Daniels Anti-Klassiker 17: John Cage – 4’33’’ (1952)

 

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

„Daniels Anti-Klassiker 17: John Cage – 4’33’’ (1952)
klassik-begeistert.de, 3. September 2026“
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Mit „Don Giovanni“ legt Iván Fischer eine höchst inspirierte Einspielung vor

CD-Besprechung:

Mozart
Don Giovanni

Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer

Channel Classics CCS 49926

von Peter Sommeregger

Der ungarische Dirigent Iván Fischer gilt als Spezialist für den Komponisten Mozart. Frustriert durch die neue Ästhetik des Musiktheaters verweigert er sich inzwischen weitgehend dem Opernbetrieb. Alternativ hat er die Iván Fischer Opera Company gegründet, mit der er stilreine Inszenierungen und Aufführungen erarbeitet. „Mozart, Don Giovanni, Iván Fischer, Dirigent
klassik-begeistert.de, 1. September 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 1. SEPTEMBER 2026

Elbphilharmonie © Thies Rätzke

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 1. SEPTEMBER 2026

Hamburg
Zehn Jahre Elbphilharmonie: Sozialbau mit Eventcharakter (Bezahlartikel)
Die Elbphilharmonie in Hamburg geht in ihre zehnte Saison, der Ticketerfolg hält erstaunlicherweise an. Doch gewinnt die klassische Musik dank ihr wirklich neues Publikum?
FrankfurterAllgemeine.net

Abschied Salzburg: Was bleibt von der Ära Markus Hinterhäuser?
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (8,21 Minuten)
deutschlandfunkkultur.de

Absolute Mehrheit für die Festspiele!
Der Schuss ging , wie es aussieht, nach hinten los: Die Salzburger KPÖ plus hat eine Studie in Auftrag gegeben, mit der sie wohl beweisen wollte, wie abgehoben und fern der Salzburger Bevölkerung das Angebot der Festspiele sei. Die Ergebnisse kann man ganz anders lesen – und das tut das Direktorium natürlich. Hier diese Reaktion im Wortlaut.
DrehpunktKultur.at

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Was bringt die neue Saison an der Hamburgischen Staatsoper?

Aktuelle Werbung der Hamburgischen Staatsoper für dieNeuinszenierung der Verdi-Oper Macbeth (Foto: Tom Huber)

Ein Meinungsbericht von Dr. Ralf Wegner

Neulich blieb ich beim Wechseln des TV-Programms bei einer „Talk-Show“ hängen. Ein mutmaßlich dem Rocksänger-Milieu angehörender Mittvierziger mit Baseball-Käppi räsonierte über Oper. Die ihn befragende Talkmasterin fand es offensichtlich bemerkenswert, dass die neue Macbeth-Inszenierung der Hamburgischen Staatsoper mit einem jüngeren nackten, körperlich fit aussehenden, einen Baumstamm erkletternden Mann beworben wird. Ihr Vater habe früher eine Sängerin erlebt, die sich mit 60 noch auf die Bühne wagte und der „immer das Kleid aufplatzte, weil sie älter und voluminös war“. Also wollte die Moderatorin offenbar lieber einen nackten athletischen  Mann auf der Bühne sehen, aber nicht eine ältere, nicht ganz schlanke Sängerin.

Videostills NDR: Price & Eschenbach: Mozart, Verdi und Cilea (1986) / NDR-Talkshow vom 28. August 2026

Ich war mir nicht ganz sicher, ob die Moderatorin (die Quasseltante Barbara Schöneberger, Anm. des Herausgebers) das wirklich ernst meinte. Denn sie erwähnte den Namen der Sängerin, es handelte sich um die walisische, geadelte Sopranistin Margaret Price, eine der damals Besten ihres Fachs. Ich selbst hörte sie zuletzt 1992 als Ariadne auf der Hamburger Opernbühne; es eine der prägendsten Erinnerungen an diese Partie. Damals feierte Price gerade ihren 51. Geburtstag. Offiziell beendete sie ihre Opernkariere mit 58 Jahren. Ja, Margaret Price hatte keine Model-Figur, dafür sang sie überirdisch schön wie kaum eine andere Sopranistin ihrer Zeit.

„Die Neue Saison an der Hamburgischen Staatsoper
klassik-begeistert, 31. August 2026“
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Wagners Parsifal klingt im Wolkenturm nicht sakral

Andreas Schager © David Jerusalem

Richard Wagners „Bühnenweihefestspiel“ (der Name sagt alles) ist eigentlich eine Verbindung von Musik und Gott. Da kommt der junge, reine Tor daher und entwickelt sich langsam zum Gralsritter – vor allem unter der Leitung von Gurnemanz. Diese Oper ist eine der berührendsten in der Musikgeschichte und man freute sich auf das Gastspiel der Bayreuther Festspiele. Und verließ das Konzert mit sehr gemischten Gefühlen.

RICHARD WAGNER

Auszüge aus «Parsifal»

Vorspiel zum ersten Aufzug
«Titurel, der fromme Held»
«Vom Bade kehrt der König heim»
«Wehvolles Erbe»

Vorspiel zum zweiten Aufzug
«Dies alles hab ich nun geträumt?»

Vorspiel zum dritten Aufzug
«Karfreitagszauber»

Finale des dritten Aufzugs

Bayreuther Festspielorchester
Dirigent:  Pablo Heras-Casado

Kundry:  Miina-Liisa Värelä
Parsifal:  Andreas Schager
Amfortas/Klingsor:  Jordan Shanahan
Gurnemanz:  Georg Zeppenfeld

Grafenegg, Wolkenturm, 28. August 2026

von Herbert Hiess

„Grafenegg: Richard Wagner, Auszüge aus «Parsifal»
Grafenegg Wolkenturm, 28. August 2026“
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Salzburg: Yuja Wang springt ein und sprintet an die Spitze

Yuja Wang, Klavier, Wiener Philharmoniker, Andris Nelsons Dirigent © SF Marco Borrelli

Salzburger Festspiele 2026

Unter der Leitung von Andris Nelsons zauberten die Wiener Philharmoniker zum Abschluss der Salzburger Festspiele 2026 zwei Tondichtungen ihres Lieblingskomponisten Richard Strauss durch das Festspielhaus. Fast noch spektakulärer war aber Yuja Wangs Sensationsleistung als Einspringerin mit Prokofjews zweitem Klavierkonzert. 

Wiener Philharmoniker
Yuja Wang, Klavier (anstelle von Daniil Trifonov)

Andris Nelsons, Dirigent

Sergej Prokofjew: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 16, Richard Strauss: Don Juan op. 20 & Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28

Großes Festspielhaus, Salzburg, 29. August 2026

von Johannes Karl Fischer

„Wiener Philharmoniker, Yuja Wang, Klavier, Andris Nelsons
Großes Festspielhaus, Salzburg, 29. August 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 16: Gioachino Rossini – Figaro-Arie aus der „Barbier von Sevilla“ (1816)

 

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Was haben die Looney Toons und eine Rossini Oper gemeinsam? Beide können so platt sein, als hätte sie eine Dampfwalze überfahren. Zu diesem Eindruck könnte man jedenfalls gelangen, wenn man sich der „Barbier von Sevilla“ anschaut – eine klassische Komödie darüber, dass zwei Männer ein und dieselbe Frau ehelichen wollen und die „wahre Liebe“ sich am Ende nur durch Betrug und viel Hilfe von außen durchsetzen kann. Haargenau so findet man es auch im Cartoon! Trotzdem hat diese Geschichte sich irgendwie so sehr gehalten, dass der Name „Figaro“ heute noch vielen ein Begriff sein dürfte. Wie ist das gekommen?

„Daniels Anti-Klassiker 16: Gioachino Rossini
klassik-begeistert.de, 1. September 2026“
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Schweitzers Klassikwelt 171: Der Kuss, Oper von Bedřich Smetana

Theater für Niedersachsen in Hildesheim, vor der Aufführung mit unseren Verwandten aus Sibbesse, Niedersachsen  © Lothar Schweitzer 30.4. 2011

Inschrift über den Säulen:

DER MENSCHHEIT WUERDE
IST IN EURE HAND GEGEBEN
BEWAHRET SIE SIE SINKT MIT EUCH
MIT EUCH WIRD SIE SICH HEBEN             

Unsere Reihe „Wir erinnern uns an schöne Opernerlebnisse – Als wir (noch) nicht  ‚Merker‘ und nicht ‚Blogger‘ waren“ fortsetzend, müssen wir diesmal einen Teil der Überschrift in „Als wir zum ersten Mal ‚Merker‘ wurden und noch nicht ‚Blogger‘ waren“ ändern.

von Lothar und Sylvia Schweitzer

„Schweitzers Klassikwelt 171: Der Kuss, Oper von Bedřich Smetana
klassik-begeistert.de, 1. September 2026“
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„Chess“ – ein gelungener Abend macht Lust auf den kommenden Festivalsommer

Schleswig-Holstein Festival 2026

„Chess“ in Sonderburg

Eigentlich ist „Chess“ ein Stück, bei dem man sich fragt, warum es nicht viel öfter auf deutschen Bühnen zu sehen ist. Die Musik von Benny Andersson und Björn Ulvaeus ist längst bekannt, Tim Rices Geschichte über die beiden Schachspieler, ihre Rivalität und die komplizierten Beziehungen dazwischen aber erstaunlich wenig. Diese erscheint aus heutiger Sicht leicht sperrig und ist vielleicht der zentrale Grund dafür, warum man diesem Werk verhältnismäßig selten begegnet.

Henrik Wager:  Freddie Trumper, The American
Mathias Edenborn:  Anatoly Sergievsky, The Russian
Melanie Gebhard:  Florence Vassy
Martin Snell:  Molokov
Jeffery Krueger:  The Arbiter
Lisa Antoni:  Svetlana Sergievsky

Schleswig-Holstein Festivalchor
The Danish Philharmonic
Nicolas Fink, Dirigent

von Marc Rhode (Text und Foto)

„„Chess“, Benny Andersson und Björn Ulvaeus
Koncertsalen Alsion in Sonderburg (Sønderborg, Dänemark), 30. August 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 15: Wolfgang Amadeus Mozart – Rondo Alla Turca („Türkischer Marsch“) aus Klaviersonate Nr. 11 (1783)

https://tersdergi.com

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Mit seinem türkischen Marsch hat Mozart, der König aller Wiederholungen, es schon zum zweiten Mal in die Liste überbewerteter Klassiker geschafft. Ob als Klaviersonate oder in Fassung für Orchester – diese Komposition dürfte sowohl dem häufigen Konzertgänger, als auch dem überzeugten Klassikabstinenzler ein Begriff sein. Geradezu legendär ist der dritte Satz. Zu Unrecht, wie ich finde.

„Daniels Anti-Klassiker 15: Wolfgang Amadeus Mozart – „Türkischer Marsch“
klassik-begeistert.de, 1. September 2026“
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