Daniels Anti-Klassiker 14: Johann Strauss (Sohn) – An der schönen blauen Donau (1867)

 

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Ja, die Strauss’sche Walzerdynastie. Von Liebhabern als Ausdruck der Schönheit verehrt, von Kritikern als platt und oberflächlich inbrünstig gehasst. Kein anderes Werk der Familie Strauss ist wohl so bekannt, wie der Donauwalzer von Johann Strauss (Sohn), obwohl sich an dieser heimlichen Nationalhymne Österreichs die Geister scheiden.
„Daniels Anti-Klassiker 14: An der schönen blauen Donau (1867)
klassik-begeistert.de, 31. August 2026“
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Salzburg: Yuja Wang springt ein und sprintet an die Spitze

Yuja Wang, Klavier, Wiener Philharmoniker, Andris Nelsons Dirigent © SF Marco Borrelli

Salzburger Festspiele 2026

Unter der Leitung von Andris Nelsons zauberten die Wiener Philharmoniker zum Abschluss der Salzburger Festspiele 2026 zwei Tondichtungen ihres Lieblingskomponisten Richard Strauss durch das Festspielhaus. Fast noch spektakulärer war aber Yuja Wangs Sensationsleistung als Einspringerin mit Prokofjews zweitem Klavierkonzert. 

Wiener Philharmoniker
Yuja Wang, Klavier (anstelle von Daniil Trifonov)

Andris Nelsons, Dirigent

Sergej Prokofjew: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 16, Richard Strauss: Don Juan op. 20 & Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28

Großes Festspielhaus, Salzburg, 29. August 2026

von Johannes Karl Fischer

„Wiener Philharmoniker, Yuja Wang, Klavier, Andris Nelsons
Großes Festspielhaus, Salzburg, 29. August 2026“
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Wagners Parsifal klingt im Wolkenturm nicht sakral

Andreas Schager © David Jerusalem

Richard Wagners „Bühnenweihefestspiel“ (der Name sagt alles) ist eigentlich eine Verbindung von Musik und Gott. Da kommt der junge, reine Tor daher und entwickelt sich langsam zum Gralsritter – vor allem unter der Leitung von Gurnemanz. Diese Oper ist eine der berührendsten in der Musikgeschichte und man freute sich auf das Gastspiel der Bayreuther Festspiele. Und verließ das Konzert mit sehr gemischten Gefühlen.

RICHARD WAGNER

Auszüge aus «Parsifal»

Vorspiel zum ersten Aufzug
«Titurel, der fromme Held»
«Vom Bade kehrt der König heim»
«Wehvolles Erbe»

Vorspiel zum zweiten Aufzug
«Dies alles hab ich nun geträumt?»

Vorspiel zum dritten Aufzug
«Karfreitagszauber»

Finale des dritten Aufzugs

Bayreuther Festspielorchester
Dirigent:  Pablo Heras-Casado

Kundry:  Miina-Liisa Värelä
Parsifal:  Andreas Schager
Amfortas/Klingsor:  Jordan Shanahan
Gurnemanz:  Georg Zeppenfeld

Grafenegg, Wolkenturm, 28. August 2026

von Herbert Hiess

„Grafenegg: Richard Wagner, Auszüge aus «Parsifal»
Grafenegg Wolkenturm, 28. August 2026“
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Der Klang der Stradivari: Der unbedingte Wille nach Harmonie

Foto © Les Films Velvet/Baxter Films, Weltkino

Ein französischer Film erteilt eine Lektion in Sachen Kammermusik

Der Klang der Stradivari
Originaltitel: Les Musiciens

Ein französischer Kinofilm von 2025

Regie:  Grégory Magne
Drehbuch:  Grégory Magne in Zusammenarbeit mit Haroun
Kamera:  Pierre Cottereau
Musik:  Grégoire Hetzel

Musikalische Leitung und in der Rolle des Peter (2. Geige):  Daniel Garlitsky

Kinostarts in Deutschland am 6. August 2026
und in Österreich am 20. August 2026

Kino Union, Berlin-Friedrichshagen, 28. August 2026

von Ralf Krüger

„Der Klang der Stradivari, Regie: Grégory Magne
klassik-begeistert.de, 30. August 2026“
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Dieser „Giulio Cesare“ ist ein Feuerwerk vokaler Diversität

CD/Blu-ray Besprechung:

Händels Oper um den römischen Feldherren Julius Caesar wurde zum größten, seines an Erfolgen nicht armen Lebens. 1724 in London uraufgeführt hält sich die Oper seit dreihundert Jahren auf den internationalen Spielplänen, das ist eine beispiellose Rezeptionsgeschichte.

George Frideric Handel
Giulio Cesare in Egitto

Bachchor Salzburg
Le Concert d’Astrée
Emmanuelle Haïm

Unitel C major 773304

von Peter Sommeregger

„George Frideric Handel, Giulio Cesare in Egitto, Dmitri Tcherniakov, Regie
classi-begeistert.de, 30. August 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 13: Anton Bruckner – „nullte“ Sinfonie in d-Moll (1869)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Ist es nicht so, dass der größte Kritiker an einem Produkt immer dessen Erschaffer ist? Definitiv finden sich einige Beispiele, bei denen dieser Drang sogar in der Zerstörung oder mutwilligen Denunziation eigener Werke endete. So auch Anton Bruckner, der einer seiner Schöpfungen so ablehnend gegenüberstand, dass er sie als annullierte und damit „nullte Sinfonie“ betitelte. Wenn es nach ihm ginge, ist diese „kompositorische Katastrophe“ ein Werk, so furchtbar, dass es die Welt nicht zu Gesicht bekommen dürfte, geschweige denn in einem Konzertsaal aufgeführt werden dürfen. Mit anderen Worten: Das schlechteste Werk klassischer Orchestermusik aller Zeiten!

„Daniels Anti-Klassiker 13: Anton Bruckner
klassik-begeistert.de, 30. August 2026“
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Dramatisch und pompös: Diese Briten haben beides drauf!  

Orchestra and Choir, Finan Jones © Nikolai Wolff fotoetage

Musikfest Bremen: Schicksalslied und Lobgesang

Eine imponierende, sehr eindrucksvolle Darbietung von Constellation Choir & Orchestra, die vom gänzlich enthusiasmierten Publikum frenetisch gefeiert werden. Die Zugabe, das sensibel mezzopiano intonierte „Geistliche Lied“ op. 30 von Johannes Brahms, sorgt final für ruhevolle, fast schon heimelige Stimmung, die mit dem gemütvoll gesungenen finalen „Amen“ besiegelt wird.

Johannes Brahms   Schicksalslied für Chor und Orchester op. 54

Felix Mendelssohn Bartholdy   Sinfonie Nr. 2 B-Dur op. 52 „Lobgesang“

Hilary Cronin und Sam Cobb  Sopran
Jonathan Hanley   Tenor
Finan Jones   Dirigent
The Constellation Choir & Orchestra

Das Bremer Konzerthaus Die Glocke, 28. August 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

„Musikfest Bremen, Finan Jones & The Constellation Choir & Orchestra
Das Bremer Konzerthaus Die Glocke, 28. August 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 29. AUGUST 2026

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SAMSTAG-PRESSE – 29. AUGUST 2026

Mit Kostümparade und Party: Deutsche Oper ruft zum Eröffnungswochenende – es wird durchgemacht
Kuratiert wird das Eröffnungsfest vom Künstler Rirkrit Tiravanija. Der wünscht sich die Oper als lebendiges System. Man darf sich fühlen wie zu Hause. Es könnte nach thailändischen Gewürzen riechen. Verraten wird das jetzt noch nicht. Man könne für längere Zeit vorbeikommen, oder nur für einen kurzen Besuch, schreibt der Künstler Rirkrit Tiravanija in seinem Grußwort an die Berlinerinnen und Berliner. Tiravanija, der 2023 eine große Ausstellung im Gropius Bau hatte, gestaltet das Eröffnungswochenende der Deutschen Oper. Eingeladen hat ihn dazu der neue Intendant des Hauses Aviel Cahn. Das Eröffnungswochenende findet unter dem Titel „Nur wenn die Menschen hier leben“ in der Deutsche Oper statt, Sa 29. August ab 12 Uhr bis So 30. August 18 Uhr. Der Eintritt ist frei. Die Party am Samstag mit dem OMSK Social Club ab 22 Uhr kostet 35 Euro. Zum Abschluss an So 17 bis 18 Uhr: In einem großen Konzert spielt das Orchester der Deutschen Oper Berlin Ausschnitte aus Werken, die in der Spielzeit 2026/27 auf dem Programm stehen, u.a. aus dem „Fliegenden Holländer“ und dem „War Requiem“. Mehr zum Programm: deutscheoperberlin.de
Tagesspiegel.de

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Daniels Anti-Klassiker 12: Johann Pachelbel – Kanon und Gigue in D-Dur (1694)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Wer ist bitte Pachelbel? Diese Frage kommt dem einen oder anderen Klassik-Liebhaber vielleicht bekannt vor. Kaum jemand, der sich nicht darauf spezialisiert hat, dürfte mit diesem Namen irgendwelche Titel in Verbindung bringen oder gar etwas über die Hintergründe des Zeitgenossen von Johann Sebastian Bach wissen. Dabei komponierte ausgerechnet dieser heute nahezu vergessene Barockmeister eines der Werke, die weltweit so oft rezipiert werden, dass sie drohen, einem aus dem Halse herauszuhängen. Die Rede ist von seinem Kanon in D-Dur.

„Daniels Anti-Klassiker 12: Johann Pachelbel
klassik-begeistert.de, 29. August 2026“
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Mit rasanten Koloraturen inszeniert Lezhneva ein brillantes Feuerwerk  

 Julia Lezhneva, Il Giardino Armonico, Giovanni Antonini © Nikolai Wolff fotoetage

Musikfest Bremen: Barockes Feuerwerk

Antonio Vivaldi hat, wie kaum ein anderer, barocke Prachtentfaltung und die gleißende Sonne Italiens in seinen Werken nacherlebbar auskomponiert. Hinsichtlich einer Interpretation, die die Vielfalt der Musik des venezianischen „Prete rosso“ als faszinierendes barockes Feuerwerk zu präsentieren vermag, steht das 1985 von Giovanni Antonini gegründete und geleitete Ensemble „Il Giardino Armonico“ gewiss an weit vorderer Stelle.

Antonio Vivaldi   Concerto Es-Dur RV 253 „La tempesta di mare“ und weitere Concerti,
Arie „Agitata da due venti“ aus „La Griselda“ RV 718 und weitere Arien

Joseph Haydn
   Cantata „Arianna a Naxos“ Hob. XXVI:2

Julia Lezhneva   Sopran
Giovanni Antonini   Dirigent
Il Giardino Armonico  Instrumentalensemble

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 27. August 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

„Antonio Vivaldi, Julia Lezhneva Sopran, Giovanni Antonini Dirigent
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 27. August 2026“
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