Gustav Mahler Musikwochen: Reinhold Messner bringt die Dolomiten zum Klingen  

Foto: © DR-helm-media

Gustav Mahler Musikwochen 2026 in Toblach
11. Juli bis 5. September 2026

Manche Abende entziehen sich jeder Beschreibung. Hoch über dem Südtiroler Pustertal verschmelzen Reinhold Messner, die Kulisse der Dolomiten sowie Musik von Mahler und Beethoven zu einem Erlebnis von seltener Intensität.

Reinhold Messner, Sprecher

Dirk Kaftan, Dirigent
Beethoven Orchester Bonn

Ludwig van Beethoven, Symphonie Nr. 6 F-Dur op. 68 „Pastorale“
Gustav Mahler, Adagietto aus der Symphonie Nr. 5

Klang & Stille, Reinhold Messner Haus, Bergstation Sexten, 19. Juli 2026

von Jürgen Pathy

„Gustav Mahler Musikwochen Gipfel und Klang
Reinhold Messner Haus, Bergstation Sexten, 19. Juli 2026“
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Wg. kultureller Zertrümmerung: Warum ich nie wieder zum Opern-Festival nach Verona fahren werde

Vorspiel / Ouvertüre: Am Samstagabend, 30. August 2025, zeigte der TV-Sender 3sat „Nabucco“ von Giuseppe Verdi, eine Aufzeichnung aus der Arena di Verona. Eine Aufzeichnung! Das Publikum war eindringlich gebeten worden, keine Handyaufnahmen zu machen. Und siehe da: Fast alle hielten sich daran.

Alle? Fast alle: Einige Unbelehrbare filmten, für Millionen Zuschauer sichtbar, auch während die Künstler sangen und musizierten. Warum, liebe Arena-Macher, nicht immer so? Haben Sie Angst, dass Ihre Zuschauerinnen und Zuschauer ohne Handyaufnahmen während der Vorstellung nicht auf ihre Kosten kommen?

„Ich bin ganz sicher, Sie werden mit Ihrer ‚Video-Politik‘ in Verona keinen Erfolg haben. Für seriöse Opern-Besucher ist das ein NO-GO. Glauben Sie ernsthaft, das kulturelle Erbe der Oper könne nur durch tausende Handys mit hellen Bildschirmen WÄHREND der Aufführung gerettet werden? You make me smile…“

Fotos © Arena di Verona

von Andreas Schmidt

Das Festival von Verona – Arena di Verona Opera Festival – wirbt auf Deutsch mit den Worten: „Der italienischste Ort auf Erden.“ Es stimmt: Der fast komplett erhaltene Jahrtausendschatz  ist ein atemberaubendes Monument. Wie konnten Menschen ohne moderne Technik so ein Faszinosum erschaffen? 30 n. Chr. – vor 2000 Jahren…

Was nicht stimmt: Die Arena sei, während der Festspiele, ein magischer Ort.

Leider geht es dort zum Teil zu wie auf einem Provinz-Rummelplatz. Hektisch, laut und alles andere als respekt- und würdevoll, die Musik der Meister ehrend. Als ich dort am 15. Juli 2023 auch „Nabucco“ von Giuseppe Verdi verfolgte, filmten etwa 80 Prozent der 12.000 Besucher während der Vorstellung Videos, konsumierten und führten Banal-Gespräche. „Das Arena di Verona Opera Festival ist ein No-Go
klassik-begeistert.de, 2. Januar 2025“
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Sparks – die Balletttruppe des Gärtnerplatztheaters lässt Funken spritzen

»it was all so sweet«, Choreografie: Matthew Perko, Tanz: Dean Elliott, Mikayla Lambert, Yunju Lee, Ethan Ribeiro © Marie-Laure Briane

Sparks? Tänzerinnen und Tänzer des Gärtnerplatztheaters dürfen selbst choreografieren! Die beiden letzten Stücke gefallen mir persönlich am besten. In allen zehn Stücken sehe ich Lust und Leidenschaft wie Funken spritzen. Toll!

Sparks
Choreografie und Tanz: Ballettcompagnie des Gärtnerplatztheaters

Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 19. Juli 2026

von Frank Heublein

„Sparks, Ballettcompagnie des Gärtnerplatztheaters
Staatstheater am Gärtnerplatz, München, 19. Juli 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 21. JULI 2026

Teodor Currentzis © Alexandra Muravyeva

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 21. JULI 2026

Currentzis eröffnet die Salzburger Festspiele mit Kurtág und Pärt
Die musikalische Séance beginnt mit Glockenschlägen, zu denen die Mitglieder des Chors und des Orchesters in gemessenen Schritten hintereinander trippelnd die Bühne betreten. Das wird also etwas ganz Heiliges, weshalb sich auch kein Applaus des Publikums regt. Die Glocken verbieten solches von Anfang an. Schließlich betritt der Zeremonienmeister Teodor Currentzis ebenfalls ganz in schwarz gekleidet und mit gesenktem Kopf langsam die Bühne und verbreitet ein bisschen Black-Sabbath-Atmosphäre in der Salzburger Kollegienkirche
klassikinfo.de

Bayreuth
Bayreuth 2026: Warum wir moralisch fragwürdige Kunst lieben
Die Bayreuther Festspiele feiern ihr 150-Jahre-Jubiläum. Und sind wie immer ausverkauft. Trotz ihrer dunklen Vergangenheit, die weit über 1945 hinausreicht. Warum mögen wir Kunst, die moralisch fragwürdig ist?
nzz.ch

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Schweitzers Klassikwelt 168: Baritone stellen auch in Basspartien ihren Mann

 

Paul Schöffler als Philipp II.  © Foto Fayer Wien

Als Ersten denken wir da an Paul Schöffler. Seinen dunkel getönten Bariton habe ich in natura und meine Frau auf Schallplatten bewundern können. In der Aufnahme von „Tiefland“ merken wir wohl seine bewusste und zielgerichtete Aufmerksamkeit bei den hohen Tönen in der neunten Szene des ersten Akts: „Heut nacht noch komm ich zu dir. Siehst du in deiner Kammer Licht, so weißt du, ich bin es.“ Am Abend der österreichischen Uraufführung von Hindemiths „Mathis der Maler“ hörte ich wegen seines schönen Timbres von seinen Schwierigkeiten in der Höhe hinweg. Wortschöpferisch nannte ich es den „Schöfflerschrei“. Ganz in seinem Element erlebte ich ihn in Verdis „Don Carlos“ als Philipp II.

von Lothar und Sylvia Schweitzer

„Schweitzers Klassikwelt 168: Baritone
klassik-begeistert.de, 22. Juli 2026“
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“Wir sind am Leben”: Ein Musical erzählt einen Teil der Geschichte Berlins

WSAL © Dominic Ernst

Die Vorlage zu diesem Musical findet sich nicht in der Literatur und nicht am Broadway. Der Pulsschlag einer Stadt in den frühen Neunzigern wurde zum Ideengeber. Als sich in Berlin nach dem Fall der Mauer das Leben neu sortierte.

WIR SIND AM LEBEN – Das Berlin Musical

Musik, Idee und Texte:
Peter Plate, Ulf Leo Sommer und Joshua Lange

Buch und Regie:  Franziska Kuropka und Lukas Nimscheck

Uraufführung am 21. März 2026

Bühne:  Adam Nee
Choreografie:  Jonathan Huor
Kostüme:  Ferran Casanova
Lichtdesign:  Tim Deiling

Unsere Konsum Hoffnung Band
Musikalische Leitung:  Shay Cohen

Theater des Westens Berlin, 19. Juli 2026

„“Wir sind am Leben” – Das Berlin Musical
Theater des Westens Berlin, 19. Juli 2026“
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DIE MONTAG-PRESSE – 20. JULI 2026

Anna Netrebko © M. Pöhn

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MONTAG-PRESSE – 20. JULI 2026

News
Anna Netrebko meldet sich während Auszeit: „Bin nicht verschwunden“
Die Opernsängerin musste kürzlich aufgrund von Erschöpfung einige Auftritte absagen.
Kurier.at

Erl/Festspiele
Tenor Jonas Kaufmann: »‘Mach ma, mach ma’, das geht nicht mehr«

Startenor Jonas Kaufmann wird immer gelassener – weder die Deutsche Bahn noch Flugverspätungen können ihn in Rage bringen. Nur über kurzfristige Absagen kann sich der Intendant der Tiroler Festspiele Erl ärgern.
DiePresse.com

Salzburg
Kein Applaus bei den Salzburger Festspielen: Stille Eröffnung in der Kollegienkirche
Die Ouverture spirituelle begann betont andächtig: Unter Teodor Currentzis gab’s Schwermut, Trauer und Erbarmen. Der Ex-Intendant Markus Hinterhäuser war mit dabei.
DiePresse.com

„DIE MONTAG-PRESSE – 20. JULI 2026“ weiterlesen

Utopia unter Currentzis versetzt mich ins spirituelle Schweben

Miserere – Utopia · Currentzis 2026: Utopia Choir, Utopia Orchestra, Teodor Currentzis (Dirigent) © SF/Marco Borrelli

Äußere Effekte sollen die Musik verstärken. Die spirituelle Atmosphäre verdichten. Für mich gelingt das. Überraschende Töne der „unsichtbaren“ Sängerin des Cantus am Anfang. Licht, mal schummrig mal farbstrahlend. Die Emotion von Chor und Orchester widerspiegelnd. Den atmosphärischen Höhepunkt setzt der Chor der Frauen zum finalen Cantus gemeinsam mit verletzlichen Harfen- und Lyraklängen.

Ouverture Spirituelle Miserere l Hommage à Kurtág

Beata viscara – Conductus (um 1210) – Perontinus (um 1170-1246)

Lieder der Schwermut und der Trauer op. 18 (1980-1994) – György Kurtág (*1926)

Miserere für Soli, gemischten Chor, Ensemble und Orgel (1989, rev. 1992) – Arvo Pärt (*1935)

Sub tuum praesidium – Antiphon (9. Jahrhundert) – Anonymos

Musikalische Leitung Teodor Currentzis
Choreinstudierung  Vitaly Polonsky

Utopia Choir
Utopia Orchestra

Kollegienkirche, Salzburg, 18. Juli 2026

von Frank Heublein

„Hommage à Kurtág, Utopia Choir, Utopia Orchestra
Kollegienkirche, Salzburg, 18. Juli 2026“
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Bily begeistert in seiner eigenen Chopin-Liga! 

© Shigeru Kawai Europa

In der Hamburger Alfred Schnittke Akademie hat man zuletzt so einige herausragende Klavierabende junger Künstlerinnen und Künstlern erlebt, doch dieser Auftritt von Robert Bily war eine Klasse für sich. Neben einigen altbekannten und sensationell gespielten Meisterwerken von Chopin und Ravel haute er vor allem mit einem majestätischen Satz aus Dutilleux’ Klaviersonate das Hamburger Publikum völlig vom Hocker!

Robert Bily, Klavier

Werke von Frédéric Chopin, Claude Debussy, Maurice Ravel und Henri Dutilleux

Alfred Schnittke Akademie, Hamburg, 17. Juli 2026

von Johannes Karl Fischer

„Robert Bily, Klavier
Alfred Schnittke Akademie, Hamburg, 17. Juli 2026“
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Die Liebe schlägt den sportlichen Ehrgeiz aus dem Feld

 

Wer im barocken Musikbetrieb etwas auf sich hielt, griff früher oder später zu Pietro Metastasios „L’Olimpiade“. Über sechzig Komponisten vertonten dieses Libretto, darunter Vivaldi, Hasse, Caldara und Leo. Die Mischung aus antikem Sportwettkampf und einer komplizierten Identitätsverwechslung bot ideale Voraussetzungen für die großen Affekte der Opera seria.

Giovanni Battista Pergolesi
L’Olimpiade

Orchestra Ghislieri
Giulio Prandi, musikalische Leitung

Arcana, A598

von Dirk Schauß

„Giovanni Battista Pergolesi, L’Olimpiade, Giulio Prandi
klassik-begeistert.de, 19. Juli 2026“
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