, dass es gut wird – manchmal sogar sehr gut – gelegentlich sogar exzellent.

Gestern Abend war es anders. Es kann jedoch auch sein, dass mir der Hörgenuss durch das ungehörige Publikum dermaßen verhagelt wurde, dass ich die Feinheiten überhörte, nicht wahrnahm, sondern einfach nur genervt war. „London Philharmonic Orchestra, Alexander Malofeev, Klavier
Elbphilharmonie, 25. Februar 2026“
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Peltokoski und Lozakovich: Zwei Stars, die mit reifen Darbietungen begeistern

Tarmo Peltokoski, FPGC DKam © Peter Rigaud

2. Premieren-Abonnementkonzert: Junge Weltstars

Zoltán Kodály  Tänze aus Galánta
Robert Schumann 
Violinkonzert d-Moll Woo 1
Felix Mendelssohn Bartholdy 
Sinfonie Nr.3 a-Moll op. 56 “Schottische”

Daniel Lozakovich   Violine
Tarmo Peltokoski   Dirigent
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 26. Februar 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Die Konzertankündigung „Junge Weltstars“ weckt hohe Erwartungen. Dabei stellt sich weniger die Frage nach fachlichen und spieltechnischen Qualitäten; denn dabei kann man zweifellos von einem Höchstmaß ausgehen. Ob dies allerdings auch mit gleichermaßen ausgeprägter künstlerischer Reife einhergeht, ist nicht selten ungewiss. „Junge Weltstars: Daniel Lozakovich Violine, Tarmo Peltokoski Dirigent
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 26. Februar 2026“
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Das ist kein Belcanto, der vom Sitz reißt

Katja Danowski (Double Elisabetta), Chao Deng (Cecil), Barno Ismatullaeva (Elisabetta), Mariangela Sicilia (Maria Stuarda), Konu Kim (Roberto), Manuel Fuentes (Talbot), Mariana Poltorak (Anna), Sandra Gerling (Double Maria Stuarda) (Foto: RW)

Neben mir äußerte jemand seine Begeisterung mit lauten Uuuuu-Rufen, das hörte sich an wie Buh, war aber offenbar positiv gemeint. Demnächst wird man echte Buh-Rufe wohl nicht mehr als solche von anderen lautmalerischen Begeisterungsausbrüchen unterscheiden können.

Maria Stuarda, lyrische Tragödie in zwei Akten nach Friedrich Schiller
Musik von Gaetano Donizetti

Inszenierung: Karin Beier
Bühne: Amber Vandenhoeck
Kostüme: Eva Dessecker

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Leitung Stefano Montanari

Hamburgische Staatsoper, 26. Februar 2026

von Dr. Ralf Wegner

Donizettis Maria Stuarda in der Hamburgischen Staatsoper

Donizettis Oper erfordert für die Partie der Maria außerordentliche Fähigkeiten, vor allem eine schöne, weiche Stimme mit Koloraturfähigkeit und Höhenglanz, über die in der Premierenserie im März letzten Jahres die Sopranistin Ermonela Jaho verfügte.

„Gaetano Donizetti, Maria Stuarda
Hamburgische Staatsoper, 26. Februar 2026“
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Die Wiener Symphoniker unter Popelka begeistern mit einer erfreulichen Alpentour

Petr Popelka conducting © Werner Kmetitsch

Ein äußerst erfreuliches Konzert war im Musikverein zu hören; einerseits mit einem äußerst selten gespielten Werk von Béla Bartók und andererseits die auch nicht allzu oft gespielte „Alpensinfonie“ von Richard Strauss. Das Konzert bewies, dass die Wiener Symphoniker auf einem sehr hohen Niveau spielen.

Béla Bartók, Konzert für zwei Klaviere, Schlagzeug und Orchester, Sz 115

Richard Strauss: Eine Alpensinfonie op. 64

Lucas und Arthur Jussen, Klaviere
Thomas Schindl, Michael Vladar, Schlagzeug

Wiener Symphoniker
Dirigent Petr Popelka

Musikverein Wien, 26. Februar 2026

von Herbert Hiess

Eine interessante Begegnung gab es mit den niederländischen Klavier-Brüdern Jussen, die das technisch mehr als anspruchsvolles Werk von Béla Bartók interpretierten. Der ungarische Komponist schenkt den Künstlern absolut nichts; in dem dreisätzigen Werk springt man von einer zur nächsten fast nicht bewältigbaren Stelle. „Wiener Symphoniker, Dirigent Petr Popelka, Strauss, Alpensinfonie
Musikverein Wien, 26. Februar 2026      “
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Loewes Oratorium erinnert wie Pfitzners Oper an den Komponisten Palestrina

CD/Blu-ray Besprechung:

Von den insgesamt 18 Oratorien des Komponisten sind die meisten in Vergessenheit geraten. Aktuell kann man ein ansteigendes Interesse an Loewes Musik feststellen, diese Veröffentlichung leistet einen erfreulichen Beitrag dazu.

Carl Loewe
Palestrina Oratorium

Vox Quadrata
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Tristan Meister

Rondeau ROP 6284

von Peter Sommeregger

Dem im 16. Jahrhundert wirkenden Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina haben gleich zwei Komponisten musikalische Denkmäler gesetzt. Hans Pfitzner mit seiner großen, dreiaktigen Oper, die 1917 in München uraufgeführt wurde, und Carl Loewe mit seinem 1843 entstandenen Oratorium. „CD/Blu-ray Besprechung: Carl Loewe, Palestrina Oratorium
klassik-begeistert.de, 27. Februar 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 27. FEBRUAR 2026

Salzburger Festspiele © Luigi Caputo

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DIE FREITAG-PRESSE – 27. FEBRUAR 2026

Salzburg
Salzburger Festspiele: Keine Einigung mit Markus Hinterhäuser
Der Konflikt zwischen Intendant und Kuratorium konnte nicht ausgeräumt werden. Die Entscheidung über die Zukunft des Salzburger Festspielintendanten Markus Hinterhäuser ist vertagt und liegt nun bei ihm. Das ist das Ergebnis der Sitzung des Festspielkuratoriums, die am Donnerstag mit einem Pressestatement zu Ende ging. Das Kuratorium sei „geschlossen“ der Ansicht, dass der Intendant Bedingungen zur Fortsetzung seines Vertrages über den 30. September hinaus nicht erfüllt habe und habe ihm ein Angebot gemacht, sagte die Vorsitzende Karoline Edtstadler.
Kurier.at

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 26. FEBRUAR 2026

Carmen, Wiener Staatsoper © Michael Pöhn

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 26. FEBRUAR 2026

Wien/Staatsoper
Wie ein wilder Stier: Wiederaufnahme der Schmuddel-„Carmen“
Staatsoper: Tenor Piotr Beczaɫa bleibt die Hauptattraktion der Schmuddel-„Carmen“ von Regisseur Calixto Bieito. Würden Opern auf dem Mond gespielt, wäre Calixto Bieitos Carmen wohl auch schon dort gewesen. Seit dem Jahr 1999 ist die Produktion durch etliche Städte getingelt, 2021 hat sie sich schließlich an der Wiener Staatsoper festgesetzt. Warum? Weil Direktor Bogdan Roščić damit das Repertoire aufzufrischen gedachte. Klingt kurios – und ergibt auch nur in einer Hinsicht Sinn: Der Bieito-Oldie hat hier den doppelt so alten Regie-Methusalem von Franco Zeffirelli ersetzt. Eine Frischzellenkur kann man das dennoch nicht nennen, trotz den Gegenwartsbildern dieser Import-Regie: Bieitos Schmuddel-Spanien der Pöbler, Säufer und Schmugglerinnen sieht leider ebenso trostlos wie fantasiearm aus und verbreitet darum in erster Linie Langeweile.
DerStandard.at

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Wiener Klangkultur: solide bis engagiert, aber nicht ohne Trübung

Fotos © Alte Oper Frankfurt/Tibor-Florestan Pluto

Richard Strauss Also sprach Zarathustra op. 30
Jean Sibelius Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Wiener Philharmoniker
Andris Nelsons, musikalische Leitung

Alte Oper Frankfurt, 24. Februar 2026

von Dirk Schauß

Es gibt Momente in der Musikgeschichte, die an ihrem Entstehungsort eine ganz eigene, geradezu physisch greifbare Elektrizität entwickeln sollten. Als Richard Strauss’ Tondichtung Also sprach Zarathustra am 27. November 1896 in Frankfurt am Main uraufgeführt wurde, provozierte sie ein Beben zwischen skandalöser Modernität und sakralem Staunen. Knapp 130 Jahre später kehrten die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Andris Nelsons mit diesem Monumentalwerk an seinen Geburtsort zurück. Doch was als triumphale Heimkehr geplant war, entpuppte sich als eine Interpretation, die zwar von orchestraler Überlegenheit kündete, aber Fragen nach Balance und interpretatorischer Tiefe aufwarf. „Wiener Philharmoniker, Andris Nelsons, Strauss und Sibelius
Alte Oper Frankfurt, 24. Februar 2026“
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