Sir Simon Rattle setzt den grandiosen Schlusspunkt beim Musikfest Bremen

Sir Simon Rattle © Oliver Helbig

Musikfest Bremen: „Kosmos Schumann“

Robert Schumann   Ouvertüre zu „Genoveva“ op. 81
Violinkonzert d-Moll WoO 1
Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61

Isabelle Faust  Violine
Sir Simon Rattle
 Dirigent
Freiburger Barockorchester

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 4. September 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Es soll ein weiteres von etlichen, zuvor bereits erlebten Highlights werden beim Musikfest Bremen. Und dann, während sich das Orchester bereits in spielbereit wartet, fehlen Dirigierpult und Dirigentenpodest. Was man glatt für ein Versäumnis der Bühnenarbeiter halten könnte, hat indes seine Richtigkeit: Sir Simon Rattle, einer der ganz Großen seiner Zunft, benötigt dergleichen nicht; denn die Partitur hat er im Kopf, und sein Dirigat erfolgt quasi auf Augenhöhe mit den Musizierenden. „Musikfest Bremen: „Kosmos Schumann“
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 4. September 2026“
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So Bruch-romantisch hätte es gerne noch endlos weitergehen dürfen!

María Dueñas, Giedrė Šlekytė © Hannes von der Fech

Musikfest Bremen: Spätromantische Geniestreiche

Für bekennende Romantiker gehört bei einem als „Spätromantische Geniestreiche“ betiteltem Konzert Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 geradezu unverzichtbar dazu. Vor allem der 2. Satz, mit hochgradigem Ohrwurmpotenzial, der allerdings nach Meinung so mancher geschmacklich anders orientierter Musikfreunden eher mit einer Art musikalischer Zuckersteuer zu belegen sei.

Programm:
Franz Schubert 
Ouvertüre C-Dur zu „Die Zauberharfe“ D 644 („Rosamunde-Ouvertüre“)
Max Bruch 
Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26
Johannes Brahms  
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

María Dueñas  Violine
Giedrė Šlekytė 
Dirigentin
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Das Bremer Konzerthaus Die Glocke, 31. August 2026

von Dr. Gerd Klingeberg „Musikfest Bremen: Spätromantische Geniestreiche, María Dueñas, Violine
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 31. August 2026“
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Dramatisch und pompös: Diese Briten haben beides drauf!  

Orchestra and Choir, Finan Jones © Nikolai Wolff fotoetage

Musikfest Bremen: Schicksalslied und Lobgesang

Eine imponierende, sehr eindrucksvolle Darbietung von Constellation Choir & Orchestra, die vom gänzlich enthusiasmierten Publikum frenetisch gefeiert werden. Die Zugabe, das sensibel mezzopiano intonierte „Geistliche Lied“ op. 30 von Johannes Brahms, sorgt final für ruhevolle, fast schon heimelige Stimmung, die mit dem gemütvoll gesungenen finalen „Amen“ besiegelt wird.

Johannes Brahms   Schicksalslied für Chor und Orchester op. 54

Felix Mendelssohn Bartholdy   Sinfonie Nr. 2 B-Dur op. 52 „Lobgesang“

Hilary Cronin und Sam Cobb  Sopran
Jonathan Hanley   Tenor
Finan Jones   Dirigent
The Constellation Choir & Orchestra

Das Bremer Konzerthaus Die Glocke, 28. August 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

„Musikfest Bremen, Finan Jones & The Constellation Choir & Orchestra
Das Bremer Konzerthaus Die Glocke, 28. August 2026“
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Mit rasanten Koloraturen inszeniert Lezhneva ein brillantes Feuerwerk  

 Julia Lezhneva, Il Giardino Armonico, Giovanni Antonini © Nikolai Wolff fotoetage

Musikfest Bremen: Barockes Feuerwerk

Antonio Vivaldi hat, wie kaum ein anderer, barocke Prachtentfaltung und die gleißende Sonne Italiens in seinen Werken nacherlebbar auskomponiert. Hinsichtlich einer Interpretation, die die Vielfalt der Musik des venezianischen „Prete rosso“ als faszinierendes barockes Feuerwerk zu präsentieren vermag, steht das 1985 von Giovanni Antonini gegründete und geleitete Ensemble „Il Giardino Armonico“ gewiss an weit vorderer Stelle.

Antonio Vivaldi   Concerto Es-Dur RV 253 „La tempesta di mare“ und weitere Concerti,
Arie „Agitata da due venti“ aus „La Griselda“ RV 718 und weitere Arien

Joseph Haydn
   Cantata „Arianna a Naxos“ Hob. XXVI:2

Julia Lezhneva   Sopran
Giovanni Antonini   Dirigent
Il Giardino Armonico  Instrumentalensemble

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 27. August 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

„Antonio Vivaldi, Julia Lezhneva Sopran, Giovanni Antonini Dirigent
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 27. August 2026“
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Die exzellente Darbietung Verdi’scher Dramatik lässt die Stimmung hochkochen

Musikfest Bremen, Verdi-Gala, Bremer Philharmoniker,
Hulkar Sabirova Sopran (anstelle von Nicole Chevalier), Marko Letonja Dirigent © Nikolai Wolff/fotoetage

Musikfest Bremen:  Verdi-Gala

Programm:
Giuseppe Verdi   Ouvertüren und Arien aus „La forza del destino, „I vespri siciliani“ u.a.
Ottorino Respighi   Fontane di Roma

Hulkar Sabirova   Sopran (anstelle von Nicole Chevalier)
Marko Letonja   Dirigent
Bremer Philharmoniker

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 26. August 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Beim Musikfest Bremen anno 2019 war Sopranistin Nicole Chevalier kurzfristig eingesprungen für die erkrankte Patricia Petibon. Mit riesigem Erfolg. Und jetzt, wie bei einem Déjà-vu, musste Chevalier selbst nur wenige Tage vor ihrem Auftritt absagen. Eine Katastrophe für die Veranstalter, die erfreulicherweise von der deutschen Sopranistin Hulkar Sabirova eine spontane Zusage bekamen. Da hört man zu Beginn doch etwas skeptisch hin, ob denn allein schon die extrem knappe Vorbereitungszeit gemeinsam mit den Bremer Philharmoniker ausreichend gewesen sei für eine erfolgreiche Verdi-Gala. Klar, es gibt ein kleine, aber unwesentliche Retusche am Programm. Aber sonst?

„ Musikfest Bremen: Verdi-Gala, Marko Letonja und Hulkar Sabirova
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 26. August 2026“
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Rolando Villazón: Ich wollte wie Orpheus singen…

Rolando Villazón © Michal Novak

Musikfest Bremen: Orfeo son io

Programm:
Arien und Instrumentalwerke von Claudio Monteverdi, Tarquinio Merula, Christoph Willibald Gluck, Carlos Gardel u.a.

Rolando Villazón   Tenor
Céline Scheen   
Sopran
Christina Pluhar   
Theorbe und Leitung
L’Arpeggiata   
Instrumentalensemble

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 18. August 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Der Mythos um den begnadeten Sänger Orpheus und seine Gattin, die Nymphe Eurydike, ist gewiss eine der bekanntesten alten Liebestragödien.

Claudio Monteverdi hat sie 1607 in „L’Orfeo“ vertont, der möglicherweise ersten Oper der Musikgeschichte. Und dutzende weitere Komponisten haben sich bis hin zur Neuzeit dieses berührenden Sujets bedient. „Musikfest Bremen: Orfeo son io, Rolando Villazón
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 18. August 2026“
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Fazıl Say rüttelt auf – Debussy entführt in faszinierende mystische Traumwelten

Fazıl Say © Fethi Karaduman-noresize-

Musikfest Bremen: Fazıl Says „Mother Earth“

In einem Interview erläuterte der türkische Pianist und Komponist Fasıl Say einmal, dass er mit seiner Musik die Absicht verfolge, Geschichten zu erzählen, die Menschen berühren und aufrütteln sollen. Von dieser Intention in ganz besonderem Maße bestimmt ist auch sein seinem 2024 entstandenes Klavierkonzert „Mother Earth“, das in einer Bremer Erstaufführung am Auftaktabend des diesjährigen Bremer Musikfests in der Glocke dargeboten wurde. Als Solist seines eigenen Werkes ist Say dafür gewiss der ultimative Interpret.

Programm:

Claude Debussy  Prélude à l’après-midi d’un faune
Fazıl Say  Klavierkonzert “Mother Earth” op. 111

Fazıl Say  Klavier
Alain Altinoglu Dirigent
hr-Sinfonieorchester

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 15. August 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

„Musikfest Bremen: Fazıl Says „Mother Earth“
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 15. August 2026“
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Schostakowitsch und Brahms fesseln in der Glocke

Bremer Philharmoniker im Bibelgarten der Glocke © Hannes von der Fecht

12. Philharmonisches Konzert „Neue Bahnen“

Schostakowitschs packend ausgeführte Stimmungsambivalenz trifft auf opulente Klangfarbigkeit energiestrotzender Brahms-Sinfonik

Dmitrij Schostakowitsch  Violinkonzert Nr.1 a-Moll op. 77
Johannes Brahms  Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98

Vadim Gluzman  Violine
Marko Letonja  Dirigat

Die Bremer Philharmoniker

Bremer Konzerthaus Die Glocke, Großer Saal, 22. Juni 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Schönstes Sommerwetter herrscht am Tag nach Mittsommer in Bremen. Doch diese Leichtigkeit des Seins sucht man eher vergeblich im letzten Saisonkonzert der Bremer Philharmoniker. Vielmehr verbreiten schon eingangs die ersten dunklen Streicherklänge des Violinkonzerts von Dmitrij Schostakowitsch eine nocturnale, deutlich melancholisch gefärbte Stimmung.

Solist Vadim Gluzmann bleibt mit seinem Violinpart anfangs zumeist unaufgeregt. Sein Spiel klingt nahezu wie beiläufig; es gibt allenfalls kurzzeitig angedeutet dramatische Einwürfe, wird dann aber zunehmend deutlich aufgewühlter. Wie bei vielen von Schostakowitschs Werken erschließt sich deren Bedeutungsinhalt auch diesmal am ehesten aus den diffizilen Lebensumständen des Komponisten, der sich unter dem politischen Druck der Stalin-Ära jahrelang in einer Art Ausnahmezustand befand. Sein Violinkonzert ist so etwas wie ein Psychogramm jener Zeit. „12. Philharmonisches Konzert
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 22. Juni 2026“
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Mendelssohns Violinkonzert begeistert als emphatische, elegante Darbietung

Jukka-Pekka Saraste © Felix Broede

„Wiedersehen mit Christian Tetzlaff“

Magnus Lindberg  Jubilees
Felix Mendelssohn Bartholdy
  Violinkonzert e-Moll op. 64
Johannes Brahms
  Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Christian Tetzlaff Violine
Jukka-Pekka Saraste  Dirigent
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 8. Mai 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Mendelssohns Violinkonzert gilt, auch wegen seiner eingängigen Melodik, als ausgesprochen populär. Bei seiner Interpretation verdeutlicht Geiger Christian Tetzlaff indes allein schon mit einem sportlich zupackenden Eingangstempo, dass er nicht auf schwelgerische Romantisierung setzt, sondern vielmehr die ausgeprägte Virtuosität und Raffinesse dieser meisterhaften Komposition betonen wird. „Christian Tetzlaff Violine, Jukka-Pekka Saraste Dirigent
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 8. Mai 2026“
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Ein erfrischender Kurztrip in die skandinavischen Musikgefilde begeistert in Bremen

Julie Røssland © Ole Wuttudal

Auf zu einem erfrischend unterhaltsamen Kurztrip in die reizvollen Musikgefilde Skandinaviens!

5nachsechs Afterwork-Konzert: Skandinavische Romanze

Programm:

Jean Sibelius  En Saga op. 9
Johan Svendsen  Romanze für Violine G-Dur op. 26
Geirr Tveitt  Hundred Hardanger Tunes op. 51
Johan Svendsen  Norwegische Rhapsodie Nr. 3 op. 23

Julie Røssland   Dirigentin
Jacques Forestier   Violine
Die Bremer Philharmoniker

Bremer Konzerthaus Die Glocke, 22. April 2026

von Dr. Gerd Klingeberg

Das Format der etwa 75 Minuten dauernden „5nachsechs Afterwork-Konzerte“, das für ein nicht ausschließlich klassik-affines Publikum konzipiert ist, erfreut sich längst außerordentlicher Beliebtheit.

Umso mehr, wenn es diesmal unter dem Motto „Skandinavische Romanze“ um Musik aus Finnland und Norwegen geht, Ländern also, deren Bewohner nachweislich zu den glücklichsten der Welt zählen. Dass das Orchester dabei in zumeist zivilem Outfit aufspielt, bedeutet indes keineswegs, dass man im Hinblick auf den Einsatz weniger engagiert als bei „großen“ Konzerten zur Sache ginge. Was sich im Übrigen auch schwerlich umsetzen ließe bei einem Werk wie „En Saga“ von Sibelius, bei dem der volle Einsatz des Orchesters gefordert ist. „5nachsechs Afterwork-Konzert, Skandinavische Romanze
Bremer Konzerthaus Die Glocke, 22. April 2026“
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