DIE SONNTAG-PRESSE – 18. JANUAR 2026

DIE SONNTAG-PRESSE – 18. JANUAR 2026

Plácido Domingo © Fotografías – archimadrid.es

Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SONNTAG-PRESSE – 18. JANUAR 2026

Wien/Konzerthaus
Plácido Domingo im Konzerthaus: Der Marathonmann will nicht rosten
Die 84-jährige Opernlegende aus Spanien beehrt am Sonntag ihre Fans in Wien. Während sich legendäre Altersgenossen längst in Pension befinden (wie José Carreras) oder in Frieden ruhen (wie Luciano Pavarotti), regt sich der demnächst 85-Jährige weiterhin im Rampenlicht. Unglaublich, aber wahr: Auch in diesem Jahr wird Domingo, nach einem Auftakt in Spanien, alle paar Wochen in einem anderen Land als Konzertsänger vor seine Anhängerschaft treten. Das Motto „If I rest, I rust“, seit jeher auf seiner Homepage zu lesen, gilt für den Marathonmann weiterhin.
DerStandard.at

Wien
West Side Story und Würstel um 18 Euro: So wird der Opernball 2026
Giorgio Armani designte die Kostüme für das Staatsballett beim 68. Wiener Opernball Mitte Februar. Die violetten Orchideen im Blumenschmuck sind essbar, ORF-Moderator Knoll: „Sie schmecken nach Gurke“.„Da manche früh alkoholisierten Gäste eh herumgrölen, würde ich mich freuen, wenn sie es melodisch machen.“ Damit setzt Staatsopern-Direktor Bogdan Roščić den Ton für den 68. Wiener Opernball. Vorangegangen war dem eine Frage von Moderator Andi Knoll bei der Programmpräsentation am Freitag: Ist Mitsingen bei der Eröffnung erlaubt? Oder gar erwünscht? Denn das musikalische Programm bei der heurigen Auflage des Opernballs lade dazu ein, obwohl es technisch schwierig ist.
DerStandard.at

Alice Sara Ott auf den Spuren von „Erfinder“ John Field
Die Pianistin gastierte im Wiener Konzerthaus fulminant mit Stücken von John Field und Beethoven – Die Pandemie hatte sie zum innehaltenden Schmökern gebracht, erzählt Alice Sara Ott; so habe sie John Field entdeckt. Der irische Klaviervirtuose hat nicht nur wie Beethoven bei Johann Georg Albrechtsberger Kontrapunkt studiert. 1782 in Dublin geboren, beschloss er nach einer Konzerttournee, sich in St. Petersburg niederzulassen und sich auch der Form des Nocturnos zu widmen.
DerStandard.at

Salzburg
„Kosmos Zauberflöte“ in Mozarts Wohnhaus
„Die Zauberflöte“ ist wohl Mozarts berühmteste Oper und das kleine Clavichord, mit dem er sie komponierte, ist zum Auftakt der 70. Mozartwoche eines der Glanzstücke der Ausstellung „Kosmos Zauberflöte“ in Mozarts Wohnhaus in Salzburg. Das Museum würdigt damit heuer den 270. Geburtstag des weltberühmten Komponisten.
salzburg.orf.at

Deutschland
Opern-Bauboom: Höher, größer, teurer (Bezahlartikel)
In Sanierung und Neubau von Opernhäusern werden in Deutschland gerade Milliarden gesteckt. Warum ist das so teuer? Und warum finden selbst Opernmuffel das offenbar vollkommen korrekt?
SueddeutscheZeitung.de

Berlin
Warum die Deutsche Radio Philharmonie sparen muss und wie es weitergehen könnte
Fast 10.000 Menschen unterzeichneten eine Petition gegen die Sparpläne des SWR bei der Deutschen Radio Philharmonie. SWR Intendant Kai Gniffke erklärt, warum das Orchester unter Druck gerät und welche Zukunft es hat.
swr.de

Hamburg
Mahler meets Marthaler
Nach diesem Musiktheaterabend an der Staatsoper Hamburg wird man Mahler anders hören: Regisseur Marthalers Methode wird in „Die Unruhenden“ nie zur Masche, sondern knackt Mahlers Musik nachgerade genialisch.
concerti.de

Marthaler in Hamburg: Aus des Alltags Irrsinn geboren (Bezahlartikel)
Steiler Humor, der doch nirgendwohin führt: An der Hamburgischen Staatsoper sind „Die Unruhenden“ zu erleben, Christoph Marthalers Hommage an Gustav Mahler.
FrankfurterAllgemeine.net

„Die Unruhenden“ in Hamburg: Ein sehr leiser Opernabend
Christoph Marthaler zählt zu den ganz großen Theaterregisseuren. Nun hat er in der kleinsten Nebenspielstätte der Hamburger Staatsoper, der opera stabile, „Die Unruhenden“ inszeniert. Ein Stück über den Komponisten Gustav Mahler.
ndr.de

München
Bruckner, gediegen umgesetzt (Bezahlartikel)
Solides Musikhandwerk ohne überwältigende Momente: Paavo Järvi dirigiert das BR-Symphonieorchester in der Isarphilharmonie.
SueddeutscheZeitung.de

Paris/Opéra Bastille
Ein Maskenball von Giuseppe Verdi im Théâtre Bastille: Live-Übertragung im Kino – Sortiraparis.com
Vom 27. Januar bis zum 26. Februar 2026 lädt die Opéra Bastille in Paris zu einer Jubiläumspremiere von Giuseppe Verdis Oper „Der Maskenball“ ein. Am Sonntag, dem 8. Februar, wird die Aufführung live im Kino übertragen, in zahlreichen Kinos deutschlandweit, darunter auch mehrere in der Île-de-France-Region. Hier finden Sie die Liste der französischen Kinos, die Partner dieses besonderen Events sind.
sortiraparis.com

Wien/Konzerthaus
Der Geiger in schwieriger Doppelrolle
Ob bei Brahms, Schumann oder Kevin Puts: Die traditionsreiche Academy of St Martin in the Fields verlässt sich ganz auf den Solisten Joshua Bell als Alleinstellungsmerkmal. Ein solider, aber auch wehmütig stimmender Abend.
DiePresse.com

Bremen/Konzerthaus „Die Glocke“
Elisabeth Leonskaja reißt noch als 80-Jährige das Publikum von den Sitzen
Die Eingangsakkorde kommen brutal und mit elementarer Wucht. Die wirbelnden Paukenschläge übertönen zeitweise den gesamten Orchesterapparat. Maestoso? Eher ein Weltuntergangsszenario. Aber immerhin mit einem zwischenzeitlich sanften Leuchten am Horizont, mit arg gedrosseltem, schwerfälligem Tempo. Ruhig am Klavier sitzend, lässt Pianistin Leonskaja diese wahrhaft auf die Spitze getriebene lange Orchesterexposition mit stoischer Gelassenheit an sich vorüberziehen.
Von Dr. Gerd Klingeberg
Klassik-begeistert.de

CD/Blu-Ray-Besprechung
Bruno Walters Einspielung von Mahlers „Auferstehungssinfonie“ überzeugt bis heute
Technisch ist die Einspielung von bemerkenswerter Frische, das transparente Klangbild ist für die 1950er Jahre geradezu sensationell. Die Wiederveröffentlichung in der Reihe Gramola Ikonen bringt eine bemerkenswerte historische Aufnahme zurück auf den Markt, wo sie dem heute überbordenden Angebot von Mahler-Aufnahmen eine interessante Alternative bietet.
Von Peter Sommeregger
Klassik-begeistert.de

Frankfurt
Ensemble Modern in der Alten Oper – Die Klangwurzeln erforschen
Eine Art Klangwurzelbehandlung stellte das Ensemble-Modern-Programm in der Alten Oper Frankfurt dar: kompositorische Recherche in Sachen Herkunft, was auch den im Jahr 2003 verstorbenen Luciano Berio betraf. Der hatte seit den 60er Jahren allen relevanten Instrumenten des abendländischen Klangs Kompositionen mit dem Zyklus-Titel „Sequenza“ zukommen lassen.
FrankfurterRundschau.de

Dortmund
Jazzoperette „Märchen im Grand-Hotel“ feiert Premiere an der Oper Dortmund
Kurz nach dem Jahreswechsel feiert die Oper Dortmund die Premiere von Paul Abrahams Lustspieloperette MÄRCHEN IM GRAND-HOTEL, am 24. Januar 2026 um 19.30 Uhr in der Oper Dortmund. Der beliebte Musical- und Operettendarsteller Jörn-Felix Alt – auch dem Dortmunder Publikum bestens bekannt – gibt damit als Regisseur und Choreograf sein Hausdebüt mit einer witzigen, temporeichen Inszenierung.
opernmagazin.de

Basel
Liedbasel: „Winterreise“ mit Julien Prégardien
Der Tenor Julian Prégardien, bekannt für stets überraschende Ideen, hat mit seinem neuesten Projekt „Clara“ im Rahmen der Veranstaltungen LiedBasel ein ganz eindrückliches Konzert gegeben. Mit der Konzertreihe „Clara!“ will Julian Prégardien eine stärkere Präsenz von Pianistinnen fördern. Der Pioniergeist der Ausnahmekünstlerin und für die damalige Zeit auch aktiven Unternehmerin Clara Schumann gab ihm den Impuls, spezielle Programme zusammenzustellen und damit auf Tournee zu gehen.
opernmagazin.de

Links zu englischsprachigen Artikeln

London
Diary of a degenerate: mapping the music and the madness of Carlo Gesualdo
The Renaissance composer wrote hauntingly sublime music – and committed a grisly double murder before descending even further into psychosis. As a new stage work revisits his life, its director asks if art can be separated from artist
TheGuardian.com

The Makropulos Case with Simon Rattle and the LSO
operatoday.com

New York
Nun the wiser
Sarah Kirkland Snider’s Hildegard gives the Middle Ages the Bridgerton treatment at the Prototype Festival.
parterre.com

Strangeness in the proportion
A pairing of rarities makes for an inspired evening with the Brooklyn Art Song Society.
parterre.com

Young soprano sparks enjoyable ACO program
newyorkclassicalreview.com

Washington
Washington Opera will move its two March productions to Lisner Auditorium
washingtonclassicalreview.com

Boston
Soloists shine in the spotlight in BSO’s American-Russian program
bostonclassicalreview.com

Sydney
Turandot (Opera Australia & Sydney Festival) In a triumphant homecoming,
soprano Rebecca Nash reinvents Turandot
for Ann Yee’s centenary production.
limelight-arts.com.au

In a new production of Turandot, Opera Australia has found a star vehicle for Young Woo Kim
TheConversation.com

Recordings
Decca Classics Announces ‘Lise Davidsen: Live at the Met’
The album is a release of the soprano’s Sept. 14th, 2023 recital with James Bailieu. The album is scheduled for release on March 6.
operawire.com

The five new classical albums to hear this week – featuring Piotr Anderszewski, Aurora Orchestra & Xiayin Wang
This week we welcome new recordings of Brahms’s late piano works, choral music by Elgar, and Schubert’s Winterreise reimagined
gramophone.co.uk

Ballet / Dance

Akram Khan’s Giselle for ENB at the Coliseum: hauntingly mesmeric
bachtrack.com/de

Northern Ballet premiere of new ballet Gentleman Jack – the extraordinary story of Anne Lister     In March 2026, Northern Ballet will unveil the world premiere of its new full‑length production, Gentleman Jack, launching a nationwide tour.
gramilano.com

Sprechtheater

Wien/Volkstheater
„Ukrainomania“ im Volkstheater blickt auf Europa und Joseph Roth     Krieg, Kühlschrank, Luke Skywalker:
Jan-Christoph Gockels aufrüttelnde Inszenierung verbindet Fundstücke einer gebrochenen europäischen Geschichte zu einer Lebensrevue
DerStandard.at

„Ukrainomania“ im Volkstheater: Keine Auswege aus dem Dilemma
Nicht Fisch, nicht Fleisch: Jan-Christoph Gockel holt den Krieg auf die Bühne – und lässt Joseph Roth untot herumschleichen
Kurier.at

Wien/Theater am Werk
Wie traurig sind Boomer und Zoomer?„Speed“ im Theater am Werk
Das Aktionstheater des Vorarlberger Regisseurs Martin Gruber füllt wieder einmal das Wiener Theater am Werk mit den bitteren bis komischen Selbstdarstellungen seiner Mitwirkenden. „Speed“ ist diesmal das Motto. Was treibt die geschilderten Weltängste? Wie zeitlos sind sie? Und warum wirken sie letztlich doch nicht niederschmetternd? Eine Theater-Vermutung. „Linke Seite Supermarkt, rechte Seite Abenteuerspielplatz, in der Mitte Autobahn, la la lala la la lala la la lala la“: So begann vor 46 Jahren das Stück „Maschinenland“ der deutschen Punkband Abwärts, in rasendem Tempo, mit maschinell anmutendem Rhythmus, ein schroffes Abenteuer. Ganz ähnlich, also ziemlich packend klingt die Musik, die Andreas Dauböck und sein Ensemble in „Speed (Kills Content)“ spielen.
DiePresse.com

Ausstellungen/Kunst

Wien
Aus für Kunstmesse „Viennacontemporary“: „Nicht finanzierbar“
Mitarbeiter wurden gekündigt – hohe Verbindlichkeiten und Verfahren wegen ausständiger Mieten sowie fehlende Unterstützung als Hintergrund.
Kurier.at

Kulturgut

Österreich
Serie „Kultur-Gut“: Woher der Ballhausplatz wirklich seinen Namen hat
Die Höhepunkte der Ballsaison stehen vor der Türe, die Opernhäuser und Musiktempel des Landes rüsten sich für rauschende Nächte voller Tanz und Musik. Aber ist in den Ballhäusern wirklich alles Walzer? Und warum wird eigentlich am Ballhausplatz nicht getanzt, sondern Politik gemacht? Der Ballhausplatz im ersten Wiener Gemeindebezirk am Rande des Heldenplatzes ist ein geschichtsträchtiger Ort. Er liegt prachtvoll eingebettet zwischen dem Volksgarten, dem Bundeskanzleramt und der Wiener Hofburg. Auf der einen Seite des Platzes logiert der Bundeskanzler, auf der anderen Seite der Bundespräsident. Damit ist der Ballhausplatz zum geflügelten Wort für österreichische Innenpolitik geworden – vergleichbar mit der Downing Street in London. Über Jahrhunderte war „Ballhausplatz“ auch ein Synonym für das Außenministerium, das stolze 286 Jahre dort residierte.
krone.at

Politik

NATO-Mitglied spottet: Grönland-Mission der Europäer „ist ein Witz“
Die Grönland-Pläne von US-Präsident Donald Trump stellen womöglich das Verteidigungsbündnis NATO vor eine Zerreißprobe. Deutschland und weitere europäische Mitglieder wollen zeigen, dass sie sehr wohl für mehr Sicherheit auf der riesigen Arktisinsel sorgen können und haben sogenannte Erkundungsmissionen gestartet. Doch nicht alle NATO-Mitglieder finden Gefallen an der Mission „Arctic Endurance“.
krone.at

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Unter’m Strich

Österreich
Schwarzer Samstag: Acht Tote bei Lawinen in Salzburg und Steiermark
Allen Warnungen zum Trotz: Bergretter in Salzburg und der Steiermark mussten am Samstag gleich dreimal die Leichen von Wintersportlern nach Lawinenabgängen bergen. Erst starben im Land Salzburg fünf Menschen bei zwei Lawinen. Zu später Stunde wurde dann noch ein Unglück im steirischen Murtal bekannt.
krone.at

Erfurt
Archäologen stoßen auf Pest-Massengrab vor den Toren Erfurts
Erfurt/Leipzig. Millionen starben am „Schwarzen Tod“. Wo sie begraben liegen, ist meist nicht bekannt. Bei Erfurt haben Forscher nun ein Massengrab entdeckt. Wohl keine Seuche hat Europa so schwer zugesetzt, wie die Pest. Zwischen 25 und 50 Millionen Tote, schätzen Forscher, gehen auf das Konto des „Schwarzen Todes“. Von 1347 bis 1353 entvölkerte die Pest ganze Landstriche, in einigen Städten im Süden Europas sollen bis zu 80 Prozent der Bevölkerung ausgelöscht worden sein. Das Gebiet des heutigen Deutschland war zwar mit Sterblichkeitsraten zwischen 10 und 20 Prozent weniger stark betroffen. Größere Städte litten aber teils massiv unter der Pest, etwa Bremen oder Erfurt. Die thüringische Hauptstadt beklagte um die 12.000 Tote – bei ungefähr 20.000 Einwohnern und Einwohnerinnen.
BerlinerMorgenpost.de

Ski alpin
Kriechmayr beendet Abfahrts-Fluch bei Odermatt-Party in Wengen
Marco Odermatt ist auch auf der verkürzten Lauberhorn-Abfahrt unschlagbar. Der Weltcup-Dominator gewinnt in Wengen mit 0,78 Sekunden Vorsprung vor ÖSV-Star Vincent Kriechmayr, der damit den ersten rot-weiß-roten Podestplatz seit dem 17. Februar 2024 in der Königsdisziplin holt.
oe24.at

Rallye Dakar
Swarovski und Mateschitz: Liebes-Abenteuer ist zu Ende
Nach zwei Wochen haben sie es endlich geschafft und sind bei der Rallye Dakar im Ziel angekommen. Bei der diesjährigen Rallye Dakar 2026, die am Samstag nach insgesamt 13 Etappen zu Ende ging, mischten auch zwei prominente Österreicher mit: Milliardär Mark Mateschitz (33), Erbe des Red-Bull-Imperiums, und seine Freundin Victoria Swarovski (32), Kristall-Erbin und Entertainerin. Beide traten unter Tarnnamen an und fuhren in getrennten Fahrzeugen, um ihre Privatsphäre zu schützen – und um neben dem Wüstensand nicht noch zusätzlichen Staub aufzuwirbeln, als ohnehin schon in der Wüste vorhanden ist.
oe24.at

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 18. JÄNNER 2026)

INFOS DES TAGES (SONNTAG, 18. JÄNNER 2026)

Quelle: onlinemerker.com

Linz/Landestheater: Premiere „TURANDOT“ 

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Elena Batoukova-Kerl, Carlos Cardoso © Reinhard Winkler für Landestheater

Die Oper wurde erstmals in Linz am 23.12.1949 aufgeführt. Die heutige Premiere ist deren vierte Inszenierung in der OÖ Landeshauptstadt, diesmal mit dem 2002 uraufgeführten Finale von Luciano Berio, welches mehr Themen Puccinis verwendet als das altbekannte von Franco Alfano. 1960 gab es hier auch ein Ballett dieses Stoffes, Komponist Gottfried von Einem.

Die Bühne (Paul Zoller) ist abstrakt, einfach, schafft aber eine zu dem düsteren (Nacht)Stück genau passende und nebenbei stimmenfreundlich konstruierte Welt. Eine Vollmondscheibe dominiert, die am Ende des ersten Akts auch zum riesigen Gong wird. Schon vor dem persönlichen Auftritt der Eisgegürteten wirft ihr roter Mantel Schatten voraus. Allenfalls irritierend, dass einige Auftritte über aus dem Boden ragende Leitern erfolgen, was lediglich im Falle der Hinrichtung des persischen Prinzen einleuchtet. Mechthild Feuersteins Kostüme sind großteils (Chor/Volk) einfach, zeitlich nicht festgelegt und enthalten hinlänglich „chinesische“ Stilelemente, um die Örtlichkeit zu signalisieren, ohne dabei in Klischees zu verfallen. Nur die Prinzessin ragt in Schmuck und Kleidung heraus; der Kaiser ist in schwarze Seide gehüllt, der Mandarin wiederum bescheidener. Ping, Pang und Pong heben sich vom Volk nur durch einen nach nordchinesischen/mongolischen Vorbildern gefertigten Schurz ab.

Diese relativ einfache Szenerie bietet der Regie von Jasmina Hadžiahmetović viele Möglichkeiten einer dramatischen Personenführung, die sie auch eindrücklich nutzt. So erscheint die Darstellung dieses an sich doch monumentalen Werkes für die drei Flüchtigen und die drei Minister durchaus kammerspielhaft; aber auch die sozusagen protokollarisch zur Statik verurteilten Figuren von Turandot und Altoum dürfen hier manchmal, in besonders emotionellen Momenten, ihre Schauspielkünste auspacken. Dramaturgie: Christoph Blitt

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Premierenfeier. Paul Zoller, Enrico Calesso, Jasmina Hadžiahmetović , Mechthild Feuerstein, Elena Pierini. Foto: Petra und Helmut Huber

Schon zweimal begeisterter Aktapplaus, dann Jubel und Standing Ovation zum Schluß, und beste Stimmung auch bei der langen Premierenfeier… eine Werbung für die große italienische Oper!

Zum Premierenbericht von Petra und Helmut Huber

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Deutsche Oper Berlin: Höhepunkte aus dem Februar-Programm

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„Die drei Rätsel“ © Nancy Jesse

Schönbergs „Gurrelieder“ mit Sir Donald Runnicles in der Philharmonie und Schrekers DER SCHATZGRÄBER sowie Glanerts DIE DREI RÄTSEL zurück auf dem Spielplan

Am 10. Februar steht mit Arnold Schönbergs „Gurreliedern“ eines der absoluten Gipfelwerke der chorsinfonischen Literatur, das aufgrund seiner immensen Anforderungen nur selten zu erleben ist, auf dem Programm. Neben Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin wirken der Rundfunkchor Berlin sowie als Solisten  AJ Glueckert, Felicia Moore, Annika Schlicht sowie als Sprecher Thomas Quasthoff mit. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Sir Donald Runnicles, die Chöre hat Jeremy Bines einstudiert.
Das Konzert findet am 10.2. um 20 Uhr in der Philharmonie statt. 

Es begann als Liederzyklus für zwei Stimmen und Klavierbegleitung und wurde ein chorsinfonisches Mammutwerk: Arnold Schönbergs „Gurrelieder“ erzählen, basierend auf Gedichten des dänischen Schriftstellers Jens Peter Jacobsen, von der Liebe zwischen Tove und König Waldemar. In den „Gurreliedern“ verbindet Schönberg in der Nachfolge von Richard Wagner, Gustav Mahler und Richard Strauss sämtliche musikalischen Einflüsse der Spätromantik zu einem fast zweistündigen Monumentalwerk, das ein Höhepunkt jener Kunstepoche ist – und zugleich ein Endpunkt: Eigentlich hatte Schönberg in den Jahren der Fertigstellung und Uraufführung der „Gurrelieder“ schon den Schritt in die Atonalität unternommen.

Die Aufführung der „Gurrelieder“ steht zugleich am Ende einer Ära an der Deutschen Oper Berlin, indem sie Teil des Abschieds von Generalmusikdirektor Sir Donald Runnicles sind, der dieses Amt nach 17-jähriger Tätigkeit zum Ende der Saison 2025/26 abgeben wird.
Das Konzert wird live im rbb-Hörfunk auf radio3 übertragen.  

Wiederaufnahmen: Schrekers DER SCHATZGRÄBER und Glanerts DIE DREI RÄTSEL 

Als eine „riesige Kammermusik für 120 Musiker“ beschreibt Dirigent Marc Albrecht Schrekers mystisches Meisterwerk über die mutterlose Wirtstochter Els, die ihre Liebhaber zum Raub an heißbegehrtem Schmuck anstiftet und sie nach Übergabe des Diebesguts skrupellos ermorden lässt. Ganz anders der fahrende Sänger Elis, der mit seiner geheimnisvollen Laute Schätze aufzuspüren vermag, die er großzügig verschenkt. Doch selbst der Besitz allen Goldgeschmeides stillt beider Verlangen nicht.

DER SCHATZGRÄBER war eine der wichtigsten Opern der 20er Jahre. Schon die Uraufführung 1920 in Frankfurt geriet zum Sensationserfolg und es folgten in den nächsten fünf Jahren 44 Inszenierungen an verschiedenen Häusern. Doch dann wurde es still um das ehedem beliebte Werk. Die Partie der Els übernimmt Olesya Golovneva, zuletzt in der Titelpartie von Respighis LA FIAMMA gefeiert. Als Elis kehrt Daniel Johansson zurück an die Deutsche Oper Berlin, als Narr Thomas Cilluffo und als Vogt Tómas Tómasson. Vorstellungen am 30. Januar, 7. und 12. Februar.

Detlev Glanerts DIE DREI RÄTSEL erlebte im Oktober 2025 eine fulminante Premiere, die Inszenierung kehrt am 13. (11 Uhr) und am 15. Februar (14 und 18 Uhr) für drei Vorstellungen zurück auf den Spielplan. In diesem Werk sind der Kinderchor und der Junge Chor die Hauptakteure auf der Bühne neben den jungen Protagonisten Lasso und Scharada, gestaltet von Solist*innen des Kinderchores sowie Ensemblemitgliedern, die die zweifelhafte Welt der Erwachsenen verkörpern. „Wenn eine Inszenierung dann so glückt, dass immer wieder einzeln arrangierte Bilder mit tosendem Applaus begrüßt werden, zeigt das: Musiktheater kann auch ein junges Publikum in Ekstase versetzen – noch dazu mit der gleichen musikalischen Qualität wie das der ‚Großen‘“, urteilte die Deutsche Bühne nach der Premiere. Regisseurin Brigitte Dethier, gerade mit dem FAUST-Preis für ihr Lebenswerk geehrt, und Ausstatterin Carolin Mittler gelingt eine Inszenierung mit viel Liebe zum Detail. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Dominic Limburg, der neben den Orchestermusikern eine große Anzahl an jugendlichen Musikerinnen und Musikern vor sich an den Pulten hat.

Besetzungs-Highlights: ELEKTRA und RIGOLETTO 

Catherine Foster gilt nach wie vor als eine der unbestritten herausragenden Elektra-Besetzungen und wir freuen uns, sie am 21. und 27. Februar wieder in dieser Partie zu Gast zu haben. Zuletzt begeisterte sie als Färbersfrau in Tobias Kratzers und Donald Runnicles Interpretation der FRAU OHNE SCHATTEN. An ihrer Seite die charismatische Karita Mattila als Klytämnestra und Flurina Stucki als Chrysothemis sowie Tobias Kehrer als Orest.

Xabier Anduaga dürfte einer der spannendsten jungen Tenöre sein, die gerade die großen Opernhäuser erobern. Ein sensationelles Debüt als Nemorino (L’ELISIR D’AMORE) an der Metropolitan Opera gab er, auch an den Opernhäusern in Wien, München, London und Madrid ist er bereits aufgetreten und an der Deutschen Oper Berlin überzeugte er in ANNA BOLENA. Nun also freuen wir uns in RIGOLETTO am 22. Februar und 1. März auf seinen Herzog von Mantua an der Seite von Juan Jesús Rodriguez in der Titelpartie und Lilit Davtyan, die als Gilda debütiert.

www.deutscheoperberlin.de
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TTT Musiktheater – Dramaturgie neuer Welten  Warum will Musiktheater Politik und Demonstrieren ausbilden?

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„Regietheater“ beschwört was keiner will: Scheiß und Irrsinn im konventionellen Realismus. Hier und Jetzt.

Distanz birgt Obhut, Zukunftsorientierung, Potential. Inszenierungen in Parallelwelten  schaffen lebensbejahrende Perspektiven. Visionären Utopien stehen über alltäglicher Wirklichkeit – sind „surreal (sur la réalité)“. Akzeptanz innerer Logik von Kunst ohne verdröseltes Entfremden dürften irritierend intellektualisiertes Verkleistern beenden. Schlüssigkeit, emotionale Wahrhaftigkeit könnten nicht nur im Theater Weltfrieden initiieren, Sprungbrett, Gunst, Chancen sein.

Stattdessen gibt es „Pseudologia phantastica“ = übertrieben, zwanghaft pathologisches Lügen!
https://onlinemerker.com/tim-theo-tinn-pseudologia-phantastica-in-theatrum-musicum-luegen-falschheiten-im-musiktheater-kreative-kunst-verlumpt/

  • Werkimmanenz muss immanent aus dem Werk 
  • Psychosoziale Menschenbilder bleiben im psychosozialen Sein
  • Integration archaischer und feinstofflicher Elemente als Synthese alter Wurzeln und modernen Erkenntnissen. 
  • Farbdramaturgie und Assoziationsmontage: emotionale und symbolische Werkzeuge, Affekte und Assoziationen nach S. M. Eisenstein.

Also keine Entfremdung vom Musik, von Worten, stattdessen künstlerische Neubewertung theatraler Arbeit, kritischen Impuls, Gegenentwurf zu Konventionen seit über 50 Jahren.  Zukunftsweisende Gestaltung – visuell, auditiv – zu Überhöhung. keine  Alltagsrealität sondern Affekte und Assoziationen transformativer Erfahrung. Mischung aus philosophischer, psychosozialer, wissenschaftlicher Reflexion, außerhalb Mainstream. Ästhetische Konzepte aus Quanten, Fraktalen, Metaphysik etc. für kohärente Bühnenrealitäten…

Weiterlesen unter https://onlinemerker.com/ttt-musiktheater-dramaturgie-neuer-welten-warum-will-musiktheater-politik-und-demonstrieren-ausbilden/

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Die Mezzosopranistin Stefanie Bruggeling gibt ihr Deutschlanddebut als Peggy in Jesse Broekmans „Peggy Packer“ am Oldenburgischen Staatstheater.

Die Uraufführung findet am 18. Jänner 2026 statt!

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Stefanie Bruggeling © Marco Borggreve

Vorstellungs-Termine

Uraufführung: So 18. Jänner 2026, 16:00 Uhr
Di 20. Jänner 2026,  09:00 Uhr
Di 20. Jänner 2026,  11:00 Uhr
Mi 21. Jänner 2026,  09:00 Uhr
Mi 21. Jänner 2026,  11:00 Uhr
Do 22. Jänner 2026,   09:00 Uhr
Do 22. Jänner 2026,   11:00 Uhr
So 25. Jänner 2026,   16:00 Uhr
Di 27. Jänner 2026,   09:00 Uhr
Di 27. Jänner 2026,   11:00 Uhr

Mo 23. Februar 2026, 09:00 Uhr
Mo 23. Februar 2026, 11:00 Uhr
Di 24. Februar 2026, 09:00 Uhr
Di 24. Februar 2026, 11:00 Uhr
Mi 25. Februar 2026, 09:00 Uhr
Mi 25. Februar 2026, 11:00 Uhr
Fr 27. Februar 2026, 09:00 Uhr
Fr 27. Februar 2026, 11:00 Uhr
Zum letzten Mal: Sa 28. Februar 2026, 16:00 Uhr

https://stefaniebruggeling.com/

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