Der Dirigent Muti wird gespiegelt durch Urteile und Erinnerungen von Weggefährten

Buchbesprechung:

Kirsten Liese
MAESTRO MUTI
EIN MUSIKALISCHES LEBEN IN REZENSIONEN UND INTERVIEWS
Zweisprachig Deutsch / Englisch
284 Seiten, Verlag edition karo, 2026

Beleuchtet durch die zahlreichen Kommentare und Schilderungen von Künstlern, die mit dem Dirigenten nicht nur fachliche, sondern auch persönliche und private Momente verbinden, entstand ein Buch, das den Ausnahmedirigenten in vielen Facetten zeigt, und eine Würdigung in ungewöhnlicher Form darstellt.

von Peter Sommeregger

„Kirsten Liese,  Maestro Muti
klassik-begeistert.de, 18. August 2026“
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„Masaniello“ – Als der Komponist Michele Carafa aus dem Schatten Rossinis heraustreten wollte

 

CD-Besprechung:

Eine neuerliche CD-Aufnahme erschienen beim Label Naxos bestätigt die großen Verdienste des Rossini Opera Festival in Bad Wildbad bei der Entdeckung der Musik von Gioachino Rossini und seinen Zeitgenossen. Diesmal ist es das historische Drama MASANIELLO ou LE PÊCHEUR NAPOLITAIN (Der neapolitanische Fischer) von Michele Carafa, Freund und Wegbegleiter des Komponisten aus Pesaro, das erstmals auf CD erscheint. Hierzu wurde das Konzert in Bad Wildbad im Jahre 2024 mitgeschnitten.

Michele CARAFA (1787-1872)
MASANIELLO ou LE PÊCHEUR NAPOLITAIN
Historisches Drama in vier Akten

Dirigent:  Nicola Pascoli
Krakow Philharmonic Chorus
Krakow Philharmonic Orchestra

 Naxos 8.660614-15

von Jean-Nico Schambourg

„Michele Carafa, Masaniello ou Le pêcheur napolitain
klassik-begeistert.de, 18. August 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 18. AUGUST 2026

Riccardo Muti © SF / Marco Borrelli

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 18. AUGUST 2026

Salzburg
Zum letzten Mal? Riccardo Muti dirigiert Verdis Requiem bei den Salzburger Festspielen
Solche Solisten standen ihm selten zur Verfügung: Riccardo Muti dirigiert bei den Salzburger Festspielen das Verdi-Requiem. Eine singuläre Aufführung. Angeblich ist es sein Abschied vom Stück. Es steht auf der Kippe. Ein Husten, mitten in den Pianissimo-Beginn hinein: Vor einigen Jahren hatte Riccardo Muti eine Münchner Aufführung des Werks mit unwirscher Handbewegung abgebrochen und neu begonnen. Im Großen Festspielhaus bleibt es beim vernichtenden Blick zur Seite. Das Salzburger Publikum kapiert sofort – wird halt weniger geatmet. Noch dazu, wenn Giuseppe Verdis Sachwalter auf Erden die Messa da Requiem aufführt. Jenes Opus, das Muti unzählige Mal dirigiert hat und das nun an einem besonderen Tag auf den Pulten der Wiener Philharmoniker liegt.
Muenchner.Merkur.de

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Daniels Anti-Klassiker 1: Wolfgang Amadeus Mozart: „Eine kleine Nachtmusik“ (1787)

Höchste Zeit, sich als Musikliebhaber neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen. Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der sogenannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese sarkastische und schonungslos ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Die klassische Musik – Königsform der abendländischen Künste und in aller Welt als eines der höchsten kulturellen Güter bekannt. Man stelle sich nur auf die Straße und frage einmal, welche Komponisten vorbeigehenden Passanten einfallen, und sofort wird man mit Bach, Beethoven und Mozart konfrontiert. Gerade letzterem eilt der Ruf voraus, ein „wahres Genie“ und „Wunderkind“ gewesen zu sein. Eine Selbstverständlichkeit also, dass auch seine Werke sich größter Bekanntheit erfreuen. „Daniels Anti-Klassiker 1: Wolfgang Amadeus Mozart: „Eine kleine Nachtmusik“ (1787)“ weiterlesen

Schweitzers Klassikwelt 170: Wir laden zu einem Reigen um „Così fan tutte“ ein

„Così fan tutte“ Theater an der Wien / Teatro Real de Madrid © Javier del Real

Inszenierung   Michael Haneke

Zwei Schwestern haben die passenden Bräutigame gefunden. Das eine Paar ist heiter und gesellig, das andere ernst und in sich gekehrt. Eine solche schematische Zuordnung wird von einem Philosophen mit übersinnlichen Kräften unterlaufen. Die Damen werden ins gegenteilige Temperament verkehrt. Schlussendlich wird alles wieder ins Lot gebracht. Wenn wir diese Kurzfassung einer Aufführung läsen, würden wir glauben, hier lässt eine Regisseurin oder ein Regisseur seine Fantasie an Mozarts „Così fan tutte“ aus.

von Lothar und Sylvia Schweitzer

„Schweitzers Klassikwelt 170: Ein Reigen um „Così fan tutte“
klassik-begeistert.de, 18. August 2026“
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Aus erstmalig erschlossenen Quellen fällt neues Licht auf die Festspielgeschichte

 

Buchbesprechung:

Man hält nun ein Buch in Händen, das bei allem Reichtum des Inhaltes aber auch nur ein weiterer Baustein in der schier unerschöpflichen Geschichte dieser Festspiele ist.

Vielleicht muss man den Untertitel auch so verstehen, und es ist sicher kein Zufall, dass das Buch mit einem Fragezeichen endet.

Stephan Mösch
Bayreuth als Theater
Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte

Bärenreiter Metzler

von Peter Sommeregger

„Stephan Mösch, Bayreuth als Theater – Auf dem Weg zu einer Festspielgeschichte
klassik-begeistert.de, 17. August 2026“
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Post aus Bayern macht immer wieder Freude

CD 1:

Igor Strawinsky: L’oiseau de feu
Gesamtes Ballett
(mit Analyse zum Werk von Sir Simon Rattle)

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Dirigent: Sir Simon Rattle

CD 2:

Gustav Mahler: Symphonie Nr. 2 in c-moll „Auferstehungssymphonie“

Louise Alder, Beth Taylor
Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Dirigent: Sir Simon Rattle

von Herbert Hiess

Ich habe bei www.klassik-begeistert.de noch nie einen Tonträgerreview verfasst; aber diese Gelegenheit nutze ich hiermit sehr gerne, wenn man solche Schätze vom Bayerischen Rundfunk bekommt.

„Igor Strawinsky und Mahler II, Sir Simon Rattle, Dirigent
klassik-begeistert.de, 17. August 2026“
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DIE MONTAG-PRESSE – 17. AUGUST 2026

Philippe Sly (Saint François), Ensemble © SF/Monika Rittershaus

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DIE MONTAG-PRESSE – 17. AUGUST 2026

Salzburg/Festspiele
Die zwei Stimmen des François: Sly zieht die Notbremse, Herrera-López Kessel rettet
Selbstverständlich wäre ich über alle Maße enttäuscht gewesen, hätte ich nach dem ersten Akt den Saal endgültig verlassen müssen. War nicht der Fall. Doch auch im Fall des Falles: ich finde es so mutig wie richtig, die Entscheidung zu treffen, nicht weiter zu singen, wenn der Künstler selbst die Gefahr spürt, durch das Weitersingen seine Stimme zu zerstören. Chapeau! Philippe Sly lässt sich nach dem ersten Akt entschuldigen. Er spielt – grandios! – weiter. Ab dem 2. Akt übernimmt Antoin Herrera-López Kessel die Stimme des François. Nicht ganz so entschlossen wie Sly, doch die die menschliche Tiefe des François’ singt er in mich.
Von Frank Heublein
Klassik-begeistert.de

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Die zwei Stimmen des François: Sly zieht die Notbremse, Herrera-López Kessel rettet

Philippe Sly (Saint François) © SF/Monika Rittershaus

Selbstverständlich wäre ich über alle Maße enttäuscht gewesen, hätte ich nach dem ersten Akt den Saal endgültig verlassen müssen. War nicht der Fall. Doch auch im Fall des Falles: ich finde es so mutig wie richtig, die Entscheidung zu treffen, nicht weiter zu singen, wenn der Künstler selbst die Gefahr spürt, durch das Weitersingen seine Stimme zu zerstören. Chapeau! Philippe Sly lässt sich nach dem ersten Akt entschuldigen. Er spielt – grandios! – weiter. Ab dem 2. Akt übernimmt Antoin Herrera-López Kessel die Stimme des François. Nicht ganz so entschlossen wie Sly, doch die die menschliche Tiefe des François’ singt er in mich.

Saint François d’Assise (1983)
Komposition und Libretto:  Olivier Messiaen

Musikalische Leitung:  Maxime Pascal
Regie/Bühne/Kostüme/Licht:  Romeo Castellucci

L’Ange    Lauranne Oliva
Saint François   Philippe Sly, Gesang ab dem 2. Akt   Antoin Herrera-López Kessel

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
Wiener Philharmoniker

Felsenreitschule, Salzburg, 15. August 2026

von Frank Heublein

„Olivier Messiaen, Saint François d’Assise (1983)
Felsenreitschule, Salzburg, 15. August 2026“
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Ariadne auf dem Mars

Ariadne auf Naxos © SF/Thomas Aurin

Ersan Mondtags Neuinszenierung von Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos
bei den Salzburger Festspielen 2026

Richard Strauss (1864 – 1949)
ARIADNE AUF NAXOS
Oper in einem Aufzuge nebst einem Vorspiel op. 60
(entstanden 1911—1912, zweite Fassung uraufgeführt 1916)

Libretto von Hugo von Hofmannsthal

Musikalische Leitung:  Manfred Honeck 

Regie / Bühne / Kostüme:  Ersan Mondtag
Licht:  Franck Evin
Video:  Alexander Pannier
Choreografie:  Ashley Alexandra Wright
Dramaturgie:  Till Briegleb

Haus für Mozart, Salzburg, 10. August, 2026

von Getong Feng

Am 2. August feierte Ersan Mondtags Neuinszenierung von Richard Strauss’ und Hugo von Hofmannsthals Ariadne auf Naxos bei den Salzburger Festspielen im Haus für Mozart Premiere. Strauss’ 1911/12 entstandene Oper bringt heitere Komödie und tragischen Ernst auf eigentümlich radikale Weise zusammen: Auf ein satirisches Vorspiel, in dem Künstler, Dienstboten und ein allmächtiger Auftraggeber um die Gestaltung eines musikalischen Banketts ringen, folgt die Geschichte der von Theseus verlassenen Ariadne, doch nicht als ungebrochene Opera seria. Auf Geheiß des Hausherrn wird sie mit dem burlesken Spiel einer Commedia dell’arte-Truppe um Zerbinetta verschränkt.

„Richard Strauss, Ariadne auf Naxos, Ersan Mondtag Regie
Haus für Mozart, Salzburg, 10. August, 2026“
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