Die DONNERSTAG-PRESSE – 23. APRIL 2020

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die DONNERSTAG-PRESSE – 23. APRIL 2020

Anna Netrebko und Bogdan Roscic – 7 Fotos plus Trailer zur Spielplanpräsendation am 26 4.2020 (copyright: Wiener Staatsoper)


ZU INSTAGRAM – Fotos und Trailer

Österreich
Kultur-Staatssekretärin Lunacek bei Unfall verletzt!
Die Politikerin ist auf den Kopf gefallen – bei einem Fahrradunfall
https://www.krone.at/2141289

Bald gibt es in Deutschland nur noch Hungerkünstler
Kaum ein Intendant spricht Klartext zur wahren Situation der Theater, Opern und Philharmonien. Stattdessen werden längst überholte Spielpläne veröffentlicht. Die Kulturindustrie verharrt in Schockstarre. Ein Lagebericht.
Die Welt.de

Kulturszene während der Corona-Pandemie: Wie lange noch leere Ränge?
Appelle der Kulturschaffenden an die Politik nehmen zu, seitdem einige Branchen in Deutschland unter Auflagen wieder „hochfahren“ dürfen. Gefordert werden klare Perspektiven und Planungssicherheit für Theater und Orchester sowie eine Gleichbehandlung mit anderen Bereichen.
BR-Klassik.de

Corona-Soforthilfe in Bayern. Bessere Unterstützung für Künstler
Von der Corona-Krise sind viele freischaffende Künstler besonders hart betroffen. Musiker können nicht mehr auftreten und stehen plötzlich ohne Einnahmen da. Die Corona-Soforthilfe von Bund und Ländern unterstützt da nur bedingt. In Bayern gingen die Künstler zumindest bislang nahezu leer aus. Allerdings gibt es jetzt Grund zur Hoffnung.
BR-Klassik.de

Mailand
Oper: Scala-Mitarbeiter werden in Kurzarbeit geschickt
Der Kulturstill-Stand infolge der Coronavirus-Epidemie in Italien belastet die Mailänder Scala schwer. Die Mitarbeiter sollen nun in Kurzarbeit geschickt werden, berichtete die Tageszeitung „La Stampa“ (Mittwochausgabe). Verhandlungen per Videokonferenz zwischen dem Management des Opernhauses unter der Leitung von Ex-Staatsopernchef Dominique Meyer und den Gewerkschaften seien bereits im Gange.
Kurier

Kurzarbeit in Italiens Opernhäusern
https://www.diepresse.com/5803813/kurzarbeit-in-italiens-opernhausern

Angst vor Kultur-Tsunami: Lässt Frankreich seine Künstler im Stich?
Gelbwesten-Proteste, Streiks und nun Corona: Die jetzige Krise könnte Frankreichs schwer gebeutelte Kultur endgültig in die Knie zwingen. Viele befürchten eine Katastrophe. Statt effizienter Nothilfen verteilt die Regierung eher Almosen.
nmz.de

Niederösterreich/Waldviertel
Theatersommer an der Kippe: Schaden für die Region?
Niederösterreichische Nachrichten

Schweitzers Klassikwelt 3: Ein Rigoletto ruft herzzerreißend nach seiner Gilda
Während der Herzog inkognito in das Haus seines Hofnarren eindrang, rechnete ich mir aus, dass ich in der Pause vom Ring zum Gürtel wechseln könnte und noch zum zweiten Teil der „Vier Grobiane“ zurechtkäme. Doch als Rigoletto verzweifelt seine Tochter im Haus sucht, rief Paskalis – entgegen der Anweisung in der Partitur – so herzzerreißend nach seiner Gilda, dass ich mich entschloss zu bleiben. Wenn ein Künstler mich so zu ergreifen versteht, muss etwas dahinterstecken. Ich blieb also.
Lothar Schweitzer berichtet aus Wien.
https://klassik-begeistert.de/schweitzers-klassikwelt-3-klassik-begeistert-de/ „Die DONNERSTAG-PRESSE – 23. APRIL 2020“ weiterlesen

Glück auf für das Festival Verdi in Parma und Busseto: Verdi-Liebhaber hoffen auf das Musikevent im Frühherbst 2020

Titelfoto: Parma, Chiesa di San Francesco del Prato, (c) parmaincomingtravel.com

von Andreas Schmidt 

Wer Verdi liebt, der sollte mindestens einmal in seinem Leben zum Festival Verdi nach Parma und Busseto in Norditalien kommen.

In dieser krisengebeutelten und besonders leidgeplagten Region Emilia-Romagna soll vom 24. September bis zum 18. Oktober 2020 das 20. Festival Verdi stattfinden. Es wäre dem wunderbaren Festival und diesem wunderbaren Landstrich zu wünschen… Verdi-Liebhaber hoffen auf das Musikevent im Frühherbst 2020. „Festival Verdi 2020 in Parma und Busseto
Teatro Regio di Parma, Teatro Giuseppe Verdi di Busseto“
weiterlesen

Meine Lieblingsmusik, Teil 17: Mit „Ludwig van“ fing alles an – Beethovens 5. Klavierkonzert

„Trotz der wunderbaren Klavierkonzerte von Tschaikowsky, Schumann, Grieg und den Nummern 1 und 3 von Beethoven ist mir op. 37 das Liebste geblieben. Wie revolutionär die eröffnende Kadenz 1811 war, ist mir erst als Jugendlicher klargeworden.“

von Andreas Ströbl

Es dürfte im Sommer 1968 gewesen sein, als meine Eltern mit mir in unserem klapprigen R4 für einen Ausflug ins Augsburger Umland fuhren. Die Sonne strahlte, und ich trällerte auf der Rückbank das 2. Thema des 1. Satzes aus Beethovens 5. Klavierkonzert. Mein Vater war begeistert und forderte mich zur Wiederholung auf. Dem kam ich aufgrund kindlicher Verlegenheit nicht nach, aber die Erinnerung war gespeichert: Opus 37 in Es-Dur leuchtet für mich seitdem synästhetisch in hellem Orange. „Meine Lieblingsmusik, Teil 17: Beethovens 5. Klavierkonzert“ weiterlesen

Die MITTWOCH-PRESSE – 22. APRIL 2020

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die MITTWOCH-PRESSE – 22. APRIL 2020
Foto: © Enrico Nawrath, Lohengrin, Bayreuther Festspiele

Venedig ist nicht Bayreuth
Venedig will die Filmfestspiele trotz Corona-Krise durchziehen. Hätte man auch in Bayreuth und an anderen Festspielorten einfach nur abwarten müssen?
Wiener Zeitung

Baden-Baden
Berliner Philharmoniker und Festspielhaus Baden-Baden planen Fortsetzung der gemeinsamen Osterfestspiele
Die Baden-Badener Osterfestspiele sollen über das Jahr 2022 hinaus in künstlerischer Kooperation mit den Berliner Philharmonikern stattfinden. Der Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa und Andrea Zietzschmann, Intendantin der Stiftung Berliner Philharmoniker, unterzeichneten einen entsprechenden Letter of Intent, der die weitere Zusammenarbeit ermöglicht. Damit erhalten seit längerem kursierende Überlegungen eine Absage, wonach die Berliner Philharmoniker unter der künftigen Intendanz von Klaus Bachler in Salzburg zu den dortigen Osterfestspielen zurückkehren könnten.
Neue Zürcher Zeitung

Osterfestspiele: Berliner bleiben in Baden-Baden
Die Frage, wer in der Ära Bachler die Salzburger Osterfestspiele bestreiten wird, erhebt sich nach dem Hinauswurf Christian Thielemanns jetzt dringlicher.
Die Presse

Die Bühnen und die Coronakrise: Herr Amtsarzt, Ihr Auftritt!
Wenn die Abstandsregel zum Drama wird: Sollen die Theater jetzt wirklich ihre Produktionen uminszenieren?
Tagesspiegel

Geschichte des Opernbetriebs : In der Dunkelloge wird soupiert
Die oft totgesagte Oper ist nicht nur eine der langlebigsten, sondern auch eine der kostspieligsten Kunstformen. „Ohne Geld ka Musi“, wie man im hochsubventionierten „Musikland Österreich“ nur zu gut weiß. ….. Wenn der Hauptzweck der Institution Oper darin liegt, „Opern als Bühnenereignisse zu produzieren“, treten Komponisten und Musik naturgemäß in den Hintergrund. Es sind die Sänger, Impresarii, Theaterdirektoren, Mäzene …..
Frankfurter Allgemeine

Das Münchner Oktoberfest wurde schon gestern morgen kurz nach 9 Uhr  definitiv abgesagt!
U.W

Kulturtipps für daheim: Atelierbesuch 2.0 und Ute Lempers Wohnzimmer
Während der Krise liefern wir Ihnen täglich aktuelle Tipps und ausgewählte Evergreens für den Kulturgenuss zu Hause
Der Standard

Meine Lieblingsmusik – Teil 16: Zeitgemäße Musik. Der Soundtrack zur Krise II: deprimierende Monotonie … und ein Lächeln
Da sitzen wir nun in unseren Wohnungen. Gucken oder lesen manisch Nachrichten. Oder versuchen uns davon abzuschotten. Möchten raus, aber zweifeln an unausgegorenen Lockerungsversuchen. Wir hocken aufeinander. Oder wir sind allein. Auf jeden Fall werden die Nerven dünner und dünner. Zeit für ein paar passende Songs.
von Gabriele Lange, München
Klassik-begeistert

Klagelied über „höhere Gewalt“
„Das System ist eindeutig kaputt, und zwar seit Jahren.“
Bariton Seth Carico und Tim Ribchester, Coach und Dirigent, über die Lage für Freiberufler.
https://taz.de/Opernhaeuser-in-Corona-Krise/!5677071/

„Die MITTWOCH-PRESSE – 22. APRIL 2020“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 32: Wer jetzt kein Haus hat…

Foto: Staatsoper Unter den Linden, Berlin, © Gordon Welters

von Peter Sommeregger

Berlin leistet sich den Luxus von drei Opernhäusern, was zum Teil in der Stadtgeschichte begründet liegt. Die heutige Staats-, früher Hofoper Unter den Linden entstand in der Barockzeit, erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Charlottenburger Opernhaus von der damals noch selbständigen Kommune Charlottenburg erbaut, das wir heute unter dem Namen Deutsche Oper kennen. Was heute als Komische Oper firmiert, sind die Reste des ehemaligen Metropol-Theaters, das nach dem 2. Weltkrieg von der DDR als Opernhaus wieder eröffnet wurde. So viel zur Vorgeschichte der aktuellen Situation. „Sommereggers Klassikwelt 32: Wer jetzt kein Haus hat…
klassik-begeistert.de“
weiterlesen

Meine Lieblingsmusik, Teil 16: Zeitgemäße Musik – der Soundtrack zur Krise II: deprimierende Monotonie ... und ein Lächeln

Da sitzen wir nun in unseren Wohnungen. Gucken oder lesen manisch Nachrichten. Oder versuchen uns davon abzuschotten. Möchten raus, aber zweifeln an unausgegorenen Lockerungsversuchen. Wir hocken aufeinander. Oder wir sind allein. Auf jeden Fall werden die Nerven dünner und dünner. Zeit für ein paar passende Songs.

von Gabriele Lange

Heute ist wie gestern. Und morgen wird wie heute …

Nine Inch Nails – Every Day is Exactly the Same (2005)

I believe I can see the future
‚Cause I repeat the same routine
I think I used to have a purpose
But then again, that might have been a dream…

Die umstrittenen Lockerungen hin oder her – wir kommen nicht viel raus. Abwechslung heißt: Heute kochen wir was anderes. Wir machen den Spaziergang mal nach links, statt nach rechts. Wir beginnen ein neues Buch, eine neue Netflix-Serie, hören uns andere Musik an. Aber: Das Live-Konzert, das Bier zusammen danach, das gemeinsame Engagement im Verein oder der Partei, die Diskussion am Stammtisch, das Treffen mit Freunden, Tanzen, das Sportereignis, der Restaurantbesuch … Von einer Reise sollten wir besser nicht mal träumen. Auch nicht von „Monotonie unter Palmen“ (Ideal, 1982).

Ich flieg nach Tel Aviv zum Minimaltarif.
Ich fahr nach Eschnapur
Dem Tiger auf der Spur.
Ich flieg nach Babylon – Hotel mit Vollpension.
„Meine Lieblingsmusik, Teil 16: Zeitgemäße Musik – der Soundtrack zur Krise II
klassik-begeistert.de“
weiterlesen

Die DIENSTAG-PRESSE – 21. APRIL 2020

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
Die DIENSTAG-PRESSE – 21. APRIL 2020

klassik-begeistert.de berichtete als einziges unabhänigiges journalistisches Medium über die künstlerischen Darbietungen des Klassik-TV-Events des Monats April 2020:

„Wir spielen für Österreich“ ORF III und Wiener Staatsoper

Unter Corona-Beschränkungen: Opernstars geben intime Gala
Getrennte Auftritte, Pianist und Streichquartett in sicherer Distanz: Stars wie Anna Netrebko und Jonas Kaufmann sangen am Sonntagabend in einer Operngala – und baten um Solidarität.
Tagesspiegel

Netrebko sang vor leeren Reihen
Zumindest am Ende gibt es Beifall. Die Sängerin spendet ihn selbst. Die Frau in der Gardarobe klatscht leise in die Hände, haucht ihren Begleitern Luftbussis zu. Das war’s aber auch schon. Abgang, Abspann, Ende der TV-Übertragung.
Wiener Zeitung

Geisterkonzert der Weltstars: So waren Netrebko und Co in ORFIII
In Zeiten von Corona: „Wir spielen für Österreich“ aus dem RadioKulturhaus.
Kurier

Berliner Philharmoniker Das große Vielleicht
Was die Philharmoniker für 2020/21 planen
Selbst den hartnäckigsten Optimisten unter den Klassik-Fans fällt es ja mittlerweile schwer, Vorfreude auf die kommende Saison zu empfinden. Großartige Pläne haben die Berliner Philharmoniker für die Spielzeit 2020/21, das zeigt schon ein erster Blick in die am Montag veröffentlichte Vorschau. Doch solange wegen der Pandemie die aktuellen Abstandsregeln aufrechterhalten werden müssen, lässt sich nichts davon realisieren.
Tagesspiegel

10 Fragen an den Bassbariton und Bass Kammersänger Wolfgang Bankl: Entscheidend ist, dass ein Stück nicht seine Poesie verlieren darf
Wolfgang Bankl ist einer der führenden Bassbaritone im Richard-Strauss und Richard Wagner Fach. 1993 trat er dem Ensemble der Wiener Staatsoper bei, wo er auch die Partien des Graf Waldner (»Arabella«), Rocco (»Fidelio«), Mathieu (»Andrea Chénier«) und Baron Ochs auf Lerchenau (»Der Rosenkavalier«) gesungen hat. Die letztgenannte Rolle wurde in den vergangenen Saisonen für Wolfgang Bankl fast zu einem zweiten Ich, denn er sang die Partie nicht nur in Wien, sondern auch in einer Neueinstudierung an der Opéra national du Rhin in Straßburg, an der Semperoper Dresden unter der Leitung von Christian Thielemann, an der Oper Graz und an der Royal Danish Opera in Kopenhagen. . Wolfgang Bankl stammt aus Wien und absolvierte ursprünglich eine Ausbildung zum Geiger.
Interview: Dr. Charles E. Ritterband
Klassik-begeistert

Küss mich nicht, Kate: Kultur grübelt über Zukunft mit Corona-Einschränkungen
Wie es bei Bühnen, Kinos, Museen, Pop weitergehen kann.
Kurier

Salzburg
Am 1. Mai steht die neue Oper der Salzburger Kammeroper: „Gordon Safari“

Vor drei Tagen ging es los. Jetzt wird fünf Tage lang komponiert. In zehn Tagen ist Premiere. Die „schnellste“ Oper der Operngeschichte? Möglicherweise. Auch wenn es „nur“ eine Kammeroper wird, wie Gordon Safari betont. Premiere der Online-Oper Tag 47 ist am 1. Mai, dem Tag 47 der Corona-Beschränkungen.
DrehpunktKultur

Österreich
Lockerungen im Kulturbereich: Verwirrung statt Lösungen

Die Museen dürften ab Mitte Mai aufsperren – allerdings wollen die wichtigsten Kunstinstitutionen des Landes nicht
Der Standard

„Die DIENSTAG-PRESSE – 21. APRIL 2020“ weiterlesen

Schweitzers Klassikwelt 3: Ein Rigoletto ruft herzzerreißend nach seiner Gilda

von Lothar Schweitzer

Soll ich mir in der Wiener Volksoper Ermanno Wolf-Ferraris Oper „Die vier Grobiane“ anhören, die mir nur vom Opernführer her ein Begriff war, oder wieder einmal meine Verdi-Lieblingsoper „Rigoletto“ in der Wiener Staatsoper? Ich entschied mich für die zweite Option. Ich wollte Herbert Lackner als Sparafucile kennenlernen. „Schweitzers Klassikwelt 3
klassik-begeistert.de“
weiterlesen

"Komm, Hoffnung": Ausblick der Berliner Philharmoniker auf die Saison 2020/21

Foto: © Monika Rittershaus

„Komm, Hoffnung…“ singt Leonore im Fidelio und das nach Musik dürstende Publikum kann sich zumindest der Hoffnung hingeben, dass auch realisiert wird, was vorerst nur Ankündigung ist.

von Peter Sommeregger

Was für eine frohe, erwartungsvolle Stimmung an jenem April-Vormittag im Foyer der Berliner Philharmonie! Endlich ist Kirill Petrenko als neuer Chef des Orchesters im Amt und was er für die kommende Saison ankündigt, lässt hohe Erwartungen entstehen.

Ein Jahr ist dies nun her und statt Kirill Petrenko diesmal wieder live zu erleben, muss man mit einem Video Vorlieb nehmen, das auf der Website des Orchesters abrufbar ist. Aber auch in der diesmal so besonderen Situation findet der charismatische Dirigent den richtigen Ton. Er spricht dem Zuhörer Mut in dieser durch das Corona-Virus entstandenen Lage zu. Und er hat bereits eine wichtige Initiative ergriffen: Gemeinsam mit der Kulturpolitikerin Monika Grütters hat er die Schirmherrschaft über die Musiker-Nothilfe übernommen, einen Fond, der durch die gegenwärtig erzwungene Untätigkeit fast aller Musiker zu deren Unterstützung beitragen will. Persönlich hat er, mit gutem Beispiel vorangehend, bereits einen größeren Betrag gespendet. „Berliner Philharmoniker, Kirill Petrenko,
Vorschau Saison 2020/21“
weiterlesen

Mein Lieblingskonzert, Teil 15: Gustav Mahler, 1. Symphonie D-Dur

Wenn ich diese Symphonie höre, habe ich manchmal das Gefühl, dass diese eigene Welt dieser Symphonie ein einziges Paradies ist. Sie enthält einfach all die Musik, die mir in meinem Leben wichtig ist. Ganz vorne mit dabei: Der Mahler-Klang. 

Foto: Claudio Abbado, (c) https://www.gramilano.com/2014/01/great-italian-conductor-claudio-abbado-dies-80/

+++

Es ist schwer sich für eines zu entscheiden. Für das Lieblingsstück. Das eine, wofür man auf alle anderen Stücke verzichten würde.

Die Hammerklavier-Sonate, Tannhäuser, Dorfschwalben aus Österreich. Oder doch die Orchesterstücke op. 6 von Alban Berg? Die Liste meiner Lieblingsstücke, sie ist lang. Sehr lang. Seitenlang. Aber kaum ein Werk liegt mir so nahe wie die
1. Symphonie von Gustav Mahler. Sie wirkt wie eine Fusion der Musik, die mein musikalisches Leben so prägt: Beethoven 9, Parsifal, Volksmusik. Felder und Ländler. Wörthersee. Frittatensuppe. Und der Mahler-Klang.

von Johannes K. Fischer

Meine erste Begegnung mit dieser Symphonie war erst während meiner Studienzeit, als ich plötzlich das drängende Bedürfnis hatte, mal zur Abwechslung eine Mahler-Symphonie zu hören. Die Beethoven-Symphonien kannte ich seit Jahren auswendig, die Violinkonzerte von Mozart hatte ich alle schon selber gespielt. Nur Mahler war irgendwie komplett an mir vorbeigegangen. Also warf ich einen kurzen Blick auf den Spielplan der San Francisco Symphony, und auf dem Programm des nächsten Mahler-Konzerts stand seine 1. Symphonie. „Mein Lieblingskonzert, Teil 15: Gustav Mahler, 1. Symphonie D-Dur“ weiterlesen