Sommereggers Klassikwelt 104: Dem Dirigenten Fritz Busch zum 70. Todestag

Am 14. September sind es genau siebzig Jahre, dass der international berühmte Dirigent Fritz Busch in London einem Herzinfarkt erlag. Viel zu früh endete damit ein Künstlerleben, das nach Jahren der Emigration gerade wieder neue Höhepunkte ansteuerte.

von Peter Sommeregger

Der 1890 in Siegen geborene Sohn aus musikalischer Familie hatte zwei Brüder, Adolf und Willy, die sich ebenfalls der Musik verschrieben. Nach seinem Studium in Köln wurde er bereits mit 19 Jahren Kapellmeister in Riga, ab 1912 Musikdirektor in Aachen. Nach Jahren als Generalmusikdirektor beim Stuttgarter Staatsorchester dirigierte er 1924/25 in Bayreuth, 1927/28 in New York, 1929 in London. Der vorläufige Höhepunkt seiner Laufbahn war seine Verpflichtung als Opern- und Generalmusikdirektor an die Sächsische Staatsoper in Dresden, wo er 1922 die Nachfolge von Fritz Reiner antrat. Er wirkte dort äußerst erfolgreich, leitete die Uraufführungen von zwei Opern von Richard Strauss, „Intermezzo“ und „Ägyptische Helena“. „Sommereggers Klassikwelt 104: Dem Dirigenten Fritz Busch zum 70. Todestag“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 103: Fünf Tenorstars – Tod im September

von Peter Sommeregger

Es ist wohl nur Zufall, geschah auch in unterschiedlichen Jahren, aber es mutet seltsam an, dass fünf Tenöre der internationalen Spitzenklasse jeweils an einem 8., 9. oder 10. September starben. Sie alle verdienen, dass man sich ihrer erinnert. „Sommereggers Klassikwelt 103: Fünf Tenorstars – Tod im September
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Sommereggers Klassikwelt 102: Happy birthday, Julia Varady

Für das Label Orfeo ging sie auch mit ihrem Ehemann Dietrich Fischer-Dieskau des Öfteren ins Studio, wobei der Ehemann als Dirigent ein sensibler Begleiter seiner Ehefrau war.

von Peter Sommeregger (Text und Fotos)

Dass diese verehrte Künstlerin und Pädagogin an diesem 1. September ihren 80. Geburtstag feiert, will man gar nicht glauben. Ihr Charme und ihre persönliche Ausstrahlung lassen sie bis heute alterslos erscheinen.

Geboren 1941 im rumänischen Cluj als Tochter eines Ungarn und einer Siebenbürgen-Deutschen erhielt das musikalische Kind am Konservatorium ihrer Heimatstadt anfangs Violin-, später Gesangsunterricht. Noch vor dem Ende ihrer Ausbildung wurde die Sängerin an das Nationaltheater engagiert, wo sie etwa zehn Jahre lang Partien aus dem Sopran- und Mezzosopran-Fach sang. Nach dem Gewinn eines Wettbewerbes in Italien wurde Varady auch an westeuropäische Bühnen engagiert. Nach einem Gastspiel in Köln verpflichtete Christoph von Dohnanyi sie an das Opernhaus Frankfurt. In den folgenden Jahren teilte die Sängerin ihre Auftritte zwischen den Opernhäusern  in Frankfurt und Köln. „Sommereggers Klassikwelt 102: Happy birthday, Julia Varady“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 101: Gutenstein – ein (fast) vergessenes Juwel

Kulturell hat sich aber durch die seit 1993 im Bleichgarten stattfindenden Raimundspiele doch viel entwickelt. In einem Festzelt treten jeden Sommer bekannte Schauspieler in Theaterstücken Ferdinand Raimunds auf, seit 1995 finden jeden Sommer Meisterklassen für junge Musiker statt, die sich anschließend in Konzerten dem Publikum präsentieren. Sie ziehen ein interessiertes Publikum an, das sich von den durchschnittlichen Sommergästen früherer Zeit doch deutlich unterscheidet.

von Peter Sommeregger (Text und Fotos)

Die Marktgemeinde Gutenstein, im niederösterreichischen Voralpenland, nur etwa 70 Kilometer südwestlich von Wien gelegen, hat eine viel bedeutendere Geschichte, als man auf den ersten Blick meinen möchte. Die Baugeschichte der auf einem Hügel über dem Ort liegenden Burg, deren Ruine seit einigen Jahren in Teilen wieder aufgebaut wird, reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück, seit inzwischen knapp 400 Jahren ist sie Besitz des aus Spanien stammenden  Grafengeschlechts Hoyos, zuvor der Babenberger und Habsburger.

Das waldreiche Gebiet des Piestingtales war bereits im Mittelalter Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen, die unruhigen Zeitläufte schlugen sich auch in dieser so friedlichen Gegend nieder. Auch die Türken fallen im 16. Und 17. Jahrhundert in die Gegend ein, die wehrhafte Burg können sie jedoch nicht einnehmen. Seit dem späten 17. Jahrhundert wird auf dem so genannten Mariahilfberg ein Gnadenbild verehrt, bis heute pilgern fromme Katholiken zu der dort errichteten Wallfahrtskirche, von der aus man eine eindrucksvolle Ansicht des Schneebergs genießen kann.

Ab 1825 besucht der Wiener Dramatiker und Schauspieler Ferdinand Raimund Gutenstein regelmäßig und lässt sich auch eine Villa bauen, die bis heute existiert. In seinem Gefolge kommen zahlreiche Künstler des Biedermeier nach Gutenstein und verhelfen dem Ort so zu Popularität. Raimund findet auf dem Gutensteiner Bergfriedhof seine letzte Ruhe nach einem unruhigen und unsteten Leben. Sein Grab ist  heute eine touristische Attraktion.

Als Gutenstein 1877 einen Bahnanschluss erhält, ist dies der Beginn der Entwicklung des Ortes zu einer beliebten Sommerfrische, die vor dem ersten Weltkrieg eine erste Blüte erlebt. Wohlhabende Wiener Sommergäste lassen sich repräsentative Villen bauen, es entwickelt sich ein reges gesellschaftliches Leben, das die Großstädter und die Landbevölkerung in Kontakt bringt. Nicht wenige Ehen zwischen Einheimischen und Wiener Sommergästen kommen in der Folge zustande. Den ersten Weltkrieg übersteht Gutenstein unbeschadet, im zweiten verläuft die Front bei Kriegsende nahe dem Ort, es kommt zu Kampfhandlungen und Gutenstein wird von russischen Truppen besetzt. Nach deren endgültigem Abzug erlebt die Sommerfrische eine neue Blüte. Das 1905 im Jugendstil erbaute Schwimmbad ist eine der Attraktionen in einer Zeit, in der die Erwartungen der Sommergäste noch vergleichsweise bescheiden waren. Während der Sommermonate herrschte im Ort eine weltoffene, fast mondäne Atmosphäre. Es gibt Hotels, Geschäfte aller Art, Metzgereien und Bäcker, auf dem Mariahilfberg konkurrieren mehrere Gastwirte mit Fremdenzimmern und vorzüglicher Küche um die Sommergäste, auch private Quartiere im Ort sind jedes Jahr praktisch ausgebucht.

Der Niedergang der Sommerfrischen setzt schleichend ab den 1960er Jahren ein. Reisen nach Italien, Spanien und anderen Ländern sind auf einmal erschwinglich geworden, die Menschen wollen im Meer baden, etwas von der Welt sehen, die Bescheidenheit der Nachkriegsjahre ist endgültig größeren Ansprüchen gewichen. Im Fall von Gutenstein spielt auch das notorisch unsichere Wetter eine Rolle. Das Klima im Voralpenland kann  auch im Hochsommer rau sein, neben der Badehose sollte sich auch immer ein Pullover im Gepäck befinden.

Kulturell hat sich aber durch die seit 1993 im Bleichgarten stattfindenden Raimundspiele doch viel entwickelt. In einem Festzelt treten jeden Sommer bekannte Schauspieler in Theaterstücken Ferdinand Raimunds auf, seit 1995 finden jeden Sommer Meisterklassen für junge Musiker statt, die sich anschließend in Konzerten dem Publikum präsentieren. Sie ziehen ein interessiertes Publikum an, das sich von den durchschnittlichen Sommergästen früherer Zeit doch deutlich unterscheidet. Ferdinand Raimund hält gleichsam bis heute seine schützende Hand über sein geliebtes Gutenstein. In der ehemaligen Hofmühle Bienert (oh, diese Kipferl…) wurde ein Waldbauernmuseum eingerichtet, im dem man viel Interessantes über die Lebensweise der Landbevölkerung früherer Generationen erfahren kann.

Wirtschaftlich gibt es auch interessante Entwicklungen durch neu angesiedelte Unternehmen, so hat eine junge Unternehmerin die „tiny-house“-Bewegung aufgegriffen und produziert in Gutenstein diese dem Minimalismus huldigenden winzigen Holzhäuser, die sich immer größerer Beliebtheit erfreuen, und deren Herstellung nicht wenigen Menschen am Ort Arbeit gibt, die zum Teil dafür nach Gutenstein gezogen sind.

Besucht man Gutenstein heute, vermisst man im Gegensatz zu den 1950er- und 1960er-Jahren viel von der früheren Struktur. Die Hotels im Ortszentrum sind abgerissen oder zweckentfremdet, die schöne Kaffeehausterrasse des Hotels Pfeifenberger ist ebenso verschwunden, wie die vorzügliche Konditorei. Hat man wie ich den Ort noch voller Sommergäste in Erinnerung, kennt man noch die alten Läden, die heute leer stehen, so stellen sich traurige Gefühle ein. Bleibt man aber für ein paar Tage und stellt sich auf die heutigen Verhältnisse ein, so spürt man wieder den Geist des Ortes, der nicht verschwunden, sondern nur unserer Zeit angepasst ist. Die großen Trümpfe sind Gutenstein geblieben: die schier endlosen Wälder, die Burg, die nach Jahrhunderten bald wieder ein Dach erhält, die gute Luft, die viele Kilometer von jeder Verschmutzungsgefahr entfernt ist, das klare Wasser der Piesting, die Vielzahl seltener Wiesenblumen. Ist man auf den traditionellen Wanderwegen unterwegs trifft man oft stundenlang keinen Menschen, ein für gestresste Großstädter ungewöhnliches Ereignis.

Kürzlich saß ich  auf einer Bank am Kaisersteig, inmitten von Zyklamen und anderen Blumen, eine große Zahl von Schmetterlingen tanzte um mich herum. Lange konnte ich mich von dieser Idylle nicht losreißen, schließlich habe ich sie als wunderbare Erinnerung mitgenommen.

Peter Sommeregger, 23. August 2021, für
klassik-begeistert.de und klassik-begeistert.at

Sommereggers Klassikwelt 100: Siegfried Wagner – von der Schwierigkeit, Sohn zu sein

Ladas Klassikwelt (c) erscheint jeden Montag.
Frau Lange hört zu (c) erscheint jeden zweiten Dienstag.
Schweitzers Klassikwelt (c) erscheint jeden zweiten Dienstag.
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Peter Sommeregger

Der gebürtige Wiener Peter Sommeregger (Jahrgang 1946) besuchte das Humanistische Gymnasium. Er wuchs im 9. Gemeindebezirk auf, ganz in der Nähe von Franz Schuberts Geburtshaus. Schon vor der Einschulung verzauberte ihn an der Wiener Staatsoper Mozarts „Zauberflöte“ und Webers „Freischütz“ – die Oper wurde die Liebe seines Lebens. Mit 19 Jahren zog der gelernte Buchhändler nach München, auch dort wieder Oper, Konzert und wieder Oper. Peter kennt alle wichtigen Spielstätten wie die in Paris, Barcelona, Madrid, Verona, Wien und die New Yorker Met. Er hat alles singen und dirigieren gehört, was Rang und Namen hatte und hat – von Maria Callas und Herbert von Karajan bis zu Riccardo Muti und Anna Netrebko. Seit 26 Jahren lebt Peter in Berlin-Weißensee – in der deutschen Hauptstadt gibt es ja gleich drei Opernhäuser, die er auch kritisch rezensiert: u.a. für das Magazin ORPHEUS – Oper und mehr. Buchveröffentlichungen: „‘Wir Künstler sind andere Naturen’. Das Leben der Sächsischen Hofopernsängerin Margarethe Siems“ und „Die drei Leben der Jetty Treffz – der ersten Frau des Walzerkönigs“. Peter ist seit 2018 Autor bei klassik-begeistert.de.

Sommereggers Klassikwelt 100: Siegfried Wagner – von der Schwierigkeit, Sohn zu sein

Mit unermüdlichem Elan versorgt Peter Sommeregger die Leserinnen und Leser von klassik-begeistert.de wöchentlich mit persönlichen Kolumnen und Geschichten aus seiner Klassikwelt; beleuchtet Wesen und Wirken von Sängerinnen, Komponisten, Instrumentalisten, spürt Musikerbiographien und -Schicksalen nach, liefert Fakten, Schilderungen und Meinungen. Seine 100. Klassikwelt widmet er einem Komponistenspross, der zeit seines Lebens und bis heute im Schatten seines schwergewichtigen Vaters steht – zu Unrecht, findet Peter Sommeregger.

Als der einzige Sohn Richard Wagners, Siegfried, am 4. August 1930 während des Bayreuther Festspielsommers an den Folgen eines Herzinfarktes starb, war dies bereits der zweite schwere Verlust für die Familie Wagner in diesem Jahr. Erst am 1. April war Siegfrieds hoch betagte Mutter Cosima gestorben.

von Peter Sommeregger

Siegfried, der als Leiter der Festspiele und auch als Dirigent große Verantwortung für die dem Werk seines Vaters gewidmeten Richard-Wagner-Festspiele trug, wurde ein Opfer seiner Überarbeitung in jenem Jahr. Mit nur 61 Jahren endete so ein Leben, das, wenn auch im Schatten der Überfigur Richard Wagner, doch auch viele eigenständige Leistungen hervorbrachte. „Sommereggers Klassikwelt 100: Siegfried Wagner – von der Schwierigkeit, Sohn zu sein“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 99: Natalie Bauer-Lechner – Musikerin und Feministin

Foto: Portrait de Natalie Bauer-Lechner, © AKG images

Natalie Bauer-Lechner hat kein hohes Alter erreicht. Nach längerer Krankheit starb sie am 8. Juni 1921 im Haus ihres Bruders in Wien, gerade einmal 63 Jahre alt. Ihre Nähe zu Gustav Mahler hat ihr ein Stück Unsterblichkeit verliehen.

von Peter Sommeregger

Bereits vor hundert Jahren, am 8. Juni 1921, starb die Bratschistin und Feministin Natalie Bauer-Lechner in ihrer Heimatstadt Wien.

Die Tochter des Wiener Buchhändlers und Verlegers Rudolf Lechner zeigte früh musikalische Begabung und erhielt mit fünf Jahren ersten Geigen-Unterricht, ab ihrem 8. Lebensjahr besuchte sie das Wiener Konservatorium, an dem sie bis 1872 Violine und Klavier studierte. Ihre Entwicklung zur Musikerin wurde durch ihre frühe Heirat zeitweilig unterbrochen. Im Dezember 1875 heiratete die 17-Jährige den erheblich älteren, verwitweten Universitätsprofessor Alexander Bauer, der drei Töchter in die Ehe mitbrachte. Nach zehn Jahren endete diese Ehe in einer einvernehmlichen Scheidung. „Sommereggers Klassikwelt 99 : Natalie Bauer-Lechner – Musikerin und Feministin
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Sommereggers Klassikwelt 98: Erinnerung an Sir John Barbirolli

„Warner weiß sehr gut, was für Schätze sie in ihren Archiven hat, zu Barbirollis 50. Todestag im letzten Jahr legte die Firma eine große Zahl von Barbirollis Aufnahmen „remastered“ neu auf. Ein besonderes Highlight darunter ist die Einspielung der vier Brahms-Symphonien mit den Wiener Philharmonikern, eine Aufnahme die ich persönlich der Mitnahme auf die sprichwörtliche einsame Insel für würdig halte.“

von Peter Sommeregger

Obwohl er Kind italienischer Eltern war, ist sein Geburtsort 1899 London. Seine ursprünglichen Vornamen Giovanni Battista änderte er später in John und wurde damit endgültig zum Briten. Der Sohn einer Musikerfamilie verschrieb sich selbst früh der Kunst. Als Cellist erwarb er sich einen frühen Ruhm als Wunderkind, als Orchestermusiker sammelte er bereits wichtige Erfahrungen für seinen späteren Dirigentenberuf, er hatte noch unter dem legendären Sir Thomas Beecham gespielt. „Sommereggers Klassikwelt 98: Erinnerung an Sir John Barbirolli“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 97: 100 Jahre „Pippo“ Giuseppe Di Stefano

Wenn die Opernwelt in dieser Woche den 100. Geburtstag des Tenors Giuseppe Di Stefano feiert, lohnt ein Rückblick auf ein Leben, das keineswegs nur eine Geschichte von Triumphen und Erfolgen war.

von Peter Sommeregger

Der am 24. Juli 1921 in der Nähe von Catania auf Sizilien geborene Giuseppe besuchte ein Priesterseminar und überlegte ernsthaft, Priester zu werden. Die Freude am Gesang und sein offenkundiges Talent führten aber zielstrebig in Richtung einer Gesangsausbildung. Der Zweite Weltkrieg machte erst einmal alle Pläne zunichte, Giuseppe wurde Soldat, wurde aber schnell für Gesangsauftritte freigestellt, mit denen er die Truppe erfreute. Noch vor Kriegsende floh er in die Schweiz, wo er kurz interniert wurde, danach aber erste erfolgreiche Auftritte im Rundfunk hatte. Danach entwickelte sich seine Karriere geradezu  rasant. „Sommereggers Klassikwelt 97: 100 Jahre „Pippo“ Giuseppe Di Stefano“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 96: Carl Czerny – mehr als nur Etüden

„Klavierschüler, die an seinen Etüden verzweifeln, sollten vielleicht einmal seine großartigen Klavierkonzerte hören, die würden sie mit Sicherheit mit dem Pädagogen Czerny versöhnen!“

 von Peter Sommeregger

Der Nachruhm des in Mozarts Sterbejahr 1791 geborenen und am 15. Juli 1857 in seiner Geburtsstadt Wien verstorbenen Komponisten ist durchaus zwiespältig. Ganze Generationen von Klavierschülern haben schlechte Erinnerungen an das Üben mit Czernys Etüden, die generell als langweilig empfunden wurden. Darüber ist die Person Czerny und sein weit über Klavier-Etüden hinausgehendes Werk weitgehend in Vergessenheit geraten. „Sommereggers Klassikwelt 96: Carl Czerny – mehr als nur Etüden“ weiterlesen

Sommereggers Klassikwelt 95: Gustav Mahler, das lange verkannte Genie

Der 7. Juli ist der Geburtstag Gustav Mahlers, in diesem Jahr der 161. Den letztjährigen, runden konnte die Musikwelt aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht gebührend feiern.

von Peter Sommeregger

Betrachtet man den Lebensweg und den Nachruhm des 1860 im böhmischen Kalischt geborenen Sohnes eines jüdischen Weinbrenners und Gastwirtes, so muss man deutlich zwischen Mahlers Erfolg als Dirigent und Operndirektor, und der zögerlichen Rezeption seines kompositorischen Schaffens unterscheiden. „Sommereggers Klassikwelt 95: Gustav Mahler, das lange verkannte Genie“ weiterlesen