Trotz überwältigender Musik fehlt am Ende ein Quäntchen

Tonhalle Düsseldorf, 11. Juli 2026

Foto © Susanne Diesner

Düsseldorfer Symphoniker
Alpesh Chauhan, Dirigent

Ilya Gringolts, Violine

Leoš Janáček – Sinfonietta für Orchester op. 60, 1926
Erich Wolfgang Korngold – Konzert für Violine und Orchester, D-Dur, op. 35, 1947
Ottorino Respighi – Fontane di Roma, 1916
Ottorino Respighi – Pini di Roma, 1924

von Daniel Janz

Vor der Sommerpause wollen es die Düsseldorfer Sinfoniker noch einmal krachen lassen. Gleich vier (hoffnungslos unterrepräsentierte) Werke stehen heute auf dem Programm und entlarven diesen Abend als Geheimtipp. Denn abgedroschene Klassiker sucht man heute vergeblich. Stattdessen sollen ungewöhnliche Mittel ein Erlebnis zaubern, das lange nachhallen will. Ist das ein Spiel, das aufgeht?

Die erste Hälfte ist Dauerhöhepunkt aber mit Abstrichen „Düsseldorfer Symphoniker, Ilya Gringolts
Tonhalle Düsseldorf, 11. Juli 2026“
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Die glorreichen Sieben: Alle Stimmen glänzen famos in Münchens Festspielpremiere Alcina

Jeanine De Bique als Alcina © Geoffroy Schied

Bravo! an die glorreichen Sieben. Der Stimmenst(r)ahl der Alcina/De Bique. Der Wahnsinns-Mezzo Ruggiero/Holiday. Morgana/Benoit mit einer Stimme so nah am Vibrato ohne Vibrato, das ist ganz große Klasse! Bradamante alias Ricciardo/Avery Amereau dunkel funkelnd. Stimmen, die den Weg nach München lohnen!

Alcina
Dramma per musica in drei Akten (1735)
Komponist Georg Friedrich Händel

„Georg Friedrich Händel, Alcina
Prinzregententheater, München, 13. Juli 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 14. JULI 2026

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DIE DIENSTAG-PRESSE  – 14. JULI 2026

Viel Opulenz auf der Bühne: Szene aus dem „Holländer“ in Erl © Xiomara Bender

Erl
Der Mann ihrer Träume: „Der fliegende Holländer“ bei den Tiroler Festspielen
Wagner gehört einfach zum Erler Sommerprogramm. Regisseur Josef E. Köpplinger bietet dort einen handwerklich sehr versierten „Fliegenden Holländer“, Dirigent Asher Fisch eine teils klebrige Interpretation. Herausragend: Christopher Maltman in der Titelrolle.
MuenchnerMerkur.de „DIE DIENSTAG-PRESSE – 14. JULI 2026
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München: Pape und Nylund schmücken einen sonst durchwachsenen Fidelio

Bayerische Staatsoper, 12. Juli 2026

Bayerische Staatsoper – Nationaltheater © Wilfried Hösl

Fidelio
Musik von Ludwig van Beethoven

Libretto von Joseph Sonnleithner mit Revisionen von Georg Friedrich Treitschke nach Jean Nicolas Bouilly

Trotz der inzwischen langanhaltenden Schwitztemperaturen war auch dieser Repertoire-Fidelio in der Regie des umstrittenen Regisseurs Calixto Bieito nahezu ausverkauft. Zwar verteidigte ein prächtig aufgestelltes Team Wagner seine außerordentliche gesangliche Extraklasse, ein wirklich überzeugender Fidelio gelang der Bayerischen Staatsoper aber nicht.

von Johannes Karl Fischer

„Ludwig van Beethoven, Fidelio
Bayerische Staatsoper, 12. Juli 2026“
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“Nessun dorma” in München: Augen auf und Ohren zu!

Foto © Geoffroy Schied

TURANDOT, letzte und unvollendete Oper von Giacomo Puccini, wird an der Bayerischen Staatsoper in München seit 2011 in der spektakulären Inszenierung von Carlus Padrissa, Mitbegründer der katalanischen Theatergruppe “La Fura dels Baus” gezeigt. Es ist ein Festspiel für das Auge! Dies kann man an diesem Abend von der musikalischen Darbietung leider nicht sagen. Der Dirigent Andrea Battistoni setzt vor allem auf Lautstärke ganz nach dem Motto “Nessun dorma – Keiner schlafe!” Und die Sänger folgen ihm mit lautem Gebrüll!

Giacomo Puccini (1858-1924) TURANDOT
Dramma lirico in drei Akten (Libretto von Giuseppe Adami & Renato Simoni)

Musikalische Leitung: Andrea Battistoni

Inszenierung:  Carlus Padrissa – La Fura dels Baus
Bühne:  Roland Olibeter
Kostüme:  Chu Uroz

 Nationaltheater München, 6. Juli 2026

 von Jean-Nico Schambourg

„Giacomo Puccini (1858-1924),  Turandot
 Nationaltheater München, 6. Juli 2026 “
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DIE MONTAG-PRESSE – 13. JULI 2026

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Festspielhaus Erl © Festspiele Erl

Erl/Tirol
Maritimes bei den Tiroler Festspielen: Stars im „Fliegenden Holländer“
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (8,31. Min.)
deutschlandfunkkuktur.de

Erl
Weltklasse in Ton und Bild: „Der fliegende Holländer“ in Erl
Bei den Tiroler Festspielen fesselt die Inszenierung von Josef. E. Köpplinger genauso wie Christopher Maltman in der Titelpartie. Tirol liegt bekanntlich nicht am Meer. Wenn man aber aus deutschen Landen ins Unterinntal reist, dann begrüßt einen da eine riesige Welle aus Beton: das Passionsspielhaus in Erl. In diesem Sommer hat hier der fliegende Holländer Obdach gefunden. Dabei handelt es sich nicht um einen Touristen aus den Niederlanden, der zum Paragliding angereist ist, sondern um einen kreuzunglücklichen Untoten, der seit Ewigkeiten die Meere befährt. Bei seinen seltenen Landgängen sucht der Leidgeplagte sein Heil in Person einer Frau, die ihm ewige Treue schwört.
DerStandard.at „DIE MONTAG-PRESSE –13. JULI 2026
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Zürich feiert einen grandiosen, dramatischen „Werther“

Werther, Jules Massenet, Tatjana Gürbaca 2025/26 © T+T Fotografie / Toni Suter + Tanja Dorendorf

Manches begegnete mir zu früh im Leben.

Mit dem Briefroman von Goethe konnte ich im zarten Alter von fünfzehn Jahren nicht viel anfangen.

Die Lektüre zog und zog sich und mehr als ein Mal dachte ich: Ach nee, Werther, echt jetzt? Schau dich um, andere Mütter haben auch schöne Töchter.

Heute, Jahrzehnte später, habe ich einen reiferen und emotionaleren Zugang zu diesem Thema. Ich bin glücklich, dass ich Goethe, Massenet und Werther eine zweite Chance gab.

Werther
Lyrisches Drama in vier Akten
Musik von Jules Massenet

Libretto von Edouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann nach Johann Wolfgang von Goethe

Wiederaufnahme

Musikalische Leitung:   Marco Armiliato

Inszenierung:   Tatjana Gürbaca
Szenische Einstudierung:   Claudia  Blersch
Bühnenbild und Lichtgestaltung:   Klaus Grünberg
Kostüme:   Silke Willrett
Bühnenbildmitarbeit:   Anne Kuhn
Kostümmitarbeit:   Carl-Christian Andresen
Choreinstudierung:   Alice Lapasin Zorzit
Dramaturgie:   Claus Spahn

Orchester der Oper Zürich

Kinderchor, SoprAlti und Zusatzchor der Oper Zürich
Statistenverein am Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich, 10. Juli 2026

von Kathrin Beyer

„Jules Massenet, Werther, Jonathan Tetelman
Opernhaus Zürich, 10. Juli 2026“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 12. JULI 2026

Herbert Blomstedt © Stephan Rabold

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 12. JULI 2026

Herbert Blomstedt: Der Jahrhundertdirigent
Seine Bewegungen sind klein geworden, seine Ausstrahlung nicht. Herbert Blomstedt wird 99 Jahre alt und zeigt bis heute, dass große Dirigate vor allem aus Zuhören, Vertrauen und Klarheit entstehen.
BR-Klassik.de

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Es fliegen nicht nur die Fetzen, sondern auch so manches Kleidungsstück

© Marie-Laure Briane

Großartiger Johann-Strauss-Abend am Gärtnerplatztheater in München: Schuld ist diesmal die Waldmeister-Bowle!

Alkohol schadet der Gesundheit, aber in manchen Johann-Strauss-Operetten verhilft er zum allgemeinen Happy End. An diesem Abend ist es nicht der Champagner der Schuld an allem trägt, sondern eine Bowle. Unter der Leitung von Michael Brandstätter und in einer Neufassung von Regisseur Josef E. Köpplinger serviert das Münchner Gärtnerplatztheater dem Zuhörer einen amüsanten Abend mit der vorletzten Johann-Strauss-Operette „Waldmeister“.


Johann Strauss (1825-1899)
WALDMEISTER
Operette in drei Akten (Libretto von Gustav Davis)

Musikalische Leitung: Michael Brandstätter

Inszenierung: Josef E. Köpplinger
Bühne: Walter Vogelweider
Kostüme: Uta Meenen

Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 9. Juli 2026

 von Jean-Nico Schambourg

„Johann Strauss (1825-1899), Waldmeister
Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 9. Juli 2026“
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„La Forza del Destino“ mit Anna Netrebko an der Scala: Die Schrecken des Krieges sind zeitlos

Glanzpunkt der Aufführung ist eindeutig die Leonora von Anna Netrebko. Was die Sängerin an technischer Beherrschung der Partie, wie an Schönheit und Perfektion der Phrasierung leistet, ist absolute Weltklasse. Netrebko scheint kein Alter zu kennen, legt an Intensität ihrer Gestaltung noch zu und spielt inzwischen in ihrer eigenen Liga.

Giuseppe Verdi
La Forza del Destino

Leo Muscato  Regie

Riccardo Chailly  Dirigent
Orchestra and Chorus of Teatro alla Scala

C-major 772704

von Peter Sommeregger

„Giuseppe Verdi, La Forza del Destino Riccardo Chailly
klassik-begeistert.de, 11. Juli 2026“
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