Foto © Arena di Verona
Diese „Traviata“ in der Arena von Verona schaffte in der Regie von Paul Curran die überaus heikle Gratwanderung zwischen Spektakel (für das die gigantische Arena steht) und jener zarten Intimität, welche diese tragische Oper erfordert – szenisch und musikalisch.
Giuseppe Verdi, La Traviata
Violetta: Rosa Feola
Flora: Anna Werle
Annina: Francesca Maionchi
Alfredo: Galeano Salas
Giorgio Germont: Luca Salsi
Dirigent: Michele Spotti
Regie: Paul Curran
Bühne: Juan Guillermo Nova
Kostüme: Stefano Ciammitti
Choreographie: Kyle Lang
Orchester und Tänzer Fondazione Arena di Verona
Arena di Verona, 6. August 2026
von Dr. Charles E. Ritterband
Dass es zum Zeitpunkt der Uraufführung der „Traviata“, die bekanntlich mit einem eklatanten Misserfolg im „Gran Teatro La Fenice“ am 6. März 1853 startete und bis heute zur meistgespielten Oper weltweit wurde, das „Moulin Rouge“ in Paris noch lange nicht (nämlich 36 Jahre) gab, gehört zu den Freiheiten, die sich ein Regisseur durchaus erlauben darf: in Verona diente die legendäre Vergnügungsstätte im 1. Akt als Schauplatz und spektakuläre Kulisse – samt dem berühmten XXL-Elefanten, der damals wirklich im Moulin Rouge gestanden hatte.
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