„Gib der Natur, was sie fordert!“ – Lübeck eröffnet die Saison mit Mozarts „Idomeneo“

Idomeneo Lübeck © Isabel Machado Rios

Idomeneo ++++ PREMIERE++++ Theater Lübeck, 2. Oktober 2026

Kann es etwas Schlimmeres geben, als sein eigenes Kind opfern zu müssen? Mozarts „Idomeneo“ greift diese Horror-Vorstellung auf, lässt aber alles glücklich enden. Was jedoch noch an Konflikten im Stoff der Oper zu entdecken ist, hat Philipp Himmelmann in seiner Neuproduktion am Theater Lübeck herausgearbeitet. Am 2. Oktober 2026 durfte das Publikum seine überraschend frische Interpretation erleben – mit einem Weltklasse-Tenor an der Spitze!

Wolfgang Amadeus Mozart
Idomeneo
Dramma per musica in drei Akten

Theater Lübeck, Premiere, 2. Oktober 2026

Michael Schade, Tenor
Frederike Schulten, Mezzosopran
Andrea Stadel, Sopran
Evmorfia Metaxaki, Sopran
Noah Schaul, Tenor
Jorge Luis Martínez Zazueta, Tenor
Changjun Lee, Bass

Chor und Extrachor des Theaters Lübeck
Stefan Vladar, Dirigent
Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck

Philipp Himmelmann, Inszenierung

von Dr. Andreas Ströbl

„Wolfgang Amadeus Mozart, Idomeneo, Michael Schade Tenor
Theater Lübeck, Premiere, 2. Oktober 2026“
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Kirill Petrenko präsentiert frühe Geniestreiche von Brahms und Richard Strauss

Kirill Petrenko © Chris Christodoulou

Am Ende will der Applaus kein Ende nehmen. Beim letzten Hervorruf wirft Petrenko spontan eine Kusshand ins Orchester. Mehr muss man über das Verhältnis zwischen ihm und den Berliner Philharmonikern nicht sagen.

Johannes Brahms
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 op. 15

Richard Strauss
Also sprach Zarathustra op. 30

Víkingur Ólafsson   Klavier
Kirill Petrenko   Dirigent

Philharmonie Berlin, 2. Oktober 2026

von Peter Sommeregger „Brahms Konzert für Klavier und Orchester Nr.1, Víkingur Ólafsson
Philharmonie Berlin, 2. Oktober 2026“
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Diven sind auch nur Menschen – Germinal Hilberts „Mein Leben mit den Stars der Oper“

Dank Social Media kann die Welt heute am Bühnen- und Privatleben etlicher Künstler direkt teilhaben. Ob am heimischen Herd, in der Maske oder voller Emotionen nach einer Vorstellung, überall sind die Fans über Fotos oder Filmchen gefühlt direkt dabei, wenig bleibt verborgen. Dabei dürfte das Interesse an den Stars in früheren Zeiten nicht geringer gewesen sein, wenngleich die Infos deutlich spärlicher ausfielen und die Verehrten eher eine Aura der Unnahbarkeit umgab. Einer, der ihnen sehr nahekam bzw. -kommt, ist der Künstleragent Germinal Hilbert, dessen Lebenserinnerungen jetzt erschienen sind.

Germinal Hilbert, Mein Leben mit den Stars der Oper.
Von großen Stimmen und magischen Momenten.
Aufgezeichnet von Thomas Voigt.

Westend-Verlag, Neu-Isenburg 2026, 249 S., zahlreiche s-w Abb., € 26,00, ISBN: 978-3-98791-304-4.

von Dr. Regina Ströbl „Germinal Hilbert, Mein Leben mit den Stars der Oper
klassik-begeistert.de, 3. Oktober 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 3. OKTOBER 2026

Foto: Michael Pöhn/Wiener Staatsoper

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SAMSTAG-PRESSE – 3. OKTOBER 2026

Wien
„Tosca“: Wie Jonathan Tetelman einer Virus-Attacke trotzte (Bezahlartikel)
Tenor und Bariton waren erkrankt, aber erstaunlich gut bei Stimme: Da konnte ausgerechnet die Sopranistin nicht ganz mithalten.
DiePresse.com

Mörderisches Spiel mit Begehren und Eifersucht
Der aus Russland stammende Regisseur Vasily Barkhatov debütiert am Samstag mit zwei Kurzopern an der Wiener Staatsoper, bettet Zemlinsky und Bartók auf Sigmund Freuds Therapie-Couch.
krone.at

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Daniels Anti-Klassiker 47: Gioachino Rossini – Wilhelm Tell Ouvertüre (1829)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Die Erzählung von Wilhelm Tell – ein epischer Stoff über einen schicksalsgeplagten Helden und Vater, der durch schieres Geschick seinen Sohn retten und anschließend eine ganze Nation gegen die Habsburger einen und befreien kann. Es verwundert nicht, dass diese Geschichte mit historischem Bezug literarisch sowie auch musikalisch schnell aufgegriffen wurde. Und wer sonst, als Rossini selbst, hätte es vollbringen können, ein nachhaltig so fetziges und wirksames Stück daraus zu komponieren. Was die Bekanntheit dieses Werks – besonders der Ouvertüre – angeht, können ihm nur wenige andere Opern das Wasser reichen. Oder? Zeit, sich diese vermeintlich bahnbrechende Musik genauer anzuschauen … „Daniels Anti-Klassiker 47: Gioachino Rossini – Wilhelm Tell, Ouvertüre (1829)
klassik-begeistert.de, 3. Oktober 2026“
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Tosca: Wer Oper lebt, kann Tyrannen nicht lieben ...

Fotos: Vorstellung vom 13. September 2023 – Floria Tosca: Carmen Giannattasio, Mario Cavaradossi: Martin Muehle, Baron Scarpia: Ludovic Tézier © Bettina Stöß

oder: wer Oper liebt, kann nicht mit Tyrannen leben

Ja, natürlich schwelgen wir alle in den unvergänglichen Puccini-Melodien, auch bei der Tosca: Non la sospiri la nostra casetta – Vissi d’arte – E lucevan le stelle … in jedem Akt ein Gassenhauer. Und ja, natürlich unterstreicht das den Gruselfaktor. Den Gruselfaktor, der mit dem Henker von Rom, dem grausamen Polizeipräsidenten Scarpia, auf die Bühne kommt. Den Tosca schließlich ersticht. Bravo! Wer mit den Bühnenfiguren mitlebt, weil sie heute so lebensnah sind wie eh und je, der muss dem Tod des Tyrannen entgegenfiebern. Und wird, wenn ein Tyrannenmord heute auch nicht angezeigt ist, sich niemals einen Diktator wünschen können.

Deutsche Oper Berlin, 29. September 2026

Eine Tosca-Repertoireaufführung an der Deutschen Oper Berlin

Tosca, Melodramma in drei Akten von Giacomo Puccini
Text  von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem gleichnamigen Drama von Victorien Sardou

Leonardo Sini   Musikalische Leitung
Boleslaw Barlog   Regie
Filippo Sanjust   Bühne, Kostüm

Aleksandra Kurzak   Floria Tosca
Roberto Alagna   Mario Cavaradossi
Alexey Markov   Baron Scarpia
Mark Kurmanbayev   Cesare Angelotti
Michael Bachtadze   Der Mesner
Jörg Schörner   Spoletta
Tom Nicholson   Sciarrone
Young Choi   Ein Schließer
Milla Luisa Dell’Anna   Ein Hirte

von Sandra Grohmann

„Giacomo Puccini, Tosca, Leonardo Sini, Musikalische Leitung
Deutsche Oper Berlin, 29. September 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 2. OKTOBER 2026

Vorstellung vom 13. September 2023 – Floria Tosca: Carmen Giannattasio, Mario Cavaradossi: Martin Muehle, Baron Scarpia: Ludovic Tézier © Bettina Stöß

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE – 2. OKTOBER 2026

Berlin/Deutsche Oper
Tosca: Wer Oper lebt, kann Tyrannen nicht lieben …
Ja, natürlich schwelgen wir alle in den unvergänglichen Puccini-Melodien, auch bei der Tosca: Non la sospiri la nostra casetta – Vissi d’arte – E lucevan le stelle … in jedem Akt ein Gassenhauer. Und ja, natürlich unterstreicht das den Gruselfaktor. Den Gruselfaktor, der mit dem Henker von Rom, dem grausamen Polizeipräsidenten Scarpia, auf die Bühne kommt. Den Tosca schließlich ersticht. Bravo! Wer mit den Bühnenfiguren mitlebt, weil sie heute so lebensnah sind wie eh und je, der muss dem Tod des Tyrannen entgegenfiebern. Und wird, wenn ein Tyrannenmord heute auch nicht angezeigt ist, sich niemals einen Diktator wünschen können…
Von Sandra Grohmann
Klassik-begeistert.de.

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Daniels Anti-Klassiker 46: Giuseppe Verdi – „Libiamo, ne’ lieti calici“ aus „La traviata“ (1853)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

La traviata (zu Deutsch: „Die vom Wege Abgekommene“) von Verdi – eine weitere Oper des italienischen Komponistengiganten, die bis heute im kulturellen Gedächtnis verweilt und in einigen Ländern sogar die am meisten aufgeführte Oper überhaupt ist. Zwar hält ihr Ruhm heutzutage leider weniger wegen ihres Inhalts an, der wohl nur noch eingefleischten Operngängern etwas sagen dürfte. Aber in der medialen Verbreitung genießen einige Teile dieser Oper auch bis heute noch genreübergreifenden Kultstatus. Zeit also, sich einen weiteren der bekanntesten Ohrwürmer aus Verdis Feder anzuschauen: Die „Libiamo“-Arie aus dem ersten Akt von „La traviata“; oder aber das am meisten überschätzte Trinklied aller Zeiten. „Daniels Anti-Klassiker 46: Giuseppe Verdi „La traviata“ (1853)
klassik-begeistert.de, 1. Oktober 2026“
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Solo-Cello Kirill Timofeev: „So sein in der Musik“

Kirill Timofeev © Genuin  

In diesem Hör-Moment im alten nördlichen Friedhof wollte ich nirgendwo sonst sein. Nichts anderes machen. Ich habe das „So sein in der Musik“ sehr genossen. Es verschmolz mit meinen sonstigen Wahrnehmungen. Ein über den Moment anhaltender haftender Eindruck in meinem Inneren.

Neue CD und Stream:
Capricci and Bagatelles – Solo-Cello Kirill Timofeev

München, 2. Oktober 2026

von Frank Heublein

„Capricci and Bagatelles – Kirill Timofeev, Solo Cello
München, 2. Oktober 2026“
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Diese Edition ist eine umfangreiche Würdigung Karl Richters zum 100. Geburtstag

Diese umfangreiche Neuausgabe seiner Aufnahmen ist eine würdige Hommage an einen der großen Bach-Interpreten des 20. Jahrhunderts. Mit der hervorragenden Klangqualität holt man diese Einspielungen praktisch in die Gegenwart.

Karl Richter
BACH

Sacred Works

Archiv Produktion
12 CD 4 DVD 3 BD-A 486 9079

von Peter Sommeregger

„Karl Richter, BACH Sacred Works
klassik-begeistert.de, 1. Oktober 2026“
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