Lise Davidsen setzt ihren Weg an die Weltspitze fort

CD-Besprechung:

Dass sie ausschließlich auf Verdi fokussiert ist, entspricht ihrem aktuellen und zukünftigen Repertoire, gleichzeitig ist es ein Statement gegen die Vereinnahmung als hochdramatische Wagnersängerin.

Lise Davidsen
Verdi

London Philharmonic Orchestra
Edward Gardner

Decca 487 2241

von Peter Sommeregger

„Lise Davidsen, Verdi, London Philharmonic Orchestra, Edward Gardner
klassik-begeistert.de, 13. September 2026“
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ARD-Streichquartettfinale: Das Viatores Quartet setzt Maßstäbe 

ARD Viatores Katarina Fugue ARD 2026 © Daniel Delang

Bei der nunmehr 75. Auflage des ARD-Musikwettbewerbs gewinnt das Viatores Quartet den ersten Preis; das Katarina String Quartet und Quartet Fugue erhalten jeweils einen dritten, einen zweiten Preis vergibt die Jury nicht. Insbesondere mit dem Viatores Quartet erlebt man in München eine kammermusikalische Sternstunde. 

Prinzregententheater München, 12. September 2026

von Willi Patzelt

„75. Auflage des ARD-Musikwettbewerbs
Prinzregententheater München, 12. September 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 29: Hector Berlioz – Requiem (1837)

Foto: Wikipedia Hector Berlioz by Pierre Petit

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Es gibt Werke, die überzeugen durch Schlichtheit, einfachen Tonsatz, und eingängige Melodien. Und dann gibt es Werke, die am Gigantischen kratzen, die in Orchestergröße, Aufbau, Gestalt und Ausdruck das Maximale herausholen wollen. Bei manchen, wie der einen oder anderen Mahler-Sinfonie, gelingt das auch in atemberaubender Weise. Ebenfalls Wagner, Strauss und Schostakowitsch seien hier lobend erwähnt! Dann gibt es aber auch Werke, die in ihrer puren Bombastik erschlagen, ins Chaos abdriften oder sich in Effekten verlieren, anstatt ihre Ressourcen gekonnt auszuspielen. Eine Tendenz, die nicht erst seit der Neuen Musik besteht: Ein früheres Beispiel dafür ist das Requiem von Hector Berlioz. „Daniels Anti-Klassiker 29: Hector Berlioz – Requiem (1837)
klassik-begeistert.de, 14. September 2026“
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Martin Stadtfeld: „Meer müsste er heißen“

Fotos: Martin Stadtfeld (c) Kristin Niemann

Sendesaal Bremen +++ Eröffnung Konzertsaison +++ 12. September 2026

Der  Pianist Martin Stadtfeld präsentiert Bachs Goldberg-Variationen als imponierend opulentes Gesamtkunstwerk

Zur Eröffnung der Konzertsaison im Bremer Sendesaal, der mit seiner außergewöhnlich guten Akustik das optimal passende Ambiente bietet, hat Pianist Martin Stadtfeld, ein in jeder Hinsicht kompetenter Interpret der Goldberg-Variationen, seinen Platz am großen Flügel eingenommen. Bereits als 22-Jähriger hat er anno 2003 dieses lange Zeit als mehr oder weniger unspielbar gehaltene Werk eingespielt. Und man spürt vom ersten Ton an, dass er längst jede einzelne Note, jede Nuance verinnerlicht hat.

Johann Sebastian Bach   Clavier Übung bestehend in einer ARIA mit verschiedenen Veraenderungen vors Clavicimbal mit zwei Manualen („Goldberg-Variationen“) BWV 988

Martin Stadtfeld   Klavier

von Dr. Gerd Klingeberg

„Martin Stadtfeld Klavier, Bachs Goldberg-Variationen
Sendesaal Bremen, 12. September 2026“
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Daniels Anti-Klassiker 28: Samuel Barber – Adagio for Strings (1938)

Höchste Zeit sich als Musikliebhaber einmal neu mit der eigenen CD-Sammlung oder der Streaming-Playlist auseinanderzusetzen.

Dabei begegnen einem nicht nur neue oder alte Lieblinge. Einige der so genannten „Klassiker“ kriegt man so oft zu hören, dass sie zu nerven beginnen. Andere haben völlig zu Unrecht den Ruf eines „Meisterwerks“. Es sind natürlich nicht minderwertige Werke, von denen man so übersättigt wird. Diese teilweise sarkastische, teilweise brutal ehrliche Anti-Serie ist jenen Werken gewidmet, die aus Sicht unseres Autors zu viel Beachtung erhalten.

von Daniel Janz

Auch das zwanzigste Jahrhundert hat Orchesterkompositionen zu bieten, die abseits von Film- und Fernsehmusik massentauglich wirksam wurden. Ein Kunstwerk, das nicht vielen Stücken und Künstlern gelang, folgen viele der Kompositionen ab 1920 doch dem Ideal des „Fortschritts“ und opfern dafür bis heute wirksame Mechanismen, wie Wiedererkennbarkeit, Wiederholung oder melodische Eingängigkeit. Gibt es dann doch einmal Stücke, die sich auf traditionellere Wurzeln beziehen, stechen sie schnell als „Hits“ heraus. Einer ebenjener Hits ist ein Stück, dass sicher jeder Lesende hier schon einmal gehört hat: Das Adagio for String von Samuel Barber, laut BBC 2004 auch als das „traurigste Klassikstück der Welt“ bekannt.

„Daniels Anti-Klassiker 28: Samuel Barber – Adagio for Strings (1938)
klassik-begeistert.de, 13. September 2026“
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DIE SAMSTAG-PRESSE – 12. SEPTEMBER 2026

Elsa Dreisig mit Florian Sempey als Graf © Wr. Staatsoper/Marcel Urlaub

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SAMSTAG-PRESSE – 12. SEPTEMBER 2026

Fr., 11. September 2026: WIEN (Staatsoper): Francesco Cilèa, Adriana Lecouvreur
Vor einer halben Ewigkeit, nämlich am 22. Februar 2014, habe ich Francesco Cilèas „Adriana Lecouvreur“ kennengelernt und gleich auf meinem Opernfriedhof begraben – aber jetzt nach über zehn Jahren hat mich die Neugierde doch wieder übermannt, sodass ich einen Friedhofsbesuch unternommen habe. Und naja, diesmal habe ich einen etwas besseren Eindruck als 2014 gewonnen, denn manche Stellen (wie die lange Orchesterpassage am Ende des zweiten Aktes) geben etwas her. Nichtsdestoweniger ist das Stück nach wie vor eine 08/15-Verismo-Oper, die mich oft an Giordanos „Andrea Chénier“ erinnert, ohne aber dessen musikalischen Reichtum und zugespitzte Dramaturgie zu erreichen. Dass heute Marco Armiliato dirigierte, tat meinem Eindruck vom Werk bestimmt gut, denn Armiliato ist und bleibt der beste Mann für italienische Opern.
forumconbrio.com

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Tugan Sokhiev ist der richtige Mann für diese Tournee mit den Wiener Philharmonikern

Berliner Festspiele, Wiener Philharmoniker © Fabian Schellhorn

Es ist selbst für ein Spitzenorchester wie die Wiener Philharmoniker kein Leichtes, in der mittleren Generation Dirigenten aufzuspüren, die sich als Nachfolger von Altmeistern aufbauen lassen, wenn diese früher oder später einmal die Bühne verlassen haben werden.

Der Russe Tugan Sokhiev, der sich unter anderem als Chefdirigent des Deutschen Symphonie Orchesters Berlin (2012-2016) einen Namen machte, bis zum Ukraine-Krieg 2022 das Moskauer Bolschoi leitete, ist einer, der berechtigte Hoffnungen schürt.

Antonin Dvořák: Konzert für Violine und Orchester a-moll op. 53

Sergej Prokofjew: Romeo und Julia, Ballett op. 64, Sätze aus der Suite Nr. 1 und 2

Hilary Hahn, Violine
Wiener Philharmoniker
Leitung: Tugan Sokhiev

Philharmonie Berlin, 9. September 2026

von Kirsten Liese

„Hilary Hahn, Violine, Wiener Philharmoniker, Tugan Sokhiev
Philharmonie Berlin, 9. September 2026“
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Die Amerikaner und der Franzose legen einen fulminanten Saisonstart hin

Archiv Manfred Honeck © Pittsburgh Symphony Orchestra / Edward DeArmitt

Auf Tourneebesuch in Wien waren das Pittsburgh Symphony Orchestra mit ihrem Chefdirigenten Manfred Honeck. Dazu gesellte sich noch der unvergleichliche Pianist  Alexandre Kantorow. Und gleich zu Saisonbeginn lieferten sie alle eine Vorlage, wo es für andere Ensembles und Solisten schwierig wird, diese zu erfüllen oder gar zu übertreffen.

Johannes Brahms: Klavierkonzert Nr. 1 in d-moll op. 15
Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 5 d-moll op. 47

Pittsburgh Symphony Orchestra
Alexandre Kantorow, Klavier
Manfred Honeck, Dirigent

Wiener Konzerthaus, 10. September 2026

von Herbert Hiess

„Pittsburgh Symphony Orchestra, Honeck, Kantorow
Wiener Konzerthaus, 10. September 2026“
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DIE FREITAG-PRESSE – 11. SEPTEMBER 2026

Don Carlo, Stikhina © Wiener Staatsoper / Marcel Urlaub

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE – 11. SEPTEMBER 2026

7.9.26, „Don Carlo“, Staatsoper, „Willkommen im Kostüminstitut“
Eine Saison lang hat sie pausiert, jetzt ist sie wieder da: Die Wiener Staatsoper hat Kirill Serebrennikovs Umdeutung von Giuseppe Verdis „Don Carlo“ auf den Spielplan gesetzt. Programmatisch wurde am Freitag damit sogar die Saison eröffnet. Die zweite Vorstellung folgte am Montag – dieser sind die nachstehenden Anmerkungen gewidmet.
operinwien.at

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Diese Bruno-Walter-Edition enthält eine Vielzahl historischer Schätze

CD-Besprechung:

Pünktlich zu seinem 150. Geburtstag veröffentlicht das Label Warner eine 20 CDs umfassende Edition der historischen Aufnahmen des Jahrhundert-Dirigenten Bruno Walter.

Bruno Walter
Complete

Warner Classics
remastered Edition

Warner 5021732408907

von Peter Sommeregger  „150. Geburtstag Bruno Walter – Complete
klassik-begeistert.de, 10. September 2026“
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