Strauss mit viel Saus: Die Wiener Philharmoniker gastieren in Hamburg unter Daniel Harding

Daniel Harding © Stephan Rabold

Mit gleich zwei spektakulären Tondichtungen brachten die Wiener Philharmoniker ihren weltweit einzigartigen Strauss-Klang nach Hamburg und ernteten vor allem für die Zugabe stürmischen Applaus. Auch der dritte Don Juan der laufenden Elbphilharmonie-Spielzeit sorgte für einen begeisternden Musikabend an der Elbe!  

Elbphilharmonie, Hamburg, 20. Januar 2026

Wiener Philharmoniker
Daniel Harding, Dirigent

Werke von Richard Strauss und Joseph Haydn

von Johannes Karl Fischer

Bereits zum dritten Mal in dieser Spielzeit eröffnete Richard Strauss’ Don Juan einen Abend in der Elbphilharmonie. „Schon wieder Don Juan?“ Nein, dieser spektakuläre Orchesterschlager fegte die Konkurrenz vollkommen von der Bühne!

Auch der heimische Chefdirigent Alan Gilbert saß im Publikum. Kein Wunder, das war heute einer der mitreißendsten Musikabende je an der Elbe. Fast schon wie ein Selbstläufer segelte der weltweit einzigartige Strauss-Klang der Wiener Philharmoniker durch die Ränge. Die luftigen Streichermelodien sprangen wie Schaum auf dem Bierglas zwischen sauber schallenden Trompeten empor. Konzertmeisterin Albena Danailova ließ die Musiker klangvoll und fast schon mühelos durch die sehr zahlreichen Probespielstellen dieses Orchesterhimalayas sausen. So muss es sein! „Wiener Philharmoniker, Daniel Harding, Dirigent
Elbphilharmonie, Hamburg, 20. Januar 2026“
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Hermine May sucht nach Parallelen bei Henri Duparc und Richard Wagner

CD/Blu-ray Besprechung:

Krönender Abschluss der CD ist eine interessante Version von Isoldes Liebestod. Der von Franz Liszt erstellten Transkription wird die originale Gesangslinie hinzugefügt, eine reizvolle, und so noch nicht gehörte Version.

L’Amour et la Mort

Henri Duparc
Richard Wagner

Hermine May   mezzo-soprano
Manuel Lange   piano

DG Reciatal
MDG 908 2378-6

von Peter Sommeregger

Der französische Komponist Henri Duparc war, obwohl um einige Jahre jünger, Zeitgenosse Richard Wagners und war in seinen Kompositionen deutlich von dem deutschen Meister inspiriert und beeinflusst. Das eher schmale Oeuvre Duparcs besteht hauptsächlich aus Liedkompositionen, die bis heute Eingang in das Lied-Repertoire vieler Sänger finden. „CD/Blu-ray Besprechung: L’Amour et la Mort, Hermine May 
klassik-begeistert.de, 22. Januar 2026“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 22. JANUAR 2026

Idomeneo © Michael Pöhn/Wiener Staatsoper

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 22. JANUAR 2026

Wien/Staatsoper
„Idomeneo“: Feiert man jetzt so Mozart in Wien?
Die aktuelle Spielserie von Mozarts „Idomeneo“ an der Wiener Staatsoper lässt in jeder Hinsicht Wünsche offen. Einzig das Dirigat erfreut in dieser Konstellation. Die Staatsoper erinnert an Mozarts 270. Geburtstag und holt Kaspar Holtens steril-steife „Idomeneo“-Inszenierung (2014) nach sechs Jahren Pause aus der Versenkung. Ob Mozart damit Freude gehabt hätte?krone.at

19.1. „Idomeneo“, Staatsoper, „Flaute in Kreta“
An der Staatsoper hat man sich nach sieben Jahren wieder an Mozarts „Idomeneo“ erinnert. Die zweite von vier Vorstellungen schleppte sich aber dahin, als würde die von Troja heimkehrende Flotte der Griechen von Flaute zu Flaute dümpeln.
operinwien.at

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Alterslos am Pult: Marek Janowski dirigiert (vielleicht) letztmalig in Frankfurt

© Diana Hillesheim

Felix Mendelssohn Bartholdy
Konzert für Violine und Orchester e-moll op. 64

Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 7 E-Dur

Arabella Steinbacher, Violine

Marek Janowski, musikalische Leitung
Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Konzert in der Alten Oper Frankfurt, 19. Januar 2026

von Dirk Schauß

Der 19. Januar 2026 in der Alten Oper Frankfurt markierte möglicherweise das Ende einer Ära. Marek Janowski, geboren am 18. Februar 1939 in Warschau, fast 87 Jahre alt und einer der letzten großen Vertreter der klassischen deutschen Dirigentenschule, kehrte zum Frankfurter Opern- und Museumsorchester zurück – sehr wahrscheinlich zum letzten Mal. „Frankfurter Opern- und Museumsorchester, Marek Janowski
Alte Oper Frankfurt, 19. Januar 2026“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 21. JANUAR 2026

v.l. Rodrigo Ortiz Serrano und Ian Bostridge © BR/Raphael Kast

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 21. JANUAR 2026

München/Prinzregententheater
„Die Tage sind wie Nächte anzusehen, bis ich dich sehe, und Nächte hell wie Tage, wenn Träume dich mir zeigen“
An diesem Abend wird im Prinzregententheater in München der Konzertabend A Tribute to Benjamin Britten aufgeführt. Benjamin Brittens Tod jährt sich im Jahr 2026 zum sechzigsten Male. Bei Arvo Pärts Cantus in memoriam Benjamin Britten für Streichorchester und eine Glocke wirkt Gemma News Dirigat auf mich sehr konzentriert, fast ein klein wenig steif. Die fragile Klangmagie erweckt sie mit dem Münchner Rundfunkorchester gleichwohl zum Leben. Glockenschläge, die wenn sie kommen, immer plötzliche Überraschung in mir auslösen. Ziselierende Streicher, eine tönerne Welle baut sich vor mich auf. Langsam, unaufhaltsam. Ich bin das Kaninchen, Pärts Musik die Schlange.
Von Frank Heublein
Klassik-begeistert.de

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 20. JANUAR 2026

W.A. Mozart von Johann Nepomuk della Croce – https://commons.wikimedia.org

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 20. JANUAR 2026

Salzburg
Interesse an 70. Mozartwoche groß
Der Vorverkauf für die diesjährige Mozartwoche sei gut angelaufen, heißt es von den Verantwortlichen. Der kommende 270. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart prägt das diesjährige Festival. Die Veranstaltung selbst feiert heuer ihr 70-jähriges Bestehen. Am 27. Jänner jährt sich der Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart heuer zum 270. Mal. Bereits am 22. Jänner beginnt die Mozartwoche 2026, die Intendant Rolando Villazón mit „Lux Aeterna“ übertitelt hat. Im Mittelpunkt des Programms der Jubiläumsausgabe steht das Sterbejahr 1791 des Komponisten, auch die szenische Produktion stammt aus diesem Jahr: „Die Zauberflöte“. Damit steht heuer wieder eine große Opernproduktion auf dem Programm.
salzburg.orf.at

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Schweitzers Klassikwelt 155: Chorsängerinnen und -sänger mit Solovertrag eingesetzt

Chor und Extrachor der Wiener Staatsoper in „Nabucco“ © Michael Pöhn/Wiener Staatsoper

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Es klingt widersprüchlich: Da wird ein 2. Bass in einer stummen Rolle eingesetzt.

So im „Rosenkavalier“ als Leopold. In den Opernführern ist diese Rolle oft nicht namentlich angeführt, sondern nur undifferenziert unter „Lakaien“.

Reclams Opernführer hebt vor den angeführten „Lakaien“ einen „Leiblakai des Ochs von Lerchenau“ heraus, im von uns schon mehrmals erwähnten und gelobten „Opera“ finden wir den „Lerchenauschen Leiblakaien“.

Nur einmal wird in der Oper sein Vorname erwähnt, wenn der Baron Ochs auf Lerchenau ihm resignierend zuruft: „Leopold, wir gehn!“ In den seit 1959 gesehenen „Rosenkavalier“-Aufführungen ist in den Besetzungslisten sein Name „Leopold“ immer angeführt gewesen, meist als Drittletzter. In einer Produktion des Salzburger Landestheaters im Rahmen der Salzburger Kulturtage 1993 lesen wir: „Leopold, Sohn und Leiblakai des Ochs.“ „Schweitzers Klassikwelt 155: Chorsängerinnen und -sänger
klassik-begeistert.de, 20. Januar 2026“
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„Die Tage sind wie Nächte anzusehen, bis ich dich sehe, und Nächte hell wie Tage, wenn Träume dich mir zeigen“

Ian Bostridge © BR/Raphael Kast

Gemma News Dirigat ist dynamisch präzise und zieht das Münchner Rundfunkorchester mit, das an diesem Abend seine volle Klangfarbenpracht beweist und den singend-spielend-erzählenden Tenor Ian Bostridge wunderbar umfängt.

Arvo Pärt
Cantus in memoriam Benjamin Britten
für Streichorchester und eine Glocke (1976)

Benjamin Britten
Nocturne op. 60 (1958)

Benjamin Britten
Serenade op. 31 (1943)

Sergej Prokofjew
„Symphonie classique“, op. 25 (1917)

Ian Bostridge    Tenor
Rodrigo Ortiz Serrano    Horn

Münchner Rundfunkorchester
Gemma New    Leitung

 Prinzregententheater, München, 18. Januar 2026

von Frank Heublein

An diesem Abend wird im Prinzregententheater in München der Konzertabend A Tribute to Benjamin Britten aufgeführt. Benjamin Brittens Tod jährt sich im Jahr 2026 zum sechzigsten Male. „A Tribute to Benjamin Britten
 Prinzregententheater, München, 18. Januar 2026“
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Sie haben es wieder getan! Act III des ensemble minui

CD/Blu-ray Besprechung:

Dem Feuerzauber, oder den Winterstürmen aus der Walküre in dieser Form zu begegnen, ist ebenso spannend, wie die Klangfülle von Richard Strauss’ „Frau ohne Schatten“ ohne Qualitätsverlust transponiert zu erleben. Auch der „Manon Lescaut“ des Klangzauberers Puccini steht diese Reduktion gut zu Gesicht.

ensemble minui

Wagner  Puccini  Strauss
Opera Suites for Nonet

Ars 38 693

von Peter Sommeregger

 Die neue CD des 2016 in Kärnten gegründeten Kammermusik-Nonetts ensemble minui, ist bereits die dritte, die groß instrumentierte Opernwerke in raffinierter, kammermusikalischer Gestalt präsentiert, und folgerichtig Act III betitelt ist. „CD/Blu-ray Besprechung: ensemble minui, Wagner/Puccini/Strauss Opera Suites for Nonet
klassik-begeistert.de, 19. Januar 2026“
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Petrenko zelebriert Mahlers 8. in der Philharmonie: „Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen“

Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko, Mahler 8
© Monika Rittershaus

Dem Chef des Orchesters scheint diese Symphonie besonders am Herzen zu liegen, noch mehr als gewohnt wirft er sich auch physisch in die herausfordernde Schlacht, um am Ende einen strahlenden Sieg einzufahren. Beim Schlussapplaus strahlt er ins Publikum, die Freude über das Gelingen der Mammut-Aufgabe ist ihm ins Gesicht geschrieben.

Gustav Mahler    Symphonie Nr. 8

Jacquelyn Wagner  Sopran
Golda Schultz  Sopran
Jasmin Delfs  Sopran
Fleur Barron  Mezzosopran
Beth Taylor Alt
Benjamin Bruns  Tenor
Gihoon Kim  Bariton
Le Bu  Bass

Rundfunkchor Berlin
Bachchor Salzburg
Knaben des Staats- und Domchors Berlin

Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko

Philharmonie Berlin, 16. Januar 2026

von Peter Sommeregger

Aufführungen von Gustav Mahlers monumentaler 8. Symphonie sind naturgemäß selten. Berlin kam allerdings aktuell innerhalb weniger Monate in den Genuss zweier Aufführungen des Werkes. Dass sie tausend Mitwirkende erfordert, geht zwar nur auf eine werbewirksame Übertreibung des Konzertveranstalters der Münchner Uraufführung von 1910 zurück, aber gewaltig ist der personelle Aufwand allemal. „Gustav Mahler, Symphonie Nr. 8, Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko
Philharmonie Berlin, 16. Januar 2026“
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