DIE MITTWOCH-PRESSE – 15. JULI 2026

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden

DIE MITTWOCH-PRESSE  – 15. JULI 2026

Szene aus „Alcina“ im Prinzregententheater © G. Schied 

München/Opernfestspiele
Alcina“ – Johanna Wehner inszeniert Händel bei den Opernfestspielen München
Audio von Jörn Florian Fuchs (4,55 Minuten)
deutschlandfunk.de

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Trotz überwältigender Musik fehlt am Ende ein Quäntchen

Tonhalle Düsseldorf, 11. Juli 2026

Foto © Susanne Diesner

Düsseldorfer Symphoniker
Alpesh Chauhan, Dirigent

Ilya Gringolts, Violine

Leoš Janáček – Sinfonietta für Orchester op. 60, 1926
Erich Wolfgang Korngold – Konzert für Violine und Orchester, D-Dur, op. 35, 1947
Ottorino Respighi – Fontane di Roma, 1916
Ottorino Respighi – Pini di Roma, 1924

von Daniel Janz

Vor der Sommerpause wollen es die Düsseldorfer Sinfoniker noch einmal krachen lassen. Gleich vier (hoffnungslos unterrepräsentierte) Werke stehen heute auf dem Programm und entlarven diesen Abend als Geheimtipp. Denn abgedroschene Klassiker sucht man heute vergeblich. Stattdessen sollen ungewöhnliche Mittel ein Erlebnis zaubern, das lange nachhallen will. Ist das ein Spiel, das aufgeht?

Die erste Hälfte ist Dauerhöhepunkt aber mit Abstrichen „Düsseldorfer Symphoniker, Ilya Gringolts
Tonhalle Düsseldorf, 11. Juli 2026“
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Die glorreichen Sieben: Alle Stimmen glänzen famos in Münchens Festspielpremiere Alcina

Jeanine De Bique als Alcina © Geoffroy Schied

Bravo! an die glorreichen Sieben. Der Stimmenst(r)ahl der Alcina/De Bique. Der Wahnsinns-Mezzo Ruggiero/Holiday. Morgana/Benoit mit einer Stimme so nah am Vibrato ohne Vibrato, das ist ganz große Klasse! Bradamante alias Ricciardo/Amereau dunkel funkelnd. Stimmen, die den Weg nach München lohnen!

Alcina
Dramma per musica in drei Akten (1735)
Komponist Georg Friedrich Händel

„Georg Friedrich Händel, Alcina
Prinzregententheater, München, 13. Juli 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 14. JULI 2026

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DIE DIENSTAG-PRESSE  – 14. JULI 2026

Viel Opulenz auf der Bühne: Szene aus dem „Holländer“ in Erl © Xiomara Bender

Erl
Der Mann ihrer Träume: „Der fliegende Holländer“ bei den Tiroler Festspielen
Wagner gehört einfach zum Erler Sommerprogramm. Regisseur Josef E. Köpplinger bietet dort einen handwerklich sehr versierten „Fliegenden Holländer“, Dirigent Asher Fisch eine teils klebrige Interpretation. Herausragend: Christopher Maltman in der Titelrolle.
MuenchnerMerkur.de „DIE DIENSTAG-PRESSE – 14. JULI 2026
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München: Pape und Nylund schmücken einen sonst durchwachsenen Fidelio

Bayerische Staatsoper, 12. Juli 2026

Bayerische Staatsoper – Nationaltheater © Wilfried Hösl

Fidelio
Musik von Ludwig van Beethoven

Libretto von Joseph Sonnleithner mit Revisionen von Georg Friedrich Treitschke nach Jean Nicolas Bouilly

Trotz der inzwischen langanhaltenden Schwitztemperaturen war auch dieser Repertoire-Fidelio in der Regie des umstrittenen Regisseurs Calixto Bieito nahezu ausverkauft. Zwar verteidigte ein prächtig aufgestelltes Team Wagner seine außerordentliche gesangliche Extraklasse, ein wirklich überzeugender Fidelio gelang der Bayerischen Staatsoper aber nicht.

von Johannes Karl Fischer

„Ludwig van Beethoven, Fidelio
Bayerische Staatsoper, 12. Juli 2026“
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DIE MONTAG-PRESSE – 13. JULI 2026

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Festspielhaus Erl © Festspiele Erl

Erl/Tirol
Maritimes bei den Tiroler Festspielen: Stars im „Fliegenden Holländer“
Sendung „Fazit“. Audio von Jörn Florian Fuchs (8,31. Min.)
deutschlandfunkkuktur.de

Erl
Weltklasse in Ton und Bild: „Der fliegende Holländer“ in Erl
Bei den Tiroler Festspielen fesselt die Inszenierung von Josef. E. Köpplinger genauso wie Christopher Maltman in der Titelpartie. Tirol liegt bekanntlich nicht am Meer. Wenn man aber aus deutschen Landen ins Unterinntal reist, dann begrüßt einen da eine riesige Welle aus Beton: das Passionsspielhaus in Erl. In diesem Sommer hat hier der fliegende Holländer Obdach gefunden. Dabei handelt es sich nicht um einen Touristen aus den Niederlanden, der zum Paragliding angereist ist, sondern um einen kreuzunglücklichen Untoten, der seit Ewigkeiten die Meere befährt. Bei seinen seltenen Landgängen sucht der Leidgeplagte sein Heil in Person einer Frau, die ihm ewige Treue schwört.
DerStandard.at „DIE MONTAG-PRESSE –13. JULI 2026
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Der Hamburger Ballettgarten blüht und gedeiht

John Neumeier inmitten des Ensembles der Ballettschule (Foto: RW)

Immer wieder beeindruckte, mit welcher Disziplin und Leistungsbereitschaft diese jungen Menschen ihr Bestes gaben, und unter den Größeren zeigten sich bereits zahlreiche Talente, die wir irgendwann einmal wieder auf der Bühne sehen werden.

Erste Schritte: Im Tanz mit Prokofjew, Protos Choros, aus Spring and Fall, Ruska, Yondering

Ballettschule Hamburg Ballett

51. Hamburger Ballett-Tage, 22. Juni 2026
Musik vom Band

von Dr. Ralf Wegner

Nicht die gut 30 allerkleinsten Tänzerinnen und Tänzer der Vorschulklassen füllten zunächst die Bühne der Hamburgischen Staatsoper, sondern 112 Schülerinnen und Schüler der sechs Ausbildungs- der nachfolgenden zwei Theaterklassen.

Für sie hatten sich die Lehrkräfte Carolina Borrajo, Kevin Haigen, Gigi Hyatt, Elizabeth Loskavio, Janusz Mason, Christian Schön und Anna Urban eine Uraufführung zur Musik von Sergej Prokofjew ausgedacht. Allein das war schon von der Koordination auf der Bühne eine Meisterleistung. Immer wieder beeindruckte, mit welcher Disziplin und Leistungsbereitschaft diese jungen Menschen ihr Bestes gaben, und unter den Größeren zeigten sich bereits zahlreiche Talente, die wir irgendwann einmal wieder auf der Bühne sehen werden, wenn auch nicht alle in der Hamburgischen Staatsoper, sondern auch in den anderen Balletthäusern auf der Welt. „51. Hamburger Ballett-Tage, Ballettschule Hamburg Ballett
Hamburgische Staatsoper, 22. Juni 2026“
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Schostakowitsch und Brahms fesseln in der Glocke

Bremer Philharmoniker im Bibelgarten der Glocke © Hannes von der Fecht

12. Philharmonisches Konzert „Neue Bahnen“

Schostakowitschs packend ausgeführte Stimmungsambivalenz trifft auf opulente Klangfarbigkeit energiestrotzender Brahms-Sinfonik

Dmitrij Schostakowitsch  Violinkonzert Nr.1 a-Moll op. 77
Johannes Brahms  Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Vadim Gluzman  Violine
Marko Letonja  Dirigat

Die Bremer Philharmoniker

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 22. Juni 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Schönstes Sommerwetter herrscht am Tag nach Mittsommer in Bremen. Doch diese Leichtigkeit des Seins sucht man eher vergeblich im letzten Saisonkonzert der Bremer Philharmoniker. Vielmehr verbreiten schon eingangs die ersten dunklen Streicherklänge des Violinkonzerts von Dmitrij Schostakowitsch eine nocturnale, deutlich melancholisch gefärbte Stimmung.

Solist Vadim Gluzmann bleibt mit seinem Violinpart anfangs zumeist unaufgeregt. Sein Spiel klingt nahezu wie beiläufig; es gibt allenfalls kurzzeitig angedeutet dramatische Einwürfe, wird dann aber zunehmend deutlich aufgewühlter. Wie bei vielen von Schostakowitschs Werken erschließt sich deren Bedeutungsinhalt auch diesmal am ehesten aus den diffizilen Lebensumständen des Komponisten, der sich unter dem politischen Druck der Stalin-Ära jahrelang in einer Art Ausnahmezustand befand. Sein Violinkonzert ist so etwas wie ein Psychogramm jener Zeit. „12. Philharmonisches Konzert
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 22. Juni 2026“
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Beseelte Klänge schmeicheln im Kühlhaus

Intonations 2026 © Monika Rittershaus

Eindrücke vom Abschlusskonzert des Intonations-Festivals

Das von Elena Bashkirova 2012 gegründete Intonations-Festival hat seinen ganz eigenen Charme. Die schlichten kostenlosen Programmzettel und eine Folge von Stücken, zwischen denen es keinerlei Berührungspunkte gibt, erinnern mich an die Vortragsabende an der Berliner Musikhochschule in meiner Studienzeit. Nur dass sich hier unter den Mitwirkenden nebst Bashkirova Prominente wie Martha Argerich, Daniel Barenboim oder Dorothea Röschmann finden, und Instrumental- und Vokalmusik nebeneinandersteht.

Kurt Weill    5 ausgewählte Lieder

Ludwig van Beethoven    Violinsonate Nr. 7 op. 30/2

Fritz Kreisler
Liebesleid
Schön Rosmarin

Ausgewählte armenische Volkslieder

Felix Mendelssohn Bartholdy
Streichoktett op. 20

Berlin, Kühlhaus, 14. Juni 2026

Von Kirsten Liese

Dass an sämtlichen vier Tagen die legendäre Martha Argerich von der Partie sein sollte, ist freilich ein besonderes Novum. Allzu gerne hätte ich sämtliche Konzerte mit ihr besucht, aber aus zeitlichen Gründen war mir leider nur das Abschlusskonzert vergönnt. „„INTONATIONS“ Chamber Music Festival 2026, Abschlusskonzert, Kühlhaus, Berlin
klassik-begeistert.de, 14. Juni 2026“
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Der RING nach der Götterdammerung in Wien: Dies ist ein eindrucksvolles Gesamterlebnis

© Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Die Götterdämmerung in Wien: Der letzte Tag der Götter

Von Kathrin Schuhmann

Am Ende des Siegfried schien für einen kurzen Moment alles möglich. Der Held hatte die Feuerwand durchschritten, Brünnhilde erweckt und die Liebe entdeckt. Doch wer glaubte, Wagner würde seinen Figuren ein Happy End gönnen, wurde in der Götterdämmerung eines Besseren belehrt. Was im Rheingold mit einem gestohlenen Goldschatz begann, fand nun seinen unausweichlichen Abschluss. „Richard Wagner, Götterdämmerung, Wiener Staatsoper
klassik-begeistert, 15. Juni 2026“
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