Martin ten Kortenaar (Erik), Polina Semionova (Die Diva), David Soares (Nurejew) (Foto: RW)
Um es zu wiederholen, dominierender Faktor war in dem Ballett Nurejew nicht der Tanz, sondern der die Wirkung des Tanzes zerschreddernde, immer wieder einsetzende Monolog des Schauspielers Odin Lund Biron.
Staatsballett Berlin: Nurejew
Choreographie: Yuri Possokhov
Inszenierung, Libretto und Bühne: Kirill Serebrennikov
Kostüme: Elena Zaytseva
Musik: Ilya Demutsky
Deutsche Oper Berlin, 4. April 2026
von Dr. Ralf Wegner
Rudolf Nurejew war der zu seiner Zeit wohl unbestritten berühmteste Tänzer, nicht nur wegen seiner Flucht aus Russland, sondern auch wegen der Berichte über die virile Ausstrahlung und Aura dieses sprungmächtigen Ballerino. Hinzu kam wohl auch, dass er zusammen mit einer zwei Jahrzehnte älteren Tänzerin auftrat: Margot Fonteyn. Ich erlebte Nurejew als Tänzer zweimal, 1972 als Albrecht in Giselle in Paris und später in einem moderneren Stück in Berlin (Pierrot Lunaire), außerdem wurde 2017 seine überzeugende Don Quixote-Version im Hamburg gezeigt. „Staatsballett Berlin: Nurejew, Inszenierung Kirill Serebrennikov
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