Trotz KI-Nachbesserung hagelt es Buhs nach der Bayreuther „Götterdämmerung“

„Walhalls Elend zu enden…“

Bayreuther Festspiele Ring 2026 © Enrico Nawrath

Der heftige Buh-Sturm für das Kuratorenteam des „Rings“ nach der „Götterdämmerung“ im Bayreuther Festspielhaus war einer mit Ansage. Tomaten und Eier flogen aber dann doch nicht. Und musikalisch ging am 1. August 2026 sowieso nicht die Welt unter, sondern die Sonne auf.

Richard Wagner   Götterdämmerung

Christian Thielemann, Dirigent

Klaus Florian Vogt, Tenor
Camilla Nylund, Sopran
Jochen Schmeckenbecher, Bariton
Mika Kares, Bass
Magdalena Hinterdobler, Sopran
Christa Mayer, Alt/Mezzosopran
Anna Kissjudit, Mezzosopran
Alexandra Ionis, Mezzosopran
Katharina Konradi, Sopran
Natalia Skrycka, Mezzosopran
Marie Henriette Reinhold, Mezzosopran

Festspielchor und -orchester Bayreuth

Marcus Lobbes und Nils Corte, Kuratorium/Künstlerisch-technische Konzeption

Bayreuther Festspiele, 1. August 2026

von Dr. Andreas Ströbl

„Richard Wagner, Götterdämmerung, Christian Thielemann
Bayreuther Festspiele, 1. August 2026“
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Die spanische Oper MARINA sorgt für eine willkommene Abwechslung

Foto:  Emilio Arrieta

37. Belcanto Opera Festival Rossini
in
Bad Wildbad 25. – 26. Juli 2026

Unter der Leitung des Dirigenten José Miguel Pérez-Sierra kommt in Bad Wildbad die spanische Oper MARINA von Emilio Arrieta zur Aufführung. Ursprünglich als Zarzuela geschrieben, wurde sie vom Komponisten 1873 zur Oper umgearbeitet. Das Werk ist stark vom italienischen Bel Canto beeinflusst und hat somit seine Aufführung im Rahmen des Rossini Festivals total verdient, auch wenn manch leerer Platz vom bedauerlichen Desinteresse des eingefleischten Rossini-Publikums zeugt!

Emilio Arrieta (1823-1894)  MARINA
Oper in drei Akten (Text von Francisco Camprodón, überarbeitet von Miguel Ramos Carrión)

Musikalische Leitung: José Miguel Pérez-Sierra

Konzertante Aufführung
Bad Wildbad, Kurhaus, 31. Juli 2026

 von Jean-Nico Schambourg

„Emilio Arrieta (1823-1894), Marina
Konzertante Aufführung Bad Wildbad, Kurhaus, 31. Juli 2026“
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„La légende de Tristan“ von Charles Tournemire – eine musikalische Entdeckung, die fasziniert

CD-Besprechung:

Faszinierende Entdeckung
Theater Ulm „La légende de Tristan“ von Charles Tournemire
La légende de Tristan“ von Charles Tournemire

Man kann es kaum glauben. Fast 100 Jahre nach ihrem Entstehen, hebt das Theater Ulm am 15. Dezember 2022 die Oper La légende de Tristan von Charles Tournemire (1870 bis 1939) aus der Taufe und punktet auf der ganzen Linie. Die Kritiker der Zeitschrift Opernwelt küren die Produktion zur Uraufführung des Jahres.

Charles Tournemire
La légende de Tristan

Oper in drei Akten
Libretto von Albert Pauphilet

Liveaufnahme von der Generalprobe und der Uraufführung, Theater Ulm Dezember 2022

Veröffentlicht vom Theater Ulm, zu beziehen über JPC 12527099

von Axel Wuttke

„Charles Tournemire, La légende de Tristan – Liveaufnahme der Generalprobe und der Uraufführung
Theater Ulm Dezember 2022“
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DIE SONNTAG-PRESSE – 2. AUGUST 2026

Markus Hinterhäuser © Salzburger Festspiele / Franz Neumayr

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 2. AUGUST 2026

Salzburg
Bewegendes Ende einer Ära: Ex-Intendant Hinterhäuser spielt bei den Salzburger Festspielen
Er ist tatsächlich aufgetreten: Markus Hinterhäuser, Ex-Intendant der Festspiele, tritt im Mozarteum auf. Als Liedbegleiter von Matthias Goerne. Das Publikum reagiert entsprechend.
Von Jörn Florian Fuchs
MuenchnerMerkur.de

Die Passauer Runde lud ein: Hinterhäuser rechnete mit Politik ab
Die Passauer Runde lud zu Ehren von Ex-Festspielintendant Markus Hinterhäuser ins Salzburger Schloss Fuschl. Die Passauer Runde rund um Unternehmerin Claudia Gugger-Bessinger lud am Samstag zu Ehren des ehemaligen Festspielintendanten Markus Hinterhäuser ins Schloss Fuschl. „Es ist wirklich nicht in Ordnung, das Kostbarste, was Salzburg zu bieten hat, also die Salzburger Festspiele, zu einem Instrument politischer Kleingeistigkeit und politischer Macht so zu missbrauchen. Das ist ein sehr problematischer und sehr gefährlicher Vorgang“, so dieser in seiner Rede.
Kurier.at

„DIE SONNTAG-PRESSE – 2. AUGUST 2026“ weiterlesen

Auf den Punkt 100:  Ein Bayreuther Parsifal,  ursprünglich nur für Frauen …

Lieber Jörn, dank Deiner Kreativität bist Du, ruckzuck,
auf 100 „Auf den Punkt“ gekommen. Dazu gratuliere und danke ich Dir. Herzlich sagt „Tusind tak“, Andreas Schmidt, Herausgeber

Richard Wagner / Parsifal

Festspielorchester 2026
Festspielchor und 2026
Pablo Heras-Casado / Dirigent
Jay Scheib / Regie

Bayreuther Festspiele, 31. Juli 2026

von Jörn Schmidt

Künstlicher Intelligenz (KI) traut man heute allerlei zu. KI könne bald alles, nur besser als der Mensch. Ich habe also KI angesprochen und geteilt, dass ich gerade schlechte Laune hätte, mich aber ein Witz zur Multitasking-Fähigkeit von Männern ungeheuer aufmuntern würde. Man sagt ja, wir Männer könnten nicht mal zwei Dinge gleichzeitig erledigen – ganz anders als Frauen übrigens. Die prompte KI-Reaktion: „Warum können Männer nicht gleichzeitig fernsehen und zuhören? Weil der Fernseher bunte Bilder hat und das Gehirn beim Verarbeiten der Farben bereits zu 100 % ausgelastet ist.“  Finden Sie das lustig?

Da ist noch Luft nach oben, würde ich meinen. Empathie jedenfalls liegt KI schon mal nicht, würde ich meinen. Aber darum geht es hier nicht, sondern um Jay Scheibs aktuellen Bayreuther Parsifal.  Richard Wagners letzte Oper, ein geniales Gesamtkunstwerk, eigens für das Bayreuther Festspielhaus komponiert. „Auf den Punkt 100: Richard Wagner, Parsifal, Andreas Schager
Bayreuther Festspiele, 31. Juli 2026“
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„Wild und kraus kreist die Welt“ – Der KI-Irrsinn in Bayreuth wird im „Siegfried“ fortgesetzt

Bayreuth Siegfried © Enrico Nawrath

Fast hatte man sich schon partiell mit der KI-Ästhetik des Jubiläums-„Rings“ abgefunden, denn scheinbar hatten die Verantwortlichen für den „Siegfried“ technisch nachgebessert. Die „Heute mal gar nicht so schlimm“-Haltung währte aber nur kurz, denn diesmal kam es noch ärger. Der zweite Tag des Bühnenfestspiels am 30. Juli 2026 in der „Bearbeitung“ von Marcus Lobbes und Nils Corte konnte sogar richtig wütend machen.

Richard Wagner, Siegfried

Christian Thielemann, Dirigent

Klaus Florian Vogt, Tenor
Gerhard Siegel, Tenor
Michael Volle, Bariton
Jochen Schmeckenbecher, Bariton
Peter Rose, Bass
Camilla Nylund, Sopran
Christa Mayer, Alt/Mezzosopran
Victoria Randem, Sopran

Festspielorchester Bayreuth

Marcus Lobbes und Nils Corte,
Kuratorium / Künstlerisch-technische Konzeption

Bayreuther Festspiele, 3o. Juli 2026

von Dr. Andreas Ströbl

„Richard Wagner, Siegfried, Christian Thielemann
Bayreuther Festspiele, 30. Juli 2026“
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Mehr als Rotlicht

My way 2022 / Frankfurt (Foto privat)

Zwischen der Oper Frankfurt, den kühlen Bankentürmen und der Taunusstraße liegen nur wenige Gehminuten. Hier prallen Welten aufeinander, die auch die großen Opern von Verdi oder Wagner bewegen. Ein persönlicher Blick auf ein Viertel voller Widersprüche, das weit mehr zu bieten hat als sein negatives Image – wenn man bereit ist, genauer hinzuschauen.

von Marc Rohde

Meine Geschichte mit dem Frankfurter Bahnhofsviertel begann im Herbst 2013. Damals fiel mir das Buch Im Frankfurter Bahnhofsviertel: 50 Highlights für Szenengänger von Ulrich Mattner in die Hände. Kurz darauf war ich zum ersten Mal im My Way in der Taunusstraße zu Gast. Seitdem kehrte ich immer wieder dorthin zurück.

„Begegnungen zwischen Oper, Banken und Bahnhofsviertel
klassik-begeistert.de 31. Juli 2026“
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Gounods Faust erlebt in München eine exzellente musikalische Aufführung

Kyle Ketelsen als Méphistophélès © Geoffroy Schied

Am zweitletzten Tag der Münchner Opernfestspiele erlebt man am Nationaltheater eine exzellente Aufführung der Oper FAUST von Charles Gounod. Unter der unaufgeregten Leitung von Daniele Rustioni hört man in der Inszenierung von Lotte de Beer ein hervorragendes Sängerquartett: Piotr Beczała als Faust, Kyle Ketelsen als Méphistophélès, Boris Pinkhasovich als Valentin und die wunderbare Nicole Car als Marguerite.

Charles Gounod (1818-1893)  FAUST
Oper in fünf Akten (Libretto von Jules Barbier und Michel Carré)

 Musikalische Leitung: Daniele Rustioni

Inszenierung:  Lotte de Beer

Bühne: Christof Hetzer
Kostüme: Jorine van Beek

Nationaltheater München, 30. Juli 2026

von Jean-Nico Schambourg

Die Inszenierung von Lotte de Beer hatte im Februar dieses Jahres Premiere in München. Ihre zentrale Idee ist, dass sowohl das Gute als auch das Böse im jedem Menschen sein kann. Der böse Mensch kennt nur sein eigenes Wohl, kümmert sich nicht um die Belange anderer. Ein guter Mensch stellt nicht sein Ego in den Mittelpunkt. Er nimmt Verantwortung für sein Handeln. Dies tut in dieser Oper Marguerite, indem sie sich ihrer Strafe am Schluss nicht entzieht. Anders Faust, der sein neues Dasein nicht nutzt, um das totale Wissen, das er anfangs anstrebt, zum Gute der Menschheit zu benutzen. Seine neue Jugend dient ihm nur zur Sättigung seiner sexuellen Triebe. Erst mit dem Tode von Marguerite begreift er seinen Irrweg.

„Charles Gounod (1818-1893), Faust, Piotr Beczała
Nationaltheater München, 30. Juli 2026“
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Die Bayreuther Kinderoper bezaubert Klein und Groß

Flossen ausschütteln – und weiter geht der Spaß!


Bayreuther Festspiele, Kinderoper im Kleinen Festspielhaus, 

27. Juli 2026

Der Ring des Nibelungen, nach Richard Wagner

Foto © Enrico Nawrath

Azis Sadikovic, Dirigent
Michael Kupfer-Radecky, Bariton
Joachim Goltz, Bariton
Matthias Stier, Tenor
Tijl Faveyts, Bass
Randall Jakobsh, Bass
Catalina Bertucci, Sopran
Natalia Skrycka, Mezzosopran
Karis Tucker, Mezzosopran
Alexandra Ionis, Mezzosopran
Evelin Novak, Sopran
Martin Koch, Tenor
Brit-Tone Müllertz, Sopran
Lena Kutzner, Sopran
Corby Welch, Tenor

von Dr. Andreas Ströbl

Hand auf’s Herz – wer von uns Opernliebhabern hätte sich nicht als Kind gewünscht, das, was die Erwachsenen hörten und uns dann doch zu lang und unzugänglich erschien, mal mund- und kindgerecht aufbereitet zu bekommen? Die Bayreuther Kinderoper in der Regie von Leonie Haupt schafft genau das, mit einem liebevoll inszenierten Kompakt-„Ring“ voller Humor und genau der richtigen Abmischung aus Musik, Sprechtexten und lustigen Einfällen zum Mitmachen. Bei der zweiten Aufführung am 27. Juli 2026 im Kleinen Festspielhaus, einem stabilen Zeltbau zu Füßen des Großen, lachten rund 180 Kinder und  gut ein Dutzend Erwachsener. „Der Ring des Nibelungen, nach Richard Wagner
Bayreuther Festspiele, Kinderoper im Kleinen Festspielhaus,  27. Juli 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 1. AUGUST 2026

Bayreuth Siegfried © Enrico Nawrath

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SAMSTAG-PRESSE – 1. AUGUST 2026

„Wild und kraus kreist die Welt“ – Der KI-Irrsinn in Bayreuth wird im „Siegfried“ fortgesetzt
Fast hatte man sich schon partiell mit der KI-Ästhetik des Jubiläums-„Rings“ abgefunden, denn scheinbar hatten die Verantwortlichen für den „Siegfried“ technisch nachgebessert. Die „Heute mal gar nicht so schlimm“-Haltung währte aber nur kurz, denn diesmal kam es noch ärger. Der zweite Tag des Bühnenfestspiels am 30. Juli 2026 in der „Bearbeitung“ von Marcus Lobbes und Nils Corte konnte sogar richtig wütend machen.
Von Dr. Andreas Ströbl
Klassik.begeistert.de

Bayreuth
Kritik „Siegfried“ in Bayreuth: „Ring“ ohne Benzin
Bayreuth mit einem Spar-Ring ab: KI-Projektionen statt Bühnenbild und Inszenierung.
Vor 150 Jahren wurde „Siegfried“ bei den ersten Bayreuther Festspielen uraufgeführt. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr speist Katharina Wagner das Publikum mit einem Spar-Ring ab: KI-Projektionen statt Bühnenbild und Inszenierung. Können Christian Thielemann und Michael Volle als Wotan den Abend retten?
BR-Klassik.de

„DIE SAMSTAG-PRESSE – 1. AUGUST 2026“ weiterlesen