Offenbar hält nach wie vor ein Teil des „Elphi“-Publikums einen der wichtigsten Konzertsäle der Welt für so etwas wie einen erweiterten Freizeitpark. Die Ansage während des lauten Geraunes vor dem Konzert wirkt halbherzig, niemand hört mehr hin oder nimmt das ernst. Sinnvoller wäre eine neue, klare und vernehmbare Ansage nach dem Stimmen der Instrumente. Da sind alle still und können nochmal deutlich darauf hingewiesen werden, dass spätestens jetzt die Telephone ausgestellt sein müssen. So jedenfalls kann und darf es nicht weitergehen.
Foto: Bertrand de Billy und Orchester © Andreas Ströbl
Zwei Liebeserklärungen an die eigene Heimat, von einem Böhmen und einem Bayern, erklangen am 27. September 2026 im Großen Saal der Hamburger Elbphilharmonie. Aufgeführt von einem Schweizer Dirigenten, einem norwegischen Cellisten und einem norddeutschen Orchester – gesamteuropäischer ging es wohl kaum. Was den emotionalen Ausdruck anging, war das Ergebnis ausgesprochen unterschiedlich.
Elbphilharmonie, Hamburg, 27. September 2026
Antonín Dvořák, Cellokonzert h-Moll op. 104
Richard Strauss, Eine Alpensymphonie op. 64
Bertrand de Billy, Dirigent
Truls Mørk, Violoncello
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
von Dr. Andreas Ströbl