„Haltung ist wichtiger als Applaus“, sagt Andreas Schmidt – Teil II, kb wird 10

HSO, Il barbiere di Siviglia, Jonah Hoskins, Johannes Martin Kranzle © Tanja Dorendorf

Mittsommer 2026 wird klassik-begeistert 10 Jahre alt, das muss gefeiert werden! In 5 Folgen gewähren wir einen Blick hinter die Kulissen. 

von Jörn Schmidt

Warum klassische Musik einen unabhängigen journalistischen Blog braucht … Andreas Schmidt ist Magister Artium, Journalist (Henri-Nannen-Schule), Chor-Sänger (Symphonischer Chor Hamburg, Gastsänger Wiener Singakademie) und, was er gerne mal unter den Tisch fallen lässt, Bankkaufmann. Er liebt Bach, Brahms und Wagner und ging schon als 4-Jähriger mit seiner Mutter in die Hamburgische Staatsoper. Zuvörderst ist er natürlich Herausgeber von klassik-begeistert, der Nr.  1 der Klassik-Blogs in der DACH-Region (Google-Ranking) mit bislang 12.000 Beiträgen. Andreas hat mir verraten, was es für einen guten Blog braucht: Street Credibility.

Wenn Sie Teil I der klassik-begeistert-Story gelesen haben, dann wissen Sie: Einen Kaufmannsgehilfenbrief, freien Elbblick, zwei Espressi, den besten Freund und Jürgen Habermas – mehr braucht es nicht um zu wissen, was man als Lebenswerk hinterlassen möchte: Den Nr.-1-Klassik-Blog. Aber wie gleist man das auf?

„10 Jahre klassik-begeistert +++ der Nr.-1-Klassik-Blog feiert 5 Tage lang +++ Teil II, 18. Juni 2026“ weiterlesen

Kaufmannsgehilfenbrief an der Wand, Jürgen Habermas im Kopf, Bach, Brahms und Wagner im Herzen – Teil I, kb wird 10

© BR Bayerischer Rundfunk/Franziskus Büscher

Mittsommer 2026 wird klassik-begeistert 10 Jahre alt, das muss gefeiert werden! In 5 Folgen gewähren wir einen Blick hinter die Kulissen. 

von Jörn Schmidt

Wie klassik-begeistert vor 10 Jahren zu atmen begann … Andreas Schmidt ist Magister Artium, Journalist (Henri-Nannen-Schule), Chor-Sänger (Symphonischer Chor Hamburg, Gastsänger Wiener Singakademie) und, was er gerne mal unter den Tisch fallen lässt, Bankkaufmann. Er liebt Bach, Brahms und Wagner und ging schon als 4-Jähriger mit seiner Mutter in die Hamburgische Staatsoper.  Zuvörderst ist er natürlich Herausgeber von klassik-begeistert, der Nr. 1 der Klassik-Blogs in der DACH-Region (Google-Ranking) mit bislang 12.000 Beiträgen. Andreas hat mir verraten, wie es so weit kommen konnte:

„10 Jahre klassik-begeistert +++ der Nr.-1-Klassik-Blog feiert 5 Tage lang +++ Teil I, 17. Juni 2026“ weiterlesen

Yulianna Avdeeva zelebriert den Klaviergesang und macht uns damit glücklich

Yulianna Avdeeva © Sammy Hart, Wr. Konzerthaus

Piano, rief meine Klavierlehrerin, piano heißt nicht einfach leise!

Und forte, fügte sie hinzu, forte heißt nicht einfach laut!

Spiel zart, spiel sacht, spiel ätherisch.
Spiel kraftvoll, spiel zupackend, spiel geerdet.
Hör Dir zu. Hör auf zu zappeln.
Was Du spielst, muss man hören, nicht sehen. Jede Bewegung, die nicht ins Klavier geht, ist überflüssig.

Eine perfektere Darbietung als die von Yulianna Avdeevas so filigranem wie ausdrucksstarkem Spiel wäre gemessen an diesen ewigen Grundsätzen schlicht nicht vorstellbar. Ein großer Klaviergesang-Abend begeistert das Publikum.

Yulianna Avdeeva   Klavier

Werke von Frédéric Chopin und Wladyslaw Szpilman

Kammermusiksaal der Philharmonie Berlin, 17. Juni 2026

von Sandra Grohmann

Worauf ich mich bei jedem Konzert von Yulianna Avdeeva am meisten freue, ist ihr Pianissimo. Und natürlich ihr Legato. Legato, sagte meine Klavierlehrerin, kann man auf dem Klavier eigentlich nicht spielen. Man kann nur so tun als ob. Auf jedem Streichinstrument funktioniert ein echtes Legato, natürlich. Aber auf dem Klavier brauchst du immer einen neuen Anschlag, da geht das nicht.

„Yulianna Avdeeva, Chopin und Szpilman
Kammermusiksaal, Philharmonie Berlin, 17. Juni 2026“
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Der ewige Reigen obsessiver Liebe duldet kein Erbarmen!

CD-Besprechung:

SAMUEL BARBER:   VANESSA                      Live-Mitschnitt aus dem Kennedy Center Concert Hall Washington vom Jänner/Februar 2025 nationalsymphony.org

von Dr. Ingobert Waltenberger

Vor zwanzig Jahren verkörperte sie noch Erika, die 20-jährige Nichte (oder doch Tochter?) der Vanessa in der bei Chandos 2004 erschienenen Gesamtaufnahme von Samuel Barbers Oper „Vanessa“ mit dem BBC Symphony Orchestra & Choir unter der musikalischen Leitung von Leonard Slatkin. Nun ist Susan Graham The Old Baroness im gerade veröffentlichten Mitschnitt von „Vanessa“.

Auch sonst wartet die im Eigenlabel des National Symphony Orchestra erschienene Neuproduktion mit geballter Barber-Expertise auf.

„Samuel Barber, Vanessa, National Symphony Orchestra
klassik-begeistert.de, 18. Juni 2026“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 18. JUNI 2026

Benjamin Bernheim © Julia Wesely

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DONNERSTAG-PRESSE – 18. JUNI 2026

Star-Tenor Benjamin Bernheim: „Jeder ist ersetzbar, sogar Maria Callas“
Wenige Stunden nach seinem Solo-Debüt in der Elbphilharmonie mit Stücken von Puccini, Verdi und aus „Roméo et Juliette“ lädt Benjamin Bernheim zum Interview ins Hamburger Luxushotel Vier Jahreszeiten ein. Der 41-jährige Franko-Schweizer gilt als einer der gefragtesten lyrischen Tenöre der Welt und ist seit neun Jahren Markenbotschafter der Uhrenmanufaktur Rolex. Ein Gespräch über Adrenalin und Einsamkeit, über Timothée Chalamet – und die richtige Uhr für den „Kampfmodus“.
capital.de

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Herzlichen Glückwunsch! Die Gesellschaft der Theaterfreunde Lübeck wird 40!

© Olaf Malzahn

Die deutschen Theater und Opernhäuser stecken mitten in einer massiven Krise. Viele Spielstätten leiden unter deutlichen Budgetkürzungen durch die Kommunen, seit Jahren extrem hohen Energie- und natürlich Personalkosten sowie einem Publikum, dessen Altersstruktur nicht die der tatsächlichen Bevölkerung widerspiegelt. Ein Anlass zum Verzweifeln? Die „Gesellschaft der Theaterfreunde Lübeck e. V.“, kurz GTL, hält dagegen, und zwar, wie seit 40 Jahren, mit einem forschen „Jetzt erst recht!“

Theater Lübeck

Theater-Restaurant „THE LÜB”, 16. Juni 2026

von Dr. Andreas Ströbl

Kultur braucht Unterstützung!

Wie der SPIEGEL am 22. Juli 2022 berichtete, kostet eine Opernvorstellung in Deutschland, für die man als Besucher durchschnittlich 40 Euro bezahlt, in Wirklichkeit rund 250 Euro. Opernproduktionen sind, wie wir alle wissen, nicht billig. Die 210 Euro Differenz berappt die öffentliche Hand in Form von Subventionen. Es ist so, als fänden wir auf unserem Sitzplatz ein imaginäres Couvert mit 210 Euro darin vor. Bezahlt haben wir dafür alle – mit unseren Steuern. „Die Gesellschaft der Theaterfreunde Lübeck wird 40
Theater Lübeck, 16. Juni 2026“
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Marie Lys triumphiert im herrlichsten Fegefeuer der Liebe

 

CD-Besprechung:

Georg Friedrich Händel
Inexorable Amour

Cantate Virtuose
Marie Lys, Sopran

Orchestre de l’Opéra Royal
Gaétan Jarry, musikalische Leitung

Château de Versailles Spectacles

CVS168

von Dirk Schauß

Rom im frühen achtzehnten Jahrhundert muss ein göttliches Pflaster für all jene gewesen sein, die das Glück besaßen, den purpurnen Mantel eines Kardinals zu tragen oder zumindest in dessen üppig möblierten Salons zu verkehren. Man stelle sich vor, wie die herrschaftliche Elite der Ewigen Stadt, berauscht von arkadischer Poesie und klerikalem Standesbewusstsein, den heißen römischen Sommerabenden lauschte, während ein junger, ungestümer Sachse namens Georg Friedrich Händel am Cembalo saß und die High Society mit weltlichen Kantaten in kollektive Schnappatmung versetzte. „Georg Friedrich Händel, Inexorable Amour, Marie Lys, Sopran
klassik-begeistert.de, 17. Juni 2026“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 17. JUNI 2026

Otto Wagner Areal Fotos © STADTpsychologie/Jasper Brockmann

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE – 17. JUNI 2026

Wien
GANYMED öffnet die Wunden des Spiegelgrunds
„Sie starb an einer Lungenentzündung.“ Wer die Geschichte hinter dem Otto-Wagner-Areal kennt, dem zieht es bei diesen Worten die Eingeweide zusammen. Es ist harter Tobak, den Schauspielerin Andrea Eckert in der ehemaligen Pathologie des Otto-Wagner-Spitals auf die Bühne bringt, begleitet von Orgelmusik. Genauer gesagt in der Prosektur, wo man einst die Leichenöffnungen vorgenommen hatte. An der Wand hängt ein riesiges Kreuz, sicherlich sechs Meter hoch, mit Jesus Christus darauf. An diesem Ort wurden bis in die 2000er-Jahre Gehirne aufbewahrt, die während der NS-Herrschaft den Opfern der sogenannten „Kindereuthanasie“ entnommen worden waren. Ein Mahnmal vor dem Jugendstiltheater erinnert an diese ermordeten Kinder und Jugendlichen vom Spiegelgrund, so hieß das Otto-Wagner-Spital von 1940 bis 1945. Es sind 772 Lichtstelen, die nachts dem Gelände eine eigene Mystik verleihen.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

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„Man merkt oft erst, was man vermisst, wenn man lange weg ist“

Sopranistin Petra Radulović

Zwischen Opernbühne und Heimat:
Ein Mittagessen mit Sopranistin Petra Radulović

Als ich mich vor einigen Tagen mit der Sopranistin Petra Radulović im Restaurant an der berühmten Verige-Passage in Montenegro traf, stand zunächst etwas ganz anderes im Mittelpunkt als Oper oder Karriere: Meeresfrüchte.

„Endlich wieder richtig gute und frische Calamari“, sagte sie mit einem Lächeln, als das Essen serviert wurde. Wer die vergangenen Jahre überwiegend zwischen Wien, Deutschland und verschiedenen Gastspielorten in Europa unterwegs war, lernt offenbar die einfachen Dinge der Heimat wieder neu zu schätzen. Frischer Fisch, ein Tisch direkt am Wasser und der Blick auf die viel gerühmte Bucht von Kotor gehören dazu.

von Marc Rohde

„Interview: Petra Radulović, Sopranistin
klassik-begeistert.de, 16. Juni 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 16. JUNI 2026

Götterdämmerung © Michael Pöhn / Wiener Staatsoper

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE DIENSTAG-PRESSE, 16. JUNI 2026

Wien/Staatsoper
Der RING nach der Götterdammerung in Wien: Dies ist ein eindrucksvolles Gesamterlebnis
Am Ende des Siegfried schien für einen kurzen Moment alles möglich. Der Held hatte die Feuerwand durchschritten, Brünnhilde erweckt und die Liebe entdeckt. Doch wer glaubte, Wagner würde seinen Figuren ein Happy End gönnen, wurde in der Götterdämmerung eines Besseren belehrt. Was im Rheingold mit einem gestohlenen Goldschatz begann, fand nun seinen unausweichlichen Abschluss. Mit der Götterdämmerung erreichte der aktuelle Ring-Zyklus der Wiener Staatsoper seinen letzten Abend. Nach Machtkämpfen, Familienkonflikten und Heldenabenteuern nimmt die Katastrophe nun ihren finalen Lauf. Wagner führt seine Figuren mit unerbittlicher Logik ihrem Schicksal entgegen.
Von Kathrin Schuhmann
Klassik-begeistert.de

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