Welturaufführung in Bayreuth: „Brünnhilde brennt“

Bayreuther Festspiele 2026, Brünnhilde brennt © Enrico Nawrath

…eine Welturaufführung anlässlich des 150. Geburtstags der Bayreuther Festspiele

Die Welturaufführung dieses Musiktheaterstücks über und nahe an Richard Wagner ist gelungen. Und dennoch bleibt der Kopf, anders als beim Meister vom grünen Hügel, etwas unbefriedigt zurück. Das post-avantgardistische Stück ist schwierig – für die Sängerinnen und Sänger, für den Dirigenten und auch für des Publikum.

Brünnhilde brennt
konzertant im Friedrichsforum, Bayreuth,
3. August 2026

Komposition:  Bernhard Lang
Libretto:  Michael Sturminger
Musikalische Leitung:  Jonathan Stockhammer


von Dr. med. Gerald Hofner

„Brünnhilde brennt, Welturaufführung konzertant
Friedrichsforum, Bayreuth, 3. August 2026“
weiterlesen

Mondtags exzellenter Salzburger Ariadne bleibt der Buh-Orkan nicht erspart

Fotos © SF/Thomas Auri

Ein Lakai lästert im alpenländischen Dialekt, Christina Nilssons Ariadne taucht das Publikum in die namenlose Lebensfreude dieser musikalischen Komödie und aus dem Graben strömen süß wie Sachertorte die Streicherglissandi der Wiener Philharmoniker. Trotz eines Buh-Orkans für Ersan Mondtags eigentlich geniale, lebendige Inszenierung thront diese Salzburger Ariadne an der Spitze der allerersten Strauss-Liga!

Salzburger Festspiele

Ariadne auf Naxos
Musik von Richard Strauss
Text von Hugo von Hofmannsthal

Musikalische Leitung: Manfred Honeck

Regie/Bühne/Kostüme: Ersan Mondtag
Licht: Franck Evin
Video: Alexander Pannier
Choreografie: Ashley Alexandra Wright
Dramaturgie: Till Briegleb

Wiener Philharmoniker

Großes Festspielhaus, Salzburg, 2. August 2026

von Johannes Karl Fischer

„Richard Strauss, Ariadne auf Naxos
Großes Festspielhaus, Salzburg, 2. August 2026“
weiterlesen

Anna Hüdepohl: „Beim Unterrichten entdeckt man immer einen neuen Winkel“  , Teil II

©Anna Hüdepohl, Foto: Helle Thede Johansen

Die aus Schleswig-Holstein stammende Akkordeonistin Anna Hüdepohl studierte klassisches Akkordeon in Aarhus, schloss ihr Studium 2006 ab und lebt seitdem auf den Färöern. Neben ihrer Tätigkeit als Akkordeonlehrerin ist sie auch als Musikerin aktiv und veröffentlichte mehrere CDs. Im zweiten Teil unseres Interviews spricht sie über das lebendige Musikleben auf den Färöern, warum diese Inselgruppe im Nordatlantik auch „the land of maybe“ genannt werden und natürlich über ihre 2025  erschienene Akkordeonschule.   

Johannes Karl Fischer im Interview mit  Anna Hüdepohl

klassik-begeistert:  Frau Hüdepohl, Welche Herausforderungen bringt das Musizieren auf den Färöern mit sich?

Anna Hüdepohl: Es ist toll, hier als Musikerin zu leben und zu arbeiten. Die Musik hat einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft, und die Färinger sind stolz auf ihre Musikschule. Hier leben sehr viele professionelle Musiker sehr dicht zusammen, und alle sind hochmotiviert.  Man geht zwei Straßen weiter und fragt „Wollen wir eine Band gründen?“ und dann gründet man eben eine Band.  Die Musikszene ist breit gefächert – von Sinfonieorchester über Jazz und Folklore, Chören und Countrymusik bis zu Heavy Metal Bands gibt es hier fast alles.  Man kann eigentlich jeden Tag ein Konzert besuchen. „kb im Gespräch mit Anna Hüdepohl Akkordeonistin, Teil II
klassik-begeistert.de, 4. August 2026“
weiterlesen

DIE DIENSTAG-PRESSE – 4. AUGUST 2026

Giovanni Sala (Lucio Silla), Lilit Davtyan (Celia) © SF/Marco Borrelli

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 4. AUGUST 2026

Salzburg/Lucio Silla
„Lucio Silla“ in Salzburg: Ádám Fischer auf Spurensuche beim jungen Mozart
Wolfgang Amadeus Mozart, Lucio Silla (semiszenische Aufführung. Mozarts späteres Genie blitzt in „Lucio Silla“ bereits auf. Ádám Fischer legt diese Spuren frei, Xenia Puskarz Thomas und Nina Solodovnikova machen sie hörbar.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

„DIE DIENSTAG-PRESSE – 4. AUGUST 2026“ weiterlesen

Schweitzers Klassikwelt 169: Mantel- und Degenstücke oder (Salon)Naturalismus in der Oper?

Ruine der einstigen Burg von Castellar (Schauplatz von Verdis „Il trovatore“?)  © Daniel Lafranca

Was bevorzugen Sie in der Oper?

Mantel- und Degenstücke entstanden im Spanien des 17. Jahrhunderts. Sie spielen bevorzugt im adeligen Milieu, erzählen von Liebesintrigen und handeln von heldenhaften Abenteuern und Kämpfen.

Der Naturalismus in Literatur und Theater hat das Bemühen, dem Ungeschliffenen, Unterprivilegierten und Hässlichen einen Platz in der Kunst zu verschaffen. Paradebeispiel ist Gerhard Hauptmanns Drama „Die Weber“, in dem Arbeiter als tragische Figuren erscheinen.

von Lothar und Sylvia Schweitzer 

Der Begriff Salonnaturalismus wurde ursprünglich nur in der bildenden Kunst angewandt. Unser Gymnasiallehrer in Deutsch verwendete ihn in den Fünfzigerjahren des vorigen Jahrhunderts bereits für die Autoren Arthur Schnitzler und Frank Wedekind, die sich auf Triebhaftigkeit und die Heuchelei der Gesellschaft fokussierten. „Schweitzers Klassikwelt 169: Was bevorzugen Sie in der Oper?
klassik-begeistert.de, 4. August 2026“
weiterlesen

„Lucio Silla“ in Salzburg: Ádám Fischer auf Spurensuche beim jungen Mozart

Ádám Fischer Conductor, Mozarteum Orchestra Salzburg © SF/Marco Borrelli

Mozarts späteres Genie blitzt in „Lucio Silla“ bereits auf. Ádám Fischer legt diese Spuren frei, Xenia Puskarz Thomas und Nina Solodovnikova machen sie hörbar.

Wolfgang Amadeus Mozart, Lucio Silla (semiszenische Aufführung)

Salzburger Festspiele, Felsenreitschule,
2. August 2026

Ádám Fischer, Dirigent
Mozarteumorchester Salzburg
Bachchor Salzburg

Salzburger Festspiele, Felsenreitschule, 2. August 2026

von Jürgen Pathy

„Wolfgang Amadeus Mozart, Lucio Silla (semiszenische Aufführung)
Salzburger Festspiele, Felsenreitschule, 2. August 2026“
weiterlesen

„Bayreuth ist … Bayreuth!“ – Das Open-Air-Konzert lockt Tausende an

Lieber Andreas…. fantaviertastisch… Dies ist Dein 300. Beitrag für klassik-begeistert. Du bist immer voll bei der Sache, bestens informiert und allzeit ein wacher Kopf. Auf die nächsten 300 Beiträge, ich danke Dir,  Mr. Lübeck,
tusind tak, Andreas Schmidt, Herausgeber

OpAI Bayreuth © Enrico Nawrath

W:O:A – klar, das ist das „Wacken Open Air“, eines der größten Heavy-Metal-Festivals der Welt am Rande einer kleinen Gemeinde in Schleswig-Holstein. „WOA“ ist aber ebensogut das „Wagner Open Air“ unterhalb des Festspielhauses auf dem Grünen Hügel, zu dem auch am 2. August 2026 wieder geschätzt 9.000 Besucher kamen – vor allem solche, die man im „Tempel“ sonst nicht sieht.

 Pablo Heras-Casado, Dirigent

Vida Miknevičiūtė, Sopran
Benjamin Bruns, Tenor
Christopher Maltman, Bariton

Festspielorchester Bayreuth

Festspielpark-Open-Air, 2. August 2026

von Dr. Andreas Ströbl

„Wagner Open Air, Pablo Heras-Casado, Dirigent
Festspielpark-Open-Air, Bayreuth, 2. August 2026“
weiterlesen

Donizettis „Maria Stuarda“ lässt zwei Königinnen vokal glänzen

CD/Blu-ray Besprechung:

Gaetano Donizetti
Maria Stuarda

Lisette Oropesa  Maria
Aigul Akhmetshina  Elisabeth
Ismael Jordi  Roberto Leicester

David McVicar  Regie

José Miguel Pérez-Sierra  Dirigent
Chor und Orchester des Teatro Real, Madrid

NBDO 192V

von Peter Sommeregger

Die mittlere der drei Opern, die der Komponist Donizetti englischen Königinnen gewidmet hatte, schildert die finale Phase des Lebens von Maria Stuart, der schottischen Königin. Eng verbunden ist deren Schicksal aber mit jenem der legendären Elisabeth I. von England. „Gaetano Donizetti, Maria Stuarda, Lisette Oropesa
klassik-begeistert.de, 3. August 2026“
weiterlesen

Anna Hüdepohl: „Das Akkordeon ist ein sehr geselliges Instrument“, Teil I    

© Anna Hüdepohl, Foto: Helle Thede Johansen

Die aus Schleswig-Holstein stammende Akkordeonistin Anna Hüdepohl studierte klassisches Akkordeon in Aarhus, schloss ihr Studium 2006 mit dem Solistenexamen ab und lebt seitdem auf den Färöern im Nordatlantik. Neben ihrer Tätigkeit als Akkordeonlehrerin ist sie auch als Musikerin aktiv und veröffentlichte mehrere Alben. Im ersten Teil unseres Interviews spricht sie über den Unterricht an der färöischen Musikschule, Kettentanz und natürlich über ihr Album mit klassischer Musik für Akkordeon und Violine.   

Johannes Karl Fischer im Interview mit Anna Hüdepohl  

klassik-begeistert: Frau Hüdepohl, Sie sind Akkordeonistin und leben auf den Färöern. Was hat sie dorthin gezogen?

Anna Hüdepohl: Ich bin immer der Musik gefolgt – erst zog es mich nach Dänemark, um an der Musikhochschule in Aarhus klassisches Akkordeon zu studieren. Dort wurde ich 2004 Diplommusiklehrerin und habe dann noch zwei Jahre lang die Solistenklasse besucht, die ich 2006 abschloss.  Ich hatte immer ein festes Ziel vor Augen – ich wollte unbedingt von meiner Ausbildung leben und damit meinen Lebensunterhalt verdienen. „kb im Gespräch mit Anna Hüdepohl Akkordeonistin, Teil I
klassik-begeistert.de, 2. August 2026“
weiterlesen

DIE MONTAG-PRESSE – 3. AUGUST 2026

Bayreuther Festspiele Ring 2026 © Enrico Nawrath

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MONTAG-PRESSE – 3. AUGUST 2026

Bayreuth
Trotz KI-Nachbesserung hagelt es Buhs nach der Bayreuther „Götterdämmerung“
Der heftige Buh-Sturm für das Kuratorenteam des „Rings“ nach der „Götterdämmerung“ im Bayreuther Festspielhaus war einer mit Ansage. Tomaten und Eier flogen aber dann doch nicht. Und musikalisch ging am 1. August 2026 sowieso nicht die Welt unter, sondern die Sonne auf.
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik-begeistert.at

Kritik „Götterdämmerung“ in Bayreuth: Bitter im Jubiläumsjahr
150 Jahre Bayreuther Festspiele – Zeit für einen neuen „Ring“. Mit seinem vierteiligen Nibelungen-Drama hat Wagner das Festspielhaus 1876 eingeweiht. Die „Götterdämmerung“ beschließt den Jubiläums-„Ring“ mit KI-generierten Bühnenprojektionen. Wie wohl das Publikum reagiert, wenn das Regieteam endlich vor den Vorhang tritt? Eine eher rhetorische Frage.
BR-Klassik.de

„DIE MONTAG-PRESSE – 3. AUGUST 2026“ weiterlesen