Daniels Anti-Klassiker 42: Hector Berlioz – Sinfonie fantastique (1830)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

„Daniels Anti-Klassiker 42: Hector Berlioz – Sinfonie fantastique (1830)
klassik-begeistert.de, 28. September 2026“
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„La Vestale“ scheitert in Berlin an Regie und Besetzung

© Staatsoper Unter den Linden

Mit der Primadonnenpartie der Julia hat die Staatsoper Sonya Yoncheva besetzt. Die stürzt sich beherzt in die einst auch von Maria Callas gesungene Partie, ist damit aber deutlich überfordert. Ihre Stimme klingt abgesungen, das Timbre hat eine metallische Färbung angenommen, Farben vermisst man schmerzlich. Ihr fehlt einfach auch die Dominanz einer Spitzensängerin.

Gaspare Spontini,  La Vestale

Sonya Yoncheva   Julia
David Butt Philip   Licinius
Marina Prudenskaya   La Grande Vestale
Siyabonga Maqungo   Cinna

Lydia Steier   Regie
Carlo Rizzi   Dirigent

Staatsoper Unter den Linden, Premiere, 26. September 2026

von Peter Sommeregger

Der Komponist Spontini war im frühen 19. Jahrhundert der erste Intendant der Königlichen Hofoper in Berlin. Seine erfolgreichste Oper „La Vestale“ wurde damals auch in Berlin gegeben, die aktuelle Produktion ist daher auch ein Blick zurück in die Geschichte des Hauses. „Gaspare Spontini, La Vestale, Sonya Yoncheva 
Staatsoper Unter den Linden, Berlin, 26. September 2026 PREMIERE“
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Esa-Pekka Salonen führt durch sein Land und durch sein Leben

Esa-Pekka Salonen © Patrick Swirc

Anlässlich ihres ersten Abonnementkonzertes eröffneten die Wiener Philharmoniker die Saison 2026/2027 mit einem hervorragenden, fast außergewöhnlichen Konzert. Da befanden sich nicht nur Klassiker wie Debussys „La Mer“ und die fünfte von Jean Sibelius, sondern auch die vierte Symphonie des äußerst selten gespielten Komponisten Witold Lutosławski – ein Komponist, der lange Zeit Salonen musikalisch begleitete. 

Musikverein Wien, 26. September 2026

Witold Lutosławski:  Symphonie Nr. 4
Claude Debussy:  La Mer. Trois Esquisses Symphoniques
Jean Sibelius:  Symphonie Nr. 5, Es-Dur op. 82

Wiener Philharmoniker
Dirigent:  Esa-Pekka Salonen

von Herbert Hiess

„Wiener Philharmoniker und Esa-Pekka Salonen
Musikverein Wien, 26. September 2026“
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Wie sehen die Bayreuther Festspiele hinter den Kulissen aus?

Buchbesprechung:

Stephan Mösch
Bayreuth als Theater
Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte

Bärenreiter-Verlag Karl Vötterle GmbH & Co. KG, 2026
ISBN 978-3-7618-2649-2 (Bärenreiter)
ISBN 978-3-662- 72775-1 (Metzler)

von Jolanta Łada-Zielke

Das Buchcover stellt die Schlussszene des ersten Aktes von „Tannhäuser“ aus dem Jahr 2019 unter der Regie von Tobias Kratzer dar. Venus (wahrscheinlich Helena Zhidkova) und ihre Avantgarde-Künstlergruppe, zu der Manni Laudenbach und Le Gateau Chocolat gehören, treffen am Festspielhaus ein und überlegen, wie sie hineinkommen können. Sobald ihnen das gelingt, „führen“ Manni und Le Gateau die Zuschauer in der Videoprojektion hinter die Kulissen des Theaters.

„Stephan Mösch, Bayreuth als Theater – Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte
klassik-begeistert.de, 27. September 2026“
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Michael Spyres, Jakub Józef Orliński und Louise Alder ernten Jubelstürme

Brenda Rae in der Produktion aus 2023 als Semele © Monika Rittershaus

Drei Jahre nach der Festspielpremiere im Prinzregententheater zieht Semele ins angestammte Nationaltheater um. Mit großartigem Erfolg. Sängerisch überzeugend allen voran Louise Alder mit tollem Timbre. Das Orchester hält die Spannung aufrecht, ist dynamisch. Ein bisschen Komik, ein bisschen Rache, ein bisschen Action, natürlich viel Dramatik. Lohnt sich.

Nationaltheater, München, 25. September 2026

Semele
Oper nach Art eines Oratoriums (1743)

Komponist  Georg Friedrich Händel
Libretto nach  William Congreve

Musikalische Leitung  Leonardo García Alarcón

Inszenierung  Claus Guth
Bühne  Michael Levine

Semele  Louise Alder
Jupiter  Michael Spyres
Athamas  Jakub Józef Orliński
Juno  Marina Viotti
Ino  Avery Amereau
Wedding Planer / Iris  Sarah Dufresne
Cadmus/Somnus  Sam Carl

Bayerisches Staatsorchester
Bayerischer Staatsopernchor
Opernballett der Bayerischen Staatsoper

von Frank Heublein

„Georg Friedrich Händel, Semele, Michael Spyres und Jakub Józef Orliński
Nationaltheater, München, 25. September 2026“
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„Das meiste passiert innerhalb der Musik“ – Interview mit dem Tenor Benjamin Bruns

Foto: Benjamin Bruns © Andreas Ströbl

Der Tenor Benjamin Bruns (Jahrgang 1980) begann seine Laufbahn als Alt-Solist im Knabenchor Hannover, seiner Heimatstadt. Er absolvierte eine private Gesangsausbildung bei Peter Sefcik und studierte an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Renate Behle. Bruns sang zunächst lyrische Partien, wie Mozart-Rollen, und wechselte erfolgreich zu heldischen Partien wie Max (Der Freischütz), Florestan (Fidelio) oder Lohengrin. Der Sänger tritt weltweit an großen Häusern auf, darunter an der Bayerischen Staatsoper, der Staatsoper Unter den Linden, der Deutschen Oper Berlin, der Metropolitan Opera in New York sowie bei den Bayreuther Festspielen. Benjamin Bruns ist ebenso als gefragter Oratorien- und Liedsänger in bedeutenden Konzertsälen aktiv und arbeitete mit renommierten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern zusammen.

Das Gespräch führten Dr. Regina und Dr. Andreas Ströbl

„Interview: kb im Gespräch mit Benjamin Bruns, Tenor
klassik-begeistert.de, 25. September 2026“
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Lisa Batiashvili spielt mit Glut und Intensität

Lisa Batiashvili, Dresdner Philharmonie, Leitung Dalia Stasevska © Leoni Ridder

Die georgischstämmige Geigerin, Residenzkünstlerin des diesjährigen Beethovenfests, spielt mit Glut und Intensität Sibelius. Die Dresdner Philharmonie spielt unter Daria Stasevska formidabel, wenn auch einige Tempi der Kategorie „Affenzahn“ die Präzision in Mendelssohns Vierter Sinfonie leiden lassen.

Beethovenhalle Bonn, 25. September 2026

Gija Kantscheli (1935-2019) – Sio für Streicher, Klavier und Schlagwerk

Jean Sibelius (1865-1857) – Violinkonzert d-Moll op. 47

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) – Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 „Italienische“

Lisa Batiashvili, Violine (Beethovenfest Residenz 2026)

Sandro Nebieridze, Klavier
Alexej Bröse, Schlagwerk

 Dresdner Philharmonie

Dalia Stasevska, Dirigentin

 von Brian Cooper

„Lisa Batiashvili und Dresdner Philharmonie
Beethovenfest 2026, Beethovenhalle Bonn, 25. September 2026“
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Daniel Harding erweist sich als Feinmechaniker des Klanges

Daniel Harding © Stephan Rabold

Der Komponist Gustav Mahler entstammte einer jüdischen Familie, und wurde in diesem Glauben erzogen. Später entschloss er sich zum Übertritt in die katholische Kirche, was ihm z.T. böswillig als Opportunismus ausgelegt wurde, wollte er doch Direktor der Wiener Hofoper werden. Aus Selbstzeugnissen, vor allem aber aus einem Teil seiner Kompositionen lässt sich eine tiefe Frömmigkeit ablesen, die ihn als authentisch katholisch erscheinen lässt.

Philharmonie Berlin, 25. September 2026

Gustav Mahler
Symphonie Nr.2 c-Moll „Auferstehung“

Johanna Wallrot

Marianne Crebassa

Daniel Harding
Rundfunkchor Berlin

von Peter Sommeregger

„Gustav Mahler, Symphonie Nr.2 c-Moll „Auferstehung“, Daniel Harding
Philharmonie Berlin, 25. September 2026“
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Stefan Herheim inszeniert das Verwirrspiel in der römischen Götterwelt

La Calisto © Matthias Baus

Es gibt wenige Barockopern, wo kaleidoskopartig die prominentesten Vertreter der römischen Götter präsentiert werden. Was sehr leicht in ein langweilendes Durcheinander münden kann; daraus machte der Regisseur und Intendant des Hauses Stefan Herheim eine grandiose und mitreißende Darstellung dieser Eskapaden. Und daraus wurde gemeinsam mit der exzellenten musikalischen Leitung eine Traumaufführung. 

MusikTheater an der Wien, 26. September 2026

Francesco Cavalli
La Calisto
Dramma per Musica in drei Akten

Besetzung
Vera-Lotte Boecker, Milan Siljanov, Luciana Mancini, Arnaud Glück …

Inszenierung:  Stefan Herheim
Bühne:  Silke Bauer
Choreographie:  Beate Vollack

L’Arpeggiata

Musikalische Leitung:  Christina Pluhar
Koproduktion mit der Staatsoper Unter den Linden, Berlin

von Herbert Hiess

„Francesco Cavalli: La Calisto, L’Arpeggiata / Christina Pluhar
MusikTheater an der Wien, 26. September 2026“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 27. SEPTEMBER 2026

Lisa Batiashvili Dresdner Philharmonie unter der Leitung von Dalia Stasevska <br> Leoni Ridder

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 27. SEPTEMBER 2026

Bonn/Beethovenhalle
Lisa Batiashvili verzückt und verzaubert das Bonner Publikum
Die georgischstämmige Geigerin, Residenzkünstlerin des diesjährigen Beethovenfests, spielt mit Glut und Intensität Sibelius. Die Dresdner Philharmonie spielt unter Daria Stasevska formidabel, wenn auch einige Tempi der Kategorie „Affenzahn“ die Präzision in Mendelssohns Vierter Sinfonie leiden lassen.
Von Brian Cooper
Klassik-begeistert.de

„DIE SONNTAG-PRESSE – 27. SEPTEMBER 2026“ weiterlesen