Auf den Punkt 90: OMG! Der Herausgeber von klassik-begeistert führt ein Doppelleben

Der Tenor Klaus Florian Vogt und Herausgeber Andreas Schmidt

von Jörn Schmidt

Bald gibt es bei klassik-begeistert etwas zu feiern.  Ahnen Sie vielleicht schon, was der Anlass ist? Dann schreiben Sie es gerne in die Kommentare – zu gewinnen sind 3 mal 2 CDs – (bitte geben Sie Ihre Adresse an, sie wird nicht veröffentlicht). Kleiner Tipp: Auch wenn ich Folge 100 meiner Kolumne „Auf den Punkt“ fest im Blick habe, das feiern wir mitnichten. Stattdessen hat mir Andreas Schmidt, der Herausgeber von klassik-begeistert, mit Veröffentlichung von Folge 100 ein öffentliches Disziplinarverfahren angedroht. Künstler, über die ich hier geschrieben habe, mögen sich gerne Andreas anschließen …

Damit Andreas auch genug beieinander hat, was er mir in der Disziplinarsache vorwerfen kann, ist die heutige Folge meiner Kolumne eine investigative Glosse. Denn zur Vorbereitung einer noch geheimen Feier haben Andreas und ich uns getroffen und bei köstlichem Szegediner Gulasch geplaudert … und dabei ist Andreas etwas herausgerutscht. Damit Sie das besser einordnen können: Andreas ist ein Klassik-Freak. Er ist Chor-Sänger im Symphonischen Chor Hamburg und Gastsänger der Wiener Singakademie. Er besuchte erstmals im Alter von vier Jahren die Hamburgische Staatsoper mit seiner Mutter und war hin und weg. Zuvörderst ist er Herausgeber von klassik-begeistert, der Nr.  1 der Klassik-Blogs in der DACH-Region (Google-Ranking). „Auf den Punkt 90, Doppelleben
klassik-begeistert.de, 5. Mai 2026“
weiterlesen

Rudis Klassikwelt 9: Der Philosoph Konrad Paul Liessmann spricht über Verdis “Otello”

Die Reihe “Oper und Philosophie” mit Konrad Paul Liessmann (re.) wird von Ö1 Opern-Redakteur Michael Blees (li.) produziert © ORF/Joseph Schimmer

In der Reihe “Apropos Oper” des ORF-Senders Ö1 gestaltet Konrad Paul Liessmann vier Sendungen unter dem Motto “Oper und Philosophie”, jeweils am ersten Sonntag des Monats. Liessmann, Philosoph und Opernliebhaber, bringt den philosophischen Kern der großen Opern zur Sprache, untersucht aber auch den Einfluss der Kunstgattung Oper auf das Denken so mancher großen Philosophen. In der jüngsten Sendung vom 3. Mai 2026 erforscht Liessmann das Prinzip des absolut Bösen, radikal verkörpert in der Figur des “Jago” in Verdis “Otello”.

 Oper und Philosophie
Der Geist des Musiktheaters am Fallbeispiel von Giuseppe Verdis “Otello”

 Sonntag, 3. Mai 2026, 15h05, ORF, Ö1

https://oe1.orf.at/programm/20260503/831497/Oper-und-Philosophie

Musikbeispiele: Studioaufnahme aus dem Jahr 1973, mit Jon Vickers als Otello, Mirella Freni als Desdemona und Peter Glossop als Jago. Chor der Deutschen Oper Berlin, Berliner Philharmoniker, Leitung: Herbert von Karajan.

von Dr. Rudi Frühwirth

“Mit einem Aufschrei des Universums, der sich greller und härter nicht denken lässt, beginnt Verdis Oper ‘Otello’”. Das schreibt der Musikwissenschafter Stefan Kunze über die Eingangsszene der Oper in seinem Essay Der Verfall des Helden. Über Verdis “Otello”.

„Rudis Klassikwelt 9: Konrad Paul Liessmann spricht über Verdis “Otello”
klassik-begeistert.de, 5. Mai 2026“
weiterlesen

DIE DIENSTAG-PRESSE – 5. MAI 2026

Jennifer Panara © Edyta Dufaj

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 5. MAI 2026

St.Gallen
Ein flotter Vierer: Barbara-David Brüesch inszeniert Così fan tutte in St.Gallen
„Wetten, dass ihr die Freundin des anderen ins Bett bekommt?“ – Das ist die Ausgangsfrage von Così fan tutte, eine Wette auf Gegenseitigkeit, die zwei Pärchen an die Grenze ihrer Belastbarkeit bringen wird, da die Frauen sich als untreu erweisen und die Männer, die dieses Spiel beginnen, es ohnehin schon sind. Die St.Galler Premiere zeigte, dass dieser unter diversen Aspekten nicht ganz unproblematische Stoff sich verblüffend gut auf die Bühne bringen lässt.
Von Julian Führer
Klassik-begeistert.de

„DIE DIENSTAG-PRESSE – 5. MAI 2026“ weiterlesen

Zubin Mehtas 90er: Ein wacher Geist bezwingt den Körper

Zubin Mehta © Monika Rittershaus

Konzert zum 90. Geburtstag von Zubin Mehta

Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie Nr. 40 g-moll

Ludwig van Beethoven: 7. Symphonie A-Dur

Staatskapelle Berlin
Zubin Mehta Dirigent

Staatsoper Unter den Linden, 3. Mai 2026

von Peter Sommeregger

Am Ende eint alle im Publikum der Wunsch, dass dies eine Würdigung, aber noch kein Abschied sein möge.

Die Prominentendichte im Publikum dieses Konzertes war ungewöhnlich hoch, auffällig unauffällige Männer in blauen Anzügen und weißen Hemden waren zum Schutz des anwesenden Bundeskanzlers eingesetzt, der nebst anderer Polit-Prominenz zu diesem besonderen Konzert erschienen war. „Konzert zum 90. Geburtstag von Zubin Mehta
Staatsoper Unter den Linden, 3. Mai 2026“
weiterlesen

DIE MONTAG-PRESSE – 4. MAI 2026

Christian Thielemann © Matthias Creutziger

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MONTAG-PRESSE – 4. MAI 2026

Wien/Musikverein
Pathys Stehplatz 62: Thielemann macht den Unterschied
Christian Thielemann ist der Game Changer. Sein Beethoven steht nicht bei allen hoch im Kurs. Die Einspielung mit den Wiener Philharmonikern hat polarisiert. Während die einen zu viel Sumpf verorten, sehnen sich die anderen danach, was man als Synonym dafür nennen kann. Fleisch mit Sauce, nennt Thielemann es selbst. Mit der Staatskapelle Berlin hatte er in Wien lange danach gesucht.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

„DIE MONTAG-PRESSE – 4. MAI 2026“ weiterlesen

Pathys Stehplatz 62: Thielemann macht den Unterschied

Christian Thielemann © Dieter Nagl

Zwei Wochen nach dem Konzert – im Kontext der im Blog geführten Diskussion – ist dieser Text entstanden.

Christian Thielemann ist der Game Changer. Sein Beethoven steht nicht bei allen hoch im Kurs. Die Einspielung mit den Wiener Philharmonikern hat polarisiert. Während die einen zu viel Sumpf verorten, sehnen sich die anderen danach, was man als Synonym dafür nennen kann. Fleisch mit Sauce, nennt Thielemann es selbst. Mit der Staatskapelle Berlin hatte er in Wien lange danach gesucht.

von Jürgen Pathy

Im Musikverein Wien hatte Christian Thielemann eines bewiesen. Selten hört man so deutlich, dass die Qualität am Dirigenten liegt. Die Staatskapelle Berlin ist ein hervorragendes Orchester – allerdings noch nicht auf dem Niveau anderer Orchester.

„Pathys Stehplatz 62: Thielemann macht den Unterschied
Musikverein Wien, 3. Mai 2026“
weiterlesen

Nelsons führt den Musikverein in den siebten Mahler-Himmel

Andris Nelsons © Borggreve

Frühlingszeit ist Mahler-Zeit: Mit einer spektakulären Aufführung der Dritten ließen Andris Nelsons und die Wiener Philharmoniker ihren einzigartigen Mahler-Klang im Musikverein aufsteigen. Besonders der liebevoll und ganz ohne Handystörgeräusche verklingende Schlusssatz sorgte für Gänsehautstimmung. Auf diesen Nachmittag wäre auch Mahler stolz gewesen!

Gustav Mahler   Symphonie Nr. 3 d-Moll

Wiener Philharmoniker
Damen des Singvereins der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
Wiener Sängerknaben

Andris Nelsons
, Dirigent
Wiebke Lehmkuhl, Alt

Musikverein Wien, Goldener Saal, 2. Mai 2026

von Johannes Karl Fischer

Zur Abwechslung führte der Weg zum Musikverein heute mal durch eine in Frühlingsstimmung strahlende Stadt, irgendwo zwischen Stadtpark und Belvedere genoss gefühlt halb Wien die warmen Mittagsstunden an der freien Luft. Siehe, es lacht die Sonne. Trotzdem passte in den seit Wochen restlos ausverkauftem Musikverein jenseits der üblichen, unvermeidbaren No-Shows kein Blatt Papier mehr zwischen die Stühle. Die Wiener lassen sich ihren Mahler eben nicht vom heute mal sehr gut gelaunten Wetterwotan nehmen … „Gustav Mahler, Symphonie Nr. 3 d-Moll, Andris Nelsons, Dirigent
Musikverein Wien, 2. Mai 2026“
weiterlesen

Kirill Petrenko und sein hervorragendes Orchester begeistern mit dem Europakonzert 2026

Europakonzert im Haydnsaal © Lena Line


Das Europakonzert der Berliner Philharmoniker
Schloss Esterházy, Eisenstadt (Burgenland), Österreich,
1. Mai 2026

Im Rahmen des Europakonzertes der Berliner Philharmoniker spielten die Damen und Herren Orchestermusiker, ein singulärer Instrumentalsolist und ein ebensolcher Dirigent mit aller Selbstverständlichkeit viele ihrer Kollegen mühelos an die Wand. Man wird noch lange davon zehren können, was hier an dem geschichtsträchtigen Ort zu hören war.

Joseph Haydn: Ouvertüre in D-Dur

Igor Strawinski: Suite aus dem Ballett „Pulcinella“ nach Musik von Giovanni Battista Pergolesi (u.a.)

Piotr Iljitsch Tschaikowski: Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester op. 33

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 2 in D-Dur op. 36

Gautier Capuçon, Violoncello
Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko, Dirigent

von Herbert Hiess

Von den Berliner Philharmonikern zu schwärmen, heißt eigentlich „Eulen nach Athen“ tragen; nur was an diesem Vormittag passierte, ist singulär.

Wenn also dieses Weltklasse-Orchester, ein Weltklasse-Dirigent und ein ebensolcher Solist zusammenkommen, ist das schon ein besonderer Glücksfall für sich. Und das dann noch an einem solchen geschichtsträchtigen Ort aufzuführen, macht das Ereignis absolut singulär. „Das Europakonzert der Berliner Philharmoniker
Schloss Esterházy, Eisenstadt (Burgenland), Österreich, 1. Mai 2026“
weiterlesen

Ein flotter Vierer: Barbara-David Brüesch inszeniert Così fan tutte in St. Gallen

Vincenzo Neri, Jennifer Panara © Edyta Dufaj

Wolfgang Amadeus Mozart     Così fan tutte (1790)

Dramma giocoso in zwei Akten
Libretto von Lorenzo Da Ponte
Koproduktion mit der Oper Graz

 

Theater St.Gallen, 2. Mai 2026 PREMIERE

von Julian Führer

„Wetten, dass ihr die Freundin des anderen ins Bett bekommt?“ – Das ist die Ausgangsfrage von Così fan tutte, eine Wette auf Gegenseitigkeit, die zwei Pärchen an die Grenze ihrer Belastbarkeit bringen wird, da die Frauen sich als untreu erweisen und die Männer, die dieses Spiel beginnen, es ohnehin schon sind. Die St.Galler Premiere zeigte, dass dieser unter diversen Aspekten nicht ganz unproblematische Stoff sich verblüffend gut auf die Bühne bringen lässt. „Wolfgang Amadeus Mozart, Così fan tutte (1790)
Theater St.Gallen, 2. Mai 2026 PREMIERE“
weiterlesen

Mozart trifft auf Zemlinsky – und Lübeck erlebt ein überragendes Konzert

Stefan Vladar und Orchester; Photo Andreas Ströbl

Erneut präsentierten die Lübecker ein Symphoniekonzert in spannungsreicher Gegenüberstellung, zudem mit hochkarätiger solistischer Besetzung. Und wer „nur“ wegen Zemlinskys Lyrischer Symphonie gekommen war, wurde am 3. Mai 2026 in der Musik- und Kongresshalle durch einen wunderbar frischen Mozart überrascht.

7. Symphoniekonzert 

Wolfgang Amadeus Mozart, Symphonie Nr. 36 C-Dur KV 425, „Linzer“
Alexander Zemlinsky, Lyrische Symphonie in sieben Gesängen

Adrienn Miksch, Sopran
Bo Skovhus, Bariton

Stefan Vladar, Dirigent
Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck

Musik- und Kongresshalle, Lübeck, 3. Mai 2026

von Dr. Andreas Ströbl

Mozart mit Maienlust

„In der Linzer Symphonie arbeitet Mozart weit mehr melodisch als motivisch“, erklärte der Dirigent Ivor Bolton einmal, und in der Tat durchströmt die „Linzer Symphonie“ KV 425 in der optimistischen Tonart C-Dur eine flüssige Natürlichkeit, mit einem „großartigen Gespür für Melodie“, um Bolton nochmals zu zitieren. „Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck, 7. Symphoniekonzert 
Musik- und Kongresshalle, Lübeck, 3. Mai 2026“
weiterlesen