Kabelschaden in Köln: Anna Lapwood verwandelt ein Beinahe-Fiasko in einen phänomenalen Triumph

Anna Lapwood © Nick Rutter

Kölner Philharmonie, 16. September 2026

Man stelle sich vor, der Saal ist prall gefüllt, alle warten auf Anna Lapwood (31), Jungtalent und Stargast des Abends, die aktuell auf Tournee durch Europa die Herzen berauscht und in den sozialen Medien ein Millionenpublikum für die Orgel begeistert. Und dann tritt mit mehreren Minuten Verspätung der Veranstalter auf die Bühne und verkündet das maximal Verheerendste: Die Orgel ist ausgefallen. Was wie der schlimmste Alptraum aller klingt, wird an diesem Mittwoch in Köln Realität.

Philharmonia Orchestra

Kerem Hasan, Dirigent

Mädchenchor am Essener Dom
Steffen Schreyer,
Einstudierung

Anna Lapwood, Orgel

Hans Zimmer – Chevaliers de Sangreal (aus „The Da Vinci Code“, 2006) und Suite aus der Filmmusik zu Interstellar (2014) – jeweils für Orgel arrangiert von Anna Lapwood
Kristina Arakelyan – Toccata (2025)
Max Richter – Cosmology (2025)
Camille Saint-Saëns – Sinfonie Nr. 3 C-Moll op. 78 „Orgelsinfonie“ (1886)

Zugabe:
John Powell – “Test Drive” aus “Drachenzähmen leicht gemacht“ (2010), für Orgel arrangiert von Anna Lapwood

von Daniel Janz

„Anna Lapwood, Orgel – Camille Saint-Saëns, Orgelsinfonie
Kölner Philharmonie, 16. September 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE  (19. SEPTEMBER 2026)

Foto: © Salzburg Touristik

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE SAMSTAG-PRESSE  (19. SEPTEMBER 2026)

Salzburg/ Festspiele/ Vorstellung neue Intendanz
Peter de Caluwe: „Bin ein Harmoniemensch“
Der Belgier Peter de Caluwe wurde Freitagvormittag als neuer Intendant der Salzburger Festspiele vorgestellt. Kristina Hammer wird als Präsidentin verlängert. Lukas Crepaz wird von einer weiteren Amtszeit als kaufmännischer Direktor wohl absehen. De Caluwe war bereits 2013 bei den Festspielen in der engsten Auswahl für die Nachfolge von Interimschef Sven-Eric Bechtolf. Damals hatte jedoch Markus Hinterhäuser das Rennen um den Intendanten-Posten für sich entschieden.
„Intendanz beginnt mit Haltung“, habe de Caluwe im heurigen Bewerbungsprozess seine Intentionen mit dem Festival deutlich gemacht und das Kuratorium somit überzeugt. „Salzburg ist für mich der Ort, wo Außergewöhnliches möglich wird“, sagte de Caluwe selbst.
https://www.krone.at/4299572 „DIE SAMSTAG-PRESSE  (19. SEPTEMBER 2026)
klassik-begeistert.de“
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Olivia Betteridge und Caspar Sasse berühren als Cinderella und Prinz

Olivia Betteridge (Cinderella) und Caspar Sasse (Prinz), dahinter Futaba Ishizaki (Cinderellas Tante und Stiefmutter), Greta Jörgens  und Paula Iniesta (Cinderellas Cousinen), Evan L‘Hirondelle und Jack Bruce (Minister) sowie Florina Pohl (Der König) (Foto: RW)

Hamburg Ballett, Hamburgische Staatsoper, 17. September 2026

A Cinderella Story, Ballett von John Neumeier

Die zweite Besetzung

Die Cinderella und den Prinzen aufwühlenden Gefühle wie Trauer, Sehnsucht, Leidenschaft, auch Enttäuschung, vor allem aber eine die Zeiten überdauernde Liebe wurden von Betteridge und Sasse berührend in den Erkennungsszenen und den Pas de deux verkörpert.

Von Dr. Ralf Wegner „A Cinderella Story, Ballett von John Neumeier (2. Besetzung)
Hamburg Ballett, Hamburgische Staatsoper, 17. September 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 34: Giuseppe Verdi – Triumphmarsch aus „Aida“ (1871)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Erlangen Komponisten (zu) viel Berühmtheit, gehen ihnen schon mal die Pferde durch. Manches Mal verlieren sie das Gespür für Grenzen, gehen in Wahn über, sich alles erlauben zu können oder fordern sogar Spezialanfertigungen und -instrumente für ihre Musik. Aus solchem Übermut ist auch das ein oder andere Gute entstanden – man erinnere sich nur an die Wagnertuba. Viel zu oft aber endet solcher Narzissmus im Kuriosen, in Absurdität oder in Unikaten. Eines jener Unikate muss man dann auch dem berühmten italienischen Opernkomponisten Giuseppe Verdi unterstellen. Die Rede ist von seiner Oper Aida, die er mit einem instrumentalen Kniff versah, der bestenfalls als „Gag“ herhalten kann.
„Daniels Anti-Klassiker 34: Giuseppe Verdi – Triumphmarsch aus „Aida“
klassik-begeistert.de, 19. September 2026“
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Klaus Florian Vogt lädt zu einem bunten Abend ins Konzerthaus Berlin

Opernabend mit Klaus Florian Vogt

Ulf Schirmer  Dirigent
Klaus Florian Vogt  Tenor
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Konzerthaus Berlin, 17. September 2026

von Peter Sommeregger

Der Tenor Klaus Florian Vogt, der vor seiner Gesangskarriere als Hornist im Philharmonischen Staatsorchester Hamburg spielte, polarisiert seit dem Beginn seiner erfolgreichen Laufbahn die Klassikszene. Ergehen sich die Einen in überschwänglichem Lob, so wird er von Anderen, speziell im Wagnerfach, vehement abgelehnt. „Klaus Florian Vogt, Opernabend
Konzerthaus Berlin, 17. September 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 18. SEPTEMBER 2026

Anna Lapwood © Andy Paradise

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DIE FREITAG-PRESSE – 18. SEPTEMBER 2026

Köln
Orgelschaden in Köln: Anna Lapwood verwandelt ein Beinahe-Fiasko in einen phänomenalen Triumph
Man stelle sich vor, der Saal ist prall gefüllt, alle warten auf Anna Lapwood (31), Jungtalent und Stargast des Abends, die aktuell auf Tournee durch Europa die Herzen berauscht und in den sozialen Medien ein Millionenpublikum für die Orgel begeistert. Und dann tritt mit mehreren Minuten Verspätung der Veranstalter auf die Bühne und verkündet das maximal Verheerendste: Die Orgel ist ausgefallen. Was wie der schlimmste Alptraum aller klingt, wird an diesem Mittwoch in Köln Realität.
Von Daniel Janz
Klassik-begeistert.de

Köln
Glühbirnen, Geschirr, Tische – Die letzten Vorbereitungen für die Eröffnung der Oper
In schwindelnder Höhe stehen die Fachleute auf einer Leiter und sorgen dafür, dass das Opernfoyer rechtzeitig vor dem Tag der offenen Tür noch mehr Glanz bekommt. In die Muranoglas-Leuchter, die auch von außen durch die großen Fenster zu sehen sind, werden neue Birnen eingeschraubt. „Bisher hatten wir, um zu sehen, ob die Technik funktioniert, einfache Birnen benutzt. Und die waren teilweise lange in Betrieb. Nun sind es die neuesten LED‑Leuchten. Die bringen das Glas nochmal richtig zum Leuchten“, sagt Architekt Remigiusz Otrzonsek, der verantwortlich für die Sanierung der Kölner Bühnen ist.
KoelnerStadtanzeiger.de

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Daniels Anti-Klassiker 33: Rimski Korsakow – „Scheherazade“ (1888)

Höchste Zeit, sich als Musikliebhaber neu mit der eigenen CD-Sammlung und der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen. Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese sarkastische und schonungslos ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Scheherazade – frei nach dem Märchen von Tausendundeiner Nacht – ist eine der populärsten, wenn nicht sogar die populärste Komposition von Rimski Korsakow. Nicht nur der Stoff der Erzählung selbst berauscht. Die Musik gilt als Meisterwerk der Instrumentation, als eine herausragend in Töne gegossene Erzählung. Nicht selten wird sie sogar als die beste Komposition des russischen Komponisten bezeichnet. Und doch – trotz dieses herausragenden Rufs gibt es da etwas, was an dieser Komposition herausfällt. Denn, wie sich zeigt, ist nicht alles Gold, was glänzt…

„Daniels Anti-Klassiker 33: Rimski Korsakow – „Scheherazade“
klassik-begeistert.de, 18. September 2026“
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Zwischen den Sätzen 2:  Setzt die Dirigenten an die Luft!

Herbert Blomstedt © Stephan Rabold

von Jörn Schmidt

Sie erkennen sofort, ich habe das legendäre Zitat des französischen Komponisten und Dirigenten Pierre Boulez („Sprengt die Opernhäuser in die Luft“) aus dem Jahr 1967 in die Gegenwart gezerrt. Die Stoßrichtung ist die gleiche: Boulez kritisierte den konservativen, verstaubten Musikbetrieb und das Festhalten an alten Repertoires. Wollte dem ein Ende setzen. Desgleichen muss jetzt endgültig Schluss sein mit dem Maestro-Kult. Raus aus dem Orchestergraben, die Zukunft gehört der Künstlichen Intelligenz (KI). Konkret dem dirigierenden KI-Roboter. Das ist alternativlos – oder doch nicht?

Die Vorteile der KI liegen auf der Hand, und sie wiegen schwer:

„Zwischen den Sätzen 2:  Künstliche Intelligenz und Klassik
klassik-begeistert.de, 16. September 2026“
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Klein beleuchtet kurz 76: Der Liebestrank im Teatro alla Scala macht richtig Laune

Bühnenszene aus L’elisir d’amore;
Foto Brescia – Amisano ©  Teatro alla Scala

Eine neue Scala Produktion von Donizettis L’elisir d’amore verabschiedet sich von der traditionellen Produktion eines Franco Zeffirelli und setzt statt auf prunkvoll ausgestatteter historischer Bauernkomödie auf eine junge, frische, gefühlsbetonte und  farbenfrohe Inszenierung, bei der die Scala ihre eigene Akademie und die nächste Generation von Künstlern in den Mittelpunkt stellt.

von Patrik Klein

„Klein beleuchtet kurz 76, Der Liebestrank
Teatro alla Scala, Milano, 14. September 2026“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 17. SEPTEMBER 2026

Salzburger Festspiele © Luigi Caputo

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 17. SEPTEMBER 2026

Salzburg
Entscheidung in Salzburg? Peter de Caluwe soll Intendant der Festspiele werden
Audio von Jörn Florian Fuchs (5,02 Minuten)
deutschlandfunk.de

Salzburg habet Papam?
Die Salzburger Festspiele stehen offenbar vor einer überraschenden Entscheidung: Peter de Caluwe soll neuer Intendant und damit Nachfolger von Markus Hinterhäuser werden. BackstageClassical hatte das bereits im letzten Newsletter spekuliert, nun bringen es auch die »Salzburger Nachrichten«. Demnach sind Barrie Kosky und Sophie de Lint in der Nachfolge von Markus Hinterhäuser bei den Salzburger Festspielen wohl aus dem Rennen. Eine offizielle Bestätigung steht bislang allerdings noch aus. Damit würde das Auswahlverfahren eine neue Wendung nehemen, in dem lange Barrie Kosky als Favorit galt. Nun scheint sich das Blatt gedreht zu haben. De Caluwe war von 2007 bis 2025 Intendant des Brüsseler Opernhauses La Monnaie/De Munt. Sollte sich die Nachricht bestätigen, würde er die Salzburger Festspiele am 1. Oktober 2027 übernehmen. Bis dahin führt Karin Bergmann das Festival interimistisch.
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