Omer Meir Wellber entfacht einen musikalischen „Walküren“-Brand

Foto: Omer Meir Wellber (c)Rori Palazzo

„Auf dein Gebot entbrenne ein Feuer“ 

Was für ein Alptraum muss das sein, wenn man plötzlich merkt, dass man kein selbstbestimmtes Leben führt, sondern nur Teil des riesigen Experiments einer höheren Macht ist! Diese Idee aus dem Film „Die Truman Show“ von Peter Weir aus dem Jahr 1998 hatte Regisseur Claus Guth bereits 2008 auf die Bühne der Staatsoper Hamburg gebracht. Mit der aktuellen Besetzung und dem Dirigat von GMD Omer Meir Wellber geriet Wagners „Walküre“ auch am 1. November 2026 zu einem beeindruckenden Opernabend.

Hamburgische Staatsoper, 1. November 2026

Richard Wagner, Die Walküre

Matthew Newlin, Tenor
Ante Jerkunica, Bass
Derek Welton, Bassbariton
Vida Miknevičiūtė, Sopran
Allison Oakes, Sopran
Anna Kissjudit, Mezzosopran

Omer Meir Wellber, Dirigent
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

Claus Guth, Inszenierung

von Dr. Andreas Ströbl „Richard Wagner Die Walküre, Omer Meir Wellber
Hamburgische Staatsoper, 1. November 2026“
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Peter Sommeregger, 80: Klassik kann einen aus Kummer heben, in jedem Fall weitet sie das Spektrum der Gefühle

An diesem Montag ist Allerseelen und ein besonderer Tag für unseren zweitältesten Autor: Peter Sommeregger aus Berlin (er nannte sich manchmal selbstironisch „Seelchen“), aufgewachsen in Wien, wird 80 Jahre alt. Ich wünsche Dir, lieber Peter, immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel und allzeit achterlichen Wind. Feier heute schön in Deiner Wohnung in Berlin-Weißensee, und lass Dich von Deinen Gästen hochleben. Glück, Gesundheit, Gelassenheit und Geld mögen reichlich bei Dir sein. Du bist seit 2018 ein unermüdlicher Berichterstatter, ein Aktivposten bei klassik-begeistert: solide, sprachgewandt und kritisch. Vormachen kann Dir kaum jemand etwas, denn Du hast fast alle großen Häuser und alle großen Sänger, Dirigenten und Orchester gehört und gesehen – von Maria Callas und Herbert von Karajan bis zu Riccardo Muti und Anna Netrebko. Ausgebildet als Buchhändler hast Du zwei Bücher* veröffentlicht. Nicht nur über Opern und Konzerte schreibst Du für klassik-begeistert trefflich, sondern auch über bislang fast 300 Sommereggers Klassikwelten und unzählige CDs und DVDs.

Lieber Peter, Du lebest hoch, hoch, hoch!

Auf Plattdeutsch: Hol di fuchtig un hol di stief!

Herzlichst,
Andreas Schmidt, Herausgeber

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Sind Notenschlüssel auch der Schlüssel für ein glückliches Leben?
Eine Selbstreflexion zum eigenen 80er

von Peter Sommeregger,
geboren am 2. November 1946 in Wien

Irgendwie war sie schon immer da, die Musik. Zuerst aus dem Radio, das mein Vater permanent laufen ließ, sobald er daheim war. Danach Musikunterricht in der Volksschule, der sich hauptsächlich auf das Singen einfacher Lieder beschränkte.

„kb-Autor Peter Sommeregger zu seinem 80. Geburtstag
klassik-begeistert.de, 2. November 2026“
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Deutsche Oper Berlin: Milo Raus Holländer-Inszenierung ist zum Vergessen!

T. Konieczny © Matthias Horn

Milo Raus Inszenierung des “FLIEGENDEN HOLLÄNDERS” an der Deutschen Oper Berlin ist ein Reinfall. Er biegt sich die Geschichte des verfluchten Heimatlosen für seine Idee zurecht. Bei ihm verkörpert der Holländer den Deutschen, der bei Israel nach Vergebung sucht und schlussendlich damit scheitert. Bei diesem Interpretationsversuch gleitet Rau von einer Peinlichkeit in die andere. Leider hilft auch die musikalische Seite nicht, den Abend zu retten.

Richard Wagner (1813 – 1883)
DER FLIEGENDE HOLLÄNDER
Romantische Oper in drei Aufzügen (Text von Richard Wagner)

Musikalische Leitung:  Giedrė Šlekytė          

Inszenierung:  Milo Rau                       
Bühne:  Anton Lukas                                  
Kostüme:  Silvie Naunheim                            

Orchester der Deutschen Oper Berlin
Chor und Herren des Extrachores der Deutschen Oper Berlin

Deutsche Oper, Berlin, 31. Oktober 2026

von Jean-Nico Schambourg

„Richard Wagner, Der fliegende Holländer, Milo Rau
Deutsche Oper, Berlin, 31. Oktober 2026“
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DIE MONTAG-PRESSE – 2. NOVEMBER 2026

Hans-Jürgen Mende © Foto privat

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DIE MONTAG -PRESSE – 2. NOVEMBER 2026

Interview
Hans-Jürgen Mende sagt Tschüß: Tausend Dank für so viele berührende Jahre mit Ihnen am Lautsprecher
Hans-Jürgen Mendes Hörfunksendung „Klassik auf Wunsch“ im Norddeutschen Rundfunk (NDR) war 25 Jahre DIE Klassiksendung in Deutschland. Der gebürtige Wiesbadener, wohnhaft vor den Toren Kiels, führte mit seiner virilen Stimme und seinem enzyklopädischen Wissen galant durch die Samstagvormittage. Vergangenen Halloween- und Reformations-Samstag moderierte der 66-Jährige seine letzte Sendung. Er hinterlässt eine Schar unzähliger, treuer Fans.
Von Andreas Schmidt
Klassik-begeistert.de

„DIE MONTAG-PRESSE – 2. NOVEMBER 2026
klassik-begeistert.de, 2. November 2026“
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Hans-Jürgen Mende sagt Tschüß: Tausend Dank für so viele berührende Jahre mit Ihnen am Lautsprecher

Hans-Jürgen Mende © Foto privat

Hans-Jürgen Mendes Hörfunksendung „Klassik auf Wunsch“ im Norddeutschen Rundfunk (NDR) war 25 Jahre DIE
Klassiksendung in Deutschland. Der gebürtige Wiesbadener, wohnhaft vor den Toren Kiels, führte mit seiner virilen Stimme und seinem enzyklopädischen Wissen galant durch die Samstagvormittage. Vergangenen Halloween- und Reformations-Samstag moderierte der 66-Jährige seine letzte Sendung. Er hinterlässt eine Schar unzähliger, treuer Fans.

Interview: Andreas Schmidt

klassik-begeistert: Moin moin, Herr Mende, wie geht der Wind bei Ihnen an der Kieler Förde?

Hans-Jürgen Mende: Mal so, mal so. Mal zuviel, mal zuwenig, manchmal so, wie man es sich wünscht und warum man den ganzen Aufwand treibt. Wenn es aber zu einer Harmonie von Wind, Welle und Boot kommt, dann ist es einfach herrlich. 

„Interview Hans-Jürgen Mende, Klassik auf Wunsch
klassik-begeistert.de, 1. November 2026“
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Thomas Borchert begeistert als „Vampir am Klavier“ in Flensburg

Ein Abend zwischen Musicalgeschichte und augenzwinkernder Selbstironie

Deutsches Haus Flensburg, 31. Oktober 2026

Wer Thomas Borchert als Graf von Krolock aus „Tanz der Vampire“ kennt, weiß, dass er auf der Bühne nicht lange um Aufmerksamkeit bitten muss. Im Deutschen Haus in Flensburg brauchte er am Samstagabend weder ein Schloss noch ein Ensemble, um den Saal in seinen Bann zu ziehen. Ein Flügel, seine facettenreiche Stimme und Geschichten aus 36 Jahren Musicalgeschäft reichten völlig aus. Mit „Der Vampir am Klavier“ präsentierte er einen unterhaltsamen und musikalisch vielseitigen Abend. Das Publikum war begeistert und ließ Borchert erst nach zwei Zugaben ziehen.

von Marc Rohde

„Thomas Borchert, Der Vampir am Klavier
Deutsches Haus Flensburg, 31. Oktober 2026“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 1. NOVEMBER 2026

Vorhang der Staatsoper Berlin, Foto Jean-Nico Schambourg

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 1. NOVEMBER 2026

Berlin/Staatsoper
Bei Bernheims Cavaradossi blitzen die Sterne den ganzen Abend lang am Puccini-Himmel

O wie schön kann Oper doch sein: Eine Inszenierung, welche die eigentliche Handlung der Oper ins Zentrum stellt und dabei nie langweilig oder altbacken wirkt, schön anzusehende Bühnenbilder und Kostüme, ein großartiges Sängerensemble und ein blendend aufgelegtes Orchester, welches das Drama auf der Bühne musikalisch mitreißend gestaltet! All das zu erleben in der Berliner Staatsoper bei der 73. Aufführung von Puccinis TOSCA in der Inszenierung von Alvis Hermanis aus dem Jahre 2014. Unter der engagierten Leitung von Alexander Soddy vermitteln Aleksandra Kurzak in der Titelrolle, Benjamin Bernheim als ihr geliebter Mario Cavaradossi und Davide Luciano als schurkischer Scarpia ein hoch spannendes Operndrama.
Von Jean-Nico Schambourg
Klassik-begeistert.de

Wien: Verdis „Otello“ mit hoher musikalischer Emotionalität
Jonas Kaufmann ist wieder an der Wiener Staatsoper zu erleben und zwar als Titelheld in Giuseppe Verdis „Otello“. Er singt ihn mit fast völlig unangestrengten, strahlenden Höhen.  Wunderbar und feinsinnig, fast aus dem Nichts heraus bewegen sich wie immer seine exemplarischen Piani. Vom seinem hochdramatischen, triumphalen „Esultate!“ nach der gewonnenen Schlacht gleich bei seinem ersten Auftritt, bis hin zum tragischen Finale weiß der Ausnahmetenor auch szenisch zu berühren.
opera-online.com

„DIE SONNTAG-PRESSE — 1. NOVEMBER 2026
klassik-begeistert.de, 1. November 2026“
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Zwischen den Sätzen 8: Wer hat den größten Mahler-Sachverstand?

Gustav Mahler © Moritz Nähr

von Jörn Schmidt

Arturo Toscanini verstand keinen Spaß, wenn es um die Musik ging. Wehe, jemand machte Dienst nach Vorschrift oder setzte sich dem Verdacht der Schlamperei aus. Selbst kleinere Defizite in Sachen Partiturkenntnis   reichten – und der italienische Maestro schrie sich die Kehle heiser. Wenn er einen guten Tag hatte … In seinem Leben zerbrach er eine respektable Anzahl Taktstöcke, auch zerrissene Notenpartituren pflastern seinen Weg. Es wird sogar erzählt, er habe gar die eigene goldene Uhr zertrümmert. Seine Musiker hätten ihm dann – so besagt es eine wunderschöne Anekdote – eine ganze Kiste billiger Uhren geschenkt. Damit er etwas zum Zertrampeln hatte …

„Zwischen den Sätzen 8: Wer hat den größten Mahler-Sachverstand?
klassik-begeistert, 30. Oktober 2026“
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Aivis Greters präsentiert sich als große Dirigentenbegabung

© hr/Aiga Redmane

Der hr-Sendesaal an diesem späten Oktoberabend bot das vertraute Bild eines Publikums, das sich nach verlässlicher Erbauung sehnt und dafür ein stramm programmiertes Format freudig in Kauf nimmt. Wer allerdings glaubte, in dieser kompakten Konzertform lediglich eine brave Pflichtübung abzusitzen, sah sich rasch eines Besseren belehrt.

Konzert des hr-Sinfonieorchesters,
hr-Sendesaal, Frankfurt,
30. Oktober 2026

Robert Schumann
Cellokonzert a-moll op. 129

Jean Sibelius
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43

Anton Spronk, Cello

hr-Sinfonieorchester
Aivis Greters, musikalische Leitung

von Dirk Schauß

„Schumann und Sibelius, hr-Sinfonieorchester, Aivis Greters
hr-Sendesaal, Frankfurt, 30. Oktober 2026“
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José Cura öffnet den Sternenhimmel an der Nationaloper Sofia

© Dirk Schauß

Ein trüber Oktoberabend in Sofia, der Saal der Nationaloper bis zum letzten Platz gefüllt, und auf der Bühne entfaltet sich jener vertraute Dreieckskriminalfall, den Giacomo Puccini vor über einem Jahrhundert in Noten goss. Man kennt jede Wendung, jeden Akzent des Schreckens, und doch lebt eine solche Aufführung von jenen feinen Verschiebungen, die erst durch eine ganz bestimmte Besetzungskonstellation entstehen.

Sofia Opera and Ballett, 28. Oktober 2026

Giacomo Puccini    Tosca

Inszenierung:  Plamen Kartaloff
Musikalische Leitung:  Grigor Palikarov

von Dirk Schauß

„Giacomo Puccini, Tosca, Grigor Palikarov
Sofia Opera and Ballett, 28. Oktober 2026“
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