Mélissa Petit (Contessa di Folleville), Ensemble, Tänzer·innen © SF/Monika Rittershaus
Il viaggio a Reims bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2026
Mit Il viaggio a Reims eröffnet Barrie Kosky im Haus für Mozart bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2026 einen Opernabend, der die selbstreflexive Anlage von Rossinis Werk konsequent freilegt. Bereits Rossinis Oper selbst erscheint als ein Spiel über die Oper, über theatrale Rollenbilder und über die Künstlichkeit musikalischer Darstellung. Die ursprüngliche Handlung, in der eine Gruppe adeliger Gäste aus verschiedenen europäischen Nationen zur Krönung des französischen Königs Karl X. nach Reims reist, wird in Koskys Inszenierung in eine Geburtstagsgala der fiktiven Gesangsdiva La Ceci verwandelt. Dadurch tritt der historische Bezug stärker in den Hintergrund, während die Oper noch deutlicher als bewusst künstlich konstruierte Theaterwelt erscheint, in der Gesellschaftsbild, Musiktheater und Selbstreflexion ineinandergreifen.
Gioachino Rossini (1792 – 1868)
IL VIAGGIO A REIMS ossia L’ALBERGO DEL GIGLIO D’ORO
Dramma giocoso in einem Akt (1825)
Libretto von Luigi Balocchi, teilweise basierend auf dem Roman Corinne, ou l’Italie von Madame de Staël
Musikalische Leitung Gianluca Capuano
Regie Barrie Kosky
Bühne Rufus Didwiszus
Kostüme Victoria Behr
Licht Franck Evin
Dramaturgie Christian Arseni
Haus für Mozart, Salzburg, 25. Mai 2026
von Getong Feng
Am 22. Mai 2026 feierte Il viaggio a Reims in der Regie von Barrie Kosky im Haus für Mozart bei den Salzburger Pfingstfestspiele eine erfolgreiche Premiere. „Gioachino Rossini, Il viaggio a Reims, Regie Barrie Kosky
Haus für Mozart, Salzburg 25. Mai 2026“ weiterlesen
