Klein beleuchtet kurz 75: Wenn ein Bruch im Bruch mir die Laune verdirbt

Hilary Hahn und Omer Meir Wellber; Foto Patrik Klein

… und ich bleibe dabei: ein klassisches Werk teilweise zu überschreiben ist der größte Unfug, den ich in den letzten Jahren in den Konzertsälen erleben musste. Bei allem Respekt vor den beauftragten Komponisten, die sich einen Kopf machen über ein Werk eines klassischen Komponisten aus der Vergangenheit und etwas Neues kreieren, gehört für mich so ein „Damit beschäftigen“ bestenfalls vorangestellt, aber nicht Sätze ersetzend. Es macht mich traurig und innerlich widerstrebend, dabei an den Komponisten denkend, der sich nicht mehr wehren kann.

Elbphilharmonie Hamburg, 6. Juli 2026

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Hilary Hahn, Violine
Dirigent: Omer Meir Wellber

Max Bruch
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26 / Mit Überschreibung des 1. Satzes von Barbara Assiginaak (Uraufführung)

Antonín Dvořák:
Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 »Aus der Neuen Welt«

von Patrik Klein

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Elbphilharmonie Hamburg, 6. Juli 2026“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 8. JULI 2026

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg; Foto Patrik Klein

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE – 8. JULI 2026

Hamburg/Elbphilharmonie
Klein beleuchtet kurz 75: Wenn ein Bruch im Bruch mir die Laune verdirbt
… und ich bleibe dabei: ein klassisches Werk teilweise zu überschreiben ist der größte Unfug, den ich in den letzten Jahren in den Konzertsälen erleben musste. Bei allem Respekt vor den beauftragten Komponisten, die sich einen Kopf machen über ein Werk eines klassischen Komponisten aus der Vergangenheit und etwas Neues kreieren, gehört für mich so ein „Damit beschäftigen“ bestenfalls vorangestellt, aber nicht Sätze ersetzend. Es macht mich traurig und innerlich widerstrebend, dabei an den Komponisten denkend, der sich nicht mehr wehren kann.
Von Patrik Klein
Klassik-begeistert.de

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“Nessun dorma” in München: Augen auf und Ohren zu!

Foto © Geoffroy Schied

TURANDOT, letzte und unvollendete Oper von Giacomo Puccini, wird an der Bayerischen Staatsoper in München seit 2011 in der spektakulären Inszenierung von Carlus Padrissa, Mitbegründer der katalanischen Theatergruppe “La Fura dels Baus” gezeigt. Es ist ein Festspiel für das Auge! Dies kann man an diesem Abend von der musikalischen Darbietung leider nicht sagen. Der Dirigent Andrea Battistoni setzt vor allem auf Lautstärke ganz nach dem Motto “Nessun dorma – Keiner schlafe!” Und die Sänger folgen ihm mit lautem Gebrüll!

Giacomo Puccini (1858-1924) TURANDOT
Dramma lirico in drei Akten (Libretto von Giuseppe Adami & Renato Simoni)

Musikalische Leitung: Andrea Battistoni

Inszenierung:  Carlus Padrissa – La Fura dels Baus
Bühne:  Roland Olibeter
Kostüme:  Chu Uroz

 Nationaltheater München, 6. Juli 2026

 von Jean-Nico Schambourg

„Giacomo Puccini (1858-1924),  Turandot
 Nationaltheater München, 6. Juli 2026 “
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Das Gürzenich-Orchester unter Andrés Orozco-Estrada ist eine Meisterklasse für sich

Orchesterfoto 2025 © Astrid Ackermann

Am Ende ergibt das die beste Aufführung dieses Werks, die man in Köln seit Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten erleben durfte. Was für ein beeindruckendes Statement eines Orchesters, das mal wieder zeigen konnte, wie gut es wirklich ist. Kann also trotz turbulentem Drumherum gute Musik gelingen? In Köln definitiv.

Gürzenich-Orchester Köln
Andrés Orozco-Estrada, Dirigent

María Dueñas, Violine

Johannes Brahms – Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77 (1878)

Thomas Adès – Ouverture aus: The Tempest op. 22a, Oper in drei Akten (2004)

Igor Strawinsky – Le Sacre du printemps (1910–13)

Kölner Philharmonie, 6. Juli 2026

von Daniel Janz

„Gürzenich-Orchester Köln, Andrés Orozco-Estrada
Kölner Philharmonie, 6. Juli 2026“
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Carré d’As zeigt ein barockes Spiegelkabinett der Eitelkeiten

CD-Besprechung:

Das Label Château de Versailles Spectacles hat ein besonderes Händchen für kluge Konzepte, und dieses hier ist fast schon ein musikalisches Detektivspiel. Das Trio Les Timbres stellt vier Heroen des französischen Barock – Couperin, Forqueray, Marais und Rameau – in einer raffinierten Galerie wechselseitiger Porträts vor. „Carré d’As“ heißt das Unterfangen, und es ist weit mehr als eine bloße Sammlung von Stücken: Es ist eine verschachtelte Anthologie des barocken Gesellschaftsspiels, bei dem Komponisten sich gegenseitig huldigen, necken, imitieren oder übertrumpfen.

Carré d’As
Portraits musicaux

Couperin – Forqueray – Marais – Rameau
Les Timbres

Château de Versailles, CVS 175

von Dirk Schauß

„Carré d’As Portraits musicaux
klassik-begeistert.de, 7. Juli 2026“
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Baltic Opera Festival 2026 begeistert und beeindruckt und läßt Vorfreude auf 2027 aufkommen

Baltic Opera Festival 2026

Die Waldopernbühne Zopott wurde im Jahr 1909 eröffnet, und avancierte schnell zu einer höchst erfolgreichen Spielstätte. Anfangs traten Sänger aus verschiedenen Teilen Deutschlands auf, später bevorzugt mit Kräften der Berliner Staatsoper besetzt, wurden vor allem die Wagner-Aufführungen zu Publikumsrennern.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges schien ein Neubeginn zunächst nicht möglich. Die Beharrlichkeit und das Charisma des polnischen Bassbaritons Tomasz Konieczny führten aber schließlich doch zu einer Revitalisierung der Bühne, die nun auch ein regensicheres Zeltdach erhielt.

von Peter Sommeregger

„Baltic Opera Festival 2026
2. bis 7. Juli 2026 in Sopot und Danzig“
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Grigorian, Finley, Tetelman in Verdis Macbeth: Morden mit Luxusbesetzung!

Macbeth 2026 A. Grigorian, G. Finley © Geoffroy Schied

Verdis Macbeth in der Inszenierung von Martin Kušej steht wieder einmal auf dem Spielplan der Münchner Opernfestspiele. Zugpferde sind in diesem Jahr Asmik Grigorian und Gerald Finley in den Rollen der Lady Macbeth und ihres Ehegatten. Auch die kurzfristige Besetzung der Rolle des Macduff mit Jonathan Tetelman besitzt Festspielcharakter. Die Zuhörer werden an diesem Abend nicht enttäuscht und erleben eine packende Aufführung unter der musikalischen Leitung von Andrea Battistoni.

Giuseppe Verdi (1813-1901)  MACBETH
Melodramma in vier Akten
Libretto von Francesco Maria Piave

Musikalische Leitung: Andrea Battistoni

Inszenierung: Martin Kušej
Bühne: Martin Zehetgruber
Kostüme:  Werner Fritz

Bayerisches Staatsorchester
Bayerischer Staatsopernchor

Nationaltheater München, 5. Juli 2026

 von Jean-Nico Schambourg

„Giuseppe Verdi (1813-1901), Macbeth
Nationaltheater München, 5. Juli 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 7. JULI 2026

Macbeth 2026 G. Finley © Geoffroy Schied

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 7. JULI 2026

München/Bayerische Staatsoper
Grigorian, Finley, Tetelman in Verdis Macbeth: Morden mit Luxusbesetzung!
Verdis Macbeth in der Inszenierung von Martin Kušej steht wieder einmal auf dem Spielplan der Münchner Opernfestspiele. Zugpferde sind in diesem Jahr Asmik Grigorian und Gerald Finley in den Rollen der Lady Macbeth und ihres Ehegatten. Auch die kurzfristige Besetzung der Rolle des Macduff mit Jonathan Tetelman besitzt Festspielcharakter. Die Zuhörer werden an diesem Abend nicht enttäuscht und erleben eine packende Aufführung unter der musikalischen Leitung von Andrea Battistoni.
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de

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Schweitzers Klassikwelt 167: Es gibt die Liebe auf den ersten Ton

Marilyn Zschau als Adriana Lecouvreur Foto Pálffy, Fotoarchiv Österreichisches Theatermuseum

So gesteht die Merkerin Traude Steinhauser anlässlich einer „La Traviata“ bei der Besprechung Alfredos im Opernjournal „der neue Merker“. Wir fragen uns: Kennen wir das auch?

Ich bin in dem Ausnahmefall so konservativ und denke für meinen Teil als Erstes an Sängerinnen, denn eine erotische Seite lässt sich beim Gesang nicht ausschließen. Spontan fallen mir die Namen Gundula Janowitz, Elisabeth Schwarzkopf, Anny Felbermayer, Jeanette Pilou, Marilyn Zschau, Anneliese Hückl, Pretty Yende und Agneta Eichenholz ein. Verstreut haben wir in unsren über 160 Klassikwelten schon von den Damen erzählt.

von Lothar und Sylvia Schweitzer

„Schweitzers Klassikwelt 167: Liebe auf den ersten Ton
klassik-begeistert.de, 7. Juli 2026“
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Emmanuel Rossfelders Gitarrenspiel trifft auf ein dankbares Publikum in Chorin

Emmanuel Rossfelder © „T2P Arnauld Vincent“

Dieser Bericht erzählt von den Fontane di Roma: Von vier römischen Brunnen, die in Noten verewigt wurden und seitdem den Konzertbesuchern tröpfchenweise Frisches in die Gehörgänge sprühen. Doch der französische Gitarrist entführt uns mit seinem Spiel alsbald in einen flirrend heißen Sommertag nach Aranjuez.
In der alten spanischen Königsresidenz erleben wir das berühmte Concierto für Gitarre und Orchester, das wiederum nach Abkühlung verlangt.

63. Choriner Musiksommer im Kloster Chorin / Brandenburg
vom 20. Juni bis 30. August 2026

Europa-Konzert 2026:

Orchester der Komischen Oper Berlin

Emmanuel Rossfelder – Gitarre
Markus Huber – Dirigent

Ottorino Respighi: Fontane di Roma
Joaquín Rodrigo: Concierto de Aranjuez für Gitarre und Orchester
Georges Bizet: Symphonie C-Dur

Kloster Chorin, 4. Juli 2026

von Ralf Krüger

„63. Choriner Musiksommer, Emmanuel Rossfelder
Kloster Chorin / Brandenburg vom 20. Juni bis 30. August 2026“
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