Herbert Blomstedt ist tot: Abschied von einem großen Künstler und Menschen

Herbert Blomstedt © Stephan Rabold

Seine Kunst und sein Charisma werden fehlen.

von Peter Sommeregger

Als sich heute die Nachricht vom Tod Herbert Blomstedts wie das sprichwörtliche Lauffeuer verbreitete, war auch ich persönlich davon berührt. Denn der als Sohn schwedischer Eltern in den USA geborene Dirigent verstand es nicht nur, durch seine Interpretationen zu begeistern, er hatte auch die Aura eines wahren Philanthropen, empathisch, zugewandt, und lebensklug.

„Dirigent Herbert Blomstedt ist tot (* 11. Juli 1927 Springfield, Mass.; † 4. November 2026 Göteborg)
klassik-begeistert.de, 4. November 2026“
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Ralf Wegner, 80: Für mich waren immer die Stimmen wichtig, nicht die Inszenierungen

Heute ist ein ganz besonderer Tag für unseren drittältesten Autor: Der Hamburger Jung Dr. Ralf Wegner wird – wie Peter Sommeregger vergangenen Montag – an diesem Donnerstag 80 Jahre alt. Ich wünsche Dir, lieber Ralf, immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel und allzeit achterlichen Wind. Feier ordentlich mit Deinen  Gästen – an Deiner Seite Dein Sonnenschein Graciela sowie 3 Töchter und 2 Enkelinnen – in Deiner Heimatstadt an der Elbe Auen und lass Dich von ihnen hochleben. Glück, Gesundheit, Gelassenheit und Geld mögen reichlich bei Dir sein. Als immer noch aktiver Arbeitsmediziner und Autor eines mehrbändigen architektonischen Hamburger Innenstadtführers* bist Du seit 2020 ein unermüdlicher Berichterstatter, ein Aktivposten bei klassik-begeistert: solide, sprachgewandt und kritisch. Vormachen kann Dir kaum jemand etwas, denn Du hast fast alle großen Häuser und alle großen Dirigenten, Orchester gehört und gesehen – so auch Birgit Nilsson (für Dich die Mega-Sängerin), Plácido Domingo, Luciano Pavarotti und Montserrat Caballé. Nicht nur über Opern schreibst Du trefflich, sondern ebenso fundiert über das Ballett. Fast niemand hat das Hamburg Ballett unter John Neumeier so nah und intensiv beobachtet wie Du und Deine Frau – 51 Jahre lang, von 1973 bis 2024! Und ich bin sicher, Du bekommst noch Deine 40.000 Kilometer mit dem Pkw durch den Westen der Vereinigten Staaten voll …

Lieber Ralf, Du lebest hoch, hoch, hoch!

Op Hamborger Platt: Hol di fuchtig un hol di stief!

Herzlichst,
Andreas Schmidt, Herausgeber

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von Dr. Ralf Wegner,
geboren am 5. November 1946 in Hamburg

Für mich waren immer die Stimmen wichtig. Danach suchte ich die Opernabende aus. Die Inszenierungen spielten eigentlich nie eine Rolle.

„kb-Autor Dr. Ralf Wegner zu seinem 80. Geburtstag
klassik-begeistert.de, 5. November 2026“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 5. NOVEMBER 2026

BRSO-Blomstedt © Astrid Ackermann

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 5. NOVEMBER 2026

Göteborg
Er wollte der Musik dienen: Dirigent Herbert Blomstedt gestorben
Der schwedische Dirigent Herbert Blomstedt ist im Alter von 99 Jahren gestorben. Von 1996 bis 1998 war er Chefdirigent des damaligen NDR Sinfonieorchesters. Er galt als einer der herausragenden Dirigenten seiner Zeit und war für seine musikalische Präzision, seine umfassende Partiturkenntnis und seine Bescheidenheit bekannt. Bis ins hohe Alter wollte er dirigieren, musste sich zuletzt jedoch aus gesundheitlichen Gründen von der Bühne zurückziehen.
ndr.de

Dirigent Herbert Blomstedt 99-jährig verstorben
Der in den USA geborene, schwedische Maestro verstarb am Mittwoch in seinem Haus in Göteborg im Beisein seiner Familie. Er war die Freundlichkeit in Person, ob auf den Konzertpodien dieser Welt oder im persönlichen Umgang. Zur Warmherzigkeit kam bei Herbert Blomstedt auch eine Freude am leisen, augenzwinkernden Schalk dazu. Neugierig auf die Welt blieb der groß gewachsene, schlanke Dirigent, dem jede Eitelkeit oder Selbstüberschätzung fremd waren, bis zuletzt. Am Mittwoch ist er im Alter von 99 Jahren „friedlich im Kreise seiner Familie in seinem Zuhause in Göteborg“ in Schweden verstorben, wie seine Agentur Künstlersekretariat am Gasteig am Abend mitteilte.
DerStandard.at

„DIE DONNERSTAG-PRESSE – 5. NOVEMBER 2026
klassik-begeistert.de, 5. November 2026“
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Wenn der Jubel im Saal losbricht: Kaufmann, Salsi und Car brillieren in Verdis Otello an der Wiener Staatsoper

Fotos: © Wiener Staatsoper / Marcel Urlaub 

Giuseppe Verdi: Otello

Wiener Staatsoper, 2. November 2026 

Otello: Jonas Kaufmann · Jago: Luca Salsi · Desdemona: Nicole Car · Cassio: Botond Ódor · Roderigo: Carlos Osuna · Lodovico: Dan Paul Dumitrescu · Montano: Leonardo Neiva · Emilia: Daria Sushkova · Bianca: Katharina Billerhart · Herold: Ferdinand Pfeiffer · Dirigent: Bertrand de Billy · Regie: Adrian Noble.

von Andreas Schmidt

Es gibt Opernanfänge, die höflich anklopfen. Und es gibt Verdis Otello, der die Tür eintritt. Kein Vorspiel, keine Ouvertüre, nur ein Orchester, das losdonnert, und ein Chor, der aufschreit. Am Montagabend in der Wiener Staatsoper brach dieser Sturm los, und schon nach wenigen Takten saß das Publikum aufrecht, viele mit eingezogenem Kopf.

„Verdi, Otello, Jonas Kaufmann, Luca Salsi, Nicole Car
Wiener Staatsoper, 2. November 2026“
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”Sex and Money” regieren in der Oper “Der Wildschütz”  von Albert Lortzing

Der Wildschütz © Matthias Creutziger

 In seiner komischen Oper “Der Wildschütz” zeichnete Albert Lortzing ein gesellschaftskritisches Bild, das allerdings auch heute noch immer aktuell ist, wie die Inszenierung von Jens-Daniel Herzog bezeugt. “Sex and Money” regieren die Welt! Unter der musikalischen Leitung von Christoph Gedschold zeigt die Semperoper Dresden, dass die deutsche Spieloper absolut nicht altmodisch und bieder ist. Georg Zeppenfeld ist mit seiner Interpretation als Baculus die Kirsche auf dem Kuchen in einem hervorragenden Sängerensemble.

Semperoper Dresden, 3. November 2026

Albert Lortzing (1801-1851)

DER WILDSCHÜTZ
Komische Oper in drei Akten (Libretto vom Komponisten)

Musikalische Leitung:  Christoph Gedschold     

Inszenierung:  Jens-Daniel Herzog
Bühnenbild:  Mathis Neidhardt
Kostüme:  Sibylle Gädeke

Sächsische Staatskapelle Dresden

von Jean-Nico Schambourg

„Albert Lortzing (1801-1851), Der Wildschütz
Semperoper Dresden, 3. November 2026“
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Dieser Film wird unser Bild von Chopin auf Jahre hin prägen!

Film-Besprechung:

CHOPIN – Eine Sonate in Paris
(Originaltitel: Chopin, Chopin!)

Ein Film von Michał Kwieciński
Spielfilm / Frankreich, Polen 2025 / 133 Minuten

Drehbuch: Bartosz Janiszewski
Musik: Robot Koch

Filmstarts in Deutschland und Österreich am 22. Oktober 2026

Kino Union, Berlin-Friedrichshagen, 3. November 2026

von Ralf Krüger

Welch ein schönes Gesicht! Zwei große Augen blicken freundlich in die Welt. Ein fast schon kindlicher Ausdruck. Der Mann hat einen Zinken von Nase, trägt das Haar halblang und sein Gesicht ist glattrasiert. Gekleidet in einem eleganten Gehrock mit Weste, weißem Kragen, einem Krawattentuch und auf dem Kopf einen Zylinder tragend, schreitet er mit Tempo durch die Straßen der Stadt. In einem der großen Salons von Paris wird er erkannt.

„CHOPIN – Eine Sonate in Paris von Michał Kwieciński
Kino Union, Berlin-Friedrichshagen, 3. November 2026“
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Karl Richter ist auch jenseits seiner Bach-Interpretationen ein kompetenter Interpret

CD-Besprechung:

Der bereits 1981 viel zu früh verstorbene Dirigent und Organist Karl Richter hat in den intensiven Jahren seiner Tätigkeit in München selbst heute noch lebendige Spuren im musikalischen Gedächtnis der Stadt hinterlassen. Die nun von Warner vorgelegte Edition seiner Aufnahmen für die Teldec und verwandte Labels ruft erneut die Vielseitigkeit und stilistische Kompetenz Richters in Erinnerung.

Karl Richter
The complete Teldec Recordings

Warner 1200214258764 18 CD

von Peter Sommeregger

Diese Edition enthält nicht nur essentielle Werke von Johann Sebastian Bach, auch Werke seiner bedeutenden Söhne Carl Philipp Emanuel und Johann Christian , sowie Orgelkonzerte von Händel, Kompositionen von Händel, Gluck sowie eine randvolle CD mit Werken Mozarts, inklusive dessen Requiem.

„Karl Richter, The complete Teldec Recordings
klassik-begeistert.de, 4. November 2026“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 4. NOVEMBER 2026

Staatskapelle Berlin © Alte Oper Frankfurt Salar Baygan

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 4. NOVEMBER 2026

Frankfurt
Christian Thielemann dirigiert den Berg hinauf und wieder hinab
Ein Konzertsaal ist bekanntlich kein Hochgebirge, und dennoch verlangte Richard Strauss seinen Musikern stets die physische wie geistige Kondition eines geschulten Alpinpersonals ab. Wer sich an diesem ersten Novemberabend in die Alte Oper Frankfurt begab, suchte allerdings weniger die sportliche Ertüchtigung als vielmehr das seltene Wunder einer perfekten Klangbalance. Am Pult der Staatskapelle Berlin stand Christian Thielemann. Ein Dirigent, der diesen monumentalen Spätromantiker gewiss nicht mehr studieren muss, sondern ihn seit Jahrzehnten mit der Selbstverständlichkeit eines routinierten Bergführers durch die Partituren bewegt. Genau hier lag an diesem Abend Freud und Leid schmerzhaft nah beieinander-
Von Dirk Schauß
Klassik-begeistert.de

„DIE MITTWOCH-PRESSE – 4. NOVEMBER 2026
klassik-begeistert.de, 4. November 2026“
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Christian Thielemann dirigiert den Berg hinauf und wieder hinab

Staatskapelle Berlin © Alte Oper Frankfurt Salar Baygan

Ein Konzertsaal ist bekanntlich kein Hochgebirge, und dennoch verlangte Richard Strauss seinen Musikern stets die physische wie geistige Kondition eines geschulten Alpinpersonals ab. Wer sich an diesem ersten Novemberabend in die Alte Oper Frankfurt begab, suchte allerdings weniger die sportliche Ertüchtigung als vielmehr das seltene Wunder einer perfekten Klangbalance. Am Pult der Staatskapelle Berlin stand Christian Thielemann. Ein Dirigent, der diesen monumentalen Spätromantiker gewiss nicht mehr studieren muss, sondern ihn seit Jahrzehnten mit der Selbstverständlichkeit eines routinierten Bergführers durch die Partituren bewegt. Genau hier lag an diesem Abend Freud und Leid schmerzhaft nah beieinander.

Alte Oper Frankfurt, 1. November 2026

Richard Strauss

Vier letzte Lieder
Eine Alpensinfonie op. 64

Camilla Nylund, Sopran
Staatskapelle Berlin
Christian Thielemann, musikalische Leitung

von Dirk Schauß

„Richard Strauss Christian Thielemann
Alte Oper Frankfurt, 1. November 2026“
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Frankophiles Forum Opéra goutiert 3 klassik-begeistert-Autoren und deren Tosca-Beiträge

Benjamin Bernheim als Cavaradossi nach einer TOSCA-Aufführung in der Staatsoper Unter den Linden, Berlin. Foto: forumopera.com

Das bedeutendste frankophile Opernmagazin, Forum Opéra, hat in einem Beitrag über den französischen Tenor Benjamin Bernheim in der Puccini-Oper TOSCA an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin zwei Autoren und eine Autorin von klassik-begeistert ausgiebig gewürdigt und rezipiert. Es sind dies Ralf Krüger, Jean-Nico Schambourg und Kirsten  Liese. Sie hatten verschiedene Aufführungen der Jahrtausend-Oper besucht. Als Herausgeber danke ich meinen AutorInnen für ihre hervorragende Berichterstattung. AS

klassik-begeistert bringt eine Übersetzung des französischen Beitrags auf forumopera.com (Le magazine du monde lyrique).
„klassik-begeistert-TOSCA aus Berlin im forumopera.com
klassik-begeistert.de, 3. November 2026“
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