Deutsche Oper Berlin: ES FEHLEN KUTSCHEN, PFERDE – UND EIN REGISSEUR

Foto: Thomas Aurin ©
Gioacchino Rossini, Il Viaggio a Reims

Deutsche Oper Berlin, Premiere am 15. Juni 2018

von Peter Sommeregger

Rossinis „Il Viaggio a Reims“, 1825 als Festoper für die Krönung Karls X. geschrieben, war lange in Vergessenheit geraten. In den 1980er-Jahren wurde sie wieder ausgegraben, Claudio Abbado spielte sie mit Starbesetzung für die Schallplatte ein. Seither hält sich das Werk auf den Spielplänen. „Gioacchino Rossini, Il Viaggio a Reims,
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Diana Damrau und Javier Camarena: Das Traumpaar des Belcantos in Berlin

Foto: Jürgen Frank (c)
Deutsche Oper Berlin
, 28. Mai 2018
Gaetano Donizetti: Maria Stuarda
Francesco Ivan Ciampa, Musikalische Leitung
Diana Damrau, Maria Stuarda
Javier Camarena, Graf Leicester
Jana Kurucová, Elisabetta I.

von Yehya Alazem

Seit dem goldenen Zeitalter des Belcantos hat die Welt kaum ein Duo gehört, das mit Joan Sutherland und Luciano Pavarotti, Beverly Sills und Nicolai Gedda oder Edita Gruberova und Alfredo Kraus zu vergleichen ist. Aber was Diana Damrau und Javier Camarena momentan schaffen, ist auf jeden Fall ganz nahe dran. „Gaetano Donizetti, Maria Stuarda, Diana Damrau, Javier Camarena,
Deutsche Oper Berlin“
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Diana Damrau / Jana Kurucova: Duell mit offenem Ausgang

Foto: Jiyang Chen (c)
Deutsche Oper Berlin
, 28. Mai 2018
Gaetano Donizetti, MARIA STUARDA

mit Diana Damrau, Jana Kurucova, Javier Camarena

von Peter Sommeregger

Donizettis dritte Belcanto-Oper über englische Königinnen ist ein dramaturgisch nicht unproblematisches Stück. Sind die ersten drei Bilder übervoll mit Dramatik und emotionalen Ausbrüchen, ist das finale Bild eher verhalten und ruhiger angelegt, entsprechend der bedrückten Stimmung vor der Hinrichtung der Stuarda. Dieses letzte Bild gehört auch der Sängerin der Titelrolle allein, die sängerische Konkurrenz ihrer Gegenspielerin Elisabetta muss sie hier nicht mehr fürchten. „Gaetano Donizetti, MARIA STUARDA, Diana Damrau
Deutsche Oper Berlin“
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Präsent und elegant: Der albanische Tenor Saimir Pirgu bezaubert das Publikum in Berlin

Photo by Fadil Berisha (c)
Deutsche Oper Berlin, 25. Mai 2018
Sonderkonzert – Giuseppe Verdi

Paolo Arrivabeni, Dirigent
Saimir Pirgu, Tenor
Nicole Car, Sopran
Irina Churilova, Sopran
Seyoung Park, Sopran

von Yehya Alazem

Anstelle der erkrankten Angela Gheorghiu braucht man drei Sopranistinnen: Nicole Car, Irina Churilova und Seyoung Park. An ihrer Seite steht der in Albanien geborene Tenor Saimir Pirgu und am Pult der italienische Dirigent Paolo Arrivabeni.

Es ist schade, dass Paolo Arrivabeni an der Deutschen Oper Berlin nicht mehrere Vorstellungen während der Verdi-Wochen dirigiert hat. Er hat wirklich ein ausgezeichnetes Fingerspitzengefühl für die italienische Oper und im Besonderen Verdi. Was das Orchester der Deutschen Oper Berlin unter ihm in dieser Verdi-Gala zeigt, ist einfach phantastisch. Präzision, Zusammenhalt, Transparenz und eine energische Spielfreude! Sowohl in den Ouvertüren als auch in den verschiedenen Arien bringen die Musiker unter Arrivabeni alle Gefühlselemente hervor und lassen das Publikum in Schönheit baden. „Sonderkonzert – Giuseppe Verdi,
Deutsche Oper Berlin“
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Anja Harteros in Berlin: atemberaubend und zu Tränen berührend

Foto: Marco Borggreve (c)
Deutsche Oper Berlin
, 18./21. Mai 2018
Giuseppe Verdi, Don Carlo

Donald Runnicles, Dirigent
Marco Arturo Marelli, Inszenierung/Bühne
Anja Harteros, Elisabetta
Yosep Kang, Don Carlo
Etienne Dupuis, Rodrigo
Elena Zhidkova, Eboli
Ildebrando d’Arcangelo, Filippo II.

von Yehya Alazem

Ein Engel ist aus dem Himmel gekommen, um das Publikum an der Deutschen Oper Berlin mit himmlischem Gesang zu bezaubern, den fast niemand anders auf dieser Erde bieten kann. Anja Harteros steht nicht nur auf dem Höhepunkt ihrer musikalischen Schaffenskraft, sondern auch an der Spitze der gesamten Sopranwelt. Wie sie der Elisabetta in Giuseppe Verdis „Don Carlo“ Reinheit, Wärme und Leidenschaft verleiht, berührt die Seele, und man wünscht sich nur, dass die Vorstellung nie ein Ende nimmt. „Giuseppe Verdi, Don Carlo, Anja Harteros,
Deutsche Oper Berlin“
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Kristina Mkhitaryan wird in einigen Jahren zu den großen Sopranistinnen unserer Zeit gehören

Foto: Kristina Mkhitaryan © Emil Matveev
Deutsche Oper Berlin
, 19. Mai 2018
Giuseppe Verdi, La Traviata
Carlo Montanaro
, Dirigent
Götz Friedrich, Inszenierung
Frank Philipp Schlößmann, Bühne
Kristina Mkhitaryan, Violetta
Attilio Glaser, Alfredo Germont
Gabriele Viviani, Giorgio Germont

von Yehya Alazem

„La Traviata“ ist eine der absolut beliebtesten Opern im ganzen Repertoire, und laut der Internetseite „Operabase“ ist sie die meist gespielte Oper überhaupt. Aber eine erfolgreiche Aufführung dieser Oper ist sehr abhängig von der Titelheldin – es wird auch oft gesagt, für die Violetta brauche man drei Sopranistinnen, da sich der Charakter vom einen zum nächsten Akt sehr entwickelt und jeder Akt verschiedene Fähigkeiten in Anspruch nimmt. „Giuseppe Verdi, La Traviata,
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Vor etwa 100 Jahren hat der legendäre Startenor Enrico Caruso behauptet, Verdis „Il Trovatore“ sei sehr einfach zu besetzen ...

Foto: DER TROUBADOUR von Giuseppe Verdi, Deutsche Oper Berlin, Wiederaufnahme 28. Mai 2016, copyright: Bettina Stöß

Giuseppe Verdi, Il Trovatore (Der Troubadour)
Deutsche Oper Berlin, 
12. Mai 2018

Giacomo Sagripanti, 
Musikalische Leitung
Hans Neuenfels, 
Inszenierung
Reinhard von der Thannen, Ausstattung
Angela Meade, Leonora
Murat Karahan, Manrico
Simone Piazzola, Graf Luna
Anita Rachvelishvili, Azucena

von Yehya Alazem

Vor etwa 100 Jahren hat der legendäre Startenor Enrico Caruso behauptet, Verdis „Il Trovatore“ sei sehr einfach zu besetzen – „Man nehme die vier besten Sänger der Welt“. Diese Oper ist trotz der sehr komplizierten und sogar verrückten Handlung sehr beliebt und zählt zu Verdis meist gespielten Opern, da sie voller musikalischer Perlen ist – aber nur, wenn man die richtigen Sänger hat. An der Deutschen Oper Berlin hat man die Schwierigkeiten der Oper unterschätzt … „Giuseppe Verdi, Il Trovatore (Der Troubadour) Deutsche Oper Berlin, 12. Mai 2018“ weiterlesen

Traumbesetzungen im Dreiecksdrama
in Verdis ”Un Ballo in Maschera”

Foto: © Marcus Lieberenz

Giuseppe Verdi, Un Ballo in Maschera (Ein Maskenball)
Deutsche Oper Berlin, 
13. Mai 2018

Benjamin Reiners,
Musikalische Leitung
Götz Friedrich,
Inszenierung
Gerlinde Pelkowski, Szenische Adaption und Spielleitung
Dmytro Popov, Gustaf III., König von Schweden
Anja Harteros, Amelia
Luca Salsi, Graf René Anckarström

von Yehya Alazem

 Götz Friedrich war  ein großartiger Regisseur und ist eine Legende, nicht nur in seinem alten Haus an der Bismarckstraße in Berlin, sondern auch in der ganzen Opernwelt. Seit der Premiere am 19. Dezember 1993 läuft seine Inszenierung von Verdis „Un Ballo in Maschera“ (Ein Maskenball). Da es am Sonntagabend schon die 91. Aufführung der Inszenierung ist, kann man ganz auf das Musikalische fokussieren – und genau das braucht es an diesem Abend. Die Leistungen sind von höchster Klasse. Nicht nur die individuellen Einsätze, auch die Chemie zwischen den Sängern und die Kommunikation mit dem Dirigenten sind hervorragend. „Giuseppe Verdi, Un Ballo in Maschera (Ein Maskenball), Deutsche Oper Berlin, 13. Mai 2018“ weiterlesen

Der eine imitiert, der andere ist uninteressiert, und der Rest ist verwirrt: Die Fledermaus an der Deutschen Oper scheitert auf fast allen Ebenen

Foto: Deutsche Oper Berlin / Thomas M. Jauk (c)
Johann Strauß: Die Fledermaus
Deutsche Oper Berlin, 8. Mai 2018

Donald Runnicles, Musikalische Leitung
Rolando Villazón, Inszenierung
Johannes Leiacker, Bühne
Thibault Vancraenenbroeck, Kostüme
Annette Dasch, Rosalinde
Thomas Blondelle, Gabriel von Einstein
Angela Brower, Prinz Orlofsky
Enea Scala, Alfred

von Yehya Alazem

Die Premieren in der Spielzeit 2017/18  an der Deutschen Oper Berlin sind bis jetzt sehr schwankend gewesen. Vom niedrigsten Niveau wie Ole Anders Tanbergs Inszenierung von „Carmen“ bis zum höchsten Weltklasseniveau wie Christof Loys Inszenierung von Korngolds Rarität „Das Wunder der Heliane“. „Johann Strauß, Die Fledermaus, Deutsche Oper Berlin, 8. Mai 2018“ weiterlesen

Wenn Anja Harteros singt, steht die Zeit still, und die Erde hört auf sich zu drehen

Wie Anja-Harteros-Bewunderer Yehya Alazem den Auftritt der Star-Sopranistin in der Deutschen Oper Berlin erlebte

Nach einem kurzen Auftritt im ersten Akt hat Amelia in Giuseppe Verdis „Un ballo in maschera“ (Ein Maskenball) ihren großen Auftritt am Anfang des zweiten Aktes mit der großen Szene, die so viele Sopranistinnen fürchten. Anja Harteros, die beste Sopranistin der Welt in ihrem Fach, tritt auf die Bühne der Deutschen Oper Berlin, im schwarzen Kleid und mit weißem Haarschal. „Anja Harteros, Giuseppe Verdi, Un Ballo in Maschera,
Deutsche Oper Berlin“
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