Stefan Bonevs Beethoven beherrscht die Elbphilharmonie

Fotos © Shigeru Kawai Europa

Mit einem äußerst ausgewogenen Programm um zwei spektakuläre Spitzenwerke des Klavierrepertoires begeisterte Stefan Bonev sein Publikum in der Hamburger Elbphilharmonie. Auch mit zwei Raritäten von Pantscho Wladigerow sorgte er für eine pianistische Sternstunde am Sonntagmorgen! 

Stefan Bonev, Klavier

Werke von Ludwig van Beethoven, Peter Tschaikowsky, Franz Liszt und Pantscho Wladigerow

Elbphilharmonie, Hamburg, 29. März 2026

von Johannes Karl Fischer

Vor einiger Zeit hatte der Pianist Stefan Bonev mit einem Programm um zwei pianistische Feuerwerke von Beethoven und Liszt in der Alfred Schnittke Akademie für Aufruhr gesorgt.

Heute löste er seinen Lohn ein und spielte fast das gleiche Programm vor rund 500 Zuschauern in der Elbphilharmonie. Zumindest in Sachen Prestige doch ein deutliches Upgrade zur kleinen, aber ebenso feinen Stadtvilla mit malerischem Garten in Altona. Wobei … irgendwie hat die frische, luftige Atmosphäre unweit vom Prellbockbahnhof auch ihren Reiz. Und die Musik fasst sich hier wie dort nicht weniger mitreißend! „Stefan Bonev, Klavier
Elbphilharmonie Hamburg, 29. März 2026“
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In der Langsamkeit nehme ich genauer und zugleich nur die Hälfte aller Bewegung wahr

Planet [wanderer] © Rahi Rezvani

Nur langsam vermag ich auf aus meiner Wahrnehmung des unendlichen und scheinbar nicht versiegenden Stroms der gesehenen Bewegung der ashihara-no-nakatsukuni (die mittlere Erde des Schilfs) aufzutauchen. Ich werde des tiefen und wogenden Abdrucks in meinem Inneren gewahr. Eine völlig neue Erfahrung.

Planet [wanderer]

Konzept & Choreographie   Damien Jalet
Konzept & Szenographie   Kohei Nawa

Musik   Tim Hecker

Kostüme   Sruli Recht
Licht   Yukiko Yoshimoto

Performerinnen und Performer:  Shawn Ahern, Karima El Amrani, Aimilios Arapoglou, Francesco Ferrari, Vinson Fraley, Christina Guieb, Astrid Sweeney, Erna Yuasa

Haus für Mozart, Salzburg, 30. März 2026

Von Frank Heublein

An diesem Abend wird bei den Osterfestspielen in Salzburg im Haus für Mozart Damien Jalets und Kohei Nawas Choreographie Planet [wanderer] aufgeführt. „Planet [wanderer], Konzept Damien Jalet und Kohei Nawa
Haus für Mozart, Salzburg, 30. März 2026“
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Monteverdi Choir unter Laurence Equilbey: So klingt Bach von einem anderen Stern

Laurence Equilbey © Agnès Mellon 

Wenn man an Chöre denkt, vor allem an die besten, stolpert man unweigerlich über zwei Ensembles: den musicAeterna Chor von Teodor Currentzis oder den Arnold Schoenberg Chor. Dass der Monteverdi Choir hier um nichts nachsteht, hat das von Sir John Eliot Gardiner gegründete Ensemble nun in Paris bewiesen – unter dem Dirigat einer Französin.

Johann Sebastian Bach, h-Moll Messe

Monteverdi Choir
Insula orchestra

Laurence Equilbey, Dirigentin

La Seine Musicale, Paris, 26. März 2026

von Jürgen Pathy

Bachs h-Moll  Messe ist vieles: ein Best-of-Bach, ein geistliches Vermächtnis, ein Werk voller Arien, Chorsätze und Fugenkunst. Sein ganzes Können hat Bach in dieses monumentale Werk gelegt. An vorderster Stelle ist es aber ein Chorwerk. Unter der Leitung von Laurence Equilbey hat sich das in der Pariser La Seine Musicale deutlich herauskristallisiert.

„h-Moll Messe, J.S. Bach, Laurence Equilbey, Dirigentin
La Seine Musicale, Paris, 26. März 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 31. MÄRZ 2026

Un ballo in maschera, Premiere 29. März 2026 | © Stephan Rabold

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DIENSTAG-PRESSE – 31. MÄRZ 2026

Verdis „Ballo in maschera“ wird Unter den Linden zum szenischen Desaster
Die Erwartungen waren groß gewesen: nach langer Abstinenz eine der schönsten Verdi-Opern in einer Neuinszenierung mit einer prominenten Besetzung. Drei Stunden später verlässt man das Haus Unter den Linden enttäuscht, ja sogar verärgert. Was war geschehen? Starbariton Ludovic Tézier stieg wohl während der Proben aus, er wird gewusst haben, warum. Aber Superstar Anna Netrebko sang, und das ausgezeichnet. Es ist erstaunlich, wie die Sängerin nach einer über dreißig Jahre währenden Karriere noch über eine völlig intakte, in allen Lagen sichere Stimme verfügt, sich eigentlich immer noch steigert. Das ist wohl einer guten Technik, aber auch einem klug entwickelten Repertoire geschuldet.
Klassik-begeistert.de

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Händel meets Hollywood – spektakulärer Giulio Cesare in Zürich

Foto: Opernhaus Zürich Giulio Cesare in Egitto, Cecilia Bartoli (c) Monika Rittershaus

Mit diesem opulenten Opernspektakel, kontrastierend zwischen Film und Theater, kunstvoll changierend zwischen Parodie und mörderischem Ernst, hat sich das Opernhaus Zürich einmal mehr selbst übertroffen: Man nimmt gerne die durch und durch großartige Version von David McVicar an der Met und der Royal Opera zum Maßstab, doch die in ihrer Originalität geradezu überwältigende Zürcher Produktion dieser zu Recht berühmtesten Oper Händels kann sich mit McVicars Inszenierung durchaus messen.

Georg Friedrich Händel
Giulio Cesare in Egitto

Dramma per musica in drei Akten
Libretto von Nicola Francesco Haym
nach Giacomo Francesco Bussani

Musikalische Leitung: Gianluca Capuano
Orchestra la Scintilla

Inszenierung: Davide Livermore
Kostüme: Mariana Fracasso
Video: D-Wok

Chöre: Alice Lapasin Zorzit
SoprAlti und Zusatzchor der Oper Zürich

Koproduktion mit der Opéra de Monte-Carlo

Opernhaus Zürich, 28. März 2026

von Dr. Charles E. Ritterband

In Zürich traten Weltstars wie die „Wahl-Zürcherin“ Cecilia Bartoli und die hervorragende Anne Sofie von Otter sowie der erstklassige Cesare des Carlo Vistoli auf. Vor allem aber wurde dem verwöhnten Zürcher Publikum eine bildgewaltige Krimikomödie als Oper, eine Synthese von Tragik, Sinnlichkeit und sprühendem Humor, treffsicher durchsetzt mit Ironie, Humor und perfekt eingesetzten parodistischen Elementen serviert. „Georg Friedrich Händel Giulio Cesare in Egitto
Opernhaus Zürich, 28. März 2026“
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Schweitzers Klassikwelt 160: „Die Stimme ist eine Gottesgabe“...

Dr. med. Theodor Lierhammer © Look and Learn / Elgar Collection

… „die jederzeit zurückgenommen werden kann“ lehrte Theodor Lierhammer, Bariton und Gesangspädagoge, seinen Schülerinnen und Schülern.

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Das spüren wir auch sprachlich. In einem Bericht von der Wiederaufnahme der „Rusalka“ lesen wir aktiv, dass Nicole Car ihre Spitzentöne aufblühen lässt, doch im Vorsatz steht gewiss unbewusst, die Handelnde etwas in den Hintergrund rückend, dass ihre Stimme an Fülle gewonnen hat.

Wenn von einer Sängerin gesagt wird, dass ihr Mezzo in der Höhe eine stählerne Leuchtkraft von höchster Eindringlichkeit erhält, so wird dieses vielseitige Tätigkeitswort eher empfangen als aufrechterhalten bedeuten. „Schweitzers Klassikwelt 160: „Die Stimme ist eine Gottesgabe“…
klassik-begeistert.de, 31. März 2026“
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Verdis „Ballo in maschera“ wird Unter den Linden zum szenischen Desaster

Un ballo in maschera, Premiere 29. März 2026 © Stephan Rabold

Die Erwartungen waren groß gewesen: nach langer Abstinenz eine der schönsten Verdi-Opern in einer Neuinszenierung mit einer prominenten Besetzung. Drei Stunden später verlässt man das Haus Unter den Linden enttäuscht, ja sogar verärgert.

Giuseppe Verdi
Un Ballo in maschera

Riccardo:  Charles Castronovo
Renato:  Amartuvshin Enkhbat
Amelia:  Anna Netrebko
Ulrica:  Anna Kissjudit
Oscar:  Enkeleda Kamani

Regie:  Rafael R. Villalobos
Bühne:  Emanuele Sinisi
Kostüme:  Lorenzo Caprile

Dirigent:  Enrique Mazzola

Staatsoper Unter den Linden, Berlin, 29.März 2026 Premiere 

von Peter Sommeregger

Was war geschehen? Starbariton Ludovic Tézier stieg wohl während der Proben aus, er wird gewusst haben, warum. Aber Superstar Anna Netrebko sang, und das ausgezeichnet. Es ist erstaunlich, wie die Sängerin nach einer über dreißig Jahre währenden Karriere noch über eine völlig intakte, in allen Lagen sichere Stimme verfügt, sich eigentlich immer noch steigert. Das ist wohl einer guten Technik, aber auch einem klug entwickelten Repertoire geschuldet. Die Sängerin wurde nach ihren Arien frenetisch gefeiert, fast konnte man schon eine gewisse Hysterie bei den Bravo-Rufern ausmachen. „Giuseppe Verdi, Un Ballo in maschera PREMIERE
Staatsoper Unter den Linden, Berlin, 29.März 2026“
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Anne-Sophie Mutter sprengt die Grenzen der Tradition

CD/Blu-ray Besprechung:

East Meets West
Aftab Darvishi – Unsuk Chin – Jörg Widmann – Thomas Adès

Anne-Sophie Mutter (violin)
Nancy Zhou (violin)
Ye-Eun Choi (violin)
Muriel Razavi (viola)
Pablo Ferrández (cello)
Stephanie Gonley (violin)

London Symphony Orchestra
Thomas Adès, musikalische Leitung

Alpha Classics, Alpha 1244

von Dirk Schauß

Wenn eine Künstlerin nach fünf Jahrzehnten auf den Weltbühnen ihr Jubiläum nicht mit einer sentimentalen Rückschau auf das vertraute Repertoire feiert, sondern eine eigene Editionsreihe für die Gegenwart gründet, dann ist das eine klare Aussage. Mit „ASM Forte Forward“ bei Alpha Classics emanzipiert sich Anne-Sophie Mutter endgültig von den Erwartungen des klassischen Establishments. Das erste Album dieser Reihe trägt den programmatischen Titel „East Meets West“ und ist weit mehr als eine Zusammenstellung zeitgenössischer Werke. Es ist eine Demonstration: Die Violine wird hier zum Medium globaler Diskurse. „CD/Blu-ray Besprechung: East Meets West, Aftab Darvishi, Anne-Sophie Mutter (violin)
klassik-begeistert.de, 30. März 2026“
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DIE MONTAG-PRESSE – 30. MÄRZ 2026

© Duo Natalia

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MONTAG-PRESSE – 30. MÄRZ 2026

Wien/Bösendorfer-Salon/1140
Ein Erlebnis der anderen Art: Das Duo Natalia füllt den kleinen Raum mit großer Musik
So müssen sich Könige gefühlt haben. Im Bösendorfer Salon spielt das Duo Natalia für eine Handvoll Leute. Drei Reihen, ein paar Stühle, zum Greifen nahe der 230-er Bösendorfer-Flügel. Für Pianistin Natalia Kovalzon ein großartiger Flügel, der auf alles sofort reagiert. Für Geigerin Natalia van der Mersch fast zu beengend. Dass der Luxemburgerin schon mal der Haarreif vom Kopf fetzt, liegt an der Energie, die sie in jeden Ton legt.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

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Die konzertante Aufführung von “Le Prophète” wird in Paris zum musikalischen Ohrenschmaus

Le Prophète – Théâtre des Champs-Elysées, Foto Jean-Nico Schambourg

 “Le Prophète” (Der Prophet) von Giacomo Meyerbeer wird heute selten aufgeführt wegen der extrem hohen Anforderungen an die Sänger, aber auch wegen der szenischen Umsetzung dieser Oper in fünf Akten. Das Théâtre des Champs-Elysées in Paris umgeht die szenischen Probleme mit einer konzertanten Aufführung unter der Leitung des jungen Dirigenten Marc Leroy-Calatayud, die mit John Osborn, Marina Viotti und Emma Fekete auch gesanglich hochrangig besetzt ist.


Giacomo Meyerbeer (1791-1864)
LE PROPHÈTE
Grand Opéra in fünf Akten (Libretto von Eugène Scribe und Emile Deschamps)

Konzertante Aufführung

Musikalische Leitung:  Marc Leroy-Calatayud
Orchestre de Chambre de Genève

Théâtre des Champs-Elysées, Paris, 28. März 2026

von Jean-Nico Schambourg

Als im Jahre 1849 die Oper “Le Prophète” (Der Prophet) von Giacomo Meyerbeer an der Pariser Oper, Salle Le Peletier, aufgeführt wurde, handelte es sich um die teuerste Produktion, die es bis dato je in Paris gab. Aufwendige Szenenbilder, historische Kostüme für eine Unmenge von Mitwirkenden ließen die Kosten explodieren. Der riesige Erfolg gab den Verantwortlichen recht. Nach nur 27 Monaten kam es zur 100. Aufführung dieser Grand Opéra.

„Giacomo Meyerbeer, Le Prophète, Konzertante Aufführung
Théâtre des Champs-Elysées, Paris, 28. März 2026“
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