Das Ensemble von Sofia Gubaidulinas Hommage à T. S. Eliot beim Schlussapplaus © GregoryGiakis
Das Spannungsfeld zwischen deutschem Lied aus dem 19. Jahrhundert und Kompositionen aus den letzten 75 Jahren ist ein interessantes. Im moderneren Teil bin ich deutlich angefasster. Was die Qualität des älteren Teils nicht schmälert. Es zeigt mir einmal mehr, wie spannend und aufregend zeitgenössische Musik ist. Meine emotionale Kurve geht im Verlauf des Abends steil nach oben. Das ensemble oktopus flasht mich mit den beiden letzten Kompositionen von Chiung-Wen Hsus und Sofia Gubaidulina. Mega.
A – LOUIS SPOHR
2., 1., 4. aus Sechs deutsche Lieder, op. 103 (1837)
B – JOSEPH HAYDN
153., 3., 10. aus: A select Collection of Original Welsh Airs, Hob. XXXIb (1800-1805)
C – FRANZ SCHUBERT
Der Hirt auf dem Felsen, D 965 (1828)
D – LOUIS SPOHR
5., 4., 6. aus Sechs Gesänge für mittlere Stimme, op. 154 (1855)
E – LUDWIG VAN BEETHOVEN
16., 13., 3., 2. aus Scottish songs op. 108 (1815-1818)
F – HANS KRÁSA
Tři písně na verše Arthura Rimbauda (1943)
G – CHIUNG-WEN HSU
Der Schlaf (2025, UA)
H – SOFIA GUBAIDULINA
Hommage à T. S. Eliot
Hochschule für Musik und Theater München (HMTM), 30. April 2026
von Frank Heublein
An diesem Abend wird im Hauptgebäude der Musikhochschule München im großen Konzertsaal ein Konzert gegeben, dass die Liedklassen der Professoren Christian Gerhaher und Gerold Huber, die Instrumentalisten der Barockabteilung und das sich der zeitgenössischen Musik widmende ensemble oktopus der Leiterin Konstantia Gourzi zusammenführt. Im ersten Teil werden Lieder und Volkslieder für kleine Ensembles aus dem Beginn des 19. Jahrhunderts gesungen. Im zweiten Teil zwei Kompositionen aus dem 20. Jahrhundert und es gibt – wie so häufig bei den Auftritten des ensemble oktopus – eine Uraufführung. „Impression 3, »Vokale Kammermusik«, ensemble oktopus
Hochschule für Musik und Theater München, 30. April 2026“ weiterlesen