Richard Strauss' „Arabella“ in der Semperoper Dresden kredenzt musikalische Sternstunden

Foto © Klaus Gigga
Semperoper Dresden, 7. Dezember 2018
Richard Strauss, Arabella
von Pauline Lehmann

Dieser Opernabend beglückt mit sängerischen Sternstunden und einem lyrischen Orchesterklang. Es gelingt dem Dirigenten Asher Fisch, Strauss’ Klanggewebe zu durchdringen. Die musikalische Sprache folgt der Handlung. Gesprochene Dialoge, kecke Parlandi und schwelgerische Passagen wechseln sich ab und schaffen Kurzweil. Orchester, Chor und Solisten bilden eine Einheit.

„Arabella“ ist die letzte gemeinsame Oper von Richard Strauss und seinem kongenialen Librettisten Hugo von Hofmannsthal. Am 1. Juli 1933 – als sich der politische Himmel über Deutschland bereits verdunkelt hatte – erlebte die lyrische Komödie in der Dresdner Staatsoper unter Clemens Krauss und mit Viorica Ursuleac in der Titelpartie eine umjubelte Premiere. „Richard Strauss, Arabella,
Semperoper Dresden“
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Umjubelte Wiederentdeckung eines Verdi-Juwels: „Luisa Miller“ in Wuppertal

Izabela Matula (Luisa) und Michael Tews (Wurm)
Foto:
© Jens Grossmann
Oper Wuppertal, 8. Dezember 2018
Giuseppe Verdi, Luisa Miller (Premiere)

Musikalische Leitung, Julia Jones
Inszenierung, Barbora Horáková Joly
Bühne, Andrew Lieberman
Kostüme, Eva-Maria Van Acker
Choreografie, James Rosental
Dramaturgie, David Greiner
Luisa, Izabela Matula
Graf von Walter, Sebastian Campione
Wurm, Michael Tews
Laura,Iris Marie Sojer
Rodolfo, Rodrigo Porras Garula
Federica, Nana Dzidziguri
Miller,Anton Keremidtchiev
Ein Bauer, Sookwang Cho
Chor, Markus Baisch
Chor und Extrachor der Wuppertaler Bühnen
Sinfonieorchester Wuppertal

von Ingo Luther

Warum steht Luisa Miller eigentlich so selten auf den Spielplänen der Opernhäuser? Mit dem a-cappella-Quartett und dem Duett zwischen zwei Bass-Stimmen im zweiten Akt enthält Luisa Miller sogar ein paar besonders exquisite musikalische Kostbarkeiten. Und auch sonst zeigt sich Luisa Miller bereits auf einer erstaunlichen musikalischen Augenhöhe mit den vielgespielten Werken aus der mittleren und späteren Schaffensperiode des Meisters aus Roncole. Es gibt also eine Menge guter Gründe, um diese Oper wieder aus der Versenkung zu holen! „Giuseppe Verdi, Luisa Miller (Premiere),
Oper Wuppertal“
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Die DIENSTAG-PRESSE – 11. DEZEMBER 2018

Foto: © Michael Poehn
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Berlin/ Deutsche Oper
Edita Gruberovás letztes Konzert
Königin der Koloraturen: Edita Gruberová verabschiedete sich mit einem Sonderkonzert von der Deutschen Oper Berlin
Was hat man der Sopranistin nicht alles für Ehrentitel verliehen: Sie sei die slowakische Nachtigall, die Königin der Koloraturen oder die Primadonna assoluta. Tatsächlich ist Edita Gruberová die amtierende Königin des dramatischen Belcantos. Aber auch Herrscherinnen müssen auf der Bühne wie im Leben irgendwann ihre Macht weitergeben. Gruberova, die am 23. Dezember ihren 72. Geburtstag feiert, verabschiedete sich am Montag mit einem Sonderkonzert von der Deutschen Oper
Berliner Morgenpost

Bonn
Vater der Klamotte
Jonathan Doves komische Oper „Marx in London“ zeigt im Theater Bonn den kommunistischen Übervater als Versager-Gatten zwischen Egomanie und Lüsternheit.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/klassik-vater-der-klamotte-1.4247056

Darmstadt
Die Himmelfahrt von König Gustav III.
Sieht eigentlich schön aus, aber das Zerstörerische steckt im Detail: Verdis „Maskenball“ am Staatstheater Darmstadt.
Frankfurter Allgemeine

Wien/ Staatsoper
Karpfenland Österreich: Welturaufführung von Die Weiden an der Wiener Staatsoper
bachtrack

Karpfen im Hochwasser – Stauds „Die Weiden“ an der Wiener Staatsoper uraufgeführt
Neue Musikzeitung/nmz.de

Wien/ Musikverein
Kirill Petrenko im Musikverein: Holzbläser, edel wie Interieurs von Loos
Der russische Dirigent gastierte bei den Wiener Philharmonikern – derstandard.at/2000093606432/Kirill-Petrenko-im-Musikverein-Holzblaeser-edel-wie-Interieurs-von-Loos
Der Standard
Philharmoniker glänzten mit Kirill Petrenko
Ein Konzert zwischen Kraftentfaltung und Bescheidenheit.
Wiener Zeitung „Die DIENSTAG-PRESSE – 11. DEZEMBER 2018“ weiterlesen

Die MONTAG-PRESSE – 10. DEZEMBER 2018

Foto: Michael Pöhn (c)
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Wien/ Staatsoper
Die bösen Menschen vom Stromland
Das dritte Bühnenwerk der „Opernmanufaktur“ Johannes Maria Staud und Durs Grünbein wurde Samstagabend an der Wiener Staatsoper uraufgeführt. Aber wer sich für mehr zeitgenössische Werke auf den Opernbühnen ausspricht, muss auch damit leben, dass sich nicht jede Neuschöpfung als Geniestreich entpuppt.
http://www.operinwien.at/werkverz/staud/aweiden.htm

„Die Weiden“ als Arie gegen den Populismus
Johannes Maria Stauds Oper als halb gelungenes Stück engagierten Musiktheaters an der Wiener Staatsoper – derstandard.at/2000093517268/Die-Weiden-als-Arie-gegen-den-Populismus
Der Standard

„Die Weiden“ erleiden Schiffbruch an der Staatsoper
Die neue Oper gegen Rechtspopulismus scheitert an ihrer eigenen Plumpheit.
Wiener Zeitung

Uraufführung „Die Weiden“ an der Wiener Staatsoper: Reise in die österreichische Finsternis
Lange gab es an der Wiener Staatsoper keine Uraufführung mehr. Zusammen mit dem Librettisten Durs Grünbein schrieb Johannes Maria Staud nun eine überaus politische Oper. Der österreichische Komponist nimmt darin Bezug zum allgemeinen europäischen Rechtsruck. Für die Regie zeichnet Andrea Moses verantwortlich. Premiere war am 8. Dezember 2018.
BR-Klassik

„Die Weiden“ an der Staatsoper: Aufklärung mit dem Holzhammer
https://kurier.at/kultur/die-weiden-an-der-staatsoper-aufklaerung-mit-dem-holzhammer/400348822
„Die Weiden“ – ein paar Buhs und milder Jubel
Die Presse

„Konzertgänger in Berlin“
Gerade richtig: Offenbachs „Les Contes d’Hoffmann“ an der Deutschen Oper
Eine schöne und grundgescheite und gerade richtig dicke Inszenierung in ihren besten Jahren ist das. Denn mit den neuen Les Contes d’Hoffmann in der Regie von Laurent Pelly hat die Deutsche Oper sich nicht die Katze im Sack gekauft, sondern eine Art Karlsson von allen Dächern, die bereits von Lyon bis San Francisco lief und…
https://hundert11.net/gerade-richtig/

Berlin
Theodor Currentzis und seine MusicAeterna bescheren einen großen Mahler-Abend in Berlin
Klassik-begeistert „Die MONTAG-PRESSE – 10. DEZEMBER 2018“ weiterlesen

DIE SONNTAG-PRESSE - 9. DEZEMBER 2018

Foto: Attila – Mailänder Scala © Marco Brescia & Rudy Amisano
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Die SONNTAG-PRESSE – 9. DEZEMBER 2018

Mailand
Bilder wie aus einem düsteren Hollywood-Film
Zur Saisoneröffnung der Mailänder Scala feierte am 7. Dezember Giuseppe Verdis „Attila“ Premiere. Attila ist ein gnadenloser Eroberer, der heidnischen Göttern huldigt. Nur der Bischof von Rom und die kämpferische Odabella können ihn beeindrucken. Mit düsteren Bildern setzt Regisseur Davide Livermore den Stoff für das heutige Publikum um. In der Titelrolle singt der Bassist Ildar Abdrazakov, Riccardo Chailly dirigiert.
BR-Klassik

Saisonstart an der Mailänder Scala: Zündend nur vor dem Haus
Vor dem Haus protestierten Anarchos, drinnen musizierte man Verdis „Attila“ eher gemütlich zu einer Filmkulisse.
Die Presse

Saisonstart in der Scala mit Verdis „Attila“: „Glänzende Sänger, großartige Chöre“
Franziska Stürz im Gespräch mit Sigrid Brinkman
DeutschlandfunkKultur „DIE SONNTAG-PRESSE – 9. DEZEMBER 2018“ weiterlesen

Theodor Currentzis und seine MusicAeterna bescheren einen großen Mahler-Abend in Berlin

Foto:  © Olga Rumyova
Teodor Currentzis und musicAeterna of Perm Opera
mit Werken von Gustav Mahler, Philharmonie Berlin, 5. Dezember 2018

Theodor Currentzis
Anna Lucia Richter
Florian Boesch
MusicAeterna 

Gustav Mahler Lieder aus „Des Knaben Wunderhorn“                                                                              Symphonie Nr. 4 G-Dur

von Peter Sommeregger

Bereits zum zweiten Mal gastiert der inzwischen hoch gehandelte griechische Dirigent Teodor Currentzis mit seinem sibirischen Orchester MusicAeterna auf ausdrückliche Einladung der Berliner Philharmoniker im großen Saal der Philharmonie. Das Konzert ist ausverkauft, was den Prominenten-Status des eigenwilligen Dirigenten bestätigt. „Teodor Currentzis und musicAeterna of Perm Opera mit Werken von Gustav Mahler, Philharmonie Berlin, 5. Dezember 2018“ weiterlesen

Weihnachtsmusik im neuen Gewand

Foto: © Linda Schier
Morgen kommt der Weihnachtsmann – Daniel Behle & Friends

Theater an der Wien, 6. Dezember 2018

Mit Daniel Behle & Friends
23 Weihnachtslieder + 1 Ouvertüre

Daniel Behle, Tenor
Christian Koch, Klavier
Takeo Sato, Gitarre

von Herbert Hiess

Daniel Behle ist nicht nur ein begnadeter Sänger, sondern auch ein Komponist und exzellenter Arrangeur. In der Wiener Kammeroper demonstrierte er in guten 70 Minuten, was für Feinheiten in den Weihnachtsliedern stecken, die wir alle gut kennen zu glaubten. Man hörte hier viele Überraschungen, die regelrecht verblüfften.

Der 1974 In Hamburg geborene Daniel Behle ist mittlerweile einer der bedeutendsten deutschen lyrischen Tenöre. Obwohl nicht mehr ganz so jung, fasziniert er immer mit seinem Charme, seiner wunderschönen einprägsamen Stimme. Noch dazu besticht er mit seiner intelligenten und innovativen Programm- und Besetzungsgestaltung. „Morgen kommt der Weihnachtsmann – mit Daniel Behle & Friends, Theater an der Wien, 6. Dezember 2018“ weiterlesen

Sondra Radvanovsky ist eine Diva der alten Schule – Tosca in der Deutschen Oper Berlin

Foto: Sondra Radvanovsky als Tosca in der Metropolitan Opera
© Marty Sohl / Met Opera
Giacomo Puccini, ToscaDeutsche Oper Berlin, 6. Dezember 2018

Musikalische Leitung: Ivan Repusic
Inszenierung: Boleslaw Barlog
Bühne, Kostüme: Filippo Sanjust
Chöre: Thomas Richter
Kinderchor: Christian Lindhorst

Tosca: Sondra Radvanovsky
Mario Cavaradossi: Massimo Giordano
Scarpia: Ivan Inverardi
Angelotti: Samuel Dale Johnson
Der Mesner: Noel Bouley
Spoletta: Andrew Dickinson
Sciarrone: Paull-Anthony Keightley
Ein Schließer: Byung Gil Kim
Kinderchor der Deutschen Oper Berlin
Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester der Deutschen Oper Berlin

von Gabriel Pech

Floria Tosca ist die klassische Diva. Ihren Auftritt begleitet traditionell tosender Applaus. In der altehrwürdigen Inszenierung der Deutschen Oper, die mit ihrer Premiere 1969 fast schon als Antiquität anzusehen ist, darf sie das alles sein: Eine zur Marienfigur verklärte leidenschaftliche Schönheit, die gleichsam Ehrfurcht und Mitgefühl hervorruft.

Sondra Radvanovsky atmet diese Rolle mit ihrem ganzen Körper. Als eine der gefragtesten Verdi-Interpretinnen beheimaten sie die ganz großen Häuser dieser Welt. In dieser Saison verkörpert sie die Tosca parallel auch in der Metropolitan Opera, die seit den 90er Jahren ihr Zuhause darstellt. Man darf also ein kleines bischen »Met-Zauber« schnuppern in der Deutschen Oper Berlin. „Giacomo Puccini, Tosca, Deutsche Oper Berlin, 6. Dezember 2018“ weiterlesen

Die SAMSTAG-PRESSE – 8. DEZEMBER 2018

Foto: Die Weiden /  Wiener Staatsoper ©  Michael Pöhn
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Die SAMSTAG-PRESSE – 8. DEZEMBER 2018

Fest und Protest bei Scala-Saisoneröffnung mit Attila
Mit Rauchbombe und Knallkörpern haben einige italienische Linksaktivisten am Freitagnachmittag vor Beginn der Saisonpremiere der Scala mit Giuseppe Verdis „Attila“ in Mailand gegen die Regierung aus rechter Lega und populistischer Fünf Sterne-Bewegung protestiert. Einige Aktivisten trugen wie die französischen Demonstranten gelbe Westen.
Kleine Zeitung

ScalaSaisoneroeffnung-mit-Attila
Viel Applaus für Verdi-Rarität
Kurier

Netrebko und Holender auf ukrainischer „Staatsfeindeliste“
19 Personen mit Österreich-Bezug finden sich laut APA-Recherchen derzeit auf der berüchtigten „Mirotworez“-Liste ukrainischer „Staatsfeinde“. Neben Politikern stehen auch Kulturschaffende aus Österreich darauf.
Die Presse „Die SAMSTAG-PRESSE – 8. DEZEMBER 2018“ weiterlesen

Zwischen Scheinwerfer-Kegeln und Nebelrauch

© Foto: Karl und Monika Forster
Jean-Philippe Rameau, Hippolyte et Aricie,
Berlin, Staatsoper unter den Linden, 6. Dezember 2018

Musikalische Leitung: Simon Rattle
Regie: Aletta Collins
Bühne, Lichtgestaltung, Kostüme: Olafur Eliasson
Aricie: Anna Prohaska
Phèdre: Magdalena Kožená
Oenone: Adriane Queiroz
Diane: Elsa Dreisig
Thésée: Gyula Orendt
Hippolyte: Reinoud Van Mechelen
Tisiphone: David Ostrek
Pluton: Peter Rose

Staatsopernchor
Freiburger Barockorchester

von Kirsten Liese

Nach Lektüre der Premierenkritiken hatte ich nicht zu hoffen gewagt, dass mich dieser Abend umhauen könnte. Jedenfalls, um das gleich vorweg zu sagen: Diese auch vom Berliner Publikum enthusiastisch aufgenommene vorletzte Aufführung von Jean-Philippe Rameaus Oper „Hippolyte et Aricie“ an der Berliner Staatsoper ist eine Wucht! „Jean-Philippe Rameau, Hippolyte et Aricie, 6. Dezember 2018“ weiterlesen