„Il viaggio a Reims“: „Man kann die Welt einen Käfig voller Narren nennen“

Foto: Thomas Aurin (c)
Deutsche Oper Berlin
, 5. Juli 2018
Gioacchino Rossini, Il viaggio a Reims

 von Gabriel Pech

Kann man heutzutage noch eine Krönungsoper für einen französischen Monarchen des frühen 19. Jahrhunderts aufführen? Ist das noch relevant? Findet das Publikum einen Zugang dazu? Jan Bosses Inszenierung von Gioacchino Rossinis „Il viaggio a Reims“ (1825) zeigt: Auf jeden Fall und überhaupt gar nicht. „Gioacchino Rossini, Il viaggio a Reims,
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Deutsche Oper Berlin: Faust als gewissenloser Verführer

Foto: Matthias Baus (c)
Deutsche Oper Berlin,
26. Juni 2018
Charles Gounod, Faust

von Regine Neudert

Luftballons und Autoscooter, Bälle, Fahrräder und Rollschuhe stehen hier für Spaß in dieser eigentlich so tragischen Geschichte. Die Wiederaufnahme von Philipp Stölzls „Faust“-Inszenierung an der Deutschen Oper Berlin funktioniert besser, schenkt man einigen Publikumsstimmen Glauben, als die Premiere vor drei Jahren. Dies mag durchaus an der neuen hochkarätigen Besetzung liegen: allen voran Nicole Car und Charles Castronovo, die kurzfristig eingesprungen sind. „Charles Gounod, Faust,
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Bizets „Carmen“: Entstaubt und vom Pathos befreit in der Deutschen Oper Berlin

Foto: Ruth Tromboukis (c)
Deutsche Oper Berlin
, 16. Juni 2018
Georges Bizet, Carmen

von Regine Neudert

Noch bevor die Ouvertüre erklingt, versuchen die Besucher der „Carmen“-Dernière an der Deutschen Oper zu erraten, wessen Auge da vom Vorhang auf sie herunterblickt. Ist es das Auge eines Fisches? Ein gehäuteter Tierkopf? Tatsächlich ist es das überdimensionale Herz eines Stiers. Carmen als Stier, die gezähmt und schließlich getötet werden muss? „Georges Bizet, Carmen
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Die Arien haben promenieren gelernt – Il viaggio a Reims an der Deutschen Oper Berlin

Foto: Thomas Aurin (c)
Gioacchino Rossini: Il viaggio a Reims, Deutsche Oper Berlin, 15. Juni 2018

von Martin Schüttö

Eine illustre Gesellschaft vornehmer Sonderlinge will zur Krönung des neuen französischen Königs Karl X. nach Reims reisen, nur leider sind keine Pferde zu bekommen, und so feiert der zusammengewürfelte Haufen einfach schon mal alleine in Paris – kleinere amouröse Verwicklungen, Primadonnengehabe und was die Restaurationszeit noch so zu bieten hat, natürlich all inclusive. Man trifft sich schließlich im Hotel „Zur Goldenen Lilie“, das in der neuen Inszenierung von Jan Bosse an der Deutschen Oper Berlin zum Krankenhauszimmer umgestaltet wird. „Gioacchino Rossini: Il viaggio a Reims, Deutsche Oper Berlin, 15. Juni 2018“ weiterlesen

Deutsche Oper Berlin: ES FEHLEN KUTSCHEN, PFERDE – UND EIN REGISSEUR

Foto: Thomas Aurin (c)
Gioacchino Rossini, Il Viaggio a Reims

Deutsche Oper Berlin, Premiere am 15. Juni 2018

von Peter Sommeregger

Rossinis „Il Viaggio a Reims“, 1825 als Festoper für die Krönung Karls X. geschrieben, war lange in Vergessenheit geraten. In den 1980er-Jahren wurde sie wieder ausgegraben, Claudio Abbado spielte sie mit Starbesetzung für die Schallplatte ein. Seither hält sich das Werk auf den Spielplänen. „Gioacchino Rossini, Il Viaggio a Reims,
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Diana Damrau und Javier Camarena: Das Traumpaar des Belcantos in Berlin

Foto: Jürgen Frank (c)
Deutsche Oper Berlin
, 28. Mai 2018
Gaetano Donizetti: Maria Stuarda
Francesco Ivan Ciampa, Musikalische Leitung
Diana Damrau, Maria Stuarda
Javier Camarena, Graf Leicester
Jana Kurucová, Elisabetta I.

von Yehya Alazem

Seit dem goldenen Zeitalter des Belcantos hat die Welt kaum ein Duo gehört, das mit Joan Sutherland und Luciano Pavarotti, Beverly Sills und Nicolai Gedda oder Edita Gruberova und Alfredo Kraus zu vergleichen ist. Aber was Diana Damrau und Javier Camarena momentan schaffen, ist auf jeden Fall ganz nahe dran. „Gaetano Donizetti, Maria Stuarda, Diana Damrau, Javier Camarena,
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Diana Damrau / Jana Kurucova: Duell mit offenem Ausgang

Foto: Jiyang Chen (c)
Deutsche Oper Berlin
, 28. Mai 2018
Gaetano Donizetti, MARIA STUARDA

mit Diana Damrau, Jana Kurucova, Javier Camarena

von Peter Sommeregger

Donizettis dritte Belcanto-Oper über englische Königinnen ist ein dramaturgisch nicht unproblematisches Stück. Sind die ersten drei Bilder übervoll mit Dramatik und emotionalen Ausbrüchen, ist das finale Bild eher verhalten und ruhiger angelegt, entsprechend der bedrückten Stimmung vor der Hinrichtung der Stuarda. Dieses letzte Bild gehört auch der Sängerin der Titelrolle allein, die sängerische Konkurrenz ihrer Gegenspielerin Elisabetta muss sie hier nicht mehr fürchten. „Gaetano Donizetti, MARIA STUARDA, Diana Damrau
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Präsent und elegant: Der albanische Tenor Saimir Pirgu bezaubert das Publikum in Berlin

Photo by Fadil Berisha (c)
Deutsche Oper Berlin, 25. Mai 2018
Sonderkonzert – Giuseppe Verdi

Paolo Arrivabeni, Dirigent
Saimir Pirgu, Tenor
Nicole Car, Sopran
Irina Churilova, Sopran
Seyoung Park, Sopran

von Yehya Alazem

Anstelle der erkrankten Angela Gheorghiu braucht man drei Sopranistinnen: Nicole Car, Irina Churilova und Seyoung Park. An ihrer Seite steht der in Albanien geborene Tenor Saimir Pirgu und am Pult der italienische Dirigent Paolo Arrivabeni.

Es ist schade, dass Paolo Arrivabeni an der Deutschen Oper Berlin nicht mehrere Vorstellungen während der Verdi-Wochen dirigiert hat. Er hat wirklich ein ausgezeichnetes Fingerspitzengefühl für die italienische Oper und im Besonderen Verdi. Was das Orchester der Deutschen Oper Berlin unter ihm in dieser Verdi-Gala zeigt, ist einfach phantastisch. Präzision, Zusammenhalt, Transparenz und eine energische Spielfreude! Sowohl in den Ouvertüren als auch in den verschiedenen Arien bringen die Musiker unter Arrivabeni alle Gefühlselemente hervor und lassen das Publikum in Schönheit baden. „Sonderkonzert – Giuseppe Verdi,
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Anja Harteros in Berlin: atemberaubend und zu Tränen berührend

Foto: Marco Borggreve (c)
Deutsche Oper Berlin
, 18./21. Mai 2018
Giuseppe Verdi, Don Carlo

Donald Runnicles, Dirigent
Marco Arturo Marelli, Inszenierung/Bühne
Anja Harteros, Elisabetta
Yosep Kang, Don Carlo
Etienne Dupuis, Rodrigo
Elena Zhidkova, Eboli
Ildebrando d’Arcangelo, Filippo II.

von Yehya Alazem

Ein Engel ist aus dem Himmel gekommen, um das Publikum an der Deutschen Oper Berlin mit himmlischem Gesang zu bezaubern, den fast niemand anders auf dieser Erde bieten kann. Anja Harteros steht nicht nur auf dem Höhepunkt ihrer musikalischen Schaffenskraft, sondern auch an der Spitze der gesamten Sopranwelt. Wie sie der Elisabetta in Giuseppe Verdis „Don Carlo“ Reinheit, Wärme und Leidenschaft verleiht, berührt die Seele, und man wünscht sich nur, dass die Vorstellung nie ein Ende nimmt. „Giuseppe Verdi, Don Carlo, Anja Harteros,
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Kristina Mkhitaryan wird in einigen Jahren zu den großen Sopranistinnen unserer Zeit gehören

Foto: © Askonas Holt 2018
Deutsche Oper Berlin
, 19. Mai 2018
Giuseppe Verdi, La Traviata
Carlo Montanaro
, Dirigent
Götz Friedrich, Inszenierung
Frank Philipp Schlößmann, Bühne
Kristina Mkhitaryan, Violetta
Attilio Glaser, Alfredo Germont
Gabriele Viviani, Giorgio Germont

von Yehya Alazem

„La Traviata“ ist eine der absolut beliebtesten Opern im ganzen Repertoire, und laut der Internetseite „Operabase“ ist sie die meist gespielte Oper überhaupt. Aber eine erfolgreiche Aufführung dieser Oper ist sehr abhängig von der Titelheldin – es wird auch oft gesagt, für die Violetta brauche man drei Sopranistinnen, da sich der Charakter vom einen zum nächsten Akt sehr entwickelt und jeder Akt verschiedene Fähigkeiten in Anspruch nimmt. „Giuseppe Verdi, La Traviata,
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