DIE FREITAG-PRESSE – 28. FEBRUAR 2025

DIE FREITAG-PRESSE – 28. FEBRUAR 2025

© Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE FREITAG-PRESSE – 28. FEBRUAR 2025

Wien
Bogdan Roščić: „Die Opernballübertragung hat mit dem realen Ball wenig zu tun“
Was der Hausherr zum ersten Ball ohne Richard Lugner sagt und wie wichtig ihm der Dresscode ist: Staatsoperndirektor Bogdan Roščić im Gespräch. Gibt es irgendwo eine rote Linie für Sie? Was heißt eine. Ich träume zum Beispiel von der Einrichtung einer schnellen Eingreiftruppe für akute Mode-Situationen. Die Herren sind durch den Zwang zur Uniformität Gott sei Dank weitgehend entschärft. Obwohl auch da mancher glaubt, seine überbordende Individualität durch läppische Abweichungen vom Dresscode ausdrücken zu müssen. Bei den Damen sieht man da und dort unbeschreibliche Dinge, da wäre schnelle Hilfe oft ein Gebot der Mitmenschlichkeit. Aber ich muss als Gastgeber natürlich so tun, als würde ich von alledem nichts merken, daher wird es beim Traum bleiben.
KleineZeitung.at

Wien
Viel Johann Strauss, aber wenig Politik am Wiener Opernball
Der größte Star des 67. Opernballs am Donnerstag ist Johann Strauss gewesen. Beinahe die gesamte Eröffnung des Abends war dem 200. Geburtstag des legendären Walzerkönigs gewidmet. Die Staatsspitze war mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen und dem amtierenden Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) zwar zum Fest gekommen, ansonsten war die Spitzenpolitik aber eher spärlich vertreten.
apa.at

Party, Pomp und Promis am Wiener Opernball 2025: Der Abend in Bildern
Ob der Blumenschmuck in der Staatsoper „Walzerkönig“ Johann Strauss angesprochen hätte, ist nicht überliefert – gemeinsam waren sie aber die Stars des Abends
DerStandard.at

Glamour-Roben
So schön glänzten die Promi-Beautys am Opernball
Am Donnerstag hieß es zum 67. Mal „Alles Walzer“ in der Wiener Staatsoper. Und zur Feier des Tages hatten sich die Promi-Damen natürlich die allerschönsten Roben ausgesucht.
krone.at

Das Opernlabor – wie Wien Oper neu denkt
In Wien zeigen drei Opernhäuser die Vielfalt des Genres: Stefan Herheim denkt Oper von der Kunst, Lotte de Beer bewegt eine ganze Stadt, und Bogdan Roščić pflegt ein Opernmuseum.
backstageclassical.com

Ein Ministerium für „Schöner Wohnen“? (Bezahlartikel)
Exotische Ressortverteilung, pragmatische Inhalte: Das Haus der Geschichte soll ein Bundesmuseum, private Investitionen in Kunst und Kultur steuerlich begünstigt werden.        DiePresse.com

Kulturprogramm der Dreierkoalition: Geld spielt keine Rolle (Bezahlartikel)
ÖVP, SPÖ und Neos hätten viel vor im Kunst- und Kulturbereich. Vielleicht darf Andreas Babler es umsetzen.
Kurier.at

Wien/Musikverein
Profund, virtuos, natürlich: Rudolf Buchbinder spielt Schubert im Musikverein (Bezahlartikel)
DiePresse.com

Beethoven im Musikverein: Kolibri und U-Boot-Knarzen mit dem Concentus (Bezahlartikel)
DiePresse.com

Graz
Land Steiermark setzt das Kulturkuratorium ab
Die Wogen gehen hoch: Soll das Kulturkuratorium des Landes Steiermark blau eingefärbt werden? Der Großteil der aktuellen Mitglieder jedenfalls hat am Mittwoch von seiner baldigen Ablöse erfahren.
krone.at

Berlin

Wiederentdeckte Barockoper „Merope“: Lügen, Intrigen, Verleumdungen (Bezahlartikel)
Brillantes Gastspiel in der Berliner Staatsoper: Der Dirigent Francesco Corti und die Akademie für Alter Musik entdecken Domingo Terradellas „Merope“ von 1743 neu.
Tagesspiegel.de

Frankfurt
Louise Alder in der Oper Frankfurt – Komm herein, lieber März
FrankfurterRundschau.de

Louise Alder rettet erneut Liederabend an der Oper Frankfurt
kulturfreak.de

Hannover
Auf der Suche nach sich selbst – Robyn Schulkowskis „Das Kind der „Seehundfrau“ an der Staatsoper Hannover (Bezahlartikel)
NeueMusikzeitung/nmz.de

Regensburg
Überragend getimt: das Erfolgsmusical „Come From Away“ erstmals auf deutsch am Theater Regensburg
NeueMusikzeitung/nmz.de

Luzern
Ist die Zukunft des Luzerner Theaters in Gefahr?
Die Stadtluzerner Bevölkerung will kein neues Theater. Das alte Gebäude ist aber in schlechtem Zustand. Wie weiter?
swissinfo.ch

Feuilleton
Interview Joyce DiDonato: „Lebe im Hier und Jetzt!“
Joyce DiDonato reflektiert über die Kraft der Musik, ihre künstlerische Mission und den Mut, trotz globaler Krisen weiterzumachen.
concerti.de

Dresden
Dresdner Wagner-Projekt geht kammermusikalisch weiter

Die New York Times hat das Wagner-Projekt der Dresdner Musikfestspiele als eine der weltweit besten Aufführungen 2024 eingestuft. Ein Teil des Projektes tourt nun durch Sachsen.
NeueMusikzeitung/nmz.de

Links zu englischsprachigen Artikeln

Zürich
Opernhaus Zürich 2024-25 Review: Manon Lescaut
operawire.com

Paris
Opéra National de Paris 2025 Review: I Puritani
operawire.com

Brüssel
La Monnaie’s Götterdämmerung has high musical values but is performed in an art installation
seenandheard-international.com

Valencia
A superb performance of L’Orfeo in Valencia led by Leonardo García Alarcón
seenandheard-international.com

London
Verdi: Il trovatore at the Royal Opera
Fantastic chorus work was not always supported by its principal singers in the revival of Adele Thomas’s production
gramophone.co.uk

Review: IL TROVATORE, Royal Ballet And Oper
broadwayworld.com

Spreads emotions like jam: Festen, at the Royal Opera House, reviewed (Subscription required)
spectator.co.uk

Ridout, 12 Ensemble, Wigmore Hall review – brilliant Britten and bombastic Brahms    Dazzling solo and ensemble playing in pieces inspired by music of the past
theartsdesk.com

Chicago
Bluebeards’s Castle: Girl next door
parterre.com

Montreal
Season Launch 25-26 – Opéra de Montréal
In its 46th season, the company remains dedicated to blending timeless repertoire with contemporary works, offering audiences an unforgettable lineup featuring Don Giovanni, Jenůfa, Clown(s), and Carmen.
myscena.org

Tokyo
Carolina López Moreno, Marina Costa-Jackson, Charles Castronovo, Lawrence Brownlee & Francesca Pia Vitale Lead New National Theatre Tokyo’s 2025-26 Season
operawire.com

Feuilleton
‘He was a titan of of the music world – and my teacher’: Benjamin Appl on Dietrich Fischer-Dieskau
Appl was the great singer’s final pupil. As the musical world celebrates Fischer-Dieskau’s centenary, his friend remembers lessons with ‘FiDi’
TheGuardian.com

Ballett / Tanz

Wien
Utopischer Walzerrausch mit Liquid Loft und Phace Liquid Lofts und Phaces
Stück „Seid umschlungen, Millionen!“ als Teil des Programms von Johann Strauss 2025 im Reaktor
DerStandard.at

Sprechtheater

Antike trifft Psychoanalyse: Hofmannsthals „Elektra“ in der Wiener Neustadt (Bezahlartikel)
Kurier.at

Bern
Ibsen am Theater in Bern: Zusammengepresstes Leben
Hier ist nur eine im Raum, die eine Lektion erteilen kann: „Hedda Gabler“, inszeniert von Barbara Weber an den Bühnen Bern, ist ein eindrucksvoller Versuch des ästhetischen Widerstands.
FrankfurterAllgemeine.net

Wien/Rabenhof
Punschkrapfen-Theater: Sargnagels „Opernball“ im Rabenhof
Uraufführung: Stefanie Sargnagel hat einen teils hübsch lakonischen Text über einen Opernballbesuch geschrieben. Das Rabenhoftheater macht daraus eine überdrehte Revue. Das Schlimme an Klischees ist erstens, dass sie meistens stimmen. Zweitens, dass es keine Erkenntnis bringt, sie zu überzeichnen. Viele Kabarettisten wissen das nicht. Stefanie Sargnagel weiß es. Dieses Wissen zeichnete auch ihren Roman „Iowa“ (2023) aus: Das provinzielle Amerika ist fast genauso, wie wir es uns vorstellen, und gerade darum so wundersam. Man muss es nicht, wie seminaristisch geschulte Scherzbolde sagen, „zur Kenntlichkeit entstellen“.
DiePresse.com

Schauspieler und Kabarettist Ernst Hilbich mit 93 gestorben
Auftritte in Sendungen wie „Am laufenden Band“. Er sang den Hit „Heut’ ist Karneval in Knieritz an der Knatter“. Der deutsche Schauspieler und Kabarettist Ernst Hilbich ist tot. Der Sänger des Karnevalsschlagers „Heut’ ist Karneval in Knieritz an der Knatter“ starb im Alter von 93 Jahren, wie seine Familie der dpa bestätigte. Populär wurde Hilbich durch Auftritte in Sendungen wie „Am laufenden Band“ mit Rudi Carrell und „Zum Blauen Bock“ mit Heinz Schenk. In der WDR-Serie „Die Anrheiner“ spielte er die Rolle des Elektrikers Jupp Adamski.
Kurier.at

Buch/Literatur

40 Jahre „Das Parfum“ von Patrick Süskind: Gelobt sei das Ein-Hit-Wunder!
Ob Süskind, Robert Schneider oder J. D. Salinger, Margaret Mitchell oder Harper Lee: Bei vielen Autoren blieb nach einem gefeierten Debütroman der Erfolg aus, und von den Kritikern hagelte es später Verrisse. Verlangen wir zu viel?
DiePresse.com

Ausstellungen/Kunst

Mika Rottenberg im KunstHausWien: Zwischen Antimaterie und Plastikwelten
Neue Ausstellung Antimatter Factory widmet sich globalen Lieferketten und Plastik Projektraum Garage zeigt begleitend prozessbasierte Ausstellung Plastic Matters
ots.at

Politik

Österreich
Von Asyl bis Inflation: Was die Koalition vorhat
Die künftige Koalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS hat am Donnerstag ihr Regierungsprogramm veröffentlicht. In Sachen Asyl will man Maßnahmen setzen. Die angespannte wirtschaftliche Lage will man bekämpfen, etwa indem man Maßnahmen gegen die Inflation ergreift. Finanziell bewältigbares Wohnen soll durch eine Bauoffensive möglich und die Kaufkraft gestärkt werden. Durch eine Senkung der Lohnnebenkosten soll Österreich auch wieder wettbewerbsfähiger werden.
orf.at

Pensionen, Tabak, Banken – Knallharter Ampel-Sparplan Auch Krankenversicherung dabei
Um das 6,4 Milliarden schwere Budgetloch zu stopfen, wollen ÖVP, SPÖ und Neos jetzt hart sparen – auch bei den Pensionen.
Heute.at

Österreich
Koalition steht: Ampel präsentiert Programm. „Es werden harte Jahre“
ÖVP, SPÖ und NEOS haben sich im zweiten Anlauf auf eine Dreierkoalition geeinigt.
oe24.at

Doch nicht Schieder: Plötzlich soll Ökonom Marterbauer Finanzminister werden
Erneuter Schwenk in der SPÖ am Donnerstagnachmittag. Unverändert: Strafrechtler Richard Soyer soll Justizminister werden, Wiens Finanzstadtrat Peter Hanke Infrastrukturminister.
Kurier.at

Für Regierungsmitglieder gilt Berufsverbot! Gastro-Boss Sepp Schellhorn gibt Leitung in allen Betrieben ab
Für Minister und Staatssekretäre gilt ein Berufs- und Einkommensverbot, deshalb muss Hotelier Sepp Schellhorn, der Neos-Staatssekretär für Deregulierung werden soll, schnell handeln. Ein Experte legt ihm einen Sanierer nahe. Der Salzburger Gastronom Sepp Schellhorn, der mehrere Betriebe in Salzburg führt, muss jetzt schnell handeln. Ein Geschäftsführer wird eingesetzt, dann sollen die Betriebe an die Kinder übergeben werden, berichten die Salzburger Nachrichten. An einer Veräußerung einzelner Betriebe denke die Familie aber nicht, heißt es.
oe24.at

________________

Unter’m Strich

Wien
Nach 458 (!) Jahre: Wiens ältestes Wirtshaus schließt für immer
Die Gösser Bierklinik überstand die Türkenbelagerung, die Monarchie und den zweiten Weltkrieg, doch jetzt schließt das Kult-Wirtshaus für immer die Pforten.
oe24.at

INFOS DES TAGES (FREITAG, 28. FEBRUAR 2025)

INFOS DES TAGES (FREITAG, 28. FEBRUAR 2025)

Quelle: onlinemerker.com

NEW YORK / MET:  FIDELIO ab 4. März Davidsen, Fang, Butt Philip, Konieczny, Pape

We’ve got a first look at soprano Lise Davidsen as Leonore in Beethoven’s Fidelio!
Enjoy this peek at the all-star cast in an early stage rehearsal. Davidsen stars alongside soprano Ying Fang as Marzelline, tenor David Butt Philip as Florestan, bass-baritone Tomasz Konieczny as Don Pizarro, and bass René Pape as Rocco. Susanna Mälkki conducts.
Fidelio opens March 4. In cinemas March 15. Book your tickets: bit.ly/3M0NRIH
Find your cinema: bit.ly/4fGu9yY
Photos by Jonathan Tichler / Met Opera

fid

ZU FACEBOOK

________________________________________________________________________________________

WAS SIE IM MAI AN DER WIENER STAATSOPER ERLEBEN KÖNNEN. Vorverkaufsstart für die Mai-Vorstellungen ist am Samstag, 1. März 2025

Am Samstag, den 1. März um 10 Uhr startet der Verkauf für alle Vorstellungen im Mai 2025. Sie können die Karten online, aber auch in all unseren → Verkaufsstellen erwerben.

Der Mai in der Wiener Staatsoper steht ganz im Zeichen der großen → Tannhäuser-Premiere, ein Debüt der Regisseurin Lydia Steier. Weiters können Sie sich auf ein Wiedersehen mit Publikumslieblingen wie u.a. Piotr Beczała, Krassimira Stoyanova, Roberto Alagna, Aleksandra Kurzak, Luca Salsi oder Ludovic Tézier freuen.

Spielplan Mai

Ticketshop (Mai-Vorstellungen ab 1.3., 10 Uhr, im Verkauf)

grünz
© Erli Grünzweil

 PREMIERE TANNHÄUSER

Nach den Wagner-Neuproduktionen von Parsifal, Tristan und Isolde, Die Meistersinger von Nürnberg und Lohengrin in den letzten vier Spielzeiten steht im Mai Tannhäuser auf dem Premierenplan der Wiener Staatsoper. Inszeniert wird das Werk von der zwischen Paris, Salzburg, Dresden, Berlin und Wien sehr erfolgreich agierenden Regisseurin Lydia Steier, deren Debüt im Haus am Ring mit großer Spannung erwartet wird. Dirigent ist Philippe Jordan, es singen unter anderem Hausdebütant Clay Hilley den Tannhäuser, Malin Byström die Elisabeth, Ekaterina Gubanova die Venus, Ludovic Tézier den Wolfram und Günther Groissböck den Landgraf Hermann.

Die → Einführungsmatinee zur Neuproduktion – mit Mitwirkenden der Premiere und moderiert von Staatsoperndirektor Bogdan Roščić – findet am 11. Mai statt

Termine → Tannhäuser
Premiere: 22. Mai 2025

25. & 29. Mai 2025

1. & 4. Juni 2025 (ab 1. April im Verkauf)

 Tickets & Informationen »Tannhäuser«

____________________________________________________________________________________________________________________________

Bayerische Staatsoper: Umbesetzungsmeldung CARMEN ( 2., 5., 7., 12. und 15. März)

In den Vorstellungen von Carmen am 2., 5., 7., 12. und 15. März 2025 übernimmt Xenia Puskarz Thomas die Partie der Mercédès anstelle von Emily Sierra.

xenia

 XENIA PUSKARZ THOMAS
Xenia Puskarz Thomas, geboren in Australien, studierte mit Auszeichnung an der Queensland Conservatorium of Music Griffith University und an der Juilliard School in New York. Zudem war sie Teilnehmerin des Young Artist Programme der Opera Queensland. Sie erhielt außerdem Förderungen durch den Melba Opera Trust und durch die Opera Foundation for Young Australians in Form der Lady Fairfax New York Scholarship. Zu ihrem Repertoire gehören Partien wie Ramiro (La finta giardiniera) und Das Kind in L’Enfant et les sortilèges. Sie war als Cherubino (Le nozze di Figaro) an der Opera Queensland und als Dorabella (Così fan tutte) an der Brisbane City Opera zu erleben. In den Spielzeiten 2022/23 und 2023/24 war sie Mitglied im Opernstudio der Bayerischen Staatsoper und sang u.a. die Partien Sandmännchen (Hänsel und Gretel), Küchenjunge (Rusalka), Flora (La traviata), Mercédès (Carmen), 2. Dame (Die Zauberflöte), Puck (Max und die Superheld:innen) und Servia in der Opernstudio-Produktion Lucrezia. 2024/25 kehrt sie als Gastsolistin für Die tote Stadt, Die Passagierin, Das schlaue Füchslein und Das Jagdgewehr zurück.
ZUR VORSTELLUNG

___________________________________________________________________________________________________________

Music Director of Opera Marek Šedivý and Intendant Jiří Nekvasil cordially invite you to the opera premieres at the National Moravian-Silesian Theatre, Ostrava, Czech Republic

nek

You are welcome to attend the premieres on 13 and 15 March 2025 at 18.30 at the Antonín Dvořák Theatre.

________________________________________________________________________________________

Österreichische Nationalbibliothek: Internationaler Frauentag am 8. März

nationd

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März 2025 würdigt die Österreichische Nationalbibliothek mit einem vielfältigen Programm die Leistungen und Errungenschaften von Frauen von der Antike bis heute. Dazu lädt sie an diesem Tag zu kostenlosen und spannenden Führungen durch den Prunksaal und ihre Museen ein. Der Eintritt in das Literaturmuseum, das Papyrusmuseum und das Globenmuseum/Esperantomuseum ist frei.

Die vielfältigen historischen Leistungen von Frauen spiegeln sich in den verschiedenen Sammlungen der Österreichischen Nationalbibliothek wider. Abwechslungsreiche und spannende Führungen machen dies am Internationalen Frauentag deutlich: Im Prunksaal werden „sichtbare und unsichtbare Frauen“ vor den Vorhang geholt. Obwohl der barocke Büchersaal optisch von Männern dominiert wird, finden sich bei genauerem Hinsehen zahlreiche höchst bemerkenswerte Frauen: sowohl sichtbare (wie jene im Kuppelfresko als Allegorien der Stadt Wien oder als Musen) als auch unsichtbare, die für die ehemalige Hofbibliothek und ihre wertvollen Bestände von Bedeutung waren – von Maria Theresia über Maria von Burgund bis zu Bertha von Suttner. Sie stehen daher im Mittelpunkt der Sonderführungen im Prunksaal.

Im Literaturmuseum wird unter dem Titel „Entdeckerinnen und Aufdeckerinnen“ ein Streifzug durch die literarische Geschichte von Schriftstellerinnen im Rahmen der Dauerausstellung unternommen. Ida Pfeiffer, Friederike Mayröcker und Elfriede Jelinek sind dabei nur einige der vielen Autorinnen, die mit ihren Werken neue Schreibweisen entdeckt und gesellschaftliche Missstände aufgedeckt haben.

Im Rahmen der Sonderführung „Papyri: Auf den Spuren von Frauen in antiken Quellen“ widmet sich das Papyrusmuseum der „weiblichen Seite“ antiker Texte. Der Alltag von Großgrundbesitzerinnen, der Umgang mit untreuen Männern und die Abwicklung von Rechtsgeschäften durch Frauen werden beleuchtet. So können die Besucher*innen ein neues, selbstbestimmteres Bild von Frauen in der Antike kennenlernen.

Die Sonderführung „Die Vermessung der Erde – eine kurze Geschichte der Frauen in der Kartographie“ im Globenmuseum zeigt, dass diese Wissenschaft keine reine Männerdomäne ist und macht den bedeutenden Beitrag von Frauen in dieser Disziplin sichtbar. Forscherinnen bereisten die Welt, erstellten Karten, entwarfen Globen und trugen dazu bei, dass wir die Welt heute besser verstehen.

Auch das Esperantomuseum porträtiert an diesem besonderen Tag die faszinierenden Lebensgeschichten außergewöhnlicher Frauen,  die mit der Plansprache Esperanto verbunden sind und stellt sie ins Zentrum von Führungen. Dazu zählt auch die Schriftstellerin Marjorie Boulton, die es neu zu entdecken gilt.

natio
________________________________________________________________________________________

Das Angermuseum Erfurt/ Wiederentdeckt: Pionier der Malerei – Friedrich Nerly (* 1807 in Erfurt; † 1878 in Venedig)

 Erfurter Ausstellung: „Friedrich Nerly – Von Erfurt in die Welt“ endet und beginnt neu vom 6. März bis zum 20. Juli 2025

erf1
  © Angermuseum Erfurt/Inv.Nr. 3019

Das Angermuseum Erfurt ist das Kunstmuseum der Landeshauptstadt.

Der vormals kurmainzische Pack- und Waagehof aus dem frühen 18. Jahrhundert mit seiner reich verzierten Prunkfassade gehört zu den schönsten Bauwerken der Erfurter Altstadt.

Vor über hundert Jahren, 1886, wurde hier, aufgrund der Schenkung des künstlerischen Nachlasses Friedrich Nerlys durch seinen Sohn an die Stadt Erfurt, zunächst eine Gemäldegalerie eröffnet.

Die Schau „Friedrich Nerly – Von Erfurt in die Welt“ begeisterte vom November 2024 bis zum Februar 2025 mehr als 20.000 Besucher.

Diese Ausstellung ist das Ergebnis eines vierjährigen Bestandserforschungs- und Restaurierungsprojekts zum Werk des 1807 in Erfurt geborenen Malers. Rund 20.000 Besucherinnen und Besucher haben sich die Ausstellung seit Mitte November 2024 angesehen und konnten an Vorträgen und Artist Talks teilnehmen.

Auch in der Verlängerung wird die Schau „Friedrich Nerly – Von Erfurt in die Welt“ ein umfassendes Bild von Nerlys ungewöhnlicher Lebensreise, seiner Rolle als früher Freilichtmaler an der Schwelle zur Moderne und seiner einstigen internationalen Strahlkraft in Venedig geben. Friedrich Nerly war beides – ein bedeutender Landschaftsmaler und ein großes Verkaufstalent.

Zum ersten Mal stellte Thomas von Taschitzki M. A. eine Werkübersicht zusammen, sein Fazit: „…ungefähr ein Drittel des Werkes von Nerly ist leider verloren gegangen.“ Umso wichtiger war das Restaurierungsprojekt, in dem 25 Bilder in sehr guter Qualität wiederhergestellt wurden.

erf2
© Angermuseum Erfurt/Inv.Nr. 3377

Mit rund 80 Exponaten – darunter bedeutende Leihgaben aus dem Von der Heydt-Museum Wuppertal, dem Landesmuseum Schleswig-Holstein Schloss Gottorf und aus Privatbesitz – wird die neu konzipierte Ausstellung im ersten Galeriegeschoss zeigen, wie sich Nerly in Rom und schließlich in Venedig zum brillanten Freilichtmaler entwickelte und mit seinen Exkursionen in das unwegsame Hochgebirge zu einem der ersten Ölstudienmaler der Alpen wurde.

Eine Vielzahl frischer Ölstudien gewährt reiche Einblicke in Nerlys kühne Malpraktiken, mit denen Friedrich Nerly bereits während seiner römischen Jahre von 1828 bis 1835 unter dem strahlenden südlichen Licht dem Impressionismus vorgriff.

Um ein umfassendes Bild von Nerlys Pionierleistungen zu vermitteln, setzt sich die Ausstellung mit einer Würdigung seiner venezianischen Erfolgsjahre von 1837 bis zu seinem Tod 1878 fort.

„Seine Bild-Erfindung der venezianischen Mondnacht machte Nerly zum Trendsetter und zum bedeutendsten ausländischen Landschaftsmaler in Venedig“, meint Dr. Claudia Denk, Kuratorin der besonderen Werkschau.

erf3
  ©Angermuseum Erfurt/Inv.Nr. 3085

Erfolgreicher als die einheimischen Landschaftsmaler erfüllte Friedrich Nerly mit seinen ikonischen Ansichten in Zeiten der beginnenden Globalisierung die Erinnerungssehnsüchte der Reisenden. Nachhaltig verwandelte er die Wahrnehmung Venedigs bis heute.

Ab dem 6. März wird bis zum 20. Juli 2025 eine Auswahl bedeutender Werke von Friedrich Nerly weiterhin gezeigt.


Larissa Gawritschenko und Thomas Janda

Bildmaterial/ Katalog

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert