Daniels Anti-Klassiker 28: Samuel Barber – Adagio for Strings (1938)

 

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Auch das zwanzigste Jahrhundert hat Orchesterkompositionen zu bieten, die abseits von Film- und Fernsehmusik massentauglich wirksam wurden. Ein Kunstwerk, das nicht vielen Stücken und Künstlern gelang, folgen viele der Kompositionen ab 1920 doch dem Ideal des „Fortschritts“ und opfern dafür bis heute wirksame Mechanismen, wie Wiedererkennbarkeit, Wiederholung oder melodische Eingängigkeit. Gibt es dann doch einmal Stücke, die sich auf traditionellere Wurzeln beziehen, stechen sie schnell als „Hits“ heraus. Einer ebenjener Hits ist ein Stück, dass sicher jeder Lesende hier schon einmal gehört hat: Das Adagio for String von Samuel Barber, laut BBC 2004 auch als das „traurigste Klassikstück der Welt“ bekannt.

„Daniels Anti-Klassiker 28: Samuel Barber – Adagio for Strings (1938)
klassik-begeistert.de, 13. September 2026“
weiterlesen

„Don Carlo“ in Wien: Grigolo findet auch die zarten Töne

Don Carlo, Grigolo-Stikhina © Wiener Staatsoper/Marcel Urlaub

Wiener Staatsoper, 10. September 2026

Giuseppe Verdi, Don Carlo

Kirill Serebrennikov lenkt in Verdis „Don Carlo“ oft vom Wesentlichen ab. Umso stärker treffen Günther Groissböck, Elena Stikhina, Étienne Dupuis und das Staatsopernorchester ins Mark. Vittorio Grigolo krönt den Abend an der Wiener Staatsoper mit Spinto-Glanz und jener Mischung aus Ego und Charisma, die polarisiert.

von Jürgen Pathy

Der erste Besuch in der Wiener Staatsoper in einer neuen Saison ist immer etwas Besonderes. Dass dieser mit Verdis „Don Carlo“ zusammentrifft, ist bis auf eine Ausnahme noch erfreulicher. Kirill Serebrennikovs Inszenierung wird mit Fortdauer auch nicht besser. Dass sie modern und sozialkritisch ist, stimmt schon. Die Verlagerung in ein Kostüminstitut ist nachvollziehbar, die offensichtliche Kapitalismus- und Umweltkritik ebenso. In Summe ist sie aber eines: Ablenkung pur. Denn bei der Umsetzung lenken viele Nebenschauplätze die Aufmerksamkeit auf Requisiten und Komparserie. Das Wichtigste verliert der russische Regisseur dabei fast aus den Augen: die Hauptdarsteller und die Musik. „Giuseppe Verdi, Don Carlo
Wiener Staatsoper, 10. September 2026“
weiterlesen

DIE SAMSTAG-PRESSE – 12. SEPTEMBER 2026

Elsa Dreisig mit Florian Sempey als Graf © Wr. Staatsoper/Marcel Urlaub

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SAMSTAG-PRESSE – 12. SEPTEMBER 2026

Fr., 11. September 2026: WIEN (Staatsoper): Francesco Cilèa, Adriana Lecouvreur
Vor einer halben Ewigkeit, nämlich am 22. Februar 2014, habe ich Francesco Cilèas „Adriana Lecouvreur“ kennengelernt und gleich auf meinem Opernfriedhof begraben – aber jetzt nach über zehn Jahren hat mich die Neugierde doch wieder übermannt, sodass ich einen Friedhofsbesuch unternommen habe. Und naja, diesmal habe ich einen etwas besseren Eindruck als 2014 gewonnen, denn manche Stellen (wie die lange Orchesterpassage am Ende des zweiten Aktes) geben etwas her. Nichtsdestoweniger ist das Stück nach wie vor eine 08/15-Verismo-Oper, die mich oft an Giordanos „Andrea Chénier“ erinnert, ohne aber dessen musikalischen Reichtum und zugespitzte Dramaturgie zu erreichen. Dass heute Marco Armiliato dirigierte, tat meinem Eindruck vom Werk bestimmt gut, denn Armiliato ist und bleibt der beste Mann für italienische Opern.
forumconbrio.com

„DIE SAMSTAG-PRESSE – 12. SEPTEMBER 2026“ weiterlesen

Daniels Anti-Klassiker 27: Prokofjew – „Tanz der Ritter“ aus „Romeo und Julia“ (1936)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten. 

 von Daniel Janz

„Daniels Anti-Klassiker 27: Prokofjew – „Tanz der Ritter“, „Romeo und Julia“
klassik-begeistert, 12. September 2026“
weiterlesen

Zwei unterschiedliche musikalische Welten prägen dieses Thielemann-Konzert

Christian Thielemann © Stephan Rabold 

Symphoniekonzert I

Staatskapelle Berlin

Wolfgang Amadeus Mozart, Klavierkonzert Nr. 21 C-Dur
Anton Bruckner, Symphonie Nr. 4 Es-Dur

Christian Thielemann   Dirigent
Rudolf Buchbinder   Klavier

Philharmonie Berlin, 8. September 2026

von Peter Sommeregger

„Thielemann, Buchbinder, Staatskapelle Berlin
Philharmonie Berlin, 8. September 2026“
weiterlesen

Daniels Anti-Klassiker 26: Giuseppe Verdi – „La donna è mobile“ aus „Rigoletto“ (1851)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

„Daniels Anti-Klassiker 26: Giuseppe Verdi – „La donna è mobile“, „Rigoletto“
klassik-begeistert, 11. September 2026“
weiterlesen

Tugan Sokhiev ist der richtige Mann für diese Tournee mit den Wiener Philharmonikern

Berliner Festspiele, Wiener Philharmoniker © Fabian Schellhorn

Es ist selbst für ein Spitzenorchester wie die Wiener Philharmoniker kein Leichtes, in der mittleren Generation Dirigenten aufzuspüren, die sich als Nachfolger von Altmeistern aufbauen lassen, wenn diese früher oder später einmal die Bühne verlassen haben werden.

Der Russe Tugan Sokhiev, der sich unter anderem als Chefdirigent des Deutschen Symphonie Orchesters Berlin (2012-2016) einen Namen machte, bis zum Ukraine-Krieg 2022 das Moskauer Bolschoi leitete, ist einer, der berechtigte Hoffnungen schürt.

Antonin Dvořák: Konzert für Violine und Orchester a-moll op. 53

Sergej Prokofjew: Romeo und Julia, Ballett op. 64, Sätze aus der Suite Nr. 1 und 2

Hilary Hahn, Violine
Wiener Philharmoniker
Leitung: Tugan Sokhiev

Philharmonie Berlin, 9. September 2026

von Kirsten Liese

„Hilary Hahn, Violine, Wiener Philharmoniker, Tugan Sokhiev
Philharmonie Berlin, 9. September 2026“
weiterlesen

Die Amerikaner und der Franzose legen einen fulminanten Saisonstart hin

Archiv Manfred Honeck © Pittsburgh Symphony Orchestra / Edward DeArmitt

Auf Tourneebesuch in Wien waren das Pittsburgh Symphony Orchestra mit ihrem Chefdirigenten Manfred Honeck. Dazu gesellte sich noch der unvergleichliche Pianist  Alexandre Kantorow. Und gleich zu Saisonbeginn lieferten sie alle eine Vorlage, wo es für andere Ensembles und Solisten schwierig wird, diese zu erfüllen oder gar zu übertreffen.

Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 1 in d-moll op. 15
Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 5 d-moll op. 47

Pittsburgh Symphony Orchestra
Alexandre Kantorow, Klavier
Manfred Honeck, Dirigent

Wiener Konzerthaus, 10. September 2026

von Herbert Hiess

„Pittsburgh Symphony Orchestra, Honeck, Kantorow
Wiener Konzerthaus, 10. September 2026“
weiterlesen

DIE FREITAG-PRESSE – 11. SEPTEMBER 2026

Don Carlo, Stikhina © Wiener Staatsoper / Marcel Urlaub

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE – 11. SEPTEMBER 2026

7.9.26, „Don Carlo“, Staatsoper, „Willkommen im Kostüminstitut“
Eine Saison lang hat sie pausiert, jetzt ist sie wieder da: Die Wiener Staatsoper hat Kirill Serebrennikovs Umdeutung von Giuseppe Verdis „Don Carlo“ auf den Spielplan gesetzt. Programmatisch wurde am Freitag damit sogar die Saison eröffnet. Die zweite Vorstellung folgte am Montag – dieser sind die nachstehenden Anmerkungen gewidmet.
operinwien.at

„DIE FREITAG-PRESSE – 11. SEPTEMBER 2026“ weiterlesen

Diese Bruno-Walter-Edition enthält eine Vielzahl historischer Schätze

CD-Besprechung:

Pünktlich zu seinem 150. Geburtstag veröffentlicht das Label Warner eine 20 CDs umfassende Edition der historischen Aufnahmen des Jahrhundert-Dirigenten Bruno Walter.

Bruno Walter
Complete

Warner Classics
remastered Edition

Warner 5021732408907

von Peter Sommeregger  „150. Geburtstag Bruno Walter – Complete
klassik-begeistert.de, 10. September 2026“
weiterlesen