Vom anderen Stern: Die Wiener Philharmoniker bringen in Salzburg Strauss’ Ariadne auf Naxos zum Fliegen

Am Ende düsen sie ab im Sauseschritt und nehmen die Liebe mit – Christina Nilsson (Primadonna / Ariadne), Eric Cutler (Der Tenor / Bacchus) © SF/Thomas Aurin

Mein Star des Abends ist das Orchester. Der Klang ist differenziert, transparent. Strauss’ Ariadne auf Naxos klingt an diesem Abend zum Niederknien gut. Stimmlich sticht Sopranistin Ziyi Dai in der Interpretation der Zerbinetta heraus.

Ariadne auf Naxos (1916)
Komposition: Richard Strauss
, Libretto: Hugo von Hofmannsthal

Musikalische Leitung: Manfred Honeck
Regie/Bühne/Kostüme: Ersan Mondtag

Der Komponist  Kate Lindsey
Primadonna / Ariadne  Christina Nilsson
Der Tenor / Bacchus  Eric Cutler
Zerbinetta  Ziyi Dai

Wiener Philharmoniker

Haus für Mozart, Salzburg, 7. August 2026

von Frank Heublein „Richard Strauss, Ariadne auf Naxos
Haus für Mozart, Salzburg, 7. August 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 8. AUGUST 2026

© Arena di Verona

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SAMSTAG-PRESSE – 8. AUGUST 2026

Arena di Verona
Veronas fulminante „Traviata“ begeistert das Publikum im Moulin Rouge
Diese „Traviata“ in der Arena von Verona schaffte in der Regie von Paul Curran die überaus heikle Gratwanderung zwischen Spektakel (für das die gigantische Arena steht) und jener zarten Intimität, welche diese tragische Oper erfordert – szenisch und musikalisch.
Von Dr. Charles E. Ritterband
Klassik-begeistert.de

Salzburg
Kritik „Così fan tutte“ in Salzburg: Mozarts Essenz
Im ersten Corona-Sommer 2020 war es eine Sensation, dass in Salzburg überhaupt Oper gespielt wurde. Unter anderem Mozarts „Così fan tutte“ in der Regie von Christoph Loy, in einer gekürzten Version. Schon 2020 stand Joana Mallwitz am Pult, damals die erste Frau, die eine szenische Premiere bei den Festspielen dirigierte. Gestern Abend war in Salzburg nun die Wiederaufnahme in einer erweiterten Version zu sehen – „Così“ ohne coronabedingte Kürzungen.
BR.Klassik.de

„DIE SAMSTAG-PRESSE – 8. AUGUST 2026“ weiterlesen

„Rienzi“: Bayreuth entfacht Wagners frühen Feuersturm

Jennifer Holloway (Adriano), Gabriela Scherer (Irene), Andreas Schager (Rienzi), Festspielchor und Sonderchor © Enrico Nawrath

Erstmals erobert Wagners frühe Grand opéra Rienzi, der Letzte der Tribunen, den Grünen Hügel.

Bayreuther Festspiele, 26. Juli 2026

Richard Wagner: Rienzi, der Letzte der Tribunen
Große tragische Oper in fünf Akten

  • Musikalische Leitung:  Nathalie Stutzmann
  • Regie:  Alexandra Szemerédy & Magdolna Parditka
  • Chorleitung:  Thomas Eitler-de Lint
  • Cola Rienzi:  Andreas Schager
  • Irene:  Gabriela Scherer
  • Adriano Colonna:   Jennifer Holloway
  • Steffano Colonna:   Andreas Bauer Kanabas
  • Paolo Orsini:   Michael Nagy
  • Baroncelli:   Matthias Stier

von Andreas Schmidt

Manchmal braucht es lange, bis etwas zusammenfindet, was eigentlich schon immer zusammengehörte.

150 Jahre nach Eröffnung der Bayreuther Festspiele stand Richard Wagners Rienzi zum ersten Mal auf dem Spielplan des Grünen Hügels. Nach der Eröffnung mit Ludwig van Beethovens Neunter Sinfonie setzte Bayreuth am zweiten Festspieltag gleich den nächsten Paukenschlag. Schon vor Beginn war im Festspielhaus eine besondere Spannung zu spüren. Es war diese Mischung aus Neugier, Erwartung und einer leisen Ahnung, Zeuge eines besonderen Moments zu werden. „Richard Wagner, Rienzi
Bayreuther Festspiele, 26. Juli 2026“
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Seiji Ozawa begeistert mit Richard Strauss

CD-Besprechung:

Für Ozawa-Verehrer ist dieses Dokument trotz der tontechnischen Abstriche ein unverzichtbares Sammlerstück, das die Stärken und die gelegentlichen Nachlässigkeiten eines faszinierenden Dirigenten offenbart.

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 5 c-moll op. 67

Richard Strauss
Ein Heldenleben op. 40

Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Seiji Ozawa, musikalische Leitung

BR Klassik, 900238

von Dirk Schauß


„Strauss und Beethoven, Seiji Ozawa Dirigent
klassik-begeistert.de, 8. August 2026“
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Veronas fulminante „Traviata“ begeistert das Publikum im Moulin Rouge

Foto © Arena di Verona

Diese „Traviata“ in der Arena von Verona schaffte in der Regie von Paul Curran die überaus heikle Gratwanderung zwischen Spektakel (für das die gigantische Arena steht) und jener zarten Intimität, welche diese tragische Oper erfordert – szenisch und musikalisch.

Giuseppe Verdi,   La Traviata

Violetta:  Rosa Feola
Flora:  Anna Werle
Annina:  Francesca Maionchi
Alfredo:  Galeano Salas
Giorgio Germont:  Luca Salsi

Dirigent:  Michele Spotti

Regie:  Paul Curran
Bühne:  Juan Guillermo Nova
Kostüme:  Stefano Ciammitti
Choreographie:  Kyle Lang

Orchester und Tänzer Fondazione Arena di Verona

Arena di Verona, 6. August 2026

von Dr. Charles E. Ritterband

Dass es zum Zeitpunkt der Uraufführung der „Traviata“, die bekanntlich mit einem eklatanten Misserfolg im „Gran Teatro La Fenice“ am 6. März 1853 startete und bis heute zur meistgespielten Oper weltweit wurde, das „Moulin Rouge“ in Paris noch lange nicht (nämlich 36 Jahre) gab,  gehört zu den Freiheiten, die sich ein Regisseur durchaus erlauben darf: in Verona diente die legendäre Vergnügungsstätte im 1. Akt als Schauplatz und spektakuläre Kulisse – samt dem berühmten XXL-Elefanten, der damals wirklich im Moulin Rouge gestanden hatte.

„Giuseppe Verdi, La Traviata
Arena di Verona, 6. August 2026“
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Hayato Sumino sprengt die Rhapsody und Aurora setzt Mahlers Erste unter Strom

Fotos © Ansgar Klostermann

Der Finalsatz geriet zu einem Parcoursritt. Das Ensemble spielte derart entfesselt auf, dass man den Eindruck gewann, es ginge um die Existenz des Orchesters selbst.

Leonard Bernstein – Ouvertüre zur Operette „Candide“
George Gershwin – Rhapsody in Blue
Maurice Ravel – Boléro (Fassung für Klavier und Orchester, Arr. H. Sumino)
Gustav Mahler – Sinfonie Nr. 1 D-Dur „Der Titan“ (auswendig gespielt)

Hayato Sumino, Klavier
Aurora Orchestra
Nicholas Collon, Leitung

Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal, 6. August 2026

von Dirk Schauß

„Bernstein, Gershwin, Ravel, Mahler 1
6. August 2026, Kurhaus Wiesbaden, Friedrich-von-Thiersch-Saal“
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Die KI konterkariert die Walküre II

Bayreuther Festspiele, Die Walküre 2026 © Enrico Nawrath

„Keiner ging – doch einer kam: siehe, der Lenz lacht in den Saal!“

Musikalisch geht der mit dem im Rheingold begonnenen Festspielhöhenflug weiter. Christian Thielemann zaubert mit dem auf höchstem Niveau spielenden Festspielorchester ein wahres Wagner-Wunder. Feinfühlig in den Tempi, immer umsichtiger Begleiter seiner Sänger und Sängerinnen, entfaltet er einen wunderbar luziden Klang, ohne dabei die großen Ausbrüche und Steigerungen zu vernachlässigen.

Richard Wagner
Die Walküre II

Festspielorchester Bayreuth
Christian Thielemann, Dirigent

Marcus Lobbes und Nils Corte,
Kuratorium / Künstlerisch-technische Konzeption

Bayreuther Festspiele, 5. August 2026

von Axel Wuttke

„Richard Wagner, Die Walküre II, Christian Thielemann
Bayreuther Festspiele, 5. August 2026“
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Das Rheingold und Die Walküre II: Eine Bilanz nach der Halbzeit

Fotos: Bayreuther Festspiele, Das Rheingold 2026 © Enrico Nawrath

Die Buhrufe für das gescheiterte szenische Konzept lassen allmählich etwas nach. Man schaut zusehends darüber hinweg. Die verdient emphatischen Bravostürme für die Sänger und den Dirigenten aber erinnern an goldene Zeiten. Da könnte man meinen, das Haus breche zusammen unter all dem Getrappel. So lautstarker Jubel bei einem Ring war an diesem Ort lange nicht mehr. Genauer gesagt, seit Thielemanns letztem Zyklus vor 20 Jahren.

Richard Wagner, Das Rheingold
                                    Die Walküre

Christian Thielemann, Dirigent
Festspielorchester Bayreuth

Marcus Lobbes und Nils Corte, Kuratorium / künstlerisch-technische Konzeption

Bayreuther Festspiele, 4. & 5. August 2026

von Kirsten Liese

„Halbzeitbilanz: Richard Wagner, Das Rheingold II, Die Walküre II
Bayreuther Festspiele, 4. & 5. August 2026“
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Long Long kehrt zurück nach Bregenz – zwischen Wind und Spiegeln, Teil II

Bregenz La traviata © Christian Lins

Im Sommer 2026 kehrte der chinesische Tenor Long Long auf die Seebühne der Bregenzer Festspiele zurück – diesmal als Alfredo in VerdiLa traviata.

Als erster chinesischer Sänger, der den internationalen Gesangswettbewerb „Neue Stimmen“ gewann, ist er auf bedeutenden Opernbühnen weltweit aufgetreten, darunter an der Metropolitan Opera in New York, am Royal Opera House in London und an der Bayerischen Staatsoper in München. Nach seinem Auftritt als Herzog von Mantua in Rigoletto im Jahr 2021 war seine Rückkehr nach Bregenz eine besondere Wiederbegegnung mit einem Ort, der ihm bereits vertraut war – diesmal inmitten der zerbrochenen Spiegelwelt der Seebühne.

An der Seebühne spricht Long Long mit Feng Getong, Doktorandin der Neueren deutschen Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

„Interview: kb im Gespräch mit dem Tenor Long Long, Teil II
klassik-begeistert.de, 7. August 2026“
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Das Rheingold II: Kunst kommt von Können, nicht von Wollen ...

Bayreuth Rheingold II © Enrico Nawrath

 … Das Rheingold II in Bayreuth versinkt im uninspirierten Bilderchaos

Christian Thielemann zaubert einen so erlesenen, klaren, die Höhepunkte auskostenden Klangteppich, dass man es kaum fassen kann. Und er trägt seine Sänger auf Händen. Thielemanns Liebe zur Musik Richard Wagners und zum Festspielhaus ist in jedem Takt hör- und erlebbar. Das ist einfach phänomenal.

Richard Wagner, Das Rheingold

Christian Thielemann, Dirigent
Festspielorchester Bayreuth

Marcus Lobbes und Nils Corte, Kuratorium / künstlerisch-technische Konzeption

Bayreuther Festspiele, 4. August 2026

von Axel Wuttke

„Richard Wagner, Das Rheingold II, Christian Thielemann
Bayreuther Festspiele, 4. August 2026“
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