DIE FREITAG-PRESSE, 12. JUNI 2026

DIE FREITAG-PRESSE, 12. JUNI 2026

Foto: Petr Popelka. Copyright: Khalil Baalbaki

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden:
DIE FREITAG-PRESSE, 12. JUNI 2026

München
Bayerische Staatsoper: Petr Popelka wird Generalmusikdirektor
Die Spekulationen haben ein Ende: Der tschechische Dirigent Petr Popelka wird Nachfolger von Vladimir Jurowski, dessen Vertrag 2029 endet.
BR-Klassik.de.popelka

Mailand
An der Mailänder Scala sorgen steigende Preise für Unmut bei den „Loggionisti“
An der Mailänder Scala sorgen steigende Preise für deutlichen Unmut. Der geht vor allem von den traditionsreichen Besucherinnen und Besuchern der oberen Ränge aus, den sogenannten „Loggionisti“. Wie die italienische Tageszeitung „La Stampa“ schreibt, geht es um 36 besonders gefragte Sitzplätze auf der zweiten Galerie des Opernhauses: Das Abonnement dafür kostete vor der Preiserhöhung 800 Euro, nun sind es 1.050 Euro und damit über 30 Prozent mehr. Der österreichische Rundfunk zitiert „La Stampa“ mit den Worten „Wenn die Scala zum Disneyland für reiche Touristen wird, stirbt das Opernhaus allmählich. Die Gefahr ist konkreter, als man denkt.“ Das Blatt stellt auch fest: „Die Scala ist das teuerste Theater Europas. Teurer sind nur die Aufführungen bei den Salzburger Festspielen“. Die Leitung wies die Kritik zurück und betonte, dass nur ein kleiner Teil der Plätze betroffen ist. Im Durchschnitt seien die Preiserhöhungen minimal.
https://share.google/LmzAn3LpeScmHiWlN

Wien
Sprechstunde mit der Muse: Hoffmanns Erzählungen an der Volksoper Wien
bachtrack.com.de-sprechstunde.der.muse

Wien/ Musikverein und Haydn kicherte leise: Ein Traumabend des Concentus Musicus im Musikverein (Bezahlartikel)
So hinreißend leicht kann historisch informiertes Spiel sein: Die Jagd-Sinfonie als Hetz ohne Hatz und David Guerrier auf Naturhorn und Klappentrompete.
DiePresse.com.haydn.kicherte

Wien/ Konzerthaus
„Chineke! Orchestra“ im Konzerthaus: In Wien fehlte der Zug nach vorn (Bezahlartikel) Das „Chineke! Orchestra“ spielte auf Einladung der Wiener Festwochen im Konzerthaus u. a. die erste Symphonie von Florence Price. Manches hatte allerdings seine Längen.
DiePresse.com.chinekeorchestra

Was bedeutet das neue Budget für das „Kulturland“ Österreich? (Bezahlartikel)
Es geht nicht so radikal bergab wie angekündigt beim Kunst- und Kulturbudget. Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) ist stolz auf eine „Absicherung“ des „Kulturlandes“. Größte Leidtragende: die Museen. Das Haus der Geschichte bleibt vorerst, wo es ist.
DiePresse.com.kulturland.oesterreich

Graz
Bühnen ringen um Millionen: Was sich jetzt ändert Oper, Schauspielhaus, Next Liberty und Spielstätten
Graz befinden sich in einer „Strukturreform“. Damit will man finanziell schwierige Zeiten durchtauchen, bis die Subventionen der Stadt und des Landes wieder indexiert werden. Was die konkreten Pläne sind.
https://www.krone.at/4172182

„Liebe auf den ersten Blick“:
Bayerische Staatsoper holt Wunschkandidaten Markus Blume und Serge Dorny stellen im Nationaltheater den künftigen Generalmusikdirektor vor. Er ist der Wunschkandidat des Bayerischen Staatsorchesters.
MuenchnerAbendzeitung.de.popelka

Münchner Opernfestspiele 2026: Weltstars und Walküren feiern die Oper
Wagners „Ring“ geht in seine mit Spannung erwartete zweite Runde,  Asmik Grigorian und Jonas Kaufmann  verbreiten Star-Glanz und „Oper für alle“ wird 30.  Was die Münchner Opernfestspiele in diesem Jahr zu bieten haben.
SueddeutscheZeitung.de.muenchen

Bayreuth
Oper, Escape-Raum, Mitmachformate
Neben der Kinderoper – gezeigt wird in diesem Jahr „Der Ring des Nibelungen“ in einer rund zweistündigen Fassung – setzen die Bayreuther Festspiele in diesem Sommer verstärkt auf Musikvermittlung.
inbayreuth.de.mitmachformate

Halle
Händel-Festspiele und Oper Halle: Händels „Rinaldo“ in barocker Opulenz
https://www.orpheus-magazin.de/2026/06/10/halle-saale-rinaldo/

Österreich
Weniger Geld für Museen, Film, Förderungen: Bablers „stabiles“ Kulturbudget
Es geht nicht so radikal bergab wie angekündigt beim Kunst- und Kulturbudget. Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) ist stolz auf eine „Absicherung“ des „Kulturlandes“. Aber wie weitsichtig ist sein ideologisches Motto? Der erwartete große Schock war es nicht für den Kunst- und Kulturbetrieb. Das Budget wurde nicht, wie im Strategiebericht prognostiziert, radikal gekürzt, um 150 Millionen, von 670 Millionen im Jahr 2025 auf 520 Millionen im Jahr 2029. Heuer steht man bei diesem Weg bergab bei rund 630 Millionen. 2027 und 2028 wird man aber in etwa stabil bei je rund 610 Millionen bleiben. Genauer gesagt bei 609 Millionen (2027) und 618 Millionen (2028). Wobei 11,4 Millionen aus den „Einsparungen“ für 2027 das für heuer eingeplante und deshalb im Folgejahr entfallende Sonderbudget für die Sanierung des Volkskundemuseums betreffen. Die Erhöhung um fast zehn Millionen 2028 erklärt sich durch ein Sonderbudget für die Sanierung der Salzburger Festspielhäuser.
DiePresse.com.kulturbudget

Wien/ Volksoper
Kult-Operette Fledermaus flattert als Pride-Edition über Bühne
So bunt war der Operetten-Klassiker von Strauss noch nie. In der Volksoper ist auf der Bühne ein humorvoll-bissiges Spiel über Liebe, Identität und gesellschaftliche Normen entstanden
https://www.krone.at/4171728

Opern-Weltstar singt die Hymne beim Formel-1-Grand-Prix in Spielberg
Er füllt die Opernhäuser der Welt, nun eröffnet er das Rennen am Red Bull Ring: Star-Tenor Jonas Kaufmann setzt gemeinsam mit der Osttiroler „Musicbanda Franui“ den musikalischen Auftakt.
KleineZeitung.at

Pittsburgh
Rekord-Dirigent: Honeck bleibt in Pittsburgh
Der Dirigent Manfred Honeck hat bis 2033 beimPittsburgh Symphony Orchestra verlängert.
https://backstageclassical.com/rekord-dirigent-honeck-bleibt-in-pittsburgh/

Feuilleton
„Knapp eine Milliarde Wertschöpfung“
Metallblasinstrumentenmachermeister und Bundesinnungsmeister Christoph Endres im Interview
NeueMusikzeitung/nmz.de

Interview: „Musik soll in ein Labyrinth der Fantasie locken“
In Japan hat Pianist Mao Fujita die Technik, in Deutschland die Philosophie des Klavierspiels erlernt. Im Interview spricht er über die Kunst, auf der Bühne ganz im Moment zu sein, über die Wertschätzung klassischer Musik in seinem Heimatland – und über kleine und große Hände.
https://www.concerti.de/interviews/mao-fujita-2026/

Links zu englischsprachigen  Artikeln

Amsterdam
Beethoven and Schubert through the prism of Grigory Sokolov at the Concertgebouw
bachtrack.com.de.amsterdam

Venedig
Maria Agresta, Joyce El-Khoury, Maria José Siri, Carlos Álvarez & Saioa Hernández Lead Teatro La Fenice’s 2026-27 Season
operawire.com.maria.agresta

Paris
Opéra de Paris 2025-26 Review: ‘La Cenerentola’
https://operawire.com/opera-de-paris-2025-26-review-la-cenerentola/

Kurtág centenary celebrations continue with superbly performed revival of an unqualified masterpiece
seenandheard.international.com.kurtag

Aldeburgh
Mentors, muses and new music: conductor and composer Ryan Wigglesworth
The musician first visited Aldeburgh as a teenage fanboy. Now, he is at the centre of this year’s festival as its featured artist – and he’s opening with his favourite opera TheGuardian.com.music.wigglesworth

Alresford
La Clemenza di Tito, The Grange Festival review – the quality of mercy In concert, Mozart’s farewell opera burns bright
TheArts.desk.com.clemenzaditito

Caesar and the Raiders of the Lost Ark: comic overkill stunts Handel at Grange Festival
https://bachtrack.com/de_DE/review-giulio-cesare-alden-mead-brady-grange-festival-june-2026

Wormsley
Through a glass darkly in Grange Park Opera’s gloomily convincing Don Carlo
https://seenandheard-international.com/category/opera-and-ballet-reviews/

Atlanta
When Valhalla goes up in flames: Atlanta Opera’s triumphant Götterdämmerung
seenandheard.international.com.valhalla

San Francisco
Bold singing and riveting conducting result in an intensely rewarding Elektra in San Francisco
Seenandheard.international.com2026,elektra

Los Angeles
LA Opera Ends its 40th Anniversary Season with a Production of Mozart’s ‘The Magic Flute’
sanfernandosun.magic.flute

Ballett / Tanz

Wien
Wiener Staatsballett: „Manon“, Kenneth MacMillan
13 Jahre ist die letzte Aufführungsserie von Kenneth MacMillansManon her. Umso höher schlägt das Herz eines Ballettfans, dass diese Produktion wieder am Spielplan des Wiener Staatsballetts steht. Die 74. Vorstellung hatte mehrere gelungene Rollendebüts zu verzeichnen und lässt die Zuschauer durch Bühnenbild und Kostüme von Peter Farmer in eine andere Welt eintauchen. Für die Einstudierung zeichnen Gregory Mislin und Laura Morera verantwortlich, Ballettdirektorin Alessandra Ferri (selbst eine fabelhafte Manon in ihrer aktiven Zeit als Primaballerina) coachte das Ensemble.
https://deropernfreund.de/wiener-staatsballett/wien-ballett-manon-kenneth-macmillan/

Zürich Ballett: „Romeo und Julia“, Sergej Prokofjew
Wer kennt Sie nicht, die dramatische Geschichte der zwei Liebenden aus verfeindeten Familien in Verona? Die Tragödie von William Shakespeare wurde unzählige Male als Theaterstück, Ballett und im Film verewigt und ist bis heute ein romantisches Sinnbild für die große Liebe.
Von Marco Stücklin
https://deropernfreund.de/zuerich-ballett/zuerich-ballett-romeo-und-julia-sergej-prokofjew-2/

Linz
Weltpremiere kommt – Tanz Linz: Liebespaar bekommt zweite Chance
Freiheit, Entscheidung und Liebe? „Ich mache aus der Geschichte von Jean-Paul Sartre ein Tanzstück“, sagt Lilit Hakobyan. Die Choreographin entwickelte mit dem Ensemble von Tanz Linz „Das Spiel ist aus“, ein erzählerisches Stück, das am Samstag in der BlackBox des Linzer Musiktheaters Premiere haben wird. Die musste man zuvor leerräumen.
https://www.krone.at/4171771

Sprechtheater

Berlin/ Gorki-Theater
Langhoff verlässt das Gorki
Raum für postmigrantisches Theater in Berlin geht verloren
rbb24.de.Kultur

Film

Zahnlos oder mit Zahnspange: „Schönberg pfeifen“ am Praterstern
Ein Pianist setzt sich an einem Bösendorfer-Klavier mitten in die Stadt und fordert die Vorübergehenden auf, Melodien von Schönberg zu pfeifen. Die japanischen Touristen wünschten sich Mozart, aber bekommen haben sie Schönberg. Und nicht nur das: Sie werden dazu aufgefordert, zu einer Schönberg-Melodie mit zu peifen – denn genau das hat sich Arnold Schönberg in einem Brief von 1947 gewünscht: Dass die Menschen seine Melodien kennen und pfeifen würden.
Kurier.at.schönberg

Medien

ORF: Nächtlicher Entscheid
ORF-Chef Pig: „Ein neuer Morgen bricht an“. Der neue ORF-Chef heißt Clemens Pig: 21 von 35 Stiftungsräten gaben ihre Stimme dem von der Regierung präferierten Kandidaten und ehemaligen Apa-Chef. Der Hearing-Tag war spannend – und lang – wie nie zuvor. Die „Krone“ berichtete live – hier können Sie die Wahl sowie die ersten Worte des designierten Generaldirektors nachlesen.
https://www.krone.at/4172290

ORF
Aufruhr nach Wolfs Attacke auf ORF-Kandidatin
Kurz vor der Wahl des neuen ORF-Generaldirektors am Donnerstag geht es am Küniglberg rund: Nachdem „ZiB 2“- Moderator Armin Wolf die ebenfalls kandidierende Medienunternehmerin Eva Schütz scharf attackiert hatte, erfuhr die „Krone“ am Montag, dass der Moderator intern angezeigt wird – wegen eines möglichen Verstoßes gegen den Ethikkodex. Wolf kann diese Anschuldigungen nicht nachvollziehen.
kronenzeitung.at.arminwolf

Sport

Fußball-WM
Co-Gastgeber Mexiko eröffnet die WM mit 2:0-Sieg
Es ist getan, der Startschuss ist gefallen, die 23. Fußball-Weltmeisterschaft der Geschichte ist im Aztekenstadion von Mexico-City vor rund 80.000 Zuschauern mit dem Duell von Co-Gastgeber Mexiko und Südafrika eröffnet worden! Von der Papierform her wenig überraschend setzten sich die Gastgeber als 14. der FIFA-Weltrangliste gegen den 60. locker durch und siegten am Ende verdient mit 2:0.
https://www.krone.at/4171931

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Unter’m Strich

Kritik nach ORF-Auftritt: Jetzt spricht Christa Kummer
Nach Christa Kummers Auftritt bei „Willkommen Österreich“ wird im Netz über den Umgang der Moderatoren mit ihr diskutiert. Jetzt spricht sie. Nicht nur die „Heute“-Community zeigte sich in Kommentaren irritiert über den Ton der Sendung gegenüber der ehemaligen Wetter-Moderatorin, auch Model Kerstin Lechner meldete sich öffentlich zu Wort und stellte sich hinter die 61-Jährige. Auffällig war in der Sendung zudem der Kontrast zum späteren Gast Jorge González: Während bei Kummer zahlreiche Spitzen gesetzt wurden, wurde der „Let’s Dance“-Star deutlich zurückhaltender behandelt, mit spürbarer Bewunderung und kaum pointierten Kommentaren auf seine Kosten.
Heute.at.kritik.nach.orf-auftritt

INFOS DES TAGES (FREITAG, 12. JUNI 2026)

INFOS DES TAGES (FREITAG, 12. JUNI 2026)

Quelle: onlinemerker.com

Wiener Staatsoper: HEUTE „Animal Farm“ von Alexander Raskatov. Wiederaufnahme

Oper in zwei Akten, neun Szenen & einem Epilog
Text Alexander Raskatov & Ian Burton
nach George Orwell
Sprache Englisch
Altersempfehlung 14 +

Animal Farm von Alexander Raskatow ist eine zeitgenössische Oper in zwei Akten, die auf George Orwells berühmtem dystopischen Roman Farm der Tiere basiert. Sie wurde 2023 uraufgeführt und befasst sich mit der Vereinnahmung und Pervertierung von Revolutionsidealen, wobei die Schweine nach einem erfolgreichen Aufstand die totale Kontrolle übernehmen

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Old Major Gennady Bezzubenkov
Napoleon Wolfgang Bankl
Snowball Michael Gniffke
Squealer Andrei Popov
Boxer Stefan Astakhov
Benjamin / Young Actress Karl Laquit
Minimus Artem Krutko
Clover Margaret Plummer
Muriel: Isabel Signoret
Blacky: Elena Vassilieva
Mollie Holly Flack
Mr. Jones Daniel Jenz
Mrs. Jones Aurora Marthens
Mr. Pilkington Clemens Unterreiner

Musikalische Leitung Alexander Soddy
Inszenierung Damiano Michieletto
Bühne Paolo Fantin
Kostüme Klaus Bruns
Choreografie Thomas Wilhelm
Licht: Alessandro Carletti

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Erinnerungen an einen Theaterbegeisterten
Interview /  Wiener Staatsoper

Günther Schneider-Siemssen – Wikipedia
Der Dirigent Herbert von Karajan mit dem Bühnenbildner Günther Schneider-Siemssen

Am 7. Juni hätte der Bühnenbildner Günther Schneider-Siemssen seinen 100. Geburtstag gefeiert. Ein Gespräch mit seinem jüngsten Sohn, dem Komponisten, Philipp Mazar

Zum Interview der Wiener Staatsoper(Webseite der vWiener Staatsoper: https://www.wiener-staatsoper.at/magazin/detail/erinnerungen-an-einen-theaterbegeisterten/

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Statement Düsseldorf zum Stopp des Opernhausneibauprojekts in Düsseldorf

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Die Deutsche Oper am Rhein braucht tragfähige Perspektiven. Für den künftigen Betrieb, für die im Bestandgebäude nach gesetzlichen Vorschriften notwendige bauliche Infrastruktur und für die Zukunft der ca. 570 Mitarbeitenden.

Alexandra Stapler-Brown    Marwin Wendt

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Wiener Volksoper
Liebe Besitzer:innen einer BundestheaterCard,

Liebes Publikum,

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Zum Video/C.Jakob Plattner/Volksoper

Die Sommerpause steht vor der Tür – doch offenbar stecken wir noch ganz tief in der aktuellen Saison: In unserem Mail zum Angebot BundestheaterCard Spezial zu KaiserRequiem hat sich leider ein Fehler eingeschlichen. Wir haben die Termine versehentlich im Jänner statt im Juni verortet.

Vielen Dank an alle, die uns darauf aufmerksam gemacht haben! Das zeigt uns, wie aufmerksam unsere Nachrichten gelesen werden – darüber freuen wir uns sehr, auch wenn wir uns über den Fehler natürlich weniger freuen.

Zur Klarstellung: Die Termine für KaiserRequiem finden selbstverständlich im Juni 2026 statt. Hier noch einmal die richtigen Termine:

BundestheaterCard Spezial Angebot
Karten um 25,–

für KaiserRequiem am 16., 19., 23., 26. und 28. Juni 2026 
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Petr Popelka wird Bayerischer Generalmusikdirektor

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Petr Popelka. Foto: Bayerische Staatsoper

Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, beruft den tschechischen Dirigenten Petr Popelka ab der Spielzeit 2029/30 zum Bayerischen Generalmusikdirektor. Er folgt damit auf Vladimir Jurowski, dessen Amtszeit mit Ende der Spielzeit 2028/29 endet.

Mit dem Amt des Bayerischen Generalmusikdirektors übernimmt Petr Popelka zugleich die Musikalische Leitung der Bayerischen Staatsoper und des Bayerischen Staatsorchesters. Der traditionsreiche Titel steht seit dem 19. Jahrhundert für die höchste musikalische Verantwortung am Nationaltheater München und verbindet die künstlerische Prägung des Opern- und Konzertbetriebs mit der Leitung eines der ältesten und renommiertesten Orchester Europas. Der Bayerische Generalmusikdirektor verantwortet maßgeblich die musikalische Entwicklung des Hauses und gestaltet gemeinsam mit der Staatsintendanz das künstlerische Profil der Bayerischen Staatsoper.

Petr Popelka reiht sich damit in eine bedeutende Tradition großer Musikerpersönlichkeiten ein, die das Bayerische Staatsorchester und die Bayerische Staatsoper über Generationen geprägt haben – darunter Hermann Levi, Richard Strauss, Bruno Walter, Hans Knappertsbusch, Sir Georg Solti, Joseph Keilberth, Wolfgang Sawallisch, Zubin Mehta, Kent Nagano, Kirill Petrenko und Vladimir Jurowski.

Petr Popelka zählt zu den international profiliertesten Dirigenten seiner Generation. Nach seiner Ausbildung in Prag und Freiburg war er von 2010 bis 2019 stellvertretender Solo-Kontrabassist der Sächsischen Staatskapelle Dresden, bevor er seine Dirigentenlaufbahn begann. Seit 2024 ist er Chefdirigent der Wiener Symphoniker; zuvor leitete er das Radio-Symphonieorchester Prag und das Norwegische Rundfunkorchester. Gastengagements führten ihn unter anderem zu den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Cleveland Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra, an die Semperoper Dresden, an das Opernhaus Zürich sowie an zahlreiche führende europäische Orchester und Opernhäuser.

An der Bayerischen Staatsoper debütierte Petr Popelka bei den Münchner Opernfestspielen 2025 mit Leoš Janáčeks Káťa Kabanová. Für die Münchner Opernfestspiele 2026 kehrt er mit Antonín Dvořáks Rusalka an die Bayerische Staatsoper zurück.

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BUDAPEST/MÜPA: PARSIFAL halb-szenisch am 5. Juni 2026

Großartiger halb-szenischer „Parsifal“ im Palace of Arts

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Foto-Copyright: Atilla Nagy/Müpa Budapest

Seit mittlerweile 20 Jahren gibt es den Palace of Arts – MÜPA mit der „Béla Bartók“ National Concert Hall. Es ist ein von Architekt Gábor Zoboki, Professor, Lead Architekt, Gewinner des Kossuth- and Ybl Preises, konzipierter futuristischer Neubau im Süden der ungarischen Hauptstadt Budapest, direkt an der Donau gelegen. Imre Kiss, der erste Generaldirektor, wollte mit einer Gruppe intellektueller Ungarn und Ausländer mit der Gründung des MÜPA einen Beitrag zur Heranführung eines jüngeren Publikums an die performing arts leisten und Impulse insbesondere für die klassische Musik setzen. So wurden von Maestro Ádám Fischer vor nun genau 20 Jahren die „Budapest Wagner Days“ ins Leben gerufen. Er kam damals von Bayreuth zurück, wo er eine Zeitlang als Dirigent wirkte, und brachte einige Sänger der damaligen Bayreuther Festspiele mit nach Budapest.

In enger Zusammenarbeit zunächst mit Imre Kiss und dann mit dem derzeitigen Generaldirektor des MÜPA, Csaba Káel, einem ungarischen Film- und Opernregisseur, kreierte Fischer in Zusammenarbeit mit dem Regisseur des gleich zu Beginn in Angriff genommenen „Ring des Nibelungen“, Hartmut Schörghofer, eine besondere Art der Wiedergabe der Musikdramen Wagners: Die halb-szenische Inszenierung, also einen Inszenierungsstil, der in der Mitte zwischen der normalen Inszenierung eines Werkes und seiner rein konzertanten Wiedergabe mit Notenpulten und Abendroben liegt. Das mag auch vorher in ähnlicher Firm schon so aufgeführt worden sein. Da alle Opern aber im Konzertsaal „Béla Bartók“ mit einer phantastischen Akustik stattfanden und weiterhin -finden, hat der MÜPA diese Aufführungsform zu seiner Spezialität erhoben und weiterentwickelt. Er hat sie besonders detailliert ausgestaltet und damit internationales Ansehen im Wagnerfach gewonnen.

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Foto-Copyright: Atilla Nagy/Müpa Budapest

Wie Csaba Káel auf einer Pressekonferenz vor der Neuinszenierung des „Parsifal“ am 5. Juni betonte, legt man hier vor allem Wert auf die Musik. Natürlich kommt dann das dramaturgisch-szenische Konzept mit den Sängerdarstellern und nur wenigen, aber zentralen Bühnenbildelementen und Requisiten hinzu, fein auf die Musik abgestimmt. Mit einer entsprechenden Personenregie bewegen sich die Sänger wie in einer normalen Inszenierung – allerdings die Herren oft im Frack und die Damen in Abendrobe. Manche sind aber auch kostümiert, ein Trend, der sich in jüngeren Inszenierungen des MÜPA nach dem „Ring des Nibelungen“ immer mehr durchsetzt, so auch bei diesem neuen „Parsifal“ in der Regie von Birgit Kajtna-Wönig.

Mit diesem akzentuiert halb-szenischen Inszenierungsstil hat man also einen sehr direkten Zugang zum Werk ohne durch – wie in Mitteleuropa sehr oft zu erlebenden – Regietheater-Entfremdungen vom Inhalt des Werkes und der vom Komponisten ursprünglich beabsichtigten Aussage abgelenkt zu werden. Das wird von einem immer größer werdenden Teil des Publikums geschätzt. So war auch bei „Parsifal“ der große „Béla Bártok“-Konzertsaal wieder fast ausverkauft.

Birgit Kajtna-Wönig erzählt die Geschichte des „Parsifal“ mit einer relativ spartanischen Ausstattung mit wenigen profanen Instrumenten-Truhen des Konzertbetriebs und einer entsprechenden spanischen Wand. Immerhin sieht man den Lapis coeli, den schon ganz zu Anfang der „Parsifal“-Dichtung thematisierten „Stein des Himmels“, der hier statt des Kelches – begleitet von einem mystischen Nebel – aus einer Truhe gehoben wird. Ein starker Moment des Abends! Mit einer wirkungsvollen Einbeziehung der langen Parkett-Gänge und der zwei Ränge des großen Saales sowie der Orgel-Empore für den Chor und einige Solisten-Auftritte sowie einer sehr konzentrierten, bestens auf die Charaktere ausgerichteten Personenregie vermag die Regisseurin über den ganzen Abend eine musiktheatralische Spannung zu erzeugen. Vor der Orgel hängt eine große Leinwand auf der durch entsprechende Videos weitere Stimmung erzeugt wird. Es überrascht immer wieder gerade hier im MÜPA, wie wenige Requisiten bei einer intelligenten Personenführung nötig sind, um einen spannenden und emotional intensiven Wagner-Abend zu gestalten!

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Foto-Copyright: Atilla Nagy/Müpa Budapest

Dabei waren wie gewohnt im MÜPA wieder Weltklasse-Sänger am Werk. Wolfgang Koch sang einen kraftvollen und emotional berührenden Amfortas. Kurt Rydl ließ mit seinem hohen Alter einen gleichwohl respektvollen Titurel erklingen, der langsam über die Bühne geht und dem verdutzten Parsifal einen Apfel in die Hände drückt – Anspielung auf den Apfel Evas im Paradies, in umgekehrten Sinne?! Tijl Faveyts sing einen sehr prägnanten und klar artikulierenden Gurnemanz. Keine große, keine dunkle und schwere Stimme. Aber nicht nur vokal, sondern auch darstellerisch überzeugte Faveyts in dieser Rolle.

Magnus Vigilius, der auch schon den Siegfried singt und in anderen Wagner-Rollen glänzt, verkörpert den Parsifal mit seinem strahlenden heldisch timbrierten Tenor und einem sehr emphatischen Spiel. Anja Kampe hat als Kundry einen ganz großen Auftritt mit ihrem kraftvollen, dunkel timbrierten Sopran und wie immer mit beeindruckender Darstellung und großartiger Mimik. Sie lotet die Facetten der komplexen Rolle der Höllenrose eindrucksvoll aus. Das ging zweitweise durch Mark und Bein. Jochen Schmeckenbecher, einer der besten Alberich-Sänger, glänzt mit seinem charaktervollen Bassbariton als Klingsor mit dem Speer in der Hand. Die Nebenrollen waren ebenfalls sehr gut besetzt. Die ungarischen Blumenmädchen waren stimmlich erstklassig und interessant choreografiert.

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Foto-Copyright: Atilla Nagy/Müpa Budapest

Der Hungarian Radio Symphony Choir unter der Leitung von Máté Szabó Sipos spielte an diesem Premieren-Abend die von ihm gerade im „Parsifal“ erwartet große Rolle, nicht nur mit einer wunderbaren, manchmal mystisch klingenden stimmlichen Leistung, sondern auch dramaturgisch mit der Positionierung auf den Rängen.

Ádám Fischer, der künstlerische Direktor und, de facto, künstlerische Mentor der Wagner Days, dirigierte mit dem Hungarian Radio Symphony Orchestra einen wahrlich meisterhaften „Parsifal“. Das Orchester saß auf der Bühne, die Handlung spielte davor und an den Seiten sowie auf den Rängen. Das Vorspiel wurde mit langsamen Tempi in höchster Vollkommenheit regelrecht zelebriert, gleichwohl mit einer inneren Spannung, wie auch spätere Orchester-Vor- und Zwischenspiele. Es zeigte sich einmal mehr, dass mit Fischer ein Altmeister auch des Wagner-Fachs am Pult saß und ein hervorragendes ungarisches Orchester leitete. Diese Leistung hatte Bayreuth-Niveau, mit dem Unterschied, dass man im MÜPA Stereo hört und Bayreuth den berühmten Mono-Mischklang und dabei das legendäre Bayreuther Festspielhaus um sich hat.

Ein großer Abend im Palast der Künste mit lang anhaltendem begeisterten Applaus des Publikums! Am 30. Juni gibt es noch eine Aufführung.

Klaus Billand

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