Daniels Anti-Klassiker 20: Richard Strauss – Also Sprach Zarathustra (1896)

 

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Mit „Also sprach Zarathustra“, oder dem „Welthit aus 3 Tönen“ hat Strauss ein zeitloses Epos geschaffen, das bis heute allgegenwärtig scheint. Es braucht nicht erst den Blick auf den Fernseher, um beispielsweise bei der Werbung für eine wohlbekannte Biermarke erneut die glorifizierende Eingangsfanfare dieser Komposition zu hören. Wie konnte das passieren, dass eine der epischsten Orchestermusiken so zur Ikone der Marketingindustrie wurde? „Daniels Anti-Klassiker 20: Richard Strauss – Also Sprach Zarathustra (1896)
klassik-begeistert.de, 5. September 2026“
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Anna Lapwoods grandiose Orgel-Performance bringt das Auditorium zum Toben

Die Orgel-Queen Anna Lapwood © Hannes von der Fecht

Musikfest Bremen: Die Orgel-Queen

Lange Menschenschlangen drängen in den Bremer Dom. Die gut 1300 Plätze sind restlos ausverkauft. Und zwar – kaum zu glauben! – für ein Orgelkonzert, bei dem noch nicht mal ein einziges Werk großer Komponisten wie etwa Bach oder Liszt zu hören sein wird. Zustande gebracht hat diesen Hype eine einzige Person: die mittlerweile als Orgel-Queen titulierte 31-jährige Anna Lapwood. Drinnen ist die umtriebige, ansonsten als offizielle Organistin der Londoner Royal Albert Hall tätige Musikerin vor dem imposanten Prospekt der großen Sauer-Orgel zwar kaum auszumachen; sie weiß sich aber, nach bereits eingangs überaus begeistertem Beifall, sehr wohl in Szene zu setzen.

Hans Zimmer  Filmmusik aus „The Da Vinci Code“ und „Pirates of the Caribbean“ (arr. Lapwood)
Rachel Portman 
„Flight“
Olivia Belli  
„Limina Luminis“
Ludovico Einaudi 
„Experience“
Eugène Gigout
„Toccata“
Howard Shore 
„The Lord of the Rings Organ Symphony“ (arr. Lapwood)

Anna Lapwood   Orgel

Dom St. Petri, Bremen, 3. September 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

„Anna Lapwood, Orgel-Queen
Dom St. Petri, Bremen, 3. September 2026“
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Lieder ohne Grenzen – von Wien nach Budapest

Bernadett Nagy, Mezzosopran und Dániel Dinyés, Klavier. Foto: privat.

Unter dem Motto „Von Wien nach Budapest“ lädt die Reihe Lieder ohne Grenzen am 11. November 2026 in den Antonio-Vivaldi-Saal im Herzen Wiens ein.

Bernadett Nagy, Mezzosopran
Dániel Dinyés, Dirigent, Komponist und Pianist

Antonio-Vivaldi-Saal, Johannesgasse 8, 1010 Wien, 19.30 Uhr (Einlass 19.00 Uhr)

Die Mezzosopranistin Bernadett Nagy und der Dirigent, Komponist und Pianist Dániel Dinyés haben ein erlesenes Programm zusammengestellt. Ihr Konzept verbindet zwei musikalische Perspektiven, die im Programm immer wieder miteinander in Dialog treten. „Lieder ohne Grenzen „Von Wien nach Budapest“
Antonio-Vivaldi-Saal, Wien, 11. November 2026“
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Genau so soll ein Konzertabend enden: Wenn das Gehörte im Kopf weiterarbeitet

Fotos © Ansgar Klostermann

Orchesterfest aus Zürich

Sergej Prokofjew
Klavierkonzert Nr. 3 C-Dur op. 26

Pjotr Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 5 e-moll op.64

Hayato Sumino, Klavier

Tonhalle-Orchester Zürich
Paavo Järvi, musikalische Leitung

Kurhaus Wiesbaden, 3. September 2026

von Dirk Schauß

„Paavo Järvi und Hayato Sumino
Kurhaus Wiesbaden, aus, 3. September 2026“
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Im Kloster Beuerberg zupfen Nietzsche und Pergolesi an meiner Seele

Schlussapplaus Ensemble Pergolesi © Katja Kraft / Diözesanmuseum Freising

Dieser Ort wirkt auf die Musik. Wirkt auf mich, wie ich die Musik höre und empfinde. Entgrenzung und Transzendenz. Besonders der tiefe mütterliche Schmerz des Stabat Maters fährt in mich hinein. Überbordend, nicht verhallend, durchscheinend. In der Schwebe bleibend. Das Kloster Beuerberg ist ein Hort des Glücks. Auch des musikalischen.

Beuerberger Seelenklang – Eine Musikwoche mit dem Päpstlichen Institut für Musik im Vatikan (Rom)

Giovanni Battista Pergolesi   Stabat Mater und P. Theo Flury OSB   Ecce Homo (Uraufführung)

Musikalische Leitung: Pater Robert Mehlhart OP, Rektor des Päpstlichen Instituts für Musik im Vatikan (Rom)

Caroline Adler  (Sopran Ecce Homo)

Verena Maria Schmid  (Sopran Stabat Mater)

Ilme Stahnke  (Alt Ecce Homo und Stabat Mater)

Orchester La Banda, Augsburg

Choralschola des Päpstlichen Instituts für Kirchenmusik im Vatikan

Stiftskirche St. Peter und Paul, Klosterkirche Beuerberg, 02. September 2026

von Frank Heublein

„Beuerberger Seelenklang, Pater Robert Mehlhart OP, Leitung
Stiftskirche St. Peter und Paul, Klosterkirche Beuerberg, 3. September 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 4. SEPTEMBER 2026

María Dueñas, Giedrė Šlekytė © Hannes von der Fech

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE – 4. SEPTEMBER 2026

Bremen/Musikfest
So Bruch-romantisch hätte es gerne noch endlos weitergehen dürfen!
 Spätromantische Geniestreiche. Für bekennende Romantiker gehört bei einem als „Spätromantische Geniestreiche“ betiteltem Konzert Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 geradezu unverzichtbar dazu. Vor allem der 2. Satz, mit hochgradigem Ohrwurmpotenzial, der allerdings nach Meinung so mancher geschmacklich anders orientierter Musikfreunden eher mit einer Art musikalischer Zuckersteuer zu belegen sei.
Von Dr. Gerd Klingeberg
Klassik-begeistert.de

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Daniels Anti-Klassiker 19: Luigi Boccherini – Minuetto (1771)

 

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Hand auf’s Herz – wer kennt den Namen Boccherini? Ähnlich wie Pachelbel handelt es sich bei dem vorklassischen Komponisten um einen jener Namen, die wohl den Wenigsten bekannt sein dürften, obwohl sie hinter einer Musik stehen, die als Ohrwurm schon seit Jahrhunderten in unser kulturelles Gedächtnis eingegangen ist. Zeit also, sich auch diesem nur noch durch seine Melodien in Erinnerung gebliebenen, ansonsten aber nahezu vergessenen Meister zu widmen.

„Daniels Anti-Klassiker 19: Luigi Boccherini – Minuetto (1771)
klassik-begeistert.de, 4. September 2026“
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Was uns „Unter den Linden“ in der Saison 2026/27 erwartet

Staatsoper Unter den Linden © Marcus Ebener

Die eben beginnende neue Spielzeit in der Staatsoper Unter den Linden ist die dritte der Intendantin Elisabeth Sobotka und des Generalmusikdirektors Christian Thielemann. Nachdem der – in größeren personellen Turbulenzen befindliche – Berliner Kultursenat die Etats der Opernhäuser empfindlich gekürzt hat, muss auch das Berliner Vorzeigehaus sparen.

von Peter Sommeregger

Der Reigen von sechs Neuproduktionen wird mit Gaspare Spontinis „La Vestale“ eröffnet, als Hommage an den ersten Generalmusikdirektor des Hauses im 19. Jahrhundert. In der Regie von Lydia Steier und dem Dirigat von Carlo Rizzi gibt Sonya Yoncheva ihr Debüt in der Titelrolle. Premiere ist am 26. September.

„Spielzeitpräsentation 2026 Staatsoper Unter den Linden
klassik-begeistert.de, 2. September 2026“
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Verdis „Nabucco“ beugt Naturgewalt

© Asphoto.de

Als der letzte Akkord verhallte und die babylonischen Götzen in Trümmern lagen, hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Das Publikum erhob sich geschlossen, klatschte im Rhythmus und feierte ein Ensemble, das ohne künstliche Lautsprecher, ohne Regie-Mätzchen und trotz des Unwetters bewies, wie mächtig das reine Handwerk der Oper sein kann. Die Gesichter wirkten am Ende wie nach einer Frischzellenkur – so viel Begeisterung und Glück lag in ihnen.

Ein großer, unvergesslicher Abend, einer von denen, an die man sich noch Jahre später erinnert, weil hier nichts anderes zählte als die Musik und die Menschen, die sie mit Herz und Können trugen.

Giuseppe Verdi    Nabucco

Gastspiel der Venezia Festival Opera

Hanauer Amphitheater, 19. August 2026

von Dirk Schauß

„Giuseppe Verdi, Nabucco, Gastspiel der Venezia Festival Opera
Hanauer Amphitheater, 19. August 2026“
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Emilie Herzog: Die Frau, die man nicht behalten wollte

Bildmaterial: Nachlass Emilie Herzog, Sammlung R. Knöpfel.

Emilie Herzog sang vor Kaisern, Königen und Zaren und gehörte zu den ersten Sopranistinnen, die auf Schellack aufnahmen. Hundert Jahre später kannte sie niemand mehr. Die Geschichte einer Wiederentdeckung, die mit einer Platte im Brockenhaus begann.

von Stephan Lendi

Man kann sie hören. Das ist das Erste, was man wissen muss, und es verändert alles.

Auf einer Schellackplatte von 1905 steigt eine Stimme in die Gnadenarie aus Meyerbeers «Robert der Teufel», und was durch das Rauschen dringt, ist keine museale Kuriosität, sondern ein Sopran von einer Beweglichkeit, die man so nicht erwartet hat. Höhen ohne Anstrengung. Koloraturen, die klingen, als koste das nichts. Die Frau, die da singt, hiess Emilie Herzog, war königlich-preussische Kammersängerin, gehörte über zwanzig Jahre zum Ensemble der Berliner Hofoper – und war bis vor wenigen Jahren so gründlich vergessen, dass nicht einmal in ihrem Geburtsort jemand ihren Namen kannte. „Emilie Herzog, Sopranistin,
klassik-begeistert.de, 3. September 2026“
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