Anja Kampe und Clay Hilley © Wiener Staatsoper/Michael Pöhn
Für Sie und Euch in den Zeitungen gefunden
DIE SAMSTAG-PRESSE – 21. FEBRUAR 2026
Wien/Staatsoper
Diese „Ariadne“ wird nicht in Erinnerung bleiben
Die aktuelle Spielserie von Richard Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ an der Wiener Staatsoper ist trotz beindrucksvoller Rollendebüts wenig inspiriert. Sven Eric Bechtolfs Inszenierung von Richard Strauss’ „Ariadne auf Naxos“ ist – mit 14 Jahren auf dem Buckel – längst nicht mehr taufrisch. Vieles in dieser detailverliebten Inszenierung müsste aufgefrischt werden. Erst recht, wenn ein wenig homogenes, qualitativ unterschiedliches Sängerensemble antritt.
krone.at
Wien/Staatsoper
Ist das Kunst? Die Rückkehr von Luisa Miller an die Wiener Staatsoper
Nach 35 Jahren Pause zeigt die Wiener Staatsoper Luisa Miller aus 1849, also jenes Werk, das den Übergang von Giuseppe Verdis frühen „Galeerenjahren“ zu seiner reifen Schaffensphase markiert und über Stiffelio eine Brücke zur „trilogia popolare“ (Rigoletto, Il trovatore und La traviata) schlägt. Als Regisseur für diese Aufgabe engagierte man den russischen Künstler Philipp Grigorian, der dem Wiener Publikum jedoch keine Brücke zu diesem Werk gebaut hat. In der hier besprochenen zweiten Vorstellung, hat sich die Aufregung – bei der Premiere wurde der Regisseur gnadenlos ausgebuht – gelegt, und die Leistungen auf der Bühne und im Graben wurden auch mit reichlich Zwischenapplaus gewürdigt. Am Grundproblem ändert das jedoch nichts: Grigorian versenkt dieses Schlüsselwerk, das auf Friedrich Schillers bürgerlicher Tragödie Kabale und Liebe beruht, in unfreiwilliger Komik, und diese entsteht wiederum aus einer losen Abfolge bunter Bilder, vor denen das Sängerpersonal oft an der Rampe singt.
bachtrack.com/de
Wie Anna Netrebko den Fasching an der Wiener Staatsoper verlängerte
Der Sopran-Star bescherte seinen Fans einen Feelgood-Abend mit Opernhits und emotionssatten Liedern. Einige Tiefpunkte waren allerdings zu beklagen
DerStandard.at
Salzburg
Künstler und Freunde setzen sich für Hinterhäuser in Salzburg ein
Ein „Memorandum“ mit rund 60 Unterzeichnern verweist auf die Erfolge des Intendanten und stärkt ihm in der Krise um den Schauspiel-Posten den Rücken
DerStandard.at
München
Teufel der die Welt regiert: Faust und Marguerite beeindruckend an der Bayerischen Staatsoper
Nicht oft stößt man auf Opernabende, die eine der tiefschürfendsten deutschen Tragödien wiedergeben: von Faust und seinem Pakt mit dem Teufel. Goethes literarisches Werk von 1808 gehört hierzulande zum Kanon der Pflichtstücke im Deutschunterricht. Und es gibt historische Wurzeln, die durchaus sagenhafte Züge tragen. 1587 machte ihn ein in Frankfurt erschienenes Volksbuch zum Symbol des Menschen auf der verzweifelten Suche nach Erkenntnis: die Historia von D. Johann Fausten mit dem Untertitel „weitbeschreyter Zauberer vnd Schwartzkünstler. wie er sich gegen dem Teuffel auft eine benandte zeit verschrieben. was er hierzwischen für seltzame Abenthewr gesehen… und getrieben, biß er endtlich seinen wol verdienten Lohn empfangen.
bachtrack.com/de
Frankfurt
Milliardenprojekt: Frankfurt gründet Bühnenbaugesellschaft (Bezahlartikel)
Für den Neubau von Oper und Schauspiel gründet die Stadt Frankfurt eine eigene Gesellschaft. Der Betrieb der alten Theaterdoppelanlage ist immer schwerer aufrechtzuerhalten.
FrankfurterAllgemeine.net
Duisburg
Duisburg: „Turandot“, Giacomo Puccini
Im Repertoire der Deutschen Oper am Rhein gibt es einige Produktionen, die für großartige Opernabende stehen, die aber leider nur sehr selten zu sehen sind. Eine dieser Produktionen ist Giacomo Puccinis Turandot in der Inszenierung von Huan-Hsiung Li. In Kooperation mit dem National Kaohsiung Center for the Arts (Weiwuying) in Taiwan entstanden, feierte die Oper am 5. Dezember 2015 Premiere im Theater Duisburg. In der Spielzeit 2016/17 war die Inszenierung dann erstmals in Düsseldorf zu sehen. Auch mehr als zehn Jahre nach der Premiere und fast hundert Jahre nach der Uraufführung von Turandot im April 1926 im Teatro alla Scala in Mailand weiß diese Produktion noch zu überzeugen. Offenbar sehen das viele Zuschauer ähnlich, denn ein komplett ausverkauftes Duisburger Theater bei einer Wiederaufnahme ist alles andere als üblich.
Von Markus Lamers
DerOpernfreund.de
Bremen
Armin Petras wird neuer Intendant am Theater Bremen
Es gab mehr als 50 Bewerbungen, nun steht fest, wer die Leitung am Theater Bremen übernimmt. Es ist ein Mann mit viel Erfahrung – auch in Bremen. Neuer Intendant am Theater Bremen wird der Regisseur und Autor Armin Petras. Das gab Bürgermeister und Kultursenator Andreas Bovenschulte (SPD) bekannt. Demnach übernimmt Petras sein neues Amt zur Spielzeit 2027/2028. Er bringt viel Erfahrung mit – etwa aus Intendanzen am Maxim Gorki Theater in Berlin und am Schauspiel im Staatstheater Stuttgart.
NeueMusikzeitung/nmz.de
Mallorca
Konzertkritik: Palma traut sich was – der „Fliegende Holländer“ im Teatre Principal
Konnte das gutgehen? Wagner in einem vergleichsweise kleinen Theater, mit begrenzten technischen Möglichkeiten, einem eher kleinen Fundus und einer Akustik, die in ihrer Trockenheit eher für Sprechtheater geeignet ist als für große Oper, mit einem Orchester, das gerade mal halb so groß ist wie ein ausgewachsenes Wagner-Orchester? Mit dieser bangen Frage im Hinterkopf betrat so mancher am vergangenen Mittwoch den Zuschauerraum des Teatre Principal. Aber die anfängliche Skepsis wich im Verlauf der ohne Pause durchgespielten Aufführung der sieghaften Gewissheit: ja, Palma kann Wagner!
mallorcamagazin.com
Nachruf
Zum Tod von José van Dam: Hut ab! Er war ein Genie (Bezahlartikel)
Niemand hatte als Bassbariton ein so großes und anspruchsvolles Repertoire wie er, niemand darin diese Eleganz, Klugheit und Beredsamkeit. Jetzt ist der Ausnahmesänger José van Dam gestorben.
FrankfurterAllgemeine.net
José van Dam, der nobelste Opernheld (Bezahlartikel)
Herbert von Karajans Lieblings-Bassbariton, viel Beschäftigt bei den Salzburger Festspielen, starb 85-jährig.
DiePresse.com
Links zu englischsprachigen Artikeln
Budapest
Anna Netrebko, Judit Kutasi, Anita Rachvelishvili, Rolando Villazón, Thomas Hampson, Diana Damrau, Corinne Winters, Lawrence Brownlee Headline Hungarian State Opera’s 2026-27 Season
operawire.com
Prag
Searing Kindertotenlieder from Fleur Barron and the Czech Philharmonic
bachtrack.com/de
Paris
Carmen at the Bastille
operatoday.com
Barcelona
Caesar Seduced—and the Barcelona Audience Too!
concertonet.com
London
Saul at the London Handel Festival: Has the tangled family tensions of Succession
The London Handel Festival opens with a sell-out performance of one of his greatest oratorios
standard.co.uk
Saul, Arcangelo, Cohen, Smith Square Hall review – high drama, not high concept
Handel’s Biblical tragedy strikes hard without stage trickery
theartsdesk.com
Saul review – Purves didn’t just chew the scenery, he swallowed it whole
TheGuardian.com
Delightful Divas Divvy Up Delectable Delicacies at Loudoun Lyric Opera in The Italian Lesson and Bon Appétit!
operatoday.com
New York
The Metropolitan Opera in 2026-2027 and Peter Gelb’s retirement announcement
seenandheard-international.com
Lisette Orospesa, Asmik Grigorian, Lise Davidsen, Rolando Villazón, Michael Fabiano, Brian Jagde, Ailyn Pérez, Aigul Akhmetshina Star in Metropolitan Opera’s 2026-27 Season
operawire.com
Elīna Garanča, Lise Davidsen, Aigul Akhmetshina, Sondra Radvanovsky, Brian Jagde, Piotr Beczała, Ailyn Pérez Headline Metropolitan Opera’s 2026-27 Live in HD Season
operawire.com
Metropolitan Opera Ticket Sales See Uptick in First Half of 2025-26 Season
operawire.com
The Met Opera’s New Season: What We Want to See (Subscription required)
Among the highlights are the world premiere of an adaptation of “Lincoln in the Bardo,” and classics like “Macbeth” and “Jenůfa.”
TheNewYorkTimes.com
Perth
Glass’ The Trial marks an impressive return for Perth’s Lost and Found Opera Company
bachtrack.com/de
Recordings
Johann Ludwig Bach: The Leipzig Cantatas album review –
this distant cousin’s music is a remarkable discovery
TheGuardian.com
Rock/Pop/Song Contest
Österreich
Entscheidung gefallen: Cosmó startet für Österreich beim Song Contest! Mit Lied für Mama
Cosmó vertritt Österreich im Mai beim 70. Eurovision Song Contest in Wien! Er war mit 19 Jahren der jüngste Kandidat und ging mit seinem Song „Tanzschein“ mit der letzten Startnummer ins Rennen! „Ich habe den Song eigentlich für meine Mama geschrieben. Ich möchte für die Mama antreten“, erklärte er nach seinem Sieg.
krone.at
„Tanzschein“: Cosmó singt für Österreich im Song Contest-Finale
Österreichs große ESC-Auswahlshow „Vienna Calling“ ist gelaufen. Der Liveticker zum Nachlesen. „Ich hab’ den Song eigentlich für meine Mama geschrieben“, sagte er nach seinem Sieg. „Weil sie gesagt hat, sie möchte mehr tanzen.“ Im Mai möchte er nicht nur die Mama zum Tanzen bringen, sondern „euch alle“, sagt er.
Kurier.at
„Bussi Bla Bla“: Neuer Podcast von Conchita und JJ
Zwei Song Contest-Gewinner reden auf FM4 über Pop-Kultur, Queerness, Fan-Nachrichten und aktuelle Internet-Phänomene. Ab Sonntag stets um 20 Uhr. Sie haben beide einen ESC-Sieg in der Tasche, sind schon zusammen auf der Bühne gestanden und sitzen künftig wöchentlich zusammen, um über alles, was sie eben so bewegt, zu quatschen: Conchita Wurst und JJ starten einen Video-Podcast, der ab 22. Februar stets am Sonntag um 20 Uhr auf FM4 zu hören sein wird. „Bussi Bla Bla“ ist für alle Fans des Bewegtbilds bereits 24 Stunden früher auf YouTube abrufbar.
Kurier.at
Ballett / Tanz
St.Pölten
Tanzankündigung: Ritterinnen im Nachhall der Tage
Joachim Schloemers „Rauschen“ im Festspielhaus St.Pölten, die „Cavaliers impurs“ Antonia Baehr und Latifa Laâbissi im Tanzquartier Wien
DerStandard.at
Sprechtheater
Berlin/Schaubühne
Spielabbruch an Berliner Schaubühne: Lars Eidinger verletzt Zuschauerin versehentlich mit Degen
Zwischenfall während Shakespeare-Aufführung: Am Donnerstag ist eine Zuschauerin in der Schaubühne von Schauspieler Lars Eidinger verletzt worden. In der betreffenden Szene kämpft Richard mit einem Degen allein gegen seine Dämonen. Wie es von der Schaubühne heißt, rutsche Eidinger dabei der Degen aus der Hand. „Der Griff traf eine Zuschauerin in der ersten Reihe am Kopf“, teilte die Schaubühne auf Anfrage mit. „Lars Eidinger hat daraufhin sofort die Vorstellung unterbrochen.“
Tagesspiegel.de
Wien/Rabenhof-Theater
Rabenhof: Ernst Moldens Döblinger Zündlerei hat Kultpotenzial (Bezahlartikel)
Hausherr Thomas Gratzer brachte das Singspiel „Döbling Burning“ zur Uraufführung. Der Jubel war groß, sehr zurecht
Kurier.at
Wien
Anna Marboe: Wird schon!
Kann eine zehnstufige Morgenroutine dabei helfen, sich ein bisschen Kontrolle über das eigene Leben und die Welt zurückzuerobern? Anna Marboe über Selbstoptimierung, die Schönheit von Gemeinschaft und das Stück „Liv, Love, Laugh Strömquist“.
DieBuehne.at
Wien/Theater der Jugend
Älter als die Bibel
Auf 4000 Jahre alten Tontafeln findet sich ein Epos, das spannender ist als jeder Thriller. „König Gilgamesch – Das größte Abenteuer der Welt“ entführt in die mythische Stadt Uruk – wo der Herrscher grausam regiert und durch Freundschaft lernt, was Leben heißt.
DieBuehne.at
Politik
Friedrich Merz und Giorgia Meloni: Manche nennen sie schon „Merzoni“
Das deutsch-französische Verhältnis schwächelt und der Bundeskanzler sucht neue Partner in Europa. Seine Wahl: Giorgia Meloni. Aber wie tragfähig ist diese Verbindung?
DieZeit.de
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Unter’m Strich
GB
„Größte Besorgnis“ – Andrew-Festnahme: Jetzt spricht König Charles
Der König hat sich zur Festnahme seines Bruders zu Wort gemeldet. Andrew Mountbatten-Windsor, der wegen seiner Verwicklung in den Fall Epstein bereits den Prinzen-Titel abgeben musste, war durch die jüngste Veröffentlichung neuer Akten zu dem weltumspannenden Skandal noch stärker unter Druck geraten. Neben der Festnahme des 66-Jährigen, der am Donnerstag auch Geburtstag hat, gab die Polizei am Donnerstag auch die Durchsuchung von zwei Grundstücken in England bekannt.
oe24.at
Österreich
7 Angeklagte. Erste Schuldsprüche gegen „letzte Generation“ – so sieht Klima-Shakira jetzt aus
Wegen Sachbeschädigung und schwerer Sachbeschädigung standen am Freitag, dem ersten Verfahrenstag, gleich 7 von insgesamt 50 Klimaklebern vor Gericht. Unter ihnen die bekannte Aktivistin Anja Windl aka Klima-Shakira – jetzt im strengen Nordic-Look mit
oe24.at
Olympia-Reporterin entschuldigte sich für Alkohol-Auftritt
Australische Journalistin sprach über Kaffee und Leguane, malte einen Schneeengel in den Schnee. Vorerst keine drastischen Konsequenzen hatte ein bemerkenswerter Vorfall im Rahmen der olympischen TV-Berichterstattung, der sofort viral ging. Nach einem Alkohol-Aussetzer live im australischen Fernsehen bat die Reporterin Danika Mason um Entschuldigung. „Ich möchte kurz den Moment nutzen, wenn das okay ist, um mich zu entschuldigen“, sagte Mason am Tag nach dem Geschehen. „Ich hätte nichts trinken sollen – und erst recht nicht unter diesen Bedingungen: Es ist kalt, wir sind in großer Höhe, und dass ich nichts zu Abend gegessen hatte, hat wahrscheinlich auch nicht geholfen.“
Kurier.at
Ramadan: Wenn Kinder fasten, weil Allah das will
Es ist schon lange her, dass ich zurechtgewiesen wurde, weil ich nicht richtig gefastet habe. Meine Oma hatte mich nämlich in der Karwoche beim Naschen erwischt: „Schokolade gibt es erst am Ostersonntag, sonst wird unser Herrgott böse!“ Diese Woche wurde ich tatsächlich wieder „ermahnt“ – von Schülern, denn am Aschermittwoch hat auch der Ramadan begonnen. Dass er dieses Jahr mit der christlichen Fastenzeit zusammenfällt, war der Mehrheit nicht bekannt. Also versuchte ich, möglichst kindgerecht zu erklären: „Eure Eltern essen und trinken nichts, bis die Sonne untergeht. Meine Oma hat kein Fleisch und nur zu Mittag gegessen.“
krone.at
INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 21. FEBRUAR 2026)
INFOS DES TAGES (SAMSTAG, 21. FEBRUAR 2026)
Quelle: onlinemerker.com
OFFENER BRIEF AN DEN OPERN – DIREKTOR (von Christian W. Mucha)

Christian W. Mucha © Mucha
Sehr geehrter Herr Dr. Bogdan Roščić,
ich war über Ihr Verhalten und über Ihre Reaktionen auf sachlich vorgebrachte Kritik sehr verwundert. Ich verstehe nicht, warum Sie sich vor Ihren Kritikern im Labyrinth der Oper verstecken wollen, wenn Sie derer ansichtig werden. Würde mich ein zahlender Kunde (und ich habe in den letzten Jahren Hundertausende in Logen in der Staatsoper investiert) mit Kritik an meiner Firma konfrontieren, dann würde ich das prüfen. Darüber nachdenken. Verbesserungen überlegen. Und meinem Kunden respektvoll antworten.
Ihre larmoyante und übergriffige Reaktion auf jene Punkte, die ich öffentlich angekreidet habe, war völlig unangemessen. Unprofessionell. Und alles andere als kundenfreundlich. Aber vielleicht ist das der Unterschied zwischen Ihnen als Manager eines Subventionsbetriebes, der bis auf den Opernball Verluste macht, und mir als Privatunternehmer, der Gewinne deshalb macht, weil wir nie vergessen haben, dass wir ein Dienstleistungsunternehmen sind.
Auch Ihre Reaktion in einem Fernseh-Interview, wo Sie sich verwundert darüber zeigten, wie man sich auf dem Opernball amüsieren kann, und dass das überhaupt nicht Ihre Form der Unterhaltung ist, spricht Bände: Irgendwie ist das so, als ob ich schreiben würde, dass ich nicht verstehe, warum die Leute meinen Newsletter lesen. Weil das eh nur unnötige, überflüssige Zeitverschwendung wäre.
Um das überspitzt zu formulieren: Glauben Sie wirklich, dass sich irgendjemand von Ihren Gästen für Ihre persönliche Befindlichkeit interessiert?
Sie haben gesagt, dass ich von Oper keine Ahnung hätte. Und nie in die Oper gehe. Woher wollen Sie das wissen? Sie wissen nicht, über wen ich meine Opernkarten beziehe. Haben keine Ahnung davon, dass ich aus einer klassikaffinen Familie stamme und die meisten Opern – viele auch in der italienischen Fassung – aus dem Effeff kenne.
Und – natürlich nicht als Experte, aber als höchstinteressierter Aficionado – einen starken Anteil meines musikalischen Herzens der Oper und dem Ballett verschrieben habe. Ebenso wie der klassischen Musik, Jazz und bildender Kunst. Für einen ehemaligen Musiker kein Wunder.
Sie freilich haben Handlungsbedarf. Denn ich bin nicht der einzige Schwan, der ohne Sie über die Bühne fährt.
Dazu kommt noch ein ganz wesentlicher Punkt: Die von mir geäußerte Kritik, dass die Staatsoper der Hort der Oper und des Balletts wäre und nicht von Musical, und dass Sie der Direktor der Staatsoper und nicht des Ronacher oder des Theater an der Wien sind, stammt gar nicht von mir. Sie kommt, Herr Roščić, aus Ihrem eigenen Haus. Von Menschen, die der Staatsoper verbunden sind. Die in Vereinen, die der Staatsoper nahestehen, seit Jahrzehnten engagiert sind. Und die mich nach Bekanntgabe des Programms kontaktiert haben. Und gebeten haben, deren Kritik öffentlich zu machen.
Und wissen Sie, warum? Weil diese Menschen Angst vor Ihnen haben. Angst davor, im eigenen Namen Kritik zu üben. Angst vor Repressalien. Angst vor Streichungen mühevoll ausverhandelter Kompromisse und Kooperationen mit Ihrem Haus. Angst vor Ihrer allumfassenden Macht, mit der Sie die Oper rigide führen.
In deren Namen habe ich meine konturierte Kritik geäußert. Weil ich – im Gegensatz zu denen – weder Tod noch Teufel fürchte. Und Sie schon gar nicht.
Doch nun zu dem, woran es bei Ihnen krankt. Und darüber sollten Sie nachdenken. Vorausgesetzt, Sie nehmen Ihren Job ernst und haben noch so etwas wie Selbstreflexion in Ihrem Leib. Und den Wunsch, Dinge, die nicht passen, zu verbessern.
Deshalb in aller Kürze die wichtigsten Punkte, die beim Opernball 2026 überhaupt nicht gepasst haben. Und alle haben das mitbekommen:
- Red Carpet: Die Situation beim Red Carpet ist – nun im wiederholten Jahr – nur mit dem Wort „chaotisch“ zu bezeichnen. Dort wird gestoßen und gerempelt. Es gibt keine, wie immer geartete, vernünftige Organisation. Die Karten werden direkt vor dem Red Carpet kontrolliert (was natürlich zum Stau führt). Jeder drängt dort, steigt den Damen auf die Kleider. Es ist ein Tohuwabohu. Eiskalt. Sturm. Und Gäste und Medienvertreter sind verzweifelt. Vielleicht leisten Sie sich ja einmal ein Ticket zu den Golden Globes? Oder zu den Oscars? Vielleicht kann man ja in den nächsten Jahren im Vorfeld des Opernballs sich der Mühe unterziehen, jenen, die von den Medien interviewt werden, Pässe auszustellen. Eine Zutritts-Organisation vorzubereiten. Das funktioniert bei jedem Skirennen. Bei jedem Formel 1-Event. Und in die Boxengasse darf halt nur, wer dafür das richtige Badge erhält. Eine einfache Maßnahme. Kundenfreundlich. Nie darüber nachgedacht? Okay, das ist mit Mühe verbunden. Aber bei Kosten von 60.000 Euro für einen Abend für Ihre Ehrengäste wohl durchaus angemessen. Meinen Sie nicht?
- Programmauswahl: Ihre neue Ballett-Chefin Alessandra Ferri ist großartig. Ich durfte sie persönlich kennenlernen. Die Musical-Idee war wohl ihre. Ekaterina meint, dass die Kostüme wie Shrimps ausgesehen hätten. Dem kann ich nur beipflichten. Und was die Auswahl des Musicals West Side Story betrifft – reflektieren Sie doch einmal den folgenden Text: „Die Staatsoper für populäre Kultur und auch e-Musik zu öffnen ist begrüßenswert und hat ja z.B. beim Jazzfest jahrelang hervorragend funktioniert. Unvergessen sind Konzerte von Weltstars wie Liza Minnelli, Ray Charles oder R.E.M., die selbst in der ruhmreichen Geschichte der Staatsoper für Ausrufezeichen sorgten. Beim Opernball ist die leichte Muse, selbst wenn sie von einem Giganten wie Leonard Bernstein stammt, jedoch ein falscher Ansatz. Da sollte die Tradition gepflegt und nicht jedem Trend nachgehechelt werden. Sonst endet die Eröffnung des Opernball womöglich noch in den Untiefen des Villacher Faschings.“
Das stammt nun freilich nicht von mir. Sondern von einem gewissen Thomas Zeidler-Künz. Und wenn Ihnen der Name nichts sagt: Der ist der Kulturchef einer der größten Tageszeitungen Österreichs. Geht der auch nie in die Oper? Hat der auch keine Ahnung?
Dass die Story in der Tageszeitung Österreich über meine Kritik an Ihnen laut Wolfgang Fellner der meistgelesene Beitrag zum Opernball war, mag Ihnen vielleicht auch zu denken geben.
Es gibt, sehr geehrter Herr Roščić, kleine Indizien, die einem zeigen, ob man richtig oder falsch liegt. Diese Zeichen an der Wand sollte man tunlichst zur Kenntnis nehmen. Und danach handeln. Der Shitstorm, den Sie für die Eröffnung bekommen haben, war, wie eine Tageszeitung geschrieben hat, „auch nicht ohne“.
Und dann war da noch ein Leserbrief in der Kronen Zeitung. Darin heißt es: „Bei aller Wertschätzung für Leonard Bernstein, er war schließlich einer der bedeutendsten Dirigenten und hat auch als Komponist einen Namen, doch war es notwendig, den Opernball mit ‚West Side Story‘ zu eröffnen? Das hervorragend interpretierte Duett aus der ‚Traviata‘ hat dann zwar einigermaßen entschädigt, war aber insgesamt zu wenig. Nur weil die neue Ballett-Chefin diese Form der Eröffnung vorgeschlagen hat, muss das Direktorat nicht gleich einwilligen und mit einer jahrzehntelangen Tradition brechen. Oper und Musical sind zwei grundverschiedene Metiers, die man nicht vermischen sollte, und bei der Fußball-WM wird auch nicht Handball gespielt.“ (Mag. Martin Behrens)
Sie wissen, wie wichtig die Leserbrief-Seiten für das Kleinformat sind. Dort wird – subkutan, aber immens aufmerksamkeitsstark – die Volksmeinung transportiert. Und das Volk, das sind doch Ihre Kunden. Oder interessiert Sie nur die Elite? Und die Meinung der Mehrheit ist Ihnen wurscht? Das wäre für einen bekennenden Sozialdemokraten doch eher überraschend…
Ich habe nicht nur kritisiert, sondern auch konkrete Vorschläge gemacht. Wie von diversen Seiten der Verlugnerisierung des Opernballs und dem Absinken auf Dschungelcamp-Niveau entgegengesteuert werden könnte.
Hier nochmals meine wesentlichen Ansätze:
Zum einen wäre die Bundesregierung aufgerufen, wesentliche Proponenten, die international ein hervorragendes Standing haben, zum Opernball einzuladen. Die für Frieden und Demokratie stehen. Und so ein Zeichen zu setzen.
Die Staatsoper wäre eingeladen (ja, es gibt eine Künstlerloge, aber die dort Eingeladenen sind in der Berichterstattung untergegangen), zwei großartige Künstlerlogen aufzulegen, wo internationale Stars aus Oper, Ballett, Gesang, Kunst und Kultur eingeladen werden.
Der Österreichische Rundfunk könnte eine Loge für Weltstars aus dem Sportgeschehen kreieren und darauf verzichten, die hochgepushten, sogenannten „ORF-Stars“, sprich Moderatoren, in Ego-Manier in Szene zu setzen. Und stattdessen wahrhaftige Größen featuren.
Die heimischen Aristokraten (ja, ich weiß, der Adel ist abgeschafft, aber wir verfügen über eine hochkarätige Szene von Familien mit historischem Background) sollten dabei unterstützt werden, Vertreter des internationalen Hochadels – und damit meine ich nicht irgendwelche Nichten – zum Opernball einzuladen.
Und die Medien sind aufgerufen, in ihrer Berichterstattung sorgfältig zwischen Qualität und Trash zu unterscheiden. Keiner braucht fette Berichterstattung über Nacktmodelle, Dschungelstars und Glööcklers. Oder die Töchter der Geissens. Stellen wir uns vor, keiner berichtet über die. Gääähn. Das wäre schön.
- Service: Abgesehen von den geschmalzenen Preisen ist das Service in den Logen eine Katastrophe. Viel zu wenig Personal, dem man nachlaufen muss, um frische Gläser zu bekommen. Den Service für unsere Gäste – das Einschenken und das Wegräumen – haben wir größtenteils selbst übernommen. Diesbezüglich sollten Sie mit Ihrem Lieferanten, der ja ein Vermögen dafür berappt, um dort präsent sein zu dürfen, ein ernstes Wort reden. Die Zahl des Personals gehört wenigstens verdoppelt.
- Opernball-Lady: Und vielleicht denken Sie ja einmal darüber nach, wie Ihnen alle Herzen zufliegen könnten: Das Komitee ist brav, fleißig und engagiert, aber jeder weiß, dass es Galionsfiguren wie Christl Gräfin Schönfeldt, Lotte Tobisch-Labotyn, Elisabeth Gürtler-Mauthner oder Desirée Treichl-Stürgkh benötigt, um ein Fest wie dieses zum Strahlen zu bringen.
Die Opernball-Lady abzuschaffen, war wohl Ihre schlechteste Idee.
Und irgendwie habe ich so das Gefühl, dass Sie letztendlich – das zeigt Ihre trotzige Reaktion – von allen geliebt werden möchten. Und alle Herzen würden Ihnen wohl zufliegen, wenn Sie wieder die Tradition der Opernball-Lady aufleben lassen würden. Es gäbe eine ganze Reihe an großartigen Damen hierzulande, die das mit Bravur und Brillanz meistern würden. Was übrigens auch ein toller Dienst am Standing der starken Frauen hierzulande wäre.
Mein Fazit: Ich bin Ihnen nicht böse. Sie sind so, wie Sie sind. Aber manchmal sollten Menschen wie Sie ihren Elfenbeinturm verlassen und sich dem stellen, was zwar schwer verkraftbar, aber die Aufgabe von jedem Manager ist – der Kritik der eigenen Kunden, Sachargumenten und der Realität.
Wenn Sie sich nicht zu gut und zu erhaben in Ihrem Olymp der Alleinherrschaft fühlen, dann stehe ich gerne für eine sachliche Diskussion zu all diesen Themen zur Verfügung,
Mit vorzüglicher Hochachtung
Christian W. Mucha
Von meinem iPhone gesendet
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Bayerische Staatsoper: Ballettfestwoche 2026 – 28.3. – 4.4.2026

Die Ballettfestwoche 2026 wird durch die Premiere des dreiteiligen Abends Common Ground am 28. März 2026 eröffnet. Alexander Ekman und Johan Inger stellen erstmalig ihre Arbeiten beim Bayerischen Staatsballett vor. Hinzu kommt die Wiederaufnahme von Jiří Kyliáns Ballett Bella Figura, das zuletzt als Teil des Abends Wings of Memory in der Spielzeit 2024/25 gezeigt wurde.
Es folgen am 30. und 31. März sowie 2. April drei Vorstellungen, welche die bedeutende Präsenz klassischer Handlungsballette im Repertoire des Bayerischen Staatsballetts bezeugen: John Crankos Onegin (1965), Pierre Lacottes La Sylphide (1972) sowie John Neumeiers Illusionen – wie Schwanensee (1976). Am 1. und 4. April schließlich sind im Triple Bill Waves and Circles die choreographischen Handschriften von William Forsythe, Emma Portner und Maurice Béjart zu erleben.
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Salzburger Landestheater: Vor der Premiere „Eugen Onegin“

© Salzburger Landestheater
Onegin und Tatjana lieben einander – doch nie zur richtigen Zeit. Das schicksalhafte Spiel aus Nähe und Distanz kommt mit Tschaikowskis „Eugen Onegin“ in der Inszenierung von Alexandra Liedtke ab 28. Februar auf die Bühne des Salzburger Landestheaters.
Pjotr Iljitsch Tschaikowski begann 1877 die Arbeit an „Eugen Onegin“ nach dem Versroman von Alexander Puschkin. Die tief bewegende Oper verbindet russische Volksmelodien mit europäischen Traditionen und feierte am 23. Januar 1881 im Bolschoi-Theater ihre triumphale Uraufführung.
Regisseurin Alexandra Liedtke widmet sich mit ihrem eingespielten Team, dem Bühnenbildner Philip Rubner und der Kostümbildnerin Su Bühler, diesem großen Werk der russischen Opernwelt. Die Inszenierung erforscht die komplexen psychologischen Vorgänge in Tschaikowskis Werk und erschafft eine helle, transparente Welt, in der die Gesellschaft jeden Moment beobachtet, zugleich aber die Verletzlichkeit der Figuren sichtbar wird.
Die Titelpartie des Onegin übernimmt der britische Bariton George Humphreys, Tatjana wird von der armenisch-amerikanischen Sopranistin Tatev Baroyan verkörpert. Baroyan debütierte 2024/25 an der Metropolitan Opera in der Met-Premiere von „Ainadamar“ und gab ihr Europadebüt am Salzburger Landestheater, wo sie die Rolle der Iolante in einer außergewöhnlichen Kombination aus Tschaikowskis „Iolante“ und „Der Nussknacker“ kreierte – gestaltet als Opern-Ballett-Fantasie.
Für die musikalische Leitung zeichnet Musikdirektor Leslie Suganandarajah, ergänzt durch eine tänzerische Gegenwelt von Choreograf Louis Stiens, verantwortlich.
Premiere: 28. Februar 2026, 19.00 Uhr
Ort: Salzburger Landestheater
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Michael Haefliger wird Artistic Advisor der Kusatsu International Summer Music Academy & Festival in Japan

Michael Haefliger © Marco Borggreve
Die Kusatsu International Summer Music Academy & Festival beruft Michael Haefliger zum Artistic Advisor. Der langjährige Intendant des Lucerne Festival prägte über mehr als zweieinhalb Jahrzehnte eines der international renommiertesten Festivals für klassische Musik und steht für künstlerische, strategische Weitsicht und internationale Vernetzung. Mit dem von ihm entwickelten und konzipierten „Three Mountains Project“ bringt Haefliger seine eigene programmatische Vision in die zukünftige Ausrichtung des Festivals ein: Die Standorte Kusatsu, Takasaki und Karuizawa sollen als klar profilierte kulturelle Achse neu gedacht und strategisch miteinander verbunden werden. Das Projekt bildet das Herzstück der Neuausrichtung im Vorfeld des 50-jährigen Jubiläums 2030.
Mit der Ernennung verbindet sich auch eine persönliche Geschichte. Michael Haefliger betont seinen engen Bezug zu Japan: „Ich habe einen sehr starken Bezug zu Japan, schon mein Vater, der Tenor Ernst Haefliger, trat mehrfach in Kusatsu auf – das hat mich geprägt.“
Bereits 1992 und 1994 brachte Haefliger ein Kammerensemble des Davos Festival auf Japan-Tournee. Zu den Höhepunkten seiner internationalen Tätigkeit zählen die Residenzen des Lucerne Festival Orchestra unter der Leitung von Claudio Abbado (2006) und Riccardo Chailly (2017) in der Suntory Hall in Tokio. Besonders prägend war zudem das Projekt „Lucerne Festival Ark Nova“, das Haefliger gemeinsam mit dem japanischen Architekten Arata Isozaki und dem britischen Künstler Anish Kapoor nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami in der Region Tohoku 2011 entwickelte und realisierte.
Kusatsu International Summer Music Academy & Festival
Das 1980 gegründete Festival in der Präfektur Gunma zählt zu den bedeutendsten Sommerakademien Japans. Im Zentrum stehen Meisterkurse, in denen international renommierte Künstlerinnen und Künstler mit jungen Musikerinnen und Musikern aus aller Welt arbeiten. Die Verbindung von intensiver Ausbildungsatmosphäre und hochkarätigem Konzertprogramm prägt das Festival seit über 45 Jahren.
Mit Blick auf das 50-jährige Jubiläum im Jahr 2030 richtet sich das Festival strategisch neu aus. Ziel ist es, die internationale Ausstrahlung weiter zu stärken und zugleich die kulturelle Verankerung in der Region Gunma zu vertiefen.
Ein zentrales Zukunftsprojekt ist das von Michael Haefliger entwickelte „Three Mountains Project“, mit dem er die drei Standorte Takasaki, Kusatsu und Karuizawa strategisch neu ordnet und jeweils künstlerisch schärft. Während Kusatsu weiterhin das Zentrum der Akademie bleibt, sollen in Takasaki großformatige Orchesterkonzerte realisiert und in Karuizawa neue Publikumsgruppen für die Kammermusik erschlossen werden.
„Es beindruckt mich besonders die große Ernsthaftigkeit und Hingabe zur klassischen Musik – kompromisslos und ohne Abstriche. Mit dem neuen «Three-Mountain»-Konzept wird es möglich sein, die Städte Kusatsu, Takasaki und Karuizawa kulturell enger miteinander zu vernetzen und ihnen zugleich eine klare jeweilige Kernkompetenz zu verleihen. Takasaki verfügt mit dem Takasaki Arts Theatre (Grand Theatre) über einen exzellenten Konzertsaal mit mehr als 2.000 Sitzplätzen. Er eignet sich hervorragend für große Sinfoniekonzerte – ein Bereich, den wir dort gezielt ausbauen möchten. Zudem liegt Takasaki nur rund eine Zugstunde vom Ballungsraum Tokio entfernt, was zusätzliche Perspektiven eröffnet.“ erklärt Michael Haefliger im Hinblick auf die strategische Neuausrichtung.
Am 16. August 2026 wird die Dirigentin Johanna Malangré das Festival mit dem Gunma Symphony Orchestra eröffnen.
Mit Michael Haefliger gewinnt das Festival eine künstlerische Persönlichkeit, die nicht nur international vernetzt ist, sondern auch eine gewachsene, biografisch fundierte Beziehung zu Japan mitbringt.
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WIEN / Mozart-Gedenkstätte auf dem St-Marxer Friedof
Unglaublich schön als erster heute Morgen an der Mozart Gedenkstätte/Grab in Wien St. Marx!!! Dr. Ingobert Waltenberger



© Dr. Waltenberger
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MESSIAH Oratorium von G.F. Händel. Sonntag, 29. März 2026, 11:00 Uhr Wiener Musikverein, Großer Saal

Mitwirkende:
Tia Pinkija (Sopran)
Franko Klisovic (Countertenor)
Michael Schade (Tenor)
Maciej Idziorek (Bass)
Wiener Gesangverein
Symphonieorchester der Volksoper Wien
Daniel Csefalvay (Dirigent)

© Wiener Gesangsverein
Tickets sind ab sofort unter so wie über die Website des Musikvereins https://musikverein.at/spielplan erhältlich.
Weitere Informationen zum Chor finden Sie unter: https://wienergesangverein.at
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Anna Gitschthaler
„Die lyrische Koloratursopranistin Anna Gitschthaler begeistert das Publikum, ob auf der Oper-und Operettenbühne, im Konzert oder in Liederabenden.“
annagitschthaler.com

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Wien/Freie Bühne Wieden: Der Aufschrei des Gernot Kranner – und hin zu Jugendkultur

Das ist Mut, das ist menschlich wertvoller als so viel Trara im Wiener Kulturbetrieb und dessen ständigem Selbstlob der Institutionen: Gernot Kranner – Sänger, Komödiant und künstlerischer Animator für junge Menschen, früher Mitglied im Ensemble der Wiener Volksoper – hat die von Topsy Küppers vor Jahrzehnten gegründete Freie Bühne Wieden auf der Wiedner Hauptstraße in Eigenregie übernommen und will sie nun als Spielstätte, als zu Kultur und Bildung animierendem Treffpunkt speziell für Jugendliche weiterführen. Und, da die Subventionen – zuvor 120.000 Euro im Jahr – für dieses Theater mit seinen hundert Sitzplätzen gestrichen wurden, auf eigenes finanzielles Risiko. Das hat Charakter, das fordert Unterstützung!
Er ruft zur Mithilfe auf. Die Freie Bühne Wieden wird nun von ihm als Talenteschmiede für junge Menschen neu erfunden. Kranners Aufruf: Gemeinsam lernen, wachsen und glänzen! Es ist auch ein Aufschrei, um vom gängigen Wiener Kulturgeschäft wieder zu einer echten Kreativkultur zu kommen. Zu Schauspiel, Tanz, Gesang, Bühnengestaltung sollen die Jugendlichen hingeführt werden, neue Sachen sollen kreiert, umgesetzt werden. Kranner weist auch darauf hin, dass der heimischen Jugend im Wiener Kultur-Alltagsgeschäft nur minimale Chancen eingeräumt werden. Kranner zu seiner Initiative: „Aber es braucht Geld. Nicht viel! Für Miete und… nur ein paar Tausender.“
Breit gestreut ist das vorläufige künstlerische Angebot. Und zum Start wird am 27.Februar mit „Heute Abend Lola Blau“ an die Theater-Gründerin Topsy Küppers gedacht. Kurz ein kleiner Überblick über die angedachten Aktivitäten: „In Werkstätten lernen, wachsen und blühen junge Menschen gemeinsam mit erfahrenen Könnerinnen und Könnern ihres Faches – Junge Musikerinnen und Musiker spielen gemeinsam mit arrivierten Kolleginnen und Kollegen – Junge Autorinnen und Autoren verfassen hier gemeinsam neue Theaterstücke – Junge Regietalente setzen diese Texte in neuen Theaterformen um und bringen diese gemeinsam mit jungen Darstellerinnen und Darstellern auf die Bühne.“ Der Anfang wird nun gewagt, statt der drohenden Schließung werden wir hier nun junge Menschen bei ihrer Entwicklung begleiten können. Und nochmals wird von Gernot Kranner und seinem Team um Unterstützung gebeten: „Gemeinsam bringen wir es weiter!“
Meinhard Rüdenauer
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Künstlernachrichten/Agentur Balmer & Dixon/Zürich
Ausgewählte Nachrichten für März 2026 (in alphabetischer Reihenfolge):
Simon BAILEY geht mit der Produktion der Opera North von Brittens PETER GRIMES auf Tournee und tritt in Nottingham (6. März), Salford (13. März) und Newcastle (20. März) auf. In dieser Inszenierung von Phyllida Lloyd singt er die Rolle des Captain Balstrode. Garry Walker steht am Pult.
Stefan BLUNIER dirigiert am 14. März das Orquestra Sinfónica do Porto am Casa da Música. Es werden Werke von Enescu, Kodály und Bartók aufgeführt.
Anna EL-KHASHEM geht zusammen mit den Talens Lyriques auf Tournee. Mozarts ASCANIO IN ALBA wird an folgenden Daten aufgeführt: 10. März am Theater an der Wien, 25. März am Théâtre des Champs Elysées Paris, 29. März an der Opera de Nancy Lausanne. Christophe Rousset steht am Pult. Die Künstlerin singt Silvia.
Cornel FREY ist am 20. März als Ari in COMEDIAN HARMONISTS an der Deutschen Oper am Rhein zu erleben. Die musikalische Leitung obliegt Patrick Francis Chestnut. Am 29. März singt er den Evangelisten und die Tenorarien in Bachs JOHANNES-PASSION unter der Leitung von Michael Kreis in der Berner Heiliggeistkirche. Es spielt das Barockorchester amici musici.
Äneas HUMM feiert am 1. März Premiere von Strauss’ ARIADNE AUF NAXOS. Er singt die Rolle des Harlekin am Teatro dell’Opera di Roma. In dieser Inszenierung von David Hermann hat Maxime Pascal die musikalische Leitung. Weitere Termine: 4./6./8./10. März.
Dimitry IVASHCHENKO singt am 1./7./14. März nochmals den Pope in Schostakowitschs LADY MACBETH VON MZENSK an der Komischen Oper Berlin. Dirigat: James Gaffigan; Regie: Barrie Kosky. Der Künstler ist gleich nochmals an der Komischen Oper Berlin zu erleben, und zwar als Iwan Joawlewitsch/Leiter einer Annoncenredaktion/Arzt in Barrie Kosky’s Inszenierung von Schostakowtischs DIE NASE. Die Wiederaufnahme findet am 15. März statt; weitere Vorstellungen am 22./27./29. März und 6. April. Am Pult steht James Gaffigan.
Marco JENTZSCH kann am 22. und 28. März in der Hauptrolle in Wagners TRISTAN UND ISOLDE an der Staatsoper Frankfurt erlebt werden. In dieser Inszenierung von Katharina Thomas dirigiert Thomas Guggeis.
Torben JÜRGENS singt erneut den Hans Foltz in Wagners MEISTERSINGER VON NÜRNBERG an der Staatsoper Stuttgart. Musikalische Leitung: Cornelius Meister. Regie: Elisabeth Stöppler. Termine: 1./8./14./22. März. Am 5. März ist er außerdem an der Deutschen Oper am Rhein als Sarastro in Mozarts ZAUBERFLÖTE zu erleben. Die Inszenierung stammt von Barrie Kosky und das Dirigat liegt bei Antonino Fogliani.
Johannes KAMMLER steht am 8. März zusammen mit Katharina Ruckgaber (Sopran) und Evgenia Fölsche (Flügel) auf der Bühne des SAL Saals am Lindaplatz (Schaan). Sie werden Wolfs ITALIENISCHES LIEDERBUCH im Rahmen des Festivals der Stimmen Liechtenstein präsentieren.
Michael KUPFER-RADECKY tritt als Wotan/Wanderer in Loriots DER RING AN EINEM ABEND am Theater Kiel auf. Frank Beermann steht am Pult. Termine: 7. und 15. März. Die Vorstellungen stehen noch bis April auf dem Spielplan. Unter der Leitung von Marek Janowski ist der Künstler außerdem am 25. März mit Schoenbergs GURRE-LIEDERN am Tokyo Spring Festival zu erleben. Er singt die Rolle des Bauern.
Lena KUTZNER singt am 8. März wieder die Tochter in Hindemiths CARDILLAC am Staatstheater Meiningen. Killian Farrell ist der musikalische Leiter. Die Inszenierung von Giulia Giammona wird noch bis im Juni aufgeführt. Ebenfalls am Meininger Staatstheater singt sie am 13. März die Agathe in von Webers FREISCHÜTZ unter der Leitung von Noori Cho. Regie führte Philipp M. Krenn.
Matthias LIKA wird am 3./4./6./7. März am Hans Otto Theater in Potsdam die Rolle des Mustafa in J.C. Bachs Oper ZANAIDA singen. Johanna Soller dirigiert die Potsdamer Kammerakademie. Am 13. März wird der Künstler zusammen mit Evgenia Fölsche am Flügel Schuberts WINTERREISE interpretieren. Das Konzert im Rahmen des Festivals der Stimmen Liechtenstein findet im Rathaussaal Vaduz statt.
Louis LOHRASEB dirigiert am 27./28./29. März das San Diego Symphony Orchestra in Bizets CARMEN an der San Diego Opera. Regie führte Keturah Stickann.
Andrei MAKSIMOV singt den Fürst Yamadori in Puccinis MADAMA BUTTERFLY an der Staatsoper Wien. Termine: 7./10./14./17. März. Diese Inszenierung von Anthony Minghella wird von Marco Armiliato dirigiert. Außerdem ist er als Ruffiack in Ligetis GRAND MACABRE in einer Inszenierung von Jan Lauwers zu erleben, ebenfalls an der Staatsoper Wien. Die musikalische Leitung liegt bei Pablo Heras-Casado. Daten: 15./20./22./25. März.
Polina PASTIRCHAK singt am 1. und 10. März die Woglinde in Wagners RHEINGOLD am Teatro alla Scala. Am Pult stehen Alexander Soddy bzw. Simone Young. Die Produktion stammt von David McVicar.
Marie SEIDLER wird am 1. und 3. März Schumanns REQUIEM im Musiikkitalo Helsinki zur Aufführung bringen. Aapo Häkkinen steht vor dem Helsinki Baroque Orchestra. Das Tanztheater JOHANNES-PASSION nach J.S. Bach wird am 15. und 29. März am Theater Aachen aufgeführt. Marie Seidler singt die Alt-Partie. In dieser Inszenierung von Olivia Fuchs steht Christopher Ward am Pult. Schliesslich wird die Künstlerin mit J.S. Bachs MATTHÄUSPASSION auf Tournee gehen. Es spielt das Noord Nederlands Orkest unter der Leitung von Hartmut Haenchen. Termine: 27. März De Nieuwe Kolk Assen; 28. März De Harmonie Leeuwarden, 31. März De Lawei Drachten; 1. April De Oosterport Groningen.
Jordan SHANAHAN kann am 29. März Premiere von Wagners WALKÜRE an der Oper Köln feiern. Der Künstler singt sein Debüt als Wotan. Dirigat: Marc Albrecht. Regie: Paul-Georg Dittrich. Weitere Vorstellungen im April.
Bo SKOVHUS feiert am 1. März Premiere von Brittens WRITTEN ON SKIN an der Oper Frankfurt. Unter der Leitung von Erik Nielsen singt er sein Rollendebut als Protector. Die Produktion stammt von Tatjana Gürbaca. Weitere Daten: 5./7./13./15./21./29. März und 5. April.
Katrin WUNDSAM debütiert am 14. März als Penthesilea in Dusapins gleichnamiger Oper am Staatstheater Hannover. Musikalische Leitung: Stephan Zilias. Regie: Lorenzo Fioroni. Weitere Termine: 21. und 29. März.
Junho YOU kann am 4./15./23. März als Tamino in Mozarts ZAUBERFLÖTE an der Volksoper Wien erlebt werden. Inszenierung: Lotte de Beer; musikalische Leitung: Peter te Nuyl.