DIE DONNERSTAG-PRESSE – 4. JUNI 2026

DIE DONNERSTAG-PRESSE – 4. JUNI 2026

Arthur Bruce (Wozzeck) mit Opernchor des Oldenburgischen Staatstheaters© Stephan Walzl

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE DONNERSTAG-PRESSE – 4. JUNI 2026

Oldenburg
Ambivalentes Stück, hervorragende Umsetzung: Gurlitts Wozzeck reüssiert in Oldenburg
Gurlitts 1926, nur vier Monate nach Alban Bergs bahnbrechendem Wozzeck, in Bremen uraufgeführte dritte Oper, hinterlässt einen unentschlossen Eindruck, was die Musik, die Szenenfolge und den Schluss betrifft. Anders als Berg, verbindet er die Szenen nicht durch Zwischenspiele, sondern betrachtet jede Szene für sich. Und darin liegt ein Grundproblem dieser Komposition, die Musik mäandert um sich selbst, ohne den Figuren und dem Stück Profil zu geben und einen gedanklichen Bogen über das Werk zu spannen. Dadurch bleiben die Personen merkwürdig fremd, ihr Schicksal berührt musikalisch nicht. Wäre da nicht die hervorragende Inszenierung von Generalintendant Georg Heckel. Er schafft genau das, was Gurlitt nicht gelingt.
Von Axel Wuttke
Klassik-begeistert.de

Spitzentöne: Opernweltmetropole Wien – Wo bleiben die österreichischen Talente?
Welch schönes Wochenende! Zehn Stunden lang habe ich als Mitglied einer Jury Gesangstalenten zugehört. Die Resultate waren berückend und doch bedrückend: Die jungen Leute kamen zwar aus den Wiener Kunst-Universitäten. Aber Österreicher traten unter ferner sangen an. Jetzt habe ich mich wochenlang über unsere kunstfernen Politbarbaren ereifert. Darf ich es heute sentimental angehen? Ich stehe nämlich noch unter dem Eindruck eines Abschlusskonzerts, dem ich als Juror verpflichtet war. Den Vorsitz führte der namhafte Bariton Adrian Eröd, mit mir amtierten Sänger, Stimmpädagogen, Kulturmanager und der Alt-Operndirektor Dominique Meyer.
news.at

Grafenegg
20 Jahre Grafenegg Festival – eine Bühne für Weltstars
„Österreich-Bild“ am Sonntag, 7. Juni 2026, 18.25 Uhr, ORF 2. Seit seiner Gründung hat sich das Grafenegg Festival zu einem der bedeutendsten Musikfestivals Europas entwickelt. Diese Dokumentation aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich (Regie: Andi Leitner, Kamera: Helmut Muttenthaler) widmet sich zum 20-Jahr-Jubiläum diesem Festival mit seinem hochkarätigen Programm, architektonischen Besonderheiten und der malerischen Kulisse, die Grafenegg zu einem unverwechselbaren Ort der Kultur macht. Zu Wort kommen Wegbereiter, Künstler und Künstlerinnen und Menschen, die den Zauber von Grafenegg lieben.
ots.at

Startenor Benjamin Bernheim über die Stimme als „Arbeitskollegin“
Der französische Tenor Benjamin Bernheim singt an den führenden Opernhäusern, darunter die Opéra national de Paris, die Metropolitan Opera, die Wiener Staatsoper, die Mailänder Scala. Kritiker sprechen vom „neuen Startenor“ und spätestens seit seinem Auftritt bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Paris 2024 ist er einem Millionenpublikum bekannt. Im gleichen Jahr veröffentlichte er sein erstes Solo-Liederalbum „Douce France: Mélodies & Chansons“.
share.google

Wiener Festwochen sagen Auftritt von Peter Thiel ab
Intendant Milo Rau: „Nicht um jeden Preis.“ Der umstrittene Techmilliardär hätte nächste Woche im Rahmen des Festivals mitdiskutieren sollen – seine Ausladung wird mit „einer wachsenden Anzahl kritischer Stimmen“ begründet. Die Entscheidung sei „nach eingehender Reflexion unterschiedlicher Positionen“ getroffen worden, wie es in einer Aussendung hieß. Das Stimmungsbild im „Rat der Republik“ und bei der gestrigen „Debatte der Republik“ habe die Durchführung der Veranstaltung eigentlich nahegelegt, und auch das „einstimmig positive Statement von drei externen Expert:innen sprach dafür, sie abzuhalten“, so die Festwochen in der Aussendung. Gleichzeitig hätten sich die Festwochen „einer wachsenden Anzahl kritischer Stimmen und immer zahlreicheren politisch oder ethisch motivierten Absagen von Beteiligten des künstlerischen Programms gegenüber“ gesehen. „Diese Absagen schwächen in ihrer Gesamtheit die diesjährigen Festwochen in einem untragbaren Umfang, weshalb sich die Geschäftsführung entschlossen hat, die Debatte mit Peter Thiel abzusagen.“
Kurier.at

Frankfurt/Alte Oper/Public-Viewing
Gatti und Dresdner lassen Wagner und Debussy erstrahlen
Es war ein richtiges Orchesterfest an diesem lauen ersten Juniabend. Vor der Alten Oper herrschte eine sommerliche Atmosphäre. Viele Menschen hatten sich nicht nur im großen Saal eingefunden, sondern auch auf dem Opernvorplatz, wo das Konzert per Kamera live übertragen wurde. Draußen die Vorfreude – und drinnen wurde sie mehr als erfüllt.
Von Dirk Schauß
Klassik-begeistert.de

Wien
Wiener Kammeroper schließt ihre Türen
Österreich spart – auch in der Kultur. Zu den ersten prominenten Opfern zählt die Wiener Kammeroper, wo Dienstagabend die letzte Premiere über die Bühne ging. Das Aus für das traditionsreiche Haus ist ein Vorgeschmack auf das, was folgen wird. Nicht nur Wien, auch der Bund und die Länder planen in der Kultur folgenreiche Einschnitte.
orf.at

Doppelabend an der Kammeroper: Sie wollen doch nur spielen! (Bezahlartikel)
Weinbergs „Lady Magnesia“ und Martinůs „Zweimal Alexander“, zwei Werke über Liebe und Eifersucht: Wirklich die letzte Produktion am Wiener Fleischmarkt? Vor und nach der Pause: jeweils ein Ehemann, den der Verdacht beschleicht, die Gattin habe ein Gspusi. Der erste greift ganz klassisch à la Othello zum Dolch und will die schlafende Ungetreue töten. Immerhin gehört der Femizid zur Grundausstattung jedes gut sortierten Opernlibretto-Baukastens.
DiePresse.com

Wien/Staatsoper
Kinderoper im Nest 2026/27: Kleine Hexe, kleiner Prinz und Anne Frank
Die zweite Staatsopern-Spielstätte hat ihr neues Saisonprogramm für Kinder vorgestellt. Das Nest wird vielleicht noch nicht erwachsen, aber die ersten unsicheren Schritte der zweiten Staatsopern-Spielstätte liegen nun auch schon länger hinter der Institution im Flügel des Künstlerhauses. Die dritte Saison im auf Kindervorhaben und experimentelle Programme spezialisierten Nest steht bevor. 125 Vorstellungen und 78 Workshops sind in dem von Hans Peter Haselsteiner finanzierten Haus 2026/27 vorgesehen – und damit mehr als in der laufenden Saison.
DerStandard.at

Weniger Planbarkeit: Stadt Wien gibt bei Kulturförderung nur mehr Einjahresverträge
Mehrjährige Gesamtförderungen gibt es „nur in absoluten und besonders begründeten Ausnahmefällen“. Gespräche mit dem Finanzressort sollen Ausnahmen ermöglichen.     Die seit Jahrzehnten gängige Praxis der Mehrjahresförderungen durch die Stadt Wien im Kulturbereich ist Geschichte. Wie am Dienstag im Kulturausschuss beschlossen wurde, werden Förderverträge in sämtlichen Bereichen (von der darstellenden Kunst über die bildende Kunst bis hin zu Film und Literatur) im Regelfall nur mehr für ein Jahr abgeschlossen. Mehrjährige Gesamtförderungen sind demnach nur in Ausnahmefällen möglich. Der Gemeinderat soll das noch im Juni absegnen.                                                                DerStandard.at

Wiener Festwochen
Kulturstadträtin Kaup-Hasler weist Einflussnahme zurück
Nach der Ausladung des umstrittenen Tech-Milliardärs Peter Thiel von den Wiener Festwochen weist Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler politische Einflussnahme zurück.
DiePresse.com

Festwochen-Chef Rau über Thiel-Eklat: „Jetzt ist der Milo der Loser“ (Bezahlartikel)
„Warum quält ihr mich so?“ Der Chef der Wiener Festwochen analysiert im Interview die Peter-Thiel-Show samt Absage.
Kurier.at

Wien/Konzerthaus
Let’s Dance! Jan Lisiecki bewegte im Wiener Konzerthaus das Publikum
Der kanadische Pianist beendete seine fulminante Performance zu Tänzen aller Art klatschnass
DerStandard.at

Bregenz
Förderkürzungen schmerzen Festspiele weiterhin
Zwar ist „La Traviata“, die heutige Operninszenierung auf der Bregenzer Seebühne, bereits ausverkauft, doch die Streichungen der Fördergeber könnten die Bregenzer Festspiele zu unangenehmen Schritten im Programm zwingen.
krone.at

Bregenz
Othmar Schoecks Penthesilea als Oper im Festspielhaus Bregenz 2027
In wenigen Tagen beginnen die Proben für die Oper im Festspielhaus 2026, Leoš Janáčeks Die Ausflüge des Herrn Brouček. Gleichzeitig werfen die Bregenzer Festspiele einen Blick in die Zukunft: Im Festspielhaus ist 2027 Othmar Schoecks spätromantisch-expressionistischer Operneinakter Penthesilea nach Heinrich von Kleists gleichnamigem Trauerspiel zu sehen. Im Jahr des 250. Geburtstags des Dichters bringt das Festival das selten gespielte Werk neu auf die Bühne. Premiere ist am 21. Juli 2027. Am 22. Juli 2027 folgt die Wiederaufnahme von Giuseppe Verdis La traviata auf der Seebühne.
kulturfreak.de

München
Petr Popelka angeblich Favorit für Bayerische Staatsoper
Der Chefdirigent der Wiener Symphoniker könnte 2029 nach München übersiedeln
DerStandard.at

Nürnberg
Männer pflastern ihren Weg: Alban Bergs Lulu imponiert in Nürnberg
Mit Artikeln und Theaterstücken insbesondere gegen das Bürgertum und dessen Scheinmoral wurde der 1918 in München verstorbene Schriftsteller Frank Wedekind zu einem der meistdiskutierten Autoren seiner Epoche. Aufsehen erregte der Mitbegründer der damals hoch angesehenen Satirezeitschrift Simplicissimus auch durch seine wechselnden Liebesverhältnisse. So begann 1928 der Wiener Komponist Alban Berg, Schüler von Arnold Schönberg und Mitglied der Zweiten Wiener Schule, nach dem Erfolg seiner ersten Oper Wozzeck zwei Theaterstücke von Wedekind zum Libretto seiner neuen Oper zu verschmelzen
bachtrack.com/de

Augsburg
Herzenssache: The Constellation Orchestra und Gardiner beim Mozartfest Augsburg
bachtrack.com/de

Basel
Lied Basel Eröffnungsabend: „Alles nur geklaut“
opernmagazin.de

Prag
Staatsoper Prag: „Dialogues des Carmélites“, Francis Poulenc
In der Opernsaison 2025/26 führten mehrere Opernhäuser Poulencs Dialogues des Carmélites auf. Auch die Prager Staatsoper präsentiert eine neue Inszenierung. Diese verlegt das Martyrium der Ordensschwestern aus der Zeit der französischen Terrorherrschaft in die tschechoslowakischen 1950er Jahre. Zwar ist diese Rekontextualisierung oft etwas ästhetisch aufdringlich, doch gelingt es der Produktion, ein überzeugendes Zeugnis von dem zeitübergreifenden Gewissenskampf zwischen Angst und Mut abzulegen.
Von Simon Kinc
DerOpernfreund.de

Mailand
Teatro alla Scala Mailand: „Nabucodonosor“, Giuseppe Verdi
Ja, Sie haben richtig gelesen – der gute alte Nabucco erhielt anlässlich seiner neuen kritischen Ausgabe den Originaltitel zurück, unter welchem das Werk des 29-jährigen Verdi 1842 an der Scala uraufgeführt worden war. Gewidmet war die Neuproduktion dem Dirigenten Gianandrea Gavazzeni anlässlich seines 30. Todestages und in Erinnerung an die von ihm 1966, also vor 60 Jahren, geleitete Eröffnungsvorstellung der Scalasaison.
Von Eva Pleus
DerOperfreund.de

Bergen
Festspiele in Bergen: Kunst statt politischer Polemik (Bezahlartikel)
Beim größten Mehrspartenfestival Skandinaviens nimmt das Hagen-Quartett Abschied, singt Lise Davidsen Schubert und dirigiert Esa-Pekka Salonen Messiaen.
FrankfurtAllgemeine.net

Links zu englischsprachigen Artikeln

Berlin
The Berlin stories
Madison Schindele surveys the endlessly diverse offerings of Berlin’s 2026-27 opera season.
parterre.com

Stockholm
Swedish Radio Symphony Unveils Bronze Statue of Conductor Herbert Blomstedt    Blomstedt has been honored with a bust sculpted by Karl-Magnus Fredriksson in Stockholm’s Berwaldhallen
theviolinchannel.com

Bordeaux
Nadine Sierra, Elmina Hasan, Catherine Trottmann, Levy Sekgapane, Gevorg Hakobyan, Marianne Crebassa Lead Opéra National de Bordeaux’s 2026-27 Season                                                                      operawire.com

London
Review: COSÌ FAN TUTTE, Opera Holland Park – Opera Holland Park keeps faith with the Mozart classic.
broadwayworld.com

A powerful and moving La fanciulla del West opens Opera Holland Park’s season
operatoday.com

Chasing the American Dream: UK premiere for Missy Mazzoli’s Proving Up
bachtrack.com/de

AI won’t decimate the arts. We must interrogate it, but we can collaborate with it
Opera makers have always engaged with the latest inventions while also preserving historic crafts. I believe it’s possible to look both forwards and backwards in this fast-evolving landscape
TheGuardian.com

Yunchan Lim returns to Wigmore Hall in Schubert and Skryabin
seenandheard-international.com

Longborough
Longborough assembles five outstanding exponents of Handel for their courageous Orlando production
seenandheard-international.com

Dublin
Review: NORMA at Irish National Opera
30 May 2026 (Note: The production completes its Dublin run on this date before touring to Wexford and Cork through 6 June 2026)
broadwayworld.com

San Francisco
Doubt Makes Compelling Drama at Opera Parallèle Doubt, premiered by the Minnesota Opera in 2013 and seen on PBS in 2019
(a performance that can no longer be streamed), has had only a few productions since its premiere. It’s difficult to know why it’s been neglected.
sfcv.org

Los Angeles
LA Opera Closes Conlon Era With a Dazzling, Tech-Heavy Magic Flute
sfcv.org

Yo-Yo Ma Graces LA Philharmonic as Dudamel Paces Ein Heldenleben
sfcv.org

It’s a hero’s life for Dudamel at Disney Hall
bachtrack.com/de

Tokyo
A Dream Realised: Castronovo and Wakizono Dazzle in the NNTT’s Werther
operatoday.com

Obituary
Former Seattle Opera General Director Speight Jenkins Dies at 89
operawire.com

Ballett/Tanz

Hamburg
Unsere Herzen brennen für das Hamburger Kammerballett, Teil I
Interview mit Edvin Revazov, dem künstlerischen Leiter und der Geschäftsführerin Isabelle Rohlfs vom Hamburger Kammerballett, 19. Mai 2026, Teil I
Von Dr. Ralf Wegner
Klassik-begeistert.de

Ballett Zürich: Premiere von „Romeo und Julia“
opernmagazin.de

Sehnsucht nach neuen Ufern bei der Sommerszene Salzburg
Das renommierte Festival präsentiert aktuellen Tanz von Doris Uhlich, Jan Martens oder Sasha Waltz, die am 8. Juni mit einem 1990er-Klassiker eröffnet
DerStandard.at

Sprechtheater

Vorarlberger Landestheater bestreitet kommende Spielzeit „Andernorts“
Wegen Umbaus des Kornmarkttheaters wird auf anderen Bühnen im Bundesland gespielt – Zukunft der Intendanz weiter unklar – Uraufführung von Daniela Egger
DerStandard.at

Berlin/Volksbuehne
Die Berliner Volksbühne geht baden: Matthias Lilienthal und seine Pläne für die Neueröffnung
Der künftige Intendant plant ein Sommertheater in Badekleidung. Die neue Saison startet dann im Oktober mit einer historisch-theatralen Hausbegehung.
Tagesspiegel.de

Jazz

Josephine Baker in „Portraits of History“: Wie im 20. Jahrhundert aus einer Tänzerin eine Ikone des Widerstands wurde
Josephine Baker wurde als Tänzerin und Sängerin zur Ikone des Jazz Age – und als Aktivistin zur Symbolfigur für Freiheit und Widerstand. Zwischen Glamour, politischem Einsatz und persönlichem Mut kämpfte sie ihr Leben lang gegen Rassismus und gesellschaftliche Ausgrenzung. Warum ihre Geschichte bis heute nachwirkt, sehen Sie im Video.
elle.de

Ausstellungen/Kunst

Wien/Albertina
Otto Waalkes denkt Alte und Junge Meister neu
Zum 250-jährigen Jubiläum der Albertina setzt der ostfriesische Spaßvogel Otto Waalkes Kunst in einen neuen Kontext – etwa, wenn sein Ottifant Dürers Rasenstück mäht.
Otto Waalkes haben Kinder der Achtziger und Neunziger in erster Linie durch seine „OTTO“-Filme kennen und lieben gelernt: Absurde Komödien, in denen Springböcke durch Zementblöcke vom Springen abgehalten werden sollten, Katzen suizidgefährdet waren und ein Hochgeschwindigkeitszug Friesland durchpflügen sollte. Sein Humor beruht auf Wortspielen, ulkigen Geräuschen und natürlich seiner absonderlichen Körpersprache – ein Gesamtkunstwerk, das auf den ersten Blick etwas dödelig wirken mag, bei näherer Betrachtung aber immer Zeit- und Gesellschaftskritik atmet.
DiePresse.com

Politik

UNO-Knaller: Österreich bekommt Sitz im Sicherheitsrat
Seit 15 Jahren arbeitet Österreich auf einen temporären Sitz im UNO-Sicherheitsrat hin. Am Mittwochnachmittag fiel die große Entscheidung. USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich: Diese fünf Länder haben einen ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. 15 gehören dem Gremium, dessen Beschlüsse für sämtliche UN-Staaten bindend sind, an. Die zehn „nichtständigen“ Mitglieder werden jeweils für zwei Jahre gewählt, wobei drei für Afrika reserviert sind, zwei für Asien, zwei für Lateinamerika, einer für Osteuropa und zwei für westliche Staaten.
oe24.at

Österreich
Schellhorn sagt zweites Entlastungspaket ab. Stattdessen Studie
Erst 14 der 113 von Staatssekretär Sepp Schellhorn angekündigten Deregulierungsmaßnahmen sind umgesetzt. Das geplante zweite Entbürokratisierungs-Paket sagt Schellhorn nun ab. Auch das Budgetbegleitgesetz schafft es diese Woche noch nicht in den Ministerrat, dafür ein „Gummibärli-Gesetz“.
krone.at

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Unter’m Strich

Österreich
Für 4-Jährige. Wirbel um Kinderbuch mit Sex-Bildern
Mehrere Bücher, die für Kinder ab 4 Jahren freigegeben sind und in österreichischen Kindergärten und Schulen aufliegen, zeigen Bilder, die bei weitem nicht altersgerecht sind. Noch schlimmer ist es, weil die Reihe laut Verlag von der Regierung mitfinanziert wurde.
oe24.at

Bayern-Legende
Aus und vorbei! Thomas Müller von Ehefrau getrennt
Nach langem Gemunkel ist es jetzt offiziell geworden: Der deutsche Fußball-Star Thomas Müller und seine Frau, die Dressurreiterin Lisa Müller, sind nicht mehr zusammen! Das bestätigte der Medienanwalt der beiden, Christian Schertz, der „Bild“-Zeitung. Das Paar habe sich einvernehmlich vor einiger Zeit getrennt, hieß es.
krone.at

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 5. JUNI 2026)

INFOS DES TAGES (DONNERSTAG, 5. JUNI 2026)

Quelle: onlinemerker.com

HEUTE AUF ORF 2: DIE PERLENFISCHER

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um 21,21 h in ORF 2
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Oper Frankfurt: Aktuelle Fotos vom Liederabend von Dagmar Manzel (Gesang) und Band (2.6.2026)

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© Barbara Aumüller

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© Barbara Aumüller

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© Barbara Aumüller

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15 Jahre Kammermusikfestival „harriet&friends“: 6 Kammermusikkonzerte mit 17 international gefeierten, jungen Musikerinnen und Musikern von 24. bis 28. Juni 2026 auf Burg Feistritz, Niederösterreich
Künstlerische Leitung: Harriet Krijgh

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Harriet Krijgh © Armin Dreiling

Mitwirkende Interpretinnen und Interpreten: Violine: Candida Thompson, Nikita Boriso-Glebsky, Mario Hossen, Julia Turnovsky; Viola: Pauline Sachse, Gerhard Marschner; Violoncello: Harriet Krijgh, Tim Posner, Lilyana Kehayova; Klavier: Nino Gvetadze, Magda Amara; Klarinette: Pablo Barragán; Jazz: Martin Breinschmid & The Radio Kings. | Moderation: Ulla Pilz  |  Projekt von: Forum Burg Feistritz, 2873 Feistritz am Wechsel 1
Karten: | Info: https://harrietandfriends.at
Von 24. bis 28. Juni 2026 verwandelt sich die Burg Feistritz im niederösterreichischen Wechselgebiet zur Bühne der 15. Jubiläumsausgabe des Kammermusikfestivals „harriet&friends“. Künstlerische Leiterin und Gastgeberin ist die junge, vielfach ausgezeichnete und international gefragte Cellistin Harriet Krijgh. Sie versammelt 17 befreundete, exzellente Musikerinnen, Musiker  und musikalische Weggefährten, um sich fünf Tage lang der intimen Klangkunst und dem künstlerischen Austausch auf höchstem Niveau  zu verschreiben. Mit ihnen gestaltet sie ein ausgesuchtes, sechs Konzerte umfassendes Kammermusikprogramm.

Intendantin Harriet Krijgh über das Festival: „Was als kleiner musikalischer Traum begann, hat sich auf Burg Feistritz zu einer fantastischen Gemeinschaft entwickelt. Für dieses besondere Jubiläum haben wir ein Programm zusammengestellt, das alles feiert, was harriet&friends ausmacht: den Mut zum Entdecken, die Leidenschaft für das Bekannte und Freude am gemeinsamen Moment. Von den ‚Kammermusik-Juwelen‘ über den lebendigen Swing bis hin zu den ‚Hidden Harmonies‘ unserer Sonntagsmatinee – wir möchten zu einer Reise durch Licht und Schatten, Geschichte und Gegenwart einladen.“

Für das Jubiläumsjahr hat Harriet Krijgh ein Ensemble der Extraklasse zusammengestellt: mit den Geigern Candida Thompson, Nikita Boriso-Glebsky, Mario Hossen, Julia Turnovsky, Pauline Sachse und Gerhard Marschner (Violine/Viola). Am Cello sind neben Harriet Krijgh auch Tim Posner und Lilyana Kehayova zu hören. Für den Klavierpart konnten Nino Gvetadze und Magda Amara gewonnen werden. Pablo Barragán setzt an der Klarinette besondere Akzente. Vibraphonist, Schlagzeuger und Perkussionist Martin Breinschmid & The Radio Kings sorgen für schwungvoll-jazzige Kontrapunkte. Als roter Faden durch die gesamte Festivalwoche begleitet die renommierte Moderatorin Ulla Pilz das Publikum durch alle Konzerte.

Programm-Besonderheiten sind 2026 selten gespielte Kompositionen wie Leonard Bernsteins Klaviertrio op.2, in dem sich bereits der charakteristische, an Synkopen reiche „Bernstein-Sound“ ankündigt, und das technisch anspruchsvolle Klavierquintett in C-Dur von Nikolai Medtner. Außerdem werden Werke wenig bekannter Komponistinnen des 19. und 20. Jahrhunderts zu Gehör gebracht, und zwar: von der US-amerikanischen Cellistin und Komponistin Amy Beach, die als erste amerikanische Frau eine Symphonie komponierte; von der niederländischen Komponistin und Pianistin Henriette Bosmans sowie von Ethel Smyth, einer britischen Komponistin, Dirigentin und Schriftstellerin, die sich als eine der ersten Feministinnen für Frauen im Feld der Musik engagierte.
Charakteristisch für harriet&friends ist der Symposion-Charakter: Während der Festivalzeit wohnen die Musiker in der Burg, verbringen Zeit miteinander und bereiten sich gemeinsam auf die Konzerte vor. Die Atmosphäre ist wertschätzend und familiär. Die Burg und Konzerträume wie der historische Rittersaal und die großzügige „Alte Reitschule“ sowie der umgebende prächtige Landschaftspark sorgen für einen außergewöhnlichen,
inspirierenden Rahmen.
Von „Kammermusik-Juwelen“ bis „Böhmisches Feuer“ — alle 6 Konzerte im Überblick:

Das Programm ist vielschichtig, jedes Konzert widmet sich einem besonderen Thema, oft stehen Polaritäten und Entwicklungsprozesse sowie Werke von noch wenig bekannten Komponistinnen im Zentrum. Alle Konzerte werden von Musikexpertin, Musikerin, Sängerin und Ö1-Gestalterin Ulla Pilz kenntnisreich moderiert.
Beim euphorischen Auftaktkonzert darf sich das Publikum am Mittwoch, 24. Juni, um 19 Uhr, auf sakralmusikalisch inspirierte, exquisite „Kammermusik-Juwelen“ wie Trios von Nino Rota und Felix Mendelssohn Bartholdy, auf Anton Arenskys Quartett in a-Moll (Opus 35) und  Sergei Prokofjews packende Hebräische Ouvertüre freuen.

Das Abendkonzert „Lichtspiele und Schattenklänge“ am Donnerstag, 25. Juni, um 19 Uhr, spannt einen Bogen von Ludwig van Beethovens strahlendem Optimismus, etwa mit der berühmten „Kreutzer-Sonate“ in einem seltenen Arrangement für Streichquintett, bis zur spätromantischen Melancholie musikalischer Raritäten des Tschaikowsky-Schülers Sergei Tanejew und dessen Schüler Nikolai Medtner.

Am Freitag, 26. Juni, um 16 Uhr, steht unter dem Titel „Salon Extravaganz“ ein musikalischer Nachmittag voller Esprit, prickelnder Leichtigkeit und virtuoser Eleganz auf dem Programm: mit Ludwig van Beethovens berühmtem „Gassenhauer-Trio“, das den Schwung der Wiener Straßen in den Konzertsaal bringt, mit virtuoser Brillanz des  französischen Romantikers Camille Saint-Saëns’ und mit spätromantischer Nostalgie der heute wenig bekannten US-amerikanischen Komponistin und Pianistin Amy Beach.

Beim Abendkonzert „Classics & Swingtime“ am Freitag, 26. Juni, um 19 Uhr, treffen Meisterwerke der böhmischen Romantik auf Jazz und Perkussion: Antonín Dvořáks Klavierquintett und Vladimir Horowitz’ Sonatina für Klarinette und Klavier werden von Vibraphonist, Schlagzeuger und Perkussionist Martin Breinschmid & The Radio Kings schwungvoll-jazzig kontrapunktiert.

Unter dem Motto „Böhmisches Feuer“ verbinden sich am Samstag, 27. Juni, um 19 Uhr, große Gefühle, spätromantische Intensität und volksmusikalische Einflüsse aus Osteuropa zu einem fulminanten Klangfeuerwerk: mit Béla Bartóks temperamentvollen rumänischen Tänzen, Antonín Dvořáks legendärem Dumky-Klaviertrio und Johannes Brahms’ monumentalem B-Dur-Streichsextett.
Die Matinee „Hidden Harmonies“ lädt am Sonntag, den 28. Juni, um 11 Uhr, ein zu Begegnungen mit verborgenen Gefühlswelten musikalischer Pionier: innen des 20. Jahrhunderts wie Camille Saint-Saëns, Pjotr Iljitsch Tschaikowsky, Samuel Barber und Leonard Bernstein sowie der Komponistinnen Ethel Smyth und Henriette Bosmans.

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Der Rittersaal auf Burg Feistritz © Lukas Beck

Burg Feistritz als Festival-Ort
Als ganz besonderer Ort präsentiert sich die Burg Feistritz am Wechsel, 80 km von Wien und nur eine Autostunde von der Wiener Innenstadt und vom Flughafen Wien entfernt. Die kulturellen Aktivitäten auf der Burg Feistritz rund ums Jahr sind sehr vielfältig: Im Sommer bestimmen das harriet&friends-Festival sowie zahlreiche Kunst- und Musikkurse das kulturelle Bild. Bei den jährlich stattfindenden Konzertserien „Spring Classics“ und „Autumn Classics“ präsentieren sich internationale Musikerinnen und Musiker bei jeweils drei bis vier Konzerten im Rittersaal. www.burgfeistritz.com/

INTERPRETINNEN & INTERPRETEN
Magda Amara (AT/RU), Klavier | www.magdaamara.com/
Pablo Barragán (ES), Klarinette | www.pablobarragan.es/
Nikita Boriso-Glebsky (RU), Violine | https://boriso-glebsky.info/
Martin Breinschmid (AT) & The Radio Kings | www.martin.breinschmid.at;
Nino Gvetadze (GEO), Klavier | www.ninogvetadze.net/
Mario Hossen (AT/BG), Violine | www.mariohossen.com/
Lilyana Kehayova (BG), Violoncello | www.lilianakehayova.com/
Harriet Krijgh (NL/AT), Violoncello & künstlerische Leitung | harrietkrijgh.com
Gerhard Marschner (AT), Viola | www.mdw.ac.at/1618/
Ulla Pilz (AT), Moderation | https://harrietandfriends.at/kunstler/ulla-pilz/
Pauline Sachse (DE), Viola | http://paulinesachse.com/
Tim Posner (UK), Violoncello | www.timposner.com/
Candida Thompson (UK), Violine | www.candidathompson.com/
Julia Turnovsky (AT), Violine/Viola | https://juliaturnovsky.squarespace.com

Harriet Krijgh (NL/A), künstlerische Leitung & Violoncello
Harriet Krijgh zählt heute zu den aufregendsten und ausdrucksstärksten Künstlerinnen der Gegenwart. Harriet Krijgh ist sowohl als Solistin mit großen Orchestern als auch als leidenschaftliche Kammermusikerin eine weltweit gefragte Künstlerin. Internationale Konzertreisen führen sie regelmäßig in die bedeutendsten Säle Europas, Nordamerikas und Asiens. Sie konzertierte mit renommierten Klangkörpern wie dem Boston Symphony Orchestra, dem Rotterdam Philharmonic Orchestra, den Wiener Symphonikern u.v.a.
Ihre tiefe Liebe zur Kammermusik führte sie im Frühjahr 2019 zum renommierten Artemis Quartett, dem sie bis 2021 angehörte und mit dem sie auf den wichtigsten Bühnen weltweit gastierte. Zuvor übernahm sie bereits in den Jahren 2017 und 2018 von Janine Jansen die künstlerische Leitung des Internationalen Kammermusikfestivals in Utrecht. Ein besonderes Herzensprojekt ist ihr eigenes Festival „harriet&friends“ auf Burg Feistritz in Niederösterreich, das im Sommer 2026 bereits sein fünfzehnjähriges Bestehen feiert.
Aktuell setzt Harriet Krijgh ihre erfolgreiche Aufnahmetätigkeit bei Capriccio fort. In dieser Zusammenarbeit erschien auch ihre Aufnahme der Cellokonzerte von Elgar und Dvořák, eingespielt mit dem Tonkünstler- Orchester Niederösterreich unter der Leitung von Martin Sieghart. Neben ihrer Konzerttätigkeit widmet sich Harriet Krijgh leidenschaftlich der pädagogischen Arbeit. Harriet Krijgh ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe. | harrietkrijgh.com

KARTEN & INFORMATIONEN
Zeitraum: 24. – 28. Juni 2026 | Ort: Burg Feistritz, 2873 Feistritz am Wechsel
Website: https://harrietandfriends.at/ | Infos:

Karten/Preise:
Festivalpass (6 Konzerte 24.–28. Juni): € 200 | Forum: € 190 | Jugend (bis 24 Jahre): € 140
Abend-Abo (4 Abendkonzerte): € 160 | Forum: € 150 | Jugend (bis 24 Jahre): € 100
Einzelkarten (buchbar ab 1. Mai): € 40 | Jugend & Galerie Rittersaal (bis 24 Jahre): € 25
Konzertkarten nur im Vorverkauf erhältlich über

Martina Montecuccoli
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Staatsoper Unter den Linden Berlin: TANZ FÜR ALLE

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HELDEN © Daniel Sonnentag

Tanz für alle 
Nach der erfolgreichen Premiere von Fearful Symmetries kann das Staatsballett Berlin im Juni zum Ende der Saison noch eine schöne Neuigkeit verkünden: Bei der kommenden Ausgabe von «Staatsoper für alle» im Juni 2027 wird erstmals auch eine Produktion des Staatsballetts Berlin live auf den Bebelplatz übertragen. Außerdem laufen die Proben für das Education-Projekt HELDEN mit 100 Kindern und 30 Tänzer*innen ab 60 Jahren auf Hochtouren. Und die Produktion Ein Sommernachtstraum von Edward Clug kommt zurück auf die Bühne der Deutschen Oper Berlin.

Wir freuen uns auf Ihre Anfragen!

JUNI 2027 AUF DEM BEBELPLATZ  
«Staatsoper für alle» mit dem Staatsballett Berlin
Die Staatsoper Unter den Linden und ihr langjähriger Hauptpartner BMW setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort: Die Partnerschaft für «Staatsoper für alle» wurde um weitere drei Jahre verlängert. Damit bleibt das traditionsreiche und überaus erfolgreiche Open-Air-Format auch über das Jubiläumsjahr hinaus bis mindestens 2030 fester Bestandteil des Berliner Kulturkalenders.

Die kommende Ausgabe von «Staatsoper für alle» findet am 12. und 13. Juni 2027 auf dem Bebelplatz statt und wird zusätzlich zur Opern-Live-Übertragung und dem Open-Air-Konzert der Staatskapelle Berlin beim 20-jährigen Jubiläum erstmals um die Live-Übertragung einer Vorstellung des Staatsballetts Berlin erweitert. Am Sonntag, den 13. Juni 2027 um 14.00 Uhr findet eine Live-Übertragung des Staatsballetts Berlin mit Marco Goeckes Choreographie Der Liebhaber statt.

Staatsballett-Intendant Christian Spuck: «Ich freue mich sehr, dass das Staatsballett Berlin erstmals bei ‚Staatsoper für alle‘ dabei sein wird. Die Beteiligung an diesem fantastischen Format ermöglicht es uns, Tanz allen Interessierten zugänglich zu machen und dadurch unterschiedlichste Menschen zusammenzubringen, um sich von dieser Kunstform gemeinsam bewegen zu lassen.»
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13. Juni 2027, 14.00 Uhr Bebelplatz
Staatsoper für alle mit dem Staatsballett Berlin
 EDUCATION-PROJEKT MIT 100 KINDERN und 30 TANZBEGEISTERTEN AB 60 JAHREN   

HELDEN
Am 07. Juli 2026 präsentiert Tanz ist KLASSE!, das Education-Programm des Staatsballetts Berlin, mit der Vorstellung HELDEN auf der großen Bühne der Deutschen Oper Berlin die Ergebnisse der Arbeit in seinen Partnerschulen. Zum ersten Mal werden auch Teilnehmer*innen aus dem Erwachsenen-Programm für junge Ältere ab 60 Jahren Teil der Vorstellung sein. Inspiriert von David Bowies Leben und Werk erkunden 130 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in einer großen Bühnenproduktion gemeinsam die Frage: Wer bin ich – und wer kann ich sein?

Die mitwirkenden Schüler*innen besuchen die Lemgo Grundschule (Kreuzberg), Nürtingen Grundschule (Kreuzberg), Charlie-Chaplin-Grundschule (Reinickendorf), Grundschule am Tränkegraben (Lichtenberg) sowie die Grunewald Grundschule (Wilmersdorf). Die auftretenden Erwachsenen nehmen an den zwei neunwöchigen Kursen von (K)nie zu spät von April bis Juli 2026 teil.

Die Leitung der tanzpädagogischen und choreographischen Arbeit wurde von den Tanzpädagog*innen Vanessa Cokaric, Kathlyn Pope, Bettina Thiel und Stefan Witzel-Korolev übernommen.
­ 07. Juli 2026, 11.00 Uhr, Deutsche Oper Berlin

HELDEN
EDWARD CLUG’S INTERPRETATION DER SHAKESPEAR’SCHEN KOMÖDIE 
Zum letzten Mal: Ein Sommernachtstraum
Die Komödie Ein Sommernachtstraum ist eines der bekanntesten und beliebtesten Werke von William Shakespeare, die die Macht der Liebe, die Verwirrungen menschlicher Gefühle und die Magie der Fantasie erkundet. Zum vorerst letzten Mal kommt Edward Clugs choreographische Interpretation in dieser Spielzeit auf die Bühne der Deutschen Oper Berlin. Clug erzählt Shakespeare mit dem Blick von heute – eine Geschichte, die die Tiefen der menschlichen Natur erforscht und dabei humorvoll und verzaubernd bleibt. «Ich möchte, dass sie sich in das Stück verlieben», so der Choreograph.

Die Kostüme von Leo Kulaš, das Bühnenbild von Marko Japelj und Videoprojektionen von Rok Predin unterstützen dies: die Tänzer*innen surfen und schweben über die Bühne, treten als überlebensgroße Insekten oder in großer Gruppe als lebender Blätterwald auf. Die Musik von Milko Lazar ist ein Auftragswerk, das in enger Verbindung mit der Inszenierung entsteht und mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin unter der Musikalischen Leitung von Robert Reimer zur Aufführung kommt.
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21., 22., 24. Juni, 01., 07., 10., 12. Juli 2026, Deutsche Oper Berlin
Ein Sommernachtstraum
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Am 27.uni 2026 – Klavierabend Robert Pobitschka auf Renaissanceschloss Greillenstein

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Robert Pobitschka © Kerzenlicht-Konzerte

Pianist Robert Pobitschka – seit 2014 regelmässig Gast in Greillenstein – gibt am 27. Juni 2026 einen weiteren Klavierabend im Türkensaal. Am Programm stehen Kompositionen von Bach, Haydn und Brahms, sowie Pobitschkas „Vermutungen über Oskar Kokoschka“.

Johann Sebastian Bachs Partita Nr. 4 in D-Dur BWV nimmt in seinem OEuvre einen zentrale Stelle ein. Sie zählt zu seinen kunstvollsten und komplexesten Kompositionen für Klavier, Bach wählte die Partita zur Veröffentlichung in seinem Notendruck op. 1 – er war damals schon 41 Jahre alt. Die Sonate F-Dur Hob. XVI:23 ist dritte von sechs Sonaten, die Joseph Haydn 1774 seinem Dienstherrn Nikolaus Fürst Esterhazy widmete. Die Musik kann als Versuch eines pointierten, musikalischen Charakterbildes des Fürsten gesehen werden. Lyrische Klangsprache und Melodienreichtum, Tiefgründigkeit und Dramatik zählen zu den Merkmalen der Klavierstücke op. 118 von Johannes Brahms, die einen der Höhepunkte spätromantischer Klaviermusik darstellen. Mit „Vermutungen über Oskar Kokoschka“ steht auch eine von Pobitschkas eigenen Kompositionen am Programm. Das Werk wurde am 1. März 2026 in einem Festkonzert zu Kokoschkas 140. Geburtstag im Kokoschka Museum Pöchlarn – seinem Geburtshaus – durch den Komponisten uraufgeführt.

Robert Pobitschka konzertiert seit 2003 als Pianist im Rahmen der „Kerzenlicht-Konzerte“ und ist seit 2011 deren organisatorischer Leiter. Neben Konzerten im In- und Ausland tritt er auch als Komponist in Erscheinung. Im Rahmen des Festivals Carinthischer Sommer spielte er die Uraufführung seines 1. Klavierkonzertes, bei der ersten Aufführung seines 2. Klavierkonzertes war er Solist des Mozarteum Orchesters Salzburg.

Renaissanceschloss Greillenstein erhielt seine Gestalt im 16. Jahrhundert und ist seither im Besitz der Grafen Kuefstein. Zahlreiche Räume mit originaler Ausstattung können im Rahmen von Führungen besucht werden.

Der Hörgenuss wird durch das stimmungsvolle Ambiente der Anlage und – wie bei allen Konzerten der Serie – durch Kerzenbeleuchtung unterstützt.

Renaissanceschloss Greillenstein  – Türkensaal

Samstag, 27. Juni 2026  –  20.00 Uhr

„Soirée bei Kerzenlicht“

ROBERT POBITSCHKA Klavier

Eine Pause  –  Buffet

KARTEN zu € 28.- (Studenten und Schüler € 15.-) ab 19.30 an der Abendkassa.

VORVERKAUF im Schlossladen an der Pforte zu den Öffnungszeiten

RESERVIERUNGEN: 0650 – 53 29 909  oder  

Veranstalter: Verein Kerzenlicht-Konzerte

www.schlossgreillenstein.at                          www.kerzenlicht-konzerte.at

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WIEN/ Lange Nacht der Kirchen: Eine Ehrenrettung für Johann Karl Regber, übersehener Wiener Zeitgenosse (29.5.2026)

jkr
© JKR-Fonds

Die Lange Nacht der Kirchen hat mit der eindrucksvollen Aufführung der „Missa apokalyptica“ von Johann Karl Regber in der Wiener Karlskirche eine Würdigung für einen – nun, nicht einem vergessenen, sondern einem völlig übersehenen – Wiener erbracht. Ein barock klingender Name, doch ein echter Wiener des 20. Jahrhunderts. Regber (1932 – 2022) hat Dramen, Novellen, andere literarische Werke verfasst, hat erst als Reifer zu komponieren begonnen und konnte dank seiner finanziellen Unabhängigkeit ohne Zugeständnisse an den Zeitgeschmack alle stilistischen Kompromisse ausblenden. Seine musikalische Vision: Die ethische Kraft der Wiener Musikklassiker, eines Beethoven, eines Schubert muss auch noch in unseren Tagen als eines der wesentlichsten seelischen Ausdrucksmittel angesehen werden. Damit hatte der einer klassischen Harmonie so bedürftige Regber keine Chance im Reigen der damaligen österreichischen Modernen wie Avantgardisten.

Der „Johann Karl Regber-Fonds“ unterstützt nun Aufführungen von Werken aus dem musikalischen Schaffen des verstorbenen Außenseiters. Das Symphonieorchester der Czech Virtuosi, der Tschechische Akademische Chor sowie ein Opernsänger-Quartett sind aus Brünn in die Karlskirche angereist gekommen, um zur Ehrenrettung des in seine Visionen verhafteten Wieners anzutreten. Klassisch klingt dieses „Deo gratias creationis dedicata“ mit seinem Trompetenschwall, dem gewaltigen Aufrauschen der Chores, der stimmigen Harmonik im Orchesterklang. Und es klingt nicht wie in der Vergangenheit verwurzelt, sondern diese „Missa apokalyptica“ erweist sich als kraftvolle, eindringliche, die Hingabe einsaugende und vor allem ehrliche Kirchenmusik. Dirigent Heinz Prammer führte die Brünner Gäste mit kraftvoller Hingabe zu einer sakral beeindruckenden Interpretation –  stille Schöpferkraft vermag weit wertvoller als Bangaranga oder wie es gerade auch genannt mag sein.

Meinhard Rüdenauer

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