Zwischen den Sätzen 3:  Zum Teufel mit der Longevity

Foto: HSO Don Giovanni Wolfgang Amadeus Mozart
Hamburgische Staatsoper (c) Brinkhoff Mögenburg

Philosophisch betrachtet ist Longevity Unsterblichkeit für Anfänger. Weil uns dieser Trend die Illusion der Unendlichkeit spüren lässt. Longevity-Influencer vermitteln den Eindruck, dass der Tod heutzutage keine metaphysische Gewissheit ist, sondern ein technischer Defekt. Sie müssen nur dieses oder jenes Supplement kaufen, dann können Sie dem Tod so manches Schnippchen schlagen.

Hamburgische Staatsoper 19. September 2026

Wolfgang Amadeus Mozart Don Giovanni

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Chor der Hamburgischen Staatsoper

Omer Meir Wellber Dirigent
Jan Bosse Inszenierung

Von Jörn Schmidt

„Zwischen den Sätzen 3: Zum Teufel mit der Longevity
Hamburgische Staatsoper, 19. September 2026“
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Stefano Poda inszeniert Verdis MACBETH in Lüttich als Gesamtkunstwerk

Foto: Ewa Płonka, Luca Micheletti  © J.Berger_ORW-Liège

Oper als Gesamtkunstwerk, das Musik, Schauspiel, Bühnen- und Kostümkreationen und auch Tanz umfasst. Dies ist das Ziel des Regisseurs Stefano Poda. Und das Mindeste was man sagen kann über die Aufführung der Oper MACBETH zur Saisoneröffnung 2026/2027 in Lüttich ist, dass es hier total gelungen ist. Stefano Poda zeichnet verantwortlich für Regie, Bühnenbild, Kostüme, Lichtregie und Choreografie, Generalmusikdirektor Giampaolo Bisanti für die musikalische Leitung. Das mordende Königspaar wird von Luca Micheletti und Ewa Płonka überzeugend gesungen und dargestellt.

Lüttich, Opéra Royal de Wallonie, 18. September 2026

Giuseppe Verdi (1813-1901)
MACBETH
Oper in vier Akten (Libretto von Francesco Maria Piave)

 Musikalische Leitung: Giampaolo Bisanti

Inszenierung, Bühnenbild,
Kostüme, Licht & Choreografie:        Stefano Poda

von Jean-Nico Schambourg

„Giuseppe Verdi (1813-1901) MACBETH Stefano Poda
Lüttich, Opéra Royal de Wallonie, 18. September 2026“
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Die SONNTAG-PRESSE, 20. September 2026

Foto: Barenboim (c) Monika-Ritterhaus

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die SONNTAG-PRESSE, 20. September 2026

Dortmund:
Barenboim erlitt Schwächeanfall: Dortmund-Auftritt abgesagt
Dem international gefeierten Dirigenten Daniel Barenboim fehlt Stunden vor einem geplanten Auftritt in Dortmund die Kraft. Er hatte noch kurz zuvor mit einem ganz besonderen Orchester geprobt.
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„Die SONNTAG-PRESSE, 20. September 2026“ weiterlesen

Daniels Anti-Klassiker 35: Ludwig van Beethoven – „Für Elise“ (1810)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Wer kennt es nicht? Im Konzertrepertoire gibt es eine Reihe von Stücken, die angeblich jedem gefallen und die scheinbar auch jeder hören will. Leidgeplagte Musiker und Solisten kennen sicherlich diesen Wunsch, nach ihren aufwändigen, einfühlsamen und herausragenden Meisterwerken doch bitte auch noch einmal „das Eine“ aufzuführen. Und allzu oft ist mit diesem „Einen“ einer jener Klischee-„Klassiker“ gemeint, die bereits jeder – egal ob Musiker oder Zuhörer – auswendig kennt. Solch ein Fall von „das Eine“ haben wir auch beim Opus 59 von Beethoven, besser bekannt als „für Elise“.
„Daniels Anti-Klassiker 35: Ludwig van Beethoven – „Für Elise“
klassik-begeistert.de, 20. September 2026“
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Kabelschaden in Köln: Anna Lapwood verwandelt ein Beinahe-Fiasko in einen phänomenalen Triumph

Anna Lapwood © Nick Rutter

Kölner Philharmonie, 16. September 2026

Man stelle sich vor, der Saal ist prall gefüllt, alle warten auf Anna Lapwood (31), Jungtalent und Stargast des Abends, die aktuell auf Tournee durch Europa die Herzen berauscht und in den sozialen Medien ein Millionenpublikum für die Orgel begeistert. Und dann tritt mit mehreren Minuten Verspätung der Veranstalter auf die Bühne und verkündet das maximal Verheerendste: Die Orgel ist ausgefallen. Was wie der schlimmste Alptraum aller klingt, wird an diesem Mittwoch in Köln Realität.

Philharmonia Orchestra

Kerem Hasan, Dirigent

Mädchenchor am Essener Dom
Steffen Schreyer,
Einstudierung

Anna Lapwood, Orgel

Hans Zimmer – Chevaliers de Sangreal (aus „The Da Vinci Code“, 2006) und Suite aus der Filmmusik zu Interstellar (2014) – jeweils für Orgel arrangiert von Anna Lapwood
Kristina Arakelyan – Toccata (2025)
Max Richter – Cosmology (2025)
Camille Saint-Saëns – Sinfonie Nr. 3 C-Moll op. 78 „Orgelsinfonie“ (1886)

Zugabe:
John Powell – “Test Drive” aus “Drachenzähmen leicht gemacht“ (2010), für Orgel arrangiert von Anna Lapwood

von Daniel Janz

„Anna Lapwood, Orgel – Camille Saint-Saëns, Orgelsinfonie
Kölner Philharmonie, 16. September 2026“
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Patrick Hahn sorgt für frischen Wind

CD/Blu-ray Besprechung:

Wer glaubt, den Kosmos von Johann Strauss Sohn in- und auswendig zu kennen, wird bei der Lektüre gängiger Konzertprogramme meist enttäuscht. Dort regieren mit sturer Verlässlichkeit die üblichen Schlachtrösser, vom Donauwalzer bis zum Radetzky-Marsch, garniert mit dem ewig gleichen Schlagobers aus Wiener Gemütlichkeit. Das Label BR-Klassik geht auf einer neuen Studioeinspielung mit dem Münchner Rundfunkorchester unter Patrick Hahn erfreulicherweise einen anderen, klügeren Weg.

Johann Strauss
Perpetuum Mobile

Münchner Rundfunkorchester
Patrick Hahn, musikalische Leitung

BR-Klassik, 900353

von Dirk Schauß

„Johann Strauss, Perpetuum Mobile, Patrick Hahn, musikalische Leitung
klassik-begeistert.de, 19. September 2026“
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Klaus Florian Vogt lädt zu einem bunten Abend ins Konzerthaus Berlin

Opernabend mit Klaus Florian Vogt

Ulf Schirmer  Dirigent
Klaus Florian Vogt  Tenor
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Konzerthaus Berlin, 17. September 2026

von Peter Sommeregger

Der Tenor Klaus Florian Vogt, der vor seiner Gesangskarriere als Hornist im Philharmonischen Staatsorchester Hamburg spielte, polarisiert seit dem Beginn seiner erfolgreichen Laufbahn die Klassikszene. Ergehen sich die Einen in überschwänglichem Lob, so wird er von Anderen, speziell im Wagnerfach, vehement abgelehnt. „Klaus Florian Vogt, Opernabend
Konzerthaus Berlin, 17. September 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 19. SEPTEMBER 2026

© Salzburg Touristik

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SAMSTAG-PRESSE – 19. SEPTEMBER 2026

Salzburg/Festspiele/Vorstellung neue Intendanz
Peter de Caluwe: „Bin ein Harmoniemensch“
Der Belgier Peter de Caluwe wurde Freitagvormittag als neuer Intendant der Salzburger Festspiele vorgestellt. Kristina Hammer wird als Präsidentin verlängert. Lukas Crepaz wird von einer weiteren Amtszeit als kaufmännischer Direktor wohl absehen. De Caluwe war bereits 2013 bei den Festspielen in der engsten Auswahl für die Nachfolge von Interimschef Sven-Eric Bechtolf. Damals hatte jedoch Markus Hinterhäuser das Rennen um den Intendanten-Posten für sich entschieden.
„Intendanz beginnt mit Haltung“, habe de Caluwe im heurigen Bewerbungsprozess seine Intentionen mit dem Festival deutlich gemacht und das Kuratorium somit überzeugt. „Salzburg ist für mich der Ort, wo Außergewöhnliches möglich wird“, sagte de Caluwe selbst.
krone.at

„DIE SAMSTAG-PRESSE – 19. SEPTEMBER 2026
klassik-begeistert.de“
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Olivia Betteridge und Caspar Sasse berühren als Cinderella und Prinz

Olivia Betteridge (Cinderella) und Caspar Sasse (Prinz), dahinter Futaba Ishizaki (Cinderellas Tante und Stiefmutter), Greta Jörgens  und Paula Iniesta (Cinderellas Cousinen), Evan L’Hirondelle und Jack Bruce (Minister) sowie Florian Pohl (Der König) (Foto: RW)

Hamburg Ballett, Hamburgische Staatsoper, 17. September 2026

A Cinderella Story, Ballett von John Neumeier

Die zweite Besetzung

Die Cinderella und den Prinzen aufwühlenden Gefühle wie Trauer, Sehnsucht, Leidenschaft, auch Enttäuschung, vor allem aber eine die Zeiten überdauernde Liebe wurden von Betteridge und Sasse berührend in den Erkennungsszenen und den Pas de deux verkörpert.

Von Dr. Ralf Wegner

„A Cinderella Story, Ballett von John Neumeier (2. Besetzung)
Hamburg Ballett, Hamburgische Staatsoper, 17. September 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 34: Giuseppe Verdi – Triumphmarsch aus „Aida“ (1871)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Erlangen Komponisten (zu) viel Berühmtheit, gehen ihnen schon mal die Pferde durch. Manches Mal verlieren sie das Gespür für Grenzen, gehen in Wahn über, sich alles erlauben zu können oder fordern sogar Spezialanfertigungen und -instrumente für ihre Musik. Aus solchem Übermut ist auch das ein oder andere Gute entstanden – man erinnere sich nur an die Wagnertuba. Viel zu oft aber endet solcher Narzissmus im Kuriosen, in Absurdität oder in Unikaten. Eines jener Unikate muss man dann auch dem berühmten italienischen Opernkomponisten Giuseppe Verdi unterstellen. Die Rede ist von seiner Oper Aida, die er mit einem instrumentalen Kniff versah, der bestenfalls als „Gag“ herhalten kann.
„Daniels Anti-Klassiker 34: Giuseppe Verdi – Triumphmarsch aus „Aida“
klassik-begeistert.de, 19. September 2026“
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