Tugan Sokhiev ist der richtige Mann für diese Tournee mit den Wiener Philharmonikern

Berliner Festspiele, Wiener Philharmoniker © Fabian Schellhorn

Es ist selbst für ein Spitzenorchester wie die Wiener Philharmoniker kein Leichtes, in der mittleren Generation Dirigenten aufzuspüren, die sich als Nachfolger von Altmeistern aufbauen lassen, wenn diese früher oder später einmal die Bühne verlassen haben werden.

Der Russe Tugan Sokhiev, der sich unter anderem als Chefdirigent des Deutschen Symphonie Orchesters Berlin (2012-2016) einen Namen machte, bis zum Ukraine-Krieg 2022 das Moskauer Bolschoi leitete, ist einer, der berechtigte Hoffnungen schürt.

Antonin Dvořák: Konzert für Violine und Orchester a-moll op. 53

Sergej Prokofjew: Romeo und Julia, Ballett op. 64, Sätze aus der Suite Nr. 1 und 2

Hilary Hahn, Violine
Wiener Philharmoniker
Leitung: Tugan Sokhiev

Philharmonie Berlin, 9. September 2026

von Kirsten Liese

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Philharmonie Berlin, 9. September 2026“
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Die Amerikaner und der Franzose legen einen fulminanten Saisonstart hin

Archiv Manfred Honeck © Pittsburgh Symphony Orchestra / Edward DeArmitt

Auf Tourneebesuch in Wien waren das Pittsburgh Symphony Orchestra mit ihrem Chefdirigenten Manfred Honeck. Dazu gesellte sich noch der unvergleichliche Pianist  Alexandre Kantorow. Und gleich zu Saisonbeginn lieferten sie alle eine Vorlage, wo es für andere Ensembles und Solisten schwierig wird, diese zu erfüllen oder gar zu übertreffen.

Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 1 in d-moll op. 15
Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 5 d-moll op. 47

Pittsburgh Symphony Orchestra
Alexandre Kantorow, Klavier
Manfred Honeck, Dirigent

Wiener Konzerthaus, 10. September 2026

von Herbert Hiess

„Pittsburgh Symphony Orchestra, Honeck, Kantorow
Wiener Konzerthaus, 10. September 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 11. SEPTEMBER 2026

Don Carlo, Stikhina © Wiener Staatsoper / Marcel Urlaub

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DIE FREITAG-PRESSE – 11. SEPTEMBER 2026

7.9.26, „Don Carlo“, Staatsoper, „Willkommen im Kostüminstitut“
Eine Saison lang hat sie pausiert, jetzt ist sie wieder da: Die Wiener Staatsoper hat Kirill Serebrennikovs Umdeutung von Giuseppe Verdis „Don Carlo“ auf den Spielplan gesetzt. Programmatisch wurde am Freitag damit sogar die Saison eröffnet. Die zweite Vorstellung folgte am Montag – dieser sind die nachstehenden Anmerkungen gewidmet.
operinwien.at

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Diese Bruno-Walter-Edition enthält eine Vielzahl historischer Schätze

CD-Besprechung:

Pünktlich zu seinem 150. Geburtstag veröffentlicht das Label Warner eine 20 CDs umfassende Edition der historischen Aufnahmen des Jahrhundert-Dirigenten Bruno Walter.

Bruno Walter
Complete

Warner Classics
remastered Edition

Warner 5021732408907

von Peter Sommeregger  „150. Geburtstag Bruno Walter – Complete
klassik-begeistert.de, 10. September 2026“
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Staatsopern-Auftakt: Stiller Protest gegen einen exzellenten Don Carlo

Don Carlo – Stikhina, Grigolo, Dupuis © Wiener Staatsoper / Marcel Urlaub

Kaum sind die Salzburger Festspiele vorbei, blickt die Wiener Opernszene mit Spannung auf Kirill Serebrennikovs Don Carlo zum Staatsopern-Saisonauftakt. Ein mutiger Schachzug, so reichten die Missfallensäußerungen bei der Premiere doch bis in den Graben. Diesmal waren die Skeptiker still, die musikalische Bilanz ebenso glanzvoll wie diese geniale, gesellschaftskritische Regie! 

Don Carlo
Musik von Giuseppe Verdi

Libretto von Achille de Lauzières, Camille du Locle und Angelo Zanardini nach Joseph Méry und Camile du Locle

Philipp II.:  Günther Groissböck
Don Carlo:  Vittorio Grigolo
Rodrigo, Marquis von Posa:  Étienne Dupuis
Der Großinquisitor:  Ain Anger
Ein Mönch:  Dan Paul Dumitrescu
Elisabetta:  Elena Stikhina
Eboli:  Eve-Maud Hubeaux
Tebaldo:  Ilia Staple
Graf von Lerma/Herold:  Hiroshi Amako
Stimme vom Himmel:  Florina Ilie

Musikalische Leitung:  Pier Giorgio Morandi
Regie, Bühne, Kostüme:  Kirill Serebrennikov
Ko-Kostümbildnerin:  Galya Solodovnikova
Choreografie und Regieassistenz:  Evgeny Kulagin

Wiener Staatsoper, 4. September 2026

von Johannes Karl Fischer

„Giuseppe Verdi, Don Carlo, Kirill Serebrennikov, Regie
Wiener Staatsoper, 4. September 2026“
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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 10. SEPTEMBER 2026

Bruno de Sá © © Clemens Manser Photography

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DIE DONNERSTAG-PRESSE – 10. SEPTEMBER 2026

Bayreuth Baroque
Bruno de Sá ist schlicht ein Ereignis
Er nutzt seine Stimme ganz und gar wie ein Instrument, produziert bruchlose Glissandi, phrasiert noch die längsten Bögen gekonnt, singt makellose Koloraturen und Triller, platziert Staccati und Portati und wo nötig auch Vibrati perfekt, beweist seinen enormen Tonumfang bis auf olympische Spitzen: Bruno de Sá ist schlicht ein Ereignis.
Von Sandra Grohmann
Klassik-begeistert.de

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Daniels Anti-Klassiker 25: Maurice Ravel – „Boléro“ (1928)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

„Daniels Anti-Klassiker 25: Maurice Ravel – „Boléro“ (1928)
klassik-begeistert.de, 10. September 2026“
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Bruno de Sá ist schlicht ein Ereignis

Bruno de Sá © Clemens Manser Photography

Bayreuth Baroque Opera Festival 2026

Er nutzt seine Stimme ganz und gar wie ein Instrument, produziert bruchlose Glissandi, phrasiert noch die längsten Bögen gekonnt, singt makellose Koloraturen und Triller, platziert Staccati und Portati und wo nötig auch Vibrati perfekt, beweist seinen enormen Tonumfang bis auf olympische Spitzen: Bruno de Sá ist schlicht ein Ereignis.

Bayreuth Baroque
Delirio d’Amore

Bruno de Sá   Sopran
Pedro Beriso   Musikalische Leitung und Cembalo
Wrocław Baroque Orchestra Residenzorchester des Bayreuth Baroque Opera Festival 2026

Markgräfliches Opernhaus Bayreuth, 7. September 2026

von Sandra Grohmann

„Bayreuth Baroque, Delirio d’Amore, Bruno de Sá, Sopran
 Markgräfliches Opernhaus Bayreuth, 7. September 2026“
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DIE MITTWOCH-PRESSE – 9. SEPTEMBER 2026

Max Emanuel Cenčić als Floridante, Gerrit Illenberger als Oronte und Yannis François als Coralbo © Clemens Manser Photography 

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DIE MITTWOCH-PRESSE – 9. SEPTEMBER 2026

Bayreuth Baroque
Bayreuth Baroque: „Was ist das Leben, wenn es nicht frei ist?“
„Was ist das Leben, wenn es nicht frei ist?“ fragt die weibliche Hauptfigur Elmira, als sie sich gegen ihren tyrannischen und grausamen (vermeintlichen) Vater Oronte wendet, der sie heiraten will, und dem unfreien Leben den Tod vorzieht. Damit behält sie die Macht in den eigenen Händen, über ihr eigenes Leben wenn auch in den vom Tyrannen gesetzten Grenzen zu bestimmen, und setzt im Ergebnis letztlich der Gewaltherrschaft Orontes ein Ende. Aus der Ablehnung von Gewalt und Hass erwächst damit das Leben nicht nur für Elmira, sondern für alle, die mit ihr und für sie Unschuld und Treue beschützt haben. Am Abend der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt konnte es kaum ein passenderes Zeichen geben.
Von Sandra Grohmann
Klassik.begeistert.de

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Daniels Anti-Klassiker 24: Chopin – Nocturne in Es Op. 9 Nr. 2 (1832)

 

Höchste Zeit, sich als Musikliebhaber neu mit der eigenen CD-Sammlung und der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen. Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese sarkastische und schonungslos ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Ahja Chopin. Einer der verklärten Könige in der Kunst des Klavierspiels. Seine Musik ist bekannt für das hohe Niveau, das sie Pianisten abverlangen soll. Wie kein anderer Komponist setzt sie einen besonders weichen Ansatz und Feingefühl voraus – nicht zuletzt deshalb stellt sie bis heute eine große Herausforderung dar. Man könnte meinen, diese Art „Kunstmusik“ gehöre nur in den edlen Konzertsaal einem fein-erlauchten Publikum präsentiert. Und doch ist sein bekanntestes Stück ausgerechnet eines, das nicht nur den Anspruch seiner anderen Kompositionen vermissen lässt, sondern ausgerechnet auch noch für einen zugesprochenen, elitär/ausgrenzenden Charakter bekannt ist. Aber der Reihe nach…

„Daniels Anti-Klassiker 24: Chopin – Nocturne in Es Op. 9 Nr. 2 (1832)
klassik-begeistert.de, 9. September 2026“
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