Im Theater „La Seine Musicale” entsteht Brahms’ Deutsches Requiem als eindringliches szenisches Drama neu

Die Bühne © Julien Benhamou

Kann man das Deutsche Requiem von Johannes Brahms szenisch realisieren? Dirigentin Laurence Equilbey und Regisseur David Bobée haben sich dieser Herausforderung gestellt und eine Deutung geschaffen, die musikalisch wie theatralisch überzeugt und das Publikum zu begeistertem Jubel hinreißt.

Johannes Brahms
Ein deutsches Requiem nach Worten der Heiligen Schrift, op. 45

Laurence Equilbey, Musikalische Dramaturgie und Leitung

David Bobée, Inszenierung
David Bobée und Léa Jézéquel, Bühnenbild
Mayuko Tsuikiji und Samuel Bobée, Kostüme
Wojtek Doroszuk, Video
Stéphane Babi-Aubert und Léo Courpotin, Licht
Jean-Noël Françoise, Ton

Eleanor Lyons, Sopran
John Brancy, Bariton
Jules Turlet, Chansigneur
Yingyu Lyu, Tänzerin
Salvatore Cappello, Akrobat
Franck Krawczyk, Akkordeon

accentus
Insula orchestra

La Seine Musicale, Île Seguin, Boulogne-Billancourt, 15. Jänner 2026

von Dr. Rudi Frühwirth

Der große Humanist Johannes Brahms hat den Text seines Requiems bewusst nicht der traditionellen Liturgie entnommen, sondern ihn selbst aus sorgfältig ausgewählten Passagen des Alten und Neuen Testaments zusammengestellt. In dem durchaus auch politisch gemeinten Konzept des Regisseurs David Bobée verweisen sowohl der Text als auch Brahms’ Vertonung auf das universelle Leid, auf die grauenvollen Untaten, die der Mensch dem Menschen zuzufügen imstande ist, und auf den bis heute nicht erlösten Zustand der Menschheit. „Johannes Brahms, Ein deutsches Requiem
La Seine Musicale, Île Seguin, Boulogne-Billancourt, 15. Januar 2026“
weiterlesen