Die Deutsche Oper Berlin beginnt ihre neue Intendanz im Museum der Moderne

Mittwoch © Julian Roeder

Deutsche Oper Berlin +++ PREMIERE +++ 19. September 2026

Karlheinz Stockhausen
Mittwoch aus Licht

Oper in einem Gruß, vier Szenen und einem Abschied von Karlheinz Stockhausen

Musik, Libretto, Aktionen und Gesten von
Karlheinz Stockhausen

Musikalische Leitung    Maxime Pascal

Dirigent Welt-Parlament   Jeremy Bines

Regie    Susanne Kennedy
Bühnenbild    Markus Selg

Premiere Deutsche Oper Berlin, 19. September 2026

von Peter Sommeregger

An der Deutschen Oper Berlin ist es inzwischen eine Tradition geworden, als erste Premiere einer neuen Intendanz ein Werk der Moderne zu wählen. Dietmar Schwarz begann seine Intendanz 2012 mit Helmut Lachenmanns „Mädchen mit den Schwefelhölzern“, sein Nachfolger Aviel Cahn kann mit Stockhausens „Mittwoch aus Licht“ sogar eine Deutsche Erstaufführung präsentieren. „Karlheinz Stockhausen, Mittwoch aus Licht
Deutsche Oper Berlin +++ PREMIERE +++ 19. September 2026“
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Dieser Jan Bosse-Don Giovanni ist überaus hörens-, aber weniger sehenswert

Anne Müller (Amor/Tod, Schauspielerin), Kady Evanyshyn (Zerlina), Hubert Kowalczyk (Masetto), Michèle Losier (Donna Elvira), Krzysztof Bączyk (Leporello), Andrzej Filonczyk (Don Giovanni), Omer Meir Wellber (musikalische Leitung), Elbenita Kajtazi (Donna Anna), Dovlet Nurgeldiyev (Don Ottavio), Morris Robinson (Komtur) (Foto: RW)

Mozarts Don Giovanni ist ein großartiges Werk, welches sich mit Grundfragen des menschlichen Daseins beschäftigt und auch über Jahrzehnte nicht altert. Daran können auch noch so eingreifende inszenatorische Überstülpungen nichts ändern. Deshalb ist auch die Inszenierung von Jan Bosse zu ertragen, zumal so gut gespielt und gesungen wurde wie am Samstagabend.

Don Giovanni, Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto:  Lorenzo Da Ponte
Inszenierung:  Jan Bosse, Bühne:  Stéphane Laimé, Kostüme:  Kathrin Plath
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Musikalische Leitung:  Omer Meir Wellber

Hamburgische Staatsoper, 19. September 2026

  1. Vorstellung seit der Premiere am 20.10.2019

von Dr. Ralf Wegner

„Mozart, Don Giovanni
Hamburgische Staatsoper, 19. September 2026“
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Kabelschaden in Köln: Anna Lapwood verwandelt ein Beinahe-Fiasko in einen phänomenalen Triumph

Anna Lapwood © Nick Rutter

Kölner Philharmonie, 16. September 2026

Man stelle sich vor, der Saal ist prall gefüllt, alle warten auf Anna Lapwood (31), Jungtalent und Stargast des Abends, die aktuell auf Tournee durch Europa die Herzen berauscht und in den sozialen Medien ein Millionenpublikum für die Orgel begeistert. Und dann tritt mit mehreren Minuten Verspätung der Veranstalter auf die Bühne und verkündet das maximal Verheerendste: Die Orgel ist ausgefallen. Was wie der schlimmste Alptraum aller klingt, wird an diesem Mittwoch in Köln Realität.

Philharmonia Orchestra

Kerem Hasan, Dirigent

Mädchenchor am Essener Dom
Steffen Schreyer,
Einstudierung

Anna Lapwood, Orgel

Hans Zimmer – Chevaliers de Sangreal (aus „The Da Vinci Code“, 2006) und Suite aus der Filmmusik zu Interstellar (2014) – jeweils für Orgel arrangiert von Anna Lapwood
Kristina Arakelyan – Toccata (2025)
Max Richter – Cosmology (2025)
Camille Saint-Saëns – Sinfonie Nr. 3 C-Moll op. 78 „Orgelsinfonie“ (1886)

Zugabe:
John Powell – “Test Drive” aus “Drachenzähmen leicht gemacht“ (2010), für Orgel arrangiert von Anna Lapwood

von Daniel Janz

„Anna Lapwood, Orgel – Camille Saint-Saëns, Orgelsinfonie
Kölner Philharmonie, 16. September 2026“
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Authentischer kann man Mahler nicht aufführen!

Philipp von Steinaecker und Mahler Academy Orchestra © Andreas Ströbl

Wie hat Mahlers 9. Symphonie bei der Uraufführung geklungen? Und ist sie wirklich ein Abschiedswerk voller Todessehnsucht, wie sie Mahler oft unterstellt wird? Antworten auf diese zentralen Fragen gab ein phantastisches Konzert mit dem Mahler Academy Orchestra unter Philipp von Steinaecker am 18. September 2026 im Großen Saal der Hamburger Elbphilharmonie.

Elbphilharmonie, Hamburg, 18. September 2026 

Gustav Mahler, Symphonie Nr. 9

Mahler Academy Orchestra
Philipp von Steinaecker, Dirigent

von Dr. Andreas Ströbl

„Gustav Mahler, Symphonie Nr. 9
Elbphilharmonie, 18-september-2026“
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Marie Jacquots Antritt in Köln beginnt als Ode der Feinsinnigkeit

WDR-Antrittskonzert Jacquot, Philharmonie © Taimas Ahangari

Mit großen musikalischen Gesten stellt sich die neue Chefin des WDR Sinfonieorchesters Marie Jacquot vor

Kölner Philharmonie, 18. September 2026

WDR Sinfonieorchester
Marie Jacquot, Dirigentin

Yulianna Avdeeva, Klavier

Richard Wagner – Vorspiel zum 1. Akt aus: Lohengrin WWV 75, Romantische Oper in drei Akten. Libretto vom Komponisten (1850)

Frédéric Chopin – Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 f-Moll op. 21 (1829/1830)

Augusta Holmès – Andromède – Sinfonische Dichtung (1900)

Alexander Skrjabin – Poème de l’extase op. 54 für großes Orchester (1908)

Zugabe:

Frédéric Chopin – Grande Valse As-Dur op. 42 (1835)

von Daniel Janz

„WDR Sinfonieorchester, Marie Jacquot, Dirigentin, Yulianna Avdeeva, Klavier
Kölner Philharmonie, 18. September 2026“
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Zwischen den Sätzen 3:  Zum Teufel mit der Longevity

Don Giovanni, Wolfgang Amadeus Mozart – Hamburgische Staatsoper © Brinkhoff Mögenburg

Philosophisch betrachtet ist Longevity Unsterblichkeit für Anfänger. Weil uns dieser Trend die Illusion der Unendlichkeit spüren lässt. Longevity-Influencer vermitteln den Eindruck, dass der Tod heutzutage keine metaphysische Gewissheit ist, sondern ein technischer Defekt. Sie müssen nur dieses oder jenes Supplement kaufen, dann können Sie dem Tod so manches Schnippchen schlagen.

Hamburgische Staatsoper   19. September 2026

Wolfgang Amadeus Mozart   Don Giovanni

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Chor der Hamburgischen Staatsoper

Omer Meir Wellber   Dirigent
Jan Bosse   Inszenierung

Von Jörn Schmidt

„Zwischen den Sätzen 3: Zum Teufel mit der Longevity
Hamburgische Staatsoper, 19. September 2026“
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Stefano Poda inszeniert Verdis „Macbeth“ in Lüttich als Gesamtkunstwerk

Ewa Płonka, Luca Micheletti  © J. Berger / ORW-Liège

Oper als Gesamtkunstwerk, das Musik, Schauspiel, Bühnen- und Kostümkreationen und auch Tanz umfasst. Dies ist das Ziel des Regisseurs Stefano Poda. Und das Mindeste was man sagen kann über die Aufführung der Oper Macbeth zur Saisoneröffnung 2026/2027 in Lüttich ist, dass es hier total gelungen ist. Stefano Poda zeichnet verantwortlich für Regie, Bühnenbild, Kostüme, Lichtregie und Choreografie, Generalmusikdirektor Giampaolo Bisanti für die musikalische Leitung. Das mordende Königspaar wird von Luca Micheletti und Ewa Płonka überzeugend gesungen und dargestellt.

Lüttich, Opéra Royal de Wallonie, 18. September 2026

Giuseppe Verdi (1813-1901)
MACBETH
Oper in vier Akten (Libretto von Francesco Maria Piave)

Musikalische Leitung: Giampaolo Bisanti

Inszenierung, Bühnenbild,
Kostüme, Licht & Choreografie:        Stefano Poda

von Jean-Nico Schambourg

„Giuseppe Verdi (1813-1901), Macbeth, Stefano Poda
Lüttich, Opéra Royal de Wallonie, 18. September 2026“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 20. SEPTEMBER 2026

Daniel Barenboim © Monika Ritterhaus

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 20. September 2026

Dortmund
Barenboim erlitt Schwächeanfall: Dortmund-Auftritt abgesagt
Dem international gefeierten Dirigenten Daniel Barenboim fehlt Stunden vor einem geplanten Auftritt in Dortmund die Kraft. Er hatte noch kurz zuvor mit einem ganz besonderen Orchester geprobt.
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Klaus Florian Vogt lädt zu einem bunten Abend ins Konzerthaus Berlin

Opernabend mit Klaus Florian Vogt

Ulf Schirmer  Dirigent
Klaus Florian Vogt  Tenor
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Konzerthaus Berlin, 17. September 2026

von Peter Sommeregger

Der Tenor Klaus Florian Vogt, der vor seiner Gesangskarriere als Hornist im Philharmonischen Staatsorchester Hamburg spielte, polarisiert seit dem Beginn seiner erfolgreichen Laufbahn die Klassikszene. Ergehen sich die Einen in überschwänglichem Lob, so wird er von Anderen, speziell im Wagnerfach, vehement abgelehnt. „Klaus Florian Vogt, Opernabend
Konzerthaus Berlin, 17. September 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 35: Ludwig van Beethoven – „Für Elise“ (1810)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Wer kennt es nicht? Im Konzertrepertoire gibt es eine Reihe von Stücken, die angeblich jedem gefallen und die scheinbar auch jeder hören will. Leidgeplagte Musiker und Solisten kennen sicherlich diesen Wunsch, nach ihren aufwändigen, einfühlsamen und herausragenden Meisterwerken doch bitte auch noch einmal „das Eine“ aufzuführen. Und allzu oft ist mit diesem „Einen“ einer jener Klischee-„Klassiker“ gemeint, die bereits jeder – egal ob Musiker oder Zuhörer – auswendig kennt. Solch ein Fall von „das Eine“ haben wir auch beim Opus 59 von Beethoven, besser bekannt als „für Elise“.
„Daniels Anti-Klassiker 35: Ludwig van Beethoven – „Für Elise“
klassik-begeistert.de, 20. September 2026“
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