Klein beleuchtet kurz 73: Wenn der Teodor in die Elphi kommt, dann ist da was los

Utopia mit Vilde Frang und Teodor Currentzis; Foto Patrik Klein

Selbst bei einem Werk wie Alban Bergs Konzert für Violine und Orchester „Dem Andenken eines Engels“ gelingt es Teodor Currentzis mit seinem Orchester Utopia und einem Weltstar an der Geige, Vilde Frang, dem Saal Beifallsstürme zu entlocken, die man hier nur selten erlebt – Man fragt sich immer wieder: Was macht dieser schwarz gekleidete Sonderling als Dirigent da eigentlich und wodurch unterscheidet sich die musikalische Ausdruckskraft von der anderer Top Dirigenten – der Versuch einer Antwort.

Utopia

Vilde Frang, Violine
Dirigent: Teodor Currentzis

Elbphilharmonie Hamburg, 12. Mai 2026

von Patrik Klein

Wow – hat man den „Titan“ jemals so gehört!?

Currentzis war bereits oft Gast in der Elphi, sei es mit seinem russischen Orchester aus Perm bzw. Sankt Petersburg, mit dem SWR Sinfonie Orchester oder in den letzten Jahren mit dem Festivalorchester à la Bayreuth, das er schlicht Utopia nennt, einem zusammengestellten Projektorchester mit Spitzenmusikern aus ganz Europa. „Klein beleuchtet kurz 73: Wenn der Teodor in die Elphi kommt
Elbphilharmonie, 12. Mai 2026“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 13. MAI 2026

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE – 13. MAI 2026

Wien/Konzerthaus
Nelsons versetzt Wien in Mahler-Euphorie
Vier Wochenenden, drei Mahler-Sinfonien, dreimal Weltspitzenklasse: Sowas gibt es auch nur bei den Wiener Philharmonikern! Zum krönenden Abschluss dieses Mahlerfests stand die monumentale Achte Symphonie unter Andris Nelsons auf dem Programm. Ein Gast fand die beiden Konzerte am Wochenende so großartig, dass er sich dieses Werk auch am dritten Tag in Folge nochmal anhörte. Nach dieser Mahler-Sternstunde kann ich nur sagen: Das hätte ich Hals über Kopf sofort auch getan!
Von Johannes Karl Fischer
Klassik-begeistert.de

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Nelsons versetzt Wien in Mahler-Euphorie

WPHIL Nelsons Mahler 8 © Antonia Wechner

Vier Wochenenden, drei Mahler-Sinfonien, dreimal Weltspitzenklasse: Sowas gibt es auch nur bei den Wiener Philharmonikern! Zum krönenden Abschluss dieses Mahlerfests stand die monumentale Achte Symphonie unter Andris Nelsons auf dem Programm. Ein Gast fand die beiden Konzerte am Wochenende so großartig, dass er sich dieses Werk auch am dritten Tag in Folge nochmal anhörte. Nach dieser Mahler-Sternstunde kann ich nur sagen: Das hätte ich Hals über Kopf sofort auch getan! 

Mahler    Symphonie Nr. 8 Es-Dur

Wiener Philharmoniker
Andris Nelsons,
musikalische Leitung


Wiener Singverein, Wiener Singakademie & Wiener Sängerknaben

Jacquelyn Wagner, Sarah Wegener & Ying Fang, Sopran
Beth Taylor & Tamara Mumford, Alt
Benjamin Bruns, Tenor
Michael Nagy, Bariton
Tareq Nazmi, Bass

Wiener Konzerthaus, Großer Saal, 11. Mai 2026

von Johannes Karl Fischer

In den letzten Jahren gab es gewiss keinen Mangel an guten Aufführungen dieser nahezu alle Orchesterkräfte sprengenden Sinfonie, mit der die Berliner Philharmoniker zuletzt in Salzburg stehende Ovationen geerntet hatten. Völlig vom Hocker hauten einen dieses Mal aber die drei Chöre. „Wiener Philharmoniker, Andris Nelsons, Mahler 8
Wiener Konzerthaus, Großer Saal, 11. Mai 2026“
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Diese Weber-Hommage hat  trotz hoher Qualität Leerstellen

 

CD/Blu-ray Besprechung:

Anlässlich seines bevorstehenden 200. Todestages hat nun das Label Warner eine umfangreiche Zusammenstellung der Werke von Carl Maria von Weber in einer 18 CDs umfassenden Edition veröffentlicht. Sie spiegeln die Vielfalt der musikalischen Gattungen wieder, in denen Weber erfolgreich war.

Weber
The Spirit of German Romanticism

Warner 5026854112398

von Peter Sommeregger

Geboren fünf Jahre vor Mozarts Tod, gestorben ein/zwei Jahre vor Beethovens und Schuberts Tod. Carl Maria von Weber war also Zeitgenosse von drei der wohl größten musikalischen Genies. Dass sein Werk unbeschadet dessen auch noch zweihundert Jahre nach seinem Tod Gewicht und Präsenz hat, ist schon eine Leistung für sich. „Weber, The Spirit of German Romanticism
klassik-begeistert.de, 12. Mai 2026“
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Glück mit Gluck: Michael Hofstetter kommt in Bayreuth (fast) ohne Wagner aus

Samuel Mariño, Roberta Mameli, Michael Hofstetter © João Octávio Peixoto

Bei Bayreuth denkt jeder sofort an Richard Wagner. Dass abseits des Festspielhauses andere Kaliber ihr Unwesen treiben, dafür sorgt Intendant und Dirigent Michael Hofstetter. Die Gluck Festspiele widmen sich dem großen Reformator Christoph Willibald Gluck – der Komponist unserer Zeit, dessen ist sich Hofstetter sicher. Wagner hatte ihn ebenfalls auf dem Radar.

Gluck Festspiele

Christoph Willibald Gluck,   Iphigenie in Aulis  (Bearbeitung von Richard Wagner)


Friedrichsforum Bayreuth,
8. Mai 2026

Christoph Willibald Gluck,   Paride ed Elena

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth, 9. Mai 2026

von Jürgen Pathy

Maximal 30 Tage darf das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth bespielt werden. Das UNESCO-Weltkulturerbe dient auch den Gluck-Festspielen als eine von mehreren Spielstätten. Mit Samuel Mariño als Zugpferd war es am Samstagabend ausverkauft. Beinahe hätte der junge Venezolaner im Vorfeld w.o. geben müssen. Zum Glück war vom grippalen Infekt bei „Paride ed Elena“ nichts zu hören. Der Sopranist, sein Stimmfach entspricht dem eines Soprankastraten, ist nicht der Einzige, der Glucks Reformoper (1770) leuchtende Energie einhaucht. „Gluck Festspiele, Samuel Mariño
Markgräfliches Opernhaus Bayreuth, 8./9. Mai 2026“
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Zug in der Schweiz sendet musikalische Grüße aus Wien

Zuger Sinfonietta © Patrick Hürlimann

Auf dem Podium wie im Saal war die Stimmung begeistert; das ambitionierte Programm der Zuger Sinfonietta verdient überregionale Beachtung. Auf in die Schweiz!

Zuger Sinfonietta

Daniel Huppert   Dirigent
Joseph Moog    Klavier

Gustav Mahler (1860-1911)  Blumine, Symphonischer Satz für Orchester
Ludwig van Beethoven (1770-1827)  Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
Alexander Zemlinsky (1871-1942)  Symphonie Nr. 1 d-Moll

Theater Casino Zug, 10. Mai 2026

von Julian Führer

Das Schweizer Musikleben ist erfreulich reichhaltig. Internationale Strahlkraft besitzen ohne Zweifel die Opernhäuser von Zürich und Genf, aber auch das Zürcher Tonhalle Orchester sowie die Festivals in Luzern und anderswo. Auch mittlere Städte wie St. Gallen oder Biel können in jeder Saison ein breites Programm präsentieren. Selbst der kleine Kanton Zug mit seinen reichlich 130 000 Einwohnern auf sehr begrenzter Fläche (Berlin ist dreieinhalbmal so groß) hat mit der Zuger Sinfonietta ein Orchester, das sich einen festen Platz im Innerschweizer Musikleben erobert hat. „Zuger Sinfonietta, Daniel Huppert, „Grüße aus Wien“
Theater Casino Zug, 10. Mai 2026“
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Die Berliner Barock Solisten legen mit Vivaldis „Jahreszeiten“ eine Einspielung für die Ewigkeit vor

CD/Blu-ray Besprechung:

Zu erwarten war eine vorbildliche Interpretation, aber das Ergebnis übertrifft die Erwartungen noch um Längen.

Antonio Vivaldi
Le quattro stagioni

Berliner Barock Solisten

Daishin  Kashimoto

BPHR 260541

von Peter Sommeregger

Ein mehrfaches Jubiläum war der äußere Anlass für diese neue Einspielung von Antonio Vivaldis populärstem Werk, das 1725 erschien. Das aus den Berliner Philharmonikern rekrutierte Ensemble Berliner Barocksolisten konnte 2025 sein 30. Jubiläum feiern, und ging mit dem Werk ein zweites Mal ins Aufnahmestudio. „Antonio Vivaldi, Le quattro stagioni, Berliner Barock Solisten
klassik-begeistert.de, 12. Mai 2026“
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Andris Nelsons holt mit Mahler die Sterne vom Himmel

Fotos: WPHIL Nelsons (c) Antonia Wechner

Insgesamt war das Konzert eine Meisterleistung von Maestro Nelsons. Hier hörte man lyrische Passagen in vollendeter Schönheit, peinlichst genau austarierte Phrasierungen und dann wieder dramatische Ausbrüche. Man kann sich mit ihm mitfreuen, einen solchen Zyklus mit diesem großartigen Orchester vollendet haben zu können.

Gustav Mahler: Symphonie Nr. 8 in Es-Dur „Symphonie der Tausend“

Jacquelyn Wagner, Sarah Wegener, Ying Fang, Beth Taylor, Tamara Mumford

Benjamin Bruns, Michael Nagy, Tareq Nazmi

Wiener Singerverein
Wiener Singakademie
Wiener Sängerknaben

Wiener Philharmoniker
Andris Nelsons, musikalische Leitung

Wiener Konzerthaus, 9. Mai 2026

von Herbert Hiess

Ein seltenes Ereignis – selbst in einer Musikstadt wie Wien. Die Wiener Philharmoniker und Andris Nelsons setzten mit diesem großartigen Konzert einen Schlusspunkt in diesem Mahlerzyklus. Der Maestro begeisterte mit einer enormen Musikalität; die Chöre und die Philharmoniker folgten jedem Fingerzeig von ihm. Leider trübten akustischen Unpässlichkeiten diese Sternstunde. „Wiener Philharmoniker, Andris Nelsons, Mahler Symphonie Nr. 8
Wiener Konzerthaus, 9. Mai 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 12. MAI 2026

Mary wird ihr Sohn abgenommen. Johanni van Oostrum, Vera-Lotte Boecker, Ensemble © Monika Rittershaus

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 12. MAI 2026

München/Bayerische Staatsoper
Ich bin erschüttert! Unausweichlich muss die eine sterben, damit die andere Königin bleiben kann
Die Uraufführung von Brett Deans Oper Of One Blood in München ist im ersten Teil ein durchgehendes Druckfurioso. Strengt an. Ist so gewollt. Im zweiten Teil differenzieren sich Musik und die beiden Hauptrollenstimmen hervorragend aus. Die emotionale Tiefe, die bittere, doch unausweichliche Konsequenz der Entscheidung erscheint großartig in der Musik. Großer Applaus für alle. Standing Ovations für Komponist und Librettistin. Johanni van Oostrum als Elizabeth und Vera-Lotte Boecker als Mary geben der beiden Königinnen Qual intensivsten Ausdruck. Stark!
Von Frank Heublein
Klassik-begeistert.de

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Schweitzers Klassikwelt 163: Wir erfinden ein Spiel für Opernliebhaber

© freepik

Machen wir uns Gedanken, wie die vielen Spiele entstehen? Es ist das Steckenpferd mancher Leute, solche zu erfinden und bei einschlägigen Firmen einzureichen. Machen wir gemeinsam ein Probespiel! Welche Interpretin, welcher Interpret fällt uns bei dieser oder jener Rolle spontan ein?

von Lothar und Sylvia Schweitzer

Irgendwo auf den Schachteln steht gedruckt, für welche Personenanzahl dieses Spiel bestimmt ist und für welches Alter. Wir lesen zum Beispiel „ab 4 bis 99“. Bei unserem ausgedachten Spiel empfehlen wir sechs bis acht Personen, damit der Rahmen intimer bleibt und doch viel an Erfahrung eingebracht werden kann. Beim Alter ist nicht das Lebensalter entscheidend, sondern der gemeinsame Zeitraum an Erlebnissen. Sonst sind einige Sängerinnen und Sänger für die einen lebendige Erinnerungen, für andere nur mehr historische Größen. Wobei ein Laptop als Assistent und Informant gut wäre. Wie und wo hat sich eine genannte Sängerin, ein genannter Sänger weiter entwickelt.

„Schweitzers Klassikwelt 163: Wir erfinden ein Spiel für Opernliebhaber
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