Carmen in Wien: Glühende Leidenschaft und überschäumendes Temperament begeistern

Carmen – D’Oustrac, Alagna © Wiener Staatsoper/Marcel Urlaub

Auf den Bühnen rund um den Globus gibt es zahllose Interpretationen von Bizets „Carmen“, dieser zu Recht so populären Oper, die einfach alles zu bieten hat – Leidenschaft, Tragik, exotische Zigeuner-Romantik. Doch keine dieser vielen Inszenierungen erreicht die kühne Intelligenz des kontroversen spanischen Regisseurs Calixto Bieito, der sich mit sexualisierten, expressiv gewalttätigen Inszenierungen weltweit einen Namen geschaffen hat.

Georges Bizet   Carmen
Libretto schrieben Henri Meilhac und Ludovic Halévy

Inszenierung:  CALIXTO BIEITO

Carmen:  STEPHANIE D’OUSTRAC
Don Jose:  ROBERTO ALAGNA
Escamillo:  ERWIN SCHROTT (übernimmt die Rolle des Escamillo)
Micaela:  ANNA BONDARENKO

Musikalische Leitung:  HENRIK NÁNÁSI  

Bühne:  ALFONS FLORES
Kostüme:  MERCE PALOMA

Choreinstudierung: MARTIN SCHEBESTA

ORCHESTER DER WIENER STAATSOPER
CHOR DER WIENER STAATSOPER BÜHNENORCHESTER DER WIENER STAATSOPER EXTRACHOR DER WIENER STAATSOPER KINDER DER OPERNSCHULE DER WIENER STAATSOPER KOMPARSERIE DER WIENER STAATSOPER

47. Aufführung dieser Inszenierung

Wiener Staatsoper, 14. Oktober 2026

von Dr. Charles E. Ritterband 

„Georges Bizet, Carmen, Inszenierung: Calixto Bieito
Wiener Staatsoper, 14. Oktober 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 17. OKTOBER 2026

Marek Janowski © Felix Broed

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SAMSTAG-PRESSE – 17. OKTOBER 2026

Zürich/Tonhalle
Marek Janowski nimmt fulminant Abschied
Marek Janowski kann auf eine lange und erfolgreiche Karriere als Dirigent zurückblicken. Nie sich in die erste Reihe drängelnd, stets das Werk in den Vordergrund stellend und ohne falsche Eitelkeiten, wenn wie in Bayreuth 2016 noch recht kurzfristig ein neuer Dirigent gesucht wurde. Das Zürcher Konzert zeigte Janowski auf der Höhe seiner Kunst.
Von Julian Führer
Klassik-begeistert.de

„DIE SAMSTAG-PRESSE – 17. OKTOBER 2026
klassik-begeistert.de, 17. Oktber 2026“
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Warum Thielemanns und Sobotkas Vertragsverlängerungen in Berlin ein Segen sind

Vertragsverlängerung: Elisabeth Sobotka und Christian Thielemann mit Stefan Evers und Wolfram Weimer Credits: Peter Adamik

Ein Kommentar von Kirsten Liese

Vor wenigen Tagen verlängerten Christian Thielemann und Elisabeth Sobotka ihre Verträge an der Berliner Staatsoper bis 2034 (!) – also acht Jahre. Das ist nach der kürzlichen Zusage des Bundes, seine jährlichen Zuschüsse für die Berliner Staatskapelle ab 2028 um eine Million jährlich aufzustocken, die schönste Nachricht innerhalb des überregionalen – und erst recht des Berliner Musiklebens seit langem! Eine Art „Wunder von Berlin“, ist man doch in der Metropole mit positiven Meldungen nicht allzu verwöhnt.

„Kommentar: Vertragsverlängerung von Thielemann und Sobotka
Staatsoper Unter den Linden, 16. Oktober 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 60: Bachs Toccata und Fuge in d-moll „spricht“ heute nicht mehr zu uns

Irgendwann sollten eigentlich alle Klischees erkannt sein. Doch die Aufführungspraxis schafft stets neue. Es ist darum umso schöner, wenn eine Serie über solche Praktiken zu ihrem wohlverdienten Ende kommen kann. Also steigen wir zum vorerst letzten Mal ein in einen jener „Klassiker“, von denen man derart übersättigt wird, dass sie zu nerven beginnen. Von allen hier behandelten Werken ist dieses wohl eines der technisch ausgereiftesten. Dadurch ist aber auch dieses Stück Musik zu einer fast fundamentalistischen Stellung im Konzertbetrieb gelangt, der man nur noch teils sarkastisch, teils brutal ehrlich begegnen kann.

von Daniel Janz

Schnallen Sie sich an, denn hier kommt, was nicht kommen dürfte, was nicht sein kann, was Inbegriff der Unmöglichkeit ist: Blasphemie, Sakrileg, ja Königsmord in Form von Kritik am Gottvater aller Musik selbst: Johann Sebastian Bach!

„Daniels Anti-Klassiker 60: Johann Sebastian Bach
klassik-begeistert.de, 17. Oktober 2026“
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Wir haben „Ja“ gesagt – und dann gemeinsam in „Don Giovanni“ gesungen

Kady Evanyshyn und Hubert Kowalczyk © Maximilian Probst/Hamburgische Staatsoper

Jolanta Łada-Zielke im Gespräch mit Kady Evanyshyn und Hubert Kowalczyk, die an der Hamburgischen Staatsoper Zerlina und Masetto in Mozarts „Don Giovanni“ gesungen haben.

Kady Evanyshyn wurde in Winnipeg, Kanada, geboren und studierte Gesang an der Juilliard School of Music in New York bei Edith Wiens. Sie absolvierte Programme am Aspen Music Festival, an der Young Artists Vocal Academy der Houston Grand Opera, und an der Music Academy of the West sowie bei Classic Lyric Arts. Ab 2019 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper, bevor sie in das feste Ensemble des Hauses übernommen wurde.

Hubert Kowalczyk wurde in Radom (Polen) geboren und studierte Gesang an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Von 2016 bis 2019 war er Mitglied der Opernakademie am Teatr Wielki-Nationaloper in Warschau. Noch während seines Studiums wurde er 2019 in das Internationale Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper aufgenommen und ging anschließend in deren Ensemble über. Gastengagements führten ihn unter anderem an die Staatsoper Unter den Linden in Berlin, das Opernhaus Zürich, das Theater Basel und zu den Bregenzer Festspielen.

klassik-begeistert: Wie ist es, eine Woche nach der eigenen Hochzeit gemeinsam auf der Bühne zu stehen?

Hubert: Es ist ein wirklich besonderes Gefühl, denn wir haben uns vor sieben Jahren – 2019 – im Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper kennengelernt. Obwohl wir schon in vielen Produktionen mitgewirkt haben, standen wir bisher noch nie gleichzeitig gemeinsam auf der Bühne. Ich glaube, es ist der Traum eines jeden Sängerpaares, zusammen aufzutreten – besonders in Rollen wie Zerlina und Masetto, oder Pamina und Tamino. Da haben wir wirklich großes Glück, und viele unserer Kollegen beneiden uns ein wenig (lacht). Ich empfinde es als ein echtes Privileg, gemeinsam auf der Bühne zu stehen und Teil des Ensembles der Hamburgischen Staatsoper zu sein.

„kb im Gespräch mit Kady Evanyshyn und Hubert Kowalczyk
Hamburgische Staatsoper, 16. Oktober 2026“
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Marek Janowski nimmt fulminant Abschied

Marek Janowski © Felix Broede

Marek Janowski kann auf eine lange und erfolgreiche Karriere als Dirigent zurückblicken. Nie sich in die erste Reihe drängelnd, stets das Werk in den Vordergrund stellend und ohne falsche Eitelkeiten, wenn wie in Bayreuth 2016 noch recht kurzfristig ein neuer Dirigent gesucht wurde. Das Zürcher Konzert zeigte Janowski auf der Höhe seiner Kunst.

Tonhalle Zürich, 15. Oktober 2026

Tonhalle-Orchester Zürich
Marek Janowski,   Leitung

Franz Schubert (1797-1828), Sinfonie Nr. 5 B-Dur D 485
Ludwig van Beethoven (1770-1827), Sinfonie Nr. 3 Es-Dur Opus 55

von Julian Führer

„Marek Janowski, Dirigent, Schubert und Beethoven
Tonhalle Zürich, 15. Oktober 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE, 16. OKTOBER 2026

Corina Belcea © Marco Borggreve

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE, 16. OKTOBER 2026

Wien/Konzerthaus/Mozart-Saal
Belcea Quartet: So sexy kann Beethoven sein
Was Yuja Wang kann, kann Corina Belcea schon lange. In einem pinken Abendkleid führt die 1975 geborene Rumänin das berühmte Belcea Quartet auf die Bühne des Mozart-Saals im Wiener Konzerthaus. Der tiefe Ausschnitt am Rücken – Marke: gewagt. Das Programm bewegt sich ebenfalls im Grenzbereich und fordert von allen die volle Aufmerksamkeit. Beethovens Streichquartette sind keine Schonkost.
Von Jürgen Pathy
Klassik-begeistert.de

„DIE FREITAG-PRESSE, 16. OKTOBER 2026
klassik-begeistert.de“
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Daniels Anti-Klassiker 59: Beethovens „Mondscheinsonate“ einmal anders gehört

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

Was würde passieren, wenn wir Beethovens Mondscheinsonate einmal anders hören würden?

von Daniel Janz

Noch einmal müssen wir uns Beethoven widmen, dem vielleicht berühmtesten und (nach meiner Meinung) auch zweitbedeutsamsten Komponisten aller Zeiten. Was hat er uns doch für musikalische Diamanten hinterlassen … egal, ob Kleinode, wie „Für Elise“ oder Epen, wie seine fünfte Sinfonie oder die „Ode an die Freude“ … bis heute wird ihm nachgesagt, der meistgespielte Komponist aller Zeiten zu sein … mit der Folge, dass all diese Werke hoffnungslos überrepräsentiert sind.

„Daniels Anti-Klassiker 59: Beethovens „Mondscheinsonate“
klassik-begeistert.de, 16. Oktober 2026“
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Schuen und Heide gelingt eine intime Interpretation von Mahlers Liedern

CD-Besprechung:

Nach den gelungenen früheren Alben der beiden Künstler wird mit der Mahler CD ein neuer Höhepunkt erreicht.

Gustav Mahler
Lieder eines fahrenden Gesellen

5 Lieder
Kindertotenlieder
Urlicht

Andrè Schuen
Daniel Heide

Avl 4869101

von Peter Sommeregger

„Andrè Schuen, Daniel Heide, Mahler, Lieder eines fahrenden Gesellen
klassik-begeistert.de, 15. Oktober 2026“
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Klein beleuchtet kurz 78: Verdis Don Carlo feiert in Aachen eine bemerkenswerte Saisoneröffnung

PREMIERE +++ Don Carlo +++ Theater Aachen, 10. Oktober 2026

Fulminant und berührend gerät die Premiere von Verdis vieraktigem, auf Italienisch gesungenem Meisterwerk nach Friedrich Schiller am Theater Aachen. Die scheidende Generalintendantin Elena Tzavara inszeniert das kriminalistische Spiel der Intrigen in starken Bildern und psychologischer Dichte. Auch musikalisch erlebt man einen Abend von hohem Rang.

Am Pult der diesjährigen Eröffnungsoper präsentiert sich erstmals der neue Generalmusikdirektor Levente Török mit Verdis ergreifendem Drama.

von Patrik Klein

„Klein beleuchtet kurz 78: Verdis Don Carlo
Theater Aachen, 10. Oktober 2026, Spielzeitpremiere“
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