Anna Lapwoods grandiose Orgel-Performance bringt das Auditorium zum Toben

Die Orgel-Queen Anna Lapwood © Hannes von der Fecht

Musikfest Bremen: Die Orgel-Queen

Lange Menschenschlangen drängen in den Bremer Dom. Die gut 1300 Plätze sind restlos ausverkauft. Und zwar – kaum zu glauben! – für ein Orgelkonzert, bei dem noch nicht mal ein einziges Werk großer Komponisten wie etwa Bach oder Liszt zu hören sein wird. Zustande gebracht hat diesen Hype eine einzige Person: die mittlerweile als Orgel-Queen titulierte 31-jährige Anna Lapwood. Drinnen ist die umtriebige, ansonsten als offizielle Organistin der Londoner Royal Albert Hall tätige Musikerin vor dem imposanten Prospekt der großen Sauer-Orgel zwar kaum auszumachen; sie weiß sich aber, nach bereits eingangs überaus begeistertem Beifall, sehr wohl in Szene zu setzen.

Hans Zimmer  Filmmusik aus „The Da Vinci Code“ und „Pirates of the Caribbean“ (arr. Lapwood)
Rachel Portman 
„Flight“
Olivia Belli  
„Limina Luminis“
Ludovico Einaudi 
„Experience“
Eugène Gigout
„Toccata“
Howard Shore 
„The Lord of the Rings Organ Symphony“ (arr. Lapwood)

Anna Lapwood   Orgel

Dom St. Petri, Bremen, 3. September 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

„Anna Lapwood, Orgel-Queen
Dom St. Petri, Bremen, 3. September 2026“
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DIE MONTAG-PRESSE – 21. SEPTEMBER 2026

WDR-Antrittskonzert Jacquot, Philharmonie © Taimas Ahangari

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MONTAG-PRESSE – 21. SEPTEMBER 2026

Köln/Philharmonie
Marie Jacquots Antritt in Köln beginnt als Ode der Feinsinnigkeit
Lange hatte man in Köln gewartet, jetzt ist es endlich so weit: Marie Jacquot (36) ist neue Chefdirigentin des WDR Sinfonieorchesters. Zur Vorgestellung der in Paris geborene Künstlerin tritt niemand Geringeres auf die Bühne, als Andrea Schafarczyk, Programmdirektorin beim WDR. Mit großer Geste kündigt sie an, Jacquot sei als Teamplayer angetreten, um „große Musik“ entstehen zu lassen. Ihr Auftrag sei es, „Menschen mit Musik zu begeistern“. Damit beginnt eine Zeitenwende in Köln, zu der man fragt: Was für Wunder, was für Höhepunkte werden unter ihr wohl kommen?
Von Daniel Janz
Klassik-begeistert.de

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Zwischen den Sätzen 4:  Programmgestaltung für Nerds

Sylvain Cambreling © Marco Borrgreve

Damit Andreas Schmidt, Herausgeber von klassik-begeistert, keine bösen Zuschriften erhält: Es ist nichts verkehrt daran, sich extrem intensiv für ein spezielles Thema zu interessieren. Ebenso wenig ist es kein Problem, kopflastig oder introvertiert zu sein. Desgleichen hat sich die Bedeutung Nerd verändert: Früher abwertend gebraucht, um sich über Computerfreaks lustig zu machen, heute wertschätzend: Es ist cool, ein Nerd zu sein – schließlich ist großes Fachwissen attestiert zu bekommen, eine Auszeichnung. Auch verdrängt der Nerd den Geek, denn sein Wissen ist heute nicht zwingend auf Logik, Mathematik, Physik oder Technik beschränkt. Glenn Gould (1932–1982) zum Beispiel, kanadische Jahrhundert-Pianist, der gilt als der ultimative Klassik-Nerd.

Laeiszhalle Hamburg, 20. September 2026

Symphoniker Hamburg

Sylvain Cambreling   Dirigent
Jennifer Holloway   Sopran

Ludwig van Beethoven   Die Geschöpfe des Prometheus« op. 43 (Auszüge)
Richard Wagner   Wesendonck-Lieder (Orchesterfassung von Felix Mottl)
Hans Zender   Schumann-Phantasie


von Jörn Schmidt

„Zwischen den Sätzen 4:  Programmgestaltung für Nerds
Laeiszhalle Hamburg, 20. September 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 36: Julius Fučik – „Einzug der Gladiatoren“ (1899)

 

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Die Musikgeschichte ist nicht nur eine Aneinanderreihung verschiedener Genies und ihrer Produkte. Allzu oft sind es Versuche und Fehlschläge, die vielen der heute hochgeachteten Meisterwerke vorausgehen. Wie diese Kolumne schon zeigte, waren auch Komponisten, die heute (nicht immer zurecht) in den Rang unangefochtener Meister erhoben werden, nicht vor solchen Fehltritten gefeilt. Ein besonders tragischer Fall von Fehlleistung ist es aber, wenn der Nachwelt nichts Anderes als eben jenes eine Stück bekannt bleibt, das wegen seiner Machart völlig anders wirkt, als ursprünglich intendiert. Ein solches Werk haben wir hier mit dem Triumphmarsch von Julius Fučik, auch bekannt als „Einzug der Gladiatoren“.
„Daniels Anti-Klassiker 36: Julius Fučik
klassik-begeistert.de, 21. September 2026“
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Die Deutsche Oper Berlin beginnt ihre neue Intendanz im Museum der Moderne

Mittwoch © Julian Roeder

Deutsche Oper Berlin +++ PREMIERE +++ 19. September 2026

Karlheinz Stockhausen
Mittwoch aus Licht

Oper in einem Gruß, vier Szenen und einem Abschied von Karlheinz Stockhausen

Musik, Libretto, Aktionen und Gesten von
Karlheinz Stockhausen

Musikalische Leitung    Maxime Pascal

Dirigent Welt-Parlament   Jeremy Bines

Regie    Susanne Kennedy
Bühnenbild    Markus Selg

Premiere Deutsche Oper Berlin, 19. September 2026

von Peter Sommeregger

An der Deutschen Oper Berlin ist es inzwischen eine Tradition geworden, als erste Premiere einer neuen Intendanz ein Werk der Moderne zu wählen. Dietmar Schwarz begann seine Intendanz 2012 mit Helmut Lachenmanns „Mädchen mit den Schwefelhölzern“, sein Nachfolger Aviel Cahn kann mit Stockhausens „Mittwoch aus Licht“ sogar eine Deutsche Erstaufführung präsentieren. „Karlheinz Stockhausen, Mittwoch aus Licht
Deutsche Oper Berlin +++ PREMIERE +++ 19. September 2026“
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Dieser Jan Bosse-Don Giovanni ist überaus hörens-, aber weniger sehenswert

Anne Müller (Amor/Tod, Schauspielerin), Kady Evanyshyn (Zerlina), Hubert Kowalczyk (Masetto), Michèle Losier (Donna Elvira), Krzysztof Bączyk (Leporello), Andrzej Filonczyk (Don Giovanni), Omer Meir Wellber (musikalische Leitung), Elbenita Kajtazi (Donna Anna), Dovlet Nurgeldiyev (Don Ottavio), Morris Robinson (Komtur) (Foto: RW)

Mozarts Don Giovanni ist ein großartiges Werk, welches sich mit Grundfragen des menschlichen Daseins beschäftigt und auch über Jahrzehnte nicht altert. Daran können auch noch so eingreifende inszenatorische Überstülpungen nichts ändern. Deshalb ist auch die Inszenierung von Jan Bosse zu ertragen, zumal so gut gespielt und gesungen wurde wie am Samstagabend.

Don Giovanni, Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto:  Lorenzo Da Ponte
Inszenierung:  Jan Bosse, Bühne:  Stéphane Laimé, Kostüme:  Kathrin Plath
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Musikalische Leitung:  Omer Meir Wellber

Hamburgische Staatsoper, 19. September 2026

  1. Vorstellung seit der Premiere am 20. Oktober 2019

von Dr. Ralf Wegner

„Mozart, Don Giovanni
Hamburgische Staatsoper, 19. September 2026“
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Kabelschaden in Köln: Anna Lapwood verwandelt ein Beinahe-Fiasko in einen phänomenalen Triumph

Anna Lapwood © Nick Rutter

Kölner Philharmonie, 16. September 2026

Man stelle sich vor, der Saal ist prall gefüllt, alle warten auf Anna Lapwood (31), Jungtalent und Stargast des Abends, die aktuell auf Tournee durch Europa die Herzen berauscht und in den sozialen Medien ein Millionenpublikum für die Orgel begeistert. Und dann tritt mit mehreren Minuten Verspätung der Veranstalter auf die Bühne und verkündet das maximal Verheerendste: Die Orgel ist ausgefallen. Was wie der schlimmste Alptraum aller klingt, wird an diesem Mittwoch in Köln Realität.

Philharmonia Orchestra

Kerem Hasan, Dirigent

Mädchenchor am Essener Dom
Steffen Schreyer,
Einstudierung

Anna Lapwood, Orgel

Hans Zimmer – Chevaliers de Sangreal (aus „The Da Vinci Code“, 2006) und Suite aus der Filmmusik zu Interstellar (2014) – jeweils für Orgel arrangiert von Anna Lapwood
Kristina Arakelyan – Toccata (2025)
Max Richter – Cosmology (2025)
Camille Saint-Saëns – Sinfonie Nr. 3 C-Moll op. 78 „Orgelsinfonie“ (1886)

Zugabe:
John Powell – “Test Drive” aus “Drachenzähmen leicht gemacht“ (2010), für Orgel arrangiert von Anna Lapwood

von Daniel Janz

„Anna Lapwood, Orgel – Camille Saint-Saëns, Orgelsinfonie
Kölner Philharmonie, 16. September 2026“
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Authentischer kann man Mahler nicht aufführen!

Philipp von Steinaecker und Mahler Academy Orchestra © Andreas Ströbl

Wie hat Mahlers 9. Symphonie bei der Uraufführung geklungen? Und ist sie wirklich ein Abschiedswerk voller Todessehnsucht, wie sie Mahler oft unterstellt wird? Antworten auf diese zentralen Fragen gab ein phantastisches Konzert mit dem Mahler Academy Orchestra unter Philipp von Steinaecker am 18. September 2026 im Großen Saal der Hamburger Elbphilharmonie.

Elbphilharmonie, Hamburg, 18. September 2026 

Gustav Mahler, Symphonie Nr. 9

Mahler Academy Orchestra
Philipp von Steinaecker, Dirigent

von Dr. Andreas Ströbl

„Gustav Mahler, Symphonie Nr. 9
Elbphilharmonie, 18. September 2026“
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Marie Jacquots Antritt in Köln beginnt als Ode der Feinsinnigkeit

WDR-Antrittskonzert Jacquot, Philharmonie © Taimas Ahangari

Mit großen musikalischen Gesten stellt sich die neue Chefin des WDR Sinfonieorchesters Marie Jacquot vor

Kölner Philharmonie, 18. September 2026

WDR Sinfonieorchester
Marie Jacquot, Dirigentin

Yulianna Avdeeva, Klavier

Richard Wagner – Vorspiel zum 1. Akt aus: Lohengrin WWV 75, Romantische Oper in drei Akten. Libretto vom Komponisten (1850)

Frédéric Chopin – Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 f-Moll op. 21 (1829/1830)

Augusta Holmès – Andromède – Sinfonische Dichtung (1900)

Alexander Skrjabin – Poème de l’extase op. 54 für großes Orchester (1908)

Zugabe:

Frédéric Chopin – Grande Valse As-Dur op. 42 (1835)

von Daniel Janz

„WDR Sinfonieorchester, Marie Jacquot, Dirigentin, Yulianna Avdeeva, Klavier
Kölner Philharmonie, 18. September 2026“
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Zwischen den Sätzen 3:  Zum Teufel mit der Longevity

Don Giovanni, Wolfgang Amadeus Mozart – Hamburgische Staatsoper © Brinkhoff Mögenburg

Philosophisch betrachtet ist Longevity Unsterblichkeit für Anfänger. Weil uns dieser Trend die Illusion der Unendlichkeit spüren lässt. Longevity-Influencer vermitteln den Eindruck, dass der Tod heutzutage keine metaphysische Gewissheit ist, sondern ein technischer Defekt. Sie müssen nur dieses oder jenes Supplement kaufen, dann können Sie dem Tod so manches Schnippchen schlagen.

Hamburgische Staatsoper   19. September 2026

Wolfgang Amadeus Mozart   Don Giovanni

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Chor der Hamburgischen Staatsoper

Omer Meir Wellber   Dirigent
Jan Bosse   Inszenierung

Von Jörn Schmidt

„Zwischen den Sätzen 3: Zum Teufel mit der Longevity
Hamburgische Staatsoper, 19. September 2026“
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