Mozart reißt die Perücken vom Kopf

CD/Blu-ray Besprechung:

Es gibt Momente in der Musikwelt, da fühlt sich das „Historische“ plötzlich gar nicht mehr nach Museum an, sondern nach verschüttetem Champagner und Herzklopfen. Wer geglaubt hat, Mozart sei im 21. Jahrhundert zu einer wohlfeilen Pralinenschachtel erstarrt, der hat die Rechnung ohne Olga Pashchenko und das Ensemble Il Gardellino gemacht. Mit ihrer dritten Folge der Mozart-Klavierkonzerte bei Alpha Classics beweisen sie, dass „Authentizität“ kein verstaubtes Dogma ist, sondern eine Einladung zum Tanz.

Wolfgang Amadeus Mozart
Klavierkonzert 6, 8 und 18

Olga Pashchenko, Fortepiano, Tangentenflügel und musikalische Leitung

Il Gardellino

Alpha Classics, ALPHA1199

von Dirk Schauß

Der Star dieser Aufnahme ist nicht nur Pashchenkos flinke Fingerfertigkeit, sondern ihre bewusste Entscheidung für das „richtige“ Werkzeug. Sie ist keine Interpretin, die aus bloßer Eitelkeit in den Keller der Musikinstrumentenkunde steigt. Vielmehr sucht sie nach dem Licht, das Mozart damals zur Verfügung stand, um seine Partituren auszuleuchten. „CD/Blu-ray Besprechung: Wolfgang Amadeus Mozart, Klavierkonzert 6, 8 und 18
klassik-begeistert.de, 18. Februar 2026“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 18. FEBRUAR 2026

Faust, Schlussapplaus © G. Schied

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE – 18. FEBRUAR 2026

Münchens neuer Staatsopern- „Faust“ – total in Frauen-Hand
Zum zweiten Mal darf Wiens Volksopern-Leiterin Lotte de Beer in der Bayerischen Staatsoper ans Regiepult. Auf ihren preiswürdigen „Il Trittico“-Puccini vor neun Jahren hat man ihr hier den französischen Goethe-Stoff vom senilen Grübler, der sich noch einmal verlieben will und auf der ganzen Linie scheitert, anvertraut: Charles Gounods Sichtweise auf „Faust“, getextet von Jules Barbier und Michel Carré, 1859 in Paris uraufgeführt.
tabularasamagazin.de

München
Gounods Faust in München: Musikalisches Olymp! Gold!
Ein fabelhafter wirkmächtiger Abend. Jubel zur Pause. Jubel fürs Orchester zum Start nach der Pause. Noch viel größerer Jubel am Ende mit Standing Ovations für alle. Voll verdient!
Von Frank Heublein
Klassik-begeistert.de

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Marek Janowski: Klang, Identität und Wandel – Die globalisierte Orchesterlandschaft, Teil II

 

Die Musik hat sich verändert, und Marek Janowski hat es mit wachem Ohr verfolgt. Im zweiten Teil des Gesprächs wendet sich der Blick auf die tiefgreifenden Veränderungen in der Orchesterlandschaft: den Verlust individueller Klangidentitäten durch Globalisierung, das Verschwinden nationaler Spieltraditionen, die Herausforderung, als Dirigent mit unterschiedlichen Klangkulturen umzugehen.

„Interview: kb im Gespräch mit Marek Janowski, Dirigent, Teil II
klassik-begeistert.de, 18. Februar 2026“
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Gounods „Faust“ wird in Madrid das Opfer geschmackloser Bebilderung

CD/Blu-ray Besprechung:

Charles Gounod    Faust

Piotr Beczała   Faust
Luca Pisaroni    Méphistophélès
Marina Rebeka    Marguerite
Stéphane Degout    Valentin

Àlex Ollé    Regisseur
Alfons Flores    Bühnenbilder
Lluc Castells    Kostüme

Orchestra and Chorus of the Teatro Real
Dan Ettinger    Dirigent

C-major 771204

von Peter Sommeregger

Diese Aufführung von Gounods Goethe-Oper fand am Madrider Teatro Real im Rahmen der 200. Spielzeit des Opernhauses im Jahr 2018 statt.

Für die anspruchsvollen Gesangspartien dieser Oper war eine internationale Besetzung von großer Prominenz aufgeboten, einer glanzvollen Produktion schien nichts im Wege zu stehen. Als Regisseur verpflichtete man Àlex Ollé von La Fura del Baus, der für die inszenierung eine sehr verzichtbare Rahmenhandlung erfand. In einem Labor wird ein „Homunculus Project“ vorangetrieben, womit auf Goethe Bezug genommen wird, ohne damit einen Mehrwert für die Aufführung zu erzielen. „CD/Blu-ray Besprechung: Charles Gounod, Faust
klassik-begeistert.de, 17. Februar 2026“
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Gounods Faust in München: Musikalischer Olymp! Gold!

Jonathan Tetelman (mit Maske!) als Doktor Faust vor der Verjugendlichung durch Mephistopheles © Geoffroy Schied

Ein fabelhafter wirkmächtiger Abend. Jubel zur Pause. Jubel fürs Orchester zum Start nach der Pause. Noch viel größerer Jubel am Ende mit Standing Ovations für alle. Voll verdient!

Faust
Oper in fünf Akten (1859)
Komponist  Charles Gounod
Libretto von Jules Barbier und Michel Carré

Musikalische Leitung   Nathalie Stutzmann

Inszenierung   Lotte de Beer
Co-Regie   Florian Hurler

Le docteur Faust   Jonathan Tetelman
Méphistophélès   Kyle Ketelsen
Valentin   Florian Sempey
Wagner   Thomas Mole
Marguerite   Olga Kulchynska
Siebel   Emily Sierra
Marthe   Dshamilja Kaiser

Bayerisches Staatsorchester
Bayerischer Staatsopernchor

Nationaltheater, München, 16. Februar 2026

von Frank Heublein

An diesem Abend geht im Nationaltheater die dritte Aufführung der Neuproduktion von Gounods Faust in München auf die Bühne. Wo anfangen, wo aufhören mit der Lobhudelei? Ein perfekter Abend!

Alle Einzelstimmen scheinen endlose Kraftreserven zu haben. Eleganz. Dramatik. Leidenschaft. Tumbheit. Teuflische-Gier-Fies-Gemeinheit. „Charles Gounod, Faust, Nathalie Stutzmann Dirigentin
Nationaltheater, München, 16. Februar 2026“
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Marek Janowski: Der Abschied – eine bewusste Entscheidung, Teil I

Foto © Diana Hillesheim

Fast auf den Tag genau zwei Jahre später – im Januar 2026, wie schon im Januar 2024 – trafen sich Dirk Schauß und Marek Janowski, Dirigent und ehemaliger Musikgeneraldirektor,  wieder im Proberaum des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Die Atmosphäre war vertraut: die gleichen Wände, das gleiche Licht, dieselbe konzentrierte Arbeitsstimmung, die Janowski so schätzt.

Beim ersten Gespräch vor zwei Jahren hatte der Dirigent am Ende mit seinem typischen, trockenen Humor gesagt: „Herr Schauß, ich kenne Sie jetzt – und sollte ich noch einmal nach Frankfurt kommen, dann machen wir noch ein Interview. Aber länger!“

Und so geschah es am 14. Januar 2026, im Orchesterprobenraum der Oper Frankfurt anlässlich des fünften Museumskonzertes.

Marek Janowski spricht Klartext: Warum er 2026 den Taktstock niederlegen will

von Dirk Schauß

Diesmal war das Gespräch tatsächlich deutlich ausführlicher, persönlicher und in manchen Momenten auch nachdenklicher. Im Zentrum stand Marek Janowskis bewusste Entscheidung, Ende Dezember 2026 die Dirigentenlaufbahn endgültig zu beenden – ein Abschied, den er mit großer Klarheit, aber auch mit einer leisen Melancholie plant. „Interview: kb im Gespräch mit Marek Janowski, Dirigent, Teil I
klassik-begeistert.de, 17. Februar 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 17. FEBRUAR 2026

Andris Nelsons © Julia Wessely

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 17. FEBRUAR 2026

Wien/Musikverein
Andris Nelsons schnürt ein Überraschungspaket
Die Wiener Philharmoniker treten demnächst eine größere Tournee an, und auch hier kann man sich über den Brauch freuen, dass die Konzerte in Wien zu Gehör kommen. Und auch hier kann man wieder erleben, dass die schönsten Vorurteile jene sind, die widerlegt werden. So konnte man die dirigentische Metamorphose von Andris Nelsons erkennen, der sich zu einem hochklassigen Dirigenten entwickelt hat.
Von Herbert Hiess
Klassik-begeistert.de

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Schweitzers Klassikwelt 157: Träume von Besetzungen erfüllten sich noch nicht

Foto © KreaShibai

Das Wörtchen „noch“ haben wir hinzugefügt, denn wir wollten nicht nur von der Vergangenheit erzählen. Namen wie Rysanek, Janowitz, Hückl, Klein und Stolze werden unseren jüngeren Leserinnen und Lesern wohl kaum mehr viel sagen und schon gar nicht im Ohr sein können. Vielleicht die ersten zwei Sopranistinnen von CDs her.


von Lothar und Sylvia Schweitzer

So wollte ich im Jahr 1960  d e n  Charaktertenor der Wiener Staatsoper, Peter Klein,  als Mime erleben. „Gerhard Stolze“, ein neuer Name stand dann auf dem Besetzungszettel. Aber der neue Mime wurde zu einem meiner Lieblingssänger.

Noch ein Beispiel aus der Vergangenheit: Sylvia und ich erfuhren vor kurzem, dass die von uns sehr verehrte „Adriana Lecouvreur“, Marilyn Zschau, schon Jahre zuvor in der Wiener Volksoper die Marie/Marietta in Korngolds „Die tote Stadt“ gesungen hatte. Diese Oper, heute eine unsrer Lieblingsopern, war uns damals noch unbekannt. Ärgerlich! „Schweitzers Klassikwelt 157: Träume von Besetzungen erfüllten sich noch nicht
klassik-begeistert.de, 17. Februar 2026“
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Andris Nelsons schnürt ein Überraschungspaket

Andris Nelsons © Julia Wessely

Die Wiener Philharmoniker treten demnächst eine größere Tournee an, und auch hier kann man sich über den Brauch freuen, dass die Konzerte in Wien zu Gehör kommen. Und auch hier kann man wieder erleben, dass die schönsten Vorurteile jene sind, die widerlegt werden. So konnte man die dirigentische Metamorphose von Andris Nelsons erkennen, der sich zu einem hochklassigen Dirigenten entwickelt hat.

Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie in C-Dur, KV 425 „Linzer Symphonie“

Antonín Dvořák: Symphonie Nr. 6 in D-Dur, op. 60

Wiener Philharmoniker
Andris Nelsons, Dirigent

Musikverein, 14. Februar 2026

von Herbert Hiess

Es ist eine interessante Fügung, dass man mal in der Musik eine sowohl physische als auch musikalische Entwicklung beobachten konnte und durfte – nämlich die von Andris Nelsons. Der Karrierestart des Dirigenten war sicher etwas „eigenartig“; er wurde marketingtechnisch „gepusht“ und durfte sich vor Spitzenorchestern profilieren; übrigens genauso, wie der junge Finne Klaus Mäkelä. Dieser bedient sich eher an einer mehr oder minder fragwürdigen „Effekthascherei“. „Wiener Philharmoniker, Andris Nelsons
Musikverein, 14. Februar 2026“
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Die Staatskapelle Dresden und Daniele Gatti gedenken der Zerstörung Dresdens im Februar 1945

Daniele Gatti © Markenfotografie

6. Sinfoniekonzert
Zum Gedenken an die Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945

Igor Strawinsky   „Mass“

1. „Kyrie“
2.  „Gloria“
3. „Credo“
4. „Sanctus“
5. „Agnus Dei“

Anton Bruckner   Sinfonie Nr. 9 d-Moll

1. Feierlich, misterioso
2. Scherzo, Bewegt, lebhaft – Trio, Schnell
3. Adagio, Langsam, feierlich

Daniele Gatti   musikalische Leitung

Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Einstudierung Jonathan Becker
Sächsische Staatskapelle Dresden

Eunjung Kwak   Sopran
Brynne McLeod   Alt
Alexander Schafft   Tenor
Holger Steinert   Bass

Semperoper, 14. Februar 2026

von Henriette Müller

Die wechselvolle Geschichte der Semperoper begann bereits im Jahre 1841.
1869 bereits durch einen Brand vernichtet, 1878 wieder eingeweiht, erfolgte am 13. Februar 1945 die vollständige Zerstörung des Gebäudes.
Die Wiedereröffnung dieses Opernhauses fand dann auch an einem 13. Februar statt: Im Jahre 1985. „6. Sinfoniekonzert Sächsische Staatskapelle Dresden, Daniele Gatti
Semperoper, 14. Februar 2026“
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