Jonas Kaufmann und Malin Byström feiern die austro-ungarische Operette

Jonas Kaufmann. Mit freundlicher Genehming von Sony Music © Gregor Hohenberg / Sony Music

Die “silberne” Ära der Wiener Operette wurde maßgeblich durch zwei ungarische Komponisten geprägt: Franz Lehár und Emmerich (Imre) Kálmán. Das Programm der Tournee “Magische Töne”, mit dem Jonas Kaufmann und Malin Byström durch Europa reisen, bietet denn auch vorwiegend Werke dieser beiden Komponisten. Daneben kommen der echte Wiener Johann Strauss, der ungarische Wahlwiener Karl Goldmark und der ungarische Nationalkomponist Ferenc Erkel zu Wort.

Jonas Kaufmann   Tenor
Malin Byström   Sopran

Philharmonie Baden-Baden
Jochen Rieder   Leitung

Wiener Konzerthaus, Großer Saal, 22. April 2026

von Dr. Rudi Frühwirth

Der Abend wurde von der Philharmonie Baden-Baden unter der Leitung von Jochen Rieder eröffnet, mit der Ouvertüre zu “Gräfin Mariza” von Emmerich Kálmán. Kálmán hat noch mehr als Lehár die weit verbreitete Vorstellung davon geprägt, wie “ungarische” Musik zu klingen hat: wechselnd zwischen romantischer Schwermut und tänzerischer Ausgelassenheit, nicht ohne die bekannten formelhaften Wendungen, stets bereit für Steigerungen oder verblüffende Wechsel des Tempos. „“Magische Töne”, Jonas Kaufmann und Malin Byström
Wiener Konzerthaus, Großer Saal, 22. April 2026“
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Ein traumhafter Wienbesuch geht mit Anna Netrebko als Schlagobershäubchen zu Ende

Ivan Gyngazov, Anna Netrebko © Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Giacomo Puccini      Tosca
Melodramma in drei Akten

Musikalische Leitung:  Daniel Oren
Inszenierung:  Margarethe Wallmann
Bühne und Kostüme:  Nicola Benois

Floria Tosca:  Anna Netrebko
Mario Cavaradossi:  Ivan Gyngazov
Baron Scarpia:  Christopher Maltman
Cesare Angelotti:  Clemens Unterreiner
Mesner:  Dan Paul Dumitrescu
Spoletta:  Devin Eatmon
Sciarrone:  Hans Peter Kammerer

Wiener Staatsoper, 18. April 2026

von Iris Röckrath

Die Besetzung der Tosca mit Anna Netrebko deutete natürlich schon darauf hin, dass es ein spektakulärer Abend werden würde. Für meinen Geschmack wurde dieses Gefühl noch übertroffen!

Schon im ersten Akt konnte Ivan Gyngazov in der Rolle des Cavaradossi stimmlich alles überstrahlen. Herrlich, wie er seinen tenoralen Glanz makellos schon in seiner ersten Arie einsetzt. Dafür gibt es schon die ersten Bravos. Mit dem Bühnenbild der Kirche Sant’Andrea della Valle kann ich nach intensivem Wien-Kirchen-sightseeing gut leben. Mit der Inszenierung, wenn es denn eine gab, weniger. Insgesamt wurde gern „an der Rampe“ gesungen, was den Sängern natürlich zuträglich war. „Giacomo Puccini, Tosca, Anna Netrebko
Wiener Staatsoper, 18. April 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 24. APRIL 2026

Jonas Kaufmann © Julian Hargreaves / Sony Classical

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DIE FREITAG-PRESSE – 24. APRIL 2026

Jonas Kaufmann und Malin Byström feiern die austro-ungarische Operette
Die “silberne” Ära der Wiener Operette wurde maßgeblich durch zwei ungarische Komponisten geprägt: Franz Lehár und Emmerich (Imre) Kálmán. Das Programm der Tournee “Magische Töne”, mit dem Jonas Kaufmann und Malin Byström durch Europa reisen, bietet denn auch vorwiegend Werke dieser beiden Komponisten. Daneben kommen der echte Wiener Johann Strauss, der ungarische Wahlwiener Karl Goldmark und der ungarische Nationalkomponist Ferenc Erkel zu Wort.
Von Dr. Rudi Frühwirth
Klassik-begeistert.de

Wien
Jonas Kaufmann sang Operette in Wien: Echte Emotionen statt Schmalz (Bezahlartikel)
Jonas Kaufmann führte mit Malin Byström in die Welt der Operette
Kurier.at

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Samuel Hasselhorns Schubert-Projekt ist eine bereits erfüllte „Hoffnung“

CD/Blu-ray Besprechung:

Es ist ein absoluter Hörgenuss, wie der Sänger sensible Stimmungen in den Texten perfekt in kunstvolle Phrasierungen umsetzt, ihnen dadurch eine Tiefe verleiht, ohne sie dabei zu überinterpretieren. Das ist höchste Interpretationskunst, der Anteil des Pianisten Ammiel Bushakevitz daran ist bedeutend.

Franz Schubert
Hoffnung

Samuel Hasselhorn
Ammiel Bushakevitz

HMM 902779

von Peter Sommeregger

Noch vor ein paar Jahren musste man fürchten, der Liedgesang wäre eine sterbende Kunst, die Zahl von Liederabenden ging kontinuierlich zurück, ebenso jene der Sänger, die sich dieser Kunst widmeten. „Franz Schubert, Hoffnung, Samuel Hasselhorn
klassik-begeistert.de, 24. April 2026“
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Ein erfrischender Kurztrip in die skandinavischen Musikgefilde begeistert in Bremen

Julie Røssland © Ole Wuttudal

Auf zu einem erfrischend unterhaltsamen Kurztrip in die reizvollen Musikgefilde Skandinaviens!

5nachsechs Afterwork-Konzert: Skandinavische Romanze

Programm:

Jean Sibelius  En Saga op. 9
Johan Svendsen  Romanze für Violine G-Dur op. 26
Geirr Tveitt  Hundred Hardanger Tunes op. 51
Johan Svendsen  Norwegische Rhapsodie Nr. 3 op. 23

Julie Røssland   Dirigentin
Jacques Forestier   Violine
Die Bremer Philharmoniker

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 22. April 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Das Format der etwa 75 Minuten dauernden „5nachsechs Afterwork-Konzerte“, das für ein nicht ausschließlich klassik-affines Publikum konzipiert ist, erfreut sich längst außerordentlicher Beliebtheit.

Umso mehr, wenn es diesmal unter dem Motto „Skandinavische Romanze“ um Musik aus Finnland und Norwegen geht, Ländern also, deren Bewohner nachweislich zu den glücklichsten der Welt zählen. Dass das Orchester dabei in zumeist zivilem Outfit aufspielt, bedeutet indes keineswegs, dass man im Hinblick auf den Einsatz weniger engagiert als bei „großen“ Konzerten zur Sache ginge. Was sich im Übrigen auch schwerlich umsetzen ließe bei einem Werk wie „En Saga“ von Sibelius, bei dem der volle Einsatz des Orchesters gefordert ist. „5nachsechs Afterwork-Konzert, Skandinavische Romanze
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 22. April 2026“
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Das MusikTheater an der Wien präsentiert ein barockes Wunder

Alessandro nell’Indie  © Marco Sommer

Der Komponist Leonardo Vinci schuf mit dieser Opern-Produktion eine Weiche für das damalige wie das heutige  Publikum. Es war bestechend, wie fünf Countertenöre in den drei Akten auf der Bühne das Geschehen übernahmen. So was war in Wien in dieser Form und in dieser Qualität noch nie zu hören!

Leonardo Vinci
Alessandro nell’Indie

Dramma per musica in drei Akten
Libretto von Pietro Metastasio
Österreichische Erstaufführung

Alessandro: Maayan Licht
Poro: Dennis Orellana
Cleofide: Bruno de Sá
Erissena: Jake Arditti
Gandarte: Stefan Sbonnik
Timagene: Nicholas Tamagna

Max Emanuel Cenčić, Regie

Arnold Schoenberg Chor
{oh!} Orkiestra

Martyna Pastuszka, Dirigentin/Konzertmeisterin
Koproduktion mit Bayreuth Baroque Opera Festival

MusikTheater an der Wien, 21. April 2026

von Herbert Hiess

Mit dem Gewinner des Eurovision-Songcontests 2025 Johannes Pietsch zeichnete sich deutlich ab, auf welchem überaus gehobenen Level sich mittlerweile die Countertenöre befinden. Man erinnere sich noch an Countertenöre wie Paul Esswood oder Jochen Kowalski, der 1986 – also vor 40 Jahren – eine Ausnahmeerscheinung war, wie in der grandiosen Produktion von Georg Friedrich Händels „Giustino“ an der Wiener Volksoper damals eindrucksvoll zu hören war. „Leonardo Vinci, Alessandro nell’Indie
MusikTheater an der Wien, 21. April 2026“
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Gewandhaus-Kapellmeister Nelsons würdigt seinen Vorgänger Mendelssohn

CD/Blu-ray Besprechung:

Felix Mendelssohn
Oratorios & Symphonies

Gewandhausorchester
Andris Nelsons

DG 7 CD 4868178

von Peter Sommeregger

Das weltberühmte Gewandhausorchester Leipzig wurde seit seiner Gründung von den bedeutendsten Dirigenten ihrer Zeit geleitet, die Liste liest sich wie ein Who’s who der jüngeren Musikgeschichte. Arthur Nikisch, Wilhelm Furtwängler und Bruno Walter zählten zu dem erlauchten Kreis, eine besonders prägende Persönlichkeit war der 5. Gewandhaus-Kapellmeister , Felix Mendelssohn.
Bis heute beschwört das Orchester den Geist des großen romantischen Komponisten und Dirigenten. „Felix Mendelssohn, Oratorios & Symphonies, Andris Nelsons
klassik-begeistert.de, 23. April 2026“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 23. APRIL 2026

Thomas Guggeis © Diana Hillesheim

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 23. APRIL 2026

Frankfurt/Alte Oper
Guggeis lässt die Frankfurter Museumslöwen kräftig brüllen
Dieses Konzert war großes Kino für die Ohren, präsentiert von Musikern, die sichtlich Freude an der Herausforderung hatten. Ein Abend, der noch lange nachklingen wird, so wie der letzte Beckenschlag von Jürgen Friedel, der wie ein Schimmer über dem Parkett hängen blieb.
Von Dirk Schauß
Klassik-begeistert.de

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Eine Spalte des Weltfriedens öffnet sich

Trautonium Foundation © Tim Rachholz

An diesem Abend höre ich das Releasekonzert der CD „The Comeback of Electronic Music“ der Trautonium Foundation. Dahinter steckt Bandleader Peter Pichler, der mit seinen multikulturellen Mitkünstlerinnen und -künstlern genau das zelebriert: Menschen aus verschiedenen Kulturen werden eins in der Musik. Auch ich als Teil des Publikums werde Teil dieses „Eins Seins“. Eine kleine Spalte des Weltfriedens öffnet sich in diesem Konzert. Vielsprachig, vielstimmig, vielweltig.

Kammerspiele MK Werkraum, München, 19. April 2026

von Frank Heublein

An diesem Abend feiert Bandleader Peter Pichler mit seinem Projekt Trautonium Foundation die neue CD in einem Releasekonzert von „The Comeback of Electronic Music“.

Mirco Mariani singt und spielt Gitarre. Evi Keglmaier im Chor backvocalt und spielt Klavier, Bratsche oder Akkordeon. Akustischer Bassist Alex Haas „ist der Einzige, der die 1 treffen muss“. Jan Kahlert ist ein grooviger Percussionist, der in der Punkband no goods gemeinsame Wurzeln mit Pichler hat und ebenfalls im Chor mitsingt. Am Trautonium sitzt Peter Pichler und singt natürlich auch im Chor mit.

„CD „The Comeback of Electronic Music“, Trautonium Foundation
Kammerspiele MK Werkraum, München, 19. April 2026“
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Semyon Bychkov dirigiert den böhmischen Mahler zurück in die Heimat

CD/Blu-ray Besprechung:

Ein tschechischer Mahler, der seine Herkunft stolz trägt. Die böhmische Seele hat einen neuen, sehr überzeugenden Anwalt gefunden.

Gustav Mahler   Sinfonien 1 – 9

Tschechische Philharmonie
Semyon Bychkov, musikalische Leitung

Pentatone, PTC 5187490

von Dirk Schauß

Manche musikalische Begegnung wirkt so schlüssig, dass man sich fragt, warum sie nicht schon früher in dieser Vollständigkeit stattgefunden hat.

Gustav Mahler, der ewige Wanderer zwischen den Welten, kehrt mit dieser Gesamteinspielung der Sinfonien eins bis neun dorthin zurück, wo sein Herzschlag den ersten Takt fand: in die tschechische Heimat. Mit der Tschechischen Philharmonie unter Semyon Bychkov schließt sich ein Kreis, der weit über bloße Katalogpflege hinausgeht. Es ist eine Reise zu den Wurzeln – in den böhmischen Nebel, den tschechischen Musikantenschwung und jenen unverwechselbaren Klang, den dieses Orchester seit Generationen in den Genen trägt. „Gustav Mahler, Sinfonien 1 – 9, Tschechische Philharmonie, Semyon Bychkov
klassik-begeistert.de, 22. April 2026“
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