DIE MITTWOCH-PRESSE – 21. OKTOBER 2026

Daniele Gatti © Markenfotografie

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE MITTWOCH-PRESSE – 21. OKTOBER 2026

Dresden/Semperoper
Dresden: „Mein Gott, wie spielen die denn!“
Daniele Gatti und die Staatskapelle Dresden hatten zu Mahlers 10. Sinfonie eingeladen. Diese Aufführung fand im Rahmen des Mahler-Zyklus statt. Ausgewählt wurde die Fassung von Deryck Cooke. Gatti bezeichnet diese Fassung als „die, dem Werk gegenüber hingebungsvollste“. Mahler konnte dieses Werk selber nicht vollenden. Er starb im Jahre 1911, vor der Fertigstellung seiner Sinfonie.
Von Henriette Müller
Klassik-begeistert.de

„DIE MITTWOCH-PRESSE – 21. OKTOBER 2026
klassik-begeistert.de, 21. Oktber 2026“
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Hai-Kyung Suh: „Beim Busoni-Wettbewerb wusste man nicht mal, wo Korea liegt“, Teil I

© Kwi Sub Park

Die Pianistin Hai-Kyung Suh gehört zu den gefeierten Künstlern der letzten Jahrzehnte. Als eine der ersten koreanischen Musikerinnen, die in Europa und den USA reüssierten, errang sie Spitzenpreise beim Busoni-Wettbewerb und beim ARD-Musikwettbewerb, spielte zahlreiche Aufnahmen für die Deutsche Grammophon und Decca ein und kehrte nach einer Krebserkrankung, die ihr Leben und ihre Laufbahn beinahe beendet hätte, auf die großen Bühnen wie den Barbican Center, den Seoul Arts Center, der Berliner Philharmonie und der Carnegie Hall, wo sie im Oktober dieses Jahres ein von Publikum und Presse umjubeltes Solorezital spielte, zurück.

Im ersten Teil unseres Interviews spricht sie über ihre musikalischen Anfänge beim Besuch der Kasernen Südkoreas, Familiendruck und über die Carnegie Hall.  

Johannes Karl Fischer im Interview mit Hai-Kyung Suh, Teil I

klassik-begeistert: Frau Suh, Sie sind inzwischen seit sechzig Jahren Musikerin. Können Sie sich noch an Ihre erste Begegnung mit Musik und dem Klavier erinnern?

„kb im Gespräch mit der Pianistin Hai-Kyung Suh, Teil I
klassik-begeistert.de, 21. Oktober 2026“
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Geoffroy Couteau erobert Bachs Goldberg-Variationen

Wie verleiht man seinem künstlerischen Leben neue Impulse, nachdem man soeben das gesamte Klavierwerk von Johannes Brahms aufgenommen hat? Geoffroy Couteaus Antwort ist so konsequent wie respektgebietend: Er besteigt den Everest. Bachs Goldberg-Variationen. Ein Gipfel, den fast jeder Pianist irgendwann im Blick hat – und den nur wenige ohne Selbstinszenierung erklimmen.

Johann Sebastian Bach
Goldberg Variationen BWV988

Geoffroy Couteau, Klavier

La Dolce Volta, LDV154

von Dirk Schauß

Warum gelten die Goldberg-Variationen eigentlich als so schwer? Es ist nicht in erster Linie die pure Fingertechnik, auch wenn es daran keineswegs mangelt. Die eigentliche Herausforderung liegt in der Kombination aus struktureller Komplexität, ausdauernder Konzentration und interpretatorischer Demut.

„Johann Sebastian Bach, Goldberg Variationen, Geoffroy Couteau, Klavier
klassik-begeistert.de, 20. Oktober 2026“
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Klein beleuchtet kurz 79: Nach 12 Minuten ist hier erst einmal Pause – und dann sehen wir mal weiter in der Elbphilharmonie

Gustavo Dudamel und das New York Philharmonic; Foto Patrik Klein

Gustavo Dudamel, einer der teuersten und in Europa nicht ganz unumstrittenen Dirigenten, pinselt Mahlers 5te mit dem New York Philharmonic auf die Leinwand, dass es nur so spritzt.

Elbphilharmonie Hamburg, 18. Oktober 2026

New York Philharmonic
Dirigent: Gustavo Dudamel

Tania León
Imágenes Mestizas

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

von Patrik Klein

Sicher ein Novum in der 10-jährigen Geschichte der Elbphilharmonie:

Nach einem 12-minütigen! für mich, sorry, eher belanglosen Opener der Komponistin Tania León gab es eine 30-minütige Pause – ich musste in viele ratlose Gesichter sehen – „Schatz, ist schon Pause? Das ging aber schnell … und nun fix raus an die Häppchen!“

„Klein beleuchtet kurz 79: Nach 12 Minuten ist hier heute erst einmal Pause
Elbphilharmonie Hamburg, 18. Oktober 2026“
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Thomas Guggeis zelebriert Mahlers Zweite als Klangspektakel

© Tibor Florestan Pluto

Alte Oper Frankfurt am Montagabend. Gustav Mahlers zweite Sinfonie steht auf dem Pult, jene monumentale Auferstehungssinfonie, die sich vom bodenlosen Entsetzen einer existenziellen Trauerfeier bis zum transzendenten Jauchzen des Finales emporarbeiten will. Thomas Guggeis leitet das Frankfurter Opern- und Museumsorchester. Man blickt auf einen massiven Apparat aus vierchöriger Vokalherrlichkeit, bestehend aus dem Cäcilienchor, dem Figuralchor, der Frankfurter Kantorei sowie der Frankfurter Singakademie. Ein gewaltiges Aufgebot auf dem Podium, das akustische Großtaten verspricht. Die Erwartungshaltung im vollen Haus vibriert spürbar.

Alte Oper, 19. Oktober 2026

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 2 c-Moll „Auferstehungssinfonie“

Nombulelo Yende,  Sopran
Corinna Scheurle,  Mezzosopran

Cäcilienchor Frankfurt
Figuralchor Frankfurt
Frankfurter Kantorei
Frankfurter Singakademie

Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Thomas Guggeis,  musikalische Leitung

von Dirk Schauß

„Gustav Mahler, Sinfonie Nr. 2 c-Moll „Auferstehungssinfonie“, Thomas Guggeis
Alte Oper, 19. Oktober 2026“
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DIE DIENSTAG-PRESSE – 20. OKTOBER 2026

Die Meistersinger von Nürnberg © Sandra Then

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DIE DIENSTAG-PRESSE – 20. OKTOBER 2026

Düsseldorf
Ein musikalisch großartiger Meistersinger-Opernabend – die Inszenierung verstört
Wer eine Aufführung der Meistersinger von Nürnberg besucht, erwartet im Gegensatz zu den anderen Werken Wagners eher leichte Kost. Der Tod herrscht hier nicht. Vielmehr verbreitet die Oper Zuversicht und erinnert an die reiche deutsche Kulturlandschaft, auf deren Boden doch auch Erfreuliches gedeihen kann. Gewiss, ihre Aufführungsgeschichte ist problematisch. Doch ändert dies nichts an der hoffnungsvollen Botschaft, dass selbst eine verkrustete Gesellschaft durch das Zusammenwirken von Figuren wie Stolzing und Sachs zum Positiven hin wandelbar ist.
Von Arnold Hütten
Klassik-begeistert.de

Kiel
„Tannhäuser“: Vom Edel-Bordell in die totale Sterilität
Daniel Karasek inszeniert Wagners Tannhäuser am Theater Kiel als Spagat zwischen einem modernen Edel-Bordell und der totalitären Sterilität der Wartburg. Musikalisch überzeugt der Abend durch ein feinfühliges Philharmonisches Orchester unter Hendrik Vestmann und einen kraftvollen Michael Müller-Kasztelan in der Titelfigur.
Von Marc Rohde
Klassik-begeistert.de

„DIE DIENSTAG-PRESSE – 20. OKTOBER 2026
klassik-begeistert.de, 20. Oktober 2026“
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Andrzej Filończyk: „Auf der Bühne kann man viel Spaß haben“

Andrzej Filończyk © Wojciech Kubik

Jolanta Łada-Zielke im Gespräch mit dem Bariton Andrzej Filończyk, dem Interpreten der Titelrolle in „Don Giovanni“ an der Hamburgischen Staatsoper.

Andrzej Filończyk absolvierte die Gesangsabteilung der Musikakademie in Breslau. Er nahm am Programm „Young Talents“ der Polnischen Nationaloper sowie am Internationalen Opernstudio in Zürich teil. 2016 wirkte er am „Young Singers Project“ der Salzburger Festspiele mit und sang dort 2017 die Partie des Gubetta in Donizettis „Lucrezia Borgia“. Sein Operndebüt gab er 2015 am Teatr Wielki in Posen als Tonio in Leoncavallos „Pagliacci“.

klassik-begeistert: Ihr musikalischer Weg begann mit Klavierspielen. Was hat Sie dazu bewogen, dieses Instrument zugunsten des Gesangs aufzugeben?

„kb im Gespräch mit Andrzej Filończyk, Bariton
Hamburgische Staatsoper, 20. Oktober 2026“
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Starkes Musiktheater: Ein großartiger „Holländer“ begeistert im Theater an der Wien

PREMIERE +++++ PREMIERE +++++ DER FLIEGENDE HOLLÄNDER+++
MUSIKTHEATER AN DER WIEN, 17. OKTOBER 2026

Fotos © Matthias Baus

Im MusikTheater an der Wien wurde Wagners prägendes Erlebnis grandios auf die Bühne und in den Orchestergraben gebracht – die intellektuell anspruchsvolle und zugleich spukhaft plastische Inszenierung Philipp Stölzls begeisterte das Wiener Premierenpublikum.

Richard Wagner   Der fliegende Holländer

Musikalische Leitung:  Robert Jindra

Inszenierung und Licht:  Philipp Stölzl
Szenische Neueinstudierung:  Philipp Stölzl

Daland:  Wilhelm Schwinghammer
Senta:  Ambur Braid                                                                                                                    Erik:  Cameron Becker
Mary:  Ieva Prudnikovaitė
Der Steuermann Dalands:  James Ley
Der Holländer:  Jordan Shanahan

Wiener Symphoniker

Arnold Schoenberg Chor (Leitung:  Erwin Ortner)
Statisterie des MusikTheaters an der Wien

Koproduktion mit der Staatsoper Unter den Linden, Berlin Originalproduktion des Theaters Basel (Premiere in Basel 8. Jänner 2009)

MusikTheater an der Wien, 17. Oktober 2026

von Dr. Charles E. Ritterband

„Richard Wagner, Der fliegende Holländer, Inszenierung Philipp Stölzl
MusikTheater an der Wien, 17. Oktober 2026“
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„Tannhäuser“: Vom Edel-Bordell in die totale Sterilität

Tanzensemble | Michael Müller-Kasztelan (Tannhäuser) © Olaf Struck

Daniel Karasek inszeniert Wagners Tannhäuser am Theater Kiel als Spagat zwischen einem modernen Edel-Bordell und der totalitären Sterilität der Wartburg. Musikalisch überzeugt der Abend durch ein feinfühliges Philharmonisches Orchester unter Hendrik Vestmann und einen kraftvollen Michael Müller-Kasztelan in der Titelfigur.

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg
Romantische Oper in drei Akten von Richard Wagner

Regie:  Daniel Karasek
Musikalische Leitung:  Hendrik Vestmann
Choreografie:  Alexander Abdukarimov
Bühne:  Raimund Bauer
Kostüme:  Claudia Spielmann
Choreinstudierung:  Gerald Krammer

Hermann Landgraf:  Ks. Jörg Sabrowski
Tannhäuser:  Michael Müller-Kasztelan
Wolfram:  Samuel Chan
Biterolf:  Matteo Maria Ferretti
Walther von der Vogelweide:  David Heimbucher
Heinrich der Schreiber:  Konrad Furian
Reinmar von Zweter:  Oleksandr Kharlamov
Elisabeth:  Agnieszka Hauzer
Venus:  Tatia Jibladze
Junger Hirt:  Xenia Cumento

Theater Kiel, 18. Oktober 2026

von Marc Rohde

„Richard Wagner, Tannhäuser, Regie Daniel Karasek
Theater Kiel, 18. Oktober 2026“
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Gäste aus Ungarn bringen Liszts großes Oratorium nach Wien

Blick auf die Solisten, den Dirigent und das Orchester – Foto: privat.

Im Auftakt der Konzertreihe „Musik der Meister“ erklang Franz Liszts Oratorium Christus erstmals seit langer Zeit wieder im Musikverein. Das Pannon Philharmonic Orchestra, der Ungarische Nationalchor und fünf exzellente Solisten ließen sowohl die klangliche Vielfalt des Werks als auch die musikalische Ausdeutung des christlichen Heilsgeschehens eindrucksvoll hervortreten.

Franz Liszt
Christus. Oratorium für Soli, Chor, Orgel und großes Orchester.

Pannon Philharmonic Orchestra
Ungarischer Nationalchor
Gergely Kesselyak,  Dirigent

Adriana Kučerová,  Sopran
Szilvia Vörös,  Alt
Mauro Peter,  Tenor
Adrian Eröd,  Bariton
Miklós Sebestyén,  Bass

Musikverein, Wien, 18. Oktober 2026

von Dr. Rudi Frühwirth

„Franz Liszt, Christus, Oratorium, Pannon Philharmonic Orchestra, Gergely Kesselyak
Musikverein, Wien, 18. Oktober 2026“
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