Erwin Schrott und sein Ensemble präsentieren teuflisch guten Tango-Sound

Erwin Schrott © Patric Leo

Erwin Schrott: „Tango Diablo“

Programm:
Opern-Arien, Lieder und Instrumentalwerke von Charles Gounod, Giacomo Meyerbeer, Hector Berlioz, Arrigo Boito, Enrique Cadícamo, Heraclio Fernández, Ariel Ramírez, Jorge Caldara und Astor Piazzolla


Erwin Schrott   
Bassbariton
Santiago Cimadevilla
und Lysandre Donoso   Bandoneon
Jonathan Bolívar   
Gitarre
Federico Lechner
und Michael Häringer   Klavier

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 9. April 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Es dauert einige Zeit, bis Erwin Schrott im stark abgedunkelten Saal anhebt zu singen. Der Bassbariton, ein charmanter Plauderer und lockerer Conférencier, ergeht sich nach seiner Begrüßung zunächst einmal in unterschiedlichsten Themen, angefangen von seinen kölnischen Wurzeln bis hin zur Programmidee von „Tango Diablo“. „Erwin Schrott: „Tango Diablo“
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 9. April 2026“
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Wie ambitionierte junge Talente einen sinfonischen Achttausender erfolgreich bewältigen

Stefan Geiger © Stefan-Geiger.com

Anton Bruckner,  9. Sinfonie

Landesjugendorchester Bremen
Stefan Geiger  Dirigent

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Ostersonntag, 5. April 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Gut siebzig ambitionierte junge Musizierende im Alter von etwa 13 bis 25 Jahren haben sich auf der Bühne der Glocke positioniert. Sie alle haben einen Großteil ihrer Osterferien für intensive Vorbereitungen genutzt, um jetzt, zum bereits vierten Mal an aufeinanderfolgenden Tagen (nach Hambergen, Verden und Uelzen) auf einer veritablen Tour de Force mit Bruckners Neunter einen sinfonischen „Achttausender“ zu bezwingen. Klingt einigermaßen vermessen, wenn …, ja, wenn es da nicht mit Stefan Geiger einen gleichermaßen erfahrenen wie motivierenden „Bergführer“ gäbe, der als langjähriger künstlerischer Leiter des Landesjugendorchesters Bremen sehr wohl in der Lage ist einzuschätzen, ob das Ensemble einer derartigen Aufgabe gewachsen ist. „Anton Bruckner, 9. Sinfonie, Landesjugendorchester Bremen, Stefan Geiger 
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 5. April 2026“
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Die Luft vibriert in der Glocke

Bar Avni © STEFANIE-JAeGER-JAeGERFILMS

8. Philharmonisches Konzert: Passion – Power – Pathétique

Johann Sebastian Bach  Passacaglia und Fuge c-Moll BWV 582 für großes Orchester gesetzt von Ottorino Respighi

Witold Lutosławski  Konzert für Violoncello und Orchester

Pjotr Iljitsch Tschaikowsky  Symphonie Nr. 6 h-Moll op. 74 „Pathétique“

Hayoung Choi  Violoncello
Bar Avni  Dirigat
Die Bremer Philharmoniker

Das Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 16. März 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Konzerte können sehr unterschiedlich sein: entspannend, aufregend, schlimmstenfalls langweilig. Oder derart energiegeladen, dass die Luft zu vibrieren scheint. Letzteres darf mit Fug und Recht konstatiert werden für diesen ungemein faszinierenden Konzertabend der Bremer Philharmoniker, die unter der präzisen, dabei gleichermaßen fordernden wie motivierenden Stabführung der in Israel geborenen Dirigentin Bar Avni zu absoluter Höchstform auflaufen. „Hayoung Choi Violoncello, Bar Avni Dirigat, Die Bremer Philharmoniker
Das Bremer Konzerthaus Die Glocke, 16. März 2026“
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Peltokoski und Lozakovich: Zwei Stars, die mit reifen Darbietungen begeistern

Tarmo Peltokoski, FPGC DKam © Peter Rigaud

2. Premieren-Abonnementkonzert: Junge Weltstars

Zoltán Kodály  Tänze aus Galánta
Robert Schumann 
Violinkonzert d-Moll Woo 1
Felix Mendelssohn Bartholdy 
Sinfonie Nr.3 a-Moll op. 56 “Schottische”

Daniel Lozakovich   Violine
Tarmo Peltokoski   Dirigent
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 26. Februar 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Die Konzertankündigung „Junge Weltstars“ weckt hohe Erwartungen. Dabei stellt sich weniger die Frage nach fachlichen und spieltechnischen Qualitäten; denn dabei kann man zweifellos von einem Höchstmaß ausgehen. Ob dies allerdings auch mit gleichermaßen ausgeprägter künstlerischer Reife einhergeht, ist nicht selten ungewiss. „Junge Weltstars: Daniel Lozakovich Violine, Tarmo Peltokoski Dirigent
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 26. Februar 2026“
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Die Uraufführung des jüngsten Gourzi-Opus sorgt beim Bremer Publikum für riesige Begeisterung

PHIL Orchester stehend © Caspar Sessler

6. Philharmonisches Konzert: Die Seele der Natur

Konstantia Gourzi   Message between Trees (2020)

Ishaón, The Angel in the Golden Garden (Konzert für Viola und Orchester)

Antonín Dvořák  Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88

Nils Mönkemeyer  Viola
Jonathan Bloxham  Dirigent
Die Bremer Philharmoniker

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 2. Februar 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Konstantia Gourzi mag die Natur. Und leise Töne. Die in Athen geborene Komponistin, Dirigentin und Professorin, derzeit Artist in Residence bei den Bremer Philharmonikern, ist beim Konzert anwesend und erläutert ihre kompositorische Sichtweise.

Sie habe Bäume lieben gelernt, habe eine Sehnsucht gespürt, sie zu umarmen. Und das tut sie auch kompositorisch bei ihrem 2020 entstandenen Werk „Message between Trees“. „6. Philharmonisches Konzert: Die Seele der Natur
 Bremer Konzerthaus Die Glocke, 2. Februar 2026“
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Elisabeth Leonskaja reißt als 80-Jährige das Publikum von den Sitzen

Elisabeth Leonskaja © Marco Borggreve

DIE DEUTSCHE KAMMERPHILHARMONIE BREMEN
»MEISTER­HAFTER KLAVIER­ZAUBER«

Johannes Brahms  Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15
Felix Mendelssohn Bartholdy
  Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 “Italienische”

Elisabeth Leonskaja  Klavier
Tarmo Peltokoski   Dirigent
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 15. Januar 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Die Eingangsakkorde kommen brutal und mit elementarer Wucht. Die wirbelnden Paukenschläge übertönen zeitweise den gesamten Orchesterapparat. Maestoso? Eher ein Weltuntergangsszenario. Aber immerhin mit einem zwischenzeitlich sanften Leuchten am Horizont, mit arg gedrosseltem, schwerfälligem Tempo. „1. Abonnentenkonzert „Meisterhafter Klavierzauber“
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 15. Januar 2026“
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Die Bremer Philharmoniker imponieren mit unterhaltsamer Leichtigkeit und einem sinfonischen Schwergewicht

Hinter der Bühne beim 1. Philharmonischen Konzert der Bremer Philharmoniker, Bremen, 2023-09-25 © Caspar Sessler

5. Philharmonisches Konzert: „Tradition mit Twist“

Igor Strawinsky   Pulcinella Suite
Joseph Haydn  
Trompetenkonzert Es-Dur Hob. VIIe:1
Johannes Brahms
    Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90

Roman Lemmel   Trompete
Marko Letonja   Dirigent
Die Bremer Philharmoniker

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 13. Januar 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Es mag auf den ersten Blick etwas einfallslos, aber durchaus auch mutig anmuten, einen Solisten aus den eigenen Reihen zu stellen, noch dazu mit einem Werk, das seit Generationen als Pflichtstück jedes halbwegs fortgeschritteneren Trompeters gilt.

Doch entsprechend kritische Einschätzungen hatten sich schon nach wenigen Takten von Haydns bekanntem Trompetenkonzert erledigt. Denn es war durchaus interessant, einen Musiker wie Roman Lemmel, Solotrompeter der Bremer Philharmoniker, nicht in den hinteren Reihen, sondern einmal vor dem Orchester zu sehen. Und zugleich seine musikantischen Qualitäten nicht in orchestraler Gesamtheit, sondern individuell zu erleben. „5. Philharmonisches Konzert: „Tradition mit Twist“
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 13. Januar 2026“
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Bachs Klavierwerke und faszinierende Ansichten aus dem All ergänzen sich zu einem ungemein beeindruckenden Event

 

„Bach in Space“ (eine Produktion von MünchenMusik)

Johann Sebastian Bach  Präludien, Choräle, Suiten, Inventionen und Konzerte (teils in Ausschnitten)

Mona Asuka  Klavier

Bremer Konzerthaus Die Glocke,  2. Januar 2026


von Dr. Gerd Klingeberg

Mit dem Ausspruch: „Nicht Bach! Meer sollte er heißen!“ brachte dereinst Ludwig van Beethoven seine Bewunderung für den Großmeister barocker Tonkunst zum Ausdruck. Und versetzte ihn damit in eine quasi stark erweiterte Dimension. Bei MünchenMusik geht man indes noch einen riesigen Schritt weiter: Erst das Weltall böte wohl eine angemessene Kulisse zur Präsentation des Bach‘schen Œuvres.

„„Bach in Space“ (eine Produktion von MünchenMusik)
Bremer Konzerthaus Die Glocke,  2. Januar 2026“
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Heroische Beethoven-Klänge und fulminante Dvořák-Sinfonik generieren ein grandioses Silvester-Feuerwerk

Fotos © Tonlist concerts

 Silvesterkonzert 2025

Wolfgang Amadeus Mozart  Ouvertüre aus „Le nozze di Figaro“

Ludwig van Beethoven   Konzert für Klavier und Orchester Nr.5 Es-Dur op. 73

Antonín Dvořák  Sinfonie Nr.6 D-Dur op. 60

Justus Eichhorn  Klavier
Jiří Habart  Dirigent
Philharmonie Hradec Králové

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal,  31. Dezember 2025

von Dr. Gerd Klingeberg

Dass sich an diesem Silvesterabend ein gerade einmal 16 Jahre junger Pianist an Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 wagen wird, macht mich durchaus neugierig; es belässt aber zugleich – quasi vorsichtshalber – meine Erwartungen auf einem eher mittleren Niveau, auch wenn besagter Justus Friedrich Eichhorn ungeachtet seines jugendlichen Alters bereits mit einer beachtlichen Konzerttätigkeit aufwarten kann. „Justus Eichhorn Klavier, Jiří Habart Dirigent, Philharmonie Hradec Králové
Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal,  31. Dezember 2025“
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Berauschende Geigenklänge und empire-britischer Pomp sorgen in Bremen für frenetischen Jubel

Hana Chang © Kaupo Kikkas

4. Philharmonisches Konzert: Verehrt und verewigt

Ein Musikerlebnis der Extraklasse, das vom rundum enthusiasmierten Auditorium mit gebührend lang anhaltendem Beifall bedacht wird.

Maurice Ravel  Le Tombeau de Couperin, Suite d’Orchestre
Johannes Brahms  Violinkonzert D-Dur op. 77
Edward Elgar  Enigma-Variationen op. 36

Hana Chang  Violine

Finnegan Downie Dear  Dirigent
Die Bremer Philharmoniker

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 15. Dezember 2025

von Dr. Gerd Klingeberg

Da steht sie, nahezu bewegungslos, Geige und Bogen hängen locker in ihrer Hand: Violinistin Hana Chang, eine zierliche Person vor dem groß besetzten Orchester, das sich in den mehr als drei langen Minuten der Sinfonie-Einleitung bereits auf optimale Betriebstemperatur eingespielt hat. Dann kommt Bewegung in die junge Solistin; geschmeidig und punktgenau fädelt sie sich ein in das laufende orchestrale Geschehen, legt aus dem Stand heraus gehörig zu, behauptet sich mit attackierend kraftvollem Strich und dem satten, tragfähigen Klang ihrer Amati höchst eindrucksvoll gegen die vermeintliche Übermacht des Ensembles. „Hana Chang Violine, Finnegan Downie Dear Dirigent, Die Bremer Philharmoniker
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 15. Dezember 2025“
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